Donnerstag, 26. November 2020

Donnerstag, 26. November 2020

 

Acht Kranzner - zehn Adventskränze

 

 

Bereits zum 17. Mal trafen sich die «Adventskranzschwinger» im Hilarisaal der alten Kaplanei traditionell am Mittwochabend vor dem ersten Advent. Allerdings mit Maske und infolge Corona-Zeit auf acht Teilnehmer reduziert, aber in gewohnt heiterer Laune und mit hohem Eifer zum Adventskranznen. Albert Ackermann, Richard Arnold (Fotos), Martin Böni, Josef Fischli, Fridolin Hauser (Osterhazy), Jules Müller, Guido Rusterholz, Hans Widmer. Mehrere bewährte Kranzner mussten sich entschuldigen. Der Adventsmänner-Club war seinerzeit als Väter- und Grossväter-Aktivität im Schoss des Frauen- und Müttervereins ent-standen. Anfänglich waren vier Instruktorinnen, bestandene Frauen und Mütter aus dem Vorstand, mit von der Partie, um die Mannen in die Geheimnisse des Adventskranzbindens einzuweihen.

 

Mit der Zeit gingen diese mit immer mehr Routine, Schwung und Krea-tivität ans Werk, so dass lediglich eine Dame, gewissermassen als Troubleshooterin notwendig war. Erstmals standen die Herren im Um-gang mit Tannenchris auf eigenen Beinen. Im Anschluss fand – wie immer – eine Tafelrunde mit Marie-Louises süssen Überraschungen mit Pudding, Kuchen und Kaffee statt. Dabei wurde die aktuelle Weltlage besprochen, diesmal speziell die Bischofswahl, bzw. Nichtwahl in Chur, die Zustände im Vatikan, die Regierungsratswahl im Frühjahr, das Dorfgeschehen und kirchenpolitische Fragen, dazwischen ergänzt mit alten und neuen Witzen.

 

Zu Beginn des Abends beehrten der neue Pfarrer Kurt Vogt und die Kirchenratspräsidentin Daniela Gallati die maskuline vorweihnachtliche Runde mit einem Kurzbesuch, der sehr geschätzt wurde.

 

2023 ist eine kleine 20-Jahrjubiläumsfeier geplant, zu der einstimmig auch die Ehegattinnen eingeladen sein werden.                              F. O.

Bildausschnitt: Adventskranzschwinger an der Arbeit. Hohe Konzentration und glühender Eifer sind  unverkennbar. (Foto: Richard Arnold)
Bildausschnitt: Adventskranzschwinger an der Arbeit. Hohe Konzentration und glühender Eifer sind unverkennbar. (Foto: Richard Arnold)

Sämtliche Fotos stammen von ad hoc Adventskranzler und Protokollant sowie Adventskranzschwinger S. M. Richard Arnold. Für seine Konterfeis und den nachfolgenden Protokolleintrag erhielt er den noch nicht betannenchristen Adventskranzring auf sein ehrwürdiges Haupt, ein Prozedur, die er sakristanischer Ernsthaftigkeit und mit Angela Merkel-Handstellung entgegennahm.

 

Hier sein Protokolleintrag:

 

Adventskranzschwinger trafen sich

Die sich selbstbewusst Näfelser Adventskranzschwinger nennende Gruppe traf sich, selbstverständlich den Coronaschutzmassnahmen konform mit Abstand und Maske, am 25. November 2020 um 19 Uhr im Hilarisaal zum gemeinsamen Gestalten von Adventskränzen und weiterem vorweihnächtlichen Dekor. Acht nette und umgängliche Herren unter der Leitung von Fridolin Hauser (Osterhazy) diszipliniert, auch mit vielen Worten, amüsanten Gesprächen wie auch intellektuellen Debatten, an ihren jeweiligen Gestecken. Dabei wurde ersichtlich, dass sie das nicht zum ersten Mal machten (abgesehen von einem sich glänzend einarbeitenden Newcomer). Der Fantasie wurde freien Lauf gelassen.                                        

Nach knapp zwei Stunden waren alle Meisterwerke fertig. Auf eine Prämierung wurde verzichtet, allerdings nicht auf den mitgebrachten leckeren Kuchen und die in Pudding präsentierten Marie-Louise Aprikosen-Spiegeleier, die von allen Teilnehmenden mit grossem Vergnügen verschmaust wurden.   

Das gemeinsame Basteln wurde ordnungsgemäss, mit und ohne Vogel, wurde um ca. 21 Uhr beendet.

 

Protokollant:  R. Arnold, Adventkranzschwingerkanzler ad hoc und adventskranzgekrönter Hoffotograf                                                                                                                        

Türkranz (ohne Kerzen)
Türkranz (ohne Kerzen)

Montag, 23. November 2020

 

Wird heute (endlich) der neue Bischof von Chur gewählt?

 

Gemäss mehreren Medienmeldungen soll heute das Domkapitel in Chur zur Wahl eines Nachfolgers von Bischof Vitus Huonder zusammenkommen. Zur Auswahl steht ein vom Vatikan genehmigtes Dreierticket. "Gehandelt" wurden zahlreiche Kandidaten, aktuell noch sieben. Das Ergebnis der Wahl ist erst gültig, wenn der Vatikan sein Nihil obstat abgegeben hat.

Die aktuelle Wahl ist eine "Zangengeburt", die sich über eine ungewöhnlich lange Zeit hinzog. Nun scheint die Wahl - nach einer 19-monatigen Übergangszeit des bischöflichen Administrators Peter Bürcher - endlich stattfinden zu können.

 

Bei der letzten Wahl, als Dr. Vitus Huonder, gewählt wurde, wurde sein Name bereits vor der Genehmigung durch den Vatikan publiziert. Dies wurde möglich, weil durch Indiskretion aus dem Wahlgremium (Domherren) das Ergebnis ausgeplaudert wurde. Ich habe damals einen "Leserbrief" unter dem Titel «Durchlässig wie ein zehnjähriger Regenmantel» dieses Ausplaudern glossiert. Dieser Text wird unter Berufung auf "Kipa Tagesdienst vom 27. Juli 2007", von Prälat RA Dr. Stephan Stocker in seiner Abhandlung "Das Bischofswahlrecht und das Privileg des Churer Domkapitels" als Fussnote erwähnt. Diese Arbeit wurde im Domkapitel vom 3. März 2008 vor dem Domkapitel als Vortrag gehalten und in der Schweizerischen Kirchenzeitung SKZ 31-32 2008, Seiten 508ff. publiziert. Auch das Bistum Chur druckte Stockers Arbeit im Infoblatt des Bistums Chur ab.

 

Die Arbeit von Prälat Stocker ist ein klärendes "Grundsatz"-Referat zur Bischofswahl. Dank freundlichem Entgegenkommen von "kath.ch" wurde mir der damals zitierte Forumsbeitrag zur Verfügung gestellt:

 

Forum:

Vor und nach der Wahl des neuen Churer Bischofs:

Indiskretionen aus dem Domkapitel

 

 

Durchlässig wie ein zehnjähriger Regenmantel

Von Fridolin Hauser* / Kipa

Freiburg i. Ü., 27.7.07 (Kipa)

 

Indem vor und nach der Wahl des neuen Churer Bischofs aus der Mitte des Domkapitels das Amtsgeheimnis verletzt worden ist, sei auch die Würde der Bischofswahl schwer verletzt worden, meint Fridolin Hauser in seinem Beitrag. Hoffnung könne so nur schwerlich aufkommen. – Am 9. September wird in Einsiedeln Vitus Huonder zum neuen Bischof des Bistums Chur geweiht.

 

Wir haben einen Bischof! Oder: Rom hat gesprochen, ist der Fall erledigt? Am 6. Juli erliess das bischöfliche Ordinariat (die Verwaltungs- und Regierungsbehörde) auf der Bistums-Homepage (www.bistum-chur.ch) die Mitteilung: «Heute hat das Churer Domkapitel den Nachfolger von Bischof Amédée Grab gewählt. Nach einem feierlichen Heilig-Geist-Amt eröffnete der Apostolische Nuntius, Msgr. Francesco Canalini, den aus Rom übermittelten Dreiervorschlag. Der Name des Gewählten kann erst nach der Bestätigung durch Papst Benedikt XVI. veröffentlicht werden. Nach Auskunft des Nuntius ist damit in wenigen Tagen zu rechnen.»

 

Doch der «Tagesanzeiger» gab schon in der Nacht nach der Wahl nicht nur den Namen des neuen Bischofs bekannt, sondern nahm ihn unzimperlich in die Mangel. Schon früher war in derselben Gazette «Internas» von Kandidaten und von Details über Umfragen des päpstlichen Nuntius die Rede. Kandidat Josef Annen, Leiter des Priesterseminars: «Bei 23 Domherren ist die Chance gross, dass jemand geplaudert hat». Der Informationsbeauftragte Christoph Casetti spricht von einem «Leck».

 

Peinliches Leck

Peinlich, peinlich! 23 ausgewählte, würdige Domherren, mit der anvertrauten Verantwortung, den Bischof zu wählen und die unter ausdrücklichem Amtsgeheimnis stehen, wirken von aussen durchlässig wie ein zehnjähriger Regenmantel! Sie – wer immer es war – übertrafen den respektlosen Zeitungsbericht und -kommentar durch Geschwätzigkeit und durch Verletzung der Schweigepflicht.

Eigentlich müsste man den «Sänger» ermitteln und dessen sofortige Demission einfordern oder, falls dies nicht möglich ist, das ganze 23-köpfige Kollegium stante pede entlassen! Das Domkapitel ist als Kollektiv bestellt, um die Gemeinschaft der Kirche zu repräsentieren. Die Abweichung eines einzelnen (oder mehrerer) ist eine unerträgliche Verletzung der Gemeinschaft der Kirche und aller Gläubigen. Sie hinterlässt einen miserablen Eindruck.

 

Eliteleute

Verletzt wird die Würde einer Bischofswahl. Das Domkapitel besteht aus 24 Domherren (derzeit nur 23), die der Bischof nach Kanonischem Recht 509, § 2 «…nur Priestern übertragen darf, die sich durch Rechtgläubigkeit und einen unbescholtenen Lebenswandel auszeichnen und ihren Dienst in lobenswerter Weise ausgeübt haben».

 

Nach Kanonischem Recht 471, 2 müssen «alle, die zu Ämtern in der Kurie berufen werden, erstens ein Versprechen ablegen, ihren Dienst nach Massgabe des Rechts, besonders gemäss der Weisung des Bischofs, getreu zu erfüllen und zweitens das Amtsgeheimnis innerhalb der Grenzen und in dem Mass wahren, wie sie vom Recht oder vom Bischof festgelegt worden sind.» Also Eliteleute, die nach bestem Wissen und Gewissen «zum Wohl der Kirche und der Gläubigen» wählen dürfen und irgendjemand.

 

Kommt dazu, dass das Privileg, wenn auch mit Einschränkungen, den eigenen Bischof zu wählen, nur wenigen Bistümern auf der Welt zusteht. Das illustriert die Geschichte: Seit 1448 konnten alle Bischöfe im Deutschen Reich durch das Domkapitel gewählt werden. Dies bestimmte das Konkordat zwischen Papst Nikolaus V. und Kaiser Friedrich III. Da der Churer Bischof bis 1803 auch Reichsfürst war, stand dem Domkapitel von Chur dieses Wahlrecht auch zu. Auch nach Auflösung des Deutschen Reiches behielt das Churer Domkapitel dieses Privileg.

 

1824 bestätigte dies Papst Leo XII. ausdrücklich. Mit dem neuen Kirchengesetz von 1918 war fraglich, ob das Bischofswahlrecht weiterhin bestehe. Pius XI. bekräftigte, dass an der Bischofswahl nichts zu erneuern sei. Mehr als zwanzig Jahre lang wurde dann zwischen Rom und Chur verhandelt.

 

Seit 1948

Seit 1948 gilt die heutige Regelung. Danach hat das Churer Domkapitel das Pri-vileg, «den eigenen Bischof aus drei Priestern, die ihm vom Apostolischen Stuhl vorgeschlagen werden» zu wählen. Nach Kanonischem Recht 377, § 1 ernennt nämlich «der Papst die Bischöfe frei oder bestätigt die rechtmässig Gewählten.» Es ist naheliegend, das Privileg der Mitsprache aufzuheben, wenn das Dom-kapitel nicht fähig ist, das Prozedere nach den Abmachungen einzuhalten.

 

Vielleicht müsste man die Domherren an das apostolische Schreiben «Pastores gregis» von Johannes Paul II. (2003) unter dem Titel «Der Bischof – Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt» erinnern, wo das Bi-schofsamt nach Sinn und Bedeutung erklärt wird und aufzeigt, welche Verant-wortung ihnen als Wahlgremium obliegt.

 

Mehr als eine operative Chefposition

Eine Bischofswahl ist nicht irgend ein politischer Vorgang, sondern die Suche nach dem «Berufenen». Die Wahl betrifft das ganze Bistum. Den «Wahlmän-nern» obliegt es, gerade weil sie nach eigenen Gewissen handeln, die Gläubigen ihres Bereiches zu vertreten. Die Wahl eines Bischofs ist nicht nur die Besetzung eines Amtes und damit basta. Das Bischofsamt ist ein Ausdruck der Sendung der Kirche und nur ein Bestandteil des Ganzen.

 

Die dreifache Aufgabe des Bischofs, die Verkündigung, das Priesteramt und die Leitung des Bistums, ist weit mehr als eine operative Chefposition. Das Dienen kommt vor dem Herrschen aus dem Selbstverständnis der Kirche als Ecclesia (Gemeinschaft) heraus. Seit Gregor dem Grossen (590-604) bezeichnet sich der Papst als «Diener der Diener Gottes».

 

Gegen reine Machtfülle oder die Versuchung zum Herrschen eines Amtsträgers wird im Neuen Testament ausdrücklich gemahnt: «Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch gross sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave sein.» (Mk 10, 42-44)

 

Ein Akt der Gemeinschaft

So gesehen ist die Bischofswahl nicht ein weit über unseren Köpfen statt-findendes Ereignis, sondern ein Akt der Gemeinschaft, der alle betrifft. Nicht die Sensationsmeldung des «singenden Domherrn» soll uns aus der Gleichgültigkeit wecken, nicht die bereits in den Gazetten vorauseilenden «Abqualifikationen» des nunmehr offiziell als gewählt erklärten neuen Bischofs mögen uns stören, sondern die Stimme der «Wahlmänner» finde zurück in die Gemeinden und überzeuge die Gläubigen, dass die Wahl des Bischofs ein Dienst zu neuer Hoff-nung ist.

Hoffnung kann aber nur schwerlich aufkommen, wenn eine Bischofswahl, die zum Schutz der Kandidaten, des Wahlgremiums und des Bischofsamtes einem geheimen Verfahren unterstellt ist, aus Selbstverschulden des Wahlkollektivs zur Zeitungskolportage oder Hintertreppenaffäre zu werden droht.

 

*Fridolin Hauser ist ehemaliger Gemeindepräsident von Näfels GL. Er hat den vorliegenden, von der Kipa-Redaktion leicht gekürzten und Zwischentiteln versehenen Beitrag für die Glarner Gratiszeitung «Fridolin» geschrieben.

(kipa/fh/job)

 


Montag, 9. November 2020

 

Drei beliebte Franziskaner haben sich gestern verabschiedet

 

Br. Gottfried in ein Sabbatjahr

Br. Jean nach Werd

Br. Mariano nach Bronschhofen

 

Br. Gottfried Egger                           Br. Jean Langertz                                   Br. Mariano Capaul

Guardian                                          Küche, Garten, Kirchenchor                   Sakristan,  Kuttenschneider

 

Gestern Sonntag verabschiedeten sich die drei langjährig in Näfels tätigen Franziskaner mit einem schön gestalteten Gottesdienst in der Klosterkirche, zele-briert vom scheidenden Guardian Br. Gottfired Egger und assistiert von den Brü-dern Jean und Mariano.

 

Beim Bankett im kleinen Rahmen im Refektorium im Beisein der Kirchenpräsidentin Daniela Gallati-Landolt, dem gegenwärtigen Präsidenten des Stiftungsrates Adrian Weitnauer, beide mit Ehepartner oder Ehepartnerin und dem ehemaligen Stiftungsrats- und Baupräsidenten Fridolin Hauser wurde mit den Franziskanern des Klosters in fröhlicher Runde Abschied gefeiert. Die "kleine Laudatio in Reimen" waren den beliebten drei "Auswanderern" mit der Hoffnung auf eine künftige Rückkehr gewidmet.

 

 

Laudatio

zum Abschied

von

Br Gottfried Egger

sowie

Br. Mariano und Br. Jean

 

Bevor i mini Laudaziuu aafuu, muäs zeerscht ä-n-Episoodä vrzellä vum häilgä Antonius.

Antonius Gottesdiänscht, Antonius-Suppä uf dr Chlooschterterrassä: Friede, Freude, Eierkuchen, näi Chloschtersuppä und ä Fiäsä Broot.

 

Plötzli gmerggi, as i mini Läsebrillä nümmä aaha. Iich wenä gööletä Blitz ids Kloster zrugg, nüüt am Bodä, uff Poscht, nüüt, ids Bahnhööfli, nüüt, i p Migros äd'r Kassä nüüt.

Iich wenä gööletä Blitz nuchämaal zrugg uff d Terrassä, wo si schu abgruumet händ. Gseh dr Bruäder Gopfriid, und vrzell-em:

Früäner – i minä Buäbäziitä – häig albig p Muäter äm Antonius ä Zweefränggler vrschproochä und immer sig alles wider fürächuu.

 

Mer schpaziäred under-em Rosäbogä durä uffem Chiiswägli und iich pfutterä zum Br. Gottfried «Der Antonius hätt mit siinä Priisä uufgschlagä, mit-emä Zwee-fränggler gkun'p-mä biin-em ä nümmä wiit, immer gröösseri Nöötli bruuchis, as’r überhaupt nuch reagiär»! und so hani gmotzt und dr Gottfried hät nu gschmunzelt. Und im glichä Momänt hätt öppis im Chiis glitzäret…mini Läsebrillä! Ich bügg mi. Taatsächli! Mä muäs nu pfutterä mit-em Antonius und daas nützt! Und ich säge zum Br. Gottfried: "Duu bisch Züügä! Bi der neechschtä Anto-niusbredig wäisch vum nüüischtä Wunder vrzellä."....

 

 

Refrain:  

Pax et bonum Tag und Nacht

              Das ist, was uns glücklich macht!

 

Dreihundertfünfundvierzig Jahre,

das ist für uns das wirklich Rare,

ist unser Vogt zur Sau,

steht hier ein Klosterbau!

 

Elf und dreihundert flotte Jahre,

das ist für uns ja auch das Wahre,

war’n, fidirallalla

die Kapuziner da.

  

Doch als dann die Verehrten

sich nicht genug vermehrten,

und auch infolge Alters

trotz manchen frommen Psalters,

 

und trotz des Volkes Toben

ward ‘s Kloster aufgehoben.

Die Räume standen leer,

man trauerte dann sehr.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht.

 

Und dies ist  nicht gelogen,

ein Engel kam geflogen,

und lenkte das Geschick

es wurde knüppeldick!

 

Da waren Franziskaner

als Beter und als Mahner

mit «Christe audi nos!»

noch immer klosterlos.

 

Dann flösst’ das Engelein,

den Kapuzinern ein,

gebt doch für einen Franken,

ganz ohne Schweizer Banken,

 

im Falle eines Falles

den Franziskanern alles!

Da sprach der Karli Feusi

begeistert, o, er freu-si!

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

Er sprach als frommer Provinzial:

Ganz gerne kommen wir ins Tal!

Mit Hilf der Muttergottes

mach’n wir hier etwas Flottes!

 

Und alle waren frisch und froh,

als erster kam Antonio,

in Haus und Hof und Keller

und just am Kilbifäller!

 

Dies gilt es zu beachten,

September war’s, den achten,

Geburt der Gottesmutter

und alles war im Butter.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

Und Gottfried wurde Guardian

als erster in dem edlen Clan

in lacrimarum valle,

damit es ihm gefalle.

 

Von Anfang an wirkt’ er sogleich

sehr tüchtig, klug und segensreich.

bis heut’ warn’s 31 Jahr,

dass er in Näfels tätig war!

 

Und es ist einfach maximal!

Sechs Jahre war er Provinzial!

Allrounder war er mannigfach,

und Meister gar in jedem Fach.

 

Ich zähle auf:

 

 Priester,

Spitalseelsorger,

Custodien-Archivar,

Kommissar des Heiligen Landes

Exerzitienleiter

Postulator der Causae Maria von Mörl

Prediger am Fridolinsfest in Bad Säckingen

Fahrtsprediger

Novizenmeister

Generalminister

Provinzial

Buchautor, wohl soviele Bücher wie Jahre in Näfels

Radiomitarbeiter

Fernsehstar

und

Ganz persönlich

Er gewährte meiner Mutter eine langjährige Gastfreundschaft

im Kloster und begleitete sie bis zum Tod.

 

 

Er tat mich später ohne Murren

zu einem schönen Amt verknurren,

und strebte fast bis zur Vergiftung

die Gründung an der Klosterstiftung.

 

Und zwar für ganz Erbauliches

zum einen für ‘was Bauliches

und zweitens, mein Gott, Walter

Vorsorge für das Alter.

(Stiftungspräsident Mariaburg)

 

Und später kam, ich ahnte schon

die dringend’ Klosterrenovation,

Der Bauherr war für Plän’ und Bohrer

als Guardian Fidelis Schorer

                              (Baupräsident Klosterrenovation 1996-2004)

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

Der Architekt war Truttmann Geri.

als Kardinal kam Henri Schwery,

und auch noch da, und zwar im Trab.

war noch ein Freund der Bischof Grab.

 

Karl Ilgenmann, zwar ohne Bart,

war clev’rer, smarter Kassenwart,

Und mit dem Adolf, Denkmalpflege,

kam’n wir auch manchmal ins Gehege.

 

Und von der Skotus-Stifung Francis

sprach oft und klar: «Aha, daa händ-si’s!»

Das Kloster stand in neuem Glanz

am Ende da dem heiligen Franz.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

Viel Lenze sind ins Tal gezogen,

dem Orden ist man wohlgewogen.

Und in dem guten Wohl und Wehen

komm’n Brüder her und and’re gehen.

 

In einer Welt, die voll Gewimmel,

gilt: «Uns’re Heimat ist der Himmel!»

Ein Menschenleben gilt auf Zeit,

das Wahre ist die Ewigkeit.

 

Doch, lieber Gottfried, her und hin,

wir lassen dich nicht einfach zieh’n.

Ein kleiner Steckbrief zur Person

ist wahrlich hier am Platze schon.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

  

Hoch auf dem Miste kräht’ der Guli,

als du am Montag sechsten Juli,

in Zürich ‘s Licht der Welt erblicktest

und bei der Taufe kräht- und nicktest.

 

Nach Schulen, Sek, Gymnasium

kamst in der Stadtverwaltung rum,

Erst 21 Jahre alt,

sagt’ deine inn’re Stimme: Halt!

 

Nach inn'ren Kämpfen gar und ganz

zog es dich hin zum heil’gen Franz.

Mit 28 warst du dann

geweiht und Vollblutordensmann.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

Und ab dem Alter 33

warst du im Kloster Näfels fleissig.

Und mittlerweile ist das schon

wohl eine ganze Generation.

 

Auch drei Jahrzehnte zog’n ins Land

mit deinem Kreuzweg bis auf Brand.

Und über dreissig eig’ne Bände

ging’n dir durch Kopf und Herz und Hände.

 

Als Vorbild, Freund und Kamerad

bist du für alle stets parat,

hast stets und willig gern gedient

und nun ein Sabbatjahr verdient.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

 An deinem heut’gen Namensfest

war’s, als du zelebriertestest,

mit Saint Gottfried der aus Auxerre

des Bernhard Clairvaux’ Sekretär,

 

Zisterziensermönch und auch sowie

der Autor dessen Biografie.

Auch du schriebst über Bernardin,

du weisst ja selber what i mean.

 

Nur kam ja, wie man weiss, dann jener

von Süden aus der Stadt Siena.

Getrost, ich bin noch nicht am Schluss,

sehr wichtig ist Antonius.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

Wir feierten auf der Terrasse

mit Suppe und danach gabs Kasse.

mit Aussicht auf das Glarnerland

und hatten nachher Sonnenbrand!

 

Doch eines darf man nicht vergessen,

das jährliche Behörde-Essen;

einst gab es ja gar Deckelschnecken,

die meist im Halse blieben stecken.

 

Am Schluss gingst du da mit Gewackel

zum weltlich-geist’gen Tabernakel

mit Whisky, Chrüüter, Kirsch und Marc

was Medizin für Bäuche war.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns glücklich macht!

 

Das war dann auch für Franziskaner

vielleicht gar etwas viel profaner!

Doch lasst mich aber noch nicht enden,

um mich zwei Brüdern hinzuwenden.

 

Der treu’ und eifrig’ Sakristano

und Kuttenschneider Mariano,

der immer schön die Kirche schmückte

und auch mit Singen stets entzückte,

 

bediente stets mit guten Worten,

des Klosters wohlbekannte Pforten,

zieht weg und hinterlässt dann doch

eine grosses, ödes schwarzes Loch.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns (nicht) glücklich macht.

 

Auch unser lieber Jean vom Herd

zieht aus und wechselt nun nach Werd.

Er schwitzt’ bei Dampf und Wohlgerüchen

mit seiner Crew der Klosterküchen,

 

er sang begabt als ein Tenor

des Sonntags auch im Kirchenchor;

er pflegte mit ‘nem grünen Tuumen,

im Klostergarten, Kräuter, Blumen.

 

Und Gottfried sprach heut in der Messen

von Jeans bekannten Morgenessen;

auch er – ich kann es nicht verhehlen –

wir uns in Näfels wirklich fehlen.

 

Pax et bonum Tag und Nacht

Das ist, was uns (nicht) glücklich macht.

 

Begleiten mög’ zweifacher Segen

Euch alle drei auf neuen Wegen.

Nehmt einen mit, lasst einen hier.

Für beide Segen beten wir.

 

Näfels, am Namenstag von Br. Gottfried, 8. November 2020

 

Ä Grüäz i-g-Chuchi und ä-p Bäsi,

 

sehr häärzlich - Fridli Oschterhäsi!


Dienstag, 3. November 2020

 

Zur Geschichte des Bergschulhauses im Schwändital

 

Die Hiobsbotschaft der bevorstehenden Schliessung der Bergschule für die Obersee- und Schwänditaler Bergkinder lässt mich einen alten Text wieder hervorholen.

Seine Publikation liegt allerdings sehr weit zurück. 1984 konnte die Bergschule 140 Jahre ihres Bestehens feiern. Bei einer Schliessung im nächsten Jahr hätte die Bergschule 177 Jahre, also rund sechs Generationen bestanden. Ich veröffentlichte den Beitrag im Vaterland/Glarus 112. Jahrgang, Nr. 48, Montag, 27. Februar 1984.

Das alte Bergschulhaus mit dem etwas entfernt gebauten Glockentürmli, in dem seit 1943 bis zum Schulhausneubau und dem Bau der Bruderklausenkapelle 1976 ein einfaches Glöcklein geläuet wurde. 1983 erhielt die Bruderklausenkapelle eine neue Glocke. Noch war keine Bruderklausenkapelle angebaut. Schulhaus mit Schulstube und Lehrerwohnung.  Der Bau eines eigenen Schulhauses geht auf 1860 zurück, vorher wurde in Privathäusern unterrichtet. (Bild: Fridolin Hauser).

 

 

Vaterland/Glarus 112. Jg., Nr. 48, Montag, 27. Februar 1984

 

Schwändital-Schulhaus seit 1860

Schwändital: 140 Jahre Bergschule

 

Am 1. März 1984 sind es genau hundertvierzig Jahre seit dem  denkwürdigen Beschluss zur Gründung einer Bergschule. Es bedurfte jedoch kantonaler Impulse, sonst hätte dieses Unternehmen noch einige Zeit auf sich warten lassen. Die folgenden Informationen sind einer Abhandlung von Josef Müller-Landolt, alt Landammann und Gemeindepräsident, entnommen, die im Jahre 1956 im „Glarner Volksblatt“ veröffentlicht wurden.

 

Von Fridolin Osterhazy

 

Die Landsgemeinde 1837 stimmte einem Gesetz zu, das im § 38 die Schulpflicht der Kinder regelte. Eine Schulkommission (Schulrat) hatte den Auftrag, darüber zu wachen, dass die Kinder fleissig und regelmässig die Schule besuchten und vor dem erfüllten 12. Altersjahr der Alltagsschule nicht entzogen wurden. Ein Kantons-Schulrat und ein doppeltes Inspektorat (reformiert und katholisch) wurden geschaffen. Noch spürte man den Willen, die konfessionelle Landes- und Ämtertrennung bis 1836 zu überwinden. Eine neue Ära sollte beginnen.

 

Kantons-Schulrat fordert Unterrichtsmöglichkeiten

Selbstverständlich war der damalige Kantonsschulrat nicht die Aufsichtsbehörde der Kantonsschule. Eine solche gab es damals noch nicht. Gemeint ist mit „Kantonsschulrat“ die auf Kantonsebene bestimmte Oberbehörde der gemeindlichen Schulkommission/Schulrat. Eben diese Oberbehörde drängte darauf, dass möglichst allen Kindern im Kanton, auch den Bergkindern, Schulbildung ermöglicht würde. Der Stillstand (so hiess der Kirchenrat) und der Gemeinderat gingen offenbar nur mit Widerstreben an diese geforderte Schule im Schwändital und in den Näfelser Bergen. Am 19. März 1841, am Josefstag,  beschloss der Stillstand auf Drängen des Kantons-Schulrates hin, sich mit den Bergbesitzern in Verbindung zu setzen und bestellte dazu einen Ausschuss. Dieser bestand aus den Herren Kaspar Noser, Oberurnen, damals katholischer Schulinspektor, und Ratsherr Johann Fridolin Hauser, Näfels.

 

Gemeindeversammlung lehnt ab

Der Gemeinderat, der seinerseits zum Problem Stellung nahm, gelangte vor die Gemeindeversammlung am 24. Juni 1841, und lehnte „einen Beitrag an die Kosten der Winterschule auf den Bergen“ ab. Es sei auch unmöglich, einen Lehrer zu erhalten, wurde begründet. Das Jahr 1841 verstrich – nichts geschah weiter. Doch der Kantons-Schulrat wollte nicht nachgeben. Am 28. April und 6. Mai 1842 forderte er den Stillstand erneut auf, etwas zu unternehmen. Der Stillstand orientierte den Gemeinderat und wollte erfahren, wie viel die Gemeinde an die Gründung einer Winterschule leisten wolle. Die sparsamen Herren der Gemeindeexekutive antworteten kurz und bündig, ein Beitrag komme aus den bereits erwähnten Gründen nicht in Frage, und ausserdem sei der Schulfonds um 5000 Gulden zu klein, um die neuen Lasten zu tragen.

 

Die Regierung schaltet sich ein

Am 30. November 1842 griff die Regierung ein und verlangte von den beiden Gemeinden eine speditive Behandlung. Die Regierung wolle nicht mehr über die Einführung oder Nichteinführung diskutieren, sondern bestand auf konkreten Massnahmen. Doch die gebildeten Ausschüsse der beiden Gemeinden wurden nicht einig. Zwar waren die Oberurner dem Vorhaben eher zugeneigt, weil Schulinspektor Noser sich engagiert einsetzte, aber die Näfelser zweifelten an der Notwendigkeit. Dennoch wollten sie drei Louisdor beisteuern, wozu sich auch die Gemeindeversammlung im April 1843 durchringen konnte. Doch solche Beiträge reichten bei weitem nicht aus. Der Kantons-Schulrat machte diesem Finanz-Ge-knorze ein Ende und erklärt die Gemeinden kurzerhand für beitragspflichtig, was Landammann und Rat am 30. September 1843 voll unterstützten. Zwar versuchte sich Näfels noch zu sträuben und drohte mit einer Memorialseingabe, schliesslich aber – am 1. März 1844 – kam die Zustimmung. Allerdings wurde daran die Bedingung geknüpft, die Schule müsse der Aufsicht des Stillstandes unterstellt werden und die Gemeinden Näfels könnte zu keinen Zeiten zu mehr als fünf Louisdor angehalten werden.

Als erster Berglehrer wurde Johann Josef Landolt bestimmt, der aber in Glarus noch ein Examen abzulegen hatte.

 

Zwei Schulorte – ein Wanderlehrer

Schulvogt und Vorsteher wurde der Bockenbauer Balz Josef Landolt. Der erste Berglehrer Johann Landolt wurde nur provisorisch gewählt, offenbar hatte beim Examen nicht alles nach Wunsch geklappt. Ihm wurden folgende Verpflichtungen auferlegt:

1. Im Sommer hatte er nur in einem Tal jeden Werktag drei Stunden Schule zu halten, und zwar von halb acht bis halb elf Uhr.

2. Im Winter musste er in beiden Tälern unterrichten, vormittags im einen, nachmittags im andern Tale.

3. Der Lehrer hatte die Tinte zu liefern, Schreibmaterialien mussten die Kinder selber mitbringen.

4. Die Lehrmittel musste sich der Lehrer von den Kindern bezahlen lassen.

5. Das Lehrergehalt betrug 15,5 Dublonen, abzüglich zwei Taler, die der Lehrer für Prämien an fleissige Kinder verwenden musste.

 

Am 14. November 1845 lagen endlich Statuten vor, die den Schulbetrieb in der Bergschule regelten und die Genehmigung der Regierung erhalten hatten.

 

200 Gulden steuerte der Kanton an die neue Schulgenossenschaft als Grundstock für einen Schulfonds bei. Zuerst wurde im Haus von Anton Vogel, im Elmenrüfital (=Schwändital), und auf der anderen Seite in der Stube von Schulvogt Balz Josef Landolt, Bocken, Schule gehalten. Der Unterricht in den Stuben war allerdings problematisch.

 

Schwändital-Schulhaus seit 1860

Ein Vergleich zwischen den beiden Gemeinden Oberurnen und Näfels ergab eine Aufteilung der Kosten von einem Drittel für Oberurnen und zwei Drittel für Näfels. Der Kantons-Schulrat gewährte 1000 Franken, Näfels 20 Stämme Holz, Oberurnen deren 10. Die Schulgenossen verpflichteten sich, Holz und Steine auf den Bauplatz im Stutz herbeizuführen. Im neuen Schulhaus nahm Lehrer Anton Hauser, alt Rabenwirt, mit seiner Familie Wohnsitz und begründete die lange Reihe der Berglehrer. Heute (1984) unterrichte das Ehepaar Pfändler die Bueben und Mäitli aus dem Schwändital und aus den Näfelser Bergen in einem modern eingerichteten Schulhaus.

(Vor einigen Jahren machte sich Martina Hauser daran, Geschichtliches über das Schulhaus in den Bergen zusammenzutragen, im Rahmen einer Examenarbeits im Lehrerseminar).

           

 

Nachtrag:

1976 wurde das neue Schulhaus mit Bruderklausenkapelle eröffnet.

1983 wurde auf der Bruderklausenkapelle eine neue Glocke hochgezogen.

 

 

Das gegenwärtige renovierte Schulhaus und die neu angebaute Bruderklausenkapelle seit 1976. Das Glockentürmchen mit neuer Glocke wurde im September 1983 eingeweiht. Das Glockentürmchen auf der Wiese rechts wurde abgerissen. (Foto: Gemeinde Glarus-Nord)


Montag, 2. November 2020 (Allerseelen)

 

 

Allerseelen 


 Wer erinnert sich noch, als Allerseelen ein gepflegter Feiertag war?


 http://www.helmuth-oehler.at/?Aktuelle-Veroeffentlichungen

Die Armen Seelen im Fegefeuer. Weisses Spruchband: "Il purgatorio aperto alla misericordia de parenti" (Das Fegefeuer ist offen für die Gnade der Verwandten). Ausschnitt aus dem Seitenaltarbild in Assisi in Treno.

 

Allerseelen

(lateinisch [Dies] in commemoratione omnium fidelium defunctorum,

„Tag des Gedenkens an alle verstorbenen Gläubigen“)

 

An diesem Fest begeht die römisch-katholische Kirche das Gedächtnis ihrer Verstorbenen. Das Gedächtnis aller Seelen wird im Kirchenjahr am 2. November begangen, einen Tag nach dem Hochfest Allerheiligen.

Durch Gebet, Fürbitte, Almosen und Friedhofsgänge gedenken die Menschen aller Armen Seelen im Fegefeuer und wenden ihnen Ablässe zu. In der römisch-katholischen Kirche hat der Allerseelenablass daher eine besondere Bedeutung. Wo die Gräbersegnung nicht bereits am Nachmittag von Allerheiligen stattgefunden hat, findet sie an Allerseelen statt, wohin sie eigentlich gehört.

 

Der Allerseelentag am 2. November geht auf Abt Odilo von Cluny zurück; er hat diesen Gedenktag in allen von Cluny abhängigen Klöstern eingeführt. Das Dekret Odilos aus dem Jahr 998 ist noch erhalten. Bald wurde der Allerseelentag auch ausserhalb der Klöster gefeiert.

 

Für Rom ist er seit Anfang des 14. Jahrhunderts bezeugt. Von Cluny aus verbreitete sich der Allerseelentag in der ganzen lateinischen Kirche. Er steht theologisch in enger Verbindung mit der Lehre vom Fegefeuer (Reinigungsort, Purgatorium) als Ort der Läuterung der Verstorbenen, die Hilfe von den Lebenden durch Gebet, Fasten und Almosen erhalten. Allerseelen ist vor allem in den Alpenländern mit zahlreichen Volksbräuchen verbunden.

  

Römisch-katholische Liturgie

Allerseelen wurde durch die Reform der römisch-katholischen Liturgie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in der liturgischen  Rangordnung den Hochfesten des Herrn gleichgestellt und verdrängt in den Jahren, in denen es auf einen Sonntag fällt, den Sonntag im Jahreskreis.

 

Die liturgische Farbe beim Gedächtnis aller Seelen ist schwarz oder violett, in der heiligen Messe wird kein Gloria gesungen; an die Stelle des Halleluja-Rufs tritt ein Tractus oder ein Ruf vor dem Evangelium ohne Halleluja.

 

Das Missale Romanum bietet für den Allerseelentag drei verschiedene Proprien, da ein Priester an diesem Tag traditionell – wie am Weihnachtsfest – dreimal die heilige Messe feiern konnte. Auch gehörte zur Liturgie der heiligen Messe als Sequenz der Hymnus Dies irae; seit der Liturgiereform kann dieser Hymnus ad libitum beim Stundengebet verwendet werden, in der ausserordentlichen Form des Römischen Ritus gehört die Sequenz weiter zu den Propriumstexten der Messliturgie.

 

Der Ritus der Gräbersegnung ist ein Sakramentale und gehört liturgisch zu den frommen Übungen (pia exercitia).

Er kann von einem Priester, einem Diakon oder einem vom Bischof dazu beauftragten Laien vorgenommen werden.

 

Allerseelen in Näfels

Nach der Erinnerung eines betagten Näfelsers wurde früher Allerheiligen und Allerseelen gefeiert. Das Totengedenken war aber auf Allerseelen akzentuiert.

In der Frühe lasen die Näfelser Priester und Kapuziner auf den fünf Altären in der Hilariuskirche die Messe. Das sie an Allerseelen drei Messen feiert durften, herrschte "Hochbetrieb". Wir Ministranten "stritten" uns um den schnellsten "Messeleser", weil es pro Messe 20 Rappen "Trinkgeld" gab.

 

Am Nachmittag war Vesper und eine "Allerseelenpredigt" durch den Dorfpfarrer oder Kapuziner. In der Kirchlichen Chronik von Jakob Fäh ist vermerkt, dass am 2. November 1969, an einem Sonntag, die letzte Allerseelenpredigt gehalten wurde.

Im Chorraum war der grosse Katafalk aufgestellt und mit einem schwarzen Tuch zugedeckt, flankiert von je drei Kerzen.

 

Am 6. Mai 1973 beschloss die Glarner Landsgemeinde Allerheiligen als kantonalen Feiertag einzuführen. Gemäss Kirchenpräsident Kurt Scherrer wurden ab 1950 durch die Angehörigen Lichter auf den Gräbern aufgestellt, ein Brauch der sich bis heute eingebürgert hat.

 

In jüngerer Zeit kehrten viele Auswärtsnäfelser auf Allerheiligen zur nachmittäglichen Vesper und zum Gräberbesuch ein. In diesem Jahr fand nach dem Gräberbesuch ein kurzes Gedenken in der Kirche statt, es konnten aber gemäss Vorschriften nur 50 Personen Platz nehmen. Überzählige erhielten keinen Einlass.

 

Allerseelen auch heute

Am 2. November morgens um 8 Uhr wird nach wie vor die Allerseelenmesse gelesen, anschliessend ist Gräberbesuch mit ausführlichen Totengebeten.

 

 

Skizzen aus :

 https://www.kath-pfarrei-waldfischbach.de/fileadmin/user_upload/1-8- /Download/Gottesdienstordnung/2017/Oktober_2017.pdf

 

Traut, Wolf: Fürbitte für die Armenseelen, um 1510, Holzschnitt, 27,3 x 36,0 cm, Karlsruhe


Freitag, 30. Oktober 2020

 

Heute haben wir Albert Gallati-Hauser zu Grabe getragen

 

Bei strahlend schönem Herbstwetter und umgeben von bunten Wäldern im Tal hat eine kleine Trauergemeinde (infolge der besonderen Umstände) den

dorfbekannten Kaufmann und Tambour Albert Gallati-Hauser zu Grabe getragen. Sein Schwiegersohn Walter Brunner hat einen wunderbaren Lebenslauf im Gottesdienst vorgetragen. (folgt weiter unten)

Nach dem Gottesdienst gab es ein frohes Wiedersehen mit Alberts Brüdern

Paul und Werner (beide Kapuziner in Olten) und Schwester Elisabeth, die

mit dem Näfelser Josef Tschudi, Lehrer, im Baselland, verheiratet war, nach

dem wir sie viele Jahre nicht mehr gesehen haben. Mit dabei Tochter Liliane

und Sohn René mit Familien und Nachkommen.

          

                   

                                                                                             Der Tod ist nicht das Ende,

                                                                                             nicht die Vergänglichkeit.

                                                                                             Der Tod ist nur die Wende,

                                                                                             Beginn der Ewigkeit.

 

 

 

 

         TODESANZEIGE

   

          Unser Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater

 

 

           ALBERT GALLATI-HAUSER

            26.Oktober 1931 bis 8. Oktober 2020

 

 

           hat, kurz vor seinem 89. Geburtstag, seine letzte Reise angetreten.

           Traurig, aber reich an schönen Erinnerungen lassen wir ihn ziehen.

 

 

                                                                          In stiller Trauer

 

                                                                          Liliane Gallati und Werner Brunner

                                                                          Tobias und Florian Brunner

                                                                          René und Yerleny Gallati

                                                                          Sybille Engeler

                                                                              mit Familie und Micha Gallati

                                                                           und Anverwandte

 

           Die Urnenbeisetzung findet uner den gegenwärtigen Umständen im

           engsten Familienkreis statt.

 

           Die Gedenkfeier findet am Freitag, 30. Oktober 2020, 10 Uhr, in der

           katholischen Hilariuskirche Näfels statt.

 

           Wer Albert gedenken möchte, spende an das Hospiz Salem, Ennenda

           Konto GLKB 87-62-5, IBAN CH75 0077 3000 5319 2814 5, mit dem

           Vermerk: Albert Gallati.

 

           Traueradresse: René Gallati, Zollikerstrasse 57, 8702 Zollikon

 

           Gilt als Leidzirkular und Danksagung.               

 

 

               

Schnappschuss: 2016 besuchte die Franziskanische Laiengemeinschaft auf ihrem Jahresausflug das Kapuzinerkloster Olten, wo zwei Brüder von Albert als Kapuziner tätig sind.

Bild: vlnr. Br. Raymund (Paul), Albert und Br. Werner Gallati, Guardian kurz vor der Rückfahrt nach Näfels. (Foto: Margrith Tschudi-Landolt)

 

Direkte Stammlinie von Albert Gallati

 

356-288-238-198-163-145-128-109-80-62-46-34-26-22-14a-4a    Gen.16

Albert Gallati von und in Näfels, kfm.Angest. Prokurist,

des Joseph und der Margaritha Hedwig Fisch No.288

* 1931 Okt.26. in Glarus +8. Oktober 2020

oo

1957 Apr.18. in Näfels: Eleonore Anna Hauser von Näfels,

des Julius und der Anna Gisler No.401

* 1933 Nov.15. in Näfels + ? 2010

 

1958 Feb.7.   in Näfels: LILIANE ELEONORA ANNA cop. 1988.726. Amtsblatt mit Walter Stephan Brunner von Wattwil SG, in Bern, vorher in Näfels, * 1962 Juli 3. in Glarus

1960 Jan.23.  in Näfels: RENE ALBERT JULIUS VIDE No.451

 

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288-238-198-163-145-128-109-80-62-46-34-26-22-14a-4a  Gen.15

Josef Gallati von und in Näfels, Kaufmann,

des Melchior und der Josefa Ziegler No.238

* 1903 Jan.20. + 1993 Nov.25. wohnhaft gewesen in Horw LU

oo

1929 Apr.1. Margaritha Hedwig Fisch von Muolen SG, in Rorschach,

des Josef Anton Albert und der Serafina Klaus

* 1902 Okt.14. + 1977 Feb.9. in Glarus

 

1930 Jan.9.   GERTRUD HEDWIG cop. 1958 Apr.19. in Näfels mit Heinrich Josef Albert Amrhein von Engelberg, in Zürich, des Johann und der Josephine Franziska Arnold * 1925 Juni 24. in Engelberg

1930 Dez.1.   Josef + 1932 Jan.3.

1931 Okt.26.  ALBERT VIDE No.356

1934 Juni 2.  ERICH VIDE No.379

1937 Nov.15.  Paul (Br. Raymund OFMCap)

1940 Jan.15.  in Näfels: ELISABETH cop. 1962 Feb.23. in Näfels mit Josef Tschudi von Näfels No.86

1945 März 28. Werner (Br. Werner OFMCap

 

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238-198-163-145-128-109-80-62-46-34-26-22-14a-4a  Gen.14

Melchior Gallati von Näfels, Handelsmann, Zigerverkäufer,

des Jodocus Fridolin und der Elisabeth Magdalena Landolt 198

* 1873 Okt.18. + 1945 Dez.17. in Näfels

oo

1900 Mai 6. Josefa Ziegler von Unterschächen, Weberin in Luchsingen,

des Johann Anton und der Crescentia Gisler

* 1878 Mai 31. + 1949 Sept.24. in Näfels

 

1901 Sept.3.  MELCHIOR VIDE No.296

1903 Jan.19.  JOSEF VIDE No.288

1904 Juni 27. Karl + 1904 Dez.25.

1905 Okt.12.  Josefina + 1906 Aug.16.

1907 Nov.13.  ARNOLD VIDE No.310

1909 Feb.28.  ALFRED VIDE No.306

 

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198-163-145-128-109-80-62-46-34-26-22-14a-4a      Gen.13

Jodocus Fridolin Gallati von Näfels, Feldarbeiter, Baumwart, Holzer,

des Jodocus Fridolin und der Anna Maria Franziska Landolt 163

* 1842 Feb.13. + 1910 Juni 5. im Tell

oo

1868 Apr.27. Elisabeth Magdalena Landolt von Näfels,

des Feldarbeiter Melchior Andreas und der Magdalena Fischli No.172

* 1846 Sept.20. + 1927 Jan.20.

 

1869 Feb.25.  FRIDOLIN VIDE No.236

1870 Aug. ..  Maria Magdalena + 1870 Nov.28.

1871 Nov.21.  Katharina + 1872 Juni 4.

1873 Okt.18.  MELCHIOR VIDE No.238

1878 Juni 10. Balthasar + 1903 Feb.25. ledig, Landwirt

1883 Okt.7.   JOSEF VIDE No.256

 

            1865/27: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 8. Juli 1865.

   Amtliches.  Bevogtigungen. Erste Bekanntmachung. Nach Landrechten.  1) Anton OSWALD, Josephs sel. von Näfels; als Vogt: Fridolin Gallati, Frid. sel. in Näfels.

 

1868/2: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 11. Januar 1868.

   Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag, den 23. Januar 1868. Erste Bekanntmachung. Nach Landrechten. 9) An Drucker Melchior FELDMANN sel., am Bergweg in Näfels; in Holzarbeiter Jost Fridolin Gallatis, Jost Fridolins sel., in Näfels.

 

1870/17: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 23. April 1870.

   Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag, den 28. April 1870. Zweite Bekanntmachung. Nach Landrechten. 10) An Maria Gallati sel., Drucker Melchior FELDMANNS sel. Wittwe von Näfels; in ihres Vogts, Jost Fridolin Gallatis im Bergweg in Näfels.

 

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163-145-128-109-80-62-46-34-26-22-14a-4a          Gen.12

Wagner, Holzer, Bauer Jodocus Fridolin Gallati von Näfels, im Herrenweg-Loch,

des Jodocus Fridolin und der Anna Maria Landolt No.145

* 1810 Aug.31. + 1854 Sept.9.

oo

1836 Sept.4. Anna Maria Franziska Landolt von Näfels,

des Balthasar Josef und der Maria Anna Katharina Tschudi 119

* 1817 Juni 3. + 1866 Sept.5.

 

1837 Nov.10.  Maria Magdalena + 1840 Juni 22. als Anna Magdalena Martha

1839 Juli 10. ANNA MARIA ELISABETH vide Oswald No.113

1840 Aug.17.  Maria Magdalena + 1840 Dez.29.

1842 Feb.13.  JODOCUS FRIDOLIN VIDE No.198

1844 Feb.12.  Anna Maria Magdalena Barbara + 1868 Feb.19. ledig

1845 Nov.23.  Magdalena Cäcilia + 1846 Jan.12.

1847 Mai 12.  Franz Josef + 1847 Aug.1.

1849 Feb.7.   Franz Josef + 1850 März 10.

1850 Sept.1.  BALTHASAR JOSEF VIDE No.207

1851 Okt.14.  Anna Elisabeth + 1852 Apr.8.

 

            1854/42: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 21. Oktober 1854.

   Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag, den 26. Oktober 1854. Erste Bekanntmachung. Nach Landrechten: 9) An Schlittenmacher Jost Fridolin GALLATI sel., Josten sel. im Bergweg zu Näfels; in sein Haus.

            Bevogtigungen. Erste Bekanntmachung. Auf eigen Begehren: 1) Anna Maria Landolt, Jost Frid. Gallatis sel. Wittwe in Näfels; als Vogt: Hr. Tagwenvogt Joh. Josef Landolt in Näfels.

            Nach Landrechten: 4) Anna= Maria, Jost= Fridolin, Barbara und Balthasar GALLATI, Jost Fridolins sel. Kinder im Bergweg in Näfels; als Vogt: Hr. Vermittler Alois Gallati in Näfels.

 

1855/5: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 3. Februar 1855.

   Kreditorenversammlungen.  3) Von Jost Fridolin GALLATI sel. in Näfels, auf Freitag den 9. d., Nachmittags 2 Uhr, zum Löwen daselbst, um den Massaverhandlungen beizuwohnen. Da es sich gleichzeitig auch um Lösung der Liegenschaft handeln wird, werden die HH. Pfandgläubiger aufgefordert, ihre Pfandbriefe mitzubringen.

   Bei obigen Versammlungen sind Beschlüsse der Anwesenden für Ausbleibende verbindlich.

 

1858/42: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 16. Oktober 1858.

   Amtliches.  Entvogtigung. Marianna Landolt, Jost GALLATIS sel. Wittwe in Näfels.

 

1866/45: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 10. November 1866.

Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag, den 15. November 1866. Erste Bekanntmachung.              Nach Landrechten. 3) An Maria Landolt sel., Jost Fridolin GALLATIS sel. Wittwe im Bergweg in Näfels; in ihr Haus.

 

1868/2: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 11. Januar 1868.

   Amtliches.  Bevogtigungen. Erste Bekanntmachung. Auf eigen Begehren. 2) Maria Gallati, Joseph FELDMANNS sel. Wittwe von Näfels; als Vogt: Jost Fridolin Gallati in Näfels.

 

1868/10: Amtsblatt des Kts. Glarus von Samstag, den 7. März 1868.

   Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag, den 12. März 1868. Erste Bekanntmachung. Nach Landrechten. 1) An Balthasar GALLATI und dessen Schwester Barbara Gallati sel., Jost Fridolins sel. am Bergweg in Näfels; in ihr Haus.

 

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145-128-109-80-62-46-34-26-22-14a-4a               Gen.11

Jodocus Fridolin Gallati von Näfels, Bauer, Schlittenmacher, im Steinloch,

des Balthasar Josef und der Anna Margretha Elisabetha Zindel No.128

* 1782 Apr.12. + 1837 Mai 31. im Herrenweg

oo

1807 Okt.26. Anna Maria Landolt von Näfels,

des Balthasar Josef und der Maria Gaudentia Broder No.82

* 1788 Mai 16. + 1834 Feb.11. im Loch

 

1808 Aug.20.  KASPAR JOSEF VIDE No.174

1809 Aug.6.   ANNA MARIA FRANZISKA vide Schwitter No.151

1810 Aug.31.  JODOCUS FRIDOLIN VIDE No.163

1811 Nov.3.   Anna Maria + 1855 Nov.19. ledig

1813 Jan.27.  ANNA MARIA ELISABETH vide Müller No.349

1814 März 19. FRIDOLIN JOSEF NIKLAUS VIDE No.181

1815 Nov.18.  Anna Katharina Barbara + 1816 Jan.24.

1816 Nov.22.  Franz Josef + 1817 Feb.16.

1818 Dez.4.   KASPAR FRIDOLIN JOSEF VIDE No.190

1821 Apr.6.   Balthasar Josef + 1821 Juni 25.

1823 Apr.10.  ANNA BARBARA vide Hauser No.200

1825 Jan.18.  Franz Josef Hilarius + 1825 Juli 19.

 

     1837/27: Mandat, zu verlesen Sonntags den 2. Juli.

   Ferners sollen alle die, so Ansprach an Schlittenmacher Jost GALTI sel. ob den Häusern in Näfels, haben und ihm schuldig, sollen: in sein Haus Morgen Montag das 1temal kommen zu rechnen.

   Marianna, Caspar Fridolin und Barbara Galti, Schlittenmacher Jost GALTIS sel. drei jüngste Kinder, allseitig in Näfels, sind theils auf eigen Begehren bevogtet nach Land-

rechten.

 

1837/33: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 13.Aug.

   Jost Anton GALTIS sel. Verlassenschaft in Näfels wird Morgen Montag Nachmittag um 3 Uhr circa 110 Stück forenes Holz beim Fahrtsplatz gelegen, an Ort und Stelle öffentlich versteigern und dem Meistbietenden gegen baare Bezahlung überlassen, Gantliebhaber können das Holz inzwischen besichtigen.

 

1837/37: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 10.Herbstm.

   Jost Anton GALTIS sel. Verlassenschaft in Näfels wird künftigen Dienstag eine bedeutende Anzahl forenes Holz beim Fahrtsplatz gelegen, an Ort und Stelle öffentlich versteigern und dem Meistbietenden gegen baare Bezahlung überlassen. Gantliebhaber können das Holz inzwischen besichtigen.

 

1855/50: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 15. Dezember 1855.

   Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag, den 20. Dezember 1855. Erste Bekanntmachung. Nach Landrechten: 1) An Jgfr. Maria GALLATI sel. und ihren Bruder Fridolin Gallati, Josten sel. im Heerenweg in Näfels; in ihres Vogts, Drucker Frid. Müllers, Fahrtplatz in Näfels.

 

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128-109-80-62-46-34-26-22-14a-4a                   Gen.10

Balthasar Josef Gallati von Näfels, Baumeister,

des Jodocus Fridolin und der Maria Elisabeth Müller No.109

* 1755 Jan.4. + 1799 Mai 25. im Kampf gegen die Franzosen bei der Linthbrücke

oo

1777 Okt.20. Anna Margaretha Elisabetha Zindel von Oberurnen,

des Kaspar Josef und der Anna Maria Stucki No.31

* 1756 Aug.27. + 1797 Juli 12.

 

1778 Juli 27. KASPAR FRIDOLIN VIDE No.149

1779 Nov.20.  Balthasar Josef + 1815 Juni 6. ledig, war stumm (mutus) orbatus

1780 Dez.12.  Anna Barbara + 1798 Okt.30.

1782 Apr.12.  JODOCUS FRIDOLIN VIDE No.145

1783 Dez.28.  Josef Anton + 1784 Feb.13.

1785 Jan.5.   Sohn + notgetauft

1786 Nov.18.  Tochter + notgetauft

1788 Feb.11.  Tochter + notgetauft

1789 Jan.11.  Anna Margaretha Franziska + 1789 März 28.

1790 Mai 22.  Karl Franz + 1805 Okt.16. an schwerer Verwundung, weil ihm durch

Unglück der Oberschenkel abgetrennt wurde. (sejacondo vulnerarit in femore)

1793 März 26. Anna Margaretha + 1797 März 8.

1797 Mai 31.  Maria Elisabeth + 1797 Aug.21.

 

     1804/42: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 14ten Weinm.

   Baumeister Gallati's sel. Sohn in Näfels hat zwey Gitzinegeli, gefunden bey Handen, wem solche mangeln, kann sich bey ihm melden.

 

1812/16: Aus dem Mandat Nro. 16, zu verlesen Sonntags den 19ten April 1812.

   Caspar Galti Baumeisters sel. Sohn in Näfels, ist teils auf eigen Begehren bevogtet nach Landrechten.

 

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109-80-62-46-34-26-22-14a-4a                       Gen.9

Jodocus Fridolin Gallati von Näfels,

des Balthasar Josef und der Maria Jakobea Fischli No.80

* 1727 Juli 6. + 1797 März 29.

oo

1749 Okt.20. Maria Elisabeth Müller von Oberurnen,

des Balthasar Anton und der Maria Elisabeth Landolt No.139

* 1734 Juli 18. + 1779 Okt.1.

 

1750 Aug.27.  ANNA MARGARETHA vide Müller No.230

1751 Nov.27.  Maria Elisabeth + 1793 Juli 6. ledig, sie war verwirrten Sinnes und wurde 1788 Feb.8. bevogtet.

1755 Jan.4.   BALTHASAR JOSEF VIDE No.128

1760 Sept.23. MARIA MAGDALENA vide Müller No.255

 

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80-62-46-34-26-22-14a-4a                           Gen.8

Balthasar Josef Gallati von Näfels und Netstal, gen. Nagg,

des Georg und der Maria Wolfer No.62

* 1673 Feb.2. + 1733 Okt.9.

oo

1703 Nov.20. Maria Jakobea Fischli von Näfels, im 4.Grad verwandt,

des Fridolin und der Maria Magdalena Hauser No.15

* 1681 Jan.28. + 1742 Dez.31.

 

1704 Feb.26.  FRIDOLIN ANTON VIDE No.99

1705 Juli 3.  Joh. Georg + jung

1706 Juli ..  JOH. GEORG VIDE No.103

1708 Feb.14.  BALTHASAR JOSEF VIDE No.105

1715 März 3.  Maria Magdalena + 1718 Juni 2.

1716 Okt.5.   FRANZ LEONTIUS VIDE No.108

1719 Juli 6.  Maria Magdalena + 1788 Nov.27. ledig; sie lebte 1766 bei ihrem Bruder Jodocus Fridolin

1723 Juli 18. Kaspar + 1723 Juli 20.

1723 Juli 18. Jost Fridolin + 1723 Juli 20.

1727 Juli 6 JODOCUS FRIDOLIN VIDE No.109

 

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62-46-34-26-22-14a-4a                              Gen.7

Georg Gallati von Näfels und Netstal, des Balthasar und der Elisabeth Müller No.46

* 16.. + 1690

oo

1670 ... Maria Wolfer von ..., des ..., * ... + 1724 Juli 1.

 

1671 Feb.8.   MARIA ELISABETH vide I. Müller No.90 ill. Kind; II. Müller No.97

1673 Feb.2.   BALTHASAR JOSEF VIDE No.80

1676 Nov.24.  HANS FRANZ VIDE No.86

1679 Sept.19. BALTHASAR VIDE No.84

1682 Juni 29. Hans Jörg + 1754 Feb.11. ledig, war stumm

1684 Juli 25. Jakob +

1686 Apr.28.  Fridolin Anton

 

Die Witwe erhält am 10.Dez.1690 vom kathol. Rat Armenunterstützung. Die Söhne Fridolin Anton, Hans Jörg und Balthasar Josef haben 1709 und 1719 in Netstal Tagwenrecht erneuert, vide Tagwensbuch Netstal II fol.29 und 41.

 

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46-34-26-22-14a-4a                                 Gen.6

Balthasar Gallati von Näfels und Netstal, Küfer,

des Wachtmeister Georg und der Anna Hauser No.34

* 1618 ... + 1697 ...

oo

16.. Anna Kistler von ..., des ..., * 1... + 1638 Jan. ..

oo

II. 1644 Juni 27. in Einsiedeln: Elisabeth Müller von ..., des ..., * 16.. + 1...

 

Balthasar Gallati kam 1638 Jan.9. an das halbe Gut.

 

16..          Andreas + ... blieb in Frankreich

16..          GEORG VIDE No.62

1656 Okt.30.  SUSANNA vide Kesseli No.2 - Zeugen: Balthasar Tolder

1660 Jan.8.   BALTHASAR VIDE No.69

1664 Okt.18.  Kaspar Josef + ... blieb in Frankreich

 

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34-26-22-14a-4a                                    Gen.5

Wachtmeister Georg Gallati von Näfels und Netstal,

des Schiffmeister Jakob und der Elisabeth Wurst No.26

* 1599 ... + ...

oo

1617 ... Anna Hauser von Näfels, des ..., * ... + ...

 

1618 ... BALTHASAR VIDE No.46

16..     ANDREAS VIDE No.41

16..     Zacharias

16..     FRIDOLIN VIDE No.45

16..     GEORG VIDE No.44

16..     Michael

16..     Jakob

16..     PETER VIDE No.48

16..     KASPAR VIDE No.50

 

Die Nachkommen dieses Georg Gallati haben anno 1709 das Tagwenrecht in Netstal erneuert. Michael und Jakob blieben in Frankreich. 1611 kam jene unter dem Namen "der grosse Tod" bekannte Pest im August auch über unser Land und nahm, wo sie ausbrach, etwa einen Drittel der Bevölkerung. Vide Gemälde Blumer und Heer 362.

Dies erklärt warum Wachtmeister Georg Gallati im 18. Lebensjahr heiraten durfte !

 

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26-22-14a-4a                                       Gen.4

Jakob Gallati von Näfels, des Jakob und der Maria Salome Hässi No.22

* 1541 ... + 16..

oo

I. 15.. Katharina Leuzinger von ..., des .., * 1542 ... + 15..

oo

II. 15. Elisabeth Wüest von ... (Wurst), des ..., * 15.. + 16..

 

1564 ... Kaspar cop. I. ...; cop. II. mit Anna Hösli

...      ULRICH VIDE No.2 Mollis

1599 ... GEORG VIDE No.34

1...     JAKOB VIDE No.36

 

Fähnrich und Schiffmeister, auch in Netstal eingebürgert, im Restaurant Raben, vide Gesch.Ne. fol.64.

 

Wüest/Wüestner, 1667 in Mollis ausgestorbenes Ratsgeschlecht, identisch mit den Weber von Mollis. Wüestner, Walsergeschlecht, 1394 Muttersberg; 1461/62 Mittelberg; 1511/28 Schnifnerberg, im Vorarlberg. Vide Salzgeber I. Unsere Walliser Ahnen, fol.68.

 

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22-14a-4a                                          Gen.3

Jakob Gallati von Näfels,

des Hptm. Rudolf und der Katharina Tschudi No.14a/7 Glarus

* 1519 ... + ...

oo

15.. Maria Salome Hässi von Glarus, des ..., * ... + ...

 

     ... JAKOB VIDE No.26

1542 ... Jörg

1544 ... Hans

1545 ... ZACHARIAS VIDE No.1 Mollis

15..     FRIDOLIN VIDE No.27

 

1612 werden in einer Urkunde in Netstal die Brüder, Fähnrich Jakob, Jörg, Hans und Zacharias als Gebrüder aufgeführt, vide Tagwens-Protokoll Netstal Nr.1 fol.70.

Vide Lex.Leu Bd.8 fol.19.

1545 Zacharias wurde Apostat und zog nach Beglingen, vide No.1 Mollis.

Gallati von Mollis erneuerten 1660, 1681, 1696 und 1723 das Tagwenrecht in Netstal. Sie stammten von Zacharias Gallati ab, der 1600 auch das Tagwen-recht von Kerenzen kaufte, wo indessen die Nachkommen 1891 ausstarben.

Vide Pensionsrodel in Kl. 27 AGA. 230.

Vide No.7 Glarus, 14a Näfels und No.11 Glarus

 

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14a-4a                                           Gen. 2

Rudolf Gallati von ...

des Johannes Rudolf Heinrich und der Columbina Stucki No.4

* 1490 ca. + 15..

oo

15.. Catharinaa Tschudi von Glarus, des Georg und der Barbara Tolder No.99

* 15.. + ..

 

15.. JAKOB VIDE No.22

 

Vide auch No.7 Glarus, Hauptmann.  Vide Jahrzeitbuch kathol.Glarus Jakob Gallati Hauptmann vide 11 und vide 22 Buch Näfels.

Anno 1560 wohnt Hauptmann Rudolf Gallatis Familie in Glarus am Markt zur Linken, er spendet 1560 dem Spital 1 1/2 Kronen.

Vide EA 1552 Apr.9. Bd.IV fol.618. 1564 Juni 26. Kautions-Rodel in Klasse 27 AGA 91.

1565 März 28. Gerichts=Protokoll, wo die Frau Catharina Tschudi mit ihrer Schwester Columbina erwähnt ist.

 

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4a                                               Gen. 1

Rudolf Gallati von ...

oo

... Columbina Stucki von Oberurnen, des..., * ... + ...

 

RUDOLF VIDE No.14a = No.7 Glarus

JAKOB VIDE No.21

 

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Lebenslauf

(der in der Kirche vorgetagen wurde)

von 
Walter Brunner, Bern 

Albert wurde am 26. Oktober 1931 als drittes von sieben Kindern geboren.

 

Seine ersten Lebensjahre verbrachte er im Lilahaus im Bachdörfli, später zog die Familie ins Letz um. Albert war ein fröhlicher, lustiger und sportlicher Junge, er besuchte später die Kloster-schule in Näfels.

 

Er machte eine Ausbildung zum Kaufmann. Nach ersten Arbeitsjahren bei der Fima Müller und Krempel in Zürich trat er bei der Firma Fritz Landolt AG in Näfels eine Stelle an und stellte seine Dienste und Fähigkeiten sein ganzes weiteres Berufsleben der Fritz Landolt AG zur Verfügung; zuletzt als Prokurist und Verkaufsleiter.

 

Er war ein ausgesprochen engagierter, pflichtbewusster und sehr loyaler Mitarbeiter. Sein offenes und freundliches Wesen, sein guter Zugang zu Menschen, sowie seine Fach-kompetenz zeichneten ihn aus.

 

Albert spielte leidenschaftlich gern Theater und über dieses spielen lernte er seine Frau Nora kennen und lieben. Sie heirateten, und ihnen wurden zwei Kinder geschenkt, Liliane und René. Viele Jahre lebten sie im Burgerhaus, direkt neben seinem Elternhaus, später zogen sie um ins Bachdörfli.

 

Albert war sehr sportlich. Er spielte Volleyball, Fussball, trainierte die Junioren des FC Näfels, er ging regelmässig joggen und spazieren. Den Sport brauchte er als Ausgleich zu seiner täglichen Arbeit. Albert war selten krank. Einmal aber hatte er eine Blinddarm-entzündung und hätte den Blinddarm sofort operieren sollen. Er aber fuhr vorher zuerst nach Ingenbohl, um seine Tochter Liliane vom Internat abzuholen. Er schaffte es gerade noch ins Spital Glarus, bevor der Blinddarm platzte.

 

Albert war sehr gesellig und humorvoll, er genoss es, Menschen um sich zu haben und mit ihnen Musik zu machen. Er war viele Jahre der Tambour der Harmoniemusik Näfels.

 

Albert war ein freundlicher, zuvorkommender und liebenswürdiger Mensch und liebte es, zusammen mit seiner Frau Nora Gäste zu bewirten und sich auszutauschen über verschie-dene Themen. Ein gutes Glas Wein aus Alberts gut bestücktem Weinkeller ergänzte die guten Kochkünste seiner Frau Nora und nach dem Essen rundete oft ein feiner Single Malt-Whiskey einen harmonischen Abend im Kreise der Familie oder von Freunden ab.

 

Er war auch sehr interessiert am Weltgeschehen und verfolgte den Lauf der Dinge regel-mässig durch die aufmerksame Lektüre der Zeitung. Das mehrmalige Schauen der Tages-schau in der gemütlichen Stube wurde ihm ein liebgewonnenes Ritual.

 

Die Wochenenden verbrachte er zusammen mit seiner Familie auf dem Urnerboden.

 

Er liebte es zu wandern, sich in der Natur aufzuhalten. Albert mochte sehr gerne Kinder. Als seine Enkel geboren wurden, freute er sich ungemein. Seine Freude an den Kindern war gross, er spielte gerne mit ihnen und musste furchtbar lachen, als seine Enkel zu ihm sag-ten: "Grosspapi du bist ein Bananenfresser!" Bananen gehörten eine zeitlang jeden Tag auf seinen Speiseplan. Er hatte auch eine grosse Passion für seine geliebte Schoggi. Wann im-mer man in seiner Gesellschaft war, durfte eine süsse Versuchung nicht fehlen.

 

Albert genoss zusammen mit Nora die Pensionierung. Sie verbrachten viel Zeit auf dem Ur-nerboden. Als seine Frau an Krebs erkrankte, war das ein Riesenschock. Er begleitete sie regelmässig ins Spital. Es war für ihn sehr schwer, Nora gehen zu lassen, als keine Hoff-nung auf Heilung mehr bestand. Sein Glaube half ihm über den schweren Verlust wegzu-kommen und sich auf das Leben alleine im Bachdörfli einzustellen.

 

Die Nachbarn wurden für ihn sehr wichtig. Vor allem Annarös Gallati und ihre Familie kümmerten sich liebevoll und mit grosser Geduld um ihn. Sie ermöglichten es ihm, mit ihrer Grosszügigkeit, ihrer Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit, dass er bis zu seinem 87. Altersjahr Zuhause bleiben konnte. Diese Unterstützung ist nicht mit Gold aufzuwiegen. DANKE!

 

Als bei Albert Krebs diagnostiziert wurde, hatte er nach schweren Operationen im Kan-tonsspital Glarus das Glück, im Alters- und Pflegeheim Salem in Ennenda einen Platz und eine liebevolle und einfühlsame Pflege zu bekommen, so dass er sich nach einigen Wo-chen der Eingewöhnung, sich dort wohl und Zuhause fühlte. Vielen herzlichen Dank an das Pflegepersonal des Alters- und Pflegeheims Salem. Sie haben es geschafft Albert ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Ruhe zu vermitteln, sie waren immer freundlich und sehr geduldig. DANKE!

 

Am 8. Oktober verliessen Albert die Kräfte und er starb ruhig und umsorgt im Salem.


Montag, 26. Oktober 2020

 

Jules Heeb ist nicht mehr

 

Ein dienstfertiger, liebenswürdiger Näfelser ist heute Nacht verstorben

 

In memoriam

 

Julius Heeb-Schaffenrath

*1. März 1931 +25. Oktober 2020

 

Julius, genannt «Jules», war der älteste von sechs Knaben des Rouleau-Druckers Julius und der Philippina Heeb-Lagler. Jules schrieb: «Es waren harte Zeiten für alle dazumal. Vaters Einkommen genügte kaum, die Familie zu er-nähren. Wir mussten in die «Länder», gingen Holzen und sonntags in die Heidel-beeren.».

 

Jules ist ein klassisches Beispiel für einen Jungen, der keinen Beruf erlernen durfte, weil er unmittelbar nach der Schulzeit zur Unterstützung der Familie Geld verdienen musste. Er konnte im «Holenstein» bei seinem Vater den Filmdruck er-lernen. Später wechselte er zu Kaffeerösterei «Linthhof» Näfels, wo er als Maga-ziner, Kaffeeröster und Chauffeur neun Jahre vielseitig tätig war. Um das Ein-kommen zu verbessern bewarb er sich um die nebenamtliche Agentur der Hel-vetia Versicherung Näfels-Mollis. Anfänglich besuchte er die Kundschaft per Velo mit Vollgummireifen. Später konnte er sich ein Motorrad BMW 250 leisten und schliesslich gar ein Occasionsauto. Damals musste er auch die Jahresprämien einziehen. Sein «Lehrstück» kam, als am 26. Juni 1953 die Rauti über die Ufer trat. 92 Schadenfälle musste er für die Helvetia abwickeln. Dank seiner hilfs-bereiten, kulanten und unbürokratischen Art erwarb er das Vertrauen seiner Kundschaft. 1963 kam er hauptberuflich zur Helvetia Feuer, Generalagentur in Rapperswil, die 1989 eine Geschäftsstelle in Glarus eröffnete. Künftig hatte er 15 Agenturen zu betreuen

  

Am 7. September 1957 führte er Rösli Schaffenrath zum Traualtar und ins neue Einfamlienhaus an der Tolderstrasse 1. Zwei Söhne erwuchsen dieser Ehe, Julius, 1958 und Bruno 1961.

«Jules» gehörte der CSP an und wurde 1962 ins Wahlbüro gewählt, wo er über 30 Jahre wirkte. Im Velo Club war er 55 Jahre. Begehrt war er als Aktuar, er spielte Theater bei der Jungmannschaft, organisierte manche Tombola, war Re-visor im Kantonalen Velo Club, ebenso im Verband Reisender Kaufleute. Den Arbeiterverein unterstützte er bis heute. Für seine 1931-er organisierte er als Präsident zahlreiche Klassenzusammenkünfte.

 

Nach 45 Jahren als erfolgreicher Versicherungsberater trat er in den Ruhestand   

und genoss die neue Freiheit mit seinem Rösli, die ihn in allen Belangen stets unterstützt hatte.

 

Ausgleich zur Alltagsarbeit waren die Grosskinder Jules, Roxana und Angela, Ferien im Ausland, der Garten, Spaziergänge, eine Wanderwoche auf Elba und ein Besuch des Sohnes Bruno auf Bermuda.

 

Einschränkungen brachten seine Diabetes II und COPD, die nach langen Jahren am 26. Oktober 2020 zu seinem Tod führten.

 

 

«Jules» war wegen seiner ruhigen und dienstfertigen Art weit über das Dorf hin-aus sehr beliebt und bestens vernetzt, was ihm gesellschaftlich und beruflich sehr entgegen kam. Glück hatte er mit seinem Vater und seinen Brüdern auf Obersee. Sie waren mit Rolli und gesammeltem Holz auf dem Grappliweg unter-wegs. Nur um wenige Minuten waren sie dem Bergsturz von 400’000 Kubik-metern Gestein anno 1948 entgangen.

Nun möge «Jules» im Frieden ruhen.                                            Fridli Osterhazy

 

Kurzform des in Mundart in der Kirche vorgetragenen Lebenslaufes.


Dienstag, 20. Oktober 2020

 

Äs lugget jedes Jahr ächläi

 

Unter diesem Titel ist in "Dr ghülpet Bott" Sulzbodäziitig 1981 der folgende Vers publiziert. Wie kaum anderswo ist jeweils im Sommer auf dem Sulzboden, einer Waldlichtung im Oberseetal, wahrgenommen worden, wenn wieder etwas oder jemand fehlte. Ein gmögiges Völklein machte da in etwa 20 Hütten Sommerferien oder die Wildheuer holten sich von den Hängen das Alpheu. Mit der Zeit kannte jeder und jede jeden und jede. Nun sind vor kurzem zwei  liebe Sulzbödeler verstorben. Sandra Stähli, die als Kind auf dem Sulzboden mit ihren Eltern Ferien machte, sie starb erst 44-jährig, und Fritz Landolt-Fischli, der 90-jährig starb. Er war wohl 90 Jahre regelmässiger Heuer und Holzer und wahrscheinlich Rekord-Sulzbödeler.


Montag, 19. Oktober 2020

 

...und noch ein Sulzbodä-Mäitli ist gestorben

 

Sandra Stähli

 

1976-2020

 

Unerwartet und im blühenden Alter von 44 Jahren starb Alessandra, genannt Sandra, Stähli. Sie war ein fröhliches, aufgewecktes "Sulzbodächind"  (Foto: Fam. Stähli)