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  der

 

  Woche

 

  2025

West-Portal im Konstanzer Münster:

Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion, Schwanden, 1942-2021)


Freitag, 10. April 2026 ("Naafahrt")

 

Fahrtsrede/ Begrüssung im Schneisigen

von

 

Landammann Kaspar Becker

 

 «Amüsieren wir uns nicht zu Tode,

übernehmen wir Verantwortung»

Hochgeachteter Herr Landesstatthalter
Hochvertraute, liebe Mitlandleute
Liebe Gäste

Es ist mir eine grosse Ehre und Freude, die Fahrtsrede 2026 halten zu dürfen – eine Gedenkrede anlässlich eines für uns Glarnerinnen und Glarner sehr wich-tigen Jahrestages.

An der Näfelser Fahrt erinnern wir uns daran, welch turbulente Zeiten die Glarne-rinnen und Glarner im 14. Jahrhundert erlebt haben. Das Land Glarus war einst Spielball fremder Mächte, hin- und hergerissen zwischen dem Bund mit eidge-nössischen Orten und der habsburgischen Herrschaft. Mit dem Sieg in der Schlacht von 1388 ebneten sich die Glarner den Weg zur vollwertigen Integration des Landes Glarus in die Schweizerische Eidgenossenschaft. Sie zeigten Widerstandsgeist und Freiheitswillen, in der Hoffnung, ihr Leben zum Besseren verändern zu können.

Und heute, über 600 Jahre später? Heute ist das Geschehen auf der Welt nicht minder turbulent. Die Welt scheint zunehmend aus den Fugen zu geraten. Viele der grössten Länder werden von Egoisten und Narzissten regiert, die sich eiskalt lächelnd über geltendes Recht hinwegsetzen. Katastrophen und Kriege, zum Teil vor unserer Haustür, dominieren die Nachrichten. Immer direkter wirken sich diese Ereignisse auf unsere Wirtschaft, auf unsere Gesellschaft, ja auf jede und jeden von uns aus. Es fällt einem immer schwerer, optimistisch und hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Der Mensch sehnt sich aber nach einer guten, gerech-ten Welt, einer Welt, die auch unseren Nachkommen eine lebenswerte Grundlage bietet, in der sie sich wohl fühlen und entfalten können.

Antoine de Saint-Exupéry hat gesagt: «Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen». Diese Weisheit sollen wir uns alle zu Herzen nehmen. Denn wer, wenn nicht wir, – Glarnerinnen, Glarner, Schweizerinnen, Schweizer – hat bessere Voraussetzungen, die Zukunft möglich zu machen? Wir haben das Glück, in einem Land zu leben, das Eigenverantwortung, Initiative, neue Denkansätze und Visionen fördert. Wir profitieren von einer stabilen politi-schen Situation und unsere finanzielle wie auch wirtschaftliche Kraft bietet uns eine eindrückliche Basis, um unsere Zukunft aus einer Position der Stärke heraus gestalten zu können. Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass sich un-sere Schweiz in Zeiten von grossen, internationalen Krisen gut behaupten kann und die Herausforderungen häufig besser als andere Länder meistert. Die Frage stellt sich nun, ob wir auch weiterhin bereit sind, gemeinsam die richtigen Wei-chen zu stellen. Gemeinsam den richtigen Weg zu finden. Die Frage stellt sich, ob wir bereit sind, neue Denkansätze, die heute unsere Vorstellungskraft viel-leicht noch sprengen, zuzulassen, zu entwickeln und zu verfeinern. Und es stellt sich die Frage, ob wir bereit sind, einmal mehr alle zusammen als Gesellschaft, über uns hinauszuwachsen. Erlauben Sie mir dazu zwei kritische Gedanken.

«Wir amüsieren uns zu Tode.» Zu diesem Fazit gelangte im Jahre 1985 der ame-rikanische Soziologe Neil Postman. Lange stand der Satz als Metapher dafür, wie Medien und Unterhaltungsindustrie unser Leben bestimmen. Die Gründe liegen aber wohl tiefer. Unsere Gesellschaft hat sich in letzter Zeit hin zu einer Spass-gesellschaft entwickelt, die von wachsendem Individualismus geprägt ist. Vergnü-gung und Konsum stehen an oberster Stelle. Diese Freuden der Unterhaltung und der Warenwelt sind kein Selbstzweck. Sie sind Mittel, um dem Leben einen Sinn zu geben. Eine auf Ablenkung fokussierte Gesellschaft wird aber nichts Neues erfinden, sich nicht entwickeln, nicht über sich hinauswachsen. Im Gegen-teil – stockt der Nachschub an Unterhaltung und Materiellem, entsteht eine Sinnkrise, ein wichtiger Inhalt des Lebens entfällt.

Mein zweiter Gedanke – der deutsche Soziologe Hartmut Rosa stellt Anfang Februar in einem Artikel in der NZZ die Frage, «wie wir zurück zur Selbstbe-stimmung finden». Wir alle unterwerfen uns im Alltag immer öfter Vorgaben aller Art, oft sogar freiwillig. Und damit meine ich nicht staatliche Vorgaben, sondern informelle Regeln, standardisierte Abläufe oder Kontroll-Apps, welche zum Bei-spiel Schritte und Kalorien zählen. Hartmut Rosa erkennt, dass wir immer mehr von Handelnden zu Vollziehenden werden. Wir bewegen uns im täglichen Leben in fix definierten Leitplanken. Wir befolgen Regeln, geben Daten ein und klicken Kästchen an. Wir lassen uns von Parametern und Algorithmen bestimmen. Das ist nicht dasselbe wie handeln. Beim «Vollziehen» spielen eigene Erfahrung, Absichten oder Gefühle keine Rolle. Sogar komplexe Lebenssituationen werden oft auf ein einfaches Schwarz-Weiss-Denken reduziert. Der Handlungsspielraum wird kleiner oder verschwindet und somit unsere Kreativität, unsere Vorstellungs-kraft und schlussendlich das, was uns menschlich macht. Wer nur noch vollzieht, wird keine Weichen stellen, keine neuen Denkansätze entwickeln und nicht über sich hinauswachsen.

Hochvertraute liebe Mitlandleute, geschätzte Gäste,
die politischen, sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben, sind vielfältig. Wenn wir bloss Vorgaben vollziehen, schal-ten wir unser Know-how, unsere Urteilskraft und unsere Gefühle aus. Und wenn wir Spass und Konsum in den Vordergrund rücken, bleibt der Fortschritt auf der Strecke.

Arbeiten wir daran, dass wir unsere Handlungsspielräume nicht aufheben. Machen wir es uns nicht zu bequem - amüsieren wir uns nicht zu Tode ¨hinterfragen wir Regeln. Hinterfragen wir Abläufe und bringen wir die Energie auf, den sich auf-bauenden Widerständen zu begegnen. Wir erhalten alle die Gelegenheit, die Zukunft möglich zu machen, besonders in unserem privaten Umfeld. Wir dürfen uns am Arbeitsplatz aktiv einbringen, dürfen neue Denkansätze entwickeln und verfeinern. Und wir haben in der Schweiz und ganz besonders im Glarnerland einmalige demokratische Rechte. Mit all diesen Rechten gilt es, verantwortungsvoll und sorgfältig umzugehen. Sie nicht zu nutzen wäre aber ein grosser Fehler und würde unseren Vorfahren, die hier im Schneisingen für diese Rechte gekämpft haben, nicht gerecht. Und es wäre insbesondere unseren Nachkommen gegenüber nicht recht, wenn wir diese Privilegien nicht weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen nutzen und pflegen.

Übernehmen wir Verantwortung auf allen Stufen und in verschiedensten Situa-tionen. Und ja – erlauben wir uns auch, Fehler zu machen, ohne dass gleich nach Konsequenzen gerufen wird. Nutzen wir unseren Handlungsspielraum im Beruf und im Privaten. Meistern wir so gemeinsam die anstehenden Herausfor-derungen.

Liebe Mitlandleute, dieser Einsatz lohnt sich.  Wir alle, die wir uns hier und heute versammeln, profitieren von grossen Privilegien. Wir leben trotz all den Wirren um uns herum noch immer in Frieden und Sicherheit. Wir können uns jederzeit auf eine hervorragende Gesundheitsversorgung verlassen. Die soziale Sicherheit ist hoch, die Bildung bietet ausgezeichnete Chancen für den Berufs- und Lebens-weg. Auf unsere Infrastruktur ist Verlass. Oder zusammengefasst und uf Glarner-tüütsch:

«Mir händs da uuuheimli schüü und eländ guät.»

Und auch wenn wir uns nicht zu Tode amüsieren – freuen wir uns am Leben – mit Bedacht und im Wissen darum, dass es unsere Pflicht ist, «die Zukunft zu ma-chen». Für unsere Kinder und Kindeskinder.

In diesem Sinne bitte ich für Land und Volk von Glarus um den Machtschutz Gottes.


Kaspar Becker, Landammann
Glarus, 9. April 2026


Donnerstag, 9. April 2026

 

Traumfahrt!

 

Das Fahrtswetter, wie es sein soll, hat eine Superbeteiligung erzeugt. Auf dem Bus nach Glarus fanden nicht alle pilgerfreudigen Mitlandleute Platz, viele fuhren mit dem Zug nach Glarus und pilgerten bei herrlicher Morgenstimmung mit ganzen Völkerscharen nach Näfels.

 

Die Landammannrede wurde gelobt, der Fahrtsbrief wieder mustergültig gelesen, die Predigt im Duo war sympathisch, nur sollte den Predigern im Voraus gesagt werden, wo sie Platz nehmen sollen, die Priestersitzplätze waren erst nach längerem Hin und Her geräumt.

 

Warum kommt man beim Kanton nicht auf die einfache Idee: Die Plätze mit einem Kleber "Reserviert für die Geistlichkeit" oder "Reserviert für die Regierung" oder "Reerviert für Gäste der Regierung" zu versehen?

 

Störend und ablenkend ist das Geschnorr der Menschenansammlung auf der Strassenkreuzung Rösslistrassse/Herrenweg während des Vortrages des Fahrts-briefes und während der Fahrtspredigt.

 

Der vierte Gedenkstein ist eine leidige Sache. Das Daraufhinweisen in der Tagespresse wirkt langsam abgedroschen. Niemand versteht, dass die Regie-rung nicht zum Handeln im Stande ist. Das ist schade, weil die Fahrt eine einmalige und würdige Tradition ist, die wie in diesem Jahr mit grosser Beteiigung rechnen kann.

 

Die Führungsrolle der Gemeinde Glarus Nord, günstige Gemeindefahnen zum Verkauf anzubieten, ist lobenswert. Für 20 Fränkli ist eine solche Fahne zu beziehen. Da die Fahrt aber ein kantonaler Feiertag ist, wäre die Abgabe von günstigen Fridlifahnen prüfenswert.

 

Erfreulich waren die musikalischen Beiträge des Kantonalen Gemischten Chores und die schneidige Stadtglarner Harmoniemusik. Pittoresk und gekonnt die Prä-senz der Glarner Tambouren in historischer Uniform.

 

Zu rühmen sind alle Anwohner, besonders des Fahrtsweges, für ihre Beflag-gung.

 

Eine hohes Lob dürfen die Kirche und der Cäcilienchor mit Orchester und Solisten für die Gestaltung des Fahrtsgottsdienstes entgegennehmen. Die Zielmarke 13 Uhr, also ein einstündiger Gottesdienst wurde nicht ganz erreicht, weil a) eine reichlich lange Epistel gewählt und vorgetragen wurde und b) weil eine musikalische Schlusspräsentation nach dem "Ite, missa est¨ oder "Gehet hin im Frieden!" völlig überflüssig ist. Natürlich ist es für die Musikanten und den Dirigenten verlockend, ihr hohes Können zu zeigen. Aber man bedenke, dass viele Fahrtsteilnehmer seit sechs Stunden unterwegs sind. Es darf aber nicht der Sinn sein, dass Fahrtsbesucher "nur" den Gottesdienst mit Orchestermesse be-suchen.

 

Bewährt hat sich der Priestertreffpunkt im Hilarisaal und der feierliche Einzug durch den Haupteingang und ebenso der feierliche Auszug.

 

Wohltuend zurückhaltend verzichtete der Ortspfarrer auf eine spezielle Be-grüssung, und der Hauptzelebrant (Stadtpfarrer von Glarus)  gestaltete den beso-dernen Festgottesdienst eindrücklich. 

 

Alles in allem aber eine sehr erfreuliche Näfelser Fahrt, die trotz gewaltigem Aufmarsch Würde und Besinnlichkeit ausstrahlte. Regierung und Glarner Volk dürfen mit Stolz feststellen, dass die Näfelser Fahrt lebt und wohl weltweit einzigartig ist.

 

Ich wiederhole mich, wenn ich feststelle: 

 

Die Landsgemeinde ist der Kopf des Glarner Volkes,

die Näfelser Fahrt das Herz.

    

Ein Zentrum ist der Fahrtsplatz mit dem Vortrag des Fahrtsbriefes und der Fahrtspredigt, die abwechslungsweise das eine Jahre ein katholischer Geistlicher oder ein ev. ref. Pastor hält. In diesem Jahre teilte sich diese Aufgabe das Pfarrerehepaar Regula Eschle Wyler, evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Schwanden, und Bruno Wyler-Eschle, evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Ennenda. 

Das Pfarrerehepaar Bruno Wyler-Eschle und Regula Eschle Wyler

Peter Staub, verliest den Fahrtsbrief mit den Ereignissen von damals: der Schlacht bei Sempach, der Weesener Mordnacht, der Schlacht bei Näfels. Eindrücklich ist die Nennung der Ermordeten in der Weesner Mordnacht und der gefallenen Glarner, Schwyzer und Urner der Schlacht bei Näfels.

Der Stadtpfarrer von Glarus, Pfarrer Matthias Hauser, geniesst das Privileg, dem Festgottesdienst in der Hilariuskirche Näfels vorzustehen. 

Die Näfelser Fahrt 2026 fiel justament auf den 9. April, das Datum der Schlacht bei Näfels 9. April 1388.

 

Seit 1988 existiert der "Verein der am 9.April-Geborenen". Ihm gehören Frauen und Männer aus der ganzen Schweiz an. Sie liessen es sich nicht nehmen, mit einer stattlichen Delegation an der diesjährigen Fahrt teilzunehmen. Nach Kaffee und Gipfeli im Kaffi Märchy, nahmen die Neuntapriller am Festakt auf dem Fahrtsplatz teil, erreichten mit der Fahrtsprozession die Hilariuskirche und hatten im Festgottesdienst reservierte Plätze. Das Gruppenbild auf der Wiese hinter dem Schützenhof entstand nach dem Genuss des Fahrtsmenüs (Kalberwurst mit Dörrzwetschgen, Kartoffelstock an einer Zwiebelsauce).

Nächstes Jahr, soll der 40. Geburtstagstreff am Freitag, 9. April 2927 besonders gefeiert werden.

 

Wir suchen laufend weitere 9. Apriller/innen zu unserem Plauschclub, der ohne Verpflichtungen oder Vereinsbeiträgen besteht, aber immer wieder Freude macht.

Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte bei folgendem Kontakt:

 

Brief:  VNG, Gerbi 34, 8752 Näfels

E-Mail: [email protected]

Tel.: 055 612 35 13


Wie jedes Jahr ist Fridolin Bühler (NäfelslWeesen) im Einsatz als Ersteller der Fahnenallee von Mühlebrücke auf die Schneisingenwiese. Der Regierungsrat und die Tambouren, das Militär, die Harmoniemusik überschreiten den Mühlebach zum Festplatz, wo Landammann oder Statthalter die Fahrtsbesucher begrüssen.

 


 Bei prächtigem Vor-Fahrtswetter schlägt Fridolin Bühler die vorbereiteten Fahnen ein,

Reihenfolge: zwei Glarner Fahnen, zwei Glarus-Nord-Fahnen, zwei Glarus Mitte-Fahnen, zwei Glarus Nord-Fahnen, zwei Glarus Süd-Fahnen, zwei Glarus-Nord Fahnen und zwei Schweizerfahnen. Ein Beitrag des Fridlibundes des Kts. Glarus

Im Hintergrund die Schneisingenwiese und das Rednerpult für Landammann oder Statthal-ter.

 

Mitwoch, 8. April 2026

 

Auf, an die Fahrt!

 

Ob die Fahrt schon ab 1389 gefeiert wurde, ist fraglich, aber wohl möglich. Gewiss wurden der Gefallenen gedacht und für ihre Seelen gebetet. Ob die heutige Form, mit Begrüs-sung im Schneisingen, der (Wall)fahrt entlang der 11 Ge-denksteine, dem Verlesen des Fahrtsbriefes auf dem Fahrts-platz, der Predigt, der Besuch des Denkmals und der feier-liche Gottesdienst schon früh eingeführt wurde, ist kaum möglich. Vorreformatorisch gab es noch keine Kirche in Näfels. die Gefallenen waren auf dem Friedhof in Mollis be-stattet. Das heutige Schlachtdenkmal existiert erst sei 1888.

 

Die heutige Fahrt beruht auf der Umsetzung des derzeit älte-sten Gesetzes in der Glarner Gesetzessammlung von 1835, einem grossen Versöhnungsakt, der die beiden Konfession wieder nach 180 Jahren Trennung zusammenbrachte und den Fahrtsablauf genau regelte.

 

Vermutlich ist die "Näfelser Fahrt" weltweit einzigartig. Und vor allem ist es keine Verherrlichung der Schlacht, sondern primär ein Gedenken an die Gefallenen und der Befreiung von habsburgischer Unterwerfung. 

 

Wem immer ein patriotisches Herz in der Brust schlägt, der mag es zur Pflicht machen, an der Fahrt teilzunehmen. Ehr und Dank gebührt jedem und jeder, die ihr Haus am Fahrts-weg beflaggen.

Allen ä schüüni Fahrt!

 Die Kircehnfahen

Fahnengruss und Landeshymne beim Schlachtdenkmal,

die Kirchenfahnen der Kilchhörenen und die Vortragekreuze gehören zum typischen Bild der Näfelser Fahrt (Bild: Kanton Glarus)


Osterdienstag, 7. April 2026

 

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Dr. Hans Laupper mit einem neuen Werk

 

Dr. Hans Laupper, unser ehemaliger Glarner Landesarchivar- und bibliothekar ist nach wie vor sehr kreativ und als Forscher tätig. Er bringt in Bälde sein neues spannendes Werk heraus. Es wird ins Internet gestellt und ist weltweit zugänglich. Ich werde die Veröffentlichung rechtzeitig bekanntgeben. Man darf sich jetzt schon freuen.


Ostermontag, 6. April 2025

 

Voranzeige

 

Geschäftsübergabe

 

Christian Landolt-Fischli                     Iris Landolt-Fischli                   Stefan Collenberg*

Geschäftsführer in 3. Generation    mitkrampfende Ehefrau           neuer Geschäftsführer

 

*Stefan Collenberg hat von 2005 bis 2009 in unserer Firma die Lehre als Innen-dekorateur absolviert. Nach einjähriger Durchdiener-RS arbeitete er bis Ende 2013 in unserem Betrieb.

Anschliessend holte Stefan Collenberg an weiteren Arbeitsstellen sein berufli-ches Rüstzeug und schloss 2022 die eidgenössische Chefbodenlegerausbildung ebenfalls mit Bravour ab. Wir freuen uns und es macht uns Stolz, dass Stefan Collenberg seit 1. Januar 2024 als  Mitinhaber in unserem Betrieb tätig ist.

Mit ihm haben wir einen jungen, dynamischen, bestausgebildeten Berufsmann, der bereit ist die Firma Christian Landolt, Polsterei und Bodenbeläge AG in Zukunft weiterzuführen.

1912 bis 2023

Wer 111 Jahre alt wird, hat wohl vieles richtig gemacht!

 Geschätzte Kundinnen und Kunden der Firma Christian Landolt AG

Was mein Grossvater Johann Landolt im Jahre 1912 gegründet hat, dürfen wir seit 30 Jahren erfolgreich weiterführen. Dies ist nicht selbstverständlich und ich danke meinen Vorfahren, welche die Kraft und Ausdauer für einen selbständig zu führenden Betrieb aufbrachten. Mit fachmännischem Wissen und ehrlichem Geschäftsgebaren entwickelt sich ein Kleinbetrieb, welcher die täglichen Bedürfnisse der damaligen Gesellschaft bewirbt und bedient. Aus unternehme-rischer Kraft entsteht 1931 ein grosszügiges Geschäftshaus an der Gerbi.

Meine Eltern durften Ende der 50er Jahre einen geschätzten Sattler- und Pol-sterbetrieb übernehmen. Der Boom der Nachkriegsjahre brachte grosse ge-sellschaftliche Veränderungen.

In der Gerbi entstand 1964 ein grosszügiges Detailhandelsgeschäft. Mit viel Mut zu Neuem versuchten meine Eltern, den Bedürfnissen ihrer Kundschaft  ge-recht zu werden. Ohne Anspruch auf unbändigen Wachstum blieb man sich treu und verfolgte weiterhin den persönlichen Kontakt. Nebst dem Handelsgeschäft blieb man sich auch dem Handwerk immer verbunden. Sattleraufträge wurden auf Grund der Mobilitätsveränderung immer seltener und so machte dies Platz zu mehr Arbeit in der Wohnraumgestaltung. Der Bodenbelag, vor allem der Spannteppich, sowie Vorhänge und allgemein Textilien waren ein Zeichen der wohlhabenden Gesellschaft.

Mit Leidenschaft lebe ich den Beruf des Innendekorateurs und liebe die Viel-fältigkeit. Ich fühle mich berufen, unsere Privatkundschaft in der Entschei-dungsfindung zu begleiten und deren Wünsche entsprechend umzusetzen. Hart-näckigkeit und Ausdauer bedeuten Qualität und die Liebe zum Detail. Das seinerzeit Erlernte stetig weiterzuentwickeln, steht für mich zuoberst. Vor genau 30 Jahren durfte ich den elterlichen Betrieb übernehmen.

Eine zufriedene Kundschaft an erster Stelle. Der erhaltene Dank und die Wert-schätzung für unsere Arbeit, ist für mich ein Teil des Lohnes. Wir leben die fa-miliäre Struktur in unserer Firma und jeder Mitarbeiter ist eine wichtige Stütze.

So möchte ich mich an dieser Stelle ganz persönlich bedanken für Ihre Treue und Verbundenheit. Es freut mich zu wissen, dass nach wie vor eine Vielzahl un-serer Kunden schon mit meinen Eltern geschäftliche Beziehungen pflegten.       

Wir feiern nicht die Vergangenheit, sondern ein Jubiläum für die Zukunft. Im Glauben, dass wir noch ein paar Jahre gesund bleiben dürfen, freuen wir uns auf die Herausforderung, den Betrieb auf den richtigen Bahnen weiter zu leiten. Für unsere Zukunft sehen wir eine Perspektive, auf welche wir hinarbeiten möchten und hoffen, dass sich die Geschichte unseres 111-jährigen Betriebes weiter-schreibt.

Aus Dankbarkeit haben wir uns entschieden, drei Organisationen aus dem Kanton Glarus finanziell zu unterstützen. Einerseits das Heilpädagogische Zen-trum in Oberurnen, welches Kinder und Jugendliche mit geistiger oder mehr-facher Beeinträchtigung fördert und spezielle Projekte ermöglicht. Zweitens die Genossenschaft Kiss Kanton Glarus, welche auf ganz originelle Art notdürf-tigen Menschen, ob Jung oder Alt, in Freiwilligenarbeit hilft. Die dritte Orga-nisation ist SPOCAP. Es ist ein Non-Profit-Verein für Menschen mit körper-lichem und/oder geistigem Handicap. Er unterstützt Personen im sportlichen Bereich, die dafür nicht die nötigen finanziellen Mittel aufbringen können.

Im FRIDOLIN und dem Online-Portal Glarus 24 publizieren wir die Check-übergabe an die drei Institutionen im laufenden Jahr.

Näfels, im Januar 2023           Christian Landolt, Polsterei und Bodenbeläge AG


Karfreitag, 3. April 2026

 

Wänn's zwäitälet, so drittälet's

 

Passend zum Karfreitag ist die Trauerbotschaft des dritten Gärbälers, der ver-storben ist, nach Dr. Fritz Feldmann, der im obersten Haus der Gerbireihe aufgewachsen ist und nach dem Hinschied von Mani Müller im "Jägerstübli", ist nun auch unser ältester Gerbibewohner, der allerdings noch kurze Zeit im Altersheim verbracht hat, in die Ewigkeit aufgebrochen.

Alle drei waren sie noch am "Gärbifest" des letzten Jahres, dem Jubiläum "150 Jahre seit dem Gerbibrand 1874 bis 2024". Mani als Mitorganisator, Fritz als Gärbibuäb aus seiner Jugendzeit und nun Franz, der im Gerbi 12 seiner Lebtag wohnte und später in die Fussstapfen seines Vaters Johann, die Sattlerei und Polsterei am unteren Gerbirank übernommen hat und diese seinem Sohn Christian übergeben konnte. Er baute das ausladende Gebäude unmittelbar vor dem geräumigen Doppel-Chalet seines Elternhauses. Franz erreichte 95 Lebensjahre und wohnte seiner Lebtag an der Gerbi. Verheiratet mit Ruth Fischli (Metzger Fischlis) gründete er eine blühende Familie mit tüchtigen Nachkommen und Enkeln.

Franz Landolt vor dem Hirzen, unmittelbar neben seinem Wohnaus und dem Geschäft sei-nes Sohnes Christian, zweimal.  Franz im Freulergarten anlässlich des Fronleichnams-festes. Ehrentafel der Feuerwehr, 30 Jahre, Landolt Franz Pikettchef.

Vorbildlich sorgten seine Kinder und Enkel für ihn. Sie begleiteten ihn zur Kirche, umsorg-ten hn liebevoll. Als sein Sohn Christia und Ehefrau Iris Ferine machten, besortgen sie ijm im Altersheim ein Ferienzimmer, es gefiel ihm so gut, dass er bleiben wollte.

 


Mittwoch, 1. April 2026

 

Gemeinderat Glarus Nord fördert Renaturierung des Obersees

 

Kürzlich  hat der Gemeinderat Nord die Katze aus dem Sack gelassen und öffentlich kundgetan, dass nun wirksame Massnahmen für den geschundenen Obersee getroffen werden.

 

Nun sind weitere Details ruchbar geworden, die der Öffentlichkeit nicht vorbe-halten werden sollen.

 

1. Der See wird gegen die Alp Obersee Stafel um 250 Meter erweitert, so dass sich die Gestade des Sees neu kurz vor dem jetzigen Viehstall erstrecken. Die Alp wird um ein Senten reduziert, da die Weidefläche verkleinert wird.

 

2. Der Rundweg um den Obersee wird entsprechend verlängert und führt auf der Ostseite bis zum einsamen Gaden am Fuss des Grappliwaldes und dann nord-wärts bis kurz hinter der Stafelbrücke und dann wieder ostwärts unterhalb der Strasse bis zu den Brüglen. Dort werden die zwei verschwundenen Sitzbänke zum Rasten (wegen der Verlängerung des Rundweges) wieder angebracht.

 

3. Als touristische Attraktion wird unmittelbar hinter dem vergrösserten See ein Wildpark erstellt, wo auf dem frei gewordenen Alpsee von Obersee Stafel eine neue Arbeitsstelle als Betreuer und Heger angeboten wird. Geplant sind Hirsche, Rehe und Gemsen, ein fuchsgesicherter Hühnerhof mit kalifornischen Berghüh-nern, sowie ein separates Gehege für gezähmte Murmeltiere, die man füttern kann. Am Rande wird ein Automat mit munggenfreundichen Fresstüten errichtet. Man verspriciht sich vor allem eine grösser Nachfrage durch Familien und Schul-klassen.

 

4. Damit die Alpwiesen geschont werden können, werden in der Nähe des Karls-bades 100 Parkplätze mit gelöcherten Betonziegeln erstellt. Allerdigs gilt die Ge-bührenregelung für Parkplatzbewirtschaftung der Gemeinde Glarus Nord. Zudem wird an Mitwochnachmittagen und an Wochenenden ein Obersee-Taxi-Betrieb angeboten. Neu werden im Juli und August Schwimmkurse für Seniorinnen und Senioren im Karlsbad ausgeschrieben (gemischte und getrennte Gruppen). Der Verein der Turnveteranen Näfels unterstützt diese Neuerung und stellt ehren-amtliche Schwmmlehrer zur Verfügung. Tödi Sport bietet altersgerechte Bade-kleider an.

  

5. Gesucht werden rüstige Rentner, die als Parkplatzwarte eingesetzt werden  und sich im Hotel Obersee jeweils gratis verpflegen können. Teilweise werden sie auch eingesetzt, um im Wildpark die Exkremente der Hirsche, Rehe und Gämsen zu entfernen und damit auf den Weideflächen zu misten. Des weiteren wird eine Teilzeitstelle als Wildparkwart und ein Hühnerbetreuer frei, Bewerber müssten allerdings den Nachweis einer abgeschlossenen Lehre erbringen, auch allein-stehende Frauen sind zugelassen.

 

6. Als Fernziel sollen vom Zirkus Knie kurzfristig einige Elefanten im See ein-gesetzt werden, die die wildwachsenden kanadische Seepest-Stauen nieder trampen, so dass sich der See jeweils für die Saison idyllisch wie zu früheren Zeiten anbietet. Mit dieser Methode wurden anderswo beste Erfolge erzielt.

 

Interessenten wenden sich an die Personalstelle der Gemeinde Glarus Nord, Abteilung für Wald, Forst und Tourismus, Windeggstrasse 35, 8868 Niederurnen.

Das Oberseetal wird attraktiver, der See grösser, ein Wildpark und Parkplätze werden geschaffen. (Bild Glarus Nord)


Montag, 30. März 2026

 

Bundesrat Rösti und andere Gäste an der Näfelser Fahrt am 9. April 2026

 

Die General Bachmann Gesellschaft hat an die Näfelser Fahrt eingeladen.

 

Politik

Bundesrat Albert Rösti, Vorsteher des UVEK, Bern

Landesstatthalter Daniel Furrer, Uri

Landammann Kaspar Becker, Glarus

Thomas Fridolin Tschudi, Baudirektor, Glarus

 

Wirtschaft

Monika Rühl, Vorsitzende "economiesuisse"

 

Bildung und Kultur

Franziska Eucken-Bütler, ehemalige Rektorin Kantonsschule Glarus

 

Armee/Militär

Divisionär Daniel Keller, Chef Armeestab

 

Mittwoch, 8. April 2026

18.30 Uhr Öffentlicher Apéro in der Sala Terrena, Freulerpalast

 


Sonntag, 29. März 2026

 

Der Gemeinderat Glarus Nord ist komplett!

 

  Fritz Staub bleibt Gemeindepräsident      Christoph Zwicky neuer Gemeinderat

(Fotos: von der Wahlpropaganda)

 

Meldung bei glarus24.ch

 

Die heisseste Entscheidung bei den Gesamterneuerungswahlen der Exekutive im Kanton Glarus fiel über die Zusatzrunde über den zweiten Wahlgang an diesem Wochenende in Glarus Nord.

 

Der bisherige Gemeindepräsident Fridolin Staub konnte sich hier gegen Samuel Zingg durchsetzen. Mit rund 250 Stimmen Unterschied fiel auch hier das Resultat wie beim ersten Mal knapp aus.

 

Komplett macht das Gremium Christoph Zwicky. Er erhielt mit 1483 Stimmen am meisten Zuspruch. Die weiteren Kandidaten Priska Müller Wahl und Andreas Amir Streiff erhielten je 1153 respektive 913 Stimmen.

In Zahlen

 

Gemeindepräsidentenwahl

 

Stimmberechtige                                                                 11'832

 

Eingegangne Stimmzettel                                                     4516

Ungültig                                                                                     16

leer                                                                                            49

gültig                                                                                     4'451

davon ungültig                                                                            6

Entscheidende Stimmen                                                      4'445

 

Staub Fridolin gewählt                                                      2'299  

Zingg Samuel                                                                      2'049

Vereinzelte                                                                               97                                                                        

 

Gemeinderatswahl, noch eine Vakanz

 

Stimmberechtigte                                                                  11'483

 

Eingegangene Stimmzettl                                                       4'542

Ungültig                                                                                       20

leer                                                                                            166

gültig                                                                                       4'005

davon ungültig                                                                             22

Entscheidende Stimmen                                                         3'983

 

Zwicky Christoph gewählt                                                   1'483   

Müller Wahl Priska                                                                  1'153

Streif Andreas Amir                                                                    913          

Staub Fridolin                                                                             119

Zingg Samuel                                                                               53

Vereinzelte                                                                                 268

 

Die Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler


Samstag, 28. März 2026

 

Trauer in der Gerbi

 

"Mani" Müller ist gestorben

Mani, am letzten Gärbifäscht 2025. Er trug massgeblich zum Gelingen des traditionellen Nachbarschaftsanlasses bei.

Der stets fröhllche, engagierte und echte "Gärbibuäb" ist allzufrüh an einer schweren Krankheit verstorben. Während dreissig Jahren hatte er mit seiner Frau Nicole und mit Kathrin und Franz Schmidig das traditionelle "Gärbifäscht* auf dem "Marzällenplatz" organisiert und zur guten Stimmung der Gerbinachbar-schaft beigetragen. Seine Frau NIcole führt seit Jahren das "Jägerstübli" und ist vor Jahren nach schwerer Krankheit dem Tod entronnen. Nun hat sie ihren lieben Ehemann und Lebensgefährten verloren. Sie waren ein glückliches Ehepaar mit Familie und im ganzen Quartier wohlgelitten. Mani Müller ist im "Jägerstübli" aufgewachsen und hat später mit Nicole dort Wohnsitz genommen, nachdem ihre Eltern, Josef und Dora Müller-Hausmann, die das Jägerstübli geführt hatten, verstorben waren.

Das "Jägerstübli" ist eine urchige Näfelser Wirtschaft mit einem populären Stammtisch und Sitz der Turner, Schützen, Jäger und zahlreicher alteingeses-sener Näfelser.

In der Regel führte seit mehreren Generationen jeweils die Ehefrau die Wirt-schaft, die Ehemänner gingen einem Beruf nach. So war das Jägerstübli seit 1943 von Dora Hausmann-Giger geführt, ihr Mann Alfred war Drucker, ab 1970 von Tochter Dora Müller-Hausmann, ihr Mann Josef war Zimmermann und Bau-führer, ab 2007 Nicole Müller-Meyer, ihr Mann, der Sohn von Dora und Josef Manfred, der eben dieser Tage Verstorbene, der in diesem Jahr pensioniert wor-den wäre.

Das ganze Quartier tauert um einen lieben Nachbarn, nachdem nur 16 Tage vor-her der in unmittelbarer Nähe am Marzellenplatz aufgewachsene Dr. Fritz Feld-mann-Zuberbühler verstorben war.

 

Erinnerungsbild an das Gärbifäscht 2025. Das Quartett Franz Schmidig, Nicole Müller, Fridolin 'Osterhazy' Hauser, Kathrin Schmidig und Mani Müller, bei der Entgegennahme des "Goldigä Gärbhundes" für ihren dreissigjährigen, selbstlosen Einsatz als Organisatoren.

 

Lieber Mani, ein herzliches Dankeschön gehört dir für deinen Einsatz und deine sehr anegehme Nachbarschaft und Freundschaft. Ruhe im Frieden.

Schöne Erinnerungen und ein liebes Andenken bleiben uns.

Mani Müller war in verantwotlicher Posiiton auch für den Volleyclub Näfels tätig. Beruflich wirkte er in der sehr erfolgreichen Marelcom AG Nidfurn mit.

(Bild von der Homepage des Volleyclubs Näfels)

Mani und Schwiegermutter am Gerbifest 1924 bei der Power Point Präsentation 150 Jahre Gärbibrand 1874-2014"


Freitag, 27. März 2026

 

Wenn Pirmin Meier im Land ist, wird es spannend

 

Neues über die Näfelserin Sr. Antoinette Feldmann

Wenn der engagierte Historiker und Forscher Dr. Pirmin Meier im Land ist, wird es jeweils spannend. Ich könnte ihm stundenang zuhören, wenn er ein Thema ausgräbt und in der ganzen Vergangenheitsgeschichte und Literatur Bezüge her-stellt, kommt mn aus dem Staunen nicht mehr heraus. Seit einiger Zeit hat er die Sr. Antoinette Feldmann entdeckt und ist fast ausgefgflippt über deren Bedeutung

Das ist sie - Sr. Antoinette Feldmann im Vorspann zu ihrem hervorragenden, von Pirmin Meier wiederentdeckten Buch:

erschienen im Paulusverlag Freiburg

Schwester Antoinette Feldmann

Vortrag/Podium

Vortrag. Mit Dr. phil. Pirmin Meier

Mystikerin, Philosophin, Naturwissenschafterin

Gemäss Prof. Esther Vorburger (Uni Luzern) gibt es kaum erschlossenes Quellenmaterial über das spirituelle Leben der Menzinger, Baldegger und Ingenbohler Klosterfrauen, die sich als Lehrerinnen sowie in Spitälern und Heimen betätigten. Umso überraschender wirken hinterlassene Meditationen der einst vorzüglichen Lehrerin der naturwissenschaftlichen Fächer in Bald-egg, Schwester Antoinette Feldmann (1906 - 1969). Haas-Schüler und Bruder-Klaus-Biograf Pirmin Meier hat sie als einer der ersten aufgearbeitet.
Das Profil der mystisch orientierten Klosterfrau ist geprägt vom Gedankengut Teilhards de Chardin und der Philosophin Hedwig Conrad-Martius. Ihre 1976 von Prof. N. Luyten in Freiburg veröffentlichten Meditationen sind, obwohl kaum beachtet, Juwelen einer zukunftsorientierten Spiritualität von Rang.

Dr. phil. Pirmin Meier, ehemaliger Gymnasiallehrer in Beromünster und gefragter Autor. Träger des Innerschweizer und Aargauer Literaturpreises und des Bodenseeliteraturpreises. Steht als bewährter Dozent im Ruf lebendiger und unterhaltsamer Vermittlung zentralschweizerischer ländlicher Kulturgeschichte.

Baldegger Lehrschwester und Mystikerin

Marie Antoinette Feldmann (1906-1969)

 

Seit 1970, seit seiner ersten Mystik-Vorlesung bei Prof. Alois M. Haas befasst sich alt Kantonssschullehrer Pirmin Meier (Aesch/Beromünster) mit spirituell orientierten Schweizer Persönlichkeiten. Für ein Juwel unter diesen hält der Biograph von Bruder Klaus und Paracelsus die Seetaler Lehrschwester Antoinette Feldmann aus Näfels GL. Eine geistesgeschichtliche Skizze:

 

«Gott ist uns immer nahe, auch wenn wir ihn nicht spüren.»

 

Mit diesen Worten ermunterte die Aargauerin Bernarda Heimgartner aus Fislis-bach, als Oberin der Menzinger Lehrschwestern Vordenkerin der von ihrem Or-en geführten Lehrerinnen. Mit Einfluss auf ihre Baldegger Gefährtin Maria There-sia  Elmiger, wie die Menzinger Pionierin ausgebildet bei den Schwestern von der Göttlichen Vorsehung in Ribeauvillé (Elsass), frühverstorben zwei Wochen vor der dritten Aufhebung des Klosters Baldegg (1853).

 

Nichtsdestotrotz wollten die Ordensschwestern das Ihre zu einem damaligen Bil-dungsaufbruch beitragen. Für die Berufung als Lehr- oder Pflegeschwester bei den Menzinger und Baldegger Schwestern bedurfte es keiner mystischen Er-ahrungen, wie sie damals europaweit Aufsehen erregten. Im Luzerner Hinterland zum Beispiel durch die (mit Wundmalen) stigmatisierte Anna Bühlmann (1821 – 1868), die ähnlich wie die Freiburgerin Marguerite Bays, 2019 durch Papst Fran-ziskus heiliggesprochen, mit diesen psychophysischen Zeichen das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis (1854) zu bestätigen schien. In der Kirche von Merenschwand glaubten Schulkinder, so ein Leuthard-Mädchen(!), ihren Luzer-ner Heiligen Leodegar lebendig gesehen zu haben. Gegen solchen Wunder-glauben mobilisierte die Regierung den Bezirksamtmann.

 

Mystik – im Kloster ein umstrittenes Thema

Für die damals schweizweit vom Kulturkampf gebeutelten Schwestern, auch schon Kopftuchstreit, bildete diese Art «Mystik» einschliesslich Privat-Andachten sowie selbsterwählte Gebete und spirituelle Übungen alles andere als den Kern ihrer Frömmigkeit. Das Betrachtungsleben hatte nach Bernarda Heimgartner in der Gemeinschaft zu erfolgen. Insofern war auch für Mystik als «Gottes-begeg-nung durch Gotteserfahrung» über Tischlesungen und Verehrung des Heiligen Kreuzes hinaus bei über tausend Baldegger im karitativen Dienen oder lehrend engagierten Klosterfrauen weder angestrebt noch gar eine Voraussetzung für die Berufung als Ordensschwester.

 

Dass «der Fromme der Zukunft ein Mystiker» sei, die Losung des Konzils-Theo-logen Karl Rahner, wurde im 21. Jahrhundert in der Hertensteiner Erwachsen-enbildung der Baldegger Schwestern mit Hildegard Willi und Pater Werner Heg-glin, noch und noch thematisiert. Diese Seite ihres Wesens hielt indes die in Bal-degg 1932 bis 1968 als Seminarlehrerin wirkende Schwester Antoinette beinahe lebenslang verborgen. Dies galt auch für ihre tiefe Freundschaft mit der Lyrikerin und Autorin pädagogischer Erzählungen, der gleichaltrigen Mitschwester Clarita Schmid (aus Kriens, mit Entlebucher Wurzeln). Dies wohl gemäss den in Ordens-regeln seit Benedikt verbotenen Sonderfreundschaften. Wie Lieblingsschwestern war auch Klatsch äusserst verpönt, dessen Vermeidung ein Hauptgrund für Schweigegebote im Kloster.

 

Neue und alte christliche Mystik

Marie Feldmann, geboren am 26. März 1906 in Näfels, ab ihrer Profess am 15. September 1932 Schwester Marie Antoinette von Baldegg, wurde für ihre Art von Fortschrittsmystik angeregt vom auch erdgeschichtlich und kosmologisch orien-tierten Weltverständnis von Teilhard de Chardin (1881 – 1955). Geprägt von lebenslanger Begeisterung für Naturwissenschaften, wechselt in Feldmanns hin-terlassenen Aufzeichnungen die Überzeugung "Im Erfahrbaren Gott (zu) begegnen" (Buchtitel) mit urmystischer Gelassenheit «wie ein lebendiges Lot in die Tiefen der Gottheit (zu) fallen» ab. Nur so werde «Gott unser Biotop».

 

Bei der gemäss Feldmanns-Neffe Res Marty (*1946) schlichten Abdankung seiner Tante, wagte es Schwester Clarita noch 1969 nicht, ihre geliebte Freundin, die verewigte Gefährtin Antoinette vor dem Konvent und trauernden Angehörigen ein «Du» nachzurufen. (Duzen war im Kloster unter Schwestern ausdrücklich verboten! Nach Sr. Martine Rosenberg änderte sich dies erst in den 90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts.) So bekannte sie: «Das haben Sie geglaubt, liebe Schwester Marie Antoinette, das glauben wir mit Ihnen.» Zitiert wurde bei der Trauerfeier aus den Meditationen der Verstorbenen «Ewigkeit ist schon potentiell in uns, so wie jede Blüte, jeder Stein in der unsichtbaren Welt der Moleküle da ist (…). Das neue Sein formt sich in mir aus, zur ewigen Existenz in Gott, in seiner Liebe (…). Durchbruch, Wandlung des Zustandes, der Erscheinungsform, Freu-de, Licht, Verklärung.» Auf dem Leid-Bildchen der Verstorbenen, lesen wir: «Ich spüre die unsagbare Gegenwart des Herrn in der Anmut der Landschaft. In der nährenden Krume der Erde, im Spiel der Halme im Wind, am meisten aber im Menschenbruder.»

 

An «Bruder» für Mitmensch hielt die zweite von insgesamt fünf Schwestern hart-näckig fest, so wie im Mittelalter die Franziskanerinnen von Königsfelden ihre Mit-schwestern jeweils im Geiste der Apostelbriefe als «Brüder» anzusprechen pfleg-ten. Bei der Glarnerin war das wohl auch ein Anklang an ihren im Alter von 10 Monaten verstorbenen einzigen Bruder. Ihrem Schwager offenbart sie in einem Feldpostbrief (1944) eine Art brüderliches Verhältnis. «Du darfst nicht zu früh heimkommen», mahnt sie den Adressaten in den Aktivdienst. Und sie dankt ihm für ein «Buchgeschenk meines Fachinteresses». Eine Studie im Grenzbereich Naturwissenschaft und Theologie, wie in ihrem Kommentar angedeutet.

 

Ihre Methode: beschreibende «Sachbesessenheit»

Längst vor den Hertensteiner Gesprächen im Bildungshaus Stella Matutina ge-hörte Schwester Antoinette Feldmann zu den Leserinnen Rahners. Sie war zu-dem eine frühe Rezipientin von Philosophinnen wie Hedwig Conrad-Martius und Edith Stein, den nebst Hannah Arendt bekanntesten Schülerinnen des Phäno-menologen Edmund Husserl. Auf ihm fussen die Lebenswerke von Be-rühmtheiten wie Martin Heidegger oder Jean-Paul Sartre. Conrad-Martius, mit der Schwester Antoinette Briefe wechselte, gehört wie der Freiburger Meister der Logik, Pater I.M. Bochenski, zum katholischen Zweig der phänomenologischen Schule. Diese Lesart neigte zu real-ontologischer Naturbetrachtung, was be-deutete, den Schöpfungsgedanken nicht ausklammern zu wollen. Im Vordergrund stand Husserls Grundsatz: «Zu den Sachen selbst.» Edith Stein, 1942 als Nonne jüdischer Herkunft in Auschwitz ermordet, formulierte es so: «Husserl, unser Meister, lehrte uns das Sehen.»

 

Diese Art Methodik war für die am lebenslangen Lehren und Lernen interessierte Tochter eines stockliberalen Glarner Geschirrhändlers eine aktuelle Rechtferti-gung der systematisch beschreibenden, insofern auch beschauenden Naturwis-senschaften. Die unmittelbare Betrachtung der Dinge ging bis hin zur «Sachbe-sessenheit» (Conrad-Martius). Dies war jedoch nicht mit Auswendiglernen von Arbeitsblättern zu erreichen. Zu Antoinettes starken Themen gehörte die Ge-steinskunde. Dabei galt es, mit erstklassigen Fachleuten im Gespräch zu bleiben, so dem Geologen und legendären Höhlenpionier Alfred Bögli aus dem benach-barten Lehrerseminar Hitzkirch. Die Neugier für das Detail war für sie das eine. Das tiefere Bestreben galt der Naturbetrachtung. Im spirituellen Leben der Glar-nerin führte dies gelegentlich bis hinein in die Naturmystik.

 

Gott suchen in der Kreatur

Antoinettes diesbezüglich bevorzugte Pflanze war der Gingko Biloba, Goethes «Mächenhaarbaum». Ein solcher stand im Park des Klosters Baldegg. Über die-sen und andere Bäume schrieb sie: «Herrliche Wesen, Ausdruck gestaltender Kraft, stille Freunde, Bild und Zeichen grosser Dinge.» Mit solchen Aufzeic-nungen, nicht zu verwechseln mit der Alltagsarbeit ihres  disziplinierten Unter-richts, näherte sie sich der Naturmystik von Anna Ramschwag an. Diese Domi-nikanerin, gestorben um 1342, ist die einzige in der Schweiz dokumentierte Hörerin von Meister Eckhart. Die Tochter oder Nichte eines Thurgauer Land-vogtes, Nonne im Kloster St. Katharinenthal bei Diessenhofen, schrieb einst: «Da sah sie die Bäume und Wiesen so glückselig grünen und blühen. Und sie richtete ihre Betrachtung auf die Kreaturen und sie sah, wie alle Dinge aus Gott ge-flossen, wie alle Kreatur ihr Wesen und ihr Leben aus Gott empfängt, und so suchte sie Gott in der Kreatur."

 

Nicht auf naturmystischer, sondern vielmehr methodischer Grundlage entfaltete sich die an der Universität Freiburg ausgebildete Seminarlehrerin. Beschreibende Botanik betrieb die Ordensfrau mit unermüdlicher Sammel-Leidenschaft. Mit Schülerinnen erkundete sie die Welt der Gesteine. Im Originalton: «Jeder Kiesel-stein unserer Wege offenbart uns verdichtete, konzentrierte Erdgeschichte.»

 

Geographie betrieb sie als Erdgeschichte, jede einzelne Stunde pingelig vorbe-reitend. Dem Aufsagenlassen von Gelerntem zog sie den Unterricht im Freien vor, bei Hinschauen auf den jeweils «artspezifischen Unterschied», das «feld-ornithologische Merkmal», wie vom Systematiker Linné nach antiken Vorbildern zugrunde gelegt. Unter anderem publizierte sie über den «Etang de la Gruyère». Sehr didaktisch auch die Studie über «Das Schilf» in der Zeitschrift «Schweizer Schule», mit Reminiszenzen an den Hallwiler- und Baldeggersee.

 

Wehrhafte Glarnerin

In Feldmanns Vermächtnis finden wir sprachstarke Meditationen über den Walen-see. Über die Geographie des glarnerischen Oberseetals publizierte sie im Ma-gazin «Leben und Umwelt». Es handelt sich um die Gegend zwischen Näfels und dem Klöntalersee, wo ein «Stein der Freundschaft» an Zürichs Idyllendichter Sa-lomon Gessner erinnert. Diese Landschaft wurde von Schwester Antoinette ebenso erwandert wie dutzendfach die Route der «Näfelser Fahrt», der alljähr-lichen eidgenössischen Schlacht-Prozession.

 

Nach dem Vorbild der Kämpfer gegen die Habsburger soll sich die jugendliche Marie gegen einen ausgelassenen Buben-Rüpel dank Mut und Entschlossenheit mit körperlichem Widerstand durchgesetzt haben, indem sie den ihr physisch überlegenen Quälgeist einer kleineren Schwester mit einem «Kügelisack» ver-trieb. Das war in der Umgebung ihres Elternhauses, dem «Letzli», gebaut nahe der Letzi, dem Schutzwall von 1388, wo die Schlacht ihre entscheidende Wende nahm.

 

Mit analogem historischen Freiheitsbewusstsein erklärte Elias Canetti den Wider-stand der bei seiner Mutter angestellten Glarner «Haustochter», die in Zürich nicht nach Wiener Art vom Familientisch ausgeschlossen sein wollte. «Hedi» ist ein Nobelpreis-würdiges Frauenporträt im Lebensbericht «Die gerettete Zunge». «Weisst du», erklärt der Knabe Canetti dort seiner elitär denkenden Mutter, «sie liest so gern in meinen Büchern.» Ein solcher Typus Glarner Tochter jenseits von «Gnä Frau» war auch Marie Feldmann. Ihre Eltern lasen Meinrad Lienert und Meinrad Inglin, letzterer Kritiker eines bornierten Katholizismus. Im Seminar Bal-degg übersprang sie eine Klasse, was Canetti in Zürich nicht gestattet wurde. Und dank ihrer physischen Robustheit wurden der vielseitigen Seminarlehrerin ausser Latein nebst den  Naturwissenschaften noch Turnstunden übertragen. Die Kirchenväter las die Hochbegabte für ihre Betrachtungen wie einst in Glarus Zwingli und Glarean stets lateinisch. 

 

In ihrem Elternhaus waren kontroverse Diskussionen nicht unüblich. Dass in einer katholischen Familie von fünf Mädchen eines automatisch ins Kloster müs-se, war nicht die Mentalität von Vater Josef, der am Sonntag lieber im Wirtshaus jasste und Frömmigkeit nach Vorbild von Gottfried Kellers «Aufrechten» für Not-fälle aufsparte. Die frömmere Mutter Anna, ebenfalls geborene Feldmann, war eine «schlanke, hagere, zurückhaltende Frau». Maries ältere Schwester Anna erlangte als Laienschauspielerin und die nächstjüngere Emma als Glarner Mund-art-Autorin regionale Popularität. Eine tiefe, auch brieflich bezeugte Geschwi-sterfreundschaft ergab sich zwischen Schwester Antoinette und der Jüngsten aus der Familie, Josefine, der Mutter von Res Marty.

 

Offen für Tabuthemen, dazu kosmische Perspektiven

Alt-Generaloberin und Zeitzeugin Martine Rosenberg hob auf Anfrage die hohe Qualifikation Feldmanns als naturwissenschaftlich orientierte Fachlehrerin hervor, dazu sei sie «ganz Mitschwester, ganz Lehrerin, ganz Erzieherin» gewesen. Bemerkenswert für die Epoche: "Neben biologischer Aufklärung im Unterricht nahm sie sich genügend Zeit, um mit den Schülerinnen über moderne Probleme des Sexuallebens zu diskutieren.»

 

Dies jenseits von Beichtspiegel oder nur herkömmlichen Warnungen. Sie orien-tierte sich nach dem Neurologen und katholischen Sexologen Paul Chauchard (1912 – 2003), charismatischem Gastredner an der Uni Fribourg. Der Spezialist für pränatale Psychologie, Hirnforscher galt als Autorität in Sachen sog. natür-licher Empfängnisverhütung, die seit Papst Pius XII. und später in der Enzyklika «Humanae vitae» (1968) als katholische Empfehlung für «verantwortete Eltern-schaft» zunehmend in die Kritik geriet. Schwester Antoinette erlebte die Debatten um die Enzyklika noch, konnte sie aber wegen einsetzender schwerer Krankheit kaum mehr so führen, wie es ihr zuzutrauen gewesen wäre. Der Papst hatte letztlich ohne die zugezogenen Experten entschieden, unter denen Chauchard in Ansehen stand. Derselbe war für Feldmann als führender Interpret von Teilhards Weltschau speziell glaubwürdig.

 

Ihre letzte Seetaler Schulstunde hielt Schwester Antoinette am Tag des Zweiflers Thomas, am 21. Dezember 1968. Am zweiten Weihnachtstag empfing sie  das Sakrament der «Todesweihe», wie Schwester Clarita Schmid es als feinsinnige Lyrikerin formulierte. Der Tod durch Krebs ereilte Antoinette am Tag des heiligen Chrysostomus, am 27. Januar 1969.

 

Aus heutiger Sicht bleibt zu respektieren, dass Schwester Antoinette  im Ver-gleich zu früheren Generationen eine Erweiterung des gläubigen Horizontes praktizierte, die an einige der vorzüglichsten Repräsentantinnen ihres Standes erinnern. Für ihr weltliches Ansehen genügten ihr dokumentierte Echos von Schülerinnen, auch auswärtigen Fachkollegen: «Gerne denke ich an unsere Diskussionen, in denen wir häufig bis zu letzten Fragen vorstiessen.» (…) «Das Bild der sanften, doch bestimmten verantwortungsbewussten Lehrerin begleitet meine Schwester und mich durch alle Jahre unseres Lebens. Wir danken Ihnen, dass wir einen Weg mit Ihnen gehen durften, den Sie durch ihr Dasein, Ihr Sosein für uns so beglückend und fruchtbar gestalteten.»

 

Dass indes die geistliche Existenz dieser Frau in Richtung Mystik ging, bezeugen in ihrem Nachlass die tiefsinnigen Gedanken über die Symbolbeziehung von Kosmos und Eucharistie, die vor- und umsichtige Erkundung der Teilhardschen Vision vom kosmischen Christus. Der Ausblick in das Reden und Schweigen der unendlichen Räume:  «Die Allgegenwart Gottes ist eine beständige Kommunion (…), Allgöttlichkeit in der Immanenz des Kosmos, unaussprechliche Begnadung, Beglückung. (…) Der Kosmos ist eine Hostie, die Gott birgt. Christus aber erfüllt das All. Auf der Patene deines Herzens, ununterbrochen, nimm mich an. (…) Wohin aber gehst du, Herr? Ins Sichtbare. Das Sichtbare (ist) der Weg zum Unsichtbaren.»

 

Dies ist bei der Seetaler Mystikerin nicht mit Abgehobenheit zu verwechseln. Ihre Biographin Clarita offenbart bei gleichzeitiger Wahrung der Diskretion: «Ihr kraft-voller Freiheitswille, der schon stark ausgeformte Charakter, die Liebe zu Heimat und Familie bereiteten ihr dunkle Stunden.» Was unkonventionelle Lektüre betraf, galt für Antoinette die Losung: Lesen, bevor es auf den Index verbotener Bücher kommt! In diesem Fall hätte sie für solche Lektüre indes als Gelehrte die Bewil-ligung der Oberin einholen müssen.

 

Schwester Antoinette Feldmann gehörte wohl zu den wenigen Christgläubigen in der Schweiz, die auf ihre Weise wie einst Dante im Wissen um die Abgründe zu hohen und höchsten Perspektiven des Glaubens (und Liebens, auch Hoffens) aufgestiegen sind. Dass indes ohne die «Liebe zum Bruder», sie spricht nie von Geschwisterlichkeit, alles nichts sei, gehört bekanntlich mit zur stets zu beherzi-genden Botschaft aus dem ersten Korintherbrief (I, 13) des Apostels Paulus. 

 

Auf die Frage ihres Neffen Res Marty, warum ich mich denn mit seiner Tante be-fasse, zu deren Andenken er Briefe und Bildmaterial aufbewahrt, war eine ein-fache Antwort nicht möglich. Es scheint mir aber nach biografischen Bemühun-gen um Bruder Klaus (1417-1487), und die Mystikerin Mechthild von Stans (13. Jahrhundert) angemessen, Mystik in der Schweiz mit mehr Nähe zur Gegenwart der eigenen Lebenszeit zu erkunden. Anfangs März 2025 erfuhr ich von Schwe-ster Martine Rosenberg, dass Mitschwester Antoinette vor Jahrzehnten eine lange Vortragsreihe über Teilhard de Chardin gehalten habe, zur Weiterbildung der Ordensfrauen.

Darauf unterzog ich das posthum gedruckte Büchlein «Im Erfahrbaren Gott be-gegnen» einer abermaligen Lektüre, auch für diesen Beitrag. An religiöser Sub-stanz wird bei ihr auf 80 Seiten auffindbar, siehe Literaturverzeichnis unten, wofür eine vom grossen Theologen Hans Urs von Balthasar geführte Ärztin und Myst-ikerin, Gattin eines bedeutenden Basler Historikers, Adrienne von Speyr, 80 Bän-de und mehr benötigte, wohl eine Fundgrube für Doktorarbeiten. Bei Antoinette Feldmann frappiert der Blick in den Kosmos, der nur wenige Worte erlaubte: die Ahnung des Sakramentes in den endlosen Weiten des Weltalls, lange vor ihr von der heiligen Birgitta von Schweden anscheinend in lieblichen Klängen vernom-men. Für Bassgeigerin und Vorsängerin Antoinette ertönte die Erleuchtung zwar mehr in Bodennähe. Auch aus Steinen und Gewächsen, denen gegenüber sie selbst wenig frommen Schülerinnen das Staunen lehrte. Bei einigen köchelt es noch nach Jahrzehnten.

 

Weltzugewandt, mit einem Herzen von heute, das noch gespürt wird bei Men-schen, die an sie denken, erneuerte sie das Bekenntnis, das eine kaum bekannte Ostschweizerin vielleicht von Eckhart anvertraut bekommen hatte, um 1315 aus dem Beichtfenster von St. Katharinenthal.: «Wann ich bete, so neige ich mich unter alle Kreatur.» Kannte Antoinette Feldmann diesen Satz aus dem Munde von Anna Ramschwag? Wir wissen es nicht. Gegen eine Heiligsprechung würde sie sich wohl mit dem Näfelser «Kügelisack» zur Wehr setzen. Die Glarnerin wollte einfach eine gute Lehrerin und Mitschwester sein. Die Lebemeisterin von Baldegg lebte noch zu unserer Zeit, eine Botin der Gottesnähe. ENDE

 

Wichtige Quellen:

Antoinette Feldmann: Im Erfahrbaren Gott begegnen. Meditationen. Hrsg. P. Norbert Luyten. Paulusverlag Freiburg Schweiz 1976.

Clarita Schmid: Sr. M. Antoinette Feldmann, Näfels GL. Biografie als Nekrolog, Manuskript im Besitz Res Marty, Lachen.

Scherer, Bruno Stephan: Innerschweizer Schriftsteller. Texte und Lexikon (über Clarita Schmid). Luzern 1977. (P. Scherer 1976 vermitteilte in "Mariastein" als bisher einziger geistlicher Autor etwas von der mystische Substanz des Vermächtnisses von Schwester Antoinette.)   

Conrad-Martius, Hedwig:  Die „Seele“ der Pflanze. Biologisch-ontologische Betrachtungen. Breslau 1934

Vorburger, Esther: Ordensschwestern in der Ostschweiz im 20. Jahrhundert, Zürich 2018.

Meyer, Ruth: Das St. Katharinentaler Schwesternbuch. Tübingen 1995

Vock, Matthäa: Das Schwestern-Institut Baldegg (Festschrift). Hochdorf 1930.-

 

Der Verfasser dankt den dokumentierten Gewährspersonen und Zeitzeugen Sr. Martine Rosenberg (Baldegg), Fridolin Hauser (Näfels) und Res Marty (Lachen).

 

erschienen im "Seetaler Brattig, 48.Jg. 2026


Donnerstag, 26. März 2026

 

Lies Fleisch

 

Sie starb an ihrem Geburtstag.

Bei meinem letzten Besuch im Altersheim sind die vier Schnappschüsse entstan-den. Liz beim Tee; Liz bei der Lektüre als Kurzweil, Liz, die in Ergebenheit ihre Schmerzen ertrug und Liz nachdenklich. Sie lebte von klein auf an der Rössli-strasse im Haus ihres Grossvaters "Höri Balz", verbrachte aber die letzten Jahre im Altersheim Letz. Sie blieb ihrer Lebtag ledig und machte nicht viel Wesens von sich, gehörte aber zum Dorfbild der Näfelser Bevölkerung. Sie soll deshalb hier ein Plätzchen zu ihrer Erinnerung haben. Liz, ruhe in Frieden.

Eine Seltenheit - sie starb just an ihrem Geburtstag.


Mittwoch, 5. Màrz 2026

 

Petition Werner Oechslin eingereicht

Architekturbibliothek auf der Luegeten Einsiedeln

 

2095 Unterschriften wurden als Petition für die finanzielle Unterstützung der Architekturbibliothek auf der Luegeten in Einsiedeln von einer Delegation in Bern eingereicht. Werner Oechslin, vierter von links.

Diese Bibliothek in Einsideln, geschaffen von Werner Oechslin, der auch Stiftungsratspräsident ist, würde eingehen, wenn nicht rettende Gelder aufzubringen wären.


Dienstag, 24. März 2026

 

Endspurt Gemeindewahlen Glarus Nord

 

Am Sonntag, 29. März 2026 findet die Nachwahl für den Gemeinderat statt:

 

Im Rennen sind für das Gemeindepräsidium:

 

Fridolin Staub, Gemeindepräsident bisher

Samuel Zingg, Schulleiter

 

Für den noch vakanten Sitz bewerben sich:

 

Priska Müller Wahl, Niederurnen

Andreas Amir Streiff, Näfels

Christoph Zwicky. Obstalden

  

Am frühen Sonntagnachmittag werden die Ergebnisse ausgezählt sein. Dann ist die Behörde für die nächsten vier Jahre komplett.

 

Später finden noch die Landratswahlen für die nächste Wahlperiode statt.

 


Sonntag, 22. März 2026

 

Trouvaille

 

Der "Schlüssel" in Näfels

 

Seit 76 Jahren verschwunden

 

"Dr Schlüssel Bärti" war ein geläufiger Beiname, benannt nach dem Restaurant "Schlüssel", das vis-à-vis dem Haus Beuge stand. Folgende Bilder sind mir zugestellt worden:

 

Der "Schlüssel" vor dem Abbruch anno 1950 wegen der Verbreiterung der Haupt-strasse

Der Schlüssel war an der Hauptstrasse gelegen, südlich dem Haus von Schnei-der Hauser-Vogel, links, rechts das Haus des früheren Gaseinzügers Müller.

Wirtshauseingang, oben das Müller Wappen

Gotische Säule in der Wirtsstube

 

Baujahr 1583

 

Bauherr: Caspar Freuler-Hässi, Leutnant, 

 

1770 Johann Caspar Josef Anton Xaver Freuler-Curti (1719-1806) Oberstleutnant, Commandeur der  Ehrenlegion und Schlüsselwirt. Seine Frau war Maria Juditha Fernanda Freuler-Curti (1752-1827)

 

1827 Jodokus Fridolin Jakob Anton Felix Serafin Stanislaus Freuler-Moore (1772-1831), Marschall, General und Schlüsselwirt mit Emma Freuler-Moore (*1795)

 

1834 Johann Melchior Josef Landolt-Kistler (1795-1852), Landweibel und Wirt zum "Schlüssel" mit Katharina Barbara Landolt-Kistler (1806-1885)

 

1853 Witwe Katharina Barbara Landolt-Kistler (1806-1885)

 

1904 Benedikt Landolt-Grüninger (1840-1915) Gemeinde-, Landrat und "Schlüsselwirt", verheiratet mit Barbara Magdalena Landolt-Grüninger (1852-1928)

 

1916 Heinrich Fridolin Müller-Landolt (1859-1932) mit Franziska Müller-Landolt (1865-1940)

 

1920 Albert Müller-Grüninger (1896-1940), Wagnermeister und "Schlüsselwirt" mit Barbara Müller-Grüninger (1893-1969) und deren Kinder Albert (*1920), Babette (*1022), Hedwig (*1924) und Frieda (*1927)

 

1950 Abbruch der Liegenschaft "zum Schlüssel" wegen der Strassenkorrektion

 

1970 Bodenkauf Milchproduzentengenossenschaft für eine Milchzentrale.

 

 Wirtsleute im "Schlüssel" von 1771 bis 1950

 

1770 Johann Caspar Josef Freuler-Curti (1739-1806)

 

1806 Wwe. Maria Juditha Freuler-Curti (1752-1827)

 

1827 Jodokus Fridolin Jakob Freuler-Moore (1772-1831)

 

1831 Wwe. Emma Freuler Moore (*17959

 

1834 Johann Melchior Josef Landolt-Kistler (1795-1852)

 

1853 Wwe. Katharina Barbara Landolt-Kistler (1806-1885)

 

1867 Nachlassenschaft Josef Landolt-Kistler

 

1904 Benedikt Landolt-Grüninger (1840-19159

 

1915 Wwe. Barbara Ladolt-Grüninger (1852-1928)

 

1917 Lukas Walt, Pächter

 

1918 Walter Hauser-Schaller (1889-1939), Pächter

 

1920 Albert Müller-Grüninger (1896-1974)

 

1950 Ende des Gasthauses "Zum Schlüssel"

 

entnommen aus:

 

Peter Märchy-Müller: Näfels, Gasthäuser, Einst und Heute, 2023, Seite 82


Mittwoch, 18. März 2026

 

Voranzeige

Sa und So 18. und 19. April 2026 freier Eintritt.  10-18 Uhr


Mittwoch, 18. März 2026


Sonntag, 15. März 2026

 

Näfels

 

im Historischen Lexikon

von

Karin Marti-Weissenbach

 

 

Die ehemaligen politischen Gemeinden des Kantons Glarus bilden seit 2011 mit Bilten, Filzbach, Mollis, Mühlehorn, Niederurnen, Oberurnen und Obstalden die neue Gemeinde Glarus Nord.

 

Dorf im Glarner Unterland auf der linken Talseite gegenüber von Mollis mit der hoch gelegenen Streusiedlung Näfelser Berg und dem Oberseetal.

1240  Nevels.

1777  533 männliche Glarner;

1850  1869 Einwohner;

1870  2513;

1900  2557;

1950  3327;

2000  3947;

2010  4021.

 

Die erste Siedlung entstand auf der Schutthalde zwischen den Bergbächen Rauti und Tränki. Bis 1395 war Näfels dem Kloster Säckingen abgabenpflichtig. Die 1351 von eidgenössischen Kriegern zerstörte Burg war Sitz der Ritter von Näfels gewesen und im 13. Jahrhundert wohl an Habsburg übergegangen.

 

Näfels beteiligte sich nach 1280 am Bau der Kapelle, später Kirche, von Mollis, zu dessen Pfarrei es gehörte.

1352 vereinigten sich die beiden Tagwen Obern- und Niedernnevels zum Tagwen Näfels.

 

Von der um 1353 gebauten Talsperre (Letzi) sind im westlichen Teil noch Fragmente erhalten. Zum Andenken an die 1388 gewonnene Schlacht bei Näfels stiftete das Land Glarus 1389 in der Umgebung der heutigen Kirche eine Kapelle; vermutlich im selben Jahr beschloss die Landsgemeinde die alljährliche Feier der sogenannten Näfelser Fahrt (das obeliskartige Schlachtdenkmal im Sendlen von 1888 stammt von Alfred Romang).

 

Bis 1419 fand in Näfels jeden Montag ein Warenmarkt statt, der dann nach Glarus verlegt wurde. Im Mittelalter betrieben die Näfelser haupt-sächlich Landwirtschaft auf der Basis von Klein-, ab dem 15. Jahrhundert vermehrt von Grossviehzucht. Ein Alpbrief von 1476 (erneuert 1617) regelte die Sömmerung von Schafen, Schweinen, Rindern und Pferden im Oberseetal.

 

Näfels lehnte die Reformation ab und bildete 1532 mit Oberurnen (Trennung 1868) eine eigene katholische Pfarrei. Eine 1523 erbaute Kapelle wurde 1534 zur Pfarrkirche geweiht.

 

Ab dem Spätmittelalter bildete sich in Näfels eine Landaristokratie her-aus, die katholisch blieb und in der frühen Neuzeit hochrangige Offiziere für die fremden Kriegsdienste hervorbrachte. Als Stifter und Bauherren veränderten sie das Dorf mit markanten Gebäuden. Gardeoberst Kaspar Gallati stiftete 1612 die Friedhofs-kapelle.

 

Das kunstgeschichtlich wertvollste Gebäude ist der Freulerpalast im Dorfzentrum, den Gardeoberst Kaspar Freuler 1642-1648 erbauen liess. Der Palast weist Elemente der Renaissance, des Frühbarocks und der Régence auf und ist mit seiner reichen Innenausstattung einer der bedeutendsten Herrensitze des 17. Jahrhunderts in der Schweiz. Seit 1946 beherbergt er das Museum des Landes Glarus, dem 1988 ein Glarner Textilmuseum angegliedert worden ist (letzte Gesamtrestaurierung 1975-1989).

 

1604 wurde das Haus An-der-Letz als markantes Giebelhaus erbaut. Es war Wohnsitz des Generals Niklaus Franz von Bachmann, wurde 1909 von Ida von Müller zur Aufnahme von Waisenkindern bestimmt und der Gemeinde geschenkt.

 

Die barocke Pfarrkirche entstand 1778-1781 an der Stelle des spät-gotischen Baus von 1523 nach Plänen von Johann Anton und Jakob Singer (Renovation 1977-1978).

 

Näfels entwickelte sich zum Hauptort von Katholisch-Glarus: 1623-1837 tagte hier 49-mal die katholische Landsgemeinde. 1674 wurde auf Be-treiben der katholischen Glarner und zum Missfallen der Reformierten das Kapuzinerkloster Mariaburg gegründet, dessen Bau in den folgenden Jahren auf dem Burghügel erfolgte.

 

Im 18. Jahrhundert verdrängte die Milchwirtschaft zusehends die export-orientierte Viehzucht; als Zusatzverdienst breitete sich die Baumwoll-handspinnerei aus. 1768 entstand eine Indiennefabrik, der bald weitere Textilbetriebe folgten.

 

1799-1802 litten Näfels und das Kapuzinerkloster schwer unter der Besetzung durch die Franzosen und kriegerischen Auseinandersetzungen.

 

Die Linthkorrektion, insbesondere der Bau des Escherkanals 1807-1811 auf Molliser Boden, setzte auch in Näfels den häufigen Überschwem-mungen ein Ende.

 

Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts drohten mehrfach Hungersnöte, denen die Gemeinde mit Urbarisierungsprojekten sowie intensiviertem Anbau von Gemüse und Kartoffeln zu begegnen versuchte.

Zwischen 1838 und 1841 konnte sie die Alpen im Oberseetal kaufen. Die Industrialisierung setzte sich allmählich durch: 1823 wurde eine mechanische Spinnerei, 1833 die erste, 1850 eine weitere Zeugdruckerei, 1856 eine Metallgiesserei eröffnet. Die Näfelser Stahlbaufirma Arnold Bosshard fertigte neben zahlreichen Eisenbahnbrücken auch die Bundeshauskuppel in Bern an.

 

Der Anschluss ans Netz der Vereinigten Schweizerbahnen 1859 kam der Industrie zustatten. 1837 führte der Widerstand von Näfels gegen die neue Kantonsverfassung, welche die konfessionellen Unterschiede nicht mehr berücksichtigte, zu einer zweitägigen Besetzung des Dorfs durch drei Glarner Kompanien. Auch das Archiv von Katholisch-Glarus wurde beschlagnahmt und nach Glarus überführt.

 

1831 eröffnete das Kapuzinerkloster ein Knaben-Untergymnasium (später als Sekundarschule mit fakultativem Lateinunterricht geführt), für welches 1895 ein erstes Schulhaus, 1954 und 1962 die neuen Schulgebäude errichtet wurden. 1984 gaben die Kapuziner die Klosterschule auf, 1986 traten sie das Kloster an die Franziskaner ab.

 

Mit dem Inkrafttreten der Verfassung von 1837, welche auch die allgemeine Schulpflicht regelte, hatte sich Näfels um die Dorfschule zu kümmern. Die Gemeinde brachte die Schule vorerst im 1840 von ihr erworbenen Freulerpalast unter, 1877 errichtete sie ein eigenes Schulhaus.

 

Seit 1860 steht auch für die Schüler des Näfelser und Oberurner Berggebiets im Schwändital ein Schulhaus. Weitere Schulhausbauten folgten 1958 und 1972. Neben der Schule beherbergte der Freulerpalast von 1846 an auch ein Armen- und Betagtenheim. 1937 erfolgte der Bau eines Altersheims, 1984 die Eröffnung eines regionalen Alters-, Wohn- und Pflegeheims.

 

1890 wurde in Nebenräumen des Freulerpalasts das erste Gemeinde-elektrizitätswerk des Kantons eingerichtet (heute EW Näfels).

 

1911 schuf die Gemeinde das 9,5 km2 grosse Wildbanngebiet Rauti-Tros im Oberseetal. 1957 wählte die Maschinenfabrik & Giesserei Netstal AG (seit 1976 Netstal-Maschinen AG) Näfels als Standort. Hinzu kamen die Textilwerke Fritz Landolt AG, Firmen für Stahl- und Eisenwaren, für Elektroapparate, eine Orgelbauwerkstatt, eine Kartonagenfabrik, ein Früchtegrosshandel, Pinselfabri-ken, Bauunternehmen und zahlreiche weitere Gewerbebetriebe.

 

1973 erfolgte durch einen Zubringer der Anschluss an die Autobahn A3.

 

Das Sportzentrum Glarner Unterland mit Hallen- und Freibad sowie mit Räumen für zahlreiche Sportarten und Veranstaltungen wurde 1975 eröffnet. Eine lange Tradition besitzt die Näfelser Fasnacht.

 

Quellen und Literatur

 

Literatur

P. Schwitter, Das Kapuzinerkloster Näfels, 1675-1975, 1975

Novalis, Nevels, Näfels [1988]

E. Feldmann et al., Näfels, 1991

J. Davatz, Der Freulerpalast in Näfels, 1995

J. Landolt, Das Land Glarus bis zur Schlacht bei Näfels 1388, 2001

J. Davatz, Pfarrkirche St. Hilarius und Kapuzinerkloster in Näfels, Kt. Glarus, 22003

F. Hauser, Näfelser Geschichte(n), 2005

 

Von der Redaktion ergänzt

Bräm, Andreas : Glarus Nord, 2017, S. 152-243 (Die Kunstdenkmäler des Kantons Glarus)

 


Donnerstag, 12. März 2026

 

Zur Erinnerung

 

 Die Landammänner und die weiteren Mitglieder der Regierung des Kantons Glarus 1837-1986

 

Wer für einen bestimmten Zeitabschnitt wissen möchte, wer damals in der Regie-rung sass, muss sich die nötigen Angaben mühsam aus alten Staatskalendern, Protokollen und Zeitungen zusammensuchen. Die folgende Übersicht macht diese Arbeit überflüssig.

Die Listen für die Landammänner und die Mitglieder der Standeskommission beruhen auf einer Zusammenstellung von Josef Müller, alt Bibliothekar.

Die Angaben für die Mitglieder des Regierungsrates verdanken wir Dr. Hans Be-cker, alt Zivilgerichtspräsident.

Für die Zeit vor 1837 wird die Dissertation von Hans Rudolf Stauffacher ähnliche Personenlisten enthalten.

Im weiteren plante Dr. Fritz Feldmann, Präsident des Augenscheingerichtes, die Publikation entsprechender Angaben für alle Gerichte des Kantons seit 1837.

 

Die folgenden Listen enthalten: Name, Vorname, Wohnort und Amtsdauer Abkürzungen: SK der Regierungsmitglieder. Die letzte Kolonne bringt Querver-weise mit der entsprechenden Ordnungsnummer. Dabei bedeuten die Mitglied der Standeskommission, RR Regierungsrates, N Nachfolger. DIE

 

 

 

LANDAMMANNER 1837--1986

 

1. Schindler Dietrich, Mollis Mitglied des A.R. 

2. Blumer Cosmos, Glarus

3. Jenny Caspar, Ennenda

4. Heer Joachim, Glarus

5. Zweifel Esajas, Glarus

6. Blumer Eduard, Schwanden

7. Hauser Edwin, Glarus

8. Hefti Melchior, Hätzingen

9. Gallati Rudolf, Glarus

10. MüllerJoseph, Näfels

11. Hefti Hans, Schwanden

12. Heer Heinrich, Glarus 1

13. Landolt Franz, Näfels

14. Feusi Hermann, Glarus

15. Stucki Fridolin, Netstal

 16. Meier Hans, Niederurnen

17. Rhyner Kaspar, Elm

18. Brunner Martin, Glarus

19. Weber Fritz, Netstal 1986-1990

20. Jules Landolt, 1990-94

21. Christoph Stüssi, 1994-98

22. Ruolf Gisler,1909-2002

23. Jakob Kamm, 2002-2006

34. Robert Marti, 2006-2008

35. Marianne Dürst, 2008-2010

36. Robert Marti, 2010-2012

37. Andrea Bettiga, 2012-2016

38. Robert Marti, 2014-2016

39. rolf Widmer, 2016-2018

40. Andrea Bettiga, 2018-2020

41. Marianne Lienhard, 2020-2022

42. Benjamin Mühlemann, 2022-2024

43. Kaspar Becker, 2024-2026

 

 

 

 

 

024–2026 Kaspar Becker  
2022–2024 Benjamin Mühlemann  
2020–2022 Marianne Lienhard [4]
2018–2020 Andrea Bettiga [5]
2016–2018 Rolf Widmer  
2014–2016 Robert Marti [6]
2012–2016 Andrea Bettiga [7]
2010–2012 Robert Marti  
2008–2010 Marianne Dürst[8]  
2006–2008 Robert Marti [9]
2002–2006 Jakob Kamm  
1998–2002 Rudolf Gisler  
1994–1998 Christoph Stüssi  
1990–1994 Jules Landolt  
1986–1990 Fritz Weber-Worni [Rohr 1]

 

 

MITGLIEDER DER STANDESKOMMISSION 1837-1887 

 

1. Schindler Dietrich, Mollis

2. Blumer Cosmos, Glarus

3. Heer Cosmos, Glarus

4. Tschudi Johannes, Glarus

5. Landolt Caspar Josef, Näfels

6. Müller Nikiaus Franz, Näfels

7. Zwicky Dietrich, Mollis

8. Jenny Peter, Schwanden

9. Trümpy Fridolin, Ennenda

10. Hefti Fridolin, Hätzingen

11. Leuzinger Johann Jacob, Netstal

12. Ris Johann Christoph, Glarus

13. Schindler Johann Heinrich, Mollis

14. WeberJoseph, Netstal

15. Müller Franz Joseph Caspar, Näfels

16. Trümpy Christoph, Niederurnen

17. Heussi Johann Jacob, Bilten

18. Wild Johann Heinrich, Mitlödi

19. Schüttler Fridolin, Niederurnen

20. Hösli Johann Melchior, Glarus

21. Knobel Balthasar, Hätzingen

22. Tschudi Nikiaus, Glarus

23. Michel Heinrich Fridolin, Netstal

24. LegierJoachim, Linthal

25. Jenny Caspar, Ennenda

26. Jenny Johann Jacob, Ennenda

27. Knobel Fridolin, Hätzingen

28. Becker Johannes, Ennenda

29. Brunner Jost, Glarus

30. Heer Joachim, Glarus

31. Gallati Caspar, Näfels

32. Tschudi Johann Christoph, Glarus

33. BlumerJohann Heinrich, Glarus

34. Kubli Kaspar, Glarus

35. Tschudi Josef Anton, Näfels

36. Streiff Conrad, Mollis

37. Elmer Josua, Netstal

38. Jenny Peter, Schwanden

39. Schindler Conrad, Mollis

40. Zweifel Esajas, Glarus

41. HeerJohann Heinrich, Mitlödi

42. Trümpy Gabriel, Glarus

43. Hefti Johann Heinrich, Hätzingen

44. Mercier Charles Philipp, Glarus

45. Jenny Daniel, Ennenda

46. Zweifel Peter, Linthal

47. Schindler Caspar, Mollis

48. Tschudi Joachim, Schwanden

49. Schropp Ferdinand Engelbert, Näfels

50. Marti Johann Rudolf, Ennenda

51. Blumer Eduard, Schwanden

52. Streiff Josef, Glarus

 

 

MITGLIEDER DES REGIERUNGSRATES 1887-1986

 

1. Blumer Eduard, Schwanden

2. Mercier Charles Philipp, Glarus

3. Schindler Caspar, Mollis

4. Marti Johann Rudolf, Ennenda

5. Schropp Engelbert, Näfels

6. Zweifel Peter, Linthal

7. StreiffJoseph, Glarus

8. Legier David, Glarus

9. Hefti Peter, Schwanden

10. Hauser Edwin, Glarus

11. Schuler Fridolin, Glarus

12. Schüttler Jakob, Niederurnen

13. Legier David, Glarus

14. Luchsinger Kaspar, Glarus

15. Tschudi Alfred, Schwanden

16. Jenny Heinrich, Ennenda

17. Spälty Gabriel, Netstal

18. Spieler Ferdinand, Mitlödi

19. Hefti Melchior, Hätzingen

20. Jenny Heinrich, Niederurnen

21. Müller Joseph, Näfels

22. Gallati Rudolf, Glarus

23. Stüssi Bernhard, Linthal

24. Becker Hans, Ennenda

25. Hösli Johannes, Haslen

26. Mercier Joachim, Glarus

27. Hefti Hans, Schwanden

28. Britt Jakob, Mühlehorn

29. Heer Heinrich, Glarus

30. Schmid Rudolf, Ennenda

31. Landolt Franz, Näfels

32. Landolt Fritz, Näfels

33. Eimer Bernhard, Linthal

34. Feusi Hermann, Glarus

35. Stucki Fridolin, Netstal

36. Spälty Walter, Matt

37. Hauser Fridolin, Näfels

38. Knobel Abraham, Schwändi

39. Stauffacher Dietrich, Glarus

40. Meier Hans, Niederurnen

41. Aebli Heinrich, Glarus

42. Hösli Fritz, Diesbach

43. Rhyner Kaspar, Elm

44. Etter Fritz, Glarus

45. Elmer Mathias, Mühlehorn

46. Brunner Martin, Glarus

47. Fischli Emil, Riedern

48. Weber Fritz, Netstal

49. Landolt Jules, Näfels

50. Stüssi Christoph, Bilten

 

 

 

Entnommen aus:

Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus, Historischer Verein des Kantons Glarus 71 (1986), Die Landammänner und die weiteren Mitglieder der Regierung des Kantons Glarus 1837-1986 A.R. https://doi.org/10.5169/seals-584539

Mitglieder des Regierungsrates

 

 

 

von     bis       Name Partei                         Ge­boren       Ge­storben    Anmerkungen

2025               Christian Marti          FDP    1974              

2024               Thomas Tschudi       SVP    1978              

2014   2024    Benj Mühlemann      FDP    1979               Rücktritt, Wahl in Ständerat

2021               Markus Heer             SP      1976              

2018               Kaspar Becker Mitte 1969              

2014               Marianne Lienhard   SVP    1968              

2010   2014   Christine Bickel         SP      1961               nicht wiedergewählt

2008   2025   Andrea Bettiga          FDP    1960               Rücktritt, Altersgrenze erreicht

2006              Anzahl Mitglieder von 7 auf 5 reduziert

2004   2021   Rolf Widmer             CVP    1971               Rücktritt

2002   2006   Franz Schiesser       SP      1954   2012   nicht wiedergewählt

1998   2014   Marianne Dürst        FDP    1961              

1998   2008   Pankraz Freitag       FDP    1952   2013   Rücktritt, Wahl in Ständerat

1997   2018   Robert Marti             BDP    1953              

1996   2006   Willy Kamm              FDP    1945   2016   nicht wiedergewählt

1994   2010   Jakob Kamm            SP      1947              

1990   2004   Rudolf Gisler            CVP   1942   2004   Rücktritt

1990   1998   Werner Marti            SP      1957              

1988   1997   Kasp. Zimmermann SVP    1932   2021  

1986   2002   Christoph Stüssi      SVP    1938              

1986   1994   Jules Landolt           CSP    1930   2005  

1978   1996   Fritz Weber              FDP    1931   2023  

1974   1990   Martin Brunner         SP      1926   2012  

1974   1990   Emil Fischli               CVP   1922   2009  

1974   1986   Mathias Elmer          SVP                          

1973   1978   Fritz Etter                  FDP                                     

1971   1998   Kaspar Rhyner         FDP    1932              

1971   1988   Fritz Hösli                 SVP    1922   2002  

1970   1971   Heinrich Aebli           FDP    1933              

1966   1986   Hans Meier               CVP    1920   2008  

1956   1974   Abraham Knobel                  1908              

1956   1970   Dietrich Stauffacher  DP      1907   1979  

1955   1974   Fridolin Hauser         CVP    1912   1987  

1955   1971   Walter Spälty                        1905   1983  

1952   1973   Fridolin Stucki          SVP     1913   1996  

1950   1974   Hermann Feusi        FDP    1906   1988  

1947   1956   Bernhard Elmer                   1893   1961  

1945   1955   Fritz Landolt             KVP    1891   1967  

1942   1965   Franz Landolt           SP      1901   1965  

1941   1955   Rudolf Schmid           ABV    1894   1989  

1940   1956   Heinrich Heer           DP      1900   1968  

1938   1940   Jakob Britt                            1893   1940  

1937   1950   Hans Hefti                           1886   1964  

1934   1937   Joachim Mercier       ABV    1878   1946  

1932   1952   Johannes Hösli                    1884   1963  

1932   1941   Hans Becker                        1877   1954  

1927   1937   Bernhard Stüssi                   1868   1937  

1926   1942   Rudolf Gallati                       1880   1943  

1923   1945   Josef Alois Müller                 1871   1967  

1923   1934   Heinrich Jenny                     1876   1935   nicht Nationalrat; auch Jenny-Munz

1919   1947   Melchior Hefti                       1879   1965  

1917   1922   Ferdinand Spieler                1862   1922  

1915   1923   Gabriel Spälty                      1871   1951  

1909   1915   Heinrich Jenny                     1861   1937   später Nationalrat

1908   1932   Alfred Tschudi                      1860   1956  

1908   1927   Kaspar Luchsinger              1864   1927  

1907   1919   David Legler            DP       1849   1920   2. Amtszeit

1906   1909   Jakob Schlittler                    1856   1909  

1905   1908   Fridolin Schuler                   1849   1922  

1902   1932   Edwin Hauser                      1864   1949  

1899   1906   Peter Hefti                             1857   1906  

1890   1905   David Legler            DP        1849   1920   1. Amtszeit

1887   1925   Eduard Blumer                     1848   1925   erstr Standeskomm. im Amt verst 

1887   1917   Ferd.Engelbert Schropp       1853   1918   zuvor in Standeskommission

1887   1908   Josef Streiff                           1850   1913   zuvor in Standeskommission

1887   1907   Peter Zweifel                         1833   1907   zuvor in Standeskommission

1887   1902   Johann Rudolf Marti              1829   1909   zuvor in Standeskommission

1887   1898   Kaspar Schindler                   1832   1898   zuvor in Standeskommission

1887   1889   Charles Philippe Mercier       1844   1889   zuvor in Standeskommission

 

1887               Regierungsrat ersetzte Standekommission

 

Diese Liste entnommen Wikipeida


Donnerstag, 12. März 2026

 

Gibt es Gegner oder Feinde?

 

Kürzlich habe ich in einer Dankesrede wörtlich gesagt: "Feinde habe ich wahr-scheinlich kaum, aber Gegner jede Menge. Und ich würde jeden Abend dafür beten, dass die Gegner nicht ausstürben; denn sie hätten mich vor manchem Blödsinn bewahrt."

 

Nun hat mir gestern ein lieber Freund, aus der NZZ Folgendes zitiert: 

 

"Gegner – ein Wort, das in den 2000 afrikanischen Sprachen nicht existiert

 

Asfa-Wossen Asserate, der Grossneffe des letzten äthiopischen Kaisers macht in seinem Interview «Die Afrikaner werden langsam wütend»* u.a. auf ein Wort aufmerksam, das in den 2000 afrikanischen Sprachen nicht existiert. Dieses Wort heisst «Gegner»:

«Der Afrikaner kennt nur ‘Freund’ und ‘Feind’. Vielleicht haben wir deshalb die Demokratie noch nicht so gut verstanden. Das Verständnis dieses Wortes ist die Basis der Demokratie.»

 

Als Beispiel für die Bedeutung dieses Wortes weist Asfa-Wossen Asserate auf ein Archiv-Foto aus dem Jahr 1972 hin: «Auf diesem Bild sehen Sie zwei Männer, die ein Bier trinken. Der eine war Willy Brandt, der andere Rainer Barzel. Das Foto entstand an jenem Apriltag, als Barzel das Misstrauensvotum gegen Brandt gestellt hat. Können Sie sich das vorstellen? Und am Abend sitzen die da und trinken ein Bier! Das ist die Basis der Demokratie. Ihr Gegner ist nicht Ihr Feind. Wenn ich das in Afrika einmal erleben dürfte, dass der Wahlverlierer zum Gewin-ner geht und sagt: ¨Jetzt sind Sie auch mein Präsident, lassen Sie uns ein Bier trinken’ – ich wäre der glücklichste Mensch auf Gottes Erde.»

 

Bemerkenswert, oder nicht?

EIn Händedruck zwischen "Gegnern" im deutschen Bundestag: Rainer Barzel (CDU) und Bundeskanzler Willi Brandt (SP). (Foto.wikipedia)


Mittwoch, 11. März 2026

 

Ein lieber Freund ist verstorben

 

Dr. Fritz Feldmann-Zuberbühler

Jurist, Notar, Landrat, Präsident des kath.- kantonalen Kirchenrates, Augenscheingerichtspräsident, Gärbibuäb

 

(1940-2026)

 

 

Gestern Abend starb Dr. Fritz Feldmann im Kantonsspital im Kreise seiner Fami-lie an den Folgen einer schweren Lungenentzündung. Wir waren in der Gerbi in Näfels als Nachbarsbuben aufgewachsen. Er war das älteste von den fünf Kin-dern von Ernst (1915-1994) und Karolina Feldmann-Zenhäusern (1913-1983).

Er war ein aufgeweckter Junge im ganzen Pulk von uns zahlreichen "Gärbi-gofen". Und er war zeitlebens ein sehr verlässlicher und lieber Freund. Seine Karriere ist einmalig. Seit 1970 betrieb er in Näfels und Glarus Anwaltskanzleien, (Advokatur und Notariat) aber seit 2002 ist auch Sohn Michael dabei. Ich werde später darauf eingehen.Im Moment bin ich einfach tieftraurig, konnte ihn gestern noch besuchen und mich verabschieden. Ich wünsche seiner Frau Steffi und den Kindern Michael, Andreas und Martina Silvia Romana viel Kraft und mein herzliches Beileid.

Fritz war Mitglied der Studentenverbindung Goten, Fribourg.

Dissertation von Dr. Fritz Feldmann:  Uni Fribourg, 1984

F. Feldmann, «Martin Kothing. (1815-1875)», in MHVS 76, 1984, IX-XXXVI, 1-117, (mit Werkverz.)

Gerbi Näfels. Fritz ist im ersten Haus links aufgewachsen. Seine Mutter führte einen Tuchladen, sein Vater verkaufte Linoleumbodenbeläge. Im obersten Stock wohnten die Grosseltern Fritz und Cäcilia Feldmann-Hauser.

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Fritz Feldmann auf einer Fernostreise mit seinen Goten-Kommilitonen und Angehörigen. Gotenreise Myanmar vom 30.10. bis 12.11. 2014.

Todesanzeige, erschienen am Dienstag, 17.März 2026, in "Südostschweiz Glar-nerland"

Todesanzeige der Kantonsgerichte im "Fridolin" Do 19. März 2026 Seite 2



Ueli Rentsch, EW-Betriebsleiter, später Leiter der Gesamt-Werke der Gemeinde Näfels 

Montag, 9. März 2026

 

Nekrologe sind (leider) immer weniger gefragt

 

Drei Persönlicheiten in Näfels verdienen es, wenigstens auf meiner Homepage "verewigt" zu werden

 

(Als ich heute Morgen auf der Redaktion der Südostschweiz anfragte, ob mein von den Angehörigen gebilligter Nachruf auf unseren langjährigen EW-Chef Ueli Rentsch nicht angekommen sei, erhielt ich die Antwort, dass grundsätzlich auf Einsendungen nicht geantwortet werde, dass Ueli Rentsch so bekannt auch nicht sei und es darauf ankomme, was tagesaktuell sei und ob man "Platz" im Blatt habe. Man empfehle mir künftig zuerst anzufragen, ob ein Beitrag aufgenommen werden könne.

 

Selbstverständlich akzeptiere ich, dass die Redaktion entscheidet, was veröf-fentlicht werde. Nicht der gleichen Meinung bin ich, was die Bedeutung von Ueli Rentsch anbetrifft, den ich als Gemeindepräsident während zwei Amtsdauern auch als EW-Kommissionspräsident kennen und schätzen gelernt habe. Wenn jemand bescheiden ist, heisst das noch lange nicht, dass er nicht Bedeutendes geleistet hat.

Darum soll mein Mitstreiter und Kamerad wenigstens hier mir Respekt und Dank verewigt werden. Danach folgen zwei weitere Erinnerungen an zwei bedeutende verstorbene Näfelser.

 

Aber halt! Da gibt's ja noch den "Fridolin". Ein Gespräch mit dem Chefredaktor ergab, dass er eine Veröffentlichung prüft. Ein Hoffnungsschimmer... und die Hoffnung wurde erfüllt im "Fridolin" Nr. 11, 12. März 2026 Seite 4. Herz-lichen Dank.


 

In memoriam

 

Ueli Rentsch

 Der unsichtbare, aber effiziente Chef des EW Näfels und der Werke

 

13. Oktober 1936 – 16. Januar 2026

 

Dass Ueli Rentsch mit Leib und Seele 38 Jahre ein loyaler, kompetenter Vorge-

setzter zuerst in der Kraftwerkzentrale, dann als EW-Gesamtbetriebsleiter und schliesslich der Werke war, wissen eigentlich nur seine Mitarbeiter und die Be-hördenmitglieder des Gemeinderates und der EW Kommission. Ueli war kein Image-Bolzer, sondern ein Krampfer und die heutigen Werke sind eigentlich seine Lebensleistung. Als Leiter der Arbeitsgruppe Werke im Hinblick auf die Grossgemeinde Glarus Nord schuf er die Konzeption und Basis der heutigen Einrichtungen.

 

Ueli, ein urchiger Berner, wurde am 13. Oktober 1936 in Lauperswil im Ober-emmental geboren, er wuchs mit drei jüngeren Geschwistern im elterlichen kleinen Bauernbetrieb auf, machte eine Lehre als Elektromonteur bei den Berner Kraftwerken und bildete sich in Wanderjahren vielseitig weiter, bildete sich per-manent weiter, machte 1970 die Meisterprüfung, und war durch und durch Praktiker. 1963 wurde er nach Näfels als Zentralenchef Risi berufen und arbeitete sich hoch bis zum Gesamtleiter. In seiner Abschiedsrede zur Pensionierung er-wähnte er, er sei unter fünf Gemeindepräsidenten tätig gewesen. Emil Feld-mann, Alphons Hophan, Jules Landolt, Fridolin Hauser, Gerri Flogerzi. Bruno Gallati, damals Gemeinde-Vizepräsident würdigte ihn bei der Pensionierung 2001, wegen seiner „Zuverlässigkeit, Schaffenskraft und Umgangsformen“. Aus meiner achtjährigen Amtszeit attestiere ich ihm hohe Dossiersicherheit, Durchsetzungskraft, Weitsicht und Loyalität.

 

Mit viel Geschick brachte er die zahlreichen Behördenwechsel, eine anspruchs-volle Belegschaft, und seine Kämpfe für „sein EW“ unter einen Nenner. Mit seiner ruhigen Art, aber Fachwissensüberlegenheit und seiner zähen Durchsetzungs-kraft erreichte er die ständige Entwicklung des EWs und der Werke.

 

Rentsch war seit 1963 mit Elisabeth Stüssi verheiratet und wohnte mit seiner Familie ab 1973 in seinem Eigenheim an der Wiggisstrasse in Näfels. Die Söhne Christian und Thomas erwuchsen der Familie und sind nach Vorbild des Vaters tüchtig und in verantwortungsvollen Stellen tätig.

Nach dem Tod seiner Frau fand er in seiner Lebenspartnerin Rosmarie eine liebevolle Begleiterin.

 

Einige Zeit bestritt er Führungen bei der Grossbaustelle AXPO in Linthal. Die letzte Zeit lebte er im Altersheim Niederurnen, wo sich am 16. Januar 2025 sein Lebenskreis schloss.

 

Die Nachkommen schreiben in der Todesanzeige „Sein Vorbild und die vielen schönen Erinnerungen bleiben in unseren Herzen.“ In besonders dankbarer Erinnerung bleibt er in Näfels, wo er nachhaltig gewirkt hat. Fridli Osterhazy

 

Jüngeres Bild von Ueli Rentsch

 

(Fotos: Thomas Rentsch)


 

In memoriam

 

Albert Aufdereggen, Sekundarlehrer, Gemeinderat, Kollege

 

  

Wortlaut des Nekrologs, der in der Kirche von Sohn Ste-fan vorgetragen wurde, zugestellt von seiner Frau Bea-trice

 

Es gibt Momente im Leben, in denen man zurückschaut und ver-sucht zu verstehen, was einen Menschen ausgemacht hat.

 

Heute ist für mich ein solcher Moment. Ich stehe hier, um von mei-nem Vater zu erzählen – von seinem Weg, seiner Stärke, seiner Sturheit, seiner Fürsorge, seiner stillen Art, uns zu lieben.

Von einem Leben, das in einem kleinen Bergdorf begann und Spuren hinterlassen hat, die weit über dieses Dorf hinausreichen.

 

In den letzten Tagen habe ich viel über ihn nachgedacht. Über seine Kindheit im Goms, über die Härte und die Schönheit dieser frühen Jahre, über die Verantwortung, die er schon als Bub tragen musste, über seine Träume, seine Arbeit, seine Werte. Und je länger ich da-rüber nachdenke, desto klarer wird mir: Sein Leben war reich. Reich an Erfahrungen, reich an Begegnungen, reich an Liebe.

 

Letzten Sonntag war ich in Obergesteln. Es war einer dieser klaren Wintertage, an denen die Luft fast knistert. Ich schaute über die Mat-te Richtung Ulrichen, sah die Langläufer ihre Spuren ziehen – und plötzlich sah ich meinen Vater als Kind. Wie er mit seinem Cousin Klaus die Kühe hütete, bei jedem Wetter, mit roten Wangen, mit kal-ten Fingern, aber mit einer Selbstverständlichkeit, die man heute kaum mehr kennt. Und ich dachte: Sein Leben begann genau hier. In dieser Landschaft. In dieser Härte. In dieser Geborgenheit.

 

Mein Vater wurde 1937 in Obergesteln geboren, in eine Welt, die rau war und doch voller Verlässlichkeit. Es gab noch Schnee. Die Winter dauerten sechs Monate. Für ihn war das normal – so normal wie das Läuten der Kirchenglocken oder der Geruch von Heu. Er war der Älteste von drei Brüdern: Albert, Theo und Armin. Und schon früh lernte er, Verantwortung zu tragen.

 

Doch seine Kindheit war nicht nur von Natur und Arbeit geprägt, son-dern auch von einem Verlust, der ihn ein Leben lang begleitete. Er war neun Jahre alt, als seine Mutter Ludowina tödlich verunfallte. Mein Vater erzählte uns, wie er damals nur die Stille spürte. Die Unruhe im Blick seines Vaters. Die Angst, die sich in ein Kinderherz frisst und dortbleibt.

 

Sein Vater Raphael – Bauer, Maurer, Schreiner, ein Mann mit rauen Händen und einem grossen Herzen – stand plötzlich allein da mit drei kleinen Buben. Und er tat, was er konnte. Er arbeitete, er kämpfte, er hielt die Familie zusammen. Aber er wusste auch, dass er Hilfe brauchte. So zog die Familie nach Brig, zu Tante Katharina. Für meinen Vater war das ein Kulturschock – und ein Aufbruch.

 

In Brig lernte er eine neue Welt kennen: eine richtige Turnhalle, einen geregelten Schulalltag, Sommer wie Winter. Und doch blieb er immer der Junge aus Obergesteln. Der Junge, der mit einem selbst gezimmerten Holzschulranzen in die Klasse kam. Der Junge, der mit seinen Brüdern prahlte, man könne damit im Winter rodeln. Der Junge, der wusste, dass dieser Ranzen aus Not entstanden war – und aus dem handwerklichen Geschick seines Vaters.

 

Nach drei Jahren kehrten sie zurück ins Goms. Sein Vater wollte wieder Bauer sein, wieder selbst bestimmen, wieder zuhause sein. Und mein Vater half, wo er konnte: beim Heuen, beim Holzen, beim Füttern, beim Flicken. Und er hütete das Vieh. Bei jedem Wetter. Er erzählte uns später, wie er mit Klaus die Kühe über die Löwinä, den Grüsch und die Wasmä trieb. Wie sie sich nach dem Schatten der Berge richteten, um zu wissen, wann es Zeit war, nach Hause zu ge-hen, respektive nach Hause zu dürfen. Wie sie schwitzten, rannten, schrien, lachten. Und wie gross die Scham war, wenn ein Bub mit weniger Tieren nach Hause kam, als er am Morgen losgetrieben hatte.

 

Er erzählte uns auch von zu Mutproben, von selbst geschnitzten Weidenholzpfeifen, von einem Jelmoli-Katalog, der ihnen die Welt erklärte. Und er erzählte uns, wie stolz er war, als er seinem Vater einmal das Mittagessen auf die Baustelle bringen durfte – und im Lastwagen des Vorarbeiters über den Grimsel fahren durfte. Solche Momente prägten ihn. Sie gaben ihm ein Gefühl von Welt, von Weite, von Möglichkeiten.

 

Und genau diese Möglichkeiten wollte er nutzen. Mein Vater war ein begabter Zeichner. Ein genauer Beobachter. Eigentlich wollte er Architekt werden. Das war sein Traum. Doch sein Vater – geprägt von einem Leben voller Unsicherheiten – riet ihm ab. „Architekt ist ein unsicherer Beruf“, sagte er. „Lehrer ist verlässlich.“ Und mein Vater, der die Sorgen seines Vaters kannte, entschied sich für den sicheren Weg.

 

Nach Jahren auf dem Bau als Handlanger trat er mit 18 Jahren in das Lehrerseminar in Sion ein, wurde Primarlehrer in Münster und später – nach einem intensiven Studium in Fribourg – Sekun-darlehrer. Und doch blieb die Liebe zum Gestalten in ihm lebendig. Vielleicht war es kein Zufall, dass er später sein eigenes Haus, das Chalet Obermatte und das «Remis im Spitz» um- und ausbaute.

 

Und viele Jahre später, als eines seiner Enkelkinder Architektin wurde, hat ihn das tief gefreut. Es war, als würde ein Faden weiter-gesponnen, den er selbst einst hatte loslassen müssen.

 

In Fribourg lernte er Beatrice kennen. Er sagte oft, das sei eine glückliche Fügung gewesen. Zwei Menschen, die unterschiedlicher und gleichzeitig ähnlicher nicht hätten sein können. 1966 heirateten sie. Und dann kamen wir Kinder: ich, Daniela und Irene. Wir waren seine grosse Freude. Sein Stolz. Sein Lebensinhalt.

 

Doch es gab auch eine Zeit, in der er selbst noch einmal aufbrechen wollte. Eine Zeit, in der er überlegte, an einer Auslandschweizer-schule zu unterrichten. Ein Abenteuer, ein Neuanfang, ein Blick über den Tellerrand. Aber wir Kinder sträubten uns dagegen. Wir wollten nicht weg, nicht aus unserem Umfeld, nicht aus unserem Zuhause. Und so blieb es ein Traum.

 

Er war 35 Jahre lang Lehrer an der Sekundarschule in Näfels. Streng, aber gerecht. Fordernd, aber fördernd. Er wollte, dass seine Schülerinnen und Schüler etwas konnten – aber noch mehr wollte er, dass sie an sich glaubten. Er engagierte sich in der Gemeinde, war Parteipräsident der CSP, acht Jahre Gemeinderat von Näfels, Präsident des Krankenpflegevereins. Und er sang – im Männerchor, im Kirchenchor. Musik war für ihn ein Ort der Ruhe, der Gemein-schaft, der Freude.

 

Und er tat etwas, das bis heute nachwirkt: Er führte das erste Skilager in Savognin ein. Zwölf Jahre lang leitete er dieses im Engadin und später im Wallis. Und für ihn war klar: Jedes Kind soll mitkommen können. Auch jene, bei denen das Geld knapp war. Ich denke, viele seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler erinnern sich heute noch daran.

 

Und dann war da noch RODA. Unser Vater verstand es, mit Ver-stand, Witz und einer spitzen Feder Ungerechtigkeiten, Machen-schaften und Filz im Glarnerland anzuprangern. Über Jahre schrieb er unter diesem Pseudonym eine Kolumne in den Glarner Nach-richten*. Im ganzen Kanton wurde spekuliert, wer dieser scharfe Zeitgenosse sei. Am Ende hat er sein Pseudonym RODA mit einem kleinen Schmunzeln enthüllt.

 

1983 zog unsere Familie in das neue Haus an der Wiggisstrasse 2 ein. Viele Arbeiten hatte er mit unserer Unterstützung, soweit wir dies konnten, in Eigenregie umgesetzt. Und im Goms entstand un-ser kleines Feriendomizil, ebenfalls mit viel Schweiss und Herzblut.

 

Er war Velofahrer, Wanderer, Skitourengänger, Langläufer. Mit mei-ner Mutter fuhr er um den Bodensee, quer durch die Schweiz, nach Wien, nach Belgien. Mit uns Kindern wanderte er durch den Jura, über den Walserweg, durch die Schweiz. Er liebte Bewegung, Natur, Rhythmus. Und er liebte es, unterwegs zu sein – stetig, ruhig, mit offenen Augen.

 

Er erzählte uns von der Loiretour mit Josi und Gemma, von der Velo-tour nach Belgien, um beim Hausbau meiner Familie mitzuhelfen.

 

Und er erzählte mit leuchtenden Augen von Kolumbien, wo er 1977 seinen Cousin Richard während dreier Wochen besuchte – ein Abenteuer, das für einen Mann aus dem Goms fast exotisch war.

 

Und wenn ich heute auf sein Leben zurückblicke, dann merke ich, wie viel von ihm in uns weiterlebt. Mein Vater war ein Mann voller Werte – nicht laut, nicht aufdringlich, sondern still, verlässlich und konsequent. Er war grosszügig, aber nie verschwenderisch. Er konnte geben, ohne es an die grosse Glocke zu hängen, und gleich-zeitig wusste er, wie man mit wenig auskommt. Er war neugierig – ein Leben lang. Er wollte verstehen, wie Dinge funktionieren, warum etwas so ist, wie es ist. Er war zielorientiert und strebsam. Wenn er etwas anpackte, dann richtig.

 

Und er wusste, woher er kam. Das Goms, die Berge, die langen Winter, die harte Arbeit, die Armut, die Familie – all das war nicht nur Vergangenheit, sondern Fundament. Diese Werte – Grosszügigkeit, Bescheidenheit, Neugier, Zielstrebigkeit, Dankbarkeit und das Be-wusstsein für die eigenen Wurzeln – sie sind sein Vermächtnis. Und sie tragen uns weiter.

 

1996 kam der Einschnitt: ein Hirnschlag. Halbseitige Lähmung. Sprachverlust. Zwei Tage, die über sein Leben entschieden. Und dann – fast ein Wunder – kam vieles zurück. Er kämpfte sich durch das Spital in Brig, durch die Reha in Braunwald, zurück in den Unterricht. Doch die letzten Jahre waren hart. 1999 ging er mit 62 Jahren in Pension.

 

Dann begann ein neuer Abschnitt. Einer, der ihm guttat. Er und unsere Mutter lebten abwechselnd im Glarnerland und im Wallis. Sie wanderten, machten Reisen, sie machten Langlauf, sie fuhren Velo, sie pflegten die Familie, die Verwandtschaft, die Freundschaften. Mein Vater fand zurück zu einer Ruhe, die er lange nicht gekannt hatte. Er war dankbar für seine Kinder, stolz auf sie, glücklich über seine Enkelkinder.

 

Unser Vater war ein Mensch, der die Geselligkeit liebte – besonders im Wallis, wenn das Raclette am offenen Feuer gemacht wurde. Das Streichen mit uns und bei Familienfesten war sein Revier. Bis er mir diese Aufgabe anvertraute, dauerte es. Und selbst dann stand er noch oft hinter mir, bereit einzugreifen, sollte ich den Käse fallen lassen oder mich am Feuer verbrennen.

 

Vor rund zehn Jahren liess sein Gedächtnis nach. Die Demenz wurde spürbarer. Und doch: Er erkannte uns Kinder und seine Enkel bis zum Schluss. Für unsere Mutter war es nicht immer einfach. Sie hat sich bis vor einem Jahr liebevoll um ihn gekümmert – und ja darauf geachtet, dass die Farben seiner Kleidung immer aufeinander abgestimmt waren.

 

Am 6. Februar 2026 ist unser Vater im Pflegeheim in Näfels, nach liebevoller und einfühlsamer Pflege und Betreuung, gestorben. Still, würdevoll, nach einem langen, reichen Leben. Und heute stehen wir hier, um Abschied zu nehmen – aber auch, um zu danken. Für seine Fürsorge. Für seine Geduld. Für seine Hartnäckigkeit. Für seine Liebe, die er – geprägt vom frühen Verlust seiner Mutter und dem harten Bergleben – vielleicht nicht immer offen zeigen konnte, die aber in seinem Handeln, in seiner Fürsorge und in seiner stillen Art immer spürbar war. Für all die Wege, die er mit uns gegangen ist.

Ich sehe ihn noch immer vor mir: wie er mit dem Velo durch das Goms fährt, wie er im Garten arbeitet, wie er im Chor singt, wie er uns Kindern zeigt, welche Pilze essbar sind, wie man ein Werkzeug hält, wie man Weidholzpfeifen macht, wie es in der Küche im Chalet Obermatte roch, wenn er «seine» Spagetti Sauce zubereitet hatte, wie er mit meiner Mutter lacht, wie er mit seinen Enkeln spielt. Und ich weiss: Er bleibt. In uns. In dem, was wir tun. In dem, was wir weitergeben. In dem, was wir erinnern.

Danke, Papa. Für alles.

 

Im Namen der Trauerfamilie danken wir allen, die ihn auf seinem reich erfüllten Lebensweg begleitet haben.

 

Stefan Aufdereggen (Sohn)

 

Diesem einmaligen und träfen Lebensbild mag ich nur eins beifügen: Unser Sohn Urs ging bei ihm zur Schule, als wir von Einsiedeln nach Näfels gezogen waren. Er war von Albert derart beeindruckt, dass er eines Tages zu Hause erzählte: Ich will ein Mathe-Lehrer werden wie Herr Aufdereggen. Es ist diesem Ziel treu geblieben, wurde Kantilehrer, wirkte rund 20 Jahre in Glarus, studierte weiter und machte im fortgeschrittenen Alter noch den Dr. sc. ETH, seiner Lebtag beeindruckt von seinem Mathe-Lehrer Albert Aufdereggen.

 


 

In memoriam

 

Albert Fischli-Leuthold

 

Äschäbärti

 

1. September 1937 – 29. Januar 2026

 

Liebs Heidi, liebe Familie Fischli

Herr Vikar

Verehrti Truurgmäind.

Uf Wundsch vu dä Aaghörigä töff ich versuchä, ächläi uff ds Läbä vum Bärti zrugg-luägä.

 

Ja, wänn rächtschaffeni Lüüt we dr Bärti münd schtäärbä, cheert bi dr Familie und allnä wo dr Bärti gäärä händ, Truur ii. Aso au bim Bärti, än-eher schtillä und nachtägglichä Maa, aber ä tüchtigä und erfolgriichä Gschäftsmaa und der fählt etz i üüserem Doorf.

 

Geborä isch’räm 1.Septämber 1937 as zwäitä Suh vum legendäärä Aeschäbärti, Lantwiirt, Wiirt im Bärgreschderant Aeschä, und berümtä Jeger und vum Hedi Johanna Fischli-Bamert. Füüf Jahr vor imm isch sinä elträ Brüäder Armin uf d Wält chuu und zwäi Jahr nach imm ds Silvia und ds Hedi. Leider isch ds Hedäli asä achtjährig a Diphterii gschtorbä. Ich erinnerä mich nuch gnau draa, willl mer bim Lehrer Arnold Chriägi i d Schuäl sind. Ich ha törffä bi dr Beäärdigug ds Chrüüzli trägä. Und rund zächä Jahr vor imm anä 2016 isch leider au si Brüäder Armin mit 84-gi gschtoorbä.

 

De Fischli Chind sind im Aeschä-n-o-bä uufgwachsä und händ albig müäsä jedä Taag ids Doorf id Scuäl.

 

Dr Bärti isch ds Näfels id Primarschäl und drüü Jahr id Seggi. Sini Lehr as Tach-tegger hät er z Meggä bi dr Firma. Huwiler gmacht. Är hätt au nuch glernet Schindlä machä und Fassadenä. Drnaa isch er uff Züri, zeerscht zum Tachtegger Müller, und nachhär bi dr Flachbedachig Firma Binder.

Sini RS hätt’r müäsä abbrächä, wägämä platztä Blindtarem und är hätt dr Räscht schpeeter müäsänaachämachä.

 

I siner Zürcher Ziit hätt’r sini schpeter Frau Heidi kännägleernet.

Ä Kolleeg vu imm hät Musig gmachet und deer hätt zämä mitäm Handorgäläclub albi zämägschpilt, wo ds Heidi mitghandorgälet hätt.

Us derä Begägnig isch ä Liäbi für des ganz Läbä woordä.

1958 sind si ids Aeschä-nufä zogä und händ si im gllichä Jahr verlobt. Ds Heidi hätt-si glii iigläbt und sofort mitghulfä i Huus und Schtall, Reschterant und Huushalt.

 

1960 händ-si ä Tachteggergeschäft gründet und im gliichä Jahr ghüraatä. Zämägi hätt si dr Pater Gislar.

 

Änä 1963-gi sind si ids Doorf abä zogä zeerscht a p Bachmäschtrass und derna ids Äigähäim ä dr Schwerzischtrass. p Familie isch gwachsä, anä 1961 isch dr Bärti uf d Wält chuu, 62 dr Rolf, 66 dr Peter und 1968 ds Claudia.

 

Nach 1970 isch ds Heidi tagtägli ids Äschä-n-ufä, hätt überal mitgulfä, hätt p Muäter Hedi unerstützt und pflägt, wo Aschthma ghaa hätt, hätt dr Huushalt bsoorget, putzt, p Buächhaltig gmacht, hatt nuch uffem Wöschbrätt gwäschä, hätt sogar nuch gleeernet Schindlä schniidä, isch i Gadä gu usämischtä, ds Veh fuetärä und zur Tränggi füärä, will p Mannä nüd ummä gsii sind. Dr Vatter Bärti isch Taxi gfarä, und der Schwager Armin und irä Maa sind albig al giis in, der Vater Bärit mit em Taxi, der Armin dr Vater Bärti, der Schwager Armin und irä Maa händ im Taaal gschaffet. Zum Chüämälchä isch öppä dr Nachpuur Aeschäbiini chuu gu hälfä. Ds Heidi hä-p-mer allerdings nuch veraate, das de zwee jungä Aeschner Armin und Bärti ämaal es Wettrännä mi d Töff gmached häiged, ufä uff ds Aeschä, abr nüd uff dr Schtrass, sondern durä altä-n-ufä. Das mo-mä sich ämal voorschtellä firä-n-altä ufä.

 

Gschäftlich isch-es obsi ggangä. Ds Bärtis Tachteggergschäft isch  immer gfrage-ter woordä, und er hätt under anderem di sogenannt Schneefixbedachig erfunde, wo zumä Ränner woordä n isch. Sis Undernämä isch sitt duä überhaupt nümmä us Näfels äwägztänggä.

 

I sinner Friiziit hätt Gselligkäit pflägt und Kameradschaft bi dä Schützä, im Männerturnverein, speeter au bi dä Turnveteraanä, im Schiiklub, isch gäärä gu cheglä, und bis churz vorm siim Tood ä regelmässigs «Mitgliid» vu dr Lugäbörs  Sunntigmorgü im Schteibogg.

 

Gäärä vrzelle g Chind vu dä Schiiferänä.

 

1992 hätt’r ds Gschäft ä dä Jungä übergih. Er hatt aber immer nuch mitgschaffet. Solang ases nuch ggangä isch.

 

I siner gwunnänä Friizitt hätt’r mit dr Frau ä Huufä Reisä gmachet. Uf Afrika, Auschtraliä und Nüüseelad, Amerika, Kanädaa uf Galapagos, Grönland und Schpitzbärgä. Erläbnis wo nachhaltig i Eerinnerig bliibed zum Biispiil ds Kenia: Ämaal aäm Morgä hät dr Bärti und dr Räiseleiter, wagger Whisky hindärägläärt und händs ä chogä lüschtigi gkaa, sind verusä und duä stöch a risigä Leu öppä 4-5 Meter äwääg. Ds Heidi hätt dän-aber gmäint, ja, der Leu jäig wahrschiindli vil meh Apädiit gka uff-nes Zebra oder ufnä Giraff as uf zwwe aaghäitered Sa-faribrüäder.

 

Vu Ufäll isc’h’r nüd verschont pblibä, mehrmal isch’r as Tachtegger abägkiit, drnaa hätt’r Ruggäproblem gkaa. I jüngschter Ziit hätt em Gsundhit immer mer z schaffä gmachet, Nach churzer Chrangget isch er am 29. Jäner im Schpital gschtoorbä.

 

Abr lönd-si mich nuch uff ä schpetziells Eräignis hiiwiisä.

Jedsmal wämer üs verkuu sind, hätt er gschmunzlet, ja verschmitzt glachet. I dä mittlerä achtzger Jahrä hätts am Schtammtisch im Bahnhöfli ä hochkaräätigi, gruusam Lugäbörs g'gii. Äm Sungtig morge äm halbi achti.

Urchig Näfelsser wie dr Tschüli, Jules Landolt, Gmäindspresi und schpeter Lan-damma, dr Hilari Landolt, Wärchfüärer, der Kuk dr Franz Tschudi, dr Bruno Müller, wo sin Baart nur ämä Karfriitig abhaut, und eba au dr Bärti.

Schpeeter bini au derzuä chuu. Wo dä dr Schüll Regiärigsrat woordä-n-isch, säit äinä zu mir: duu chäntisch etz gad Gmüeindspresi wäärdä.

Ich hagmäint, das sig ä guätä Schäärz, doch us dem isch Äernischt woordä. De Chögä händ äs Inseraat uufgsetzt und sitt duä hätt dr Bäärti jedsmal glachert: «Dich hömmer inätünggt und äs hät ghauä. Äsoo hät dr Bärti immer wider a deer Lugäbörsschtreich erinneret und entschäidend i miis Läbä iggriffä.

 

Und iätz hätt er sini letscht Räis aaträttä, i Himel, mir hoffed und glaubed, es dett zrugggfindt zu sini Elterä, zu dr chliinbä Schwöschter Hedi, und zu siim Brüäder Armin.

Miir möchted imm ä reschpäktvolls Andänggä bewarä und i danggbaarer Erinnerig phaltä.

Dir liäbs Heidi, und ä Üch ä r ganzä Familie gilt üüser härzli Biileid.

Fridli Osterhazy

  


Sonntag, 8. März 2025

  

Regierungsratwahlen: die Bisherigen gewählt

Wer sagt's denn? Alles paletti für die bisherige Regierung: Alle sind wiederge-wählt, die Herausforderer hatten keine Chance. Vlnr: Christian Marti, Marianne Lienhard, Kaspar Becker. Dr. Markus Heer, Thomas F. Tschudi.

 

In der Reihenfolge der Wahlergebnisse:

 

1. Markus Heer             7545

2. Thomas F. Tschudi    7151

 3. Kaspar Becker           6743 

4. Marianne Lienhard     6719

5. Christian Marti           6158

 

Herzliche Gratulation den Wiedergewählten!

Herzlichen Dank den Kandiierenden!


 

Gemeinderatswahlen Glarus Nord

 

Im Kampf um den Gemeindepräsidenten verpassten beide Kandidaten, der bisherige Fridolin Staub und Samuel Zingg das absolute Mehr von 2436 Stimmen. Staub erreichte hier 2298 Stimmen und Zingg 2233 Stimmen.

 

Im Gemeinderat konnten fünf der sechs Sitze ermittelt werden.

 

Als frisch gewählte erreichte Olivia Lattmann mit 2896 Stimmen gleich das beste Resultat.

 

Olivia Lattmann (2896),

Kaspar Krieg (2826),

Daniel Landolt-Tremp (2743),

Martin Dürst (2530), 

Bruno Gallati-Landolt (2340)

 

Stimmen erhielten

 

Christoph Zwicky (1956),

Priska Müller Wahl (1888),

Andreas Amir Streiff (1858),

Samuel Zingg (1856),

Tanja Simitz-Stüssi (1450).

Vereinzelte 1450 Stimmen.

 

In einem zweiten Wahlgang wird

 

mit relativem Mehr

Die Wahl des Gemeindepräsidenten erfolgen

und

 

die Wahl des sechsten Gemeinderates.

 

Das befreite Lächeln der Gewählten.

vlnr:

Bruno Gallati, Martin Dürst, Olivia Lattmann, Daniel Landolt und Kaspar Krieg. Das höchste Wahlergebnis machte die neue Gemeinerätin Olivia Lattmann. Gespannt ist man nun noch auf den Sechsten oder die Sechste.


Freitag, 6. März 2026

 

Vier Fridlenen:

 

Fridlistag 2026

 

vlnr die Vorstände Ruedi Fridolin Jenny, Fridolin Zweifel mit Kerze, Fritz Gallati und Fridolin vom Schlachtbanner 1388 auf der Kerze bei der Übergabe im Fridolinsmünster in Bad Säckingen

 

Seit gestern brennt die Glarner Kerze beim Sant Fridli In

 

Bad Säckingen

Was für ein eindrücklicher Fridlistag! Bei vom Saharasand etwas bleich-dunstiger Sonne strebte die stattliche Delegation von Fridlenen der Fridolinsstadt Bad Säckingen zu. Nach gewaltigen Schwarzwäldertorten-Verschlingung im Café Heinritz,

Besuch des Fridolinsmünsters.

Die Vorstandsmitglieder des Fridlibundes tragen - die Fridlifahne voraus - ins hehre Fridlimünster. Martin Mätzler, unser Fridlipfarrer weiht - nach eindrücklicher Ansprache zum aktuellen Anlass - die Fridolinskerze ein. Der neue Münsterpfarrer und Dekan Peter Nicola nimmt die Kerze entgegen und entzündet sie. Die alte, fast abgebrannte Kerze wird auf Bitten einer Dame aus Bad Säckingen an sie vermacht. Der neue Fridolinsfarrer Peter übernimmt den Gruss aus dem Glarnerland mit wortgewaltigen Dankesworten.

Zu Gevatter stehen die sehr gastfreundlichen Bad Säckinger: Winfried Ays, jahr-zehntelanger Präsident des "Freundeskreises Näfels/Glarus Nord", Knut Nessel-hauf und seine Gemahlin Karin jetziger Präsident des Freundeskreises, Karl Braun, Kulturschaffender und wandelndes Lexikon in allen Belangen um Fridolin und der Geschichte von Säckingen und Frau Dr. Adelheid Lang, langjährige Archivarin der Stadt. Mit Blumen aufgetaucht sind auch die lieben Freunde Melitta und Jürgen Huber. Diese Phalanx an sprichwörtlicher Gastfreundlichkeit, die wir seit 1988 geniessen dürfen, ist einmaliger Ausdruck unserer Städtepart-nerschaft und Freundschaft.

Hocherfreut sind wir über die Anwesenheit von Prof. Dr. Beat Näf, eine Spezialist der Fridolinsforschung.

 

Danach gibt's freien Ausgang in der frühlingshaft warmen Stadt am Hochrhein.

Im Schlepptau säckingischer Führung machen die Mehrzahl Streifzüge durch den Fridolinsmarkt, andere geniessen die bevölkerte Altstadt und besuchen Einkaufs-geschäfte und Gartenwirtschaften. Die ganze Reisegesellschaft ist gegen 20 Uhr wieder in Näfels, wo anschliessend der traditionelle Fridlitreff im Steinbock stattfindet.

 

Die Moderation besorgt souverän Ruedi Fridoiin Jenny, der auch den Revisions-bericht vorträgt, nachdem unser Schatzmeister Fritz Gallati den Kassabericht präsentiert hat. Ehrengäste sind erstmals Pfarrer Gregor Barmet, Näfels, und This Fritsche, talentierter Medienmann von Radio Grischa. Auch Gemeindeprä-sident Fridolin Staub und Gemeinderat Bruno Fridolin Gallati gaben sich die Ehre. Wegen der ganztägigen Strapazen war diesmal nur eine Dreissigschaft  Fridlenen anwesend.

Die Gemütlichkeit und der heitere Lärmpegel waren gleich hoch wie immer.

 

Ein grosses Dankschön gehört dem kameradschaftlich wirkenden Vorstand mit Fridolin Zweifel, der grosse administrative Arbeit leistete, Schatzmeister Fritz Gal-lati, Ruedi Fridolin Jenny, Revisor und Moderator, Fridli Dürst, Fridolin Bühler, unser "Zuchtbuchführer", Fridolin Landolt, Weibel und Fähnrich. Leider wegen eines Beinbruchs verhindert war unser Senior Fritz Stüssi, Adlenbach.

 

Alles in allem ein hoch gefreuter Fridlistag.

 

Voraussichtlich im Frühherbst sind "Fridolins"-Aktivitäten geplant von Chäschä Marti eine Kunstausstellung, im Gespräch ist eine Gemeinschaftsaktion eines Symposiums "Fridolin" mit Volkshochschule. Einzelreferenten, historischem Vereien, Göldimuseum und Fridlibund.

 

Der ehemalige Näfels und Fridlipfrrer Martin Mätzler segnet die Kerze, vom Vor-stand dabei sind Ruedi Fridoiln Jenny, Fridoln Zweifel und Fritz Gallati.

Unsere Bad Säckinger Freunde: vlnr Oberfridli, Winfried Ays, der den Freundes-kreis Näfels/ Glarus Nord mehrere Jahrzehnte aufbaute und präididerte, Karl Braun, Kulturschaffender, das wandelnde Lexikon von Bad Säckingen, Knut Nes-selhauf und Gemahlin Marina, jetziger Präsdent des Freundeskreises, Dr. Adelheid Lang, Staatsarchivarin und der neue Münsterpfarrer Peter Nicola. Sie gaben uns einen herzlichen, gastfreundlichen Empfang.

 

Münsterpfarrer und Dekan Peter Nicola mit der erstmals brennenden Fridolins-kerze.

 

Wie immer der heiter-fröhliche Fridlitreff im Steinbock. Diesmal geleitet von Ruedi Fridolin Jenny. Kassabericht Fritz Gallati, Revisionsbericht Ruedi Fridolin Jenny.

Von links nach rechts und oben nach unten:

 

Ruedi Fridolin Jenny führt souverän durch den Abend.

Altvertraute Fridlenen

Fridliwurst à la Steinbock

Fritz Gallati verliest den Kassabericht

This Fritschi Radio Grischuna beim Interview mit Ruedi Fridolin

Gemütlichkeit, Geselligkeit, Kameradschaft unter Fridlenen

 

Wir freuen uns auf  den nächsten Fridlitag 2027!

Fotos: Fridolin Zweifel, Markus Hauser, Jean Pierre Hauser, Fridolin Hauser