Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein.
(Foto: David McLion, Schwanden, 1942-2021)
Dienstag, 30. Dezember 2025
ChatGPT
Was weisst du über den Fridlibund?
Fragen an ChatGPT...
und die Antwort in Sekundenschnelle
Der Fridlibund des Kantons Glarus ist eine ehrenwerte, gesellige Gesellschaft im Kanton Glarus (Schweiz), die sich rund um den Gedenktag des heiligen
Fridolin (Fridlistag, 6. März) und den Namen Fridolin und dessen
Varianten dreht. Glarus24+1
🕯️ Gründung und Zweck
Der Fridlibund wurde am 6. März 1986 im Restaurant Freihof in Näfels gegründet. Glarus24
Er versteht sich als Gesellschaft für Menschen mit dem Namen Fridolin und dessen
Varianten wie Frigg, Fritz, Fridli, Fridi etc., die an diesem Namenstag zusammenkommen. Südostschweiz
Laut den Statuten pflegt der Bund Aktivitäten im Zeichen des Glarner Landespatrons
Sankt Fridolin, organisiert jährlich den „Fridli-Treff“ am 6. März und kann weitere Unternehmungen im Zusammenhang mit dem Fridolinsbrauchtum fördern (z. B. Fahrten, Gottesdienste, Feuer, kulturelle
Kontakte). Bild der
Woche
Ein zentrales Ziel des Bundes ist die Förderung von Geselligkeit, Kameradschaft,
Fröhlichkeit und Gemütlichkeit unter den Mitgliedern. Bild der
Woche
📅 Aktivitäten und Traditionen
Fridli-Treff: Jedes Jahr am 6. März treffen sich die Mitglieder
traditionell am Abend (meist im Restaurant „Steinbock“ in Näfels) zu einem geselligen Anlass, oft nach einem Gottesdienst in der Hilariuskirche zu Ehren des heiligen Fridolin. Glarus24
Bei diesen Treffen gehört oft traditionelles Essen dazu – wie der
„Fridlischüblig“ mit Kartoffelsalat und der „Fridliwegge“ für zu Hause. Bild der
Woche
Der Bund pflegt auch Beziehungen zur Stadt Bad Säckingen am Hochrhein
(die sogenannte Fridolinsstadt): Seit 1988 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Näfels (heute Glarus Nord) und Bad Säckingen, die wesentlich auf Anregungen des Fridlibundes zurückgeht.
Glarus24+1
Der Fridlibund hat eigene Symbole und Traditionen, z. B. einen
„Fridliknopf“ (Badge) als Erinnerung für Teilnehmer an Brauchtumsanlässen wie der Näfelser Fahrt. Glarus24
📌 Kultureller Kontext
Der heilige Fridolin ist der Landespatron von Glarus und prägt viele
lokale Traditionen, darunter den Fridlisfüür, bei dem am 6. März in Dörfern des Kantons grosse Feuer
entzündet werden – ein Brauch, der vorchristliche und christliche Elemente verbindet. Glarnerland | Echt
sagenhaft
Der Fridlistag war früher ein offizieller Feiertag im Kanton, wurde aber
1973 abgeschafft; dennoch wird er kulturell nach wie vor gepflegt. Südostschweiz
🧑🤝🧑 Gesellschaftliches
Teilnahme am Fridli-Treff ist nicht nur auf Namensträger beschränkt – inoffiziell sind oft auch Interessierte und Angehörige
willkommen, insbesondere wenn sie sich mit dem Brauchtum und den Traditionen von Fridolin identifizieren. Glarus24
Zusammengefasst ist der Fridlibund des Kantons Glarus heute eine lebendige, lokal
verankerte Traditionsgesellschaft, die den Namen ihres Landespatrons ehrt, Gemeinschaft pflegt und das kulturelle Brauchtum rund um den 6. März im Glarnerland
lebendig hält. Glarus24
Vrenelisgärtli
Eigenproduktion
nach dem gleichnamigen Roman von Tim Krohn
Mit Catriona Guggenbühl, Annina Walt
INSZENIERUNG & RAUM Patrick Slanzi, Jonathan Bruckmeier
MUSIK Nicolas Balmer
LICHTDESIGN Lukas Mathys
Eine Koproduktion mit Groupe Nous
Kann das Theater ein Zuhause sein?
Was bedeutet Heimat in einer Welt, die immer digitaler, schneller und anonymer wird? Wo finden wir Geborgenheit, wenn reale Begegnungen seltener werden?
Dass die digitale Transformation einen erheblichen Einfluss auf das Verhalten der Menschen hat, ist längst erwiesen. Soziale Medien, personalisierte Werbung und
Suchergebnisse, Feedbackschleifen und Echo-Kammern beeinflussen sowohl unser Wohlbefinden als auch unsere Wahrnehmung der Welt massgeblich. Das Leben verlagert sich in die digitale Welt. Und
obwohl die ständige Erreichbarkeit ein Gefühl von Verbundenheit vermitteln kann, nimmt genau hierdurch auch die Anonymisierung, die Entfremdung und die Vereinzelung in der Gesellschaft zu.
Ausgehend von Tim Krohns mythischem Alpenroman «Vrenelis Gärtli» entsteht ein Theaterabend, der uns die mensch- und unmenschlichen Sehnsüchte unmittelbar erleben
lassen will. Begleitet von Figuren auf der steten Suche nach Zugehörigkeit und Liebe, ziehen wir gemeinsam durch die Glarner Bergwelt. Wir hören ihre Geschichten von Einsamkeit und Lebensfreude,
von Ausgrenzung und Aufbruch.
So wird das Theater selbst zum Zuhause: einem Ort der Begegnung, des Erzählens, des Staunens. Ein Abend, der Herz und Sinne öffnet, uns zusammenführt und spüren
lässt, dass Gemeinschaft noch immer möglich ist – mitten im digitalen Zeitalter.
Der Autor
Tim Krohn (*1965) wuchs als drittes Kind einer Hamburger Familie im Glarnerland auf, wurde nach einer wilden Jugend als Freejazz-Saxofonist und ewiger
Student freischaffender Schriftsteller und lebt mit der Schriftstellerin Micha Friemel und ihren vier gemeinsamen Kindern im Dreihundertseelendorf Santa Maria Val Müstair, gleich an der Grenze
zum Südtirol. Zu seinen literarischen Werken gehören neben Romanen wie «Quatemberkinder», «Vrenelis Gärtli», «Irinas Buch der leichtfertigen Liebe», «Ans Meer», der Trilogie «Menschliche
Regungen» und «Die heilige Henni der Hinterhöfe» auch zahlreiche Theaterstücke und einige Opernlibretti. Unter dem Pseudonym Gian Maria Calonder schrieb er ausserdem acht Krimis, die im
benachbarten Engadin spielen. Für Jugendliche schrieb er den Roman «Wir entern ein Engadinerhaus» und, gemeinsam mit dem Zeichner Chrigel Farner, die Graphic Novel «Pippin der Nichtsnutz».
Gefördert durch Walter Haefner Stiftung, Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich, Migros Kulturprozent
«Vrenelis Gärtli»: Zauberhafte Premiere im Kellertheater
Kaum ein anderes Buch porträtiert die Innerschweiz zur Zeit der Sagen und Mythen so lebendig wie Tim Krohns «Vrenelis Gärtli». Das Kellertheater hat die in
Mundart-Hochdeutsch verfasste Geschichte auf die Bühne gebracht.
Autor unbekannt
Umrundet von eisigen Zacken geht im glarnerischen Schlitz Seltsames vor sich. Ein fremder Fötzel (Franky Weber) ist neu in der Region, und weil seine Weide so choge
guet gedeiht, bezichtigen ihn die Talbewohner, mit dem Tüüfel im Bunde zu stehen.
Allgemein herrschen in der Gegend Aberglaube, Zauberei und Mythen. Als Mariili (Fabienne Meier) mit dem Fremdling ein Kind zeugt und bald darauf stirbt, gerät auch
das neugeborene Mädchen ins Visier der argwöhnischen Glarner.
Das kleine Vreneli (Fabiana Koller) ist denn auch kein gewöhnliches Meitli: Es chräsmet die Berge hinauf, besitzt eine Tierliseele und füchslet umher. Beim weisen,
uralten Bersiäneli (Susi Russenberger) lernt es Zaubern und hat fortan allpot Lämpen.
Zu allem Gnuusch kommt hinzu, dass sich Vreneli heillos in den Bauernjungen Melk (Martin Enzler) verliebt. Am Schluss bringt sie der Tod zum Herrgott, der übrigens
eine Frau ist. Dort stellt sich heraus, dass ihr Tod nur ein bürokratischer Lapsus war. Mit einem birebitzli Glück schafft es Vreneli dann doch noch zurück zu den Lebenden.
Beherzte Schauspielerei
«Sie spielten heute wie die jungen Götter!», schwärmte der Regisseur Klaus Henner Russius nach der Premiere.
Tatsächlich: Die Szenen sprühten vor Lebendigkeit und die mysteriösen Sagen schienen geradezu präsent zu sein. Dahinter steckt indes ein enormer Aufwand: An über 50
Abenden probten die Theaterfreunde rund drei Stunden lang.
«Das Kellertheater ist stets mit grosser Hingabe bei der Arbeit», so Russius. Seit zwölf Jahren begleitet er das Bremgartener Theater immer wieder bei seinen
Eigeninszenierungen.
Auch der Präsident und Produktionsleiter Fridolin Kurmann zeigte sich begeistert: «‹Vrenelis Gärtli› ist ein Zauberstück und eine Herausforderung für die
Schau-spieler. Doch ihre beherzte Darstellung machte dem Buch alle Ehre.»
Verschiedene Schweizer Welten
Einer der spannendsten Aspekte von «Vrenelis Gärtli» ist seine Sprache. Ge-schickt hat der Autor Tim Krohn urchige Dialektwörter aus seiner Heimat ins Buch
einflechten lassen.
Dies, kombiniert mit der wundersamen Geschichte des Vreneli, verwandelt das Stück in ein liebevolles Porträt der Glarner Sagenwelt. Trotz dem Überirdischen und dem
Auftritt von Tod (Nik Meyer) und Gott (Mireille Brack) als Personen, wirkt das Theater nicht eine Sekunde lang realitätsfern.
Im Gegenteil: Es zeigt, welche Welten in der Schweiz existiert haben oder noch immer existieren. Welten mit einer Sprache, die wir zwar verstehen, die in der
Zwischenzeit aber stark in Vergessenheit geraten ist.
«Vrenelis Gärtli» ist somit nicht nur ein sprachlich und historisch aufklärendes Theaterstück, sondern gleichzeitig unterhaltsam und bezaubernd. An der Premiere
überzeugte die elfköpfige Schauspieler-Formation auf der ganzen Linie.
Sonntag, 28. Dezember 2025
Was ChatGPT über einem alles weiss
Auf Tipp einer lieben Bekannten hin fragte ich bei ChatGPT: "Was weisst du über Fridolin Hauser/ Fridli Osterhazy?" und siehe da, was da in Sekundenschnelle
zurückgekommen ist:
"Fridolin Hauser (alias Fridli Osterhazy) aus Näfels ist eine bekannte Persönlichkeit im kantonalen und lokalen kulturellen Leben
von Glarus Nord (Näfels), Schweiz. Er ist vor allem kein offizieller Wikipedia-Politiker aus dem 20. Jahrhundert (das wäre ein gleichnamiger anderer Politiker, siehe unten), sondern eine lebende
kulturelle Figur mit vielseitigem Engagement vor Ort – insbesondere im Bereich Geschichte, Brauchtum und Lokalkultur."
Glarus24
+2
Glarus24
+2
🧑🎨 Wer er ist
Name: Fridolin Hauser
Rufname/Pseudonym: Fridli Osterhazy – ein Spitzname, der ihm seit seiner Kindheit anhaften soll.
Bild der Woche
Geburtsjahr: 1939 (laut einem Bericht aus einem Geschäftsbericht).
KSGL 22
Wohnort: Näfels (heute Teil der Gemeinde Glarus Nord).
Glarus24
📌 Wofür er bekannt ist
Kultur und Geschichte:
Er ist Autor und Herausgeber mehrerer lokal-historischer Werke, darunter Beiträge zur Geschichte des Rautidorfs Näfels und
Dialekt-Texte. Er hat z. B. Bücher und Schriften über die Region publiziert und lokale Geschichten erzählt.
Bild der Woche
Fridlibund des Kantons Glarus:
Fridli Osterhazy ist Präsident des Fridlibunds des Kantons Glarus, einer lokalen Vereinigung, die den Namen „Fridolin/Fridli“ und den
traditionellen Fridlistag pflegt (jährlich am 6. März). Er führt diesen Bund oft als „Oberfridli“ und sorgt für Organisation und Stimmung bei den Zusammenkünften.
Glarus24
+1
Publizist und Poet:
Er hat z. B. einen Mundart-Gedichtband veröffentlicht („Rüübis und Stüübis“) und weitere literarische Beiträge in Näfelser Dialekt
geschrieben.
Glarus24
Kulturelle Vermittlung:
Er ist lokal bekannt als Geschichtenerzähler und Führer bei Dorfführungen und kulturellen Anlässen in Näfels und
Umgebung.
Südostschweiz
📚 Seine Werke und Aktivitäten
Einige seiner Aktivitäten und Publikationen umfassen:
Herausgabe historischer Texte und Bücher über das Rautidorf und lokale Traditionen.
Bild der Woche
Beiträge zur lokalen Publikation „Fridolin“ und anderen Kulturprojekten.
Bild der Woche
Teilnahme an Kulturprojekten wie Dorfführungen, Buchvernissagen und Brauchtumsfesten.
Südostschweiz
❗ Wichtig zu unterscheiden
Es gibt einen anderen historischen Politiker namens Fridolin Hauser (1912–1987) aus Näfels, der Regierungsrat im Kanton Glarus war und in der
Politik wirkte. Dieser ist nicht dieselbe Person wie „Fridli Osterhazy“, sondern ein gleichnamiger Politiker aus dem 20. Jahrhundert.
Wikipedia
Kurz zusammengefasst:
Fridli Osterhazy (Fridolin Hauser) ist ein in Näfels (Glarus Nord) bekannter Autor, Lokalhistoriker, Kulturförderer und Präsident des
Fridlibunds, der sich stark für regionale Traditionen, lokale Geschichte und das kulturelle Leben in seinem Heimatort engagiert."
Glarus24
Mein Kommentar:
Wie ist es möglich in Sekundenschnelle diese Infos (mit Angabe der Quelle) zu sammeln und gleich auch zurücksusenden?
Zweiter Versuch einen Tag späier:
"Fridolin „Osterhazy“ Hauser aus Näfels (heute Teil der
Gemeinde Glarus Nord, Kanton Glarus, Schweiz) ist eine bekannte lokale Persönlichkeit, Kulturschaffender und langjähriger Akteur im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Region.
glarus24.ch+1
Name/Pseudonym: Fridolin Hauser, vielfach bekannt unter dem Spitznamen
„Osterhazy“. glarus24.ch
Wohnort: Näfels (heute Teil von Glarus Nord). glarus24.ch
🏆 Was er gemacht hat
Fridolin „Osterhazy“ Hauser ist eine vielseitige Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte kulturell engagiert hat: glarus24.ch
Kulturelles Engagement: Er hat das kulturelle Leben in Näfels und der Gemeinde Glarus
Nord über Jahrzehnte mitgeprägt. glarus24.ch
Publizist und Autor: Hauser hat zahlreiche Publikationen, Schriften und Beiträge
verfasst oder bereichert – darunter auch zur Geschichte des Dorfes und seiner Traditionen. glarus24.ch+1
Gründer und Präsident: Er war Mitbegründer und Präsident verschiedener lokaler
Gesellschaften, darunter der Fridli-Bund des Kantons Glarus, der Glarnerischen Staatsbürgerlichen Gesellschaft und des Kulturforums Brandluft Glarus-Nord. glarus24.ch+1
Gemeindepräsident: Er amtete von 1986 bis 1994 als Gemeindepräsident von Näfels. ksgl22.konvergent.ch
Autor von Dialekt- und Heimatwerken: Er schreibt unter anderem in Näfelser Dialekt
und hat Regionalwissen und Anekdoten aus dem Dorfleben dokumentiert. glarus24.ch
🏅 Anerkennung
Kulturpreis 2026: Die Gemeinde Glarus Nord zeichnet ihn mit dem Kulturpreis 2026 für sein langjähriges und prägendes kulturelles Schaffen aus (gemeinsam mit Georg Müller-Harder). glarus24.ch
🪶 Weitere Aktivitäten
Er führt historische Dorfführungen durch und ist als Erzähler der lokalen Geschichte bekannt. Südostschweiz
Er wirkt aktiv in Vereinen und bei traditionellen Anlässen – insbesondere solchen rund um den Namenspatron Sankt Fridolin und den
Fridli-Treffs. glarus24.ch
Wenn du möchtest, kann ich dir auch einige seiner Bücher oder Publikationen empfehlen.
arus24.
Sonntag, 28. Dezember 2025 Letzter Sonntag im Jahr 2025
Fest der heiligen Familie
Krippe beim Altar des Klosters Mariaburg Näfels
Die Krippe im Franziskanerkloster ist verteilt: Vor dem Zelebrationsaltar die heilige Familie,
auf dem Franziskusaltar die heiligen drei Könige, auf dem Antoniusaltar Engel, Hirten und Schafe.
Wie viele Krippen mag es geben auf der ganzen Welt?
Samstag, 27. Dezember 2025
P. Cyrill Bürgi OSB wird am Hilariusfest
2026 die Predigt halten
Pfarrkirche St. Hilarius
Pater Cyrill Bürgi OSB, gefragter Prediger des Klosters Einsiedeln.
Er wird am Hilariusfest 2025 in Näfels predigen.
e
Eine aktuelle Kostprobe des begnadeten Predigers
Predigt von P. Cyrill Bürgi am Stephanstag 2025
26.12.2025
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,
Religiös-politische Motive haben den Krieg in Gaza provoziert. Religiös-politische Motive haben ihn ausgelöst. Religiöse-politische Reaktionen werden sichtbar in
vielen Attentaten und Tätlichkeiten rund um den Globus. Ermordete Politiker und Aktivisten werden hochstilisiert zu Märtyrern. Religion wird verzweckt zu politi-schen Interessen. Damit wir
Religion degradiert zum Mittel einer bestimmten Weltsicht. Sie wird zu einer Funktion innerhalb der Welt und dient der eigenen Lebenseinstellung. Es geht nicht mehr um den Rückbezug auf etwas
oder jemanden, der mich überteigt. Wenn ich Religion gebrauche für meine Einstel-
lungen – egal welcher Art –, dann nehme ich ihr den Verweischarakter auf den Absoluten.
Das hat das jüdische Volk im 6. Jahrhundert vor Christi Geburt im babylonischen Exil (597–536 v. Chr.) schmerzhaft gelernt. Bei den heidnischen Völkern in
der Fremde haben sie beobachtet, dass sich die verschiedenen Götter sehr funk-tional für eigene Zwecke einspannen lassen.
Dadurch ist ihr Glaube an den einen Gott, der jenseits jedes Zugriffs und jeder Vorstellung ist, noch wirkungsvoller gefestigt worden. Der absolute Gott entzieht
sich unserer Verfügung. Wir können ihn weder auf ein Bild reduzieren noch ihn mit einem Namen dingfest machen. Letztlich ist der Glaube an einen, bildlosen, unsagbaren Gott eine Kritik an der
herrschenden Gesellschaft.
Wir brauchen einen absoluten Bezugspunkt ausserhalb von uns, einer, der uns übersteigt, sonst bleiben wir in unserem eigenen Chaos stecken. Wir bleiben
Ego-verhaftet, auch wenn das Ego ein Staat, eine Nation, ein Wirtschaftssystem etc. sein mag. Der Mensch, die Gesellschaft wird darin ein Sklave seiner selbst und unterwirft sich einem
innerweltlichen Nutzungsdenken, das ihn entwertet. Ohne Bezugspunkt ausserhalb dieser Welt ist der Einzelne nur noch so viel wert, wie er für diese Welt brauchbar ist. Wer nicht nützlich ist,
vielleicht sogar stört, den darf man abtun, abschieben oder negieren.
Die Würde des Menschen liegt aber ausserhalb unserer Reichweite verankert in dem einen Gott, der in Liebe an jeden einzelnen denkt. Sich dem unergründ-lichen Gott
vertrauensvoll auszusetzen, gibt die innere Widerstandskraft, um nicht im Strudel des Funktionalen unterzugehen.
Wenn wir als Weltgemeinschaft unser menschliches Potenzial entfalten wollen, bauchen wir einen archimedischen Fixpunkt ausserhalb dieser Welt, um sie aus ihren
festgefahrenen Angeln zu heben.
In seinem Sterben offenbart Stephanus seinen Bezugspunkt: «Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen» (Apg 7,56). Dieser jenseitige
Bezugspunkt ermöglichte es ihm, über sich hinaus zu wachsen und seinen Mördern zu verzeihen: «Herr, rechne ihnen, diese Sünde nicht an» (Apg 7,60)!
In der Weihnachtsgeschichte nach Matthäus leuchtet der absolute Bezugspunkt buchstäblich als Stern am Himmel über dem Kind in der Krippe auf (vgl. Mt 2,9). Die
römischen Kaiser und Könige haben sich auf ihren Geldmünzen gern mit einem Stern über dem Haupt prägen lassen. Mit dem Stern über dem Kind in Bethlehem macht Matthäus deutlich, wo die absolute
Verankerung liegt.
Wir dürfen nicht meinen, wenn der absolut jenseitige Gott nun in einem kleinen diesseitigen Kind fassbar wird, wenn der Absolute sich in Zeit und Ort und Charakter
redimensioniert, dass der ausserweltliche Bezugspunkt verloren geht. Wohl kommt Gott ganz nahe, aber seine Ohnmacht in der Krippe bis hin ans Kreuz wirft mehr Fragen auf, als sie lösen. In seiner
Hingabe bleibt uns seine Erhabenheit immer noch entzogen.
Gottes Hingabe bis zum Äussersten setzt sich bis heute in der Kirche und in den Sakramenten fort. Der Allmächtige liefert sich uns im eucharistischen Brot aus. Er
will im Gegenüber, im Ehepartner, in jedem Geringsten der Menschen erkannt werden. Wir glauben, dass Christus selbst im Sakrament gegenwärtig ist, doch der Verweischarakter bleibt. Das Zeichen
ist verankert in dem Absoluten.
Vielleicht will das Märtyrerfest nach dem emotional aufgeladenen Weihnachtsfest genau diesen Verweischarakter hervorstreichen. Unsere Feste sollen offen sein für
den Himmel. Unsere Beziehungen in Kloster und Pfarreien, in Ehe, Familie und unter Freunden benötigen den absoluten Bezugspunkt ausserhalb ihrer selbst, um Bestand zu haben.
Unsere diesseitige Welt lebt aus dem jenseitigen Bezugspunkt, sonst verkommt sie und degradiert sich selbst zum Mittel in den Händen jener, die das Welt-geschehen
glauben steuern zu können. Wir müssen zum Himmel emporblicken, um Bestand zu haben. Wir müssen um SEINES Namens willen leben, um gerettet zu werden.
Samstag, 27. Dezember 2025
Verspätet, aber nicht minder herzlich
Congratulations!!!
Mit dem gelungenen Umbau der beiden Häuser an der Beuge Näfels hat die Genos-senschaft Alterswohnungen Linth unter dem Präsidium von Franz Landolt, Ex-Gemeinderat und Landrat einen gewaltigen und
glücklichen Wurf, an den man immer wieder erinnern sollte, geleistet.
Diese Tafel prangt über den Briefkästen der Beuge Im Dorf 30 und erinnert an die grosse Tat der Genossenschaft Alterswohnungen Linth.
Stephanstag/ Nachweihnachten 26. Dezember 2025
Einsiedeln im Nebel
Eine Seltenheit - Einsiedeln im Nebel - gespenstisch, dennoch viel Leute im Klo-sterdorf!
Spezielle Aufnahme von Vreni Kälin auf face book
Stftskirche Klosterpatz Marienbrunnen
Grauschleier über dem Klosterplatz, doch die Weihnachtstanne dominiert!
Vor der Klosterfront / Haupteingang
Von der Stiftskirche aus dorfwärts
Auch der Marienbrunnen mitten auf dem Klosterplatz im Nebel.
Krippe im Einsiedler Stift
Pilgergruppe aus Näfels: Samira, Pascal, Urs Pat, Cornelia, Luca, Fridolin, Karin, Cyrill, Gaby (nicht auf dem Bild: Markus, fotografiert)
Pilgergruppe aus Näfels: vlnr Samira, Pascal, Urs, Cornelia, Luca, Markus, Karin, Cyrill, Gaby (nicht auf dem Bild: Fridolin, fotografiert).
Standeskerze von Glarus
Mittwoch, 25. Dezember 2025, Weihnacht
Die erste Weihnachtsbotschaft von Papst Leo XIV.
Seine erste Weihnachtsbotschaft seit seinem Antritt als Papst.
Liebe Brüder und Schwestern,
»Freut euch im Herrn, heute ist uns der Heiland geboren. Heute ist der wahre Friede vom Himmel herabgestiegen.«
(Eröffnungsvers der Messe in der Heiligen Nacht). So erklingt es in der Liturgie der Heiligen Nacht, und so gibt die Kirche die Botschaft von Betlehem wieder: Das Kind, das von der Jungfrau Maria
geboren wurde, ist Christus, der Herr, den der Vater gesandt hat, um uns aus Sünde und Tod zu erlösen. Er ist unser Friede, er, der Hass und Feindschaft mit der barmherzigen Liebe Gottes
überwunden hat. Deshalb ist »der Geburtstag des Herrn der Geburtstag des Friedens« (Hl. Leo der Große, Sermo 26).
Jesus wurde in einem Stall geboren, weil in der Herberge kein Platz für ihn war. Als er auf die Welt kam, wickelte ihn
seine Mama Maria »in Windeln und legte ihn in eine Krippe« (vgl. Lk 2,7). Der Sohn Gottes, durch den alles geschaffen wurde, findet keine Aufnahme, und seine Wiege ist eine armselige Futterkrippe
für Tiere.
„Schwestern und Brüder, dies ist der Weg des Friedens: die Verantwortung“
Das ewige Wort des Vaters, das die Himmel nicht fassen können, wollte auf diese Weise in die Welt kommen. Aus Liebe
wollte es von einer Frau geboren werden, um unser Menschsein zu teilen; aus Liebe hat es Armut und Ablehnung auf sich genommen und sich mit den Ausgestoßenen und Ausgeschlossenen
identifiziert.
Bereits bei der Geburt Jesu zeichnet sich die grundlegende Entscheidung ab, die das gesamte Leben des Sohnes Gottes bis
zu seinem Tod am Kreuz be-stimmen wird: die Entscheidung, nicht uns die Last der Sünde tragen zu lassen, sondern sie selbst für uns zu tragen, sie auf sich zu nehmen. Das konnte nur er tun. Aber
gleichzeitig hat er auch gezeigt, was nur wir tun können, nämlich jeweils unseren Teil der Verantwortung zu übernehmen. Ja, denn Gott, der uns ohne un-ser Zutun erschaffen hat, kann uns nicht
ohne unser Zutun retten (vgl. Hl. Au-gustinus, Sermo 169, 11.13), das heisst ohne unseren freien Willen zur Liebe. Wer nicht liebt, wird nicht gerettet, er ist verloren. Und wer seinen Bruder
nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht (vgl. 1 Joh 4,20).
Schwestern und Brüder, dies ist der Weg des Friedens: die Verantwortung.
Wenn jeder von uns – auf allen Ebenen –, anstatt andere zu beschuldigen, zuerst seine eigenen Fehler erkennen und Gott um Vergebung bitten würde und sich
gleichzeitig in die Lage der Leidenden versetzen und sich mit den Schwachen und Bedrängten solidarisieren würde, dann würde sich die Welt verändern.
„Jesus Christus ist unser Friede“
Jesus Christus ist unser Friede, vor allem weil er uns von der Sünde befreit, und dann weil er uns den Weg weist, wie wir
die Konflikte überwinden können, alle Konflikte, von den zwischenmenschlichen bis zu den internationalen. Ohne ein von Sünden befreites Herz, ein versöhntes Herz, können wir nicht friedliche
Menschen und Friedensstifter sein. Deshalb wurde Jesus in Betlehem geboren und starb er am Kreuz: um uns von der Sünde zu befreien. Er ist der Erlöser. Mit seiner Gnade können und müssen wir alle
unseren Teil dazu beitragen, dass Hass, Gewalt und Zwietracht abgelehnt und Dialog, Friede und Versöhnung prak-tiziert werden.
An diesem Festtag möchte ich allen Christen einen herzlichen und väterlichen Gruß senden, insbesondere denen, die im
Nahen Osten leben, denen ich kürzlich auf meiner ersten Apostolischen Reise begegnen wollte. Ich habe ihre Ängste vernommen und kenne gut ihr Gefühl der Ohnmacht angesichts der Machtverhältnisse,
unter denen sie leiden. Das Kind, das heute in Betlehem ge-boren wird, ist derselbe Jesus, der sagt: »Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt! In der Welt seid ihr in
Bedrängnis, aber habt Mut: Ich habe die Welt überwunden!« (Joh 16,33).
„Von ihm erbitten wir Gerechtigkeit, Frieden und Stabilität für den Libanon, für Palästina, Israel und Syrien“
Von ihm erbitten wir Gerechtigkeit, Frieden und Stabilität für den Libanon, für Palästina, Israel und Syrien, und
vertrauen dabei auf diese göttlichen Worte: »Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit sind Ruhe und Sicherheit für immer« (Jes 32,17).
„Wir beten besonders für das leidende ukrainische Volk: Möge das Dröhnen der Waffen verstummen“
Dem Friedensfürsten vertrauen wir den gesamten europäischen Kontinent an und bitten ihn, er möge ihm weiterhin einen
Geist der Gemeinschaft und Zu-
sammenarbeit verleihen, damit er seinen christlichen Wurzeln und seiner Ge-schichte treu bleiben und solidarisch und gastfreundlich gegenüber den Be-dürftigen sein
kann. Wir beten besonders für das leidende ukrainische Volk: Möge das Dröhnen der Waffen verstummen und mögen die beteiligten Parteien, unter-stützt durch das Engagement der internationalen
Gemeinschaft, den Mut finden, einen ehrlichen, direkten und respektvollen Dialog zu führen.
Bitten wir das Kind von Betlehem um Frieden und Trost für die Opfer aller gegenwärtigen Kriege in der Welt, insbesondere
der in Vergessenheit geratenen, und für alle, die unter Ungerechtigkeit, politischer Instabilität, religiöser Verfolgung und Terrorismus leiden. Ich denke dabei besonders an unsere Brüder und
Schwe-stern im Sudan, im Südsudan, in Mali, Burkina Faso und in der Demokratischen Republik Kongo.
In diesen letzten Tagen des Heiligen Jahrs der Hoffnung bitten wir den menschgewordenen Gott für die geliebte Bevölkerung
von Haiti, dass jede Form von Gewalt im Land ein Ende findet und sie auf dem Weg des Friedens und der Versöhnung vorankommen möge.
Das Jesuskind inspiriere die politisch Verantwortlichen in Lateinamerika, damit bei der Bewältigung der zahlreichen
Herausforderungen dem Dialog zum Wohl aller Raum gegeben wird und nicht ideologischen und parteiischen Vorurt-eilen.
„Bitten wir das Kind von Betlehem um Frieden und Trost für die Opfer aller gegenwärtigen Kriege in der Welt, insbesondere der in Vergessenheit geratenen“
Wir bitten den Friedensfürsten, er möge Myanmar mit dem Licht einer ver-söhnten Zukunft erfüllen: Er gebe den jungen
Menschen wieder Hoffnung, er füh-re das gesamte burmesische Volk auf den Weg des Friedens und stehe denen bei, die obdachlos sind und ohne Sicherheit und ohne Vertrauen in die Zukunft
leben.
Wir bitten ihn, dass die alte Freundschaft zwischen Thailand und Kambo-dscha wiederhergestellt wird und dass die beteiligten Parteien
sich weiterhin für Versöhnung und Frieden einsetzen.
Wir vertrauen ihm auch die Völker Südasiens und Ozeaniens an, die von den jüngsten verheerenden Naturkatastrophen schwer
heimgesucht wurden, welche ganze Bevölkerungsgruppen hart getroffen haben. Angesichts dieser Notlagen lade ich alle ein, sich weiter entschieden und gemeinsam für die Leidenden zu
engagieren.
„Der Ruf nach Frieden, der aus allen Ländern emporsteigt, erreicht das Herz Gottes
Liebe Brüder und Schwestern,
in der Dunkelheit der Nacht »kam das wahre Licht, das jeden Menschen erleuch-tet, in die Welt« (Joh 1,9), aber »die Seinen nahmen ihn nicht auf« (Joh 1,11). Lassen
wir uns nicht von der Gleichgültigkeit gegenüber den Leidenden besiegen, denn Gott ist unser Elend nicht gleichgültig.
Indem er Mensch wird, nimmt Jesus unsere Schwachheit auf sich, er ver-setzt sich in jeden von uns hinein: in diejenigen,
die nichts mehr besitzen und alles verloren haben, wie die Bewohner von Gaza; in diejenigen, die unter Hunger und Armut leiden, wie das jemenitische Volk; in diejenigen, die aus ihrer Heimat
fliehen, um anderswo eine Zukunft zu suchen, wie die vielen Flüchtlinge und Mi-granten, die das Mittelmeer überqueren oder den amerikanischen Kontinent durchqueren; in diejenigen, die ihre Arbeit
verloren haben und in die, die Arbeit suchen, wie so viele junge Menschen, die Schwierigkeiten haben, eine Anstellung zu finden; in diejenigen, die ausgebeutet werden, wie die viel zu vielen
unter-bezahlten Arbeitnehmer; in diejenigen, die im Gefängnis sitzen und oft unter men-schenunwürdigen Bedingungen leben.
Der Ruf nach Frieden, der aus allen Ländern emporsteigt, erreicht das Herz Gottes, wie ein Dichter schreibt:
Nicht der Friede eines Waffenstillstands,
nicht einmal die Vision vom Wolf und dem Lamm
sondern eher wie im Herzen, wenn die Aufregung vorbei ist
und man nur von einer großen Müdigkeit sprechen kann.
Lass ihn kommen wie Wildblumen, unversehens, denn das
Feld
braucht ihn: Wildfrieden
„Die Heiligen Pforten werden geschlossen, aber Christus, unsere Hoffnung, bleibt immer bei uns!“
Öffnen wir an diesem heiligen Tag unser Herz für unsere Brüder und Schwe-stern in Not und Leid. Damit öffnen wir es auch
für das Jesuskind, das uns mit seinen offenen Armen empfängt und uns seine Göttlichkeit offenbart: »Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden« (Joh 1,12).
In wenigen Tagen endet das Heilige Jahr. Die Heiligen Pforten werden ge-schlossen, aber Christus, unsere Hoffnung, bleibt immer bei uns! Er ist die
immer offene Tür, die uns Zugang zum göttlichen Leben gewährt. Das ist die frohe Bot-schaft dieses Tages: Das Kind, das geboren wurde, ist der menschgewordene Gott; er kommt nicht, um zu
verurteilen, sondern um zu retten; sein Erscheinen ist nicht flüchtig, er kommt, um zu bleiben und sich selbst zu schenken. In ihm wird jede Wunde wieder heil und jedes Herz findet Ruhe und
Frieden. »Der Geburtstag des Herrn ist der Geburtstag des Friedens«.
Allen wünsche ich von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!
Mittwoch, 25. Dezember 2025, Weihnacht
Weihnachtskrippe von Karl Kuolt, München, in der Hilariuskirche Näfels
Ursprünglich war die Krippe ganz genau beim Josefsaltar angemessen, war aber in meiner Bubenzeit immer auf dem Marienaltar aufgestellt worden. seit einigen Jahre
steht sie am Fuss des Chors.
Neue Pfortentüre vom Friedhof zum grosszügigen Klostergarten auf der einmaligen Terrasse mit herrlicher Aussicht. Br. Dr. theol. Paul Zahner OFM deutet in seinem
Weihnachtsbrief und Ausblick auf 2026 die "Türe" als Symbol.
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!
Liebe Schwestern und Brüder! Liebe Bekannte, Freundinnen und Freunde!
Unser Näfelser Klostergarten hat vor Kurzem eine gut sichtbare, neue Holztür bekommen. Im Advent erinnert sie mich daran, dass Türen da sind und
uns schützen, aber auch da sind um geöffnet zu werden. Offene Türen laden zu Neuem ein. Verschlossene halten mich ferne. Sind die Türen meines Herzens schon geöffnet? Bin ich bereit das Kind von
Bethlehem einzulassen, der gerne heute eintreten möchte? Die verschlossenen und offenen Türen in diesem Jahr waren für mich:
• Verschiedene Probleme von Mitbrüdern waren da, die es mitzutragen gilt. Gerade als Guardian und zuständiger
Mitbruder. Aber auch viele schöne Erleb-nisse in unserer Schweizer Kustodie, wie eine Erstprofess und ein Noviziats-beginn. Auch die Feierliche Profess einer Franziskanerin in Graz, die ich
begleit-en durfte.
• Im nächsten Jahr werde ich 60 Jahre alt. Meine eigene Gesundheit lehrt mich
Zerbrechlichkeit und ich merke, dass ich medizinische Behandlung brauche. Jahrelang habe ich mich theoretisch mit der Zerbrechlichkeit («fragilitas») ausein-andergesetzt und versuche sie nun als
meine Schwester anzunehmen. Das ist nicht leicht. Eine neue Türe?
• Die Mitverantwortung für die Ordensleute im Bistum Chur fordert Geduld und liebevolle
Offenheit für die Schwestern, die ich begleiten darf. Die Umsetzung der Wandlung des Ordenslebens in unserer Gesellschaft geschieht nicht von einem Tag auf den anderen. Und doch ist gerade dieser
geduldige Weg wichtig, um Neues und Wesentliches entdecken zu können. Christus selber ist für uns der Weg, auch für uns Ordensleute. Und dieser Weg Jesu ist manchmal an-strengend.
• Am Samstag, 14. Juni 2025 feierten wir 350 Jahre Kloster Näfels. Die
ersten Kapuziner lebten während des Baus des Klosters schon in einem anderen Gebäude in Näfels. So feierten wir Eucharistie mit Provinzial Br. Fritz, Klo-stersuppe auf der Terrasse, eine Tagung
am Nachmittag mit Vorträgen zu ver-schiedenen Themen und schliesslich einen Apero riche im Refektorium. Eine gute Zahl von Leuten dachten mit und suchten Wege eines heute noch sinnvollen
Ordenslebens als Franziskaner. Ein wunderbarer Festtag und wertvolle Fragen.
Die Frage ist, wohin uns die offene oder manchmal auch geschlos-sene Türe im Jahr 2026 führen wird.
Ahnungen haben wir vermutlich, aber wer weiss, was hinter dieser Türe stehen wird? Eine wunderbare Landschaft? Ein Mensch, der mich liebevoll umarmt? Ein Fest?
«Gott weiss es», sagte dazu jeweils der hl. Bruder Klaus von der Flüe. Und das genügt. Den Rest werden wir Tag für Tag erleben dürfen. Ich freue mich auf die kommenden Tage.
So wünsche ich Dir/Ihnen ein gutes Fest der Menschwerdung Gottes und ein neues und gesegnetes Jahr
2026!
sig. Br. Paul Zahner ofm
Guardian Br. Paul Zahner OFM Dr. theol.,Franziskanerkloster Näfels
Dienstag, 24. Dezember 2025
Wow!
Justament heute trifft diese Einladung bei mir ein.
aus dem Einladungsbrief der Gemeinde Glarus Nord:
" ...Fridolin «Osterhazy Hauser, geb. 1939 in Näfels, hat fast sein ganzes Leben das Dorf Näfels, wie auch seit 2011 die Gemeinde Glarus Nord
mit seinem kulturellen Wissen und Anlässen geprägt. Sein kulturelles Schaffen und die Prägung der Kulturszene in Näfels/Glarus Nord spiegelt sich in den vielzähligen Medien, die er verfasst oder
bereichert hat. Auf seiner Website sind nicht nur seine über 100 Publikationen, an denen er mitgewirkt oder selbst geschrieben hat, veröffentlicht, sondern auch viele weitere Beiträge zu
Veranstaltungen und wissenswertem rund um Näfels und die Gemeinde Glarus Nord...."
Gleichzeitig aber auch.... meine ehemaliger Gemeinderatskollege und Gerbibuäb Georges
aus dem Einladungsbrief der Gemeinde Glarus Nord:
Georg Müller-Harder, geb. 1941, hat sein gesamtes Leben das Dorf Näfels, wie auch seit 2011 die Gemeinde Glarus Nord mit seinem
kulturellen Wissen - unter anderem im Stiftungsrat des Freulerpalastes - geprägt. Er ist ein bekannter Kunstförderer mit eigener Sammlung und Skulpturen. Er organisierte zahlreiche
Kunstausstellungen und kulturelle Projekte in der Gemeinde und vermittelt nicht nur sein Wissen zum Kultur- und Kunstschaffen im Glarnerland, sondern trägt auch zum Erhalt bei. Als langjähriger
Präsident der Fasnachtsgesellschaft hat er auch zur Erhaltung dieser Tradition beigetragen.
Montag 22. Dezember 2025
Weihnachtszene in der Kuppel des Klosters Einsiedeln
Die Weihnachtskuppel der Klosterkirche zeigt das ganze Jahr über das Geheim-nis der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. An den Weihnachtstagen strahlt dieses
Geheimnis am wunderschönen Bilderhimmel der Einsiedler Klo-sterkirche besonders hell auf.
Das Deckengemälde in der Kirche der Benediktinerabtei Einsiedeln ist ein überschwängliches Beispiel für den Prunk des Barock.
Cosmas Damian Asam: Gemälde des Malers und Architekten – gemalt von seinem Bruder Egid Quirin Asam.
Cosmas Damian Asam (1686−1739)
Getauft: 27. September 1686 In Laingruben Benediktbeuern Bayern D
Gestorben: 10. Mai 1739 in München Bayern D
Cosmas Damian Asam ist während eines Vierteljahrhunderts der bedeutendste Maler des süddeutschen Spätbarocks auf dem Gebiet des architekturge-bundenen,
raumbildenden Freskos.
Sein Werk steht zwischen 1714 und 1739 für eine illusionistische Grossmalerei, die nördlich der Alpen erstmals die bisher tektonisch vorgegebenen Bildgrenzen
überschreitet und den Kirchenraum auch architektonisch prägt. Vorbilder sind für ihn anfänglich die römischen Maler Gaulli und Pozzo. Die meisten Werke ent-stehen in Gemeinschaft mit seinem
kongenialen Bruder Egid Quirin. Ihre ge-meinsamen Raumschöpfungen, die Klosterkirche Weltenburg und Sankt Johann Nepomuk in München, stehen für Glanzstücke des europäischen
Barocks.
Maria-Einsiedeln
Abt Thomas Schenklin schliesst Anfang 1724 mit den beiden Brüdern Asam getrennte Verträge für die Freskierung und Stuckierung des neuen
Kirchenschiffs, das erst im westlichen Oktogonbereich schon fertig gewölbt ist. Ihre Anstellung ist eine Folge des von Abt Thomas begonnenen Künstlertransfer von Weingarten nach
Einsiedeln, dem auch Franz Anton Kuen, Joseph Anton Feuchtmayer sowie Diego Innocenzo und Fran-esco Carlone ihren Ruf nach Einsiedeln zu verdanken haben.
Für die Ausgestaltung der grossen Gewölbefelder des Oktogons über der Gnadenkapelle mit dem Thema der Einsiedler Engelweihe vereinbart der Abt mit Cosmas Damian 4400 Gulden. Die Arbeit wird
innert 10 Wochen im Herbst 1725 ausgeführt. 1726 und 1727 kann er auch die Gewölbe des anschliessenden Predigtraums mit der Abendmahlskuppel und den der
Weihnachtskuppel ausmalen, deren zitronenförmige Form auf seine Anregung zurückgeht. Dafür ist er weitere 21 Wochen in Einsiedeln und erhält nochmals 5385 Gul-den.[18] Auch die
unternehmerische Leistung des Trupps von Cosmas Damian ist gewaltig. Im Durchschnitt malt er um die 60 Quadratmeter pro Woche.
Cosmas Damian Asma
Sonntag, 21. Dezember 2025
Walter Landolt-Staub gestorben
Walter Beat Landolt-Staub. Letz 17, Näfels verstarb am Donnerstag, 18. Dezem-ber 2025. Er war seit vielen Jahren auf
einen elektrischen Fahrstuhl angewiesen. Trotz seiner körperlichen Behinderung war er sehr aktiv und beteiligte sich re-ge am Dorfleben. Persönlich kenne ich ihn aus der sehr erspiesslichen
Zusam-menarbeit in der Arbeitsgruppe "Kultur in den Dörfern", die im Hinblick auf die Gemeindefusion der acht Unterländergemeinden zur Gemeinde
Glarus-Nord zusammengefasst wurden. Ausserdem wurde er in die neue Dorfkommission Näfels gewählt, in der er sich vehement und wirksam für die Dorfanliegen von Näfels beim Gemeinderat und bei der
Verwaltung einsetzte. Er war ein zu-gänglicher und angenehmer Kamerad und pflegte fröhliche Geselligkeit.
Nach dem Bau der ersten Alterswohnungen an der Letz übernahm seine Frau die Aufgaben einer Hauswartin im Altersblock.
Gaby war ihm eine liebe und aufopferungsvolle Ehegefährtin und betreute ihn in seiner Behinderung vorbildlich. Sie heirateten am 1. September 1978. Sie erfreu-ten
sich der drei Töchter Andrea Priska, Iris und Beatrice.
Im Volksmund war er bekannt als "Beggäler-Walti", dieser Familienzuname geht zurück auf dien Beruf seines Ururgrossvaters: Fridolin Josef Landolt von Näfels, Hafner im Loch, genannt Beggeler, des Joh. Ludwig und der Maria Katharina Feldmann No.70. * 1773 Aug.29. +
1838 Dez.30. verheiratet am Sept.13. 1802 mit Maria Elisabeth Dorothea Feldmann von Näfels, des Fridolin Josef und der Anna Maria Dorothea
Janser No.46 * 1782 Okt.29. + 1866 Nov.4.
Seine Eltern waren Albert und Hedig Landolt-Eicher und hatten neun Kinder,
Ein treffliches Bild als Andenken. Walter mit seiner lieben und ihn treu umsorgen-den Frau Gaby auf dem Turnhallenplatz bei der Alpabfahrt im September 2023
.
Sonnntag, 21. Dezember 2025
Restaurant Schwert Näfels wieder offen
Das Hotel Restaurant Schwert Näfels ist nach längerer Renovationsphase wieder geöffnet, allerdings ncht mehr als Hotel, die Hotelzimmer wurden zu Mietwoh-nungen
umgestaltet. Das Restaurant ist wieder offen. Hier ein paar erste Ein-drücke:
Die Schwertküche
Historisches Bild: Hotel Schwert mit Oldtimer und rechts der noch offene Dorfbach mit Brücke zum Schulhaus, Bild hängt im Restaurant.