Sonntag, 18. Februar 2018

 

Zwätschgä-Gomfi

 

Sind uf dä Bäumä d Zwätschgä blaab,

und süäss und riiff paraad,

dä nimm-p-mä si i ds Chöörbli aab,

und macht dä Gomfi gaad.

 

Zeerscht d Schtäi äwääg, verschniidsch äs Pfund,

ä Löffel Zimet draa,

mit Zugger chöchälä-n-ä Viärtelschtund

und bschtändig grüärt muäsch haa.

 

Dä füll-p-mä-si i g Gleser ii,

wo vorhäär häiss muäsch schpüälä,

dä chaasch dä vorzuä ächlä nih,

und dä im Chüälschrangg chüälä.

 

 

-y.


Äschämittwuchä, 14. Februar 2018

 

p Fasnacht isch etz wider durä

 

p Fasnacht isch etz wider durä,

d Schtimm gitt merggli nah;

mängä isch etz uff dr Schnurä,

p Faschtäziit faat aa.

 

d Tuderä chänd etz i Chaschtä,

ds Fasnachtsgwand i-g-Kischtä,

früäner hä-p-mä-n-afu faschtä

bi dä frommä Chrischtä.

 

Diä, wo abr nüd gnuäg händ,

wäärded refermiärt,

wo-si wiiterfarä chänd

wiiter gaht's we gschmiärt!

 

-y.


Der Regierungsrat auf "Abwegen" - wegen der Renitenz des Liegenschaftsbesitzers entschloss sich der Regierungsrat vom Fahrtsweg entlang der elf Gedenksteine beim vierten abzuweichen und lediglich auf der Strasse vorbeizuschreiten. (Foto: Südostschweiz-GL)
Der Regierungsrat auf "Abwegen" - wegen der Renitenz des Liegenschaftsbesitzers entschloss sich der Regierungsrat vom Fahrtsweg entlang der elf Gedenksteine beim vierten abzuweichen und lediglich auf der Strasse vorbeizuschreiten. (Foto: Südostschweiz-GL)

 

Dr Tänggschtäi i dr Risi

 

Ölf Tänggschtäi wiised äim dr Wääg,

für d Lüüt und p Prozässiuu

de mached-si dä-n-albig zwääg,

as alls ä-p-Faahrt chaa guu.

 

Sitt färig isch dr viärt Schtäi gschpeert,

dr Bsitzer will’s nüd haa;

und niämer hätt-em daas vrwehrt,

d Regiärig gitt-em naa.

 

Sächshundertachtäzwänzg mal schuu,

zwänzg Generaziuunä,

isch p Fahrt etz schu da durä chuu,

und äinä tuä-p-mä schuunä…?

-y.

 

Die Geistlichen liessen sich nicht beirren und kraxelten trotzdem über Schutthaufen und Geröll zum vierten Gedenkstein. (Foto: Daniel Fischli, Südostschweiz-GL)
Die Geistlichen liessen sich nicht beirren und kraxelten trotzdem über Schutthaufen und Geröll zum vierten Gedenkstein. (Foto: Daniel Fischli, Südostschweiz-GL)
Zum Thema ein Leserbrief des ehemaligen Präsidenten der Dorfkommission Näfels, Walter Landolt-Staub (Quelle: Südostschweiz Glarus 30.1.2018, Seite 9)
Zum Thema ein Leserbrief des ehemaligen Präsidenten der Dorfkommission Näfels, Walter Landolt-Staub (Quelle: Südostschweiz Glarus 30.1.2018, Seite 9)

 

Eine Zusatzbemerkung:

Aus einer kürzlichen Unterredung mit dem Gemeindepräsidenten Martin Laupper und im Beisein einer juristischen Beratungsperson der Gemeinde Glarus Nord ging hervor, dass

der besagte Liegenschaftsbesitzer (Risi) schon längere Zeit und in verschiedenen Angele-genheiten mit der Gemeindebehörde in einer Konfliktsituation ist. Ein dickes Dossier an Entscheiden und Schriftwechseln besteht. In einer Aussprache der Exponenten der Ge-

meinde mit der Kantonspolizeispitze wurde aber vereinbart, dass auf die Fahrt 2018 ge- handelt würde. 

(Noch) nicht bekannt ist, ob der Regierungsrat - als Vollzugorgan der Näfelser Fahrt - dazu bereits einen Entscheid gefasst hat.

 

2017 beschloss der Gemeinderat auf festgesetzten Termin, den mit Geröll und einer unbe-willigten, geschotterten Zufahrt gekreuzten Fahrtsweg selber mit Trax und unter Polizei-schutz freizuräumen. Diese beschlossene Massnahme wurde aber auf Anraten der Kan-tonspolizei vom Regierungsrat nicht unterstützt und unterblieb.


Donnerstag, 25. Januar 2018

 

 

  Tramp, tramp, tramp därädiii…

 

Und wider trifft-si hüür z Davoos

was Rang und Namä hätt;

und i dä Mediä gaht’s los

und au äm Aaschlaagbrätt!

 

Und au vu Noordamerikaa

chämm schiint’s dr Bresidänt,

und well-dä-n-au ä Reed nuch haa,

potz tuusig, sappermänt!

 

Und isch dr Rummel wider durä,

deer Zirkuss dä verbii,

körsch wider d Helikopter surä

Tramp, tramp und därädii…!

 

-y.

 

 

 

(Foto: Südostschweiz)
(Foto: Südostschweiz)

Fasnacht Jahrgang ungewiss. Gemäss Erinnerung Hans Tschudi-Landolt, "die grösste Weibermusik Europas" ("Frauäschtimmärcht") Näfelser Harmoniemusik ("Notäschinder") als Frauen verkleidet "mit-erä groossä Güügä". (Foto: eigenes Archiv)
Fasnacht Jahrgang ungewiss. Gemäss Erinnerung Hans Tschudi-Landolt, "die grösste Weibermusik Europas" ("Frauäschtimmärcht") Näfelser Harmoniemusik ("Notäschinder") als Frauen verkleidet "mit-erä groossä Güügä". (Foto: eigenes Archiv)

"Die grösste Weibermusik Europas"  Wer kennt noch wen?

 

1. Reihe: v.l.n.r.

Josef Hauser-Tschudi "Mälggäsepp", Herrenweg, Hans Gallati-Holitsch,, "Sassella Hans", ?, Walter Tschudi-Feldmann, Villäggen,

2. Reihe:

August Rusterholz-Müller, Rösslistrase, Manfred Mathis, Orgelbauer, Fritz Tschudi-Hauser, Herrenweg, Friedrich Gloor, Giessenbrücke

3. Reihe: Viktor Schwitter-Netzer, "Sigerschtävigi", Hans Tschudi-Landolti, Kaminfeger, ?,ganz rechts Fritz Müller-Elber "Cäntraalfritz"" ("Müllerelberlifirdel"), Rösslistrasse

4. Reihe: Mario Da Mutten (?), Mitte Linus Da Mutten, Zimmermann

5. Reihe: Alois Landolt, "Müliwisi" Pauke, Kurt Hauser, "Giessers" in weissem Hut und mit Klarinette, .ganz rechts Josef Hauser, Tambour , Gerbi,

6. Reihe: Fritz Fischli-Heusi, Gerbi "Viggterfritz", dritte von links Albert Hauser-Godic, "Zimmermaabärti iun.", rechts aussen Gino Da Mutter, Klarinette, später Cinella., beim Hörnli, 

7. Reihe:

Josef Hauser, Herrenweg, Saxophon sen. vor ihm Karl Hauser "Giesserkari".

 

Im Hintergrund ist das "Hofstetter"-Haus noch zu sehen. Es war südlich an das Tolderhaus angebaut. Im Parterre Coiffeurgschäft Hofstetter, im ersten Stock wohnte Johann Müller, "Nazischang". Das Hofstetterhaus wurde in den fünfziger Jahren  abgerissen, das Tolderhaus von der Gemeinde Näfels erworben. Der Umzug muss um 1959 herum  oder früher stattgefunden haben. Damals waren die Diskussionen um das "Frauenstimmrecht" hoch im Kurs. Das Frauenstimmrecht wurde 1971 eidgenössisch und von der Landsgemeinde im gleichen Jahr auch kantonal angenommen.

Bei der Identifizierung der Personen war Hans TSschudi-Landolt (auch auf dem Bild) behilflich.

 

Zum heutigen Fasnachtsauftakt mit Guggämusikträffä

Samstag, 20. Januar 2008

 

Ä Maschger hätt ä Larvä-n-aa

 

Ä Maschger hätt ä Larvä-n-aa

und redt derzuä vrschtellt;

er gumpe-p-mi vrdoorbä-n-aa,

as’s chlepft und tätscht und chnellt.

 

«Gäll, känndsch-mi nüüd, du liäbä Maa!

Iich kännä-diich ja schuu!»

Er wirff-p-mer nuuch Komfetti aa

und laa-p-mi wider guh.

 

«Was isch ächt daas für äini gsii?»

Ich fraagä nüg-gad lang;

de chännt etz hundert Larvä nih,

ich kännä-si äm Gang.

 

-y.

 

19. Februar 2004

 


Samstag, 13. Januar 2018 (Hilariustag)

Zum Hilariustag (Kirchenpatron der Pfarrkirche von Näfels (mit Fridolin) ein herzliches Dankeschön den Näfelser Sigristen (Messnern, Sakristanen) mit einem ausgegrabenen Vers aus dem Jahr 2004

 

 

Dr Sigrischt (1)

 

Är luäget as-äs immer lüütet,

tuät g Chilchä-n-uuf und bschlüüsst,

as g Gäärtner ds Fridhoofwäägli rüüted,

will ds Jätt sust wagger bschüüsst.

 

Är luäget zu dä schüünä Gwänder

und läit dr Pfarer aa,

butzt p Bängg und voornä durä ds Gländer

und zündt au g Cheerzä-n-aa.

 

Gaht mit dr Opferbüchs nuch ummä

und luäget guät zum Wii;

schtellt g Cheerzätäächä, dett di chrummä,

alls gkännt-nä – grooss und chlii.

 

-y.

 

 

(1) überarbeiteter, im "Fridolin", Schwanden, publizierter Vers vom 19. Mai 2004

 

Näfelser Sigristen seit 1932

Näfelser Sigristen seit 1932:

oben v.l.n.r.: Willi Schwitter, Alfred Böni, Fritz Müller,

unten v.l.n.r.: Martin Böni, Richard Arnold

               

Sigristen in Näfels [1]

 …………..   Hans Melchior Müller-Maurer *16… Gen. 44

 ………….   Jakob Müller *4. April 1674  Gen. 44 (Sohn)

 ………….   Johann Melchior Schwitter *9. November 1703 +2. Dezember 1788 Gen 62

1780-1819  Joseph Anton Schwitter-Stähli-Feldmann *16. April 1751 +4. Oktober 1819 Gen: 81

1819-1854  Kaspar Josef Fridolin Schwitter-Fischli-Murer *25. Februar 1790 +22 Dezember 1854  Gen: 141 (Sohn von 81)

1854-1891  Balthasar Anton Stefan Schwitter-Feldmann *3 August 1830 +21. Dezember 1891 Gen 184

1892-1932  Gerold Schwitter-Landolt  * 25. Mai 1861 +21.Juli 1948 [2] Gen 250

1932-1964  Willi Schwitter-Landolt *28. April 1899  +10. September 1964 Gen 356

1964-1977  Alfred Böni-Gallati * 25. März 1912   +25. Dezember 1996 [3]

1977-1986  Fritz Müller-Fischli *14. Dezember 1921 + 17. Mai 2005 [4]   Gen. 750

1987-2016  Martin Böni-Mahner *  15. Juni 1951, geht 2016 in Pension.

2016-          Richard Arnold *11. Dezember 1977

 

[1] Fäh Jakob: Kirchliche Chronik Näfels, Datensammlung, Näfels 19i87, Seiten 217, 260, 292, 347,385, 407. Siehe auch: Genealogie, Landsbibliothek, Näfels, Schwitter: Nrn. 62, 81, 141, 250; Müller 44, 750,

[2] 1917 feierte Gerold Schwitter sein silbernes Arbeitsjubiläum, siehe Fäh Jakob: Kirchliche Chronik Näfels, Datensammlung.a.a.O. Seite260.

 

[3] Auskünfte von Martin Böhni-Mahler, Sohn.

[4] Fridli Osterhazy: Zum Gedenken an Fritz Müller-Fischli, Kustos und Sigrist (1921-2005) in :Fridolin, Schwanden, 25. Mai 2005. S. 6.

An hohen Feiertagen tritt der Sigrist "in der Farb" auf. Näfelser Fahrt, Einsiedler Wallfahrt, Prozessionen, Hochamt an Ostern, Hilariusfest, Kirchweih, bei Bischofsbesuchen... (Foto: Martin Böni)
An hohen Feiertagen tritt der Sigrist "in der Farb" auf. Näfelser Fahrt, Einsiedler Wallfahrt, Prozessionen, Hochamt an Ostern, Hilariusfest, Kirchweih, bei Bischofsbesuchen... (Foto: Martin Böni)

Sonntag, 7. Januar 2018

Am Sonntag, 7. Jan. 2018 waren sie wieder auf ihrer Tour, die Dreikönige (Lukas, Mathias und Corinne Landolt), begleitet von Patricia Jacober. Sie sangen und schrieben mit Kreide 20 + C + M + B + 18 auf das Türgricht.(Foto: Richard Arnold)
Am Sonntag, 7. Jan. 2018 waren sie wieder auf ihrer Tour, die Dreikönige (Lukas, Mathias und Corinne Landolt), begleitet von Patricia Jacober. Sie sangen und schrieben mit Kreide 20 + C + M + B + 18 auf das Türgricht.(Foto: Richard Arnold)

 

Drii Chüngä (1)

 

Drii Chüngä, Chaschper, Melgg und Balz

sind wider uffem Cheer

und gönd vu Huus zu Huus uf d Walz

und tüänd dä Lüütä d Ehr.

 

Si chänd mit Chruunä, Bäärt und Schnüüz

und mached dä-n-äd Tüür

ä Jahrzahl und drüü wissi Chrüüz

und bättled nuch derfüür.

 

Dr Härgott sägn-ech Huus und Haab

biwahr-ech und au ds Veh,

dr Vatter, p Muäter, Mäitli, Chnaab,

                          vor Chrangget, Läid und Weh.                          

 

  -y.

 

 

(1) publiziert in "Fridolin", Schwanden, 5. Januar 2012, Nr. 1, Seite 12

 

Die Kreideaufschrift auf dem Türgricht 20 + C + M + B 18 ist die Abkürzung für "Christus Mansionem Benedicat" (Christus, segne dieses Haus) und wurde früher gedeutet als Caspar, Melchior und Balthasar.

 

Begrüssung und Lied anstimmen (Foto: Jean Pierre Hauser)
Begrüssung und Lied anstimmen (Foto: Jean Pierre Hauser)
20 + C + M + B + 2018 (Foto: Jean Pierre Hauser)
20 + C + M + B + 2018 (Foto: Jean Pierre Hauser)
Patricia Jacober schreibt mit Kreide den Türsegen "Quod scripsi, scripsi..!" (Foto: Jean Pierre Hauser)
Patricia Jacober schreibt mit Kreide den Türsegen "Quod scripsi, scripsi..!" (Foto: Jean Pierre Hauser)

1. Januar 2018 - 1

 

Die Ammler Krippe... neueste Auflage!

Krippenausschnitt Ammler Krippe 2018
Krippenausschnitt Ammler Krippe 2018

Eintrag ins Gästebuch in der Gallus-Kirche in Amden

 

Kaspar, Melgg und Balthasar

kommen hierher jedes Jahr,

in der kleinen Krippe lacht

auch das Christkind in der Nacht

unterm Stern von Bethlehem

unweit von Jerusalem

und auch in den Ammler Höh'n

kann man's in der Krippe seh'n.

 

Die diesjährige wiederum wunderbar gestaltete Weihnachtskrippe, die den ganzen Altar-raum ausfüllt, ist besonder schön geraten! Ein herzliches Kompliment den Krippenbauern von Amden und dem Initianten Pfarrer Dr. Viktor Buner!

Hier eine kleine Galerie von "Schnappschüssen".