Das

 

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  der

 

  Woche

 

  2021

West-Portal im Konstanzer Münster:

Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion, Schwanden, 1942-2021)


Freitag, 17. Juni 2022

 

Eben erschienen

 

Beschreibung
Im Buch Vektorgeometrie werden alle wichtigen Konzepte rund um das Thema Vektoren theoretisch vermittelt und praktisch geübt. Eine Besonderheit des Buches ist, dass Schüler*innen anhand physikalischer Beispiele motiviert werden, Vektoren einzuführen und dieses mächtige Instrument

Im Buch Vektorgeometrie werden alle wichtigen Konzepte rund um das Thema Vektoren theoretisch vermittelt und praktisch geübt. Eine Besonderheit des Buches ist, dass Schüler*innen anhand physikalischer Beispiele motiviert werden, Vektoren einzuführen und dieses mächtige Instrument weiterzuentwickeln. Operationen zwischen Vektoren ergeben sich aus konkreten Situationen. So werden Themen wie das Skalar und das Kreuzprodukt nicht einfach eingeführt und nachher auf ihre Nützlichkeit verwiesen. Ihr Nutzen zeigt sich gleich von Beginn weg. Eine besondere Neuerung ist das letzte Kapitel des Buches, in dem das Gelernte genutzt wird, um physikalische Probleme zu verstehen. Spiralförmig findet so die Anwendung zur Theorie und die wiederum zur vertieften Anwendung.

Darf ich in aller Unbescheidenheit, aber mit überschäumender Freude und mit Vaterstolz bemerken, dass das Autorenteam der ETH Zürich einen Glarner, präziser, Näfelser enthält.

Unsere ganze Familie gratuliert zur Herausgabe (die übrigens bereits die fünfte ist)!

Weiter so, lieber Urs!!!

 

Bereits erschienen:


Donnerstag, 16. Juni 2022 Fronleichnam

 

Fronleichnam in Einsiedeln

 

Wer nicht da war, hat etwas verpasst!

 

Nach zwei Pandemiejahren fand in diesem Jahr das traditionelle Fronleichnams-fest in der Waldstatt wieder statt. Im Kanton Schwyz ist Fronleichnam immer noch ein Feiertag. Fronleichnam in Einsiedeln ist eine Gemeinschaft zwischen Kloster und Dorf, zwischen Behörden, Zünften, Vereinen, Jung und Alt und den hergereisten Pilgern, das immer noch lebt.

 

Eingestimmt wurde man durch das subtile Orgelspiel der Barockorgel in der wun-derbaren Stiftskirche, in der nur schon der Raum einem staunen lässt. Nach dem Einzug der Behörden, zahlreichen Vereinsfahnen und der bereits erwähnten Kör-perschaften eröffnete Hauptzelebrant Abt Urban Federer OSB den feierlichen Gottesdienst. DIe Festpredigt hielt Klosterdekan P. Cyrill Bürgi. Musikalisch um-rahmte der gemischte Stiftschor, bei dem mir diesmal - erstmals gehört - das wunderbare mehrstimmige "Amen" besonders gefiel und natürlich das virtuose Orgelspiel von (vermutlich) P. Theo Flury OSB. Zur Prozession marschierte auch die stattliche Jugendmusik Einsiedeln ein, bei denen die vielen jungen Musi-kantinnen und Musikamten auffielen. Wegen des erwarteten Platzregens fand die Prozession nicht auf den Klosterplatz statt, sondern führte zur Gna-denkaplle.

 

Post festum und unbedingt erwähnenswert ist meine Begegnung mit Bruder Gerold Zenoni OSB. Er ist der Hüter und Pfleger der ungezählten Kleider der Schwarzen Madonna in der Gnadenkapelle und ein begnadeter "Networker" mit Stars und Sternen und ungezählten Prominenten von nah und fern. Er führte mich auf niederen Gängen durch dicke Klostermauern zu seinem Atelier, in dem er die Madonnenkleider pflegt und hortet. Doch sind da auch viele Sammelstücke von Geschichte und Kultur, Erinnerungsfotos mit Promis, seine eigenen Bücher oder seiner Konfratres. Der ursprüngliche Urner stammt aus einer Familie, in der Kultur vorherrscht. Sein Bruder ist der bekannte preisgekrönte Filmemacher und Regisseur Felice Zenoni und seine Schwester Raffaela Zenoni eine begabte Malerin, die derzeit in St. Moritz ausstellt. Lesenswert sind seine Beiträge in der Klosterzeitschrift "Salve" über seine Begegnung mit Grössen aus aller Welt.

 

Doch auch im profanen Teil meines Einsiedelnbesuchs gelangen Begegnungen mit altvertrauten Bekannten, von denen ich besonders den "Foti Fränzel" erwäh-nen muss. Er hat im Klosterdorf wohl sieben Jahrzehnte alles und jedes fotogra-fiert, was ihm über den Weg kam. Sein Markenzeichen war das kleine "Bocklei-terli", das er stets mitschleppte, um beim Fotografieren Übersicht über grössere Menschenmengen zu haben. Seine Popularität ist kaum zu überbieten. Der rü-stige, hochbetagte Allround-Fotograf wurde an der Fasnacht liebevoll von un-gezählten Hudis nachgeahmt, natürlich mit ungezählten "Bockleiterli".

 

Der kirchliche und weltliche Besuch in Einsiedeln bleibt ein Highlight in meiner Erinnerung.

Hier ein paar Schnappschüsse:

Noch wird traditionell der "Himmel" von Zünftlern getragen und von Laternenträgern begleit-et. Abt Urban Federer mit der Monstranz flankiert von Mitzelebranten.

Trachtenfrauen und Jugendliche

Vereinsfahnen und Behörden

Musikverein Konkordia Einsiedeln

Br. Gerold Zenoni OSB "hinter Kloster-Gittern", Hüter der Gnadenkapelle und kultureller Turbo

Br. Gerold Zenoni OSB in der Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna.

In Einsiedeln gross geschrieben "4F" Frömmigkeit und Fasnacht! und "Foti Fränzel", umzin-gelt von lauter "Foti Fränzel"-Imitatoren mit Bockleiterli (Fasnacht 2017).  Der jugendliche Mann geht gegen Neunzig! (Foto: Goldmäuder Einsiedeln)


Mittwoch, 15. Juni 2022

 

Gerbi-Ständchen der Näfelser Harmoniemusik

 

Quartierfreude pur

Auf dem Gerbi-*Marzällenplatz" spielte die Harmoniemusik unter Leitung von Reto Bösch zur Freude der Anwohner und einer Handvoll sympathischer Molliser, Oberurner und Nie-derurner und zufälligen Passanten aller Altersklassen zum Sommerabend auf. Die Musi-kanten, diesmal in sommerlich-lockeren T-Shirts und kurzen Hosen, die meisten braun gebrannt, erfreuten wohl gut 40 Zuhörerinnen und Zuhörer. Die drohenden Gewitterwolken über dem Fronalp- und Schildgebiet hielten sich in Grenzen, so dass die HMN ein be-achtliches Repertoire schneidiger, fätziger alter und moderner Musik zum Besten gab, die Zuschauerschaft zum Mitklatschen animierten und sich vom spontanen Applaus und Bravorufen bewegen liess, weit mehr Stücke aufzuführen als geplant. Der Präsident begrüsste die Anwesenden nach einer Musikpause und wies auf die Sommerkonzerte in verschiedenen Quartieren hin wie auch auf den Auftritt bei der Fronleichnamsfeier nächsten Sonntag im Freulerpalast. Die Harmoniemusik Näfels ist "fit" und auf bestem Niveau und zeichnet sich durch ein Korps aus, in dem alle Altersklassen vertreten sind und vor allem hoffnungsvollen Jungwuchs vorzeigen kann. Dirigent Reto Bösch verabschiedete das aufgestellte Publikum, nicht ohne auf weitere Veranstaltungen hinzuweisen.

Der HMN gehört herzlichster Dank. Sie erfreut nicht nur die Menschen im Dorf, sondern schafft Kontaktmöglichkeiten und gute Stimmung. Diesen Gedanken fördert die Dorfkom-mission, die mit einem Getränkestand und Knabberzeug zur guten Stimmung beitrug.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Anlass!

Zuhörerinnen und Zuhörer machten es sich auf herbeigeschleppten Stühlen oder auf dem Mäuerchen oder mit Stehplätzen gemütlich. Die Aufnahme stammt vom Anfang, am Ende waren bedeutend mehr Leute da.


 Mittwoch, 15. Juni 2022

 

Fridolinsbrücke zwischen Stein AG und Bad Säckingen

 

wird saniert

 

Der Badischen Zeitung von heute ist zu entnehmen, dass die 44-jährige, 244 m lange Fridolinsbrücke von Stein AG nach Bad Säckingen saniert wird.

 

Die Säckinger sagen ihr seit Jahrzehnten «neue Brücke», seit sie als Entlastung zur währschaften gedeckten Holzbrücke gebaut wrude. Nach nun anderthalb Generationen Gebrauch sind Sanierungen notwendig.

Rund 10,9 Mio Franken, davon 1,1 Miio Franken für die Personenunterführung unter dem Brückenkopf auf der Schweizer Seite. sind notwendig. Verstärkt wird die Tragstruktur, ausgebaut die Velospur, saniert das Geländer, die Beleuchtung, die Abdichtung und der Belag. Bauherr ist der Kanton Aargau und die Gemeinde Stein AG, Deutschland trägt 4,7 Mio Franken bei.

 

Auch die grosse Fridolinsstatue wird überholt.

 

Baudauer: Ende Juni 2022 bis Herbst 2023.

 

 

Einige Daten:

Baubeginn: 1977

Inbetriebnahme: 1979

Länge: 244 Meter

Stützen: 16 Meter hoch

Gefälle: 2,8 %

Schiffahrt:

Schweizer Seite 80 Meter lichte Breite und 6 Meter Lichthöhe bei höchstem Wasserstand

Stützweiten: Dreifeldrige Strassenüberführung 106 Meter im linken Randfeld,. 85 Meter im mittleren Feld und 53 Meter im rechten Randfeld.

 

 

Fridolinsstatue auf der Fridolinsbrücke

Ungefähr auf der Mitte der Fridolinsbrücke befindet sich eine Bronzeplastik des Schweizer Künstlers Rolf Brem aus dem Jahr 1979. Die Plastik steht auf einem quaderförmigen Betonsockel mit einem Bronzespruchband. Dieses Band umläuft jede Seite des Qua-derblocks; auf ihm steht geschrieben: "St. Fridolin Gründer von Säckingen und Patron der Landschaft am Hochrhein".

Rolf Brem, Luzern * 12. 2. 1926 - † 11. 4 2014

 

Rolf Brem besuchte in Luzern 1945-48 die Kunstgewerbeschule und arbeitete danach neun Jahre mit seinem wichtigsten Lehrer, Karl Geiser, in Zürich. Nach Studienaufenthalten in Paris (Académie Julien, Académie de la Grande Chau-mière), London und Florenz wirkte er in Rom als Mitglied des Istituto Svizzero di Roma.

Seit 1957 arbeitete er im eigenen Ateliers in Meggen, Luzern und im Tessin als konsequent figurativer Bildhauer, der seine Ideen und Modelle aus dem Alltag herausgreift und in ihrer Lebensnähe und Natürlichkeit darstellt. 1977 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Luzern, 1992 präsentierte Harald Szeemann 136 seiner Portraitköpfe an der Weltausstellung in Sevilla. 2011 wurde Rolf Brem das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Meggen verliehen.


Dienstag, 14 Juni 2022

 

Domherr Franz Stampfli 

am Dreifaltigkeitssonntag verstorben

 

19. November 1935 bis 12. Juni 2022

 

 

Aus der Todesanzeige des Bistums Chur

 

 

Geht und lernt, was es heisst:

Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer! Mt 9,13 

 

 

In Dankbarkeit empfehlen wir Gott, dem Allmächtigen, den Priester

 

Domherr Franz Stampfli

 

Pfarr-Resignat

 

19. November 1935 – 12. Juni 2022

 

19. November 1935 geboren in Zürich

3. April 1961 Priesterweihe in der Kirche St. Luzi in Chur

1961 – 1968 Vikar in der Pfarrei Liebfrauen in Zürich

1968 – 1973 Pfarrer in Affoltern am Albis ZH

1973 – 1994 Sekretär im Generalvikariat Zürich-Glarus

seit 1977 nichtresidierender Domherr des Domkapitels Unserer Lieben Frau zu Chur

 

1993 – 1994 Pfarradministrator in der Pfarrei St. Peter und Paul in Zürich 1

1994 – 2004 Pfarrer in der Pfarrei St. Peter und Paul in Zürich

2004 – 2007 Bischöflicher Beauftragter für die Migrantenseelsorge im Kanton Zürich

2003 – 2018 Pfarradministrator in der Pfarrei St. Franziskus in Zürich

2004 – 2019 Pfarradministrator in der Pfarrei St. Marien in Herrliberg

 

seit 2019 im Ruhestand,

zuerst im Alterszentrum St. Peter und Paul in Zürich,

ab 2022 im Alterszentrum Seniorama Im Tiergarten in Zürich Wiedikon

12. Juni 2022 gestorben im Seniorama Im Tiergarten in Zürich Wiedikon

 

 

Chur, 14. Juni 2022

 

 

Bischof Joseph Maria Bonnemain, Bischof von Chur

Generalvikar Luis Varandas, Bistumsregion Zürich-Glarus

Verwandte und Bekannte

 

 

Persönliche Begegnung mit Franz Stampfli

Ich bin Franz Stampfli nur zweimal begegnet.

 

Erstmals im Generalvikariat in Zürich, als ich an einem Referat von Prof. Dr. theol. Hans Halter über den international bekannten Moraltheologen Prof. Dr. theol., Dr. med. h.c. Franz Böckle (Glarus/Chur/Bonn) teilnahm. Er hat mir gemeinsam mit seinem Bruder Arnold B. Stampfli und Prof. Halter diesen Zugang ermöglicht.

 

(Aus dieser Begegnung entstanden die Gedenkveranstaltung in Glarus 2011 und die Herausgabe einer Gedenkschrift 2012, die Ergänzung des kath. Kirchen-archivs mit Schrifttum und Ehrungen im Fridolins-Zentrum Glarus, die Ge-denktafel an Böckles Geburtshaus in Glarus und die kürzliche Umbenennung des Fridolin-Saales in Franz Böckle-Saal im Pfarreizentrum in Glarus.)

 

Beim Essen durfte ich Franz Stampflis hintergründigen, trockenen Humor kennenlernen, sein undurchdringliches Poker Face, seine stets kritisch beobachtenden Augen, seine gescheite Konversation und seinen engagierten Kampfgeist. Er vermittelte mir den Eindruck, sofort auf- und angenommen worden zu sein.

Spannend waren seine Erinnerungen als Feldgeistlicher in der Schweizer Armee und seine unbequemen, aber auch abenteuerlichen Begegnungen mit der kirch-lichen Obrigkeit. Hinter seinem gelassenen Auftreten, aber einem strengen, auto-ritätseinflössenden Blick war ein grosses Herz und ein unendlich sarkastischer Humor wahrnehmbar und eine menschliche Persönlichkeit, die man respektvoll einfach gern haben musste.

 

Die zweite Begegnung fand in Rieden SG statt, am Geburtstag seines dort woh-nenden, älteren, hochfleissigen und medienprofessionellen Bruders Arnold Benedikt, der mit allen bistümlichen und bischöflichen Wassern gewaschen und obendrein blitzgescheit war und ist. Diese Geburtstagsfeier war wie ein gemütlicher und Cantus-begleiterter Alt-Herren-Stamm von ehemaligen Studenten im vorgerückten Alter. Also eine eher private Begegnung, gespickt mit heiteren Reden, frohen Erinnerungen und leckerem Feiern mit Speis und Trank. Hier war Franz der witzigste, gemütliche und kameradschaftliche "Kommilitone".

 

Beide Begegnungen waren eine Bereicherung, ein Freude und bleiben unver-gesslich.

Sein kämpferischer Einsatz im Dienste der Kirche und der Menschen ist von anderweitigen und von beruferen Persönlichkeiten aus Klerus und Gesellschaft in Nachrufen festgehalten und wird auch an der Trauerfeier zum Ausdruck kom-men. 

LIeber Franz, danke dafür, dass es dich gab, danke für unsere Begegnung! Wohlverdient sei dir die Ruhe in deinem kommenden Leben in Ewigkeit. Deine irdischen Spuren bleiben.


Montag, 13. Juni 2022

 

"Genossenschaft Alterswohnungen Linth" bleibt,

 

Projektkredit Alterswohnungen Eschenbach taucht.

 

Rund 250 Genossenschafterinnen und Genossenschafter (von derzeit  655) waren aufmar-schiert, um in der lintharena Näfels an der 31. Generalversammlung zu mindern und zu mehren. Nach einem ausgezeichneten Nachtessen eröffnete Verwaltungsratspräsident Franz Landolt die Abfolge von 13 Traktanden. Dominant war die grosse Freude über den erfolgreichen Abschluss des Hauses zur Beuge, das auf grosse Zustimmung, ja teilweise auf Euphorie stösst. DIe GAW Linth hat mit diesem mühsamen und langwierigen Projekt eine Meisterleistung vollbracht, die Private wahrscheinlich kaum fertig gebracht hätten. Das hohe Lob an den Verwaltungsrat, aber auch an alle an diesem Prachtsbau Beteiligten ist absolut berechtigt. Das Ergebnis ist der Lohn für beharrliches Kämpfen!

 

Mit dem Auftrag bei den Tiefgaragen Elektroladestationen mitzuberücksichtigen wurden ein Kredit und für das Haus Beuge eine Nachtragskredit problemlos bewilligt.

 

Eine lebhafte Diskussion entfachte das Projektvorhaben "Alterswohnungen Eschenbach". Trotz eines imponierenden und ausgeklügelten Projektentwurf und einem abgelehnten Rückweisungsantrag und der Antrag des Verwaltungsrates letztlich deutlich abgelehnt. In der Argumentation obsiegte wohl die Meinung, die Genossenschaft sollte nicht mehr weiter expandieren,  sondern im Kanton Glarus weitere Alterswohnungsprojekte "andenken". Im Vorfeld hatte ein Rundschreiben des VR-Mitgliedes Peter Müller, der sich als einziger im Verwaltungsrat gegen diesen Antrag stellte, kritische Signale ausgesendet, zum Ärger des Vorsitzenden, diesen auch mehrmals offen zum Ausdruck brachte.

 

Für die Wiederbestätigungswahlen hatte das allerdings keinen entscheidenden Einfluss. Der Präsident und die Verwaltungsratsmitglieder problemlos wiedergewählt. Neu wurde mit fast mit einem Landammenmehr Lukas Vidoni, Rechtsanwalt, Glarus, als Verwaltungsrat gewählt.

 

Keine Gnade hatte der Vorschlag,  den Namen "Genossenschaft Alterswohnungen Linth" in "Wohnbaugenossenschaft Linth" abzuändern.

 

Hocherfreulich: Aus dem Genossenschaftspublikum wurde die Möglichkeit Voten einzubrin-gen reichlich genutzt. Besonders gefallen haben mir die Auftritt zweier Damen, die mit ihrem natürlichen, ruhigen und selbstbewussten Auftritt gut ankamen.

 

Nach rund vierstündiger Tagung, inklusive Nachtessen, konnte Franz Landolt seine Genos-senschafterinnen und Genossenschaft zu Kaffee und Torte entlassen.

 

Bewährt hat sich das Abstimmungsverfahren mit elektronischen Kästchen der Firma NIM-BUS AG Ziegelbrücke.


 Freitag, 10. Juni 2022

 

Kirchgemeinde hat echte Demokratie vorgelebt

 

Abschiede in Würde

Neubeginn mit Freude

(Fast) Alles neu - macht der Juni

 

Der neue Kirchenrat

 

Martin Laupper, Kirchenpräsident, neu

Peter Müller, Kirchenvogt/Verwalter, neu

Urs Schweikert, Kirchenrat, bisher

Rita Müller-Gabrielli, Kirchenrätin, neu

Camilla Schirmer, Kirchenrätin, neu

 

 

Kandidiert haben für das Kirchenpräsidium:

Hans Hager, Vizerpräsident, bisher

Martin Böni sen., neu

Martin Laupper, neu

Nicht mehr kandidiert hat: Daniela Gallati-Landolt

 

Kandidiert für die Kirchenverwaltung:

Wolfgang Hauser, Kirchenvogt, bisher

Peter Müller, neu

 

Kandidiert für den Kirchenrat (drei Sitze)

Hans Hager, bisher

Urs Schweikert, bisher

Winfried Weimert, neu

Martin Böni sen., neu

Rita Müller-Gabrielli, neu

Camilla Schirmer, neu

Nicht mehr kandidiert  haben:

Josef Gallati, bisher

Wolfgang Hauser, verzichtet

 

Das Novum: Ein ad-hoc Komitee hat schriftlich im Voraus geheime Wahlen beantragt. Der Kirchenrat hat diesen Vorschlag übernommen und seinerseits der Kirchgemeinde geheime Wahlen empfohlen, was die Kirchgemeinde stillschwei-gend gebilligt hat.

 

Der Kirchenrat ersuchte die Gemeinde Glarus Nord, offizielle Stimmenzählerin-nen und Stimmenzähler mit der geheimen Wahlabwicklung zu beauftragen. Die-ses Team leistete souveräne Arbeit und ermittelte jeweils aus den je 124 aus-geteilten verschiedenfarbigen Wahlzetteln die Ergebnisse im Hilarisaal. Diese waren sehr klar und bereits mit dem absoluten Mehr klar, so dass keine zweiten Wahlgänge (bei denen das einfache Mehr genügt hätte) nötig waren. Ein Kom-pliment dem speditiv und korrekt arbeitenden Team.

 

Die Rechnungsabnahmen, verständlich und klar präsentiert durch Wolfgang Hau-ser, gingen diskussionslos über die Bühne. Wiedergewählt wurde das VTB-Treuhandbüro als Revisionsstelle, die erstmals einen Revisorenbericht vorgelegt hatte.

 

Diese Kirchgemeindeversammlung war eine demokratische Vorzeigeversamm-lung, die von der scheidenden und langjährigen Kirchenpräsidentin Daniela Gallati-Landolt, ruhig und souverän geführt wurde.

 

Presseberichte sind zu erwarten von den "Glarner Nachrichten/Südostschweiz-Glarus" (Fridolin Rast), "Fridolin" (Fridolin Jakober), kath.ch (Wolf Holz).

 

Vermisst habe ich vom Kirchenrat eine Dankesgeste gegenüber dem nicht mehr antretenden Kirchenrat Josef Gallati, auch den nicht mehr gewählten, bisherigen Kirchenräten Hans Hager und Wolfgang Hauser und vor allem der scheidenden Kirchenpräsidentin, die von 1994-2000 Kirchenrätin und von 2000 bis 2022 Kir-chenpräsidentin war. Der neu gewählte Kirchenrat wäre gut beraten, dies an seiner ersten Sitzung in geeigneter Form nachzuholen.

 

Dank gehört allen Kandidierenden, die nicht die nötige Stimmenzahl erreicht hatten, für ihr Engagement und ihre Bereitschaft in der Kirchenbehörde tätig zu sein. Sie haben dazu beigetragen, dass echte Wahlen möglich waren.

 

Entsprechend gut war die Stimmung des sehr disziplinierten Stimmvolkes und nun gelte die Parole "Schwamm drüber!", das "Geschehene" vergessen, und froher Aufbruch in Zukunft mit Respekt und geschwisterlicher Toleranz. 

Der neue Kirchenrat ist gewählt auf den 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2026

aus: Glarner Nachrichten/Südostschweiz Glarus, Frontpage, Samstag, 11. Juni 2022

 

Kirchenrat der röm.-kath. Kirchgemeinde

 Näfels und Umgebung

Kirchenpräsident                          Kirchenvogt                                    Kirchenrat

Martin Laupper                             Peter Müller                                Urs Schweikert

Kirchenrätin                                    Kirchenrätin

Rita Müller-Gabrielli                        Camilla Schirmer-Wüest

 

Die Amtsdauern, der nicht mehr im Kirchenrat verbleibenden

 

Daniela Gallati      Kirchenrätin seit 1994 ...........................28 Jahre

                              Kirchenpräsidentin seit 2000 .................22 Jahre

                              Kantonalkirchenrätin  seit 2000 .............22 Jahre

                              Kant-Kirchenrätin Ausschuss seit 2006..16 Jahre

 

Wolfgang Hauser  Kirchenvogt seit 1995.............................27 Jahre

                              Kantonalkirchenrat seti 2002..................20 Jahre

        

Hans Hager           Kirchenrat seit 2005 ..............................17 Jahre

 

 

Gallati Josef          Kirchenrat seit 2011................................11 Jahre

 

Berichterstattung "glarus24.ch" 14. Juni 2022

 

Rundumerneuert

 

von  Fridolin Jakober

 

Es war eine Versammlung mit Stimmenzählerinnen, mit Kontrolle der Personalien und dem Antrag, die Wahlen geheim durchzu-führen – und sie fand im Haus Gottes, der Pfarrkirche St. Hilarius statt. Alle waren gespannt, was diesmal geschehen würde, denn so oder so würde diese Versammlung eine Zäsur darstellen

 

«Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt», so mahnte die abtretende Kirchgemeindepräsidentin Daniela Gallati. «Also haltet euch an die Regeln, die der Würde der Kirche entsprechen.» Zuhanden einer nächsten Versammlung stellte darauf Paula Pfeifer namens des ad-hoc-Komitees den Antrag, dass die Delegierten des Kantonalen Katholischen Kirchenrates (KKK) wieder durch die Kirchengemeindeversammlung und nicht wie jetzt durch den Rat zu wählen seien. Die Delegierten – so Pfeifer – seien Delegierte der Kirchgemeinde und nicht ausschliesslich des Rates.

 

Die beiden Kommunionskleiderverwalterinnen bekamen darauf einen «Chrämlimeter». Der Pfarreirat, der sich um die Seelsorge kümmern soll, feiert zwar sein 50-jähriges Bestehen, ist allerdings seit Januar 2022 sistiert. Die Stiftung Marienkirche Mollis legte ihre Rechnung vor. An der Frühlingsversammlung des KKK wurde der neue Verhaltens-kodex des Bistums besprochen. Aus den Reihen der kirchlich Tätigen verstarben Heidi Beeler (langjähriges Kirchenratsmitglied), Martin Kälin (Kirchenmusiker) und Gallus Loser (Sakristan). Darauf stellte Kir-chengutsverwalter Wolfgang Hauser die Jahresrechnung 2021 mit Re-visorenbericht vor, die einen Vorschlag von 67837 Franken ausweist. Die beiden Stiftsmessenfonds wurden an das Pfarramt Näfels übertragen, die neue Mikrofonanlage wird aus dem Renovationsfonds Pfarrkirche beglichen, die Rechnung ohne Gegenstimmen genehmigt.

 

Was lange währt,…

 

…wird endlich gut. So könnte man die geheimen Wahlen für die Amts-dauer 2022-2026 betiteln, denn natürlicherweise braucht das Auszählen von 124 Stimmen pro Wahlgang mehr Zeit als das einfache Schätzen des Mehrs. Doch niemand wehrte sich am Freitagabend, 10. Juni, gegen die geheime Wahl, welche auf Antrag des ad-hoc-Komitees unterstützt durch den Kirchenrat beantragt worden war. Der zurücktretende Sepp Gallati erklärte das Prozedere und die Farben der Zettel: Rot fürs Präsidium, Orange für den Kirchengutsverwalter, Blau für die Revisions-stelle und – allerdings im zweiten Wahlgang – weiss für die Kirchenrät/-innen.

 

Drei Kandidaten standen fürs Präsidium zur Wahl, darunter auch alt Gemeindepräsident Martin Laupper als kirchenpolitischer Shooting Star (Kantonaler Kirchentag). Die Spannung stieg, das Plebiszit liess an Klarheit nicht zu wünschen übrig: Laupper vereinigte 83 Stimmen auf sich, Martin Böni 19 und Alex Hager 18. Danach wählte die Kirchge-meinde mit Peter Müller einen neuen Kirchengutsverwalter an die Stelle des langjährig aktiven Wolfgang Hauser und bestätigte die VTB AG, Niederurnen, als Revisionsstelle.

 

Zwei neue Frauen

  

Bei der Wahl von drei Kirchenratsmitgliedern dauerte das Auszählen naturgemäss noch etwas länger – immerhin gab es drei Personen auf den Zettel zu schreiben. Das absolute Mehr von 59 Stimmen erreichten neben dem bisherigen Urs Schweikert mit 82 Stimmen auch Rita Müller-Gabrielli mit 81 und Camilla Schirmer mit 62 Stimmen. Der neue Kir-chenrat aus Präsident Laupper, Kirchengutsverwalter Peter Müller sowie Urs Schweikert, Rita Müller und Camila Schirmer hat die riesige Chance, nach den schwierigen letzten Monaten, wo Kirchenrat und Präsidentin sich gegeneinander gerichtet hatten, mit Sachlichkeit und neuem Elan durchzustarten. Als Anregung deponierte Paula Pfeiffer an den neuen Kirchenrat, die Kirchgemeindeversammlung wieder in einem Saal und nicht im Kirchenschiff von St. Hilarius abzuhalten. Danach bedankte sich Daniela Gallati für ihre letzte Kirchgemeindeversammlung. «Respekt und Würde waren immer dabei, es war für mich eine lehrreiche, bereicher-nde Zeit. Es gibt Dinge, die überprüft und optimiert werden können», so Gallati, die mit einer Kurzgeschichte aus ihrer Blauring/Pfadi-Zeit ab-schloss, in welcher Reiter bei einer Oase einer kleinen Palme einen schweren Stein auf die Krone legen. Die Palme schlägt ihre Wurzeln dann in die Tiefe, wo sie eine Quelle findet. Fridolin Hauser hielt darauf zwar keine Laudatio auf Daniela Gallati, verlangte für sie und die nicht wiedergewählten Kirchenräte aber den verdienten Applaus, danach überreichte Gallati ein Sitzungsglöckchen, das sie von ihrer Vorgängerin einst bekommen hatte, an Martin Laupper. Dieser bedankte sich für das Vertrauen und dankte den abtretenden Ratsmitgliedern. Zur Versamm-lung sagte er: «Helfen Sie mit, dass wir eine gute Gemeinde werden und als solche auch im Kanton wahrgenommen werden. Ich würde mich freuen, wenn das gelingen könnte. Sie alle sind entscheidend für diese gute Stimmung.»

Symbolische Amtsübergabe von Kirchenpräsidentin Daniela Gallati-Landolt zu Martin Laupper-Müller am 10. Juni 2022 kurz nach 10 Uhr abends. (Foto: Fridolin Jakober)


Freitag, 10. Juni 2022

 

Trouvaille

In einem Ferienhaus in Schluein GR hängt ein Erinnerungsbild, das von ausgewanderten Molliser Einwohnern dorthin gelangt sein muss. Es zeigt ein Bild eines Näfelsers mit pro-minenter Nachkommenschaft. Wie der Text auf der Rückseite anzeigt, ist es der Vater des in Näfels und Einsiedeln bekannten Fridolin Hauser-Vettiger, der Grossvater von Regierungsrat Fridolin Hauser-Zech und der Urgrossvater von Kirchenvogt Wolfgang Hauser (Kaffeegeschäft Linthof AG). Vermittelt wurde mir das zufällig entdeckte Bild von einer Familienangehörigen der erwähnten Familie Klingler. Das Bild ist eine echte Trouvaille und dürfte Seltenheitswert haben.

Stammbaum Direkte Linie 

 

 

24                                                Gen.1

Fridli Hauser von Näfels, des ..., * ... + ...

oo

1677 ... Eva Eberlin von ..., des ..., * ... + 1722 Aug.30.

 

1678 Juli 7.  JOHANNES VIDE No.44

1680 Aug.31.  ANNA KATHARINA vide Landolt No.42

1682 Okt.12.  Josef

1684 Sept.1.  Anna Maria +

1686 März 7.  ANNA MARIA vide Schwitter No.45

1688 Juli 16. Anna

1692 Okt.16.  FRIDOLIN VIDE No.58

1695 Juli 13. KASPAR VIDE No.55

 

 

1701 Nov.16. wird ein Fridli Hauser als alt Kuhhirt genannt.

 

44-24                                             Gen.2

Johannes Hauser von Näfels, des Fridolin und der Eva Eberlin No.24

* 1678 Juli 7. + 1733 Nov.12.

oo

1705 Okt.20. Maria Barbara Fries von Glarus, des ..., * 16.. + 1749 Apr.2.

 

1706 März 21. JOH. FRIDOLIN VIDE No.62

1708 Juli 22. BALTHASAR JOSEF VIDE No.69

1711 Okt.13.  Joh. Thomas + 1711 Dez.23.

 

1712 Dez.20.  Joh. Thomas + 1721 Okt.12.

 

62-44-24                                          Gen.3

Joh. Fridolin Hauser von Näfels, Meister,

des Johannes und der Maria Barbara Fries No.44

* 1706 März 21. + 1747 Apr.19.

oo

1727 Mai 6. Anna Katharina Boss von Oberurnen,

des Joh. Valentin und der Anna Maria Falk No.12

* 1698 Feb.25. + 1754 Mai 9.

 

1727 Nov.24.  Maria Barbara + 1738 März 14.

1729 Aug.10.  JOH. VALENTIN VIDE No.77

1732 Juli 29. Joh. Thomas + 1733 Jan.9.

1734 Jan.9.   JOH. THOMAS VIDE No.82

1736 Dez.30.  MARIA KATHARINA vide Tschudi No.18

 

1741 Aug.6.   MARIA BARBARA vide Schwitter No.77

 

77-62-44-24                                       Gen.4

Bauer Joh. Valentin Hauser von Näfels, am Berg,

des Joh. Fridolin und der Anna Katharina Boss No.62

* 1729 Aug.10. + 1808 Okt.19.

oo

1753 Nov.29. Maria Anna Murer von Näfels,

des Balthasar Josef und der Maria Barbara Noser No.20

* 1727 Okt.28. + 1790 Juli 8.

 

1754 Sept.16. FRIDOLIN JOSEF VIDE No.99

1756 Sept.19. Maria Anna + 1761 Mai 9. cadenda mortua, tödtlich gefallen

1758 Feb.21.  Balthasar Josef + 1758 Mai 17.

1759 Aug.27.  ANNA KATHARINA vide Landolt No.84

1761 Feb.21.  Balthasar Fridolin + 1836 Nov.20. als Laienbruder Jordanus im Kloster Sursee

1762 Okt.10.  JOSEF ANTON VIDE No.111

1764 Juli 16. MARIA ANNA vide Hauser No.97

1765 Nov.29.  ANNA MARGARETHA vide Feldmann No.51

1767 Aug.1.   Balthasar Josef + 1768 Apr.28.

1769 Dez.31.  ANNA BARBARA vide Stucki No.158

 

1808/32: Aus dem Mandat Nro. 32, zu verlesen Sonntags den 7ten Augstm. 1808. 

Ferners sollen alle die, so landrechtmässige Ansprach an Johann Valentin Hauser in Näfels seit seinen ergangenen Kirchenrüfen, haben und ihm schuldig, die sol-

len morgen Montag in sein Haus das 1temal kommen gen rechnen.

 

  

99-77-62-44-24                                    Gen.5

Fridolin Josef Hauser von Näfels, Bäckermeister, dann Tagwensschreiber, Landweibel und Landschreiber, des Johann Valentin und der Maria Anna Murer No.77

* 1754 Sept.16. + 1817 Okt.21. als Landschreiber

oo

1778 Juni 9. Anna Margaretha Oswald von Näfels, im 4. Grad verwandt,

des Johannes und der Anna Margaretha Landolt No.57

* 1758 März 9. + 1832 Mai 29.

 

1779 Okt.11.  MARIA ANNA JACOBEA vide Landolt No.113

1781 Jan.11.  Jakob Franz + 1781 Jan.18.

1784 Feb.4.   FRIDOLIN JOSEF VIDE No.137

1785 Aug.15.  Joh. Josef + 1789 Mai 3.

1787 Nov.18.  Caspar Josef + 1789 Mai 4.

1789 Feb.3.   Anna Margaretha Elisabeth + 1789 Apr.21.

1790 Sept.13. ANNA MARGARETHA ELISABETH vide Landolt No.131

1792 Feb.20.  FRANZ JOSEF VIDE No.148

1794 Aug.17.  MARIA MAGDALENA vide Müller No.305

1796 Feb.11.  in Glarus: Josef Leonhard Jodocus + 1796 Mai 10. in Glarus

1797 Juni 10. in Glarus: Josef Anton + 1797 Aug.19. in Glarus

1797 Juni 10. in Glarus: Maria Barbara + 1797 Aug.18. in Gl.

1799 Feb.23.  Joh. Friedrich Josef + 1801 Dez.8.

1801 Aug.10.  Anna Katharina + 1801 Okt.17.

 

1817/49: Mandat, zu verlesen Sonntags den 7ten Christm.

 Ferners sollen alle die, so Ansprach an alt Landweibel Fridolin Joseph Hauser sel. in Näfels, haben und ihm schuldig, die sollen morgen Montag allen in sein Haus das 1temal kommen gen rechnen.

 

1860/30: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 28. Juli 1860.

 Amtliches. Gantanzeige.

Dienstag, den 7. August, Abends 7 Uhr, bringen die Erben von Jakobea Hauser, alt Schreiber Fridolin LANDOLTS Ehefrau sel., unter waisenamtlicher Aufsicht und Leitung den ihnen zustehenden Antheil an dem alten Wohn= und Wirthshaus z. Bären sammt Stallung und Garten beim Hirschen in Näfels auf öffentliche Versteigeurng und überlassen selbe Realitäten dem Letzt= und Meistbietenden unter den am Ganttag zu eröffnenden Bedingnissen.

 

148-99-

Franz Josef Hauser von Näfels, Hafner, Leinenweber und Taglöhner im Herrenweg, Dorf und Oberdorf, 1831/32 Bäcker und Müller,

des Fridolin Josef und der Anna Margaretha Oswald No.99

* 1792 Feb.20. + 1851 Aug.22.

oo

181. Theresia Schwendbühl von Lachen SZ, des Ignatius und der Theresia Wilhelm

* 1794 ... + 1856 Feb.21.

 

1820 Apr.3.   Anna Maria Barbara Magdalena Theresia + 1831 März 28.

1822 Mai 15.  Rudolf + 1823 Apr.30. als Fridolin Josef

1823 Nov.10.  FRANZ JOSEF VIDE No.222

1825 März 1.  FRANZISKA THERESIA vide Hauser No.229

1827 Jan.29.  Rudolf Maria Josef Hilarius + 1827 Feb.16.

1829 Juni 25. Marianna Aloysia + 1829 Dez.12. Giessenbrücke

1830 Nov.18.  MICHAEL KASPAR VIDE No.237

1831 Nov.4.   Sohn + ungetauft

1834 Nov.3.   JOH. MELCHIOR VIDE No.248

1838 Juli 16. Maria Josefa + 1839 März 12. beim Kloster

1842 Aug.8.   Maria Magdalena + 1842 Aug.10. im Oberdorf

 

     1845/11: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 16 März.

   Bevogtigungen. Erste Bekanntmachung. A) Auf eigen Begehren: 3) Theresia  SCHWENDBÜHL, Weber Franz HAUSERS Ehfrau von NÄFELS.

         B) Nach Landrechten: 2) Fridolin Joseph, Kaspar Joseph, Melchior und Franziska

HAUSER, Weber Franz HAUSERS Kinder von NÄFELS.

 

1851/40: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 4. Oktober 1851.

   Rechnungsrüfe auf Donnerstag den 9. Oktober 1851. Ersten Bekanntmachung. Nach Landrechten: 2) an Weber Franz Hauser sel. von Näfels, seit seinen im Jahr 1845 ergangenen Rechnungsrüfen; in Weber Niklaus Müllers daselbst.

 

1852/37: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 11. September 1852.

   Kreditorenversammlungen. 1) Von Weber Franz Hauser sel. in Näfels auf Freitag den 17. diess, Mittags 12 Uhr, im Gasthaus zum Schwert daselbst. - Da der Nachlass von Hausers sel. Erben ausgeschlagen worden ist, werden dessen Herren Kreditoren eingeladen, geflissen zu erscheinen, um an den vorkommenden Berathungen Theil zu nehmen. Bei allen obigen Versammlungen sind Beschlüsse der Anwesenden für Ausbleibende verbindlich.

 

1852/39: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 25. September 1852.

   Gantanzeige: Die Konkursmasse von Weber Franz Hauser sel. in Näfels bringt künftigen Montag den 27. dies, Nachmittags von 1 Uhr an im Löwen daselbst verschiedene Haus= und Feldgeräthschaften gegen baare Bezahlung auf öffentliche Versteigerung.

 

1856/19: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 10. Mai 1856.

 

   Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag, den 15. Mai 1856. Erste Bekanntmachung. Nach Landrechten: 5) An Theresia Schwendbühl sel., Weber Franz HAUSERS sel. Wittwe in Näfels, seit ihrer Bevogtigung; in ihres Vogts, Weber Niklaus Müllers daselbst.

 

222-148-99-77-62-44-24                           Gen.7.

Franz Josef Hauser von Näfels, Spinner, Zigerhändler, genannt Fridolin, vulgo Mucklibasch, des Leinenweber Franz Josef und der Theresia Schwendbühl 148

* 1823 Nov.10. + 1905 Dez.14. als Fridolin Franz Josef

oo

1858 Okt.24. Elisabeth Müller von Näfels,

des Feldarbeiter Jakob Fridolin und der Maria Elisabeth Feldmann No.338

* 1833 Nov.7. + 1903 Juni 13.

 

1861 Feb.23.  Elisabeth + 1864 Jan.7.

1862 Feb.12.  Anna Maria + 1862 Mai 17.

1864 Feb.10.  ELISABETH vide Hauser No.290

1866 Juli 2.  MARGARETHA vide Hauser No.287

1870 Juni 13. MARIA EMILIE vide Klingler No.1

1873 Feb.16.  Idda + 1949 Juni 5. in Näfels

1878 Juni 21. FRIDOLIN VIDE No.329

 

1866/27: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 7. Juli 1866.

 Amtliches.  Bevogtigungen. Erste Bekanntmachung. Auf eigen Begehren. 2) Angelina Trier, Kaspar Joseph HAUSERS Ehefrau von Näfels; als Vogt: ihr Schwager, Kaspar Hauser, Ziegerhändler in Näfels.

 

1876/11: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 11. März 1876.

 Amtliches. Rechtbote. Nach §§ 60 bis 63 der C.= P.= O.

 

2) Ziegerhändler Fridolin HAUSER hinter der Rauti in Näfels verbietet hiermit Jedermann auf Recht, zu irgend einer Zeit durch und über sein eigenthümlich besitzendes Haushöschetli (Nr. 89 des Grundbuches Näfels) zu gehen, zu fahren, noch ihn an Zäunungen, Mauern oder sonst irgendwie an seinem Eigenthum zu beschädigen, weil hiezu Niemand berechtiget ist.

 

Glarus, den 2. März 1876.

 

 

329-222-148-99-77-62-44-24                        Gen.8

Fridolin Hauser von Näfels, des Franz Josef und der Elisabeth Müller No.222

* 1878 Juni 21. + 1967 Jan.14. in Näfels

oo

I. 1904 Juli 2. Carolina Vogel von Oberurnen, des Fridolin und der Ursula Züger No.51

* 1879 Jan.19. + 1906 Apr.28. im Herrenweg

oo

II. 1907 Aug.10. Josefa Elisabeth Vettiger von Goldingen,

des Josef Anselm und der Sophia Wey

* 1877 Dez.23. + 1945 Nov.25. in Näfels

 

1905 Aug.22.  Carolina + 1985 Dez.18. in Schänis

1911 März 1.  Margaritha + 1931 Mai 14.

1912 Juni 14. FRIDOLIN VIDE No.468

1916 März 11. JOSEF VIDE No.493

1920 Juli 31. Ida Sophia

 

Kaufmann - Commis, im Herrenweg, Schulrat, im Mühlebrunnen,

Gründer des Kaffee-Geschäfts Hauser-Vettiger 1910. Vulgo Heilig Vater, die Herkunft dieses Zunamens stammt von dem schmiedeisernen Gartentor zur Villa. An diesem Tor sind die Buchstaben H V, welche zur Bildung des Zunamens Anlass gaben.

 

468-329-222-148-99-77-62-44-24                    Gen.9

Fridolin Hauser von Näfels, Rechtsanwalt, Dr. iur., Landrat, Regierungsrat von 1955-

des Fridolin und der Josefa Elisabeth Vettiger No.329

* 1912 Juni 14. in Näfels + 1987 Juni 19. wohnhaft gewesen in Näfels.

oo

1947 Sept.18. Lotte Zech von Romanshorn, des Franz und der Ida Würth

* 1920 Dez.5. in Romanshorn

 

1948 Juli 27. Beat Fridolin

1951 März 9.  CYRILLA LOTTI vide Stucki No.495

1964 Juli 20. Wolfgang Cosmus  (heutiger Geschäftsführer)

 

Inhaber des Kaffeegeschäft Hauser-Vettiger & Sohn Linthof:

Die Gründung der Firma F. Hauser-Vettiger & Sohn geht in das Jahr 1910 zurück. Der Gründer Fritz Hauser-Vettiger betrieb in seinem im Jahre 1907 erbauten Wohnhaus "Stella" an der alten Bahnhofstrasse eine Kaffeerösterei und ein Versandgeschäft.

 

Im Jahre 1915 wurde die Liegenschaft "Linthhof" erworben, womit eine Vergrös-serung des Betriebes und eine Erweiterung der Kundschaft möglich wurde. 1920 wurde die alte Fabrikanlage abgebrochen und ein Neubau erstellt. 1922 ist die Essenzfabrikation aufgenommen und Cichorienwurzeln aus Belgien bezogen und zu Kaffeezusatz verarbeitet worden.

 

In den Versand gelangt die seit 1914 bestens bewährte Spezialität: "Finita", ein fixfertiger, gemahlener Kaffee mit Zusätzen und unser feiner "Linthhof"-Kaffee. Die Firma zählt heute (1978) eine Belegschaft von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen= und Aussendienst.

 

Fridolin Hauser-Vettiger                               Dr. Fridolin Hauser-Zäch

Firmengründer Kaffee Linthof                      Firmeninhaber

Grosser Gönnder der Einsiedler                  Gemeinderat, Regierungsrat

Studentenmusik                                           1912-1987

1978-1967

Grabmal von Josepha Hauser-Vettiger 1877-1945

Wappen                                                         Grabinschrift

Hauser, links, Vettiger, rechts                        Hier ruht im Frieden Gottes

                                                                       Frau Josepha Hauser-Vettiger

                                                                       1877.1945     R. I. P.

                                                                      


Pfingstsonntag, 5. Juni 2022

 

Glanzvolle ökumenische Abschlussfeier der Kirchentage 2022

 

Eigens auf diesen Kirchentag 2022 getextet und komponiert gelangte das Kirchentagslied in der vollbesetzten Stadtkirche Glarus zur Aufführung.

Dieses Programm war Rahmen und Inhalt des krönenden Abschlusses des von A bis Z ge-lungenen interkonfessionellen Kirchentages 2022.

Ulrich Knöpfel (Evang.-reformierte Kirche), links, und Christof Zintel (Röm.-kath. Kirche), rechts, und Bernd Rösler (Evang.-methodistische Kirche) (nicht auf dem Bild) betrachteten unter dem Motto "Salz der Erde - Licht der Welt" die sinnvolle interkonfessionelle Ko-operation als den Kern des Kirchentages.

Diese von Martin Stützle kunstvoll zusammengefügte Konstruktion "Christall" könnte eine Vision der Zukunft sein: Die kunstvoll vereinigten Konfessionen als eine Glarner Landeskir-che. Die Sehnsucht nach einer Einheit der Christen und das Netzwerk von interkonfessio-nellen Verbindungen schwebte über der bis auf den letzten Platz besetzten Stadtkirche. Das im farbigen Kirchenfenster links oben auf dem Bild Paulus grüsst, ist geradezu ein Omen für die Zukunft.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen als andere, als sie gekommen waren.

Stolz, Rührung und Zufriedenheit sind auf dem Gesicht des OK-Präsidenten beim Auszug abzulesen. Herzliche Gratulation und herzlichen Dank, lieber Martin, dir und deiner ganzen Crew! Ihr habt unmöglich Scheinendes möglich gemacht. Möge der weiter geplante Kirchenjugendtag ebenso gelingen!

 

Ich werde versuchen, die dreiteilige interkonfessionelle Predigt zu erhalten und hier der Nachwelt zu sichern:

  

Predigtteil von Pfarrer Bernd Rösler, Glarus

 

Evangelisch-methodistische Kirche 

 

«Ihr seid das Licht der Welt»

 

Input zum Kantonalen Kirchentag

 

Licht sein, liebe Festgemeinde

Wir sind das Licht der Welt!

Zumindest behauptet das Jesus in der Bergpredigt.

 

Aber wie leuchtet man so hinein in dieser Welt?

Muss man eine Kerze anzünden? (mitgebrachte Kerze anzünden)

Sollte man etwa stets eine Taschenlampe dabeihaben?

(mit der Taschenlampe rumleuchten)

 

Nein, das brauchen wir alles nicht.

 

Denn Jesus sagt uns: IHR SEID!

und nicht: ihr sollt sein oder werdet sein wie!

(Licht und Kerze unter Kommentare zu den Handlungen wieder ablöschen)

 

Lebt, was ihr seid und wie ihr seid und lebt eure Beziehung zu Gott!

Dadurch strahlt ihr etwas aus,

was für andere ÜBER- Lebenswichtig ist - genau wie Sonnen- LICHT

 

Denn eines ist genauso sicher wie das AMEN in der Kirche:

Licht im Dunkel der Welt fällt auf.

 

Und wenn Christus sagt `Ihr seid das Licht'',

dann will er damit zum Ausdruck bringen,

dass es in der Natur ALLER Christenmenschen liegt,

etwas Besonderes auszustrahlen.

 

Egal wo und wie: Wir Christen strahlen immer etwas aus!

 

Unser Licht, das was wir ausstrahlen, es hat (zwei) wichtige Funktionen:

 

1.     LICHT gibt Orientierung!

Ohne Licht verliert man Ziele und den Weg dorthin schnell aus den Augen.

Der Mensch fängt an umher zu irren, sucht und sucht… - ohne anzukommen!

 

Mit unserem Lichtsein können wir anderen Menschen den richtigen Weg weisen.  Ich betone: Den RICHTIGEN, nicht den BEQUEMSTEN!

 

2.     Licht gibt SICHERHEIT!

Wir kennen bestimmt alle diese Situation:

Ausgerechnet dann, wenn es draussen dunkel ist,

löst die Sicherung oder der FI Schalter aus.

(wie der Schuhsenkel, der generell reisst, wenn man es eilig hat und nie vor dem geplanten Spaziergang)

 

Da tastet man sich dann vorsichtig durch das Haus oder die Wohnung.  

Wo sich der Sicherungskasten befindet, dass wissen wir in der Regel.

 

Aber im Dunkeln kommen einem eine Menge Hindernisse und Hürden

in den Weg, über die wir schnell stolpern oder auch stürzen könnten.

 

Mit Licht ist das kein Problem - da sieht man sofort, wo etwas im Weg liegt.

Mit Licht erkennen wir viel eher, wo in unserem Leben die Gefahren lauern.

 

Die Gefahr, sich z.B. in den Fallstricken der Beliebigkeiten, der Masslosigkeiten und der Zufälligkeiten zu verfangen.

 

Aus diesen beiden beispielhaft genannten Gründen ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben als ChristInnen und Christen hier auf Erden,

Licht in das Dunkel dieser Welt zu bringen.

 

Seid das Licht der Orientierung,
seid das Licht zur Sicherheit!

 

Es ist die Aufgabe aller ChristInnen und Christen,

Mitmenschen aus den dunklen Ecken des Lebenslabyrinthes herauszuführen oder für Sie die Stolpersteine des Lebens zu beleuchten, damit sie nicht fallen.

 

Ich betone es nochmals,

ALLER Christinnen und Christen

und nicht nur die Aufgabe der Pfarrerin, des Pfarrers, Priesters,

des Diakons oder von kirchlichen MitarbeiterInnen!

 

„Ihr seid das Licht der Welt“, sagte Jesus von seinen Jüngern.

 

„Ihr seid das Licht für das Glarnerland“,

spricht er heute am Pfingstsonntag 2022 zu uns Allen!


 

 Predigtteil «Welt»

 

Pfarrer Ulrich Knöpfel, Obstalden

 

Evangelisch-reformierte Kirche

 

Ihr seid das Salz der Erde, das Licht der Welt. Jesus sagt: Wir sind Salz für die Erde, Licht für die Welt. Es ist ja nicht die Erde, die sich selber beleuchtet, sich selber den Geschmack gibt. Wir Menschen sind zwar Teil dieser Welt, aber nicht nur. Damit wir für die Welt etwas sein können, müssen wir irgendwie auch ausserhalb der Welt sein, irgendwie mehr sein als die Welt. Wir sind eben beides:

 

- Einerseits weltlich, wir stehen mit unseren Beinen, mit Haut und Haar, auf und in dieser Welt. Diese Erde, ist wichtig, das ist klar. Wir müssen diesen schönen Planeten erhalten, unbedingt, es gibt keinen Planeten B. Aber auch dieser Planet ist vergänglich und wird irgend einmal nicht mehr sein. Und was ist mit uns Menschen?

 

- Das ist eben das andere: Wir sind als Menschen nicht nur Haut und Haar und Knochen. Wir leben auch noch in einer anderen Dimension, die über das Weltliche hinaus geht, nämlich in einer geistigen. In diesem Geist haben wir die Freiheit, uns zu orientieren, uns für Sinn und Werte zu entscheiden. Wir geben uns an Aufgaben hin, wir wählen zwischen gut und böse, geniessen dankbar das Schöne und tragen – wenn es sein muss - tapfer ein Leiden.

 

Als Christen dürfen wir glauben, dass wir nicht der Erde gehören und unsere Existenz nicht an diese Welt gebunden ist. Wir sind nicht de-terminiert, programmiert durch die Gesetze dieser Welt. Und die Welt und was darin ist, ist nicht unser letztes Ziel. Unsere Vollendung findet nicht hier statt. Nur darum und nur darum, weil wir über die Welt hinaus frei sind, können wir, für diese Welt Verantwortung übernehmen. Wir sind Bürger eines Reiches, das nicht von dieser Welt ist, das bleibt und nicht vergeht. Und diese Heimat in Gottes Reich befähigt uns, ein Licht leuchten zu lassen, das nicht von dieser Welt ist und dieser Erde einen Geschmack gibt, der nicht von ihr selbst stammt.

 

Und das ist letztlich der Trost für diese elende Welt. Wie traurig, wenn diese Welt das Letztgültige wäre! Wenn Krieg, Zerstörung und Tod, die wir täglich zu sehen bekommen, das letzte Wort hätten. Das letzte Wort hat für uns hat eine andere Wahrheit: Die Wahrheit Gottes, die uns zu Salz und Licht macht. Dieses Licht ist die Liebe Gottes zu dieser Welt. In diesem Licht gilt nicht das Recht des Stärkeren, in diesem Licht gilt nicht: friss oder stirb. Für die Würze dieses Salzes ist nicht die Leistung das Entscheidende, nicht der Besitz, nicht die Macht, nicht das Prestige, nicht die Hautfarbe, da Geschlecht oder etwas anderes.

 

Liebe Kirchentagsgemeinde: Wenn Gott uns würdigt, Licht der Welt und Salz der Erde zu sein, so ist da seine grosse Ehre für uns. Wir können und sollen Verantwortung übernehmen! Denken wir deshalb nicht zu klein von uns! Gott mutet uns allen etwas zu! Bei allem gesunden Selbst-bewusstsein soll uns dies nicht in den Kopf steigen und uns stolz machen, denn wir haben's nicht von uns selber.

 

So wollen wir demütig und selbstbewusst mit demütigem Selbstbe-wusstsein, mit selbstbewusster Demut Gottes Kinder sein, Salz der Erde und Licht der Welt.

 

Amen.

 


 

Predigtteil  "Salz"

 

Seelsorgeraumassistent Christopher Zintel, Schwanden

 

Römisch-katholische Kirche

 

Liebe Mitmenschen,

wir schenken ihnen heute drei Impulse und starten geschmackvoll mit dem Salz.

 

Salz… was geht bei diesem Wort durch den Kopf?

Reines Naturprodukt, aus dem Urmeer und 200 Millionen Jahre alt. Früher: das seltene weisse Gold, Geschenk der Götter, immens wertvoll. Heute Massenware um die man sich kaum kümmert, die für etwa einen Franken zu haben ist. Jesus vergleicht aber jetzt uns mit Salz. Was soll ich denn damit anfangen? Mir fallen schnell Sprichwörter ein --- Salz in die Wunden streuen, jemandem die Suppe versalzen, und eine gesalzene Rechnung bekommen… nicht sehr ermutigend. So komme ich nicht weiter.

 

Vielleicht meinte er es eher in chemischer Hinsicht? Ok, flugs einen Blick in den Baukasten geworfen. Da haben wir Kochsalz – Natriumchlorid. Wenn man es in seine Bestandteile zerlegt wird es spannend. Natrium neigt dazu höchst explosiv zu sein und Chlor ist recht giftig. Findet sich hier ein göttlicher Fingerzeig für unser menschliches Miteinander? Je mehr sich die Menschheit voneinander trennt umso explosiver wird es auf unserem Planeten. Je reaktionsfreudiger man sich mit allem möglichen einlässt umso giftiger wird es?

 

Bis schliesslich von der Gemeinschaft nur noch das Gemein übrigbleibt? In Kombination, und das ist wichtig, im Miteinander einzelner Elemente oder eben gemeinsam mit anderen Menschen entsteht Gutes das sogar Leben retten kann. I

 

Ich glaube, ich nähere mich langsam der körnigen Kernaussage. Pushend kon-statiert Jesus: Du bist Salz.

 

Nicht irgendwann, nicht erst nach Erfüllung eines Verhaltenskodizes oder wenn andere es dir erlauben. Du bist es. Jetzt. Einfach weil du DU bist. Welch Auf-steller. In all den Geschmacklosigkeiten der Welt sind wir die Würze. Frisch motiviert fallen mir jetzt auch andere Aspekte ein.

 

Es muss etwas ungewöhnlich Heiliges im Salz sein: man findet es ja nahezu überall in unserem Körper. Es ist in den Tränen der Trauer aber auch der Freude, im Schweiss der Anstrengung bei der Arbeit, aber auch in der Freizeit. Es kann sogar noch mehr. Es konserviert damit ein Gut erhalten bleibt, bringt Eis zum Schmelzen, verschafft Kühlung, reinigt Wunden. Langsam verstehe ich: Salz hat etwas mit Leben in allen Facetten zu tun und ist ungemein nützlich für mich und andere.

 

Das klingt sehr nach dem was Jesus mitgeben möchte: In einer gelingenden Gemeinschaft ist alles was ihr dienlich ist wichtig, muss nichts ausgeklammert oder verdrängt werden. Freud und Leid, darf Platz haben. Aus dieser Vielfalt kann Einheit entstehen. Liebe Mitmenschen – In der Kürze liegt die Würze.

 

Zum Abschluss ein Verslein:

Im Lachen oder Klagen,

wir dürfen einander tragen.

In Kummer nicht verzagen,

in Liebe Schritte wagen.

 

So sind wir Salz, so sind wir Licht – denn ohne uns, da geht es nicht.

Amen. 

 

 


Freitag, 3. Juni 2022

 

Die Kirchgemeinde Glarus startet die Kirchentage KK22 mit einer Einweihung

 

Fridolinssaal wird zum Franz Böckle-Saal

 

Um 18 Uhr wurden heute Abend landauf landab die Kirchenglocken der reformierten und katholischen Kirchenglocken geläutet. Auftakt zum  dreitägigen Kirchentag über Pfingsten.

Ein erwähnenswertes und hervorstechendes Ereignis fand in Glarus statt. Nach einer einführenden Andacht in der Fridolinskirche, wurde der Saal des Fridolins-heimes umgetauft in "Franz Böckle-Saal".

Dr. Fritz Rigendinger, Kirchenpräsident der katholischen Pfarrei Glarus, eröffnete mit einem begeisternden Referat und stellte Leben und Werk von Prof. Dr. Franz Böckle, dem Stadtglarner, der in Glarus geboren und aufgewachsen ist und nach ein steilen Karriere als Moraltheologe, Dekan und Rektor der Universtät Bonn, mit der Ehrendoktorwürde Dr. med. h.c. krank nach Glarus zurückkehrte, dort verstarb und auf dem Glarner Gottesacker bestattet wurde.

Danach überbrachte Gemeindepräsident Christian Marti den Gruss der Gemein-de Glarus, als eine seiner letzten Amtshandlungen als Gemeindepräsident und schilderte seinerseits die Bedeutung des Moraltheologen und den Hergang der Ideen, die nun mit dem "Franz Böckle-Saal" realisiert wurden.

Danach wurden die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Grillbratwurst, Brot und Getränken verwöhnt.

Herzliche Gratulation dem Kirchenrat Glarus, dem Gemeinderat Glarus und allen, die zum Andenken an Franz Böckle beigetragen haben und weiterhin beitragen werden.

Dem Kirchenrat sei Dank! Dank seiner Ideenfreude wurde ein bleibendes Zeichen für einen ehemaligen Stadtglarner Kirchgenossen geschaffen!

Christian Marti bei einer seiner letzten öffentlichen Reden als Gemeindepräsident von Glarus

 Grusswort des Gemeindepräsidenten Christian Marti

 

Schön, dass wir den kantonalen Kirchentag 2022 in Gemeinschaft eröffnen dür-fen. Ich bedanke mich sehr herzlich für die Einladung zum heutigen freudigen Anlass.

 

Zusammen dürfen wir heute den Franz-Böckle-Saal einweihen. Der Gemeinderat dankt dem katholischen Kirchenrat Glarus, Riedern, Ennenda sehr herzlich für diese Initiative und die erneute Würdigung einer verdienten Stadtglarner Persön-lichkeit.

 

Meine erste "Begegnung" mit Franz Böckle war 2011, also 20 Jahre nach seinem Tod. Dazu würde ich Sie gerne etwas fragen: Wer von den heute anwesenden Personen kannte Franz Böckle persönlich? Schön, dass der heutige Anlass für Sie einen besonderen Bogen spannt. A propos Bogen: Aus Anlass des 90. Geburtstages von Franz Böckle fand auf Initiative von Fridolin Hauser, Näfels am 16. April 2011, also im Geburtsjahr der fusionierten Gemeinde Glarus, ein Ge-denkanlass für Prof. Dr. Franz Böckle im Soldenhoff-Saal Glarus statt. Dabei würdigte Prof. Dr Hans Halter, Luzern, ein Schüler Böckles den Lebenskreis und das Lebenswerk seines Schulmeisters. Für mich war die Gedenkveranstaltung der fünfte grössere externe Anlass. Und der heutige Anlass zu Franz Böckle wird einer meiner letzten offiziellen Auftritte als Gemeindepräsident sein. Damit beginnt und endet meine Präsidiums-Zeit eben… mit Franz Böckle, was zwar Zufall ist, ich aber als grosse Freude und Ehre empfinde.

 

"Ostern ohne Karfreitag ist eine Illusion. Und Karfreitag ohne Ostern eine Katastrophe".

 

Diese zwei Sätze aus Franz Böckles letzter Osterpredigt gut drei Monate vor seinem Tod stehen für mich als reformierter Christ für einen starken Zugang, den ich zu Franz Böckle gefunden habe. Sein Leben und vielseitiges Wirken verstehe ich als Symbol und Repräsentation für jene verbindende Oekumene, wie ich sie mir wünsche: Akzeptanz der Unterschiede, Grosszügigkeit gegenüber den unter-schiedlichen Auffassungen, Interesse an den Besonderheiten der jeweils anderen Konfession und der Hintergründe von Traditionen und Regelungen.

 

Franz Böckle blieb trotz seiner grossen akademischen Verdienste sowie seines beeindruckenden gesellschaftlichen Aufstiegs Glarner im Herzen und ein auf Gott vertrauender, bescheidener Mann. Nach einer erfolgreichen akademischen Kar-riere in der Hauptstadt der alten Bundesrepublik Deutschland, kehrte Franz Böck-le zum Sterben an den Fuss des Glärnisch zurück. Wunderbar behütet an jenen Ort, den er in seinem Herzen nie ganz losgelassen hatte. Er ist Glarner geblie-ben, suchte bei allen seinen Aufenthalten in Glarus den Kontakt zu den Men-schen, sei es mit einem Schwatz auf der Strasse oder durch den Besuch beim lokalen Rotary-Club.

 

Franz Böckle war dank seiner zurückhaltenden Art, seiner akademischen Ver-dienste und seines grossen gesellschaftlichen Engagements ein vorzüglicher Botschafter unserer Gemeinde. Im Namen des Gemeinderates von Glarus wün-sche ich allen Nutzerinnen und Nutzern ganz im Sinne von Franz Böckle ver-bindende, gesellige und inspirierte Erlebnisse und Begegnungen in seinem Saal.

 

Unser Dank gilt allen Behörden, Institutionen und Personen, die Franz Böckle weiterhin ein seinem Schaffen würdiges ehrendes Andenken bewahren.

 

Mit einem zweiten Zitat Böckles, das mich, seit ich es das erste Mal gelesen habe, begleitet, wünsche ich Ihnen allen Gottes reichen Segen und gute Gesund-heit:

 

"Das Wichtigste einer theologischen Ethik ist die Befreiung des Menschen zur Freiheit einer verantworteten Gewissensentscheidung. Frei handeln kann der Mensch nur, wenn er aus Gründen, und zwar objektiven Gründen, handelt".

 

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Ab heute Abend, Freitag, 3. Juni 2022, hängt die Gedenktafel an Franz Böckle am Eingang des "Franz Böckle-Saales" im Fridolins-Pfarreizentrum.

Erinnerungsbild: Vor dem "Franz Böckle Saal"  v . l. n. r. :

Kirchenpräsident Dr. phil. I Fritz Rigendinger,  Gemeindepräsident Christian Marti

und Fridolin Hauser (Fridli Osterhazy) mit Böckle Gedenkschrift.

(Foto: Markus Niggli)

Kirchenpräsident Dr. phil. I Fritz Rigendinger

(Archivbild)

  Rede des Kirchenpräsidenten

   Dr. phil. I Fritz Rigendinger

 

 (Die Rede wurde in Mundart gehalten)

 

Liebe Pfarreiangehörige, liebe Gäste aus Nah und Fern,

Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident

 

Ich begrüsse Sie herzlich zur Einweihung des Franz Böckle Saals.

Sie fragen sich bestimmt:

  • Wer ist eigentlich dieser Franz Böckle?
  • Warum erhält er einen Saal im Fridolinsheim?
  • Was will man damit erreichen?

Gern versuche ich darauf Antworten zu geben:

 

Wer war Franz Böckle?

Franz Böckle war ein katholischer Priester und Theologe, der in Glarus gebo-ren, aufgewachsen und ein Leben lang mit der Heimatstadt und dem Glarner-land verbunden blieb. Nach einem prägenden Wirken als Wissenschaftler und Theologe am Priesterseminar in Chur und dann vor allem in Bonn ist er als 70-jähriger, kranker Mann wieder zurück nach Glarus gekommen - zum Sterben -, denn er hat gewusst, dass er todkrank war, und hier auf dem Friedhof seine letzte Ruhestätte finden wird.

 

Das war 1991, also vor 30 Jahren. Das Grabmal auf dem Friedhof steht nicht mehr. Und man muss sagen, dass Böckle in Glarus praktisch in Vergessenheit geraten ist.

 

Das gilt vielleicht nicht für VertreterInnen der älteren Generation, die Böckle noch persönlich gekannt und erlebt haben – bestimmt hat es heute Abend einige von ihnen unter uns.

 

Einer von ihnen ist der emeritierte Bischofsvikar von Zürich und Glarus, Josef Annen, der vor kurzem bei uns die Firmung gespendet hat. Er hat bei Franz Böckle studiert, als dieser als Moraltheologe am Priesterseminar in Chur ge-wirkt hatte, und er hat ihn als Lehrer sehr geschätzt. Das war in den 1960er Jahren. Damals war klar, dass Böckle eine akademische Karriere einschlagen würde, und so ist er 1963 dem Ruf an die Wilhelms-Universität nach Bonn ge-folgt.

 

Bonn war 1948 bis zur Wende 1989 die Hauptstadt der BRD (Westdeutsch-land), das Zentrum des politischen Lebens in Deutschland und von interna-tionaler Bedeutung – heute ist es ein beschauliches Städtchen am deutschen Rhein, Vorort von Köln.

 

In Deutschland wurde Franz Böckle bekannt als Theologe, der sich nicht in den Elfenbeinturm zurückzog, sondern regelmässig Stellung nahm zu gesell-schaftlichen und politischen Fragen: Er hat die Überzeugung vertreten, dass die Kirche sich nicht nur auf die Verkündigung von ewigen Wahrheiten be-schränken solle, sondern auch zu aktuellen Fragen Stellung beziehen muss. In dieser Überzeugung liegt die die Verbindung zum Kantonalen Kirchentag 2022 und zum Fächer von Veranstaltungen, die morgen in Glarus stattfinden.

 

Programm nach Ort: in Glarus am Samstag und Sonntag, Kantonaler Kirchentag 2022 (kk22.ch)

 

Böckle war weltoffen und eloquent – er gilt als erster katholischer Theologe, den man zu einer Diskussionsrunde ins Fernsehen einladen konnte, ohne dass es peinlich wurde. Böckle wurde dadurch zu einem gefragten Ge-sprächspartner und in der Öffentlichkeit bekannt. Als Person des öffentlichen Lebens hat er deutsche Politiker (und Politikerinnen, gab es damals aber noch kaum), die Deutsche Bischofskonferenz und die deutsche Ärzteschaft beraten.

International ist er vielleicht nicht so bekannt geworden wie sein jüngerer Schweizer Kollege Hans Küng in Tübingen. Er ist aber gewissen Entwicklun-gen oder vielmehr Nicht-Entwicklungen in der Amtskirche genauso kritisch gegenübergestanden wie Hans Küng. Es ist darum sicher nicht falsch, wenn man Franz Böckle gewissermassen als «Hans Küng» von Glarus bezeichnet. Sicher zählt er zu den bekannten Schweizer Theologen im 20. Jahrhundert.

 

siehe ausführliche Würdigung in: www.kath.ch


Donnerstag, 2. Juni 2022

 

Bergclub Züri besucht Näfels

 

 

Die rund zwanzigköpfige Schar von Bergclub Züri-Mitgliedern traf pünktlich um 10.07 Uhr auf dem Bahnhof Näfels-Mollis ein und liess sich zum "Marienhaus" (Bahnhöfli) führen, wo nach der Legende die von den Reformationsbilderstürmen her stammende, in die Linth geworfene und in Näfels herausgefischte Madonna just unter dem Giebel angebracht worden war. Deshalb wurde das "Bahnhöfli" (heute Gartenbistro) über Jahrzehnte "Marienhaus" genannt.  Dann ging's weiter zum Rothaus, dem prächtigen ehemaligen Landammannensitz von Fridolin Joseph Hauser, der auch Bauherr der Hilariuskirche war. Bewundernde Blick warfen die Züricher auf das neu restaurierte "Haus zur Beuge". Im Innenhof des Freulerpalastes wurde Gardeoberst Kaspar Freuler wiederbelebt, mitsamt seinem Schwiegervater und Grossvater, die vor ihm am französischen Hof Gardeobersten gewesen waren. Ein kleine Gedenkminute wurde der Sr. Maria Theresia Scherer gewidmet, die im Freulerpalast unter schweren Umständen alte Menschen betreut und eine Arbeitsschule geführt hatte. Obligatorisch folgte der Gang zum Schlachtdenkmal mit den entsprechenden Hintergrundinformationen des Denkmalbaus wider den Willen des Landrates, der Schlacht bei Näfels und der Näfelser Fahrt.

Eingebläut wurde den sehr aufmerksamen und wissbegierigen Zürcherinnen und Zürchern vor dem Idaheim, dem Wohnsitz des ersten eidgenössichen Generals Niklaus Franz von Bachmann, dass die Schweizer Fahne aus Näfels kommt, eingeführt von Bachmann, dessen Grabmal auf dem Friedhof später besichtigt wurde. Imposant sind nach wie vor die alten Bürgerhäuser Haus auf der Letz, Burgerhaus, Baröninnenhaus, Kaplanei. Als Höhepunkt und Abschluss bewunderten die Gäste aus dem Züribiet die Hilariuskirche mit ihren Kostbarkeiten und Einmaligkeiten. 

Die Mittagsverpflegung nahmen sie im Café Müller ein.

 

Erinnerungsbild:

Die aufgestellten Zürcherinnen und Züricher unter Leitung von Theres Riedlinger stehen stramm und fröhlich auf den Stufen des Schlachtdenkmals. Sie waren eine hocherfreuliche Begegnung, aufgeweckt und wissensdurstig.

Und fürs Familienalbum am historischen Ort. (Foto: Bergclub Züri)

Im Freulergarten: Von fremden Diensten und Gardeobersten, und ... vom Maria Theresia Brunnen, siehe Brunnenstock.. (Foto: Bergglub Züri)


.. damit auch die Zürcherinnen und Zürcher wissen, woher die Schweizerfahne herkommt. 

General Franz Niklaus in Ehren und Ida von Müller auch! 

(Foto: Bergclub Züri)

... einer wollte es ganz genau wissen... das Denkmal in voller Grösse! (Foto: Bergclub Züri)


Dienstag, 31. Mai 2022

 

Christian Mühlethaler-Oertli viel zu früh verstorben

 

En Bild für die Ewigkeit: Christian ein fröhlicher, feiner Mensch! (Foto: Familie Mühlethaler)

 

Tote führen manchmal Regie. Als ich vergangenen Samstag routinemässig zur Post ging, traf ich Ernst Fischli, der mehrjährige Compagnon von Christian Mühlethaler und war voll des Lobes über seine Glaskonstruktion, die mir auf dem Balkon ein zusätzliches "Zimmer" und ein Refugium der Musse bescherte und ich würde überall Propaganda für seine Spitzenleistung machen. Da erfuhr ich, dass er bereits seit einiger Zeit in Ruhestand getreten sei und dass sein Compagnon Christian Mühlethaler den Betrieb voll übernommen habe. Als ich mich erkundigte wie es Christian, mit dem ich gute Zeiten im KIWANIS CLUB GLARUS in Erinnerung habe, überschattete sich sein Gesicht. Christan sei am Freitag mit Freunden in den Bikeferien unerwartet verstorben. Die Botschaft war ein Schock. Nach dem Postbesuch hatte ich im "Kafi Märchy" im eben erst hervorragend restaurierten "Haus zur Beuge" ein Verabredung und traf "zufällig" die Ehefrau Gaby und Sohn Marc. So erhielt ich die traurige Botschaft gleich direkt von der betroffenen Familie.

Ich habe Christian Mühlethaler als fröhlichen, einfühlsamen und blitzgescheiten Mann in Erinnerung, er es verstand durch seine souveräne Art so zu kommunizieren, dass kaum ein Streit aufkommen konnte. Ein Vorbild zwischenmenschlicher Kommunikation! Ich werde ihn in lieber Erinnerung behalten.

 

Todesanzeige

"Glarner Nachrichten"/Südostschweiz Glarus, Nr. 120, 31. Mai 2022

Nachtrag:

 

Am Dienstag, 7. Juni 2022 fand um 14 Uhr der Abschiedsgottesdienst in der Stadtkirche Glarus statt. Ein zum Bersten gefüllte Kirche, es musste weitere Stüh-le herbeigeschafft werden, erlebte einen verinnerlichten, schön gestalteten Ab-schiedsgottesienst mit Frau Pfarrer Dagmar Doll,  mit Abschiedsworten von Sohn Marc und Tochter Sina, mit Beileidskundgen der Sprecher zweier Bikerklubs, die in corpore erschienen waren, mit Vertretungen des KIWANIS CLUB GLARUS und mit einfühlsame musikalische Umrahmungen.

 

 

"Mit einem Lächlen im Gesicht bleibst du uns für immer in Erinnerung."

(Todesanzeige)

 

 


Montag, 30. Mai 2022

 

Ein geachteter Näfelser verstorben

 

Josef Schwitter-Oswald, ursprünglich Rütiberg

 

Josef Schwitter-Oswald ist im Rütiberg (Oberseetal) aufgewachsen. Als zweiter Sohn und zweitältestes Kind von Fridolin und Frieda Schwitter-Oswald. Nach ihm folgten noch drei Schwestern Theres, Elfrieda und Ruth. Er war seiner Lebtag ein tüchtiger Landwirt und verheiratet mit Verena Oswald, viele Jahre war er auf Ahornen Präsident der Heuer-korporation Ahornen-Söli. Der ruhige, wortkarge Mann war als Persönlichkeit weit über die Dorfgrenzen hinaus sehr geachtet und geschätzt. In den letzten Jahren hatte er körperliche Probleme, vor allem mit seiner Atmung. Er ist nach langem tapferen Leiden am 26. Mai verstorben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Seine Eltern und Geschwister

 

376-295-206-133-87-71-50-24-5-E-D-B-A             Gen.13

Fridolin Schwitter von und in Näfels, Landwirt,

des Mathias und der Elisabeth Landolt No.295

* 1913 Jan.23.

oo

1943 Mai 24. Frida Maria Oswald von Näfels, des Fridolin und der Frieda Landolt No.136

* 1921 Apr.5. + 2002 Feb. 9. wohnhaft gewesen in Näfels.

 

1944 Feb.22.  in Näfels: FRIDOLIN VIDE No.555

1946 Apr.10.  in Näfels: JOSEF VIDE No.552

1949 Feb.4.   in Näfels: MARGRITH MARIA cop. 1970 Sept.25. in Näfels mit Joseph Züger von Wangen SZ, in Näfels, des Jos. Jakob und der Bertha Streuli,

* 1948 Aug.24. in Glarus

1950 Dez.31.  THERESIA MARIA vide Fischli No.412

1953 Feb.14.  ELFRIEDA ELISABETH vide Stucki No.504

1962 Juni 2.  in Näfels: RUTH, ledig, von und in Näfels, cop. 1982.256. Amtsblatt mit RIMINI Mario Luca, ledig, von Untervaz GR, wohnhaft in Niederurnen,

* 1958 Feb.6. in Chur

 

2002 Feb.11. Aus der Südostschweiz:

            Frieda Schwitter-Oswald, 5. April 1921 bis 9. Februar 2002

 

            Angehörige laut Todesanzeige:

            Fritz Schwitter-Oswald

            Fridolin Schwitter und Marie-Stéphane Rapo mit Daniel, Marc, Anne,

            Natacha

            Josef und Vreni Schwitter-Oswald, Josef, Andrea, Reto

            Margrit und Josef Züger-Schwitter, Margrit, Anita, Priska, Erich

            Theres und Julius Fischli-Schwitter, Marie-Theres, Thomas, Stefan

            Elfriede und Heinrich Stucki-Schwitter, Martin, Sandra, Christian, Daniel

            Ruth und Mario Rimini-Schwitter, Marco, Luca

            Ruth Schwitter-Sieber

 

8752 Näfels, 9. Februar 2002, Herrenweg 26.

 

Josefs Schwitter eigene Familie

 

552-376-295-206-133-87-71-50-24-5-E-D-B-A         Gen.14

Josef Schwitter von und in Näfels, Landwirt,

des Fridolin und der Frida Maria Oswald No.376

* 1946 Apr.10. in Näfels

oo

1970 Juni 12. in Näfels: Verena Karolina Oswald von und in Näfels,

des Josef Anton und der Elisabeth Fischli No. ...

* 1950 Sept.13. in Näfels

 

1970 Dez.15.  in Glarus: Josef

1972 Juni 3.  in Glarus: Andrea Adelheid, cop. publ. 1999. 445. Amtsbl. des Kts. Glarus, wohnhaft in Netstal, mit Fischli Florian, von Näfels, in Netstal.

1980 Okt.8.   in Glarus: Reto

 

Die Eltern von Sepp: Fritz und Frieda Schwitter-Oswald und Onkel Pfarrer Josef Schwitter, Pfarrer in Reichenburg. Hier vor der Marienkirche Mollis anlässlich der Hochzeit von Fri-dolin.


Freitag, 27. Mai 2022

 

Bänklein am Niederbergweg

zwischen

Näfels und Oberurnen

Idyllisch und verträumt lädt eine rustikale Holzbank beim "Quelleli" am Niederbergweg von Näfels nach Oberurnen zur Rast, weitere zwei ähnliche Bänklein sind näfelswärts erstellt worden. Ein hohes Lob der Gemeinde Glarus Nord.

 

Zur Nachahmung empfohlen, entlang der Rundweges um den Obersee. Ein Bänklein beim "Grappliruushorä" ist entfernt worden. Zwei Bänke in den "Brüglen" wurde vor Jahren von "Nachtbuben" in den See geworfen. Intakt sind drei Bänklein beim Springbrunnen. Noch intakt ist seit Jahren die Bank am südwestlichen Ende des Sees. Wünschenwert wäre je eine Bank auf der südwestlichen "Halbinsel" vorne am See am Fusse des "Bergsturzes", ebenso auf der "Chaltsiitä", vis-ä-vis der Halbinsel bei der "Waage". Schön wäre es, wenn die erwähnten in den See geworfenen Bänke bei den "Brüglen" wieder ersetzt würden.

Der Oberseerundgang ist in 3/4-Stunden bis eine Stunde gemütlich auf praktisch topfeben zu machen. Die Strecke ist rund 4, 2 km.


Donnerstag, 26. Mai 2022 (Auffahrt)

 

Weiheurkunde Plattenkreuz

 

sorgfältig restauriert

 

Dank der Initiative des Doktoranden und Bruders Johannes Maria Pfister OFM ist die arg verkümmerte Gedenkurkunde, die von P. Polykarp Schwitter OFMCap geschaffen worden war, einer aufwändigen und sorgfältigen Restauration unterzogen worden. Frau Roswitha

Hässig von der Rahmenwerkstatt Rapperswil hat die obige Urkunde wieder instand gestellt und in zeitaufwändiger kunstvoller Arbeit neu geschaffen. Die Vorgänger-Urkunde war von Feuchtigkeit arg zerknittert und schadhaft geworden.

Heute Morgen führte mich Br. Martin Barmettler OFM zur wichtigen Urkunde hin, die an das Plattenkreuz (1934) erinnert. In einem Gespräch mit Br. Johannes Maria Pfister zeigte dieser mir "Verewigungen" auf der Rückseite, wo sämtliche Jungsodalen, Pfadi und Klosterschüler, die am Bau beteiligt waren, ihre "Autogramme" hinterlassen hatten und wo neu zu lesen ist: "Pergament gestreckt, Nitrohartgummigrund rückseitig aufgezogen, Distanzleiste durchsichtig, entspiegeltes Weissglas, Kanten eingefasst."

 

Heutzutage ist es fast nicht mehr nachzuvollziehen. Dem Kapuzinerpater Reinhold Wick (1902–1982), Präses der Jungsodalen, gelang es eine Welle der Begeisterung unter Jugendlichen auszulösen, auf dem Plattenkopf ein weisses Kreuz zu errichten. Es sollte als «Erlöserkreuz» an 1900 Jahre seit dem Tod von Christus (33–1933) erinnern.

 

Dank spontanem Mitmachen des Baugeschäfts Vogel & Hauser, der Zimmerei Dagobert Landolt, einiger kompetenter Maurer, freiwilliger Transportunternehmer und des Elektrizitätswerks Näfels konnte innert weniger Wochen das Werk realisiert werden. Als tatkräftige Mithelfer ferggten Jungsodalen und Pfadfinder Zementsäcke, Sand und als Verpflegung Klostersuppe zum Plattenrank. Eine einfache Seilbahn vom Rank bis auf den die schwindelnden Höhen des etwa 30 Meter höheren Kopfs diente als Transportmittel für die Schalung, Eisen, Beton, Wasser. Da Rauti und Haslensee kein Wasser hatten, musste dieses mit einem Güllenwagen hergebracht werden.

 

Einweihung am 13. Mai 1934

 

Am 13. Mai 1934 zog abends eine lange Prozession mit Bischof Laurentius Mathias, Chur, zur Einweihung zum Plattenrank. Leider wurden die Festfreude und der Enthusiasmus durch den tragischen Unfall von Josef Landolt, Sohn von EW-Betriebleiter Josef Landolt-Müller, überschattet. Beim Hochziehen der elektrischen Leitung über den Felsen vom Niederberg zum Kreuz löste sich ein Stein und traf den Bauzeichnerlehrling tödlich.

 

Jubiläumsaktivitäten am Sonntag, 15. Juni 2014

 

Die Dorfkommission ergriff die Initiative für einen Gedenkanlass. Um 10.00 Uhr findet unter Leitung von Dekan und Pfarrer Harald Eichhorn und mit P. Gottfried Egger, Franziskanerkloster, ein Jubiläumsgottesdienst beim Plattenrank statt. In einem anschliessenden Festakt folgen Grussbotschaften von Generalvikar Dr. Josef Annen, Zürich; Dr. Stefan Müller, Präsident des Kantonalen Katholischen Kirchenrates, und Gemeindepräsident Martin Laupper. Die Harmoniemusik Näfels unter Leitung von Reto Bösch umrahmt den Anlass musikalisch und betreibt eine kleine Festwirtschaft. Peter Neumann, Mitglied der Dorfkommission, moderiert den Anlass. Das Kulturforum Brandluft kontaktierte die Referenten und weist durch Einladungen auf diesen lokalhistorischen Anlass hin.

 

(Bericht glarus24.ch 2014)

 

Gerne hoffe ich, dass im Juni 2024 erneut eine kleines Jubiläum "90 Jahre Plattenkreuz" stattfinden kann.

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Abschrift

 

Weiheurkunde

des Jubilaeumskreuzes auf

Plattenköpfli ob Näfels

In cruce salus im Kreuz ist Heil

Jesus Christus

 

Zum Lobe und zur Verherrlichung des heiligen Kreuzes unseres Herrn und Heilandes unse-res Gottes und Erlösers höret und vernehmet:

 

Dieses Kreuz auf dem Plattenköpfli wurde errichtet im Frühjahr 1934, da die hl. Kirche ein ausserordentl. Jubilaeumsjahr feierte zur dankbaren Erinnerung an die Erlösung des Men-schengeschleches durch unsern Herrn u. Heiland Jesus Christus vor 1900 Jahren. Das Kreuz soll darum ein Jubilaeumskreuz sein, das alle gläubigen Christen im Lande Glarus stets gemahnt an ihre unbezahlbare Dankesschuld gegen den Erlöser für seine gnadenvolle Erlösungstat am hl. Kreuz auf Golgatha.

 

Errichtet wurde dieses Kreuz in einer harten u. schweren Zeit. Da der Erdkreis erzitterte unter den gesellschaftl., staatl. u. wirtschaftl. Umwälzungen, da die Gottlosigkeit wie noch nie so frech ihr Haupt erhob, da aber auch die kl. Kirche unbeweglicher dastand als je, weise u. heilig regiert vom hlen Vater Papst Pius XI.

 

Aufgebaut hat dieses Kreuz die Jugend. Allen voran die Mitglieder der Marian. Jünglingssodalität Näfels, angeleitet durch den Präses P. Reinhold Wick O.M.Cap., der auch den Plan zu diesem Werke fasste, unterstützt durch eine Schar Jungmänner, die durch die schwere Zeit arbeitslos geworden waren, u. durch fromme Verehrer des hl. Kreuzes aus dem gläubigen Volk von ++ Näfels. Mit dem Kreuzbanner in der Hand will die Jugend einer glaubensstärkeren, besseren Zukunft siegreich entgegenstürmen.

 

Feierlich eingeweiht wurde dieses Kreuz vom hochwürdigsten Diözesanbischof von Chur, Sr. Exzellenz Dr. Laurentius Mattias, am Sonntag in der Oktav des Fe-stes der glorreichen Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus, am 13. Mai 1934 abends um 1/2 9 Uhr nach einer Lichterprozession durch die Jugend u. einer zündenden Ansprache von demselben gnädigen Herrn Bischof bei grosser Beteiligung des gläubigen Volkes.

 

Die Reliquien, die in dieses Kreuz gelegt sind, sind folgende: Ein Teilchen vom wahren Kreuzesholz + an dem unser Herr u. Heiland gelitten hat u. gestorben ist. Aus den Gebeinen des hl. Johannes Bosco und des gottbegnadeten Erziehers der Jugend u. aus den Gebeinen des sel. Kapuzinerbruders Konrad von Parzham + des treuen Beschützers der ++ Bauersleute, beide heiliggesprochen, in diesem Jahr 1934, ersterer an Ostern, letzterer an Pfingsten, sowie aus den Gebeinen des sel. Nikolaus von Flüe + des grossen Friedensstifters unseres Vaterlandes.

 

Möge dieses Kreuz jetzt und für immer sein und bleibendes Denkmal glaubensfroher Dankbarkeit für die Gnaden der Erlösung, ein Banner des siegreichen Kampfes gegen die Feinde Christi, ein Zeichen des Schutzes gegen die bösen Geister, eine Quelle des Trostes für alle Unglücklichen u, Niedergebeugten, ein Segen für das Land u. Volk von Glarus.

 

Möge diese Kreuz nach Jahrhunderten hier oben stehen, u. auch dann noch ein + gläubiges Volk zu ihm hinaufschauen und seines Segens würdig sein.

 

STAT CRUX DUM VOLVITUR ORBIS

 

HOCH RAGT DAS KREUZ WENN AUCH DER ERDKREIS ZITTERT.

 


Donnerstag, 26. Mai 2022 (Auffahrt)

 

Leserbrief

Glarner Nachrichten/Südostschweiz Glarus Nr, 121, 25. 5. 2022, Seite 5 

 

 

"Einsatzfreudige und faire Personen sind für Neuanfang gefragt"