Das

 

  Bild

 

  der

 

  Woche

 

  2021

West-Portal im Konstanzer Münster:

Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion, Schwanden, 1942-2021)


Samstag, 3. September 2022

In fast gespenstischer Stimmung erwartete uns eine spannende, hervorragend gestaltete Ausstellung im Forum Gescihichte in Schwyz (Foto: Forum Geschichte Scwhyz)

  

35 Sagenfreunde erlebten das „Sagenhafte Alpenland“ in Schwyz

 

Erstmals in der Geschichte des Kulturforums Brandluft Glarus Nord ging es am 3. September 2022 auf die Reise. Und wie! Auf einen Chlapf meldeten sich 35 Damen und Herren, die sich für den Besuch des Forum Geschichte in Schwyz interessierten. Dort bietet das Nationalmuseum in Zusammenarbeit mit der Uni Basel eine einmalige Darstellung der Schweizer Sagenwelt an. Urchigen und witzigen Empfang bereitete Sepp Ochsner, der über vier Jahrzehnte Kadermann der Polizei in Einsiedeln und Schwyz war. Dann berichtete der wohl grösste helvetische Sagen-Guru Hans Steinegger, der mehr als 800 Arbeiten über Sagen gesammelt und mehrere Sagenbücher veröffentlicht hat, über seine Sammel-leidenschaft.

 

Die vorzügliche Ausstellung lud in gedimmt-dunkler Stimmung mit Schaukästen, Vitrinen, Filmen und Sammelstück und mit Höranlagen mit kantonsübergreifenden (auch Näfelser) Sagen zum Verweilen.

 

Spannende Vergleiche zwischen der Schwyzer und Näfelser Kirche, die beide Johann und Jakob-Singer-Kirchen sind, stellte der ehemalige Näfelser Pfarrer Kurt Vogt in der Martins-Kirche gleich neben an.

 

Noch vor der Weiterfahrt überquerte eine stattliche Prozession mit Fahne und in Talare ge-kleideten Männer und akustisch begrüsst durch ein Bläserensemble.  Es handelts sich um das Treffen des "Ordens der Ritter vom Goldenen V liess", die im Rathaus Schwyz ihre  Versammlung abhielten. (Ich mache einen separaten Beitrag unter "Dies und Das" über diesen "Orden".)

 

Nach gemütlicher Rast im „Wyssen Rössli“ ging die Reise weiter nach Einsiedeln, wo nach Schafbock-Krämern vor der Gnadenkapelle des Klosters vor der Schwarzen Madonna die Mönche das vierstimmige Salve regina vortrugen. Bei herrlicher Abendsonne gings rund um den Sihlsee und über die Sattelegg zurück ins Rautidorf. Gret Menzi, Chefin des KFB zeigte sich hoch erfreut und kündigte eine Sagenmatinee am Sonntag, 30. Oktober, 10.30 Uhr im Tolderhaus Näfels an. Professinell und stressfrei war die Carfahrt mit Armin Fischli, Aeschen.

Fridli Osterhazy

 

Pfarrherrliches Erinnerungsbild auf der Treppe zur Martinskirche mit Mythen im Hintergrund

Geblendet von der Schwyzer Sonne und vom smarten Pfarrer Kurt Vogt, der spannende Vergleiche zwischen der Martinskirche in Schwyz und der Hilariuskirche in Näfels anstellte.

 

Etwa die Hälfte der "Reisegesellschaft" posiert v.l.n.r. Vreny Schwitter-Oswald, Hedy Heili-giensetzer, Albert und Marie Louise Achermann, Maria Kummer-Oswald, Gisele Mandl, Hans Leuzinger, Margrith Tschudi-Landolt, Kati Hauser-Vadac, Hans Tschudi-Landolt,  Balz Hauser-Vadac, Hedi Landolt-Zahner, Madlene Müller-Ochsner, Kurt Gallati, Ueli Suter-Jenny, Heidi Heinzer. (Foto: Kurt Vogt)

Katie Hauser-Vadac, die Hand des unbekannten Sagenfans, Marie Louise Ackermann, Gisele Mandl, Mariette Suter-Jenny, Hans Tschudi-Landolt, Hedy Landolt-Zahner, Kurt Gallati,  Madeleine Müller-Ochsner, Fridolin Hauser (Osterhazy), Heidi Heinzer. (Foto: Kurt Vogt)

Ein Teil der Reisegesellschaft nach dem Motto:"Öpper isch immer uffem Aabee..." im Hintergrund Grosser Mythen und Martinskirche.

Die aufgestellte Reisegruppe auf den Spuren der Sagenwelt.

Glaube, Liebe und Hoffnung oder Fritz, Tild und Kurt.

Gespenstische Stimmung in der "Sagenhaften Alpenwelt".

Sepp Ochsner begrüsst im Einsiedlerdialekt mit Witz und Humor.

Alles lauscht dem Sagen-Guru Hans Steinegger, dem wohl bekanntesten Sagensammler und Sagenbuch-Autor in der Schweiz.

Pfarrer Kurt Vogt vergleicht die Martinskirche Schwyz mit der Hilariuskirche Näfels.

Der Mensch lebt nicht nur vom Biräbroot alleine! Ein Meter Biräbroot aus Märchys Back-stube in der Sakristei der Martinskirche.

... und plötzlich ertönten Fanfaren und eine Prozession schritt zum Rathaus. Es handelte sich um eine Tagung der Internationalen Bruderschaft "Das Goldene Vlies". (Wegen uns wäre der Aufwand nicht nötig gewesen, meinte einer ironisch. Naja, manchmal bereichert der Zufall das Leben).

Preisfrage: Was für ein Gemälde bestaunen alle rechts oben. Naja, steht unter dem Siegel des Beichtgeheimnisses.

Gnadenkappelle mit der schwarzen Madonna. Hier singen die Mönche das Salve regina vierstimmig.

Paracelsusdenkmal im Park vor dem alten Schulhaus, von den einheimischen Einsiedlern "Schoggälaadämuäter" genannt. (Fotos: Markus Hauser, Zug)


Freitag, 2. September 2022

 

Trouvaillen

 

Im und vom Dachgeschoss

 

des

 

Freulerpalastes

 

Vor 377 Jahren bauten Zimmerleute unter Hannes Fries in luftiger Höhe diese gewaltigen Balkenkonstruktionen, ehe das ebenfalls gewaltige Dach des Freuler-palastes gedeckt wurde.

Erstmaliger Blick auf die bombastische Balkenkonstruktion des Dachgeschosses, die in luftiger Höhe im 17. Jahrhundert geschaffen wurde. Zum ersten Mal sehe ich, wie sich der Zimmermeister verewigt hat:

 

  16 MEISTER  HANS FRIES  45

AUS DEM ALGEIH

 

(Meister Hans Fries 1645 aus dem Allgäu)

  

Kurzbeschrieb "Freulerpalast" bei Wikipeida

 

Der Freulerpalast ist ein barockes Herrenhaus in der Ortschaft Näfels im Kanton Glarus.  

Die Anlage wurde 1642 bis 1647 für Kaspar Freuler, einen aus Näfels stammen-den französischen Offizier*, errichtet. Die Familie Freuler musste das Herrenhaus 1840 aus finanziellen Gründen an die Gemeinde Näfels abstossen. In den Jah-ren 1937 bis 1942 erfolgte eine Renovation durch die „Stiftung für den Freuler-palast“, die den Gebäudekomplex später aufkaufte. Seit 1946 befindet sich im Freulerpalast das „Museum des Landes Glarus“, welches der Geschichte des Kantons, speziell auch der Industrie- und Tourismusgeschichte gewidmet ist.

 

*Gardeoberst am Hof von Frankreich

 

Der ummauerte Hof umfasst neben dem zweiflügeligen Hauptgebäude Stallun-gen und einen 1942 rekonstruierten Barockgarten. Die Fassaden werden von schwungvoll angelegten Lukarnen und bemalten Fensterläden und Sichtmauer-werkgesimsen geprägt. Der Polygonalerker an der Südseite des Hauptflügels zeigt nachgotische Formen, während die Portale manieristische Züge tragen.

Die prachtvolle Sala Terena im Erdgeschoss weist frühbarocke Gestaltungs-formen auf. Bemerkenswert sind das reich mit Stukkaturen versehene Stich-kappengewölbe sowie der Marmorkamin.

Der Festsaal im Obergeschoss* ist mit einer aufwändig geschnitzten Kassettendecke ausgestattet. An den Festsaal schliesst der offene Erker an, der eine kleine Hauskapelle mit barockem Säulenaltar beherbergt. In verschiedenen Räumen befinden sich reizvolle Kachelöfen.

Von aussen Erker, von innen Altarraum. Durch Öffnen der kunstvoll geschnitzen Holztüre wird der Rittersaal zur Kapelle. (Bild: Wikipedia)

 

Der Freulerpalast gehört zu den prunkvollsten Herrenhäusern der Schweiz.* Er gilt als vorzügliches Beispiel für frühbarocke Profanarchitektur im Alpenraum.

 

*Das schönste Bürgerhaus aus dem 17. Jahrhundert in der Schweiz" (www.gl.ch)

 

Blick vom Dachgeschoss

Blick nach Süden auf das neu renovierte Haus zur Beuge, das Glärnischmassiv mit Vorderglärnisch und Vrenelisgärtli, rechts der steile Wiggisfelsen.

Blick nach Nordwesten auf das rund 100 Jahre ältere Tolderhaus, das Dorfschulhaus (1877), im Hintergrund die moderne Überbauung Wydenhof.

Blick nach Norden. Im Vordergrund die Anlage der Metzgerei Fischli, die kürzlich wegen Geschäftsaufgabe geschlossen wurde. In Bildmitte die modernen Gebäudekomplexe des "Hauserhofs". Dahinter die in den achtziger Jahren des 17. Jahrhunderts erbaute Pfarrkiche St. Hilarius (Johann Jakob Singer) und die Schäniserberge.

(Fotos: Cyrill Schwitter)


Dienstag, 30. August 2022

 

Heidi Hauser-Felber ist nicht mehr

 

Soeben erfahre ich per Facebook die traurige Kunde, dass uns Heidi Hauser-Felber gestern für immer verlassen hat. Nach längerer Krankheit durfte sie auf-brechen in die Ewigkeit. Heidi, seit 1957-2017 mit Werner Hauser, Textiltechniker, Kriminalrichter und langjähriger Präsident der Freunde der Geschichte von Nä-fels und auch der Männerchores verheiratet, war als Handarbeitslehrerin im Dorf-schulhaus tätig und gesellschaftlich im Dorf sehr engagiert. U.a. viele Jahre als rühriges Mitglied des Fürsorgerates. Leider verstarb ihr Ehemann Werner 2017. Seither wohnte sie allein in ihrem schönen Eigenheim an der Letz 37. Geboren wurde sie am 29. September 1934 als Tochter der Familie Hans Felber, Autogarage im Autschachen. Ihre Familie war ein "Dreimädelhaus"; denn sie gebar drei Töchter Esther Maria, Sibylle Antonietta und Bettina Adelheid. Leider ist ihre Tochter Esther im März dieses Jahres unerwartet verstorben.

Persönlich verbanden mich mit Werner und Heidi schöne Jahre im Vorstand der Freunde der Geschichte von Näfels. Unvergesslich ist die Zeit der Aufführung des Passionsspieles 1960 "Dienst auf Golgatha" in der Turnhalle in Näfels, wo ich als "Heiliger Thomas" sowohl Heidi als auch ihre Mutter als hochtalentierte Mitspiel-erinnen kennenlernen durfte.

 

Die Trauerbotschaft auf Facebook: Heute hat Heidi uns für immer verlassen! Ich werde sie vermissen und sie wird immer in meinem Herzen und in meinen Ge-danken sein. Dein Sonnenschein Bettina. 29. August 2022, 17:20 Schweizer Zeit

 

Erinnerungsbild als schönen Tagen. Ausflug des Vorstandes der Freunde der Geschichte von Näfels ins Diemtigtal. Heidi im Mittelpunkt in grünem Jupe und violettem Top.

 

V..l.n.r. Albert Müller, Gründerpräsident der FGN, Fritz Müller-Hauser, Lehrer und rühriger langjähriger Präsident des Samaritervereins, Domherr, Dekan und Kap-lan Jakob Fäh, Aktuar und Herausgeber der "Kirchlichen Daten der Pfarrei Nä-fels", Heidi Hauser-Felber, Gattin von Werner, Elisabeth Hauser-Holzer, Fridolin Hauser-Holzer (Osterhazy), der ortsansässige Pastor Pfarrer Otto Nyffe-ler (historische Führung) und Raphaela Staub-Felber, Schwester von Heidi. (Nicht auf dem Bild Werner Hauser-Felber, Fotograf)

 

Von den abgebildeten Personen sind mittlerweile verstorben:

 

Albert Müller-Müller 1917-1997, Gründerpräsident FGN

Fritz Müller-Hauser 1918-1997, Lehrer, Präs. Samariterverein, Zivilschutz etc.

Jakob Fäh 1917-2014, Domherr, Dekan und Kaplan 

Elisabeth Hauser-Holzer 1935-2012, Ehefrau von Fridolin Hauser (Osterhazy)

Werner Hauser-Felber 1929-2017, Präsident FGN, Nachfolger von Albert Müller

Otto Nyffeler, 1922-2009, Lehrer, Pfarrer, Lokalhistoriker

Heidi Hauser, Felber, 1934-2022, Gattin von Werner Hauser-Felber

 

Heidi Hauser-Felber und ihre Schwägerin Felber-Zwicky strahlen um die Wette. Aufnahme vom 21. 8. 21.

Letztes Bild von Heidi, letztes Lächeln vor der Ewigkeit. Heidi, wir vermissen dich!

(Foto: Bettina Hauser bei der Trauerbotschaft)

Heidi mit Tochter Bettina, die die Trauerbotschaft übermittelte, Bettina, Heidis Sonnen-schein. (Foto: ab Facebook von Bettina)

 

Läbeslauf, voorträit idr Chilchä vum Brigitt Felber, irer Nichtä

(zämägeschtellt, vu dr Brigitt, irem Vatter Hans und vu dä Cousinä Sybille und Bettina) 

 

D Chiläturm-Uhr z Näfels zäiget ä kä Ziit meh aa,

d Gloggä sind still,

d Brünnä händ kä Wasser meh

und ds Heidi hätt üüs am Mändig a-mä-nä wunderschüünä Summernamittaag tschüss gsäit.

 

 ***

D Heidi isch as dritti Tochter vu dr Anna und vom Johann Felber Feldmann am 29. Septämber 1934 im Oberdorf z Näfels uf d Wält chuu.

 

Zu derä Frauäpower isch dänn, viär Jahr schpeeter, de viärt Tochter Raphaela drzuä chuu.

 

Drüü Jahr schpeeter hätt dr Vatter Felber männlichi Unterschtützig dur ä  Suh Hans überchuu.

 

Am Heidi iri zwee eltärä Schwöschtärä, ds Annalies und ds Felizitas händ irä Vatter mit Charme, oder stoischer Ruhä im Griff kaa. Ds Heidi hätt das mit siner Zielschtrebigkäit, irem Willä und irer Energii gmacht.

 

Iri uunerschöpflichi Energii händ au de beedä jüngerä Gschwüschterti früä mösä erfarä, wo ds Heidi ds Zepter im Huushalt Felber übernuu hätt,  will dr lungächrangg Vatter lengeri Ziit  z Davos i dr Kuur gsi isch und hüüfig vu sinerä Frau bsuächt wordä isch.

 

Ds Annalies und z Feli sind zu dener Ziit z Baldegg i dr Uusbildig gsii. Ds Heidi, hät de jüngerä zwee Wildfäng also müäsä äläi i Griff überchuu. Striitt hätt‘s g‘gii und äm Heidi sini zwee tiggä blondä Zöpf händ mängmaal müäsä drunder liidä.

 

***

 

Zu dener Zit hätt mä vu Ferenä am Meer nüd ämal müäsä träumä. Im beschtä Fall sind ämal äini oder zwei  Wuchä Summerferiä im Heuerhüttli vum Grossvater z Ahornä dinnä glägä oder mä isch mit em Velo i ds Gäsi gfarä und hät im Waläsee gleernet schwimmä.

 

Drnäbed isch aber d Mithilf i dr Garaasch gfraget gsii. Ja, ds Heidi hät sich ä wiissi Tangg-wart-Uniform aagläit, hätt fliissig Bänsiin usä-g‘gi und äsoo di eerschtä Saggrappä ver-diänet.

 

***

Naa dr Schuälziit isch ds Heidi bim Anni Worni als Daamä- Schniideri i d Lehr g‘gangä und nach-em Abschluss: es söll aber jaa niämert  mäinä, as-es mit Chnöpfli und Rigäli aabüätzä uf em Stuäl i dr Nähstubä zfridä gsii wär!!! Näi – ds Heidi hät sich entschidä,  ds Baldegg zusätzli  Aarbeitslehreri z leernä.

 

Iri eerschti Stell hätt si dsn Emmäbrugg aaträttä , aber  dr Charme vum Huuser-Vogel Werner, mit dem schüünä grüänä Blazer, hätt sie wider i ds Glarnerland zruggzogä.

 

***

Diä beidä händ dänn äm 4. Novämber 1957  im drittä Alauf z Näfels ghüraatet. Das eerscht Daatum isch i ds Wasser gfallä, wil ds Heidi mit-erä Angiina im Bett glägä isch und bim zwäitä Maal hätt‘s dä ä nuch dr Werner verwütscht.

 

Nachdem ‘s dänn äntli mit denä Zwäinä gklappet hätt, sind si i de nüü Wonig ob dr Garaasch iizogä und schu bald händ si sich über d Geburt vu dr Esther und später vu dr Sybille gfräut.

 

***

Bald hätt sich d Glägähäit ergii, ass si ä Buuplatz im altä Güätli vum Grossvatter Fäldmä händ chännä erwäarbä und dett druuf ires äigi Huus buuä. Das isch ä wichtigs Ziil vum Heidi und vum Werner gsi.

 

Im Letzli im Underdoorf isch dä au dr Naafisel Bettina, we chaa‘s au anderscht sii, im August 71 am gliichä Tag we sini Schwöschter Sybille, und im gliichä Munet we d Schwöschter Esthi, uf d Wält chuu. Dr Auguscht isch immer schu ä wichtigä Munät für d Familiä Huuser-Felber gsii. Dorum nüün Munet voranä, im Novämber, wänn‘s chalt woordä isch, hätt mä schpeeter äm Heidi aagraatä besser mit-erä  waarmä Bettfläschä i ds Bett z guu.

 

***

D Freud am Theaaterschpiilä isch für ds Heidi immer sehr wichtig gsii. Si hätt das uusgläbt i-n-erä Näflesser Theaatergruppä und natürli au jedes Jahr sehr sehr kreatiiv a dr Fasnacht.

 

***

Sobald de drüü Chind sälbschtändig woordä sind, hätt ds Heidi wider wellä Schuäl gii,  um uff sinä eigänä Bäi z schtuh. De schwirigä Disskussiuunä mit-em Werner hät si müäsä füärä… und drum hätt hütt mängä Mäitlijahrgang dr Umgang mit textiilä Materiaaliä vum Heidi gleernet.

 

Ds Heidi hät sich au im soziaalä Beräich angaschiärt, isch mehreri Jahr Mitglied vum Näflesser Fürsorgeraat gsii und hätt, i derä Funggziuu mängi Mändschä tatchreftig underschtützt und begläitet.

 

***

Drnäbed hätt si sich Ziit gnuu für iri Liidäschaftä:   

Wanderä, Schifarä, Tennis schpilä , Zumba und Kraftträning. Das hätt si mit jungä Lüüt i Kontakt p‘bracht, und jung ghaltä.

 

I dä folgendä Jahr hätnd ds Heidi und dr Werner d‘ Esther, wo underdessä z Italiä äs Wii- und Oliväguät bewirtschaftet hätt, mit allnä Chräft unterschtützt.

 

Ds Sybille as einzigi Tochter, wohnhaft blibä i dr Schwiiz , hätt ds Heidi und dr Werner viil i Näfels bsuächt.

 

D Bettina hätt für ds Heidi in Australiä ä Tür uutuä in ä farbigi offeni und unvooriignuni Wält , wo es sich nüü hätt chännä erläbä.

 

***

Uff iri Änggelinnä und Änggel, d Zoora, d Anna und dr Cyrill sind ds Heidi und dr Werni sehr stolz gsii. Au sii, verschträut i dr ganzä Wält sind immer gäärä uff Bsuäch chuu. Ds Heidi hätt si dä mit irnä Chochkünscht vergwännt und iri Gsellschaft gnossä. Und mängmaal isch es au wider froh gsii, wänn de Wildfäng wider abzogä sind.

 

 

***

De nüü Friihäit naa dr Pänsioniärig vum Werner händ beedi für viili inträssanti Räisä gnutzt. Si händ Thailand, Bali, Teneriffä, Kroatien, d Türggii, Indiä, Nepaal, Jordaanien und Au-schtraaliä mitänand kännägleernet.

 

Au de viär Felber-Töchterä händ sich uf dr Suächi naa der zwäitä Juged bi zahlriichä Wellness-Uufenthält und viil Glächter z Läbä versüässt.

 

***

Anä 2017 isch dr Werner gschtoorbä und natüürli hätt si ds Alter au bim umtriibigä Heidi langsam bemerggbaar gmacht.

 

Äs Augäliidä hätt irä schu sitt  viilä Jahrä zuänähmend z schaffä gmacht und ds Wanderä, ds Läsä und ds Schaffä im Gartä und im Huus erschwäärt.

 

Trotzdem hätt ds Heidi viili Müglichkäitä gfundä. sich z fräuä, z lachä und ds Läbä z gnüüssä. Sig‘s mitemänä Gläitschirmfluug, amänä guätä Glas Wii oder mit ämänä feinä Essä i Gsellschaft vu nüä und altä Fründä.

 

Ds Heidi hät immer wider gseit: “Ich ha so nä guäts Umfäld. So viili liäbi Lüüt rund um mich ummä.“

 

***

Im März vu dem Jahr trifft si de Naachricht vum Esther sim Tood z  Italiä we-n-ä Schlaag.

 

Sitt dett hät sich ds Heidi nümmä chännä erholä.

 

Mitti Juni, vor zächä Wuchä isch ä schlimmi  Chräbsdiagnoosä drzuä chuu. Daas alles isch für ds Heidi dänn am 29. Auguscht zviil  woordä.

 

Ds Heidi hätt sich, we vum irem immer gwünschtä  Dihäimä im Chräis vu irer Famili und vu irnä Fründä mit Bligg i  wunderschüü Gaartä und uffä Huusbärg Rauti bi schtraalendem Sunnäschi verabschidet.

 

***

Am Heidi sinä letschtä Voorhang isch gfallä.

I zaalriichä Rollä hätt es sich chännä verwürgglichä und uusläbä. Unvergässä:  ds Heidi as alti Jumpferä, als Zigerkari mit weisä Raatsschleeg, als Garagefrau, ä Rollä wo iri Muätter schu gschpilt hätt. Im Unterschied zu irä hätt s Heidi aber der Text chännä.

 

Heidi,

deer alt Jumpfärä-Huät häsch du ä miir, zämä mit viil Liäbi zum Theater, vermacht.

Für diich isch dr Vorhang  nuch nüd gfallä.

Du wiirsch mit mir wiiterhii uff dä Brätter schtuh, wo für üüs zwäi d Wält bedüütet.

Heidi und Werner, Erinnerungsbild aus glücklichen Tagen. (Foto: Bettina Hauser)



Montag, 29. August 2022

Grosse Ehrung für den
Förderer der Städtepartnerschaft

Näfels/Glarus Nord und Bad Säckingen

Winfried Ays

v.l.n.r.. Winfried Ays, langjähriger Präsident des "Freundeskreises Näfels/Glarus Nord", Bürgermeister Alexander Guhl, Knut Nesselhauf, Nachfolger von Wynfried Ays als Präsident, Gemeinderat und a. Landratspräsident Bruno Gallati, Näfels, Vertreter der Gemeinde Glarus Nord und der "Freunde von Bad Säckingen".

(Bild: Michael Goldstein)

 

Michael Gottstein, langjähriger, hochtalentierter Journalist der Badischen Zeitung berichtet

heute (29.08.2022) vom ehrenvollen Anlass der Würdigung des langjährigen Präsidenten des "Freundeskreises Nàfels/Glarus Nord". Annlässlich des Sommerfestes im Münster-pfarrgarten wurde Winfried Ays hochverdeint zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der jetzige Vorsitzende und Nachfolger von Ays würdigte dessen 24-jähige Tätigkeit  als Brückenbauer und Förderer der Jumelage. „Ohne die anderen Partnerschaften abwerten zu wollen – die Beziehung zu Näfels respektive Glarus Nord ist die tiefste und am stärksten in der Ge-schichte und in der Bürgerschaft verankerte.“ zitiert Goldstein. Und: "Das Bindeglied sei der heilige Fridolin, der im Wappen des Kantons abgebildet sei. Entscheidend sei, dass eine Städtepartnerschaft auch von der Bürgerschaft getragen werde."

 

Der extra angereiste Bruno Gallati, der schon als Gemeindepräsident von Näfels und da-nach als Botschafter der Gemeinde Glarus Nord über Jahrzehnte die Partnerschaft gepflegt und gefördert hatte, meinte: „Winfried Ays hat die Ehrung mehr als verdient“, er hat sich seit mehr als 30 Jahren für die Beziehung eingesetzt und ist ein Brückenbauer zu Näfels und den anderen Partnerstädten.“

 

Winfried Ays war - wie die Jungfrau zum Kind - von Bürgermeister Dr. Günther Nufer anno 1997 meuchlings zum Vorsitzenden des zu gründenden Vereins überrumpelt und "erkoren" worden. Wynfried Ays trat danach aus dem Gemeinderat vom Bad Säckingen aus und setzte sich mit Herzblut praktisch ein Vierteljahrhundert auf verschiedenen Ebenen für die Partnerschaft ein. Er baute nicht nur eine Brücke zwischen den Männerchören der Part-nergemeinden, sondern besuchte jährlich mit einer Delegation die Näfelser Fahrt, er ini-tiierte viele Reisen ins Glarnerland und war massgeblich beteiligt, als Bad Säckingen dem Kloster Näfels (dem ehemaligen Sitz der säckingischen Ministerialen) Rosen mit dem Namen "Bad Säckingen" schenkte und mit dem Stadtgärtner nach Näfels brachte und im Klostergarten einpflanzte. Ebenso wurde der Torbogen vom Klostergarten zur Klosterschul-terrasse mit diesen Rosen geschmückt. Unvergessen ist Winfrieds Geburtstagsfeier in der Flösserhalle in Wallbach (Vorort zu Bad Säckingen gehörig), bei dem weit über hundert

Freunde und Gäste, darunter eine stattliche Delegation aus Näfels, als gewaltige Fete über die Bühne ging.

Kulinarisch warteten die Näfelser Hobbyköche Markus Leiipold und Walter Schifferle mit "Pouletflügeli und flambiertem Fruchtsalat", beide langjährige Freude von Bad Säckingen.

 

Die Laudatio der erwähnten Geburtstagsfeier ist unter "Dies und das" unter dem heutigen Datrum eingerückt.

 


Mittwoch, 24. August 2022

 

Stattlicher Besuch

 

des

 

"Podiums Egg ZH" im Glarnerland

Der rührige Vorstand des "Podiums  Egg" in corpore, der "harte Kern" der Reisegruppe, die bei Prachtswetter heute das Glarnerland besuchte.

Es strahlen um die Wette

v.l.n.r. Silvia Handschin, Webseitengestalterin; Katharina Billeter, Hans-Ulrich Demuth, Prä-sident; Annemarie Obrist, Vizepräsidentin; Peter Vögtlin, Protokoll/ Veranstaltungen; Esther Blösch, Veranstaltungen (diesmal auch Protokoll); Peter Frick, Presse, (diesmal auch Orga-nisator); Robert Lanz, Veranstaltungen.

Diesmal war der Vorstand, begleitet von den Ehepartnerinnen oder -partnern, eine aufge-stellte, humorvolle Reisegesellschaft.

Nach dem Besuch bei Chocolatiers Läderach, vertilgten sie auf dem "Bergli" das "Landsge-meindemenu" und putzten auch das feine Dessert rübis und stübis weg. Dann ereiferten sie sich mit grosser Wissbegier mit Glarner Stichworten, bewiesen fundiertes Wissen und stell-ten kluge Fragen.

So sehen Egger Damen und Herren aus nach dem fröhlichen Genuss einer Glarner Chal-berwurst, mit Kartoffelstöck, Zwiebelsosse und Dörrzwetschgen. Entsprechend rassig sind die Autogramme der erlauchten Gesellschaft!

 

Es gab

 

Aperitif

 

Cuvée  Sergio 1887 Mionetto

oder

Burgwegler Chardonnay

 

Weine

 

Burgwegler Chardonnay

 

Burgwegler Pinot noir

oder

Il Passatore No. 2

 

 

 

Menu "Fronalp"

 

Zigercremesuppe Huuswurst

oder

Salat

 

***

Chalberwurst an Zwiebelsauce

Kartoffelstock

Zwetschgen

 

***

Glarner Beggeli

Vanilleglacé

 

***

 

Café Bergli

Flankiert von seiner Frau Gemahlin Irène und Pfr. Jürg Blösch strahlt Präsident Hans-Ulrich Demuth echte Glarner-Chalberwurst-Zufriedenheit aus und geniiesst sein Zigarettli. Ein Bild fürs Familienalbum. 

Weitere infos siehe auch www.podium-egg.ch/

 


Dienstag, 23. August 2022

 

Warum gibt es so viele Landolt (in Näfels)?

 

Diese Frage stellte mir heute ein Zeitungsredaktor, der eine bestimmte, sehr interessante Untersuchung anstellt und nach den weit verbreitetsten Geschlechts- oder Nachnamen im Glarnerland sucht.

Es gibt Fragen, die einem im Leben nur einmal gestellt werden. "Warum gibt es in Näfels so viele Landolt?" Meistens gibt man eine entsprechend verblüffende Antwort: "Landlet git's Näfels we root Hünd" ist eine geflügelte Näfelser Rede-weise. Entsprechend dümmlich antwortete ich spontan: "Tängg will-isi-si äm mäischtä vermehrt händ!" Stimmt doch!!!

Ein spontaner Griff ins elektronische Telefonbuch ergibt in Näfels 116 Landolt, kantonal 215, schweizerisch 1600.

Diese Zahlen sind mit Sicherheit unvollständig. Nicht erfassbar sind jene, die lediglich per Handy registriert sind. Genau Daten müssten beim Eidgenössischen Amt für Statistik eingeholt werden.

 

Dr. Fritzi Stucki hat in seinem Buch "50 Glarner Geschlechter", hgg. von der Glarner Kantonalbank, 1989 folgende Angaben über die "Landolt" gemacht:

 

 "Bei den Landolt handelt es sich um eine alteingesessene Familie. Sie gehörte im alten Land nicht zu den führenden Geschlechtern, war jedoch häufig im Rat vertreten, stellte zahlreiche Landvögte, und Glieder sassen auch im Schranken.

 

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte bereits in der bekannten Urkunde von 1289, in welcher "Landolt der schäfer" als einer der 30 Bürgen erwähnt ist. Es handelt sich bei ihm um einen säckingischen Funktionär, der für die der Herrschaft abzuliefernden Schafe besorgt sein musste und dem die Alp Valzüber bei Elm als Lehen gehörte.

 

Im ältesten Jahrzeitbuch von Mollis ist eine Mechthild, Tochter des H. Lan-dolt, verzeichnet.

 

1372 verbürgte sich Ulrich zusammen mit 41 andern Glarnern für die Ablieferung der Säckingen schuldigen Abgaben. Schon damals war ein Heinrich in Zürich wohnhaft und versuchte 1390 mit seinen ebenfalls aus dem Glarnerland stammenden Miträten Rudolf Kilchmatter und Rudolf Stüssi, dem Vater des spätern Bürgermeisters, zwischen dem Kloster am Rhein und Glarus zu vermitteln.

 

Auf die Glarner Landolt soll auch die Zürcher Häupterfamilie zurückgehen, die in der Limmatstadt später z.B. zwei Bürgermeister stellte.

 

Während bei den meisten der oben erwähnten und weitern Namensträgern des 14. und 15. Jahrhunderts den Wohnsitz nicht kennt, heisst es bei Heinrich, der sich 1395 für Säckingen verbürgte, er sei in Nieder-Näfels sesshaft gewe-sen.

 

Da in spätern Jahrhunderten mehrheitlich Näfels als Bürgerort überliefert ist, wo die Landolt heute das zahlreichste Geschlecht stellen, darf wohl angenommen werden, dass das Rautidorf Stammort ist.

 

Seit dem 16. Jahrhundert bekleideten verschiedene Näfelser zahlreiche Aemter. So sassen als Landesseckelmeister im Schranken: Ulrich, der 1501 und 1517 auch als Landvogt in Baden amtete, ferner Landshauptmann Johann Baptist (1712-1767) und Kaspar Josef Alois (1767-1847).

 

Als Landvögte regierten Hans ab 1504 und 1508 sowie Heinrich ab 1632 in Uznach.

 

Jakob, der als Stammvater aller heutigen Landolt gilt, amtete ab 1544 in Wer-denberg und 1551 in Lugano, nachdem er vorher die vier Schirmorte des Abtes von St.Gallen in Wil vertreten hatte.

Landschreiber Matthäus ist 1578 als Landvogt von Mendrisio überliefert, und Läufer Kaspar Fridolin betreute ab 1770 die Landvogtei Gaster.

 

Kaspar Josef (1767-1847) gehörte die zehn letzten Lebensjahre der Standes-kommission an.

 

Landschreiber Fridolin Josef (1806-1880) diente dem Land als Appellations-richter.

 

Johann Josef (1815-1883) wirkte unter dem Namen Pater Justus als Profes-sor für Philosophie und Kirchengeschichte. (Kloster Einsiedeln)

 

Franz (1901-1965) wurde 1942 als erster Sozialdemokrat in den Regierungsrat gewählt und führte 1956 bis 1962 das Landesschwert. 1959 bis 1965 vertrat er das Land im Nationalrat.

 

1945 kam mit Oberrichter Fritz (1891-1967), der in Näfels ein bedeutendes Textilunternehmen aufgebaut hat, ein zweiter Landolt in die Exekutive.

 

Im übrigen betätigten sich die Näfelser Landolt vor allem als Handwerker und Bauern. Sie stellten auch zahlreiche Akademiker, Beamte und Lehrer.

 

Vermutlich waren die Landolt seit jeher auch in Glarus ansässig.

1426 und 1428 ist Rudolf Bote bei Verhandlungen mit dem Grafen Friedrich von Toggenburg.

 

Heinrich, ein Schwager von Landammann Werner Aebli, amtete 1460 und 1468 als Landvogt in Uznach und zeichnete sich im gleichen Jahr auf dem Ochsen-feld bei Mülhausen aus.

 

Im 16. Jahrhundert sind im Genealogiewerk unter Glarus verschiedene Landolt eingetragen, von denen es ausdrücklich heisst, dass sie von Näfels stammten und zum Teil bereits erwähnt worden sind.

 

Die heutigen Glarner Landolt gehen auf den aus Näfels zugezogenen Rats-herrn Josef Anton (1737-1781) oder auf den sich 1866 eingekauften Jakob Fridolin zurück. Deren Nachkommen betätigten sich vor allem als Handwerker und  Geschäftsleute.

 

Bereits im 16. Jahrhundert liessen sich Landolt auch anderswo nieder. 1548 erneuerte ein im Prättigau ansässiger Peter das Landrecht, und ein Jahr später tat dies der in Reichenburg wohnenden Hans Rudolf für sich und seine Söhne. 1592 kaufte ein Kaspar das Tagwenrecht auf Kerenzen."

 

Nachzutragen wäre:

Bei Stucki nicht erwähnt sind die zahlreichen Landolt in Fremdendiensten als Fähnriche, Wachmeister, Feldweibel, Leutnants. Viele Landolt sind ausgewan-dert, nicht nur in andere Kantone, sondern auch nach Amerika. Auffällig viele wurden Landwirte, worunter zahlreiche im Oberseetal und Schwändital.

 

Von den Näfelser Landolt wurde im stockkatholischen Dorf nicht etwa Katholisch-Konservativer, sondern Franz Landolt-Rast, als Sozialdemokrat in den Regie-rungsrat, ins Landammannamt, und als erster Näfelser in den Nationalrat ge-wählt.

Der zweite Bundesparlamentarier aus Näfels war ebenfalls ein Landolt, nämlich Martin. zuerst SVP, dann BDP und schliesslich Mitte. (1)

 

Ein weiterer Landolt wurde Nationalrat Dr. Josef Landolt, Apotheker, Zürich.

 

Schaffhauser Regierungsrat war Ernst Landolt (*1953), 2011-20 Volkswirtschafts-direktor.

 

Schulinspektor war Dr. Emil Landolt-Ochsner (Walhalla).

 

In den USA hat Karriere gemacht: Dr. Arlo Landolt, Professor für Physik und Astronomie, arbeitete mit Prof. Fritz Zwicky, Mollis/USA zusammen. Nach ihm ist ein Berg auf "Mount Landolt" benannt. (1935-2022)

 

Pädagogikprofessor in Zürich war Dr. Hermann Landolt (urspünglich Löwengas-se) (*1942).

 

(1) Ins Parlament schafften es auch weitere (Auswärts-)Näfelser: Dr. Alfons Müller-Marzohl, Nationalrat (Luzern) NR 1963-83 und Willy Hophan, Ständerat (Obwalden) SR 1982-86. 

Korpskommandant (Dreisterngeneral) wurde Dr. Josef Feldmann, 1983-89.

 

Beide Wappen aus dem Glarner Wappenbuch

Wappen:

Das früheste Vorkommen eines Landolt=Wappens ist ein Siegel von Ulrich Landolt, Landvogt zu Baden, welches eine Hausmarke aufweist.

 

Einige Jahre später führt sein Bruder, Hans Landolt, nach einer Scheibe, die er als Landvogt zu Baden dem Kloster Wettingen 1519 stiftete; in Rot ein silbernes L. Das Wappen stimmt überein mit dem Siegel dieses Landvogts von 1519 im Stadtarchiv Bremgarten.

 

Im Staatsarchiv. Bellinzona liegt ein Siegel von Landvogt Matheus Landolt von 1578, mit gleichem Schildbild und einem L als Helmzier.

 

Die späteren Siegel und Wappen zeigen das silberne L über einem grünen  Dreiberg und begleitet von drei goldenen Sternen. Hz.: roter Flügel mit den Schildfiguren.

 

Die Linie, welche nach Zürich zog, führt laut Wappenbücher von Zürcher Ge-schlechtern im Britischen Museum in London und Zentralbibliothek Zürich in Gold, auf grünem Dreiberg, schwarzer, rotbewehrter Adler. Hz.: der auffliegende Adler. 

 

Beide Wappen werden auch Näfelser Landolt zugeordnet.

 

"Landolt" - weltweit

 

Länder mit den meisten Landolt der Welt

.

 Schweiz (3630)

 Vereinigte Staaten von Amerika (1118)

 Frankreich (175)

 Portugal (142)

 Kanada (73)

_______________________________

 Deutschland (71)

 Argentinien (52)

 Brasilien (37)Länder mit den meisten Hauser der Welt

 

.

 Deutschland (25653)

 Vereinigte Staaten von Amerika (22198)

 Österreich (8634)

 Schweiz (8171)

 Kanada (1408)

 Brasilien (695)

 Australien (614)

 Tschechische Republik (539)

 Italien (487)

 Ungarn (373)

 Niederlande (371)

 Südafrika (319)

 Argentinien (278)

 England (243)

 Polen (205)

 Frankreich (181)

 Chile (87)

 Schweden (74)

 Kroatien (67)

 Spanien (60)

 Mexiko (56)

 Belgien (54)

 Israel (54)

 Neuseeländisch (47)

 Dominikanische Republik (46)

 Uruguay (41)

 Slowakei (30)

 Venezuela (25)

 Peru (23)

 Slowenien (21)

 Norwegen (20)

 Singapur (19)

 Dänemark (18)

 Liechtenstein (16)

 Estland (15)

 China (13)

 Philippinen (11)

 Russland (9)

 U.S. Jungferninseln (9)

 Finnland (8)

 Costa Rica (8)

 Thailand (7)

 Nördliches Irland (5)

 Irland (5)

 Montenegro (5)

 Ecuador (5)

 Vereinigte Arabische Emirate (4)

 Guatemala (4)

 Bolivien (4)

 Ukraine (4)

 Malta (4)

 Nigeria (4)

 Wales (3)

 Japan (3)

 Nicaragua (3)

 Anguilla (2)

 Griechenland (2)

 Puerto Rico (2)

 Hongkong (2)

 Serbien (2)

 Burkina Faso (2)

 Indien (2)

 Türkei (2)

 Taiwan (2)

 Cook-Inseln (2)

 Luxemburg (2)

 Malaysia (2)

 Nepal (1)

 Andorra (1)

 Schottland (1)

 Afghanistan (1)

 Pakistan (1)

 Guinea-Bissau (1)

 Rumänien (1)

 Aserbaidschan (1)

 Indonesien (1)

 Bulgarien (1)

 Burundi (1)

 Senegal (1)

 Syrien (1)

 Bahamas (1)

 Kenia (1)

 Kirgisistan (1)

 Südkorea (1)

 Kuwait (1)

 Monaco (1)

 Vietnam (1)

 Myanmar (1)

 Simbabwe (1)

 Ägypten (1)

 Niederlande (32)

 Dominikanische Republik (31)

_______________________________

 England (15)

 Thailand (12)

 Australien (11)

 Südafrika (9)

 Österreich (9)

_______________________________

 Chile (8)

 Guam (8)

 Spanien (3)

 Peru (3)

 Belgien (2)

_______________________________

 Bulgarien (2)

 Italien (2)

 Mexiko (2)

 Slowakei (2)

 Ecuador (1)

_______________________________

 Finnland (1)

 Gabun (1)

 Israel (1)

 Libanon (1)

 Malaysia (1)

_______________________________

 

 Philippinen (1)

 

Quelle:

https://nachnamen.net/nachname-landolt

 

 

Zum Vergleich

Familienname Hauser auf der ganzen Welt

 

Länder mit den meisten Hauser der Welt

 

 Deutschland (25653)

 Vereinigte Staaten von Amerika (22198)

 Österreich (8634)

 Schweiz (8171)

 Kanada (1408)

_________________________________

 Brasilien (695)

 Australien (614)

 Tschechische Republik (539)

 Italien (487)

 Ungarn (373)

_________________________________

 Niederlande (371)

 Südafrika (319)

 Argentinien (278)

 England (243)

 Polen (205)

_________________________________

 Frankreich (181)

 Chile (87)

 Schweden (74)

 Kroatien (67)

 Spanien (60)

_________________________________

 Mexiko (56)

 Belgien (54)

 Israel (54)

 Neuseeländisch (47)

 Dominikanische Republik (46)

_________________________________

 Uruguay (41)

 Slowakei (30)

 Venezuela (25)

 Peru (23)

 Slowenien (21)

_________________________________

 Norwegen (20)

 Singapur (19)

 Dänemark (18)

 Liechtenstein (16)

 Estland (15)

_________________________________

 China (13)

 Philippinen (11)

 Russland (9)

 U.S. Jungferninseln (9)

 Finnland (8)

_________________________________

 Costa Rica (8)

 Thailand (7)

 Nördliches Irland (5)

 Irland (5)

 Montenegro (5)

_________________________________

 Ecuador (5)

 Vereinigte Arabische Emirate (4)

 Guatemala (4)

 Bolivien (4)

 Ukraine (4)

_________________________________

 Malta (4)

 Nigeria (4)

 Wales (3)

 Japan (3)

 Nicaragua (3)
_________________________________

 Anguilla (2)

 Griechenland (2)

 Puerto Rico (2)

 Hongkong (2)

 Serbien (2)

_________________________________

 Burkina Faso (2)

 Indien (2)

 Türkei (2)

 Taiwan (2)

 Cook-Inseln (2)

_________________________________

 Luxemburg (2)

 Malaysia (2)

 Nepal (1)

 Andorra (1)

 Schottland (1)

_________________________________

 Afghanistan (1)

 Pakistan (1)

 Guinea-Bissau (1)

 Rumänien (1)

 Aserbaidschan (1)
_________________________________

 Indonesien (1)

 Bulgarien (1)

 Burundi (1)

 Senegal (1)

 Syrien (1)

_________________________________

 Bahamas (1)

 Kenia (1)

 Kirgisistan (1)

 Südkorea (1)

 Kuwait (1)

_________________________________

 Monaco (1)

 Vietnam (1)

 Myanmar (1)

 Simbabwe (1)

_________________________________

 

 Ägypten (1)

 

Ein heimatverbundener Exilnäfelser, A.R,, der immer wieder mit spannenden Fakten über Näfels auftaucht, hat per Email folgende Statistik eingeholt, herzlichen Dank!

 

Das Bundesamt für Statistik publizierte gestern folgende Zahlen aus dem Jahr 2021:

 

Top-Ten Familiennamen in der Gemeinde

                                                                          Rang                     Anzahl                  in %

Landolt

Glarus Nord

1

355

1.85

Müller

Glarus Nord

2

279

1.45

Fischli

Glarus Nord

3

268

1.4

Hauser

Glarus Nord

4

191

0.99

Menzi

Glarus Nord

5

158

0.82

Kamm

Glarus Nord

6

154

0.8

Gallati

Glarus Nord

7

127

0.66

Steinmann

Glarus Nord

8

115

0.6

Weber

Glarus Nord

9

114

0.59

Dürst

Glarus Nord

10

111

0.58

 

 

Top-Ten Familiennamen im Kanton

 

Müller

GL

1

476

Landolt

GL

2

461

Hefti

GL

3

437

Marti

GL

4

384

Rhyner

GL

5

328

Fischli

GL

6

326

Zweifel

GL

7

312

Leuzinger

GL

8

306

Weber

GL

9

288

Elmer

GL

10

276

 

 


Sonntag, 21. August 2022

Vikar Dr. Sebastian bereit am Altar, im HIntergrund St. Sebastian-Sigrist Anton Keller, der zweihändig das Glöcklein läutet.

 

Sebastiansprozession

 

mit

 

Vikar Sebastian und Domherr Hans Mathis

 

Man weiss nicht, seit wie lange der religiöse Brauch der Sebastiansprozession gepflegt wird. Er ist sicher über 500 Jahre alt. Zwischen 40 und 50 Unentwegte brachen bei kühl-freundlichem Sommermorgenwetter zum ca. 9 km langen Pilgerweg von Näfels bis zur Sebastiankapelle in Schänis auf, die früher am Linthlauf stand, als diese noch in Serpentinen floss. Sechzehn Fusspilger, zwölf Velopilger und dreizehn Autopilger (gemäss Pfarramt) und eine ganze Reihe überraschend sich dazugesellende, bereits aus früheren Jahren bekannte Mitlandleute füllten das Wallfahrtskirchlein recht gehörig. Der älteste Pilger dürfte der ehemalige Gemeindevizepräsident Hans Tschudi (93), der jüngste der Kreuzträger Stefan Hilarius Landolt (42) gewesen sein.

 

Eine Novität: drei Kirchenpräsidenten, der ehemalige Kurt Scherrer, die ehemali-ge Daniela Gallati und der neue Martin Laupper mit Gemahlin Lydia und "Filou", ihrem Haushund, der sich während des Gottesdienstes mucksmäuschenstill ver-hielt und sich damit Punkte holte für seinen zukünftigen Hundehimmel. Der ehemalige Kirchenvogt Wolfgang Hauser, der ehemalige Sigrist Martin Böni, die ehemalige Landrätin Theres Pianta, und viele Gesichter, die zur treuen alljährli-chen Pilgerschar gehören. Pilgerführer war wiederum Vikar Dr. Sebastian, begleitet vom Sigristen Richard Arnold. 

 

Zur freudigen Überraschung tauchte plötzlich ein alter Bekannter, der langjährige Schwander Pfarrer, Dekan und Domherr Hans Mathis auf, der sich nach mehrjäh-rigem Aufenthalt als Spiritual im Kanton Graubünden altershalber in Weesen nie-dergelassen hat und zur Freude der Anwesenden mitzelebrierte. Neu war der Schänner St. Sebastian-Sigrist Anton Keller. Und bereits für eine neue Tradition aufbauend - seit der Schliessung der Pilgerrestaurants Windegg - der Cate-ringdienst von Sybilla Ricklin-Aebli, die vom Pfarramt gesponserte Wienerli, Brötli und Tranksame bereit hielt (wobei diesmal ohne die für besonders durstige Seelen fehlenden kleinen Bierchen, wie ein besonders treuer Pilger und bis vor kurzem Amtsträger bemerkte).

 

Nach dem Gottesdienst, der vom Licht eines stromerzeugenden Generators er-hellt wurde, traf man sich bei munteren und heiteren Gesprächen vor dem Wall-fahrtskirchlein bei der erwähnten Speis und Trank. Allroundfotograf Jean Pierre Hauser war mit von der Partie und fotografierte, was das Zeug hielt. Er sorgte für ein  Gruppenbild vor dem Eingang der Sebastianskapelle als Erinnerung an den

uralten Brauch, an dem einzig und allein nur noch die Näfelserinnen und Näfelser festhalten. (Früher waren die Gastergemeinden als Untertanengebiete der Vog-teien Gaster und Uznach zur Wallfahrt verpflichtet.)

 

Es wäre wünschenswert, wenn traditionsbewusste Mitlandleute auch weiterhin  diesen Brauch pflegen würden.

Alles in allem eine gefreute Sache und Pflege der Gemeinschaft besonderer Art, die diese Pfarrei dringend nötig hat. Nicht dabei war bedauerlicherweise wegen Ferienabwesenheit Pfarradministrator Stanislav Weglazy.

 

Zur  Überraschung und Freude der Anwesenden tauchte plötzlich der ehemalige Schwan-der Pfarrer und Dekan, sowie nicht residierende Domherr des Bistums Chur Hans Mathis auf. Er erklärte am Schluss des Gottesdienstes, dass er sich altershalber in Weesen nie-dergelassen habe und gerne - soweit es ihm möglich sei - am religiösen Leben in der Region teilnehme. Er sei uns stets herzlich willkommen.

 

Gruppenaufnahme vor dem Wallfahrtskirchlein  

Gruppenbild nach dem Wallfahrts-Gottesdienst vor dem Eingang zur Sebastianskapelle.

(Foto: Jean Pierre Hauser)

v.r.n.l. Kirchenpräsident Maritn Laupper, mit "Filou"; Jules Müller, Heidi Heinzer, verdeckt, Lydia Laupper-Müller, Rosmarie Stoll-Hauser, Anton Keller, Sebastians-Sigrist, Vreny Fischli-Kuster, Stefan Hilarius Landolt, Josef Fischli-Kuster, Karl Fischli-Steiner, Lydia Schwitter-Fischli, Magda Hösli-Landolt, Hedy Landolt-Zahner, Vikar Sebastian Thayyil, Rösli Fischli-Steiner, Kurt Scherrer-Berchthold, a.Kirchenpräsident, Fridolin Hauser ("Osterhazy"), Domherr, a. Dekan und Pfarrer Hans Mathis, Günther Gallati, Richard Ar-nold, Sigrist, Hans Hösli-Landolt, Hans Tschudi-Landolt, Margrith Tschudi-Landolt, Daniela Gallati-Landolt, ehem. Kirchenpräsidentin, Oswald Bürgi, a. Bahnhofvorstand, Albert Acker-mann,,a. Schulgutsverwalter, Marie-Louise  Ackermann, Fritz Gallati. Trudy Schuler-Züger, Maria Fischli-Landolt, verdeckt,. Ruedi Landolt-Landolt, Agnes Gallati, verdeckt, Stefan Fischli-Landolt,  Agi Fischli-Vogel,  Heidi Gallati-Gmür,  Martin Böni, a. Sigrist, Berty Gallati-Fischli, Marie Louise Müller-Betschart, Theres Pianta-Schwitter, a. Landrätin, Albert Gallati-Gmür, Wilma Kaspar-Hug.

  

Die Zelebranten und der Sigrist im Gottesdienst v.l.n.r. Sigrist Anton Keller, Domherr, a. Dekan und Pfarrer Hans Mathis und Vikar Dr. Sebastian Thayyil. (Foto Jean Pierre Hauser)


Freitag, 19. August 2022

 

Wer kennt das Wappen links?

 

Auf einem Estrich (Rüässtili) eines Näfelser Bürgerhauses wurde das untenste-hende Wappenpaar gefunden.

Das rechte Wappen ist unzweifelhaft des Müllerwappen, das in Näfels häufig vorkam. Das linke Wappen könnte ein "Schneider"-Wappen sein, aber das ist eine nur sehr wage Vermutung.

Wer kennt dieses Wappen mit dem Mann, der eine Sichel und eine Garbe oder Ähre trägt. Abgebildet ist auch ein Anker.

 

Der Besitzer vermutet, es könnte eine Marmorarbeit von einem Grabstein oder einer Grabplatte sein.


Donnerstag, 18. August 2022

Originaltext auf Prospekt

 

Grund zum Jubeln

Anlässlich des grossen Jubiläums führt der Cäcilienchor Näfels herrliche Werke aus  der Barockzeit auf, darunter auch das bekannte "Halleluja" von Georg Fried-rich Händel. Im Kern steht die erst 2018 von Klaus Wallrath komponierte Missa in F Dur für Soli, Blechbläser und Orgel. Unterstützt wird der Chor von den Sän-gerinnen und Sängern der Kantorei Niederurnen und einigen Projektsängern und -sängerinnen.

 

Deshalb gilt das Motto des Konzertes wahrlich zurecht:

 

"Jauchzet, ihr HImmel".


Montag, 15. August 2022 (Maria Himmelfahrt)

 

Hochaltarbild Maria HImmelfahrt, Kloster Einsiedeln

Das Hochaltarbild von Franz Anton Kraus (1) stellt das Patrozinium der Klosterkirche das ganze Jahr über vor Augen: Die Jungfrau Maria vollendet ihren irdischen Pilgerweg und wird aufgenommen in die Herrlichkeit des dreieinen Gottes.

(Text und Bild: Kloster Einsiedeln)

 

Prächtiger Himmelfahrts-Gottesdienst im Kloster Einsiedeln

 

Jeweils am "Augstheiligtag", das früher das Fest Maria Himmelfahrt genannt wurde, kann das Kloster Einsiedeln sein Patrozinium feiern. Heuer war die Klosterkirche sehr gut besetzt, als Abt Urban Federer mit besonders feierlichem Einzug zum Altar schritt. Unter den mitzelebrierenden Priester war auch der Amler Pfarrer Dr. Victor Buner.

 

"Die Sinne zu Lobe Gottes " eröffneten, so der Abt in seiner viersprachigen Be-grüssung (d, i, f, e), mit der musikalischen Umrahmung der grosse, sehr gepflegte Stiftschor unter Leitung von Lukas Meister, den professionellen Bläsern der Brass Power und meisterhaft an der Orgel P. Theo Flury OSB, mittlerweile eine inter-nationale Kapazität. Aufgeführt wurde eine Missa von Paul Huber. Die Festpredigt hielt P. Lukas Helg OSB, der langjährige Kapellmeister und Leiter des Stiftschores und ausserdem hervorragender Organist. Er hielt eine beherzte Maria-Himmelfahrtspredigt und bezog die Gläubigen mit Zwischengesängen in sein Kanzelwort ein. Das diesjährige Himmelfahrtsfest fand bei herrlichem Sommerwetter statt, der Klosterplatz war durch Pilger und Himmelfahrtsgäste sehr belebt, die Restaurants erreulicherweise gschtunket voll.

 

Wer nach Einsiedeln fährt, trifft gewiss unerwartet alte Bekannte und Freunde. Mir erging es nicht anders. Nebst einigen "alten" Bekannten aus meiner Einsied-ler Zeit traf ich wie bestellt meinen lieben Lehrerkollegen vom Burgbach-schulhaus in Zug, Gerhard Iten, der viele Jahre Prorektor war. Klar, dass wir noch vor unserer Rückreise auf der Terrasse des Hotels Drei Königen bei Speis und Trank von unseren "alten Zeiten " schwärmten.

 

 

(1) Franz Anton Kraus: *19. Februar 1705 Söflingen D, +30. Juni 1752 Einsiedeln

     Maler, Altarblätter, 
     1746 Modell für den Umbau und die Innenausstattung des
     Chors der Klosterkirche 
Einsiedeln

     1746 Deckenbilder im Unteren Chor

     1749 Hochaltarbild im Unteren und Oberen Chor

 

Zur Biografie

(für alle die Lust zu diesen Hintergrundinfos lesen möchten)

 

Franz Anton Kraus (auch Krauss, Krause genannt),

von armen Eltern geboren am 19. Februar 1705 in dem nahe bei Ulm gelegenen Dorf Söflingen, wo von jeher allerhand Künstler zu Hause waren, † zu Maria Einsiedeln in der Schweiz den 29. Juni 1752,

 

Er lernte in Augsburg und war in seiner ersten Jugend Zimmermaler, bis man glücklicher Weise auf seine nicht geringen Fähigkeiten aufmerksam wurde und er durch Vermittelung eines vornehmen Gönners nach Venedig in die Schule des Joh. Bapt. Piazetta kam.

 

Er ahmte die Art seines Meisters, zu dessen besten Schülern er mit Joh. Heinr. Tischbein jedenfalls zählte, bis zur Verwechselung nach und soll denselben mit der Zeit sogar übertroffen haben, verfiel aber dabei auch in dessen Fehler. Gleichwohl darf er immer noch unter die bedeutenderen Meister des 18. Jahr-hunderts gerechnet werden und verdient der absoluten Vergessenheit, in die er, wie so manche Maler der Zopfzeit beinahe geraten, entrissen zu werden.

 

Seine Zeichnung, besonders bei Händen und Füssen, ist sehr gut, sein Pinsel leicht, seine Züge fest, sein Colorit kräftig, aber viele seiner Gemälde sind, wie schon angedeutet, allzu schwarz gehalten und nachgedunkelt, wodurch er den-selben mehr Kraft zu geben vermeinte; auch ist sein Colorit manchmal, wie bei Piazetta, etwas gelblich in Folge der zu vielen Verwendung von Auripigment und Beergelb, woher es auch kommt, dass manche seiner Gemälde sich nicht gut erhalten, sondern frühzeitig verbleichen und absterben. Von dieser Eigen-tümlichkeit liess er sich, eigensinnig, wie er war, trotz mancher Vorstellungen nicht abbringen; auch überschätzte er sich neben Unterschätzung anderer zu-weilen gerne und hatte — ein verkanntes Genie — kein besonderes Glück. Er zählt — übrigens kein ungünstiges Zeugnis für ihn — zu den Malern, deren Werke mehr im Auslande als in der Heimat zu suchen sind.

 

Von Italien aus ging er nach Frankreich und zwar zuerst gen Paris, wo er nicht wenig malte, zog aber wieder von dannen, weil er die ihm gebührende Aner-kennung nicht zu finden glaubte und wandte sich nach Langres, wo damals noch ein künstlerisches Leben herrschte und er einige Altargemälde lieferte, in der Hauptsache aber sich aufs Porträtfach verlegte, in welchem er mit Leichtigkeit und in allen Manieren, vorzüglich in Pastell arbeitete. Er fand viele Beschäf-tigung in den Schlössern bei Langres, mit der Zeit in der ganzen Champagne und der Franche-Comté, wo man vielfach noch die Spuren seines künstleri-schen Schaffens finden kann. Dann ging er nach Dijon, wo er u. a. den Kapitel-saal der leider während der Revolution beinahe ganz zerstörten Karthause mit sieben Szenen aus dem Leben der hl. Jungfrau ausmalte; sein Gemälde „Mag-dalena am Tische Simons des Pharisäers“ im Refektorium daselbst gilt als sein Meisterstück.

 

Er fand aber seine Rechnung nicht dabei; verheiratet, wie er war, zog er arm, verschuldet, nach Lyon, wo er in der Notre-Dame-Kirche wieder Gelegenheit zur Ausführung eines umfassenden Werkes fand.

 

Hier traf ihn der Ruf des Fürstabtes Nicolaus II. von Einsiedeln, welchem er 1745 nach einigem Aufenthalte in Bern folgte. Zuerst malte er in Einsiedeln gleichsam auf Probe das Blatt des Patroziniumsaltars binnen 6 Monaten um ca. 500 st., welches zur Zufriedenheit ausfiel. Sodann entwarf er, zugleich in der Bildhauerei und Bildschnitzerei erfahren, zu Anfang des J. 1746 ein Modell für den Umbau des Chors; und am s. April desselben Jahres schloss der Convent mit ihm einen Vertrag, wonach er den unteren Chor samt Statuen und Bildern, Stukkatur- und Marmorarbeit und neben freier Station um 18000 fl. zu malen hatte. Ausserdem wurden ihm für die Ausmalung des oberen sogen. Psallirchores 1000 fl. nebst entsprechender Gratifikation zugesagt. K. konnte natürlich die vielseitige Aufgabe nicht allein bewältigen und schloss zu diesem Behufe alsbald Separatverträge mit anderen Meistern ab, auf die er unter Vorbehalt der Oberleitung einen Teil des Werkes übertrug. Er machte sich durch tüchtige Schüler, namentlich durch Cölestin Birchler und Nicolaus Weiss von Ansiedeln unterstützt, alsbald rüstig an seine Aufgabe, die grösste seines Lebens und nahm zunächst die Fres-ken im neuen (unteren) Chor in Angriff, wo er zu Anfang Augusts 1746 bereits ein Stück, „Das Paradies“, im September desselben Jahres ein weiteres, „Sodoma“, trefflich fertig gestellt hatte. 

 

K. war aber viel kränklich und beim besten Willen nicht im Stande, die Ausmalung des Chores zu Ende zu führen; so musste er denn 1748 eine fremde Hand zu Hülfe nehmen, welche er in dem bekannten Schnellmaler Balthasar Riepp von Kempten fand. Dieser erledigte dann auch seine Arbeit, bei welcher er hellere und lebhaftere Tinten anwandte, nicht bloss in kurzer Zeit, sondern auch zur grössten Zufriedenheit sowohl von K., als der Konventualen.

 

Kraus' Leiden (Wasserfucht) steigerte sich immer mehr; im Dezember 1748 rang er mit dem Tode, genas aber auf einmal wieder, als die Not am grössten.

 

Zum Danke malte er für die Kirche in dem nahegelegenen Willerzell ex voto das den hl. Joseph darstellende Altarblatt.

 

Seine wunderbare Genesung machte ihm neuen Mut und er malte rascher wie sonst, das riesige Choraltarblatt, die „Aufnahme Marias in den Himmel“, „so schön und kunstreich“, wie die zeitgenössischen Annalisten rühmen, wobei man nur bedauerte, dass es al fresco und nicht auf Leinwand gemalt war.

 

Dieses Riesengemälde ist aber leider so gut wie nicht mehr erhalten; es wurde 1858 beinahe ganz von P. v. Deschwanden neu gemalt; bloss eine Skizze des Originals ist noch im Stiftsarchive aufbewahrt. Daran hatte er indes noch nicht genug, sondern malte gleich darauf in den Psallirchor das jetzt ebenfalls restau-rierte Altargemälde „Christus am Kreuz“, ein herrliches Bild in mächtigen Dimen-sionen. Der gesamten übernommenen Aufgabe aber, insbesondere der Ausma-lung des oberen Chores vermochte er, wie er wohl einsah, krankheitshalber nicht mehr gerecht zu werden und so kam es, dass ihn auf einmal wieder die alte Wanderlust ergriff und er im Herbst 1749 nach Wien ging; dort wollte er noch ein Bild für den Rosenkranzaltar in Einsiedeln malen, ohne indes dazu zu gelangen. Unerwartet kehrte er im April 1752 todtkrank nach Einsiedeln zurück, um hier seine Tage zu beschliessn.

Nur die Skizze zu dem — hernach durch Weiss ausgeführten — Gemälde vermochte er noch zu fertigen und die Madonna und das Jesuskind zu zeich-nen. Dann legte er sich hin zum Sterben, viel zu frühe für seine Familie und die Kunst; begraben liegt er in der Benediktuskapelle auf dem Friedhof zu Einsie-deln.

 

Das Mass seines künstlerischen Könnens und Wissens ist jedenfalls der neue Chor der Stiftskirche zu Einsiedeln, da er nicht nur die architektoni-sche Leitung, sondern auch die malerische, dekorative und teilweise plasti-sche Ausschmückung übernommen hatte.

 

Literatur

Programm der Lehr- und Erziehungsanstalt zu Einsiedeln „der Stiftsbau“ das.

von Dr. A. Kuhn, O. S. B., 1881 und handschriftliche Mittheilungen ebendaher.

 

Beck, P., "Kraus, Franz Anton" in: Allgemeine Deutsche Biographie 17 (1883), S. 68-70 [Online-Version];

https://www.deutsche-biographie.de/pnd118715607.html#adbcontent

 

Der obige Text ist entnommen aus:

https://www.deutsche-biographie.de/sfz44904.html

 

Elsbet Zumsteg-Beügel: Franz Anton Kraus 1705-1752, Ein vergessener Maler des Spät-barock aus Ulm, Verlag Kohlhammer, Ulm 1983

                 

Willst du "alte" Bekannte oder Freunde treffen, pilgere nach Einsiedeln! Gerhard Iten und ich waren Lehrerkollegen im Bergbachschulhaus in Zug in den sechziger Jahren. Wie doch die Zeit vergeht... das war vor rund 60 Jahren. Geri wurde dann langjähriger Prorektor der Stadtschulen in bester Zusammenarbeit mit dem Rektor, Fritz Michel, dem Netstaler Bürger, der in Näfels aufgewachsen war. Im Hintergrund das Kloster Einsiedeln, es flattern die Schweizer-, Schwyzer- , Bezirk-Einsiedler und Klosterfahne.


Samstag, 13. August 2022

 

Gerbifest herrlicher Sommerabend

 

Leckereien am Laufmeter

 

Zum 27. Mal wurde das "Gerbifest", ein Quartierfestchen auf dem "Marzällen-platz" bei herrlichem Sommerabendwetter zelebriert. Wiederum fanden sich rund 40 Anwohnerinnen und Anwohner und sympathische Zugewandte auf den von Franz Schmidig und Manfred Müller organisierten Festbestuhlung mit Kühl-schrank, Grill und Tafel für mitzubringend Salate, Gemüse, Snacks, Brötchen, Gebäck und eine reichlich-üppige Auswahl an Desserts. Nicole Müller und Catherine Schmidig waren wie immer umsichtige "Wirtinnen".

 

Ab 18.30 Uhr trudelte die Festgemeinde allmächlich und akzellerierend ein und ein munteres Zusammensein, mit Plaudern und viel Gelächter gab dem "Marzällen"-Platz eine frohe "Geräuschkulisse".

Franz Schmidig war professioneller Grillmeister und erfreute die Schlange ste-henden Hungermäuler mit feinsten Grilladen. Beim Eintreffen der Dämmerung wurden die vielfarbigen Birnengirlanden eingeschaltet und der Abend konnte gedeihen bis er weiss nicht mehr wann ausfranste.

 

Das heutige Gerbiquartier existiert in heutiger Form erst sei 1875. Am 24. April 1874 brach eine Feuersbrunst im damaligen Gerbiquartier aus, bei dem 26 Fir-ste, wovon 18 Wohnhäuser oder Wohnhausteile dem Feuer zum Opfer fielen. 35 Familien mit insgesamt 138 Personen verloren ihr schützendes Dach, ihr gesam-tes Mobiliar, Kleider und alles, was ihnen lieb und teuer war.

 

In zwei Jahren sind es 150 Jahre seit der katatrophalen Feuersbrunst. Da werden wir uns etwas einfallen lassen... 

Franz Schmidig, seit eh und je Meister am Grill in Aktion

Die ersten Gäste sind schon da... am Ende sind alle Plätze besetzt

... bald werden es mehr sein!

Catherine und Katja - " Was meindsch, wöfel chänd hinecht?" - "Kä-n-Ahnig, aber ich nimä zeerscht afed ä Schlugg!"

 

Kleine Galerie von Impressionen

1. Reihe: links vlnr Richterin, Redaktor, Griller und Kirchenchorpräsident, rechts: Steak, Wurst oder Poulet?

2. Reihe: links Zwei Fridlenen, vier volle Backen, rechts schon im Paradies begann alles mit einer Eva

3. Reihe: links Elians "Gärbihund", rechts die Stimmung steigt, im blauen Hemd Manfred Müller und von der schönsten Seite Nicole, seit Jahre verdienstvolle Mitorganisatoren

4. Reihe: links die richtige Sauce gehört dazu, rechts alles Müller oder was?

5. Reihe: Leckereien bis zum Gehtnichmehr, rechts: Höckeln, Tirnken, Essen, Plaudern und Gemütlichkeit

 


Freitag, 12. August 2022

 

Trouvaille

 

Als die Behörden noch vollzählig zur Kirche gingen...

Das waren noch Zeiten... es war noch gang und gäbe, dass die Dorfbehörden noch voll-zählig an kirchlichen Anlässen teilnahmen. Diese Aufnahme muss noch vor 1950 aufge-nommen worden sein. Schauplatz: Kirchenstrasse, Weg zur Kirche.

v.l.n.r. Oberrichter, späterer Regierungsrat Fritz Landolt "Seiler Fritz", Landrat Fritz Schwy-ter, war auch Kirchenvogt und Kirchenpräsident, Rautibrücke "dr Wohlverschtandä", Fritz Oswald, Gemeinderat, "Oslet Fritz", Josef Landolt-Gallati, Gemeinderat, "Mäudersepp Gat-te des Chiäni Marii", Josef Müller-Landolt, Letz, Gemeindepräsident, später Landammann, "Blächsepp", Fritz Schwitter, Weibel, Giessenbrücke, Fritz Landolt-Müller, Waisenrat, "ds Gmüäräfridel", Josef Fischli-Poberschnik, Waisenrat, Giessenbrücke, "Spängler Sepp", Emil Feldmann, Gemeinderat, späterer langjähriger Gemeindepräsident Emil Feldmann,  Bruno Lampe, Gemeinderat, Architekt, alte Bahnhofstrasse. auch Schulpräsident, Eugen Schwitter-Landolt, "Hööfligeeni", Kaspar Fischli, Armenverwalter, Leiter des Altersheims, hinter dem Schwert,  Fritz Hauser-Holzer, Gemeinderat, "Hasäfritz" Gerbi, (mein Vater),  Fritz Feldmann-Landolt, Schulrat, Villäggen, "Ziäglerfritz", Fritz Grüninger, Gemeinderat, "Cholerfritz", Gerbi, Dr. Fritz Hauser, Linthhof, Gemeinderat, später Regierungsrat, Fritz Schwitter, Waisenrat, Giessenbrücke, "Vriinälerfritz", ....


Mittwoch, 10. August 2022

 

Karl Jlgenmann ist nicht mehr

1932 bis 2022

 

Karl Jlgenmann, Aufnahme 2. November 2012 (Foto: Jean Pierre Hauser)

 

Ein stilles Gedenken an Kari

 

Karl Jlgenmann, ein lieber Freund und Weggenosse in vielen Vorhaben, ist am letzten Samstag verstorben. Nach seinem Hirnschlag anno 2021 verbrachte er seine letzte Zeit im Altersheim Letz.

Karl Jlgenmann wurde am 18. Mai 1932 in Näfels geboren und wuchs mit den Geschwistern Erich und Rösli zuerst an der Rösslistrasse später am Fahrtsplatz auf.

 

Schon als junger Mann war er sehr gesellig und in vielen Vereinen tätig. Besonders in Erinnerung ist sein Mitwirken im Velo-Kunstfahren-Club, der jeweils an Kränzchen auf der Schützenhofbühne mit akrobatischen Künsten auftrat. Als Kaufmann entwickelte er nach seiner Lehre in bei Stucki in Oberurnen und zeit-weiligem Einsatz im Tessin eine sehr vielseitige und engagierte Tätigkeit. Später arbeitete bei der Seidendruckeri MItlödi, danach bei der Bauunternehmung Masanti Mitlödi. Er war nicht nur Gemeinderat von Mitlödi, sondern auch viele Jahre Präsident der dortigen Baugenossenschaft, die erheblich zur baulichen Entwicklung der Gemeinde zwischen Glarus und Schwanden beitrug. Beruflich war er später langjährig Mitarbeiter und Kadermann der Finanzdirektion des Kantons Glarus als Chef der Finanzkontrolle. Er genoss das hohe Vertrauen des ganzen Regierungsrates. Er hatte das Image eines loyalen, im Hintergrund zu-verlässigen Schaffers und Beraters zu sein. Diskret förderte er seine Mitarbei-terinnen und Mitarbeiter und hatte ein gutes Auge für Talente.

 

Nach seiner Rückkehr nach Näfels wohnte er im Feld 9a. Verheiratet war er seit 1953 mit Paula Hermann, die ihm zwei muntere Töchter schenkte (Ria und Anita). Leider verlor er seine liebe Ehefrau nach längerer Krankheit im Jahre 2004. Schmerzlich traf ihn auch der Tod seiner Tochter Anita Paula (25.12.1953 bis 4.6.2018), mit der er u.a. seinerzeit die erfolgreiche ILGA Treuhand und Dienstleistung GmbH aufbauen half.

 

In seinen Mannesjahren wirkte er wegen seines würdigen, strammen Auftritts und seiner ruhigen Gesten, stets vorzüglich und gepflegt gekleidet, attraktiv und wur-de sogar oft mit dem damals bekannten Schauspieler Curd Jürgens verglichen. Er liess Solches mit gelassenem Schmunzeln über sich ergehen.

 

Persönlich verband mich mit Kari eine freundschaftliche Kameradschaft. Er liess sich nicht nur bewegen, zahlreiche Jahre als Rechnungsprüfer der Tagwen- und Ortsgemeinde zu wirken, echte "Seilschaften" pflegten wir in der Stiftung Kloster Mariaburg und in der Baukommission beim Klosterumbau 1998-2004, wo er als verlässlicher Schatzmeister die Finanzen leitete, ferner in der Glarnerischen Staatsbürgerlichen Gesell-schaft als Revisor. Als begnadeter Sänger war er im Männerchor Näfels, im Kantonalmännerchor, im Veteranenchor und im Gemisch-ten Chor jeweils an der Näfelser Fahrt sehr viele Jahre auch wegen seiner Freu-de an Geselligkeit und Kameradschaft sehr geschätzt. Er war auch Präsi-dent seiner 32-Jahrgänger für Klassenzusammenkünfte. Gerne war er Mitglied in seinem "Mittwochstamm" mit Freunden und Kameraden.

 

Im Stillen half er vielen Mitlandleuten beim Ausfüllen der Steuerklärung und war eigentlich im ganzen Dorf wohl gelitten. 

 

Als Mensch mit viel Menschenfreundlichkeit, vorzüglichen Umgangsformen und diplomatischem Geschick trug er zum Zusammenleben im Dorf positiv bei und griff bei Konflikten beruhigend und vermittelnd ein. Auffällig war seine Ausdrucks-weise, von ihm waren keine derben oder groben Worte zu hören, er fluchte nie und war ein Mann von Kultur.

 

Wegen seiner diskreten Art blieben viele seiner Aktivitäten unbekannt und hinter seiner würdigen Ausstrahlung verbarg sich seine gemütliche und wohltuende Frohnatur. Für mich war er ein feiner, respektvoller und loyaler Weggefährte, ein Geschenk und dadurch ein Teil meiner eigenen erfreulichen Lebensqualität.

 

In seinen letzten Lebensjahren stand ihm die ebenfalls verwitwete Annie Zai-Müller, die im gleichen Haus wohnhaft war, als verständnisvolle und liebens-würdige Lebenspartnerin zur Seite. Rund 18 Jahre harmonischer Zweisamkeit war den beiden gegönnt. Sie begleitete ihn mit seiner Tochter Ria und den Angehörigen bis in den Tod.

Karl erlitt 2021 einen Hirnschlag, von dem er sich nicht mehr erholen konnte.Der Kreis hat sich geschlossen, nachdem er im Mai noch im Kreise seiner Lieben den 90. Geburtstag feiern konnte.

 

Erinnerungsbild: Annie Zai-Müller und Karl Jlgenmann in fröhlicher Zweisamkeit und Partnerschaft in den letzten 18 Jahren (Foto: Privatarchiv Annie Zai-Müller)


Mittwoch, 10. August 2022

Zur Abkühlung aus luftiger Höhe

Blick vom "Römerturm" Filzbach auf Weesen, Walensee und Schäniserberge


Montag, 8. August 2022

 

1. August

 

Der Näfelser Hermann auf dem Mythen

 

um 4 Uhr früh

Hast noch der Söhne ja! Wer kennt diesen Näfelser Hermann, 81 jährig?

1. August-Erlebnis besonderer Art 

 Sonnenaufgang über dem Säntis, rechts die Glarner Alpen

 

Der verstorbene Sekundarlehrer und spätere Schulinspektor Dr. Emil Landolt, der noch spät promovierte, zitierte in seiner Dissertation den Wissenschaftler J. Weiss. Dieser schrieb 1888 bei der Darstellung des Industriekantons Glarus: "Auf jedem Handelsplatz der Welt findet man sicher einen Juden und einen Glarner."

Etwas unbedarft und mit viel Lokalchauvinismus übertrage ich dies auch auf Nä-fels: "Und überall ist ein Näfelser dabei!""

 

Im Einsiedler Anzeiger vor wenigen Tagen berichtete Werner Bösch* über die Erstaugust-Stimmung auf dem Mythen: 170 Gipfelstürmer wohnten in aller Frühe der 1. August-Feier auf luftiger Höhe bei. Kurz vor Sonnenaufgang hielt Pater Aaron Brunner vom Kloster Einsiedeln eine wohltuende Rede, mit der er sich verdiente Bestnoten holte. Seit Jahren findet diese "Früh-Feier" auf 1'899 Metern über Meer statt."

 

Eines stehe aber fest, das Privileg auf dem Grossen Mythen bei der frühesten Erstaugust-Feier dabei zu sein, müsse man sich zuerst mit dem Aufstieg über die

berühmten "47 Kehren" verdienen. Und weiter: "Schon um 4 Uhr waren in der steilen Flanke des Berges unendlich viele Lampen auszumachen, was dem 81-jährigen Hermann aus Näfels folgende Aussage entlockte: 'Diese mystische Stimmung, auf die ich mich jedesmal freue, ist es, die mir das Aufstehen um 3 Uhr so leicht machen.' ..."

 

Das ist ein Wort! Bergfreunde können nachfühlen, was für ein hehres Gefühl es gewesen sein mag, als um 6.03 Uhr die Sonne im Osten beim Säntismassiv auf-ging.

 

*Werner Bösch war langjähriger, sehr beliebter Sekundarlehrer in Einsiedeln.

 

Ich nehme die Fährte auf, um herauszufinden, wer der "81-jährige Hermann aus Näfels" sein könnte.

P. Aaron Brunner OSB vom Kloster Einsiedeln, diesmal nicht in der Kutte, son-dern in kurzen Hosen und Trachtenhemd bei seiner Erstaugustansprache auf dem Grossen Mythen.

Die ersten Sonnenstrahlen  6.03 h über dem Säntis vom Dach aus gesehen.

 

(alle Fotos: Werner Bösch, Einsiedeln)

Freude herrscht! Schtäärnäfüüfi! Geheimnis gelüftet, Person Hermann verifiziert!

Um alle Ecken herum und mit Herumfragen, was das denn für ein Näfelser Hermann sei, gibt mir Josef Fischli-Kuster den Tipp, es gebe noch einen Hermann in Thalwil, auf den der Jahrgang zutreffe. Denkste! Null Ergebnis im Telefonbuch. Da schickt mit mein ehemaliger Lehrerkollege Werner Bösch, Einsiedeln, ein Bild von ihm. Gopf, der könnte ein Feldmann sein, einen ähnlichen Kopf hatte der hochfleissige Schulrat Fritz Feldmann-Landolt, der für die Schule ein Top-Schularchiv geschaffen hatte. Wieso nicht ein Blick in die Genealogie?

 

Und siehe das taucht ein Sohn des genannten Schulrates auf. Aber das nützt mir ja nichts, wenn cich keine Telefonnummer  und keine Adresse habe. Da versuche ich es einmal mit dem Sohn des gesuchten Hermann. Toptreffer! Eine Firma in Zürich mit einem Geschäfts-führer Jörg Hermann Feldmann. Nix wie anrufen. "Feldmann"... "Isch irä Vatter äm 1. Augschtü uffem Miitä-n-obä gsii? - "Ja, werum, ich au!" Dr Vatter isch gad näbä-miir..."

Und dann folgte ein längeres Hallo und Hurra-Gespräch.

 

Hermann Josef Feldmann ist in Näfels aufgewachsen und hätte später eine Top-Stelle beim Kanton Zürich. Er ist verheiratet und glücklicher Vater eines Sohnes Jörg Hermann und einer Tochter Angelika Barbara.

 

Er habe von einiger Zeit vom Mythen-August gelesen und sei probeweise und aus Gwun-der auch mal hin. Das habe ihn derart gut gefallen, dass er seither jedes Jahr, wohl bald ein Dutzend Jahre ,vorausgesetzt die Witterungsverhältnisse erlauben es, mit Enthusiasmus und Freude dabei sei. Der Aufstieg nach der Bahnstation sei steil und sei in einer Stunde bis eineinviertel Stunden zu machen.

Und damit ist die These wieder einmal bestätigt, fast nichts auf der Welt ohne Näfelser stattfindet,. 

 

HIer die genealogischen Daten , die die eigentlichen Türöffner waren:

 

303-237-200-152-94-60-32-18-15                    Gen.9

Hermann Josef Feldmann von Näfels, 

des Fridolin und der Sophia Landolt No.237

* 1941 März 19. in Näfels

oo

1967 Sept.18. in Näfels: Annamaria Tschanz von Röthenbach im Emmental BE, in Zürich,

des Friedrich und der Johanna Ida Haldimann

* 1945 Sept.14. in Grosshöchstetten BE

 

1969 Okt.28.  in Zürich: Jörg Hermann

1971 Sept.3.  in Zürich: Angelika Barbara

 

1981 Feb.24. hat die Familie das Bürgerrecht von Thalwil erworben.

 

 

Bilderserie von Hermann Feldmann

Es gibt Bilder und Erlebnisse, die man nicht mit Worten beschreiben kann.

Danke Hermann für deine Eindrücke!


Sonntag, 7. August 2022

 

Gärbifäscht

Das 27. "Gärbifäscht" auf dem "Marzälläplatz" ist wiederum angesagt.

Die Organisatoren sind Franz und Catherine Schmidig und Manfred und Nicole Müller "Jägerstübli". In drei Jahren existiert das "Gärbifäscht bereit 30 Jahre, eine ganze Generation lang. Der Einsatz der Organisatoren ist lobenswert und ist ein Stück Lebensqualität im Gerbiquartier. 2025 werden 150 Jahre seit dem Gerbibrand (1875) vergangen sein. Damals ist das ganze Gebiquartier abgebrannt.


Samstag, 6. August 2022

 

Potz Blitz!

 

Die heutige Zeit ist so perfekt, man kann sogar die Blitze messen. Siehe die "Rangliste" unten.

Wahnsinn! Glarus ist wie meist im MiIttelfeld. Ich selber habe einen wunderbaren Blitz er-lebt, der in die Marienwand einfuhr.


Samstag, 6. August 2022

 

Der Kirchenrat der Pfarrei Näfels und Umgebung hat sich formiert

 

Für die Amtsperiode 2022 bis 2026 setzt sich der Kirchenrat wie folgt zusammen und hat die Zuständigkeit wie folgt geregelt:

 

Kirchenpräsident.................................Martin Laupper-Müller

Kirchenvogt.........................................Peter Müller-Laager

Bau und Liegenschaften.....................Urs Schweikert-Krebs

Stiftungen, Anlässe.............................Camilla Schirmer-Wüst

Entwicklung Pfarrei.............................Rita Müller-Gabrielli

Seelsorge, beratend............................Pfarradministrator Stanislav Weglarzy

 

Diese Konstituierung gilt ab sofort 

 

Delegierte in den Kantonalen Katholischen Kirchenrat:

Von Amtes wegen...............................Martin Laupper und Camilla Schirmer

weitere 6 Delegierte............................Wahl an der Budget-Kirchgemeinde*

 

*nach vorheriger Änderung der Kirchgemeinde-Ordnung

 

Termine:

Budget-Kirchgemeinde.........................Freitag, 21. Okt. 2022 20 Uhr Turnhalle

Frühjahrs-/Rechnungskirchgemeinde...Freitag, 26. Mai 2023  20 Uhr Turnhalle

 


Freitag, 5. August 2022

 

Kleiner Trip am Sa 3. September 2022 nachmittags

 

"Sagenhafte Alpenwelt"

im Forum für Schweizer Geschichte Schwyz

 

Chundsch au, hä?