Das

 

Bild

 

der 

 

Woche

 

2021

 

ab 13. April


West-Portal im Konstanzer Münster:

Epitaph für Weihbischof Georg Sigismund Miller (1615-86). Er weihte 1667 die Kapelle im Freulerpalast Näfels, 1679 das Kloster auf dem Burgstock ein. (Foto: David McLion, Schwanden)


Montag, 21. Juni 2021

 

Exodus aus dem Kirchenrat ?

 

Zwei Kirchenratsmitglieder treten ab sofort aus

 

Gestern Abend erhielt ich von den demissionierenden Kirchenratsmitglieder zur Kenntnisnahme die auf den ersten Blick überraschende Mitteilung, die heute in den "Glarner Nachrichten" publiziert wurde. Ein weiterer Paukenschlag nach der überraschenden Mitteilung von Pfarrer Kurt Vogt, er werde sich nach seiner Pfarradministrationszeit nicht wählen lassen, und nach der bewegten Kirchge-meindeversammlung in Mollis, in der Signale des Aufbruchs gesetzt wurden.

Auf den zweiten Blick ist der Entscheid der beiden Kirchenratsmitglieder Beatrice Weitnauer und Martin Böni iun. verständlich; denn sie wurden nicht nur an der Kirchgemeinde harsch kritisiert, sondern drücken im Demissionsschreiben aus, dass ihre Bemühungen für einen kritischen Aufbruch der Kirchgemeinde im Kir-chenrat keine Chance habe.

Hier das Communiquè mit freundlcher Erlaubnis der Demittenten:

 

 

Pressemitteilung 

Martin Böni jun. und Beatrice Weitnauer treten per sofort von ihren Ämtern als Kirchenräte der Katholischen Kirchgemeinde in Näfels zurück.

 

Bei der letzten ordentlichen Kirchengemeindeversammlung wurde deutlich, dass von den Mitgliedern der Kirchgemeinde eine Veränderung gewünscht wird.

 

Im Herbst 2021 muss nochmals eine öffentliche Kirchengemeindeversammlung statt-finden, denn es kam ein Antrag, auf die Reduktion von sieben zu fünf Ratsmit-gliedern. Weiter kritisierte Pfarradministrator Vogt den Kirchenrat, es sei ihm zu viel versprochen worden.

 

Aufgrund dieser Ereignisse reflektierten Beatrice Weitnauer und Martin Böni die Lage. An der letzten Kirchenratssitzung vom 18. Juni 2021 gaben beide bekannt, dass sie bereit sind für eine Veränderung und haben dem Rat folgendes vorge-schlagen:

Der Kirchenrat soll in der jetzigen Form bis zur ordentlichen Kirchgemeindever-sammlung 2022 weiterarbeiten und die begonnenen Projekte abschliessen. Gleich-zeitig soll unverzüglich publiziert werden, dass der gesamte Kirchenrat Platz machen wird, damit an der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung 2022 ein neues unver-brauchtes Gremium aufgestellt werden kann. Sie denken, dass sich aus jungen, engagierten Familien, die vielleicht einen Erstkommunikanten oder ein Firmling ha-ben, sich ein Elternteil melden würde. Leider ist die grössere Mehrheit des Rates noch nicht bereit für diesen Schritt.

 

Martin Böni hatte das Ressort Pfarreirat inne und war der Heber und Leger für die Installation der Brandmeldeanlage. Zuletzt war er in der Personalkommission tätig. Beatrice Weitnauer war Aktuarin und hat viele Protokolle, in den letzten 13 Jahren rund 1'500 Seiten, und Texte verfasst. Ebenfalls hat sie das Archiv verwaltet. Sie beide standen ein für eine verbesserte Transparenz und Offenheit und in der letzten Kirchengemeindeversammlung für eine detailliertere Rechnungsführung, wie es die Gemeinden nach HRM2 längst machen müssen. Ihnen ist auch eine faire Personal-führung eine Herzensangelegenheit.

 

Sie strebten eine offene Kommunikation der Investitionsplanung und eine saubere, professionelle Projektdurchführung an.

 

Die Aufgabe der Kirchgemeinde ist es nicht, Steuergelder einzutreiben, damit diese in Fonds versickern, sondern damit den Betrieb und den Unterhalt der Kirchgemeinde zu Gunsten aller Nutzniesser für alle nachvollziehbar sicherzustellen. Der Rat in der gegenwärtigen Zusammensetzung ist dazu nicht bereit. Ein kompletter Neuanfang wäre angebracht. Sind doch alle amtierenden Räte, mit Ausnahme von Martin Böni, seit zehn oder mehr Jahre im Amt. Die Amtsältesten schaffen es auf 27, respektive 26 Jahre. Dass sich nach so vielen Jahren eine Amts-müdigkeit und Betriebsblindheit einstellt ist mehr als nachvollziehbar.

Dazu braucht es dringend junge, engagierte Menschen, die bereit sind mit vollem Herzen und Engagement mitzuarbeiten.

Martin Böni und Beatrice Weitnauer sind bereit dazu, neuen zukünftigen Kirchen-rät/innen den Platz freizumachen.

 

 

Martin Böni und Beatrice Weitnauer

 

erschienen heute Montag, 21. Juni 2021 in den "Glarner Nachrichten"

 

Kommentar:

Derzeit  erschüttern einige Ereignisse die Kirchgemeinde Näfels.

 

1. Der Pfarradministrator  lässt sich nicht wählen.

2. Noch ist kein Nachfolger in Sicht

3. Ein Kirchenrat hat nach seiner Wahl in den Gemeinderat demissioniert

4. Eine ausserordentliche Kirchgemeinde mit einem Antrag zur Änderung der Gemeinde-

    ordnung (Verkleinerung des Kirchenrates auf fünf Mitglieder)  steht bevor.

5. Zwei Kirchenratsmiglieder haben nun per sofort demissioniert.

 

ZIemlich viel auf einmal! Doch vielleicht auch eine Chance für einen neuen Aufbruch.  Fraglich ist, ob die Kirchgemeinde die Kraft und den Mut hat, gemeinsam mit dem beste-henden Kirchenrat, den Aufbruch zu wagen und auch umzusetzen.

 

 

siehe auch:

"Glarner Mosaik" vom 28. Mai 2021

Beiträge: 

Die besondere Kirchgemeinde der Pfarrei Näfels in der Mehrzweckhallle Mollis (Kommentar)

und

Quo vadis Kirchgemeinde?

 


Sonntag, 20. Juni 2021

 

Schloss Sargans... in Oberurnen

 

An der alten Landstrasse in Oberurnen steht seit vielen Jahren das "Schloss von Sargans", eine hochfleissige Bastelarbeit eines Liebhabers von Schlössern. Zum Vergleich, allerdings nicht aus der gleichen Perspektive ist das "Schloss Sargans in natura" unten abgebildet.

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Schloss_Sargans?uselang=de#/media/File:SchlossSargans.jpg
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Schloss_Sargans?uselang=de#/media/File:SchlossSargans.jpg

Aus der Geschichte des Schlosses

 

Bis 1480

Unter Graf Hugo von Montfort (* um 1160; † 1228) wurde Anfang des 13. Jahrhunderts die vermutlich schon bestehende kleine Burganlage ausgebaut. Der Bergfried mit gezinnter

Ringmauer ist der älteste noch erhaltene Teil der Anlage. Die Archäologin Franziska Knoll-Heitz fand jedoch einen Mauerwinkel, der auf Fundamente eines älteren Gebäudes hin-weist, da der Turm über diesen Mauerresten gebaut wurde. Um die Mitte des 13. Jahrhun-derts wurde die Anlage unter Hartmann I. Stammsitz der Grafen von Werdenberg-Sargans. Zu dieser Zeit dürfte auch der Palas an der Westseite angebaut worden sein, der grösste Bau der ganzen Anlage 1459 stürzte er bei einem Erdbeben ein. 1460 begann der Wieder-aufbau und im östlichen Teil wurde das so genannte Hinterschloss an den Turm angebaut. Wegen Einsturzgefahr schleifte man diesen Teil nach 400 Jahren und errichtete an seiner Stelle die heutigen Aussichtsterrassen.

 

Die Jahreszahlen 1506 an einem Dachbalken des Palas und die Zahlen 1508 und 1510 an Türstürzen weisen jedoch darauf hin, dass sich der Wiederaufbau bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts hinzog.

 

Untertanengebiet der Eidgenossen

1405 wurde Sargans während der Appenzellerkriege von diesen belagert und während des Alten Zürichkrieges (1436–1450) wurde das Städtchen niedergebrannt, die Burg wurde belagert, blieb jedoch unversehrt. Später stürzte jedoch ein Teil der Anlage ein. 1483 erwar-ben die eidgenössischen sieben alten Orte die Grafschaft Sargans, das dadurch Unter-tanenland der Eidgenossen wurde. Von 1459 bis 1798 verwalteten sie diesen Besitz als Gemeine Herrschaft.

Weil die Burg Amtssitz der regierenden Landvögte werden sollte, musste auch der Palas mit den entsprechenden Räumen neu eingerichtet werden. Die Audienzstube befand sich in der ersten Etage in der Südecke; heute ist dort das Restaurant untergebracht. An einer  Supraporte in der Nordostecke findet sich die Jahreszahl 1510. Ein ausgesparter Raum auf der gegenüberliegenden Supraporte trägt die eingeritzte Inschrift:

 

«Diss.stübli.ist.gemacht.alle.vögten.zum.guten.Jar. von.hansen.Jouchen.von.Uri.Der.zit.Landvuogt.1537.»

 

Der Raum wird deshalb «Landvogteistübli» genannt. Mehrere Wappen erinnern an die einst regierenden Landvögte Zwyssig, Ceberg, Balthasar und Göldin von Tiefenau. Durch einen Gang getrennt schliessen sich die Wohnräume der Vögte an, ausgestattet mit spätgoti-

schen Wand- und Deckentäfer, Alkoven und dem geschnitzten Wappen des Landvogts

Johann Caspar Meyer von Baldegg. Dort liegt auch die «Agnesstube», die nach der zweit-letzten Gräfin, Agnes von Matsch, benannt ist. Heute ist die Stube ein Teil des Restaurants.

 

Der älteste Wandschmuck des Landgerichtssaals stammt aus dem Jahr 1580, als Daniel Tettling Landvogt war und zeigt die Wappen der ältesten Vögte aus dem Kanton Schwyz. Auch die Durchfahrt unter dem Palas vom Zwinger zum Burghof weist Malereien von 1581 und Wappen von Vögten aus dem 17. Jahrhundert auf.

 

1611 wurde der damalige Landvogt von der Tagsatzung damit beauftragt, die Wappen der Herkunftsorte der regierenden Vögte an der Aussenmauer des Palas weithin sichtbar anzu-bringen, wo sie heute noch zu sehen sind: Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwal-den, Zug, Glarus und, nach dem Toggenburgerkrieg, ab 1712, auch Bern. 181 Vögte lösten sich nacheinander nach jeweils zweijähriger Amtszeit im Schloss ab.

 

Nach 1800

Nach der Französischen Revolution wurde das Schloss 1798 Eigentum des Staates und kam mit der Mediation 1803 in den Besitz des neu gegründeten Kantons St. Gallen. 1811 wurde es nach dem grossen Stadtbrand als Schulhaus eingerichtet. Johann Georg von Toggenburg, der 1832 in den französischen Grafenstand erhoben worden war, kaufte als Privatmann 1834 das Schloss Sargans. Seither nannte er sich «Graf von Toggenburg-Sar-gans». Der Zusatz Sargans bezieht sich auf einen Besitz rein privater Natur und hat nichts mit einem Adelspartikel zu tun. Allerdings hatten die alten Toggenburger Pfandrechte an der Grafschaft Sargans, die mit ihrem Erlöschen 1436 hinfällig geworden waren und daher ist die Plakativität des Erwerbs gerade des Schlosses Sargans, um die tradierte Abstam-mung von den alten Toggenburger Grafen (im erbberechtigten Mannesstamm erloschen 1436) zu unterstreichen, offensichtlich. Die österreichisch-bünderische Familie von Tog-genburg bewohnte das Schloss jedoch nie und liess es zerfallen. 1899 wurde es von der Ortsgemeinde Sargans erworben.

 

Nach 1900 wurde das Schloss erstmals umfassend restauriert. 1969/70 wurden Fassade und Mauern unter Mithilfe von Heimatschutz und Bund und Kanton St. Gallen einer weite-ren Renovation unterzogen.

Neben einem Restaurant ist im Schloss seit 1966 ein Heimatmuseum untergebracht, das 1983 nach einem Umbau neu als Museum Sarganserland eröffnet wurde.

 

Quelle: Schloss Sargans – Wikipedia

oder: https://de. wikipedia.org/wiki/Schloss_Sargans

 


Samstag, 19. Juni 2021

 

Nun blühen sie wieder ... die Seerosen im Tankgraben

Aufnahme heute 11.15 Uhr
Aufnahme heute 11.15 Uhr

und die Fexierbilder dazu...

Welches Bild isch richtig und welches zunderobsi?


Samstag, 12. Juni 2021

 

Und noch ein Zi(e)ger aufgetaucht...

Das unten stehende Bild ist mir von einem Exil- und Heimwehnäfelser zugestellt worden. Ein "Zigerschale", zum Aufbwahren und Frischhalten des Zigers, viel-leicht auch zum Eindämmen des Zigerduftes. Zwei sympathische Näfelser Män-ner, Brüder und beides ZIgerarbeiter dufteten sogar sonntags in der Kirche nach Ziger, das "Sunntigwand" hatte den Kräuterkäseduft angenommen... der eine hiess Albert, der andere Ferdinand. Ob es die Frömmigkeit der Kirchenbank-Nachbarn beeinträchtigt haben könnte, ist nicht überliefert.


Mittwoch, 9. Juni 2021

 

Früher gab es Tristen, Heugäden... heute in Plastik verpackte Heuballen

Heuballen bei einem Stall im Rautifeld
Heuballen bei einem Stall im Rautifeld

Sonntag, 6. Juni 2021

 

Als man Ziger noch mit ie schrieb...

 

Dieses Plakat hängt im Restaurant "Zigerriibi" in Oberurnen als Erinnerung an die Zeit, als dort noch eine Zigerfabrik war. Weitere Bilder (Fotos) an den Wänden des Restaurants erinnern noch die Zeiten, als noch Zigerstöckli produziert wurden.


Montag, 31. Mai 2021

 

Das Veilchen, das kein Veilchen ist

 

Ich habe die untenstehende Aufnahme am 1. April dieses Jahres geknipst und als "Veilchen" bezeichnet. Ein lieber Freund meldete sich per E-Mail und fragte, ob das ein Aprilscherz sei... nein, ist es nicht. Ich Depp habe in meiner grenzenlosen Unwissenheit den Namen verwechselt. Natürlich ist es ein Leberblümchen! Sorry!

 

Ich liefere daher ein paar Daten über das verwechselte "Leberblümchen" nach:

 

Das Leberblümchen 

(Hepatica nobilis, Syn.: Anemone hepatica, Hepatica triloba), genauer Gewöhn-liches Leberblümchen, auch Dreilappiges Leberblümchen genannt, ist eine Pflan-

zenart innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

 

Der Gattungsname Hepatica wie auch der deutsche Trivialname beziehen sich auf die Gestalt der Laubblätter. Die Laubblätter erinnern im Umriss an die Form einer Leber.

 

H. nobilis ist die verbreitetste von insgesamt sieben Arten in der Gattung  Hepati-ca. Wie alle Arten der Gattung ist das Gewöhnliche Leberblümchen eine ausdau-ernde, niedrige Kleinstaude. Es blüht im zeitigen Frühjahr, bzw. zu Beginn der Ve getationsperiode in höheren Gebirgslagen. Je nach Varietät kann die Blütenfarbe ein auffälliges Azurblau, wie bei H. nobilis var. nobilis aufweisen, aber auch blau, rosa, violett oder weiß sein. In Mitteleuropa ist nur die Varietät H. nobilis var.  nobilis weit verbreitet. Typischerweise wächst das Leberblümchen in der Humus-schicht über lehmigen kalkhaltigen Waldböden in Buchen und Eichenwäldern,  aber auch auf Sandböden  Es bevorzugt schattige bis halbschattige Lagen.

 

Die 6 bis 8 beschriebenen Varietäten kommen in Europa (z. B. var. nobilis, var. pyrenaica), O-Asien (z. B. var. japonica) und in O-Nordamerika (z. B. var. acuta) vor.

 

Über die Gattungszugehörigkeit der Art gibt es zwei Auffassungen: Die meisten Autoren stellen das Leberblümchen zur Gattung Hepatica. Andere Autoren stellen es in eine weit gefasste Gattung der Windröschen (Anemone).

Die Stiftung Naturschutz Hamburg kürte das Leberblümchen zur Blume des Jahres 2013.

Bei Förster findet sich der Ausspruch: Hepatica nobilis, das heimische Leberblümchen, ein ewiger Schatz halbschattiger Vorfrühlingsgärtchen.

Weitere Trivialnamen für das Gewöhnliche Leberblümchen sind oder waren, zum Teil nur regional:

 

Buechwunni (Brienz, Berner Oberland),

Guldin Cle, Goldklee, Güldenklee (Altmark),

Guldenklee, Haselmünich (Tirol),

Haselblume, Haselvoaltcher (Siebenbürgen),

Herblümlein, Herzfreude, Herzkraut, Hirschklee, Himmelblüeml (Südtirol),

Blaue Holzblume (Henneberg),

Leberblom (Mecklenburg),

Leberblümli (Bern, St. Gallen),

Leberblume (Graubünden),

Leberklee, edel Leberkraut (mittelhochdeutsch),

güldin Leberkrut, Leberkrut (mittelhochdeutsch),

Leverblome (mittelniederdeutsch),

Leverkrud (mittelniederdeutsch),

Leverwort (mittelniederdeutsch),

Liewerkrokt (Siebenbürgen),

blau Märzablüm (Aargau),

Märzblom (Altmark),

Maiblümli (Glarus),

Mühliblüamli (St. Gallen bei Sargans), 

blag Oeschken (Pommern),

Schöranchel (Mecklenburg),

Schwarzblätterkraut (Schlesien),

Steibluoma (St. Gallen im Oberrheintal),

Steiblüomli (St. Gallen im Oberrheintal),

blaue Violen (Ostpreußen)

und Vorwitzchen (Paderborn)[23]


Montag, 31. Mai 2021

 

In memoriam P. Raimund Stocker OFMCap

 

Präfekt der Klosterschule Mariaburg, schlicht "Römi"

 

Grab  von P. Raymund Stocker, "Römi", Präfekt der Klosterschule Mariaburg Näfels auf dem kleinen Friedhof des Franziskanerklosters
Grab von P. Raymund Stocker, "Römi", Präfekt der Klosterschule Mariaburg Näfels auf dem kleinen Friedhof des Franziskanerklosters
Grabtafel (vergrössert)
Grabtafel (vergrössert)

Noch immer steht das schlichte Kreuz auf dem sehr kleinen Friedhof des Franziskanerklo-

sters auf dem Burgstock. P. Raymund Stocker, unser "Prefi" (Präfekt) der Klosterschule Mariaburg, im Klosterschülerchargon "Römi" ist vor 51 Jahren verstorben, für alle die wäh-rend seiner Zeit als "Professor" (Französisch, Religion, Anstandslehre) und Präfekt der von

Kapuzinern geführten progymansialen Knabensekundarschule an der Büntgasse Kloster-schüler mit dem grünen Käppi waren, bleibt er unvergessen. Sein von uns oft nachge-ahmter St. Gallerdialekt, sein "Rotes Büchlein" mit dem Gummi drum, wo er Schwatz-bussen und andere Eintragungen festhielt "Häsch gschwätzt, häsch föfzg (Rappen)" und seine immerwährende, gebetsmühlenartige Ermunterung "Schöö braav, gell!" und sein grosses Herz für unsere grossen und kleinen Sorgen sind in Erinnerung geblieben.

P. Raymund Stocker, unser "Römi" bleibt nicht nur den Klosterschülern in lieber und ehrender Erinnerung.
P. Raymund Stocker, unser "Römi" bleibt nicht nur den Klosterschülern in lieber und ehrender Erinnerung.

 

Foto: P. Raymund Stocker - Klosterschule Näfels (klosterschule-naefels.ch)

 

Lebensdaten

Geboren in St. Gallen                  30. Mai 1901

Ordensprofess                             15. September 1920

Priesterweihe                               10. Juli  1927

Lehrer der Klosterschule              1928-1969

Präfekt der Klosterschule             1941-1968

Ehrenbürger von Näfels               1964

Gestorben in St. Gallen                25. Februar 1970

Beerdigung in Näfels                    28. Februar 1970

 

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Als Erinnerung an den begnadeten, landauf, landab beliebten Kapuziner habe ich in der Gedenkschrift bei seinem Tod den Nekrolog von P. Polykarp Schwitter, OFMCap, Verfasser der Geschichte des Klosters Mariaburg Näfels (1975 er-schienen) gefunden. Er sei hier wiedergegeben:

 

Dieser Nekrolog ist in einer 18-seitigen Gedenkschrift erschienen, wurde von der Glarner Volksblatt AG, Näfels, gestaltet und gedruckt und enthält folgende Beiträge:

 

Zu, Gedenken an Pater Raymund Stocker, Präfekt der Klosterschule Näfels, Traueransprache ........................................ von P. Columban Rusterholz

Nachrufe:

Glarner Volksblatt, 26. Februar 1970 ...........von P. Polykarp Schwitter

Glarner Nachrichten, 27. Februar 1970........vom P. Volkmar Sidler

Dank Glarner Nachrichten 7. März 1970......von Dr. Hans Trümpy

Aus Kondolenzschreiben:

Erziehungsdirektion  des Kts. Glarus

Gemeindepräsident und Gemeinderat Näfesl

Schulrat Näfels

Fürsorgerat Näfels

Totenfeier für P. Raymund Stocker sel. Glarner Volksblatt 4. März 1070

Wie Schüler den Abschied empfanden von Aufsätzen


Samstag, 29. Mai 2021

 

Frauäschüäli

 

Heute sandte mir ein lieber Freund und Exilnäfelser das untenstehende Prachts-bild einer ganzen "Versammlung" vom "Frauäschüäli", deren Standort meist nur Kennern im Oberseetal bekannt ist. Diese spezielle und herrliche Orchideenart ist mir aus meiner Jugendzeit in lieber Erinnerung; denn beim "Strielen" durch das Oberseetal wussten wir, wo diese geschützte Pflanze zu finden und zu bewun-dern war. Es war verpönt, sie abzureissen und ins Tal zu tragen.

In der Email schrieb er: "Seit ein paar Tagen sind meine Orchideen am Blühen und retten jeden Tag meine bisweilen aufkommende Scheisslaune. Wenn du am Anblick dieser Blumen auch ein bisschen Freude hast, habe ich natürlich die doppelte." Und damit sich noch viele freuen mögen, stelle ich das Bild gerne auf diese Homepage.

Als Pendant müsste das etwas später blühende "Männertreu" nachgereicht wer-den, das uns jeweils zahlreich bei Rautispitzwanderungen grüsste..

 

Frauäschüäli als Briefmarke in Lettland

Frauäschüäli - die Blume mit den vielen Namen

 

Ankenbälli (im Sinne von Butterklümpchen, Berner Oberland), Ankenballe (Berner Oberland), Badholsche (St. Gallen bei Sargans), Butterballen (Schlesien),

Frauaschüeli (Appenzell, Luzern, Bern),

Frauenschoiken (Negenborn),

Frauenschüchlein (Elsass, Mark Brandenburg),

Frauenschuh (Bern, Graubünden),

Frauschuckelblume (Spessart),

Gääl Schöke (Altmark),

Guggerschuh (Gugger im Sinne von Kuckuck, Vorarlberg), Herrgottaschüali (St. Gallen, Bern),

Herrgottschäeltchen (Siebenbürgen),

Herrgottsschühli (Henneberg),

Herrgotsschuh (Henneberg),

Holzschüali (St. Gallen bei Werdenberg),

Holzschuh (Luzern),

Hosenlatz (Aargau),

Jungfernschön (Aargau),

Jungfernschuh (Aargau),

Kukuksschuh (Russland),

Maienschellen (Elsass),

Marienschoiken (Negenborn),

Marienschühlein (Elsass, Ostpreussen),

Marienschoiken (Negenborn),

Marienschuh (Harz, Pommern, Preussen, Thüringen, Ulm),

Pantoffeln (Aargau),

Papenschoen (niederdeutsch),

Pfaffaschüali (St. Gallen bei Sargans),

Pfaffenschuch (Ulm),

Schafsäcka (Freyburg (Unstrut)),

Schlotterhosa (St. Gallen am Unterrheintal),

Schuchblume (Hessen),

Unser Frauen Schüle (Mark Brandenburg)

Unser lieben Frauen Schuchlein (Mark Brandenburg)

Unzer Vrouwen Schoen (niederdeutsch).

 

Weitere Namen:

 

Kuckucksblume

Pfingstblume

Marienschelle

Ochsenbeutel

Pantoffelblume

Jungfernschön.

 

Quelle:  Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 125 f.(online).

 

 

Etymologie

Der Gattungsname Cypripedium des wissenschaftlichen Namens ist griechischen Ursprungs und bezieht sich auf das Wort Kypris.

Kypris ist der Beiname der Aphrodite, Göttin der Schönheit und Liebe.

 

Das lateinische Artepitheton calceolus bedeutet kleiner Schuh und verweist eben-so wie der deutsche Trivialname auf die schuhförmige Form des Labellum.

 

In zahlreichen Volksnamen spiegelt sich die auffällig blühende Pflanze wider. Die Namen knüpfen zum einen an der Blütezeit im Mai an, wie beispielsweise Kuckucksblume, Marienschelle oder Pfingstblume, zum anderen beziehen sie sich auf die Blütenform. Beispiele hierfür sind die Bezeichnungen Ochsenbeutel, Pantoffelblume oder Jungfernschön.


Freitag, 28. Mai 2021

 

Ich glaub', mich knutscht ein Pferd!

 

Ich bin heute 30000 Tage alt!

 

...nein, nicht das Pferd - meine Wenigkeit!

 

Wer hat in Näfels schon so einen sensationellen Start!?

Hört, hört:

 

Justament und auf den Tupf heute vor 30'000 Tagen wurde ich geboren.

 

1.) In meinem Vaterhaus an der Gerbi, in dem ich heute wieder wohne.

2.) Am Tag der Schlacht bei Näfels 9. April, nur 551 Jahre später.

3.) Vater war ein waschechter Glarner, Mutter Österreicherin aus Kärnten, 

     gewissermassen ein Versöhnungsgeschenk zwischen Glarus und Habsburg,

     dann hatten sie allerdings "das Geschenk" mit dem kleinen Schreihals

4.) Beim Glockengeläute von der Kirche "äs hätt des Eerscht iiglüütet" 

5.) Am Ostersonntagmorgen... der Venusstern sei noch zu sehen gewesen

6.) Ostern? Mein Vater war der "Hasäfritz" (Übername), die Vorfahren hiessen

     "ds Hasä", weshalb ich mit später entschloss "Fridli Osterhazy" als Pseudo-

     nym, das allerdings keines mehr ist, zu tragen, siehe auch Telefonbuch.

7.) Am gleichen Tag in die Kirche getragen und getauft (mein Cousin, der

     Sohn meiner Taufgotte Augusta war schon ein paar Tage alt, vermutlich

     wurde die Taufe als  Multipack zusammengelegt, weil wahrscheinlich das

     Taufmahl im "Rössli"   etwas günstiger zu stehen kam. 

Fritzli im Kindergartenalter

 

30'000 Tage

ca. 82 Jahre

4285,7 Wochen

ca. 720'000 Stunden

ca. 43'200'000 Minuten

ca. 25'920'000'000 Sekunden

 


Pfingsmonag, 24. Mai 2021

 

Trouvaille

 

Primiz von P. Othmar Landolt in der Pfarrkirche Näfels

 

Am 3. Januar 1971 feierte Othmar Landolt (*1941) als Schönstatt-Pater in Näels seine Primiz. Kurt Gallati, Optiker, hat darüber Fotos gemacht. Mit seiner freundlichen Genehmigung durfte ich das untenstehende BIld in seinem Album per Handy fotografieren.

P. Othmar wurde Missionar in Burundi, ist dort am 3. August 2020 verstorben und wurde unter riesengrosser Anteilnahme (wie ein Bischof) beerdigt.

Primizfeier am Zelebrationsaltar in der St. Hilariuskirche Näfels. P. Othmar ist links flaniert von Pfarrer Vikar Hermann Fischli, damals Dorfpfarer in Tuggen SZ (1925-1999) und Dorfpfarrer Jacques Stäger (1923-2009). Im Hintergrund die damals noch vorhandene mächtige Herzjesu-Statue und der weihnachtlich geschmückte Christbaum.

(Foto: Kurt Gallati)


Samstag, 22. Mai 2021

 

Trouvaille

 

Armin Rusterholz entdeckt die Sagensammlung von Sekundarschülern

 

Der Näfelser Sekundarlehrer Rinaldo Gerevini liess seine Sekundarschüler nach Sagen herumfragen. Sie schrieben sie als Aufsätze und ergänzten sie mit Zeich-nungen. Gereveni reichte die zu einem Buch zusammengebastelte Sammlung der Landi 1939 (Landesausstellung in Zürich) ein. Das Buch umfasst 130 Seiten.

 

Armin Rusterholz hat dieses Buch (möglicherweise ein zweites Exemplar) entdeckt und mich darüber informiert. Hier das Titelblatt, gezeichnet von einem Walter Feldmann.


Samstag, 15. Mai 2021

 

Erika Hauser-Berther - Künstlerin vom Rautifeld

Erika Hauser-Berther, Ehefrau von Hans Peter Hauser, Landwirt, Rautifeld, eine talentierte, hervorragende Künstlerin
Erika Hauser-Berther, Ehefrau von Hans Peter Hauser, Landwirt, Rautifeld, eine talentierte, hervorragende Künstlerin

Sie hat auf der langgezogenen Wand des Stalles drei Kuhporträts angebracht. Ä schüüs Luägä! Herzliche Gratulation. 

 

Und hier sind die Schönen!

 


Sonntag, 9. Mai 2021

 

Christian Marti wird als Gemeindepräsident von Glarus im Frühjahr 2022 nicht mehr antreten

 

Der sehr initiative und rührige Stadtglarner Gemeindepräsident hat in einem Schreiben an "Freunde, Geschäftspartner*innen und Wegbegleiter*innen" mitgeteilt, Mitte 2022 werde die aktuelle Amtszeit der Glarner Behörden enden. Die Gesamterneuerungwahlen fänden im ersten Quartal 2022 statt. Wörtlich schreibt er: "Am Ende der aktuellen Amtszeit werde ich dem Gemeinderat 15 Jahre, davon 12 Jahre als Präsident der fusionierten Gemeinde, angehören. Zusammen mit meiner Familie habe ich mich entschieden, mich nicht um eine vierte Amtszeit als Gemeindepräsident von Glarus zu bewerben. Somit werde ich Mitte 2022 aus dem Gemeinderat ausscheiden."

 

Diese Mitteilung trifft wie ein Hammerschlag ein. Sie erstaunt umso mehr, als Christian Marti als Gemeindepräsident sehr initiativ, erfolgreich und effizient gewirkt hat. Das Stadtbild hat er massgeblich verändert. Ich habe ihn als konstruktiven, ehrgeizigen und als Mann der guten Umgangsformen im Vorstand des Glarnerischen Staatsbürgerlichen Gesellschaft, der ich mehrere Jahre vorstehen durfte, kennengelernt. Später hatte ich mit sporadischen Anliegen erfreuliche Kontakte mit ihm und erlebte ihn als offenen, konzilianten "Stadtpräsidenten", wobei er sich immer bewusst Gemeindepräsident nannte. Ich bewunderte seine eindrucksvollen Stil und seine gewandtes Auftreten.

Sein Weggang ist für die Gemeinde Glarus (Glarus, Netstal, Riedern, Ennenda) ein bedauerlicher Verlust. Sein Einsatz und seine Leistungen dürfen sich sehen lassen. Glarus hat nun ein Dreiviierteljahr Zeit, seine Nachfolge zu regeln.

 

Persönlich danke ich Christian sehr herzlich für die konstruktive und kameradschaftliche Zusammenarbeit und wünsche ihm und seiner Familie für die verbleibende Zeit im Amte und für die Zunkunft das Allerbeste.

 

Mit seinem Rücktritt sind alle drei ersten Gemeindepräsidenten der fusionierten Gemeinden zurückgetreten: Glarus Süd Dr. Thomas Hefti, der Ständerat wurde und allenfalls in 2022 Ständeratspräsident werden dürfte, sein Nachfolger ist This Vögeli. In Glarus Nord startete als Gemeindepäsident Martin Laupper, der altershalber zurücktrat und durch Thomas Kistler abgelöst wurde. Christian Marti ist der bisher langjährigste "Starter"-Präsident der Gemeindefusion ab 2011.

 

Die drei ersten Gemeindepräsidenten gehörten der FDP an. In Glarus Süd hat ein BDP-Mann die Nachfolge angetreten, in Glarus Nord folgte ein SP-Mann.

 

 

Gemeindepräsident, Landrat Christian Marti (Foto: Homepage Glarus)
Gemeindepräsident, Landrat Christian Marti (Foto: Homepage Glarus)

Samstag, 6. Mai 2021

 

Pusteblume im Niederberg

 

oder

uff Glaarnertütsch

 

"Schwiibluämä"

Beim heutigen Spaziergang auf dem Niederbergweg (der einstigen Strasse von Oberurnen nach Näfels, die durch den Herrenweg und über die Risi taleinwärts führte) entdeckte ich mit Erstaunen, dass die gelben Löwenzahne innert weniger Tage zu Pusteblumen geworden sind. Diese einsame Blume hat ihre Bestimmung bereits erreicht und wird bald absterben. Sie erinnert mich an einen schwedischen Film "Sie tanzte nur einen Sommer", der in den anfangs fünfziger Jahren vor den knarrenden Stühlen des Kino Glarus gezeigt wurde. Ein Liebesfilm mit tragischem Ausgang. Ich schwitze fast Blut, weil eine Nachbars-frau in den hinteren Rängen den Film ebenfalls sah und mich entdeckte. Ich hatte das Kino-alter von 16 noch nicht erreicht. Die liebe Nachbarin hat mich aber bei meiner Mutter, die ihre Freundin war, nicht verpfiffen, wofür ich ihr heute noch dankbar bin.

Ich war vom Film sehr beeindruckt.

 

Er stand unter dem Motto des Psalmes:103, 15-16:

 

"Des Menschen Tage sind wie Gras. Er blüht wie die Blume auf dem Felde. Fährt der Wind darüber, ist sie dahin und niemand weiss mehr, wo sie stand."

 

 

Hier der Beschrieb / eine Rezension des Filmdramas: 

 

Sie tanzte nur einen Sommer S, 1951

[Ulla Jacobsson, Folke Sundquist, Edvin Adolphson]

 

 

"Nach bestandenem Abitur macht Göran Urlaub bei seinem Onkel auf dem Land. Sofort fühlen sich Göran und das 17-jährige Dorfmädchen Kerstin voneinander ange-zogen. Als das Mädchen durch einen Unfall stirbt, ist das nach Ansicht der purita-nischen Dorfbewohner und ihres Pfarrers die "Strafe Gottes" für ihre nicht legali-sierte Liebesbeziehung.

 

Der junge Abiturient Göran (Folke Sundquist) und die 17-jährige Kerstin (Ulla Jacobsson) lernen sich auf dem Landgut von Görans Onkel Persson (Edvin Adolphson) kennen und verlieben sich ineinander. Doch ihre Beziehung wird argwöhnisch von der verklemmten Er-wachsenenwelt beobachtet. Während Persson Verständnis für die Jugend aufbringt, wet-tern Kerstins Eltern und der Pfarrer des Ortes (John Elfström) gegen die angebliche Un-moral der jungen Leute.

Allen Boshaftigkeiten zum Trotz entscheiden sich Göran und Kerstin für ihre Liebe. Doch diese Liebe soll nur einen Sommer lang währen. Nach einem Dorffest haben die beiden einen Motorradunfall, bei dem Kerstin stirbt.

 

Unbarmherzig deutet der Pfarrer bei seiner Grabrede Kerstins Tod als Strafe Gottes für ihr ruchloses Verhalten. Göran flieht zum See. Dort auf dem Steg bewahrt er die unwieder-bringlichen Stunden seines höchsten Glücks, die ein grausames Schicksal so plötzlich be-endete, vor der gesselnden Strafpredigt des unbarmherzigen Pfarrers.

 

Nach einem Roman von Olof Ekström entstanden, wurde die Geschichte des Kultfilms da-mals als eine unerhörte Provokation empfunden, schliesslich propagierte Regisseur Arne Mattsson die freie Liebe - und das war etwas, was zu Beginn der 1950er Jahre ganz und gar unschicklich war. Jene 12 Filmsekunden, in denen Ulla Jacobsson mit ihrem Partner Folke Sundquist nackt, wie Gott sie schuf, in den See sprang, um dann - auf einem Schilf-bett liegend - sanft abgeblendet zu werden, machten die am 23. Mai 1929 geborene Schwedin weltberühmt. Der Feldzug der Kirche und anderer puritanischer Kreise führte letztendlich nur dazu, dass die Zuschauer in die Kinos strömten und "Sie tanzte nur einen Sommer" - 1951 in Cannes preisgekrönt - zum erfolgreichsten Film der Saison 1951/52 wurde.

...

Die Schauspielerin, an deren 35. Todestag am 20.8. das MDR FERNSEHEN erinnern möchte, spielte internationale Starrollen in allen Genres, doch keine erreichte auch nur annähernd den großen Erfolg wie die Kerstin aus "Sie tanzte nur einen Sommer".

 

"Dieser Film hat mich ein Leben lang verfolgt", bekannte sie in einem Interview. "Zuerst habe ich gelacht, später habe ich ihn gehasst. Alle Schauspieler träumen vom Welterfolg, der in Wirklichkeit selten kommt. Mein Glück oder mein Pech war es, dass ich gleich mit meinem ersten Film den grossen Durchbruch geschafft habe." Vorlage: Nach dem Roman "Sommardansen" von Per Olof Ekström."

FIlm Cover
FIlm Cover

Freitag, 8. Mai 2021

 

Trouvaille

 

Zugestellt erhalten: Schtäi Sepp

 

Das Bild dieses Zeitgenossen, der die Sympathie vieler Näfelserinnen und Näfel-ser hatte, Josef Stein, Gemeindearbeiter, Näfels, ist mir diese Nacht zugestellt worden. Der Bildlegende ist kurz und bündig zu entnehmen: "Bodmer Urs, En altä Glarner de Stei Sepp". Ich versuche herauszufinden, wo und wann diese Schwarzweissfoto entstanden ist. Ein Hinweis ist das Zuger Wappen rechts....

 

Und siehe da, schon heute Morgen meldet sich per Email und per Telefon eine aufgestellte Rückkehr-Näfelserin, die ihren Lebensabend im Dorf ihrer Jugend verbringen will und klärt auf: Es handelt sich nicht um eine Autoscooterbahn, sondern um die "Himalaya"-Bahn, die jeweils an der Kilbi in Näfels gastierte. Teils auf der Schützenhofwiese, später auf dem Turnhallenplatz sausten die aneinan-dergehängten "Wagen" im Auf und Ab rundum. Auf auf den Seitenwänden waren Kantonswappen angebracht. Rätsel gelöst, "Schtei Sepp" auf der Himalayabahn für ihn und die Zuschauer ein Erlebnis! Danke liebe P.P. für den Hinweis.

Es könnte sich um einen Rummelplatz handeln mit einer "Autobahn", möglicherweise in  Zug. Der Zufall wollte, dass just heute beim Aufräumen meiner Pendenzenhaufen auf zwei Zeichnungen stiess, aus der Feder von Walter Rentsch, seinerzeit Dauergast auf dem "Ällenboden", wo er eine origineller Holzblockhütte als Ferienhaus besass und im Obersee-tal wohl rund 300 Kreuzottern und Vipern gefangen hatte und diese an zoologische Gärten und an die Pharma geliefert hatte. Die Zeichnungen stammen aus dem Jahr 1960 und 1967 und sind im Hüttenbuch des Walter Rentsch sen. auf Ällenboden verewigt.

Der Wegmacher, Zeichnung Walter Rentsch sen. 5. August 1967
Der Wegmacher, Zeichnung Walter Rentsch sen. 5. August 1967
Der Wegmacher. Zeichnung Walter Rentsch sen. Wochenende Freitag 22. - Sonntag 24. Juli 1960. Eintrag ins Hüttenbuch auf Ällenboden.
Der Wegmacher. Zeichnung Walter Rentsch sen. Wochenende Freitag 22. - Sonntag 24. Juli 1960. Eintrag ins Hüttenbuch auf Ällenboden.

Siehe auch die Beiträge im Archiv (Menu ganz unten)

 

Montag, 12. Februar 2018 (ausführlicher Beitrag) in der Rubrik "Dies + Das"

und

Donnerstag, 10. Oktober 2019 Foto


Mittwoch, 5. Mai 2021

 

"Bahnhööfli"-Neueröffnung als GartenBISTRO

bei scheusslich nasskaltem, windigen Wetter

Wenig aamächälig war das Wetter, als am Mittwochmorgen die Tore öffneten.
Wenig aamächälig war das Wetter, als am Mittwochmorgen die Tore öffneten.

Das "Bahnhööfli" öffnete heute seine Tore, auf Vordermann gebracht, geschmackvoll eingerichtet, Blumengeschmückt, mit Kerzenlicht, Beigen von Gipfeli und Gebäck, neuen Gartentischchen und Stühlen, neuem Programm und... verflixt, nasskaltem, windigen Sauwetter.

Beim Spaziergang zum neu eröffneten GartenBISTRO kehrten Windböen den Schirm um, zerbrach die Aufspannstängelchen... Brigitte, Gertrud und Yvonne strahlten dennoch um die Wetter "Ds Wätter chaa-mä nüd änderä!" Guten Start, viel Erfolg!

 

 

Wo man in Näfels trotz Corona in Gartenrestaurants oder im Freien einkehren kann

 

Café Gabriel, Einkaufsmarkt Krumm, im Freien, täglich ausser Sonntag

Café Müller, Bahhofstrasse, Terrasse, täglich ausser Montag

Franziskas und Samiras Bistro, Dorf, täglich ausser Sonntag

Restaurant "Äschen", Oberseetal, im Freien, täglich ausser Mittwoch

Restaurant "Bahnhof", GartenBISTRO, Bahnhofstrasse

Restaurant "Jägerstübli",  im Freien, siehe Öffnungszeiten

Restaurant "National", Garten, a. Bahnhofstrasse, siehe Öffnungszeiten

Restaurnt "Obersee", Terrasse, Oberseetal, Mittwoch-Sonntag

Restaurant "Steinbock", Gerbi, im Freien, täglich

 

Öffnungszeiten ohne Gewähr.



Dienstag, 4. Mai 2021

 

Der emertierte Weihbischof Paul Vollmar ist verstorben

 

Am vergangenen Sonntag, 2. Mai 2021, starb der auch für Glarus zuständige Weihbischof Dr. Paul Vollmar in Zürich.

 

Der aussergewöhnliche, vorbildliche und sehr beliebte Priester weilte am 13. Januar 2002 (Hilariusfest) in Näfels, war Hauptzelebrant und Festprediger und nahm anschliessend auch am Hilariessen der FGN im "Schwert" teil. Dort fand im Anschluss die Buchvernissage  "Johann Friedrich Vollmar" statt. Der Autor Winfried Assfalg und der Verleger Josef Fink waren mit von der Partie. Die Kombination zwischen Weihbischofsbesuch und Buchvernissage hatte einen besonderen Hintergrund: Der Künstler Johann Friedrich Vollmar, zeitweise in Säckingen wohnhaft, hat die sehr schönen Heiligenstatuen Hilarius, Fridolin, Muttergottes, Dominikus, Katharina von Siena, Josef, Antonius von Padua und Niklaus von Flüh geschaffen und ist ein Vorfahre von Paul Vollmar. Eine Abbildung des Marienaltars der Hilariuskirche Näfels ist im Buch als besonderes Beispiel des Könnens enthalten.

 

 

Todesanzeige Bistum Chur

 

                                                                                     

Was Er euch sagt, das tut! I

 

 

In Dankbarkeit

empfehlen wir Gott, dem Allmächtigen

 

Dr. Paul Vollmar SM

Emeritierter Weihbischof von Chur

11. Oktober 1934 – 2. Mai 2021

 

11. Oktober 1934   geboren in Überlingen (Bodenseekreis, Deutsch-

                               land) 1959 ewige Profess bei der Gesellschaft Mariä

14. März 1964        Priesterweihe in Fribourg FR 31. Mai

1993                       Bischofsweihe in Einsiedeln SZ

1993 – 1998           Generalvikar für die Bistumsregion Graubünden,

                               Glarus und das Fürstentum Liechtenstein

1998 – 2003           Generalvikar für die Bistumsregion Urschweiz

2003 – 2009           Generalvikar für die Bistumsregion Zürich/Glarus

2010 – 2016           Pfarradministrator Pfarrei Heilig Geist Zürich-Höngg

seit 2016                priesterliche Dienste in der Pfarrei Heilig Geist in

                               Zürich-Höngg

2. Mai 2021            gestorben im Stadtspital Waid in Zürich

 

Gott schenke ihm die ewige Freude und vergelte ihm alles Gute, das er in seinem Leben gewirkt hat. Alle, die mit ihm verbunden waren, bitten wir um ihr Gebet für ihn und um ihr Gedenken in dankbarer Erinnerung.

 

Chur, 3. Mai 2021 S.E. Msgr. Joseph M. Bonnemain, Bischof von Chur

                              Luis Varandas, Generalvikar für die Bistumsregion

                              Zürich/Glarus

                              Br. Roland Gruber SM, Schweizer Marianisten,

                              Direktor S.E.

                              Msgr. Vitus Huonder, em. Bischof des Bistums Chur

                              S.E. Msgr. Peter Bürcher, em. Bischof von Reijkjavik

                              und em. Apostolischer Administrator Bistum Chur

                              S.E. Msgr. Marian Eleganti, em. Weihbischof Chur

                              S.E. Msgr. Peter Henrici, em. Weihbischof von Chur

                              Br. Peter Vollmar SM, Bruder

                              Frau Catherine Dirié, Schwester

  

 

Beerdigungsgottesdienst und Beisetzung: 

Mittwoch, 5. Mai 2021, um 14.30 Uhr, in der Kirche Sainte-Thérè-e, rg, anschliessend Beisetzung im engeren Kreis beim Grab der Marianistengemeinschaft auf dem Friedhof St. Léonard in Fribourg

 

Dreissigster: 

Samstag, 29. Mai 2021, um 13.00 Uhr, in der Pfarrkirche Heilig Geist, in Zürich-Höngg

 

Traueradresse:

Br. Peter Vollmar SM, Chemin de Pellier 10, 1950 Sion

 

Priester, die beim Gottesdienst am 29. Mai 2021 (Dreissigster) konzelebrieren möchten, sind gebeten, Albe und violette Stola mitzubringen und sich vorgängig beim Pfarramt Heilig Geist in Zürich-Höngg anzumelden

(Tel.: 043 311 30 30, E-Mail: info@kathhoengg.ch).

 


Sonntag, 2. Mai 2021

 

Kloster-Waschhaus in Begegnungsraum umgestaltet!

Gelungener Umbau

Spezielles Massivtischchen geschenkt

 

Dieses Tischchen in Massivholz stand bisher in der Zelle von Br. Federico Bieri OFM in Zürich. Es wurde als sehr passende Mobilie dem Franzikanerkloster Ma-riaburg in Näfels geschenkt. Das ehemalige Waschhaus (auch "Turmhaus" ge-nannt) ist umgestaltet worden in einen Begegnungsraum. Er wird bei einem pas-senden Zeitpunkt eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt.

(Foto: 2. Mai 2021)


Freitag, 30. April 2021

 

Trouvaille

 

Heimatschutzkarte Freulerpalast

 

 

 

Diese Strichzeichnung habe ich zufällig im Internet unter folgender Adresse gefunden.

Suchen | Suchen | Alte Ansichtskarten / Postkarten (ansichtskartenversand.com)

Stichwort: Näfels

 

Sie ist untertitelt mit "Wache vor dem Freulerpalast" Der Künstler oder die Künst-lerin  "V. Baumgartner". Die Jahrzahl 1908 zweifle ich an, es könnte sich um eine Seitenzahl handeln. Herausgeberin sind die SBB.


Mittwoch, 28. April 2021

 

Trouvaille

 

Hauser-Wappen

Diese Wappenscheibe in schwarz/weiss war ursprünglich im Haus Mirjam (Kas-par Hauser-Gyr, Giessenbrücke, 1893-1964) eingebaut (als Pendant zum Gyr-Wappen, seiner Ehegattin Maria Alberina, 1897-1984). Franz Landolt, Präsident der Genossenschaft Linth (Alterswohnungen), der heute im Haus Mirjam wohnt, hat diese Scheibe entdeckt und wird sie im Umbau der beiden Beugenhäuser, im südlichen, einstigen "Hauser-Haus" anbringen lassen. Auf seine Anfrage hin ver-suchte ich herauszufinden, was für ein Hauser mit der Jahrzahl 1488 eine Ver-bindung hat.

 

Mit grösster Wahrscheinlichkeit handelt es sich um

 

Fridolin von Arzathus von und in Näfels,

des Rudolf und der Margaretha Aebli No.1

* 14.. + 15..

verheiratet mit

 15.. Maria Hecklerin von ..., des ..., * 14.. + 15..

 

1513 ... KASPAR VIDE No.3

15..       HEINRICH VIDE No.4

 

1487 Sept.10. hat Fridolin von Arzathus Streit mit Rudi Hechinger.

 

1488 und 1502 Landvogt von Sargans. 1506-1508 Landammann.

 

Das oben gezeigte s/w Hauserwappen könnte auf die erste Amtszeit

von Fridolin Hauser geschaffen worden sein. (1488)

Weitere Ehefrauen laut Jahrzeitbuch Mollis:

2. Barbara Gallati,

3. Ita Hegner,

4. Margaretha Aebli,

5. Margreth Schindler

 

Weiterführende Quellen:

Vide EA 1490 Juni 20. Bd.III fol.352; 1491 Apr.28. Luzern Bd.III fol.380; 1491 Sept.20. Luzern Bd.III fol.392; 1493 März 23. Bd.III fol.435; 1495 Aug.25. Bd.III fol.491; 1496

März 23. Bd.III; 1497 Juli 2. Bd.III fol.542; 1498 Okt.1. Bd.III fol.584; 1499 März 1. Bd.III fol.595; 1500 Mai 4. Pfäfers Bd.III Abt.2 fol.90; 1500 Mai 14. Zürich Bd.III Abt.2 fol.47; 1500 Okt.30. Bd.III Abt.2 fol.73; 1501 Juni 3. Zürich Bd.III fol.378.

 

Vide Geschichte Land Glarus, Melchior Schuler fol.132.

 

Mit dem Einbau des Wappens lebt Fridolin Arzethauser, später Hauser, nach über 17 Generationen oder nach über 530 Jahren weiter. Eine schwarz-weisse Wappenscheibe ist ungewöhnlich, normalerweise sind Wappenscheiben farbig; es ist zu vermuten, dass der geschichts- und familienbewusste Kaspar Hauser-Gyr nach dem Original hat schwarz-weiss nachbilden lassen. Vielleicht lässt sich noch ergründen, wo sich das Original befindet.

 

Hier das farbige Hauserwappen:

 

Das Hauser-Wappen zeigt vor rotem Grund einen zunehmenden Mond, als Zeichen der Wirtschaftlichkeit.

Im Schloss Sargans verewigte sich der letzte Vogt Georg Anton Hauser (1730-1809) und hinterliess an die Wand gemalt ein Hauserwappen mit blauem Hintergrund und schrieb dazu

"Ich mache heiter, was finster ist."

Offensichtlich wich er vom traditionellen (roten) Wappen ab.

Diese BIld kam als "Fanpost" am 6. Mai 2012 angeflogen. Im Hintergrund das Wappen des letzten Sarganser Landvogtes Georg Anton Hauser (1730-1809), das im obigen Text er-wähnt ist und ein Hauser von heute. Ich wurde darauf hingewiesen, dass das Profil im wachsenden Mond und dem Hauser davor "ziemlich übereinstimmen". Dank für die Zu-tellung der Erinnerungsfoto von einer Geburtstagsfeier im Schloss Sargans anno 2014.

(Foto: Gaby Schwitter-Hauser)


Dienstag, 27. April 2021

 

Nichts ist beständiger als der Wechsel

 

Änderungen vorbehalten...

 

Im Internet zufällig gefunden, Künstler unbekannt,

von mir leicht abgeändert...

 

Änderungen


Wir ändern morgen und auch heut',
wir ändern wütend und erfreut,
wir ändern ohne zu verzagen,
an allen sieben Wochentagen.

Wir ändern teils aus purer Lust
mit Vorsatz oder unbewusst.
Wir ändern gut und auch bedingt,
weil ändern immer Arbeit bringt.

Wir ändern resigniert und still
wie Hinz und Kunz es haben will;
die Alten ändern und die Jungen,
wir ändern selbst die Änderungen.

Wir ändern, was man ändern kann
und stehen dabei unsern Mann.
Und Ist ein Plan auch gut gelungen,
bestimmt verträgt er Änderungen.

Wir ändern deshalb früh und spät
gar alles, was zu ändern geht.
Wir ändern heut und jeder Zeit,
zum Denken bleibt uns wenig Zeit.

Und wenn wir dann genug geändert,
dann haben wir uns auch verändert,
und wegen uns'rer Änderei
geht unser Leben schnell vorbei.

Und steh'n wir dann am Himmelstor,
der alte Petrus steht davor;
dann ist's soweit, jetzt bleibt's dabei
vorbei ist's mit der Änderei.


Freitag, 23. April 2021

 

Die Schreckensnachricht!

 

Pfarrer Kurt Vogt verlässt Näfels

 

Pfarradministrator Kurt Vogt hat sich entschieden, die befristete Ernennung vom 01.08.2020 - 31.07.2021 nicht zu verlängern und sich nicht als Pfarrer zur Wahl zu stellen. Er wird die Pfarrei Näfels und somit das Glarnerland im Sommer ver-lassen. (Quelle: kath.ch)

Nach nicht einmal neun Monaten hat Pfarrer Kurt Vogt genug. Er wird Mitte Jahr seine Näfelser Zeit beenden. Dabei hat er einen fulminanten Start hingelegt und deutliche Zeichen der Veränderung gesetzt. Was für den Entscheid von Pfarrer Kurt Vogt ausschlaggebend war, kann nur vermutet werden. Offenbar gab es Dif-ferenzen zwischen dem Kirchenrat und ihm, die ihn bewogen, sich nicht als Pfar-rer wählen zu lassen. Mit Spannung erwartet man dazu eine Erklärung des Kir-chenrates. Die nächste Kirchgemeindeversammlung ist auf Freitag, 29. Mai 2021 angesagt.

 

Die derzeitigen Mitglieder des röm.- kath Kirchenrates:

V.l.n.r.: Pfarrer Kurt Vogt, Martin Böni jun., Daniela Gallati-Landolt, Kirchenpräsidentin, Jo-sef Gallati, Beatrice Weitnauer, Daniel Landolt, Wolfgang Hauser, Kirchenvogt, Hans Hager. (Quelle: Kirchenräte: kathglarus.ch)

 

Vor dieser überraschenden Botschaft bekommt der Beitrag auf dem Blog von Pfr. Kurt Vogt eine ein besondere Bedeutung.

Am 13. April 2021 publizierte er folgenden Text:

Herzlich willkommen auf dem Blog von Pfarrer Kurt Vogt

 

Zurückgetreten?!

 

Kennen Sie dies?

Die öffentliche Person XY gibt ihre Demission und ihren Rücktritt bekannt. Gleichzeitig verspricht diese Person sich nicht in die Tätigkeit der in dieses Amt nachfolgenden Person einzumischen und zu schweigen. Dies erleben wir in Vereinen, im Berufsleben, in der Politik und in der Kirche.

 

Tatsächlich gibt es dann viele, die wirklich zurücktreten und schweigen. Sie äus-sern sich nicht mehr und helfen in dieser Art ihren nachfolgenden Amtsträgern - und sind diesen oftmals sogar Ratgeber/Informanten im Hintergrund, doch nicht mehr in der Öffentlichkeit. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist Kardinal Karl Josef Rauber, der nach seiner Demission - obwohl er anscheinend bei recht guter Ge-sundheit ist - sich öffentlich nicht mehr äussert und kaum auftritt.

 

Dann gibt es das Gegenstück: sie behalten für sich den bisherigen Titel und fü-gen einen Zusatz an (a. D., Ex-, Alt-, Emeritus, usw.). Sie tragen weiterhin die entsprechende Kleidung, erhalten weiterhin die Aufmerksamkeit und geben Stel-lungnahmen ab. Viele davon schreiben anschliessend sogar Bücher und Bro-schüren und formulieren, was man anders machen müsste und verstecken darin Ratschläge an ihre NachfolgerInnen. Meistens sind es dann Ratschläge für Handlungsweisen, die sie selbst nicht umsetzen wollten oder nicht konnten. Das beschämende dabei ist, dass diese oftmals nun hierfür gefeiert und gelobt wer-den. Und manchmal gibt es solche, die ihr Nicht-Handeln im Nachhinein irgend-wie rechtfertigen wollen.

 

Ach, Rücktritt heisst doch: Ich trete zurück.

Diese Funktion habe ich nicht mehr inne und damit dieses Amt nicht und diese Aufgabe. Ich schweige. Wie wäre es schön gewesen, wenn Papst Benedikt XVI als erst zweiter zurückgetretener Papst seinen Rücktritt auch klar sichtbar ge-macht hätte. Dazu gehört nicht nur das Wort beim Rücktritt und die Zerstörung seines päpstlichen Siegels. Diesen seinen historischen Schritt hätte er untermau-ern und festigen können mit: 

 

     - dem Schweigen - gesprochen und geschrieben

     - der Ablegung der weissen Soutane

     - der Ablegung seines päpstlichen Namens

 

Es ist schade, dass er dies nicht macht und regelmässig über ihn berichtet wird. Damit ist er Papst Franziskus keine Hilfe, sondern eine Belastung. Rücktritt heisst einen Schritt zurücktreten - in den Hintergrund und nicht in den Vorder-grund.

 

Für Pfarrer gibt/gab es übrigens mal ein unausgesprochenes Gesetz: wer als Pfarrer in einer Pfarrei demissioniert, verlässt diese Pfarrei als seine Wohnpfarrei um dem Nachfolger nicht Schwierigkeiten zu machen nur schon durch seine An-wesenheit.

 

(Quelle:  Zurückgetreten ?! | Pfarrer Kurt Vogt (kvogt.li)

 


Mittwoch, 21. April 2021

 

Fussweg an der Linth zum Tschachenwäldli

Ein herrliches Stück Natur in nächster Nähe erschliesst der Fussweg entlang der Linth. Hier in Richtung Netstal zum Tschachenwäldli mit Blick auf das Glärnischmassiv.


Sonntag, 18. April 2021

 

Hurra, ds Bahnhöfli gaht wider uuf!!

 

Äm 5. Mäi!

Das Logo des GartenBISTRO Näfels
Das Logo des GartenBISTRO Näfels

 

 " Bahnhööfli" wird GartenBISTRO Näfels

 

Die BesitzerInnen des Hotel-Restaurants Bahnhof Näfels kehren zurück!

Mit neuem Namen und neuen Ideen.

 

Die beiden Schwestern Brigitta Michel und Gertrud Rüst werden uns gemeinsam mit Yvonne Holzner überraschen.

"Bahnhöfli"- ein Traditionshaus in Näfels

 

Das Bahnhöfli wurde 1816 gebaut. Damals hiess die Wirtschaft „Schweizerhaus“ und – der Madonna wegen – auch „Mutter-Gottes-Haus“.

 

1884 bis 1901 lief das Restaurant unter dem Namen „Landolt“ und erst ab 1902  unter Gasthaus-Hotel „Bahnhof“.

Von 1903 bis 1905 wurde von Fridolin Hauser–Schwitter eine Fischzucht betrie-ben.

Didi Worni kaufte 1945 die Liegenschaft und betrieb sie bis zu ihrem Tode 1976.

 

Christian und Gertrud Joos-Scherer kauften 1976 die Liegenschaft.

 

Die Madonna im obersten Kreuzstock und ein Sgraffito an der östlichen Haus-wand.

Das Sgrafitto geht auf die legendäre Wirtin Didi Worni zurück. Sie war Modistin und Hutmacherin, welche zusammen mit ihrer Schwester in der Nähe des Hotels „Schwert“ ein Atelier betrieb, bevor sie auf den Wirteberuf wechselte. Sie liess von Florin Müller jun., einem Näfelser Künstler, der in Zürich lebte, die Haus-mauer schmücken (Vater Florin Müller sen. hatte sein Atelier beim "Schützenhof" Näfels). Ihre Nichte Doris Lampe-Worni erinnert sich an ihre verstorbene Schwe-ster, welche in der Glarner Tracht Modell stand. Der Bruder des Künstlers, Hans Müller vermutet, dass Hans Landolt–Zingg von der Gewürzmühle und Freund des Künstlers, Didi Worni den Tipp gegeben habe, die Hausmauer auf diese Art zu verschönern.

Die Madonna gehört dem Freulerpalast und ist eine unbeschränkte Leihgabe.

Die Madonna im obersten Kreuzstock.
Die Madonna im obersten Kreuzstock.
Etwas versteckt an der östlichen Hauswand das Sgrafitto von Florin Müller jun.
Etwas versteckt an der östlichen Hauswand das Sgrafitto von Florin Müller jun.

Montag, 13. April 2021

 

Spielplatz Chinderschloss für Dritte gesperrt

 

Das folgende Plakat steht am Eingang und eines in der Nähe des Idaheims.

Das Idaheim war Wohnsitz von General Niklaus Franz von Bachmann (1740 - 1831), der mit Maria Dorothea Müller (1738 - 1804) verheiratet war. Durch Erbschaft kam es an Ida von Müller (1835 - 1918), Urenkelin des Generals. Sie vermachte das Haus am 10. August 1918 dem Tagwen Näfels (Bürgergemeinde) für arme Kinder. 1939 wurde eine Stiftung gegründet.