Das

 

  Bild

 

  der

 

  Woche

 

  2019

West-Portal im Konstanzer Münster:

Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion,Schwanden)


Montag, 21. Oktober 2019

 

Das neue Gesicht in Bern: Mathias Zopfi

 

und

 

Die Bisherigen: Thomas Hefti und Martin Landolt

 

 

SR Dr. Thomas Hefti         SR lic. iur. Mathias Zopfi        NR Martin Landolt

FDP                                       Grüne                                 BDP

"Das Glarnerland ist immer wieder für Überraschungen gut: Stimmalter 16, Radikale Ge-meindefusion, Abwahl eines Ständerats", so meinte Urs Leuthard am Fernsehen SRF am Wahlsonntag. Solid wiedergewählt Thomas Hefti und Martin Landolt, eine echte Über-raschung: Zopfi lässt den bewährten SR Werner Hösli um 252 Stimmen hinter sich.

 

Unrecht hielten die Prognostiker, die die Bestätigung der Bisherigen voraussagten, eben-falls jene, die von einem zweiten Wahlgang sprachen.

 

Bitter ist das Ergebnis für einen bewährten, stillen Schaffer in der Kleinen Kammer und vor allem für einen Bisherigen, den Verwalter des Alters- und Pflegeheims Schwanden Werner Hösli, SVP. Er hat zwar das absolute Mehr deutlich übertroffen, wurde aber von Mathias Zopfi überholt. Enttäuscht ist sicher auch die Newcomerin Priska Grünenfelder, SP, die vor allem um den Einzug einer Frau aus dem Kanton Glarus in den Nationalrat kämpfte.

 

Die Wahlergebnisse:

  Ständerat Thomas Hefti            7544 Stimmen

   Ständerat Mathias Zopfi            5684 Stimmen

Ständerat Werner Hösli             5432 Stimmen

 

                     NR Martin Landolt                     6396 Stimmen                  

 Priska Grünenfelder                   2861 Stimmen 

 

Herzliche Gratulation den Gewählten und die besten Wünsche für ihre Arbeit im Dienste von Land und Volk! Herzlichen Dank den Unterlegenen, dem Bisherigen für seinen Einsatz, der Newcomerin für ihr Engagement und ihre Bereitschaft.

 


Donnerstag, 17. Oktober 2019

 

Ehemaligen Klosterschüler Fredy Z. mit Gemahlin getroffen

Er ist ein Meisterfotograf!

 

Oberseeumrundung bei herrlichstem Herbstwetter!

Obersee Näfels am 17. Oktober 2019
Obersee Näfels am 17. Oktober 2019
Blick zum Bärensoolspitz (Sööligrat)
Blick zum Bärensoolspitz (Sööligrat)
Hinter dem See mit Blick auf Niederseewald
Hinter dem See mit Blick auf Niederseewald
Sulzbach - Zufluss zum Obersee
Sulzbach - Zufluss zum Obersee
Blick vom Waldlehrpfad auf Saftenwald
Blick vom Waldlehrpfad auf Saftenwald

Mittwoch, 16. Oktober 2019

 

Ein "Fridolin" wird Kardinal,

wohl der erste in der Geschichte

 

weitere Infos siehe: Kolumne "Dies und Das"

Feierliche Szene: Aufnahme ins Kardinalskollegium durch Papst Franziskus I. im Rom. Quelle:www.dw.com/de/amazonas-synode-herausforderung-f%C3%BCr-den-papst/a-50714735
Feierliche Szene: Aufnahme ins Kardinalskollegium durch Papst Franziskus I. im Rom. Quelle:www.dw.com/de/amazonas-synode-herausforderung-f%C3%BCr-den-papst/a-50714735

Donnerstag, 10.10.2019

 

...und immer wieder grüsst er aus der Vergangenheit

 

Schtäi-Sepp

In den "Glarner Nachrichten" / Südostschweiz-Glarus Nr. 238, Seite 5, taucht heute Don-nerstag, 10.10.19 "Schtäi-Sepp" (das ist kein Übername, sondern die Mundartfassung von Stein Josef) auf. Martin Meier berichtet über den bevorstehenden Umzug des Brockenhauses vom Kraftwerk Netstal ins Medienhaus und hat ein prächtiges Bild geschossen, auf dem "Schtäi-Sepp" als gerahmte Fototafel gezeigt wird. Josef Stein hätte sich zu Lebzeiten nie träumen lassen, dass er die Sympathie so vieler Menschen gewinnt... und dass eines seiner Bilder, die in Näfels "Kult" waren und in verschiedenen Restaurants hingen, einmal im Brockenhaus landen würde. Durch den Schnappschuss von Martin Meier taucht Sepp wieder aus der Vergangenheit auf. 

 

Foto: Martin Meier, Glarner Nachrichten 10.10.19 Seite 5
Foto: Martin Meier, Glarner Nachrichten 10.10.19 Seite 5

 

Montag, 7. Oktober 2019

 

Der Namenszug der Woche in Farben

 

 

 

Diesen Namenszug sehen Menschen mit Synästhesie in Farbe. (Synästhesie ist eine Wahrnehmungsfunktion, die ganz unterschiedlich sein kann. Es gibt Menschen, die wie oben schwarz geschriebene Buchstaben in Farbe sehen. Diese Wahrnehmungseigenschaft können Geschmacks-, Geruchs- , Ton- und Bildwahrnehmungen sein, die aber auch unter Synästhesisten unterschiedlich ausgeprägt sind. Einer meiner Enkel hat die obige Wahrnehmung wiedergegeben. (Zahlen, Wochentag und Monate und Buchstaben.)

 

Wissenschafter untersuchten dieses Phänomen und fanden im Hirn nach Ursachen dieser besonderen Wahrnehmungsfähigkeit.

 

Er sieht die Wochentage so:     

 

Und die Monatsnamen so:

 

Und mein und sein Geburtsdatum sowie das Datum der Schlacht bei Näfels und die fiktive Annahme der Geburtsstunde der Schweiz:



Wie lange mag es her sein, seit in der Hilariuskirche ein so beseeltes Chorkon-zert war?

 

Der Speaker meinte zu Beginn des Konzertes sinngemäss, das heutige Konzert sei eine Begegnung zwischen einem sehr gepflegten deutschen Chor und dem Gemischten Chor Oberurnen. Der deutsche Chor heisse "TonART" und gehöre zum "Liederkranz Unterrombach". Unterrombach sei seit 1938 ein Teil der Stadt Aalen. Diese liege rund 70 Kilometer östlich von Stuttgart und etwa 50 Kilometer nördlich von Ulm. Den Schweizer Chor, den Gemischten Chor Oberurnen, müsse man nicht erst vorstellen, man kenne ihn von vielen schönen Konzerten.

 

Der Kontakt zwischen den beiden Chören habe private Wurzeln. Niklaus und Eli-sabeth Stengele, er sei Hauptorganist in Näfels, hätten verwandtschaftliche Be-ziehungen nach Aalen. Daraus sei die Brücke über die Landesgrenze entstan-den.

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In der Tat weilte der Chor Tonart von Donnerstag bis Sonntag, 3. - 6. Oktober 2019 in Näfels.

Am Donnerstagnachmittag, nach der Ankunft im Hotel Lihn, Filzbach, besuchten sie unter der Führung von Fridolin Hauser (Fridli Osterhazy) das Dorf Näfels mit den Stationen: Klo-sterkirche Mariaburg, Freulerhof, Denkmal/Letzimauer, Idaheim/General Bachmann-Haus an der Letz und die Hilariuskirche. Bemerkenswert war, dass der Chor bei jedem Halt mit einem Lied erfreute: Im Kloster, im Freulerhof und in der Kirche.

Am Freitag war der Chor auf Wanderschaft in den Glarner Bergen mit Marcel Frischknecht, dem Dirigenten des Gemischten Chors Oberurnen. Am Freitagabend fand nach den Proben im Jakobsblick Niederurnen ein heiterer Unterhaltungsabend mit der spontanen, ad hoc-Aufführung "Tells Apfelschuss oder Wie der Paradiesesapfel nach Altdorf kam und von Tells Geschoss durchbohrt wurde!" Frei nach Friedrich Schilller. Schauspiel für die gottbegnadeten Sängerinnen und Sänger von Aalen und Oberurnen, in fünf Akten. Es wurden ob der Spontaneität und Schauspielkunst im wahrsten Sinne des Wortes Tränen gelacht!!!

Der Samstagvormittag war für individuelle Ausflüge reserviert. Abends fand in der Hilarius-kirche Näfels das eingangs erwähnte Begegnungskonzert statt.

Am Sonntag singt der Chor TonART auch im Hauptgottesdienst in Näfels.

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Kuzwürdigung des Konzerts.

1. Niklaus Stengele überzeugte mit dem Orgelpräludium von Buxtehude und später mit

    Variationen von Haydn. Er begleitete einige Lieder auch am Klavier.

2. Der Gemischte Chor von Oberurnen wirkte sehr gepflegt und wuchs über sich hinaus.

3. Der Gemischte Chor TonART war ein Ohrenschmaus, sang sehr gepflegt und war

    beseelt.

4. Als "Weltpremiere" trugen beide Chöre den "Sulzbödeler Betruf", gewissermassen als

    von den Alpen in die Kirche verlegtes Abendgebet der Älpler vor. Erstmals in der

    Geschichte sangen in Kooperation zwei Chöre den Refrain in lupenreiner Näfelser

    Mundart und ein ad hoc Solist, der diesen Betruf 1977 auf Sulzboden geschrieben und

    mit Noten versehen hatte, trug die Bitten vor.

 

Trotz oder wegen des spärlichen Besuchs wirkte der Hall in der Kirche wie eine besondere Patina auf den Klängen, die Kopf, Herz und Gemüt erfreuten. Ein wunderschönes Konzert, mit einer Wirkung, die man mit Worten kaum beschreiben kann.

 

Diese Begegnung war nicht nur ein Besuch, sondern ein künstlerisch-erhebendes, gesell-schaftlich-freundschaftliches Zusammensein, das unvergesslich bleibt. 

Die gottbegnadeten Sängerinnen und Sänger von Oberrombach/Aalen. Starauftritte in Näfels.
Die gottbegnadeten Sängerinnen und Sänger von Oberrombach/Aalen. Starauftritte in Näfels.

Die beiden Chorleiter:

Marcel Frischknecht, Oberurnen        Bernhard Schwarz, Oberrombach/Aalen

 

 

Programm

 

D. Buxtehude.............................. Präluidium g-Moll.............................Orgel

 

F. Regli....................................... Ave Maria......................................... Oberurnen

 

T. Gabriel................................... Gott hat mit längst einen

                                                    Engel gesandt.................................. TonART

 

D. Bortnjanski                             Tebje pajom.....................................  TonART

 

G. A. Gerungs.............................Sut Steillas......................................  Oberurnen

 

B. Engel..................................... Herr, segne uns und behüte uns.....  TonART

 

G. M. Summer............................ Fields of Gold.................................. TonART

 

O. Groll....................................... Ave Maria der Berge....................... Oberurnen

 

E. John....................................... Circle of Life.................................... TonART

 

J. Haydn ...................................  Thema mit Variationen.................... Orgel

 

Traditionell...…………………….  An Irish Blessing............................. TonART

 

L. Cohen....................................  Halleluja.......................................... TonART

 

G. de Marzi................................  Signore delle Cime......................... Oberurnen

 

G. Schwarze.............................. Altirischer Segenswunsch............... TonART

 

X. Naidoo................................... Dieser Weg..................................... TonART

 

A. Jacot.....................................  Abiglied........................................... Oberurnen

 

I. Bock.......................................  Sunrise, Sunset.............................. TonART

 

C. May.......................................  Ave Maria....................................... Gemeinsam

 

 

Chorleitung TonART: ................  Bernhard Schwarz

Chorleitung Oberurnen:............  Marcel Schwarz

Orgel/Klavie…………………….  Niklaus Stengele

 

"Weltpremiere"...……………….  Bättruäf Sulzbodä/Oberseetal........ Gemeinsam

 

 

Die Chöre: TonART vom Liederkranz Oberrombach/Aalen und Gemischter Chor Oberurnen

(Fotos: Archivbilder)

 

Bättruäff

vum Sulzbodä/Oberseetaal Näfels

 

 

Kreiert auf Sulzbodä/Oberseetal 1977.

 

Publiziert 1999 in: «Dr ghülpet Bott, Sulzbodä-Ziitig».

 

Uraufgeführt am 16. Sept. 2001 (Bettag) in der Hilariuskirche Näfels.

 

Veröffentlicht in: Tonisepp Wyss-Meier, Der Betruf im deutschsprachigen und rätoromanischen Raum, Verlag Appenzeller Volksfreund, Appenzell 2007, S. 48f.

Seit einigen Jahre aufgeführt jeweils anfangs Juli am Alpsegnungs-Sonntag auf Obersee-Staafel

 

Gesungen von den Bergschulkindern an Pfingsten 9. Juni 2019 auf der Matt im Schwändital bei der Einweihung der restaurierten St. Georgs-Tafel der Alpkorporation Vorderschwändi, Oberurnen.

 

«Welturaufführung» mit dem Gemischten Chor «TonART» Unterrombach/Allen D (Leitung: Bernhard Schwarz) und dem Gemischten Chor Oberurnen (Leitung: Marcel Frischknecht) am 5. Oktober 2019 in der St. Hilariuskirche Näfels. 

  

 

Santä Mariia!

Häiligä Sant Fridli und Hilaari!

Chaschper, Mälgg und Balz!

Gott erhalt-s'!

 

Luäged äm Veh!

Schützend üüser Alpä!

Üüser Wäidä!

Rindli, Chuä und Schwii!

Gross und chlii!

  

Luäged äm Wätter!

Lauänä und Rüüchänä,

Blitz und Hagel

tüänd ä Mändsch und Veh

schlächt und weh!

  

Luäged dä Lüütä!

Schützed-is vor Schwäärmuät,

Niid und Uugfell,

und bis mer im Himel sind

vor dr Sünd!

 

Santä Mariä!

Häiligä Sant Fridli und Hilaari!

Chaschper, Mälgg und Balz!

Gott erhalt’s!

 

Im Namä vum Vatter

und vum Suu                                               Text, Zeichnungen und Melodie:

und vum häilägä Gäischt.                          Fridolin Hauser (Fridli Osterhazy) 

Aamä. Aamä. Aaaaaamäää                      

   

 

 

Pressebericht

in den

"Glarner Nachrichten/ Südostschweiz-Glarus"

vom Mittwoch, 9. Oktober 2019, 

Nr. 235, Seite 5

 

 

Musikalischer Besuch aus Deutschland

 

 

Vom 3.bis 6.Oktober weilte der 50-köpfige Gemischte Chor Tonart aus Oberrombach/ Aalen in Deutschland als Gast des Gemischten Chors Oberurnen im Glarnerland auf Chorreise. Die Schwaben erkundeten Näfels und gaben bereits einige Kostproben ihres Könnens ab.

  

Am Freitag stand eine Wanderung in den Glarner Bergen auf dem Programm, wie der Gemischte Chor Oberurnen mitteilt.

  

Am Samstagabend gaben sie in der Hilariuskirche ein Konzert.

 

Der Gemischte Chor Oberurnen wuchs über sich hinaus und Tonart war nicht nur  Spitzen-klasse, sondern auch sehr beseelt. Niklaus Stengele schlug in gewohnter Manier die Orgel. Uraufgeführt wurde erstmals mit Solist und Chor der Oberseetaler «Bättruäf», der 1977 auf dem Sulzboden getextet und komponiert wurde.

  

Am Sonntag verschönerte Tonart den Gottesdienst mit geistlichen Gesängen  aus dem Repertoire. (eing)

 

 

 im "Fridolin" Nr. 41, 10. Oktober 2019, Seite 21

 

 

 

gleicher Text erschienen bei www.glarus24.ch


Donnerstag, 4. Oktober 2019

 

Woher stammt dieses Bild?

(Foto: M. Hauser, Zug)
(Foto: M. Hauser, Zug)

 

"Pulchra ut Luna" (Schön wie der Mond) - Ausschnitt aus der Freulerpalast-Kapelle, die sich im Erker des Rittersaales befindet.

 

Notizen zum Kapellweihfest, "Freulerchilbi" von Werner Hauser-Felber (1929-2017) aus "Näfelser Brauchtum im Jahresablauf", Näfels 1997, Seite 71

 

"Die Kapelle im Freulerpalast konnte seit 1934 nicht mehr als Gottesdienstort verwendet werden, da der Altarstein zerstört war. Am 6. April 1943, bei der grossen Restauration, wurde aber zwischen dem Tagwen Näfels und der Stiftung Freuler-Palast ein Vertrag ausgefertigt, der die Benutzung des Hauskapelle durch die Kirche gewährleistete. Am Herz-Jesu-Fest, am 8. Juni 1945 wurden die Reliquien eingesetzt. Die Feier der Kapellweihe wurde im Oktober 1945 als "althergebrachte Sitte" wieder aufgenommen, ging aber bald wieder verloren.

 

Seit 1974 haben die "Freunde der Geschichte von Näfels" (FGN) den alten Brauch wiederbelebt. Sie laden in den Tagen des Namensfestes des heiligen Franziskus, dem diese Kapelle geweiht ist, ihre Mitglieder zum Kapellfest ein. Im feierlich, stimmungsvollen Rahmen des Rittersaales wird ein Gottesdienst und in der Regel  eine kurze geschichtsbezogene Predigt gehalten. Während 21 Jahren zelebrierte Dekan Jakob Fäh diesen Gottesdienst und pflegte die zur Tradition gewordene vorzügliche, historische Kurzansprache. Seine Nachfolge hat Pfarrer Martin Mätzler übernommen. Die Freude der Geschichte von Näfels sind bestrebt, diese Kapellfeier in die Zukunft weiter zu tragen."

 

Zwei  Reminiszenzen

Doppelfunkton des Rittersaales: Gesellschaftsraum und Kultraum.

Albert Müller-Müller, "das lebendige Geschichtslexikon der Gemeinde Näfels",

pflegte bei Führungen durch den Freulerpalast zu erklären, weshalb die Freuler-

Palast-Hauskapelle mit einer Holztüre mit hohen Sprenzeln an der südwestlichen Ecke des Rittersaals gebaut worden sei. Damals sei es üblich und geboten gewesen die Hauskapelle weder über, noch unter profanen Räumen anzubringen. Der Rittersaal selber war ein Gesellschaftsraum, der profanen Anlässen diente. Die Architekten und Baumeister des Freulerpalastes hätten darauf Rücksicht nehmen müssen und eine raffinierte Lösung gefunden. Damit die erwähnte Regel eingehalten werden konnte, bauten sie an der Südfront einen Erker ein. In diesem gewonnenen Raum wurde ein Altar und entsprechende Stukkaturen angebracht. Damit sich der geweihte Raum von den profanen Räumen aber abgrenze, wurde eine Holztüre angebracht, die bei weltlichen Anlässen geschlossen wurde und den Sakralraum vom Festsaal abgrenzte. Bei religiösen Anlässen, Hausandachten oder Messen, wurde die Türe geöffnet und der Rittersaal war zum Kultraum geworden. Nach Gottesdiensten wurde die Türe wieder geschlossen.

 

Stille Messe am Kapellweihfest

Als Ministranten wurden wir Näfelser Buben, meist zu zweit,  u.a. zu Frühmessen in die Hilariuskirche aufgeboten. Einmal im Jahr fand aber eine Messe in der Freulerpalast-Hauskapelle statt. Entweder der Dorfpfarrer, meist aber der Kaplan oder Vikar, zog im Messgewand und wir in Ministrantenkleidern von der Kirche zum Freulerpalast, um dort die "Freulerchilbi" zu feiern. Soweit ich mich an damals erinnere, fand diese Messe gewissermassen für sich statt. Ausser dem Sigrist, der für die Vorbereitung des Altars, das Anzünden und Löschen der Kerzen und die Bereitstellung der kleinen Krüglein mit Wein und Wasser zuständig war, waren kaum Gottesdienstbesucher anwesend. Höchstens vereinzelte Personen, die regelmässige Frühmessebesucher waren, tauchten zu dieser Feier auf. Damals fand nur eine stille Messe (nach lateinischem Ritus) statt. Nach der Messe kehrten wir wieder in Messkleidung zur Kirche zurück. Ich erinnere mich noch an den sehr kalten Rittersaal, den grauen Morgen und an mein Schlottern vor Kälte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An den Festsaal (Rittersaal) ist ein Erker angebaut mit einem barocken Säulenaltar. Stukkaturen mit lateinischen Lobpreisung von Mutter Maria nach dem Hohelied. z.B. "Electa ut sol" (Auserlesen wie die Sonne)

"Pulchra ut Luna" (Schön wie der Mond)….

 

 

 

Verkündigungsszene mit Maria und Engel Gabriel. "Schmunzelmadonna".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erker an der Südfassade des Freuer-

Palastes mit eingebautem Altarraum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Archivbild 1939.

Der Erker ist an der Südfront sichtbar.

Bilder: Gemeindearchiv Näfels

Jürg Davatz hat in seinem Buch "Der Freulerpalast" den "Kapellenerker" eingehend beschrieben:

 

"Masse: Länge 2.30 m, Breite 2.23 m, Höhe 3.52 m.... Der Grundriss des Kapellenerkers umfasst fünf Seiten eines regelmässigen Achtecks, was dem Chorschluss der damals lan-desüblichen Kirchengebäude entspricht. Die Kapelle ist gegenüber dem Saal um eine Stufe erhöht; der Tritt besteht aus schwarzem Kalkstein, der Boden wie im Saal aus rot-gelben Tonfliesen mit verschlungenen Achtecken.

 

Patronat: Franziskus und Joseph

 

Das Motiv des Altarbildes ist - wie das des Hochaltars der Pfarrkirche - die "Anbetung der Hirten". Dieses Motiv ist sehr selten für Hauptaltäre. Es misst nur  58 cm x  42,5 cm.

Vermutet wird das Bild einem flämischen oder nordfranzösischen Maler ("Romanisten")  in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

 

Quelle: Davatz Jürg, Der Freulerpalast, Museum des Landes Glarus, Glarus 1995, S. 67ff.

 


Montag, 30. September 2019

 

Alpabfahrt - ein Fest für Älpler und Sennten

 

Schwere Nebelschaden krochen um unseren Bergkranz, als das Dröhnen der Kuhglocken von den Hängen die Talfahrt der Oberseetaler Sennten ankündigten. Viel Volk von hier und weit her versammelte sich auf den Festbänken und im grossen Zelt, das dem Jungtambourenfest gedient hatte, holte sich Speis und Trank am Buffet und liess sich von Alphornklängen und vom besten aller möglichen Speaker, dem ehemaligen Elmer Gemeindepräsidenten und Landrat Chäpp Elmer unterhalten. Er ist ein wandelndes alpwirtschaftliches Lexikon und wusste über jede Sennten, jeden Senner und jede Alp bestens Bescheid. Das "Schaulaufen" der geschmackvoll geschmückten und bekränzten Kühe, Rinder und Kälber und der sie anführenden Sennenfamilien gross und klein war nicht nur erfrischend und heiter, sondern eine vorzügliche Vorzeige-PR-Aktion für Alpen, Älpler und Alpvieh überhaupt. Die professionell mit Plakaten, Prospekten vorbereitete alpwirtschaftliche Prozession war eine Augenweide, die in einzelnen spontanen Jauchzern, die zum Himmel stiegen, das Pünktchen auf das i bekamen.

Richard Arnold, der Näfelser Sakristan, war mit seiner Kamera unterwegs und überliess mir in verdankenswerter Weise eine Fotoreihe, aus der ich das Folgende als Bild der Woche übernehme:

 

Peter Fischli,  Alp Niedersee-Grappli, Mitte, und seine Helfer vermögen die zu Tale stürmenden "Häuptli Veh" kaum zu halten. Sennten ziehen im Frühjahr zügig obsi und kehren mit "Stalldrang" im Herbst zurück.
Peter Fischli, Alp Niedersee-Grappli, Mitte, und seine Helfer vermögen die zu Tale stürmenden "Häuptli Veh" kaum zu halten. Sennten ziehen im Frühjahr zügig obsi und kehren mit "Stalldrang" im Herbst zurück.
Wer Kühe "körpersprachlich" deuten kann, spürt den Stolz und das Selbstbewusstsein der Leitkühe.
Wer Kühe "körpersprachlich" deuten kann, spürt den Stolz und das Selbstbewusstsein der Leitkühe.

Sonntag, 29. September 2019

 

Trommel-Traumwochenende in Näfels

Glarner Tambourenverein mit Ehrenjungfrauen und Fähnrich Erwin Landolt, Mollis, beim Umzug in der Gerbi Näfels. Man beachte den Kranz an der Fahnenspitze. (Foto: Rita MIng)

 

Eine Bilderserie zum Herunterladen siehe :

 

www.hauserfridolin.ch/Menu/Glarner Mosaik

 

 


Mittwoch, 25. September 2019

 

"Exilglarner" - nach Millionen von Jahren gefunden

oder

Meine Name ist "Verrucano" und ich wohne in Schlieren

 

Dieser Leserbrief wurde mir heute überbracht und damit auf einen ganz besonderen "Exil-Glarner" hingewiesen. Es handelte sich - wie dem Leserbrief, rechts des Bildes zu entneh-men ist - um einen "Findling" aus dem Glarnerland, der vom Linthgletscher vom Glarner-

land ins Zürcher Unterland transportiert worden sein soll. Ich habe unverzüglich das Bau-amt Schlieren angeschrieben und hoffe auf Antworten. Ebenso habe ich den Leser-Brief-schreiber ausfindig gemacht, ihn aber nicht erreicht, sondern auf den Anrufbeantworter ge-sprochen. Dieser Lesebrief ist erschienen im "Limmattaler" angeblich am 20. September 2019 auf Seite 28 unter der Rubrik "Podium".

Weitere Infos folgen...

(Bild: Walter Sommerhalder, Schlieren) (publiziert im "Limmattaler")

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Verrucano

 

aus: Mark Feldmann: Eine kleine Geologie der Glarner Alpen

www. geo-life.ch/wp-ontent/uploads/2015/10/geologieglarneralpenpublikation.pdf

 

"...  im Perm (280-250) bildete sich eine etwa 50 km breite, von Südwesten gegen Nordosten ziehende Binnensenke, in der sich bis zu 1600 m kontinentale Sedimente und Laven des Verrucano anhäuften. Der Name stammt von Castello della Verruca bei Pisa und ist eigentlich irreführend, da jene Gesteine andersartig und viel jünger sind; schon vor über 100 Jahren hatte dies Oswald Heer, der Pfarrerssohn aus Matt, der zum führenden Kenner der fossilen Pflanzen und Insekten wurde, klar erkannt und statt dessen den Namen Sernifit (nach dem Sernf) vorgeschlagen. Diese Bezeichnung hatte sich aber in der Folge nicht durch gesetzt. Der Verrucano des Glarnerlandes besteht hauptsächlich aus einer Grundmasse von Ton und Feinsand sowie aus schlecht gerundeten Geröllen, meist von einigen Millimetern bis einigen Zentimetern Grösse. Unter den Geröllen herrschen vulkanische Gesteine vor; Granite sind selten und Gneise nur ausnahmsweise vertreten. Auffallend ist das Vorkommen von Trümmern ganz unterschiedlicher Grösse im selben Stück. Solche Gesteine bilden sich heute in ziemlich trockenem, warmem Klima wie heute in Nordafrika, wo plötzliche Regengüsse den angesammelten Schutt in einer breiartigen Masse mitschwemmen und in Schuttfächern ablagern können...."

 

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Verrucano - der fremde rote Ackerstein

aus: www.erdwissen.ch/2011/08/verrucano-%E2%80%93-der-fremde-rote-ackerstein/

 

" ...Das Bachbett in diesem des Sernf ob Engi GL ist voller grauer Steine. Aber einer ist anders. Mit seiner leuchtend roten Farbe fällt er sofort auf. Wir kennen diese roten Steine auch aus dem Mittelland in der Region um Zürich. Dort sind sie ausnahmslos Einzelgänger.

Der "Verrucano" erhielt seinen Zweitnamen "roter Ackerstein" im Mittelland, wo er häufig in

Äckern gefunden wurde. Er ist ein "inhomogenes Sedimentgestein" aus unterschiedlich grossen Gesteinsfragmenten, die vor 300 bis 250 Millionen Jahren von einem damaligen Gebirge abgetragen und in grossen, trogförmigen Mulden abgelagert wurden.

 

Im Verlauf der Alpenfaltung wurde er als riesiges Gesteinspaket nach Norden verfrachtet. Eine Kalkschicht ermöglichte ein vereinfachtes Gleiten (siehe "Lochsite"). Heute ist er stellenweise bis 1500 Meter mächtig, was noch etwa 10 Prozent der ursprünglichen Dicke  entspricht. 9/10 sind erodiert, wurden an verschiedenen Orten wieder abgelagert oder liegen in Bächen oder Flüssen.

 

Während der Eiszeit transportierte der Linthgletscher grosse Stücke ins Mittelland. Dort wurden die Findlinge u.a. als Baumaterial verwendet und auch als Brunnentröge sind die grossen roten Steine beliebt.

 

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Weitere Artikel:

Der Zahn der Zeit nagt auch am Rheinfall

Grand Canyon - internationaler Sitz der Götter

Wenn es viel regnete, rutscht der Berg

Gesteine entstehen und vergehen in einem Kreislauf

TdS - Kurvenreich über Granit an der Grimsel

 

Ein besonderer Verrucano-Stein findet seinen Platz (glarus24.ch)

(Reportage über den Verrucano bei der Kirche Elm)

 

Bei einer Strassenereuerung entdeckt: Verrucano aus dem Glarnerland.
Bei einer Strassenereuerung entdeckt: Verrucano aus dem Glarnerland.
Nicht beachtet, aber wiederentdeckt, bei Grabenarbeiten. Der Findling war von einem Gebüsch verdeckt.
Nicht beachtet, aber wiederentdeckt, bei Grabenarbeiten. Der Findling war von einem Gebüsch verdeckt.
Nach den Umbauarbeiten fand der Findling einen würdigen Platz.
Nach den Umbauarbeiten fand der Findling einen würdigen Platz.

Dieses Foto machte Walter Sommerhalder, ehemaliger Sekundarlehrer, der in unmittelbarer Nähe wohnt. Herzlichen Dank, dass ich die Bilder hier platzieren darf.


Montag, 16. September 2019

 

Bettagskonzert in der Hilariuskirche Näfels

 

im Zeichen der Orgel und Flöte

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Niklaus Stengel, Orgele, und Markus Meier, Blockflöte, zwei Meister ihres Fachs erfreuten am Bettagskonzert. (Foto: zvg)

Wenn zwei Spitzenkönner wie Niklaus Stengele an der Orgel und Markus Meier, Blockflöte, konzertant auftreten, erscheint ein anspruchsvolles Publikum, das teils weit hergereist ist, um sich erbauen und begeistern zu lassen. Die Hilariuskirche ist als Konzertraum für Orgel und Blockflöte wie geschaffen. Entsprechende Musiklite-ratur machten das passende Programm aus.

 

Der Auftakt mit Buxtehudes quirlig beginnendem Präludium in g-Moll und die «Verarbeitung» des Bassmotivs versetzten die Zuhörer in erwartungsvolle Konzertstimmung. Besonderes Timbre strahlte das Telemann-Concerto in d-Moll, eigentlich als Bläserquartett öfters gehört, in der Kombination Orgel/Flöte aus. Besinnlich, aber variantenreich folgte Pachelbels Choral «Christus, der ist mein Leben» in zwölf Partiten. Johann Sebastian Bach versetzt die Hörer in einen besonderen Zustand. Dazu trugen die harmonisch eingespielten Interpreten mit der Sonata in F im besonderen Hall der Hilariuskirche erheblich bei. Einen anderen Orgelstil fand Josef Haydns «Thema mit sechs Variationen», das dem fingerfertigen Niklaus Stengele besonders lag. Krönender Abschluss war die Sonata in c-Moll «La Burrasca» von Giovanni Paolo Simonetti, dem Pseudonym des deutschen Winfried Michel, Blockflötist, der Barockmusik schrieb und im 20. Jahrhundert lebte.

 

Den beiden Interpreten aus dem 21. Jahrhundert ist es gelungen, meisterhaft die im 20. Jahrhundert komponierte «Barockmusik», zu einem brillanten Abschluss zu bringen. Sie wurden begeistert zu Zugaben herausgeklatscht.

 

Ein wahres Schlaraffenland wartete dem aufgeräumten Konzertpublikum im Hilarisaal, wo «Heinzelweibchen» mit einem furiosen Apéro riche auftrumpften. Die Bettagskonzerte in Näfels sind zum festen Bestandteil der Glarner Musikszene geworden.                        F.O.


Voranzeige Polit-Podium Wahlen


Freitag, 13. September 2019

 

Klassenzusammenkunft

der

1975-er Näfelser/Oberurner Schülerinnen und Schüler

 

34 Mäitli und Buäbä von damals feierten ihr Schnapszahlalter von 44 Jahren. Eine muntere Gesellschaft, im besten Alter, multikulti, Spitzbuben und Luusmäitli, am Näfelser Chiilbisamstag mit "Stadtführung" Kirchenbesichtigung und Denkmaltreff, originell organisiert, Fressalien und Tranksame in einem Leiterwägeli hinterher gezogen, wobei die vifsten zwei Mäitli nach dem Motto. "Frauen im Vormarsch", als Gemeinde-Vizepräsidentin von Glarus und Obergerichtspräsidentin des Kantons Glarus zur Prominenz gehören.

 

Sie haben gut lachen! Eine Generation früher, trippelten sie noch als Gofen die hintere Schulhaustreppe hoch und runter. Strahlende Gesichter, in der Erinnerung und im Herzen nochmals in der Kindheit und Schulzeit. Schnappschuss der Freude!
Sie haben gut lachen! Eine Generation früher, trippelten sie noch als Gofen die hintere Schulhaustreppe hoch und runter. Strahlende Gesichter, in der Erinnerung und im Herzen nochmals in der Kindheit und Schulzeit. Schnappschuss der Freude!

 

Klassenfoto  Samstag, 8. September 2019

Reihen von oben nach unten und von links nach rechts

 

1. Reihe: Rahel Sieber, Judith Leuzinger-Landolt, Judith Schreyer-Landolt, Tanja Manga-

                nelli-Pesaballe, Stefan Leiser, Claudia Meier, Stefan Landolt

 

2. Reihe: Nadja Steiner-Kemmler, Petra Hauser, Reto Reumer, Karljörg Landolt, René

                Schorno

 

3. Reihe: Claudio Gattolin, Markus Gallati, Martin Züger, Daniel Albrecht-Rüegg, Antonella

                Graf-Lizzano

 

4. Reihe: Sandra Lorenz-Ernst, Deniz Nocilla-Incesulu, Markus Koller, Thomas Gallati,

                Mirka Schnelli

 

5. Reihe: Roman Schelling, Sven Fischli, Marcello Nicoli, Marco Schifferle

 

6. Reihe: Geza Polgar, Patrick Landolt, Lana Talmon Gros, Benjamin Landolt, Andrea

               Trummer

      

               Nicht auf dem Bild Umberto Caloro.

Das freudige Ereignis sei hier der Nachwelt festgehalten!

Bilder aus der Kamera von Andrea Trummer.

Treffpunkt auf der hinteren Schulhaustreppe des Dorfschulhauses Näfels
Treffpunkt auf der hinteren Schulhaustreppe des Dorfschulhauses Näfels
Treffpunkt Kirche. Alle tragen eine Anschrift einer Näfelser Persönlichkeit.
Treffpunkt Kirche. Alle tragen eine Anschrift einer Näfelser Persönlichkeit.
Denkmal -Stätte der Erinnerung an die Näfelser Fahrt, an das "Abärutschä" auf der Steintreppeneinfassung und vielleicht auch ans Kiffen...
Denkmal -Stätte der Erinnerung an die Näfelser Fahrt, an das "Abärutschä" auf der Steintreppeneinfassung und vielleicht auch ans Kiffen...

Hier die Namen der unverwüstlichen 1975-Gofen am Chilbisamstag und bei herrlichem Sonnenschein. Eindruck: viel gab es Heiteres zu Erzählen.

(Fotos: Andrea Trummer)

 

             Caloro   

Umberto

Näfels

Lorenz-Ernst

Sandra

Näfels

Fischli

Sven

Näfels

Gallati

Thomas

Näfels

Gallati

Markus

Näfels

Gattolin

Claudio

Näfels

Graf-Lizzano

Antonella

 

Hauser

Petra

Näfels

Steiner-Kemmler

Nadja

Näfels

Koller

Markus

Oberurnen

Landolt

Karljörg

Näfels

Landolt

Stefan

Näfels

Landolt

Patrick

Näfels

Landolt

Beny

Näfels

Leuzinger-Landolt

Judith

Näfels

Schreyer-Landolt

Judith

Oberurnen

Leiser

Stefan

Näfels

Lizzano

Antonella

Näfels

Manganelli-Pebaballe

Tanja

Näfels

Meier

Claudia

Oberurnen

Nicoli

Marcello

Näfels

Nocilla-Incesulu

Deniz

 

Polgar

Geza

Näfels

Reumer

Reto

Oberurnen

Albrcht-Ruegg

Daniel

Näfels

Schelling

Roman

Oberurnen

Schifferle

Marco

Näfels

Schnelli

Mirka

Näfels

Schorno

René

Näfels

Sieber

Rahel

Näfels

Talmon Gros

Lara

 

Trummer

Andrea

Näfels

Züger

Martin

Näfels 

 

 

                        


Donnerstag, 12. September 2019

 

Heil dir Helvetia... hast noch der Frauen ja!

 

oder

 

Zwei Frauen gestalten den ökumenischen Mullerngottesdienst im Freien

 

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Im modernen Zeitgeist, wo Frauen Gleichberechtigung fordern, sind zwei Seelsorgerinnen an der "Front". Sie gestalteten den traditionellen Alpgottesdienst auf Mullern bei herrlichstem Sonnenschein. Pfarrerin Christine Brüll Beck,  Mollis, am Mikrophon, und Seelsorgerin und Religionspädagogin Rita Ming, Näfels, in keckem Strohhütchen, strahlten um die Wette. Sie hatten auch allen Grund: denn Alpgottesdienste im Freien bei Traumwetter und überdies ein Taufe auf dieser Höhe sind erhebend. Madeleine Kuhn-Baer hat für die "Glarner Woche" einen sympathischen Bericht verfasst, mit Fotos ergänzt und erst noch unter dem Titel "Kuh- statt Kirchenglocken" auf der Titelseite und drei weiteren Seiten platziert. *Dem Himmel so nah...", auf dem herrlichen Brunnersberg auf Mullern - eine Gottesbegegnung, die Herz und Seele erfreute - .

(Quelle: Glarner Woche, Glarus Nord, Nr. 37, 11. September 2019 , Glawo online: glarnerwoche.ch)

Pfarrerin  Christine Brüll Beck, Mollis, und Religionspädagogin Rita Ming, Näfels, gestalteten den Alpgottesdienst auf dem Brunnersberg/Mullern. (Foto: Madeleine Kuhn-Baer)
Pfarrerin Christine Brüll Beck, Mollis, und Religionspädagogin Rita Ming, Näfels, gestalteten den Alpgottesdienst auf dem Brunnersberg/Mullern. (Foto: Madeleine Kuhn-Baer)

 

Montag, 2. September 2019

 

Die Redings haben es in sich!

 

oder

 

Maja: Gemeindepräsidentin, Franziska: Präs.  Synodalrat

 

                 Gemeindepräsidentin                              Synodalratspräsidentin

                 Maja Reding Vestner                           Franziska Driessen-Reding

Die 53-jährige Maja Reding Vestner, Freie Wähler, verheiratet, ein erwachsener Sohn, selbständige Mediatorin für Privatfirmen und öffentliche Verwaltung, wurde  gestern mit einem Glanzresultat zur Gemeindepräsidentin von Neftenbach ZH gewählt. Sie ist erst ein Jahr im Gemeinderat und zuständig für Liegenschaften, Sport und Bauten.

 

Die 50-jährige Franziska Driessen-Reding, CVP,  verheiratet, drei Kinder in Berufs-Ausbildung,  Hauswirtschaftslehrerin (vorher Reiseleiterin und Hotelfachfrau), Opfikon, präsidiert als erste Frau den Katholischen Synodalrat des Kantons Zürich (gewissermassen den "Regierungsrat" der Zürcher Katholiken).

 

Beide Damen sind ursprüngliche Näfelser Bürgerinnen, ihre Vorfahren, Bürger von Näfels und Schwyz, sind aus dem Glarnerland ausgewandert. Sie waren Führungsgeschlechter als Landammann, Heerführer, Landvögte, Gesandte etc. Das Glarner Bürgerrecht ist seit 1692 bezeugt. Die beiden Damen sind Kusinen.

 


Sonntag, 1. September 2019

 

 

 

Ein besonderes "Ziger-Meet" auf der Alp Änziuunä-Rauti

 

oder

 

Bim Myrtha und bim Sigi Fischli z Gascht

 

 

Ob es schon jemals so viele Leute gleichzeitig auf der Änziuunä im Oberseetal hatte, ist fraglich. Sicherlich noch nie stand ein so grosses Festzelt vor den Alphütten, und auch ein Änziuunä-Kino mit Strohballensitzen dürfte eine Premiere gewesen sein. Zu Gast auf der einzigen Zigeralp, die es überhaupt noch gibt.

 

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Das Programm:

  

Familie Fischli-Good pflegt noch als einzige Glarner Älplerfamilie das traditionelle  Hand-werk des Alpzigers. Der Ziger wird auf der Alp hergestellt, verarbeitet und vermarktet.

 

 

Älpler Zmorge von 09.00 – 11.30 Uhr

 

Einblick in die einzige Glarner Alpzigerei

 

Filmvorführungen übers Alpleben der Familie Fischli

 

Kinderspielecke / Verkaufsstände

 

Festwirtschaft mit musikalischer Unterhaltung

 

Die Familie Myrtha und Siegfried Fischli und alle Helfer freuen sich auf viele Gäste auf der Alp Änziunen.

 

Anfahrt:

Via Näfels – Obersee – zur Stafelbrücke fahren (Parkiermöglichkeit).

Fussweg bis zur Alp 5 – 10 Minuten.

Gehbehinderte Gäste melden sich bitte auf 076 216 19 86. Kein ÖV.

 

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Um es gleich vorwegzunehmen: Die Idee, die Ausführung und die Nachfrage waren top! Herzliche Gratulation der ganzen Familie Myrtha und Siegfried Fischli samt ihren munteren Kindern und der ganzen eingespielten Crew, der lüpfigen Musik, dem Mahlzeitenstand mit Älplermageruunä, Zigerhöräli und jede Menge Würste vom Grill, der leckere Dessertstand und die reichhaltige Beiz mit Getränken aller Art.

 

In grünen T-Shirt flitzten ad hoc-Servier-Damen mit herbem Charme und besorgten schnellen und tollen Service. Älpler, Obersee- und Schwänditaler und Bödäler vu hiä und vu uss-wärts waren gekommen und liessen sich kulinarisch verwöhnen. An einladenden Verkaufs-ständen gab es fast alles, was das Herz begehrt, vom Anggäziger oder von dr "Luussalb" bis zum Obersee-Rauti-Alpchäs, vom leckeren Bisquit bis zum feinsten Kräuterlikör, vom  Gomfiglesli bis zum Streuziger… die ganze Auslage war reich und hatte für jeden etwas zu bieten und anzubieten.

 

Indoor oder im Gadä war ein komfortables Änziuunä-Kino eingerichtet. Ein spannender, vielseitiger Film zeigte das Älplerleben auf Änzuunä (Underschtaafel) und Rauti (Oberschtaafel), den Mälchplatz in dä Fanä-n-ussä, das Heuen im Alpgmach, das Zigeren in der Änziuunä-Hütte, Alpauf- und Alpabzug mit einmalig schön geschmücktem Vieh, angeführt von zwei weissen Geissen und deren Plütschen und das im Gras vor Wöhle walmenden Pläss auf der Wiese vor dem Fischliberg, nicht zu vergessen, die einmalige Akustik der Kuhglocken, das Muhen und Meckern und die einmaligen Jauchzer von Sigi (sein Vater Albin war schon Jauchzerkönig mit Hut!), mit von der Partie war auch diskret, aber nicht übersehbar Vater Albin auf seinem "Puuräflüüger",

 

Beeindruckend der Einsatz von Maschinen zum "Heu zämänih" und der moderne Heutransporter. Die wunderbare Alpenwelt auf Rauti, die Bergkette vom Brünneler bis Ochsenchopf, der Blick von der Änziuunä-n-Alp gegen den Brünnelistock, Ahornen und den Söligraat.

 

Eindrucksvoll der Blick in den "Zigergadä", heute eine moderne, blitzsaubere Einrichtung zum "Zigern" mit "Gäbsä", "Scheidlöffel" und "Schöpflöffel" und natürlich an der Wand die ganze Batterie von "Fänzlöffeln".

 

Im Freien stand klimatisiert, von Generatoren gespeist, der Kühlwagen... und den Weg vom Tal bis zum Festort zeigten grafisch hübsche Wegweiser.

(Wobei irgend ein Spitzbube, den Wegweiser beim Stauweiher abgedreht hatte, so dass er ins Schwändital zeigte, keine Heldentat, sondern Mutwille und möglicher Schaden für die Veranstaltung. Ein Helfer, durch ankommende Gäste informiert, fuhr extra von der Änziuu-nen zum Weiher, um den Wegweiser Richtung Oberseetal zu richten. Es ist aber bedauerlich, dass soviel Einsatz und Schaffensfreude durch solche Streiche getrübt werden!)

 

Alles in allem ein richtiges "Sant Vriinä"-Älplerfest (am heutigen Tag ist St. Verenatag) mit guter und fröhlicher Stimmung und - was besonders wichtig und erfreulich ist - vielen Begegnungen, die in schnelllebiger Zeit auszusterben drohen. Eigentlich müsste man das "Myrtha und Sigi-Fäscht" jedes Jahr durchführen und zur Tradition machen. Der Zeitpunkt ist nämlich goldrichtig: die Ferien sind vorbei,  das Vieh ist im Unterstaafel, Chilbi und Bettag sind noch fern und danach naht ja der Alpabzug (einst immer an "Micheeli", am Michaelstag, nun seit einigen Jahren in toller Inszenierung gegen Ende September mit einer richtigen "Älplershow" und viel Publikum auf dem Turnhallenplatz).

 

Und das Fazit: Der ganze Anlass ist eine tolle Visitenkarte und Werbung für den unternehmerischen Elan und Mut und die Pflege einer Marktnische... und ein Beispiel wie eine Bergler- und Älplerfamilie ihre Existenz erarbeitet!

 

Nicht zu vergessen: Der Anlass war ein Angebot von www.linth-tour.ch

 

Bilder Galerie von Gabi Corvi

(Gabi Corvi besorgte das Sekretariat für Linth Tour und stellte die folgenden Bilder und einen Kurzbericht freundlicherweise zur Verfügung)

Die Älplerfamilie Myrtha und Siegfried Fischli-Good vom Fischliberg und der Alp Enziuunen-Rauti in zigergrünen T-Shirs. vlnr. Sara, Myrtha, Marc, Siegfried und Nina.
Die Älplerfamilie Myrtha und Siegfried Fischli-Good vom Fischliberg und der Alp Enziuunen-Rauti in zigergrünen T-Shirs. vlnr. Sara, Myrtha, Marc, Siegfried und Nina.

Die Zelte waren viel grösser als sie auf dem Bild scheinen. Das "Ziger-Kino" ständig voll-besetzt, der Film vorzüglich. Die Festhütte voll, und grosse Auswahl an Produkten.

Der einzige und einmalige Alpziger von der letzten Zigeralp im Verkauf
Der einzige und einmalige Alpziger von der letzten Zigeralp im Verkauf
Unser hoffnungsvolle Zukunft: die Jungmannschaft Sie haben die Leckerein zum Nachtisch fast ausverkauft. vlnr:   Nadine, Simon, Nina, Bettina, Sara, Miriam, Eliane, Patrick strahlen um die Wette.  (Foto Sonja Agglerer-Good)
Unser hoffnungsvolle Zukunft: die Jungmannschaft Sie haben die Leckerein zum Nachtisch fast ausverkauft. vlnr: Nadine, Simon, Nina, Bettina, Sara, Miriam, Eliane, Patrick strahlen um die Wette. (Foto Sonja Agglerer-Good)

 

Linth-Tour trifft auf Zigermanndli

 

Einen urchig-fröhlichen Tag verbrachten die Linth-Tour Gäste am vergangenen Sonntag auf der Alp Änziunen ob Näfels. Bei Siegfried und Myrtha Fischli, den letzten Alpziger-Produzenten des Glarnerlands, durfte man einen filmischen Einblick neh-men ins traditionelle Handwerk und bei Ziger- und Chäshörndli lüpfigen Klängen lauschen.

 

Von Gabi Corvi*

 

Fischlis legen viel Wert auf die Erhaltung von Traditionen und den Umgang mit dem Natur-produkt Ziger. Die engagierte Glarner Familie stellt – quasi als letzte Mohikaner - Alpziger her und verarbeitet und vermarktet ihn bereits in der vierten Generation. Am vergangenen Sonntag waren Myrtha und Siegfried Fischli nun Gastgeber für viele kleine und grosse Be-sucher auf ihrer Alp und machten den Gästen den würzigen Frischkäse schmackhaft. Unter dem Titel «Zigermanndli vom Obersee» hiess das sympathische Ehepaar die Gäste will-kommen und informierte zu ihrem einzigartigen Handwerk. In den Festbetrieb miteinge-spannt war die ganze Familie und viele Helferinnen und Helfer. Beim Zigern und beim Festen arbeitet man hier als Team – das war spürbar.

 

Feine Produkte und lüpfige Musik

 

Bei angenehmstem Bergwetter stieg der fröhliche Anlass im Obersee. Die Gäste durften sich so richtig verwöhnen lassen. Zum Einstieg gab’s einen zünftigen Zmorge und danach waren die feinen Zigerbrüt Trumpf oder dampfende Zigerhörndli wanderten in hungrige Mägen. Die Kinder vergnügten sich beim Malen und Gestalten und die Erwachsenen lauschten den Klängen des Ländlertrios Berglergruess aus Mels. Allein schon der Ausblick

auf die Glarner Bergewelt genügte, um die Seele so richtig baumeln zu lassen und sich vom Alltagsstress zu erholen. Natürlich konnte man sich für den Nachhauseweg den Ziger-Schmaus auch einpacken lassen oder sich mit Alpkäse oder mit anderen feinen und mit viel Liebe hergestellten Produkten aus dem Glarnerland eindecken.

 

*Sekretariat Linth Tour