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  2021


West-Portal im Konstanzer Münster:

Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion, Schwanden)


Samstag, 6. März 2021 (Fridlistag)

 

"Ursus stand uuf!"

 

St. Fridolin ruft Ursus als Zeugen vor Gericht auf

Fridolin ruft Ursus aus dem Grab als Zeugen vor das Rankweiler Gericht. (Foto: Glasfenster in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Andelsbuch (Vorarlberg).  Geschaffen 1943. Künstler:  Wolfgang Sauber.

( Quelle: Pfarrkirche Andelsbuch – Wikipedia)

 

 

Die Legende von Fridolin und Ursus

oder

Wie das Glarnerland in den Besitz des Klosters Säckingen kam

 

Nacherzählt von Fridli Oschterhazy

 

Zwischen 960 und 970 n. Chr. gab Balther von Säckingen eine "Frido-lins-Vita» oder eine Lebensbeschreibung vom Heiligen Fridolin heraus.

 

Etwas zwei hundert Jahre später kam eine Legende dazu, die erzählt wie Sankt Fridolin zu seinem Land gekommen sei.

 

Zur Zeit als Fridolin in Säckingen am Oberrhein ein Kloster gegründet hatte, hätten im Glarnerland zwei vermögliche Brüder gewohnt. Der eine hiess Ursus, der andere Landolf.

 

Ursus war vom heiligmässigen Leben des Sankt Fridolin so überwältigt, dass er ihm, bzw. dem Kloster Säckingen, Haus und Hof und alles, was ihm im Glarnerland gehört hat, als Erbe vermachte. Sein Bruder Landolf soll damit einverstanden gewesen.

 

Als Ursus plötzlich starb, wollte sein Bruder Landolf von einem Testa-ment zu Gunsten von Sankt Fridolin nichts mehr wissen und behauptete, er sei der rechtmässige Erbe.

 

Da ging Sankt Fridolin vor Gericht und wollte so zum versprochenen Land kommen. Die Richter aber verlangten Beweise oder Zeugen.

 

Darauf  begab sich der Heilige Fridolin zum Grab des Ursus und betete um Gerechtigkeit. Ursus solle in Gottes Namen bezeugen, dass er An-spruch auf das Erbe habe. Er breitete die Arme aus und rief dreimal laut: «Ursus stand uuf!», «Ursus stand uuf!», «Ursus stand uuf!». Und Ursus entstieg dem Grab und begleitete Fridolin nach Rankweil in Vorarlberg, wo das Gericht tagte. Als sie so vor das Gericht traten, erschraken die Richter und auch Bruder Landolf sehr.

Ursus trat vor seinen Bruder Landolf und fragte ihn: «Bruder, wieso willst du mein Land dem Fridolin streitig machen, so wie es abgemacht war? Wieso störst du meine Seelenruhe im Grab?»

 

Bruder Landolf wurde es wind und weh und er sprach: «Lieber Bruder Ursus, ich gebe zurück, was dem Sankt Fridli gehört.» Und er schämte sich dermassen, dass er fortfuhr: «Und obendrein gebe ich dem Kloster Säckingen meinen Teil auch noch!»

 

Als dies so geschehen war, kehrten der Heilige Fridolin und Ursus wie-der ins Glarnerland. Ursus stieg wieder in sein Grab. Seither steht auf er Grabplatte:

 

«Güter schenken sie hin,

diese Brüder, an Sankt Fridolin.

Liegt aber einer im Grabe,

verweigert der andre die Gabe.

Der Tote steht auf ans Licht,

folgt dem, der ihn weckt, vor Gericht.

Jetzt muss der Gegner erbleichen,

der Heilige sein Erbrecht erreichen.»

 

 

...und hier eine Mundartfassung:

 

Legändä vum Fridolin und vum Ursus

 

naachävrzellt vum Fridli Oschterhazy

 

Zwüschet 970 und 980 nach Chrischtus hätt dr Balther vu Säckingä ä "Fridolins-Vita" odr ebä-n-ä Läbesbeschriibig vum Sant Fridli usä g'gii.

 

Öppä zw$i Jahrhundert schpeeter isch ä Legändä drzuä chuu, wo vrzellt we dr Häilig Sant Fridli zu siim Land chuu sig. Und diä gaht äsoo:

 

Duä, wo dr Häilig Sant Fridli des Säckingä äm Rhii äs Chlooschter p'buuä hätt, häiged im Glaarnerland nämä zwee vrmögli Brüäderä gwont. Dr äi hätt Ursus ghäissä und disä Landolf.

 

Dr Ursus sig vum häiligmässigä Läbä vum Sant Fridli äsoo übrwältiget gsii, as'r-em äm Chlooschter Säckingä Huus und Hoof und allä Bodä, wo-n-em im Glarnerland gkört hätt, vrmacht häig. Sinä Brüäder Landolf sig iiverschtanda gsii.

 

Wo abr dr Ursus plötzli gschtoorbä sig, häig sinä Brüäder Landolf vu dem Tesch-tämänt  nüüt meh wellä wüssä und bhauptet, alles gköri ä-n-imm.

 

Dr Sant Fridli isch dä vor Gricht und hätt wellä zu siim vrschprochänä Land chuu. Abr de Richter häiged dä gsäit, uhni Züügä sig da nüüt z machä. Alles gköri äm Landolf. Daas hätt-dä dr Sant Fridli müäsä agzäptiärä und gsäit, so söled-em dr Oort und Taag vum Gricht aagii.

 

Drnaa isch dr Sant Fridli uff Glaris zrugg uff ds Graab vum Ursus. Dett hätt'r dä p'bättet um Gerächtigkäit, und dr Ursus söll doch i Gottsnamä bezüügä, was wahr sig. Dr Häilig Sant Fridli häig dä d Aarmä uusgschtreggt und drüümaal luut grüäft: "Ursus schtand uuf! Ursus schtand uuf! Ursus schtand uuf!". Duä sig dr Ursus zum Grab usächuu und de zwee siged im Armäloch bis uff Rankweil im Vorarlbärgischä gloffä. Wo-si dä vor Gricht aachämed, siged de Richter und ebä-n-ä dr Brüäder Landolf eeländ vrschroggä.

 

Dr Ursus sig vor-ä Landolf harägschtandä und häig-nä gfraaget: "Brüäder, wesoo häsch du miis Land äifach gschtolä und nüd äm Fridli g'gii, we-mer's abgmachet händ? Werumm schtöörsch du mini Seeläruäh im Graab?"

 

Dä wäärdi's äm Landolf wind und weh und är sägi: "Liäbä Brüäder Ursus, ich gibä zrugg, was äm Fridli gkört!" Und är häig-si deräwääg gschämt und gsäit: "Und drüberinä gibi miinä Täil äm Chlooschter Säckingä gad ä nuuch!"

 

Wo dä daas äsoo id Oornig chuu isch, sig dr Sant Fridli zantem Ursus wider häi, und dr Ursus sig i ds Graab zurugg. Und sitt duä schtaht uff dr Grabtafälä_

 

"Güter schenken sie hin,

diese Brüder, an Sankt Fridolin.

Liegt aber einer im Grabe,

verweigert der andre die Gabe.

Der Tote steht auf ans LIcht,

folgt dem, der ihn weckt, vor Gericht.

Jetzt muss der Gegner erbleichen,

der Heilige sein Erbrecht erreichen."

 

Fridolin und Ursus vor dem Gericht in Ranlkweil (Vorarlbergh). Emser Chronik. Johann Georg Schleh von Rottweil, 1616 (Holzschnitt)


Mittwoch, 3. März 2021

 

Trouvaille

 

Familie Metzger Fischli auf Sulzboden (Oberseetal)

 

 

Heute überbrachte mit ein lieber Nachbar, der kürzlich den 90. Geburtstag feiern konnte,  Franz Landolt-Fischli, das obige Erinnerungsbild. Es dürfte aus der er-sten Hälfte der Vierzigerjahre des letzten Jahrhunderts stammen und wurde vor unserer Hütte auf Sulzboden aufgenommen.

 

V.l.n.r.: Metzgermeister Josef Fischli mit Hund Taras, Julius Müller, Eich,  Magd Josy Zambelli (später Pesaballe), Knabe verdeckt (Ferienbub bei Fischlis), Josef, Fritzli (Osterhazy), Ruth, Lydia, Rita, Berteli, Christine Fischli-Müller. Im Hintergrund am Fenster meine Mutter Maria Hauser-Holzer. (Foto: Privatbesitz Franz und Ruth Landolt-Fischli)

Dienstag, 16. Februar 2021

 

Achtung! Gefakte E-Mails!

 

Bereits zum zweiten Mal erhielt ich ein E-Mail von "swisscom" mit der Mitteilung, ich hätte eine Rechnung zweimal  bezahlt. Damit ich eine Rückzahlung erhalten könne, sei es notwendig, "innert 12 Stunden das Rückforderungsformular" per Email anzufordern. Diese dringliche Bemerkung kam mir seltsam vor. "swisscom" ist ja ein sehr renommiertes Unternehmen; aber diese "innert 12 Stunden-Formel" kam mir recht seltsam vor. Ich konnte mir keinen Sinn zusam-menreimen, wieso so eine einschränkende Frist überhaupt notwendig sei. Nach Konsultation meines Sohnes M. riet er mir, ich soll doch "swisscom" telefonisch anfragen, auf den jeweiligen Rechnungen sei die Telefonnummer angegeben.

So tat ich und erhielt unter 0800 800 800 die freundliche Antwort: "Das ist eine Fälschung. Gestern ist bereits eine ähnliche Meldung bei uns eingegangen." Die E-Mails seien gefakt und kämen aus dem Ausland. Die Herkunft sei nur sehr schwierig ermittelbar.

In der Tat fand ich beim genaueren Hinsehen eine Homepage mit deutscher End-silber und eine E-Mailadresse mit einem italienischen Kürzel am Schluss.

Falls Sie ebenfalls das verlockende Angebot einer Rückzahlung erhalten sollten, ist die einzige Antwort "löschen".

 

In einem früheren E-Mail erhielt ich von spanischer Herkunft die freudige MIt-teilung, ich hätte mehrere Millionen in der spanischen Lotterie gewonnen und müsste nun mein Bankkonto angeben, damit der Betrag ausbezahlt werden kön-ne. Ich leitete die E-Mail an meine Bank weiter und erhielt postwendend einen eindringlichen Anruf: "Machen Sie das nie wieder! Wir mussten unseren Tech-niker kommen lassen, um abzuklären, ob auf der E-Mail nicht versteckte Viren, Trojaner o.ä. vorhanden sind." Und  damit musste ich nicht mehr weiter träumen, was ich mit den "mehreren Millionen"  machen sollte....

 

Äs gitt äifach zviil bschissni Siächä uff derä Wält!


Montag, 15. Februar 2021

 

Habemus episcopum!!!

 

Papst Franziskus ernennt Joseph M. Bonnemain

 

Nach dreijähriger Zangengeburt hat das Bistum Chur endlich wieder einen Oberhirten: Nachdem das Wahlgremien der 22 Domherren an der offizellen Wahl aus dem Dreierticket keinen Kandidaten wählte, ging das "Geschäft" an den Vatikan zurück. Papst Franziskus hat nun entschieden und Joseph Bonnemain als neuen Bischof des Bistums Chur ernannt.

Der neu ernannte Bischof ist bereits 72-jährig und dürfte ein Übergangsbischof sein, weil Bischöfe mit 75 dem Papst ihren Rücktritt anbieten müssen. Hoffen wir, dass Bischof Bonnemain - nomen est omen - ein gutes Händchen haben wird und viele Wogen der letzten Zeit etwas glätten kann.

 

Dem neuen Oberhirten wünscht man alles Glück, Geschick und Gottes Segen.

 

 

Der neue Bischof ist Bürger von Les Pommerats JU.

Geboren wurde er am 26. Juli 1948 in Barcelona. Nach der Matura 1967 studierte er in Zürich Medizin, ab 1975 in Rom Theologie. Priesterweihe 1978 durch Kardinal König (der als Student mehrmals im Oberseetal weilte bei Äschä-Bärti). Bonnemain gilt als gemässigter Priester der Prälatur Opus Dei. Er promovierte 1980 in Kirchenrecht und kehrte in die Schweiz zurück und ist seit 40 Jahren im Bistum Chur tätig. Er soll fünf Sprachen sprechen: katalanisch, spanisch, französisch, deutsch und italienisch. Der Arzt und Theologe war Mitglied der Delegation des Heiligen Stuhls bei der Weltgesundheitsdelegation in Genf WHO von 1983-91.

 

Msgr. Dr. med, Dr. iur. can. war bis heute residierender Domherr und Domkantor.

 

Der vom Papst ernannte neue Churer Bischof Msgr. Joseph M. Bonnemain   

(Bild Kirchenzeitung)


Freitag, 29. Januar 2021

 

 Start ins neue Jahr 2021

wegen Corona-Erkrankung

verzögert

 

Am 5. Januar 2021 sprachen meine Kinder Markus, Gaby und Urs ein Machtwort

und liessen die Ambulanz kommen, um mich ins Spital Uznach einzuliefern. Mein Zustand war offenbar so besorgniserregend, das mein Hausmütterchen Rita die Kinder aufbot.

Zwei astronautenähnlich aussehende vermummte Gestalten trugen mich auf einem Stuhl in die viereckige, bestens ausgerüstete Ambulanz (St. Fridolin) und fuhren Richtung Uznach los. Unterwegs entnahm ich dem Funkverkehr, das das Spital Uznach eine Aufnahme verweigere, offenbar weil ich ein Sauerstoff-Risiko-patient sei und man über zu wenig ausreichende Einrichtungen verfüge. Die Ambulanz machte rechtsumkehrt und fuhr ins Spital Glarus.

 

In der Notaufnahme im Kantonsspital Glarus schienen mir die Gesichter der mich sofort unter die Lupe nehmenden Ärztinnen nur auszudrücken "Ou,ou,ou,ou!". die Diagnose war offenbar sehr bald gemacht und nach dem obligaten Nasen-test, bei dem man einem ein Wattestäbchen fast bis in den Rachen stösst, bis dir die Tränen einschiessen, wurde ich in ein separates Zimmer transportiert und dort an ein Sauerstoffgerät angeschlossen. Ein Gefühl wie beim Gasmaskendienst in der RS kam auf und das pfeifende Geräusch beim Ein- und Ausatmen. Ich selber schien gar nicht wahrzunehmen, in welch elendem Zustand ich mich befunden habe. Ich hatte keine bemerkenswerten Schmerzen, ausser Atemnot, war einfach schlapp wie ein Hund. Zwei Tage später verriet mir mein jüngster Sohn Urs, die Assistenzärztin hätte ihm zweifelnd zum Ausdruck gebracht, ob ich überhaupt überlebe .... 

 

Allein im quarantäneähnlichen, dunklen Raum keuchte ich vor mich hin, spürte, dass man mir nicht mehr viel zutraute und lehnte mich innerlich auf. "Sterben?", um Gottes Willen, ich hatte ja noch drei wichtige Ziele im Leben nicht erreicht. Als man mir ernsthaft zusprach, mein Zustand sei bedenklich, sprach ich das auch aus, zum Sterben zu früh...eben wegen meiner unerledigten Ziele, die Reaktion war Schweigen.

Plötzlich wurde eine ältere Frau als Patientin ins gleiche Zimmer gefahren. Sie lachte andauernd "Ich weiss gaar nüd was ich ha?" Doch die Frau schien mich zu kennen und meinte "ähää, dr Oschterhäsi, deer kanni dö schuu". Sie wisse nicht , weshalb sie hier sei, ihre Kinder hätten sie eingeliefert. Es handelte sich um Frau Sch. aus Niederurnen. Bald hatten wir unsere "Familiengeschichten" ausge-tauscht, und es stellte sich heraus, dass ihr Sohn ein eifriges Mitglied des Fridli-bundes war. Die Frau war dermassen gut gelaunt und schien sich darüber zu amüsieren, warum sie überhaupt im Spital sei. Auf jeden Fall vergesse ich ihr entspanntes Gelächter meiner Lebtag nie mehr.

 

Etwas später wurde ich in einen anderen Raum verlegt, in dem bereits ein Patient, wie sich herausstellte, mein lieber Freund Hans Senn, jahrzehntelang vorzüglicher Gastwirt und Spitzenkoch im "National" Näfels, befand. Er war seit fünf Wochen wegen eines Unfalls im Spital. Beim Hereinfahren kreuzten wir mit einem anderen Bett, das in einen anderen Raum verlegte wurde. Nach einem frohen Hallo mit Hans, meinte er: "Wäisch au, wer-si etz gad usägfara händ?"  "Dr Antonio Micheroli!" - "Waas, mit demm hani äm 20. Dezämber im Hotel schwärt Netschtel z Nacht g'gässä! TCS-Voorschtands-Jahresabschluss-Ässä."

Später stellte sich heraus, dass wir selbdritt von diesem Essen im Spital waren_ Der erwähnte, ehemalige TCS-Glarus-Präsident Antonio, der amtierende Präsi-dent Hansjörg Rhyner und meine Wenigkeit. Während die ersteren recht bald wieder entlassen wurden, musste ich zwanzig Tage ausharren... davon später.


Montag, 1. Februar 2021

 

Die zwanzig Tage waren eindrucksvoll geprägt durch eiserne Disziplin des ganzen Spitalpersonals von den beiden Zivilschutzdienst leistenden jungen Männern bis zum Chefarzt. Der Tagesablauf war strukturiert, jede und jeder wussten, was sie zu tun hatten und alle Abläufe spielten sich, als ob sie intensiv vorher geübt worden seien. Frühmorgens gab es Licht und eine vermummte Dame machte den ersten Augenschein beim Bett, fragte nach dem Befinden, brachte Mineralwasser. Eine weitere Vermummte fuhr einen Instrumentenwagen herein: Blutdruck, Puls, Sauerstoffgehalt, Nasenbrille (Sauerstoff). Sämtliche Werte wurden minutiös aufgezeichnet, Nächste Dame: Blutzuckerkontrolle und entsprechende Insulinspritzen, ebenfalls genaue Vermerke. Zwischendurch schwebten die "Küchentigerinnen" mit dem Tablett und der freundlichen Ankündigung "Zmorgä!"

 

Danach blieb Zeit für die Morgentoilette. Duschen, Haare waschen, Rasieren, Zähneputzen und zusammengefasst "Mani-, Pedi-, Füdliküre". Dieser ganze Vorgang war äusserst mühsam, weil ich mich dabei derart erschöpfte, dass ich gleich danach eine Ruhephase im Bett anfügte. Dazwischen taucht eine weitere Vermummte auf, die Böden, Türen, Klinken, Fenster und Tische desinfizierte. Zwischendurch brachte jemand Tee oder Mineralwasser. Die Frühstückstablette wurden wieder abgeholt. Auf jedem Tablett und bei jedem Essen lag ein schriftlicher Beleg, der die Speisen und Getränke beschrieb. Im Laufe des Tages rund um die Uhr wiederholten sich die erwähnten Messprozesse. Im Verlauf des Vormittags war Visite. Arzt, Assistenzärztin samt Gefolge tauchten auf. Nach dem üblichen Prozedere "We gaht's inä?" stellte der Arzt eine Situationsanalyse, die Assistenzärztin ergänzte ihn und das Gefolge staunte mich an, als ob ich neu geboren wäre. Dann wurden die beabsichtigen Massnahmen erklärt, allfällige Gegenfragen zugelassen; dann rauschte das ganze "Rösslispiel" zum nächsten Patienten. Ich schätzte diese "Rapporte", weil ich meinen Zustand an den Aus-sagen der Ärzte einzuordnen versuchte. Ich hatte den Eindruck, dass ich für die erfahrenen und kompetenten Mediziner lange Zeit ein Rätsel gewesen sein muss. Denn die ermittelten Messwerte schienen zwiespältig zu sein. Nach einigen Tagen wurden die Aussagen konkreter, Hindernis waren aber noch Fieberanzeichen und irgendwelche Entzündungsherde.

Der Tages- und Nachtablauf waren aber geprägt durch die vielen Kontrollgänge und aufmerksamen Kontrollen. Uns Patienten war es strikte untersagt, den Raum zu verlassen, und das Personal musste einen goldig durchscheinenden Mantel sofort wechseln, wenn es, den Raum verlassen oder frisch von aussen hereingekommen war.

Wohltuende Abwechslung war nachmittags ein Spaziergang in Begleitung des Zivilschutzleistenden auf der Terrasse.

Lang waren die Nächte, manchmal schweissreich, doch immer wieder schaute das Personal nach uns. Wer immer ein Problem hatte, bekam durch Knopfdruck sofort Hilfe.

 

Zusammengefasst möchte ich respektvoll und dankbar feststellen, dass mir optimal die sehr aufmerksame Aufsicht und Pflege zukam und offenbar dazu beitrug, dass die Befürchtungen beim Eintritt nicht eintrafen.

 

Den intensivsten Kontakt hatte ich wohl mit der Assistenzärztin, die sehr genau und präzise den Krankheitsverlauf überwachte und immer wieder neu einschätzte. Dabei möchte ich besonders erwähnen, dass ich den Wortschatz der Ärzte bewunderte. Keine Floskeln, kein Blabla, sondern sehr präzise Befunde, klare Anweisungen und recht individuelles Eingehen auf die Person.

 

Alles in allem. Grosse Hochachtung für die ganze Crew! Ich staune, was hier geleistet wird!

 

Eins sei aber vorausgenommen: Die Spitalküche verdient fünf Sterne. Sehr gepflegtes, auserlesenes Essen!


Sonntag, 14. Februar 2021

 

19 Tage im "Ferienzimmer" im Altersheim Letz 11

Altersheimbewohner auf Zeit umzingelt von Seniorinnencharme (Bild: M. Hauser)

Am 25. Januar 2021 hatte ich - gemäss Vorschlag und Abmachungen des Sozialdienstes im Spital - ins Altersheim Näfels einzurücken. Zur Diskussion hatten eine Einweisung in eine REHA-Station (Walenstadt, Rüti ZH, ...etc.) oder in ein "Fe-rienzimmer" im Altersheim Näfels gestanden. Das Alters- und Pflegeheim Letz 11 im Rautidorf bietet Rekonvaleszenten, die noch der Beobachtung bedürfen, ein Zimmer an, in dem Pflegefachfrauen für Betreuung sorgen. 

 

Den Transport besorgte ein Taxiunternehmen, dessen spezielles Taxis mit allen Schikanen ausgerüstet ist: Sauerstoff, Erste-Hilfe-Ausrüstungen und zudem wird man im Rollstuhl über eine kleine Rampe direkt ins Taxi geschoben. Draussen hatte es geschneit und der Verkehr von Glarus nach Näfels harzte.

 

Im Altersheim wurde ich mit all meinen Utensilien (Köfferchen, Kleider, Toiletten-artikel) abgeladen. Die Strecke vom Nordeingang bis zu meinem Zimmer 204 ging ich zu Fuss, eine freundliches Wesen schob auf einem Rolley mein Gepäck mit.

 

Ein helles, sonniges Zimmer gewährte Ausblick auf die Sändlenwiese, Denkmal, Idaheim (General Bachmann Haus und Stallungen) und Kirchturm und pracht-voller Sicht auf die Molliser Berge Mürtschen, Fronalp, Schilt im Osten, Rauti und Wiggis im Westen und das Glärnischmassiv nach Süden mit Vorderglärnisch, Vrenelisgärtli und Ruchen, sowie weit hinten Hausstock und Kärpf. Eine Nass-zelle mit Toilette und Dusche war eingebaut, und im Zimmer standen ein Bett, ein Tisch und ein Fernsehgerät. Da mein Laptop keine Internetverbindung herstellen konnte, rief die mich einweisende Betreuerin den Melgg vom Technischen Dienst, der in kürzester Zeit auftauchte und mit einem "Das hämmer gaad!" auf dem Lap-top fingerte, in einer Steckdose herumstocherte und Simsalabim waren Internet und Email-Verkehr möglich. Da ich noch Mühe im Umgang mit meinem neuen Handy hatte und plötzlich auf dem Display nur noch schwarz sah, brauchte der erwähnte Melgg zwei, drei Kunstgriffe und auch diese Verbindung nach aussen war hergestellt.

 

Dann kam die erste jähe Überraschung. Da ich für zehn Tage in Quarantäne zu bleiben hatte, lies - das Zimmer nicht verlassen durfte - wurde das Essen aufs Zimmer serviert. Verwöhnt durch die 1a-Spitalkost sah ich auf dem Tablett einen Teller mit 1/50 eines Hühnchens und zwei Kartoffelknöllchen und ein Süppchen. Vermutlich durch eine Fehlinformation oder eine Anweisung zur Diät war mein Speisezettel auf Halbmast gesetzt. Als ich die Pflegefachfrau, die mir diese Mini-aturmahlzeit mit einem freundlichen "ä Guätä!" vorgesetzt hatte, fragte, ob das alles sei, zuckte unwissend mit den Achseln. Abends gab es ein wunderbar kre-iertes Käseküchlein, von der Grösse eines geschwollenen Fünflibers und wiede-rum ein Süppchen. Als ich die Betreuerin, die immer wieder abwechselten, ob im Altersheim die Hungersnot ausgebrochen sei, löste die bei ihr nur ein belustigtes Kichern aus. Sie konnte wirklich nichts dafür, da sie nur ausführende Kraft war, die hereinbrachte, was ihr auf dem Tablett gebracht worden war. Allmählich schien mein Magenknurren an Intensität zuzunehmen. Bin ich hierher gekommen, um abzumagern oder meine im Spital verlorenen zehn Kilos aufzubauen? Nach zwei Tagen der offenbar gezielten Diät. servierte man mir einen wunderbar duf-tenden Schüblig, mit hervorragend zubereiteten Kartoffeln und Sauerkraut. Doch der Schüblig war zu Hälfte abgeschnitten. Ich stürzte mich mit Heisshunger auf das halbierte Stück und als mir das so richtig zu munden begann, war der Teller bereits ausgegessen. Da lüpfte es mir den Deckel, ich schaute auf dem Laptop nach der Adresse des Alters- und Pflegeheims und entdeckte unter den Abtei-lungsangaben "Küche".

 

Natürlich wählte ich gleich diese Nummer und eine nette Stimme meldete sich. Ob ich den Küchenchef sprechen dürfe. Offenbar muss ich das recht energisch gesagt haben, auf jeden Fall liess die freundliche Stimme nicht locker, bis der Chef persönlich abnahm: "Herr Küchenchef, darf ich Ihnen ein Riesenkompliment machen: Sie kochen hervorragend und fantastisch". Auf das hocherfreute "Danke" fuhr ich beinahe wimmernd und fast flehend fort "Aber ich verhungere fast! Kann ich wenigstens eine ganze Portion erhalten?". "Oh, entschuldigen Sie, selbstverständlich, muss ein Missverständnis sein: Machen wir gerne!"

Abends war auf meinem Teller ein Riesenhaufen feinster "Zigerhöräli",  was mich versöhnte und die ich mit Heisshunger verschlang. Wenige Tage später teilte mir die Teamverantwortliche - möglicherweise aus lauter Erbarmen oder aus sachlichen Gründen - mit, meine Quarantäne könne etwas verkürzt werden und ich dürfte künftig im Speisesaal essen.

 

Gleichzeitig wies sie mich dem grossgewachsenen Tischgenossen P. zu, der mich kameradschaftlich in die Gepflogenheiten einführte. Aus dieser Tischge-meinschaft wurde eine echte Freundschaft, zumal wir beide jeweils vor dem Es-sen bei der Pflegefachfrau mit der grossen Spritznadel einzutreffen hatten, weil sie unsere Diabetes II-Blutwerte ermitteln musste und dann das entsprechende Quantum Insulin in den Bauch bereit hielt.

 

Der Speisesaal ist sehr geräumig und die Bewohnerinnen und Bewohner sassen an Einer- oder Zweiertischen. Auf einen Klapf war mein asketisches Hungern vorbei. Sehr freundliches und aufgestelltes Personal brachte zuerst eine grosse Auswahl an Salaten, dann folgte ein Süppchen (sämtliche aufgetischten Suppen waren von hervorragender Qualität!), nachher wurden der Hauptgang vorgelegt (vorzüglich gekocht) und reichliches Nachschöpfen angeboten. An gewissen Tagen gab es sogar einen exquisiten Dessert. Was für eine andere Welt! Die Altersheimküche kam wie eine gepflegten Hotelküche daher,  und ich kann die ganze Küchencrew mit besten Prädikaten nur rühmen. Küche und Service leisten Spitzenarbeit! Der Speisezettel ist vielseitig, man kann sogar aus drei jeweiligen Varianten auslesen. Und obendrein konnten sich die Bewohnerinnen und Bewohner am Ende mit reichlich Obst ausstatten (zum Mitnehmen).

 

Eine m.E. sinnvolle Besonderheit ist die Angewohnheit einiger Bewohnerinnen und Bewohner, sich vor dem Essen vor  dem Speisesaal zu versammeln und mit-einander zu plaudern. Dieser soziale Kontakt ist wie ein Miniaturstammtisch, an dem man sich über Alltäglichkeiten austauscht, herzlich lacht und sich austauscht. Eine ähnliche "Versammlung" (siehe Bild oben) entstand jeweils nach dem Essen auf der eigenen Etage, wo - übrigens auf feinsten Stühlen der Möbelfabrik Horgen-Glarus - gescherzt und geplaudert wurde. Abends kam wie aus Heinzelmännchens Wachtparade eine Pflegefachfrau, die der Reihe nach Augentropfen einträufelte und in einem Fall die Füsse einer Dame mit einem Balsam pflegte und dann die Strümpfe überstülpte.

 

Den Höhepunkt an Umsorgung erlebte ich bei einer "Nachtwache". Man ist rund um die Uhr unter Beobachtung, als sie, ich war schon im Pyjama, fragte: "Kommen Sie zurecht? Muss man Ihnen beim Umkleiden helfen? Kommen sie mit Ihrem Gebiss zurecht? Brauchen Sie Hilfe beim Duschen?..."  Unglaublich dieser Service! Etwas überrascht hat mich die "Gebissfrage", da ich nicht über ein solches verfüge. Doch die Dienstfertigkeit ist offensichtlich.

 

Ähnlich erging es mir, als plötzlich eine strahlende, aufgestellte Dame auftauchte und sich als zuständig für "Aktivierung" vorstellte. Ob ich Halma spielen möchte, oder turnen...oder andere Möglichkeiten des Zeitvertreibs. Fast etwas beleidigt antwortet ich: "Höchstens Eile mit Weile oder "Chübälibinder". Lachend meinte die "Aktivistin": "Ich glaube, Sie brauchen das nicht". Ich erklärte ihr, ich hätte wirklich keine Zeit, müsste am Laptop arbeiten und ich sei ein Mensch, dem es nie langweilig sei, ... und zum Turnen sei ich zu faul.

 

Hingegen besonders erwähnenswert ist die Aussicht aus meinem "Ferienzimmer"

Der Ausblick bietet eine Besonderheit, von der heutige Generationen kaum mehr etwas wissen: Die "Jungfrau im Glärnisch" oder wenn man will, das "Vreneli", das mit ihrem Geliebten unter dem Sennenchessi und schwerer Schneelast gestorben ist, weil ihr Liebster Käselaibe in den Dreck vor der Hütte gelegt hat, damit sie mit ihren Schühlein sauberen Fusses die Hütte betreten kann. Wer so mit Nahrung umging, musste bestraft werden, so die Sage.


Seit Urgedenken haben fantasievolle Köpfe das "Vreneli", das in der Sage ja ursprünglich "Tiidi" hiess, im Felsmassiv des Vorderglärnisch entdeckt und immer wieder überliefert. Die obige Aufnahme ist der Blick aus dem "Ferienzimmer Letz 11". Und hier die Vergrösserung:

Die Jungfrau schaut mit dem Kopf gegen den Wiggis, sie breitet die Arme aus und scheint in jeder Hand weisse Tücher zu schwingen, ihr Körper rechts zum unteren Schneeband und kann als flatterndes Gewand gesehen werden. (Foto: M. Hauser)


Montag, 15. Februar 2021

 

Alters- und Pflegeheim Letz 11

Haus "Fronalp" - prächtig gelungener Neubau

 

Es verwundert einem heutzutage schon, dass das Dorf Näfels bis 1937 kein eigenes Altersheim besass. Alte, gebrechliche und teilweise auch Waisen wurden im "schönsten Bürgerhaus des 17. Jahrhunderts der Schweiz" im Freulerpalast untergebracht. Der berühmte Kaspar Freuler, der am französischen Hof als Oberst die königliche Garde anführte, liess in seinem Herkunftsort Näfels den Prachtspalast erbauen. Als jedoch die Freulerfamilie auszusterben drohte, konnte die Gemeinde Näfels diesen Palast und die Obersee-Alp erwerben. 

Vorübergehend war auch Sr. Maria Theresia Scherer als barmherzige Schwester im Freulerpalast tätig und führte unter schwierigsten Umständen auch die Armenanstalt.

 

Erst 1937 wurde in Näfels ein Altersheim gebaut (heute Altersheim "Rauti" genannt). Noch greifbar sind die Beschreibungen der "Züglete" des Mobiliars aus dem Freulerpalastes an die Letz.

Der Freulerpalast-Ostflügel wurde künftig als Gemeindehaus benützt für die Gemeindekanzlei, die Gemeindeverwaltung, den Gemeindeweibel und im Obergeschoss als Saal für die Gemeinderatssitzungen. Auch Zivilheiraten fanden dort statt. Erst später wurde der Prachtsbau zum "Museum des Landes Glarus" und dient heute ausschliesslich diesem Zweck. (1988 zügelten die Gemeindeorgane in die 1985 von den Kapuzinern erworbenen Schulhäuser an der Büntgasse und die dazugehörigen Liegenschaften Burg samt Turnhalle)

 

Das Altersheim Letz war eine Errungenschaft für das nicht eben reiche Rautidorf und wurde erst in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts durch weitere Neubauten (heute "Mürtschen") massiv erweitert. Erst im 21. Jahrhundert und mehrere Jahre nach der glarnerischen Gemeindefusion wurde ein beherztes Neubauprojekt geplant. Es sollte 62 Betten anbieten, Alters- und Pflegeplätze schaffen und den heutigen Anforderungen entsprechen.

 

Für rund 30 Millionen Franken ist ein imposanter Prachtsbau entstanden, der seit 2019 bezogen ist.

 

Diese Errungenschaft interessierte mich brennend. Gemeinsam mit dem ehemaligen Altersheimverwalter Walter Landolt-Rhyner wurden wir auf Anfrage durch die hervorragend informierte für den Pflegebereich verantwortliche C. Schäfer durch die neue Anlage.

 

Sie ist durch einen langen, lichten Gang vom Haus "Mürtschen" erreichbar, öffnet mit einer Lobby und einem grosszügigen Empfangsbereich den Zugang (der später von Westen her erfolgen sollte). Durch hohe und lichtfreudige  Glaswände konnte man nicht nur die Baustelle überschauen, sondern auch feststellen, dass das ursprüngliche Haus "Rauti" bereits abgebaut war. Im Untergeschoss werden Tiefgaragen entstehen.

 

In drei Stöcken sind teils geschlossene Bereiche für Demenzkranke und Pflegebedürftige, aber auch geräumige und komfortable Einzelzimmer für Altersheimbewohnerinnen oder -bewohner, die bereits besetzt sind. Gediegene Sitzecken und Tischgruppen für Freizeit und Essen mit sehr schöner Aussicht sind über die Etagen verteilt. Es gibt Arbeitsräume, Stationszimmer und Bereiche für medizinische Behandlung und viel Raum für Ablagen, Gymnastikgeräte u.a.m.

 

Alles ist blitzsauber, hoch und geräumig und vor allem lichtdurchflutet. Den Verantwortlichen und Machern kann nur gratuliert werden.

 

Als Baupräsident und Planungsverantwortlicher wirkte der ehemalige Gemeinderat Ruedi Schwitter, Verwaltungsratspräsident ist Fritz Noser, Niederurnen. Der Geschäftsführer ist Harald Klein.

Derzeit sollen rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vollamt oder in Teilanstellungen den Gesamtbetrieb bewältigen.

Der Neubau "Fronalp" ist eine Visitenkarte, die gerne vorgezeigt werden kann.

Die Bilder sind den einschlägigen Fotos von der Homepage www.apgn.ch oder den Planungsfirmen entnommen.


Donnerstag, 18. Februar 2021

 

Blick aus dem Alters- undPflegeheim 

auf das gediegen aussenrenovierte Idaheim

(General Bachmann Haus)

 

Die Urenkelin des ersten eidgenössischen Generals Franz Niklaus von Bachmann (1740-1831) Ida von Müller (                 ) schenkte das herrschaftliche Haus dem Tagwen Näfels (Bürgergemeinde) als Hort für arme, elternlose Kinder der Tagwenbürger. Die Zahl der "Idaheimkinder" war beachtlich, Näfels eine arme Gemeinde. Im 20. Jahrhundert wurde das Haus zur "Scuola materna" und schliesslich zum heutigen "Chinderschloss". Heute ist das Idaheim im Besitz und unter Aufsicht der am 6. Mai 1939 gegründeten "Stiftung Idaheim".

Dies hat kürzlich ein sehr gelungene und erfreuliche Aussenrenovation vollzogen.

Die folgenden Bilder geben einen Eindruck von der sehr schönen Gestaltung des Hauses von aussen gesehen.

 

Wer sich für einen Blicks ins Innere des "Chinderschlosses" interessiert, tippe auf https://www.chinderschloss-naefels.ch/ 

 

Idaheim von Südosten
Idaheim von Südosten
Idaheim von Osten (rechts hinten Neubau Alters- und Pflegeheim)
Idaheim von Osten (rechts hinten Neubau Alters- und Pflegeheim)
Idaheim von Westen
Idaheim von Westen

Unten in Bildmitte: Die grossmütige Spenderin Ida von Müller, Urenkelin des Generals Niklaus Franz von Bachmann (Bilder M. Hauser, Zug, im Februar 2021).

 

Die derzeitigen Mitglieder der Stiftung:

 

Peter Gallati-Moon, Präsident

Francesco Stocco, Aktuar

Bruno F. Gallati, Mitglied

Fridolin Landolt, Vizepräsident

Rita Erika Feldmann, Verwalterin

Umberg Treuhand AG, Revisionsstelle

 

Früher und bisherige Stiftungsratsmitglieder: