Sonntag, 5. Juli 2020

 

Schüttelreime unseres Mathematikprofessors

 

Prof. Dr. Ruedi Stössel

 

Beim Kramen in meinem Archiv stiess ich auf die folgenden "Schüttelreime" aus meiner Seminarzeit. Sie stammen von Prof. Dr. Ruedi Stössel, dem wir nach einem Mathematiklehrmittel den Spitznamen "Öxli" gaben. Er trat alles andere als autoritär und/oder professorenhaft auf, sondern als sehr freundlicher, geduldiger, heiterer Lehrer mit einem Touch Naivität und grossem Idealismus. Zu seiner grossen Menschenfreundlichkeit kam sein ihm eigener köstlicher Humor dazu. Das folgende heitere Schüttelreimen (die letzten beiden Vers-Enden werden immer umgedreht) ist ein Erinnerungsstück!

Professor Dr.

Ruedi Stössel, Rorschach

 

Lehrer

Puppenspieler und Harmoniker

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Geb. 30.11.1903 Frauenfeld

gest. 27.11.1998  St.Gallen

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1928 Heirat mit Thildi Stingelin, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Hans, Annelies und Vreni

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Rudolf Stössel studierte an der ETH Zürich Physik und Mathematik, 1931 Promotion  in den mathematischen Natur-wissenschaften    

------------------------------------------------ 1931–72 war Rudolf Stössel als Lehrer für Physik und Mathematik am Kantonalen Lehrerseminar Rorschach tätig, wo er ab 1936 gemeinsam mit seiner Frau
                                                                           Musik- und Theaterpro
jekte zu
                                                                           realisieren begann

 

Ab 1956 wirkte er ausserdem als Spieler, Regisseur und Figurenbauer am St. Galler Puppentheater mit. Er war ein innovativer Vertreter des modernen Schattenspiels. Ausserdem verfasste er Gedichte und machte umfassende Studien zur Harmonik sowie zur Projektiven Geometrie.

 

Da eines seiner Kinder behindert war, gründete er mit seiner Frau eine eigene Heilpädogische Schule in Rorschach.

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Werke

 - Harmonikale Faszination. Kreis der Freunde um Hans Kayser, Bern 1982; 2. A.

   1986, ISBN 3-906643-03-4

 - Kleine Einführung in die Pythagoreische Harmonik. Kreis der Freunde um

   Hans Kayser, Bern 1984

-  Harmonikale Modelle. Kreis der Freunde um Hans Kayser, Bern 1985

-  Wege zur Harmonik. Kreis der Freunde um Hans Kayser, Bern 1987, ISBN 3-90

 

Literatur

- Kurt Fröhlich, Hansueli Trüb (Hrsg.): Rudolf Stössel. Einblicke – Rückblicke –

  Lichtblicke.   Löpfe-Benz, Rorschach 1989, ISBN 3-85819-135-3

- Kurt Fröhlich: Rudolf Stössel. In: Andreas Kotte (Hrsg.): Theaterlexikon der

  Schweiz. Band 3,   Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0715-9, S. 1761.

Lehrerseminar Mariaberg Rorschach (alte Postkarte ca. 1920)
Lehrerseminar Mariaberg Rorschach (alte Postkarte ca. 1920)

Montag, 29. Juni 2020

 

Chorherrenstift Beromünster

 

der neue Wirkungsort von Pfarrer Harald Eichhorn

 

Während in Chur immer noch Funkstille über die längst fällige Wahl eines Bischofs herrscht, hat der Regierungsrat des Kantons Luzern nicht lange gefackelt und als neuen Probst ins Chorherrnstift Beromünster unseren Dorfpfarrer Harald Eichhorn gewählt.

 

Diese für uns überraschende Nachricht ist auf der Homepage des Chorherrenstifts Beromünster so dargestellt:

 

Der neue Propst von Beromünster heisst Harald Eichhorn

Pfarrer Harald Eichhorn wurde 1959 in Ravensburg geboren und wuchs in dieser Region auf. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Theologie in Heiligenkreuz, anschliessend absolvierte er das Pastoraljahr für das Bistum Chur. 1986 wurde er zum Priester geweiht. Nach einem Vikariat in Sarnen war er Pfarrer in Unteriberg SZ, dann Dompfarrer an der Kathedrale in Chur und seit 2013 Pfarrer und Dekan in Näfels GL. Er ist seit 2002 Bürger von Unteriberg SZ. Im selben Jahr wurde er in den Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen. 2005-2018 war er Prior der Komturei Waldstätte. Durch diesen Orden wurde er mit dem Kollegiatsstift in Beromünster bekannt.

Der Bischof von Basel freut sich, mit Pfarrer Harald Eichhorn einen erfahrenen und noch jungen Propst im Kollegiatsstift St. Michael einsetzen zu können. Da Pfarrer Eichhorn bis zum Frühsommer 2020 seine Aufgaben in Näfels weiterführt, wird er sein Amt als Propst am 1. August 2020 antreten. Am 15. August 2020 wird ihn Bischof Felix Gmür installieren. Bis zu diesem Zeitpunkt setzt Bischof Felix Gmür den gewählten Propst Harald Eichhorn als Administrator des Kollegiatsstifts St. Michael in Beromünster ein. Entsprechend seinem Amt nimmt Kustos Anton Stutz vor Ort die Stellvertretung des Administrators wahr.

Markus Thürig, Generalvikar des Bistums Basel

Quelle: http://www.stiftberomuenster.ch/aktuell/

 

Erste Aktivitäten von Chorherren-Propst Harald Eichhorn sind am gleichen Ort wie folgt festgehalten:

Der neue Stiftsverwalter ist seit 2. Juni 2020 im Amt

 

Mit der Wahl von Markus Wandeler, Oezlige 13, Beromünster, zum neuen Stiftsverwalter wird im Chorherrenstift St. Michael eine neue Aera anbrechen. Nach zweimonatiger Einarbeitungszeit übernimmt er ab 2. Juni 2020 die Verantwortung für die Ressorts Finanz- und Rechnungswesen, Personal, Liegenschaften und Wälder. Wir wünschen Markus Wandeler in seiner neuen und verantwortungsvollen Position eine gute Hand, viel Kraft und gute Zuversicht. Der bisherige Verwalter Stephan Künzli wird in einem reduzierten Pensum die Zusammenarbeit mit den Sammelorganisationen des Stiftes weiterführen und für diverse Projekte zuständig sein bis zu seiner Pensionierung Ende Oktober 2020. Wir danken Stephan Künzli für seine langjährige und gewissenhafte Führung der Stiftsverwaltung und wünschen ihm in Zukunft gute Gesundheit, Freude und Zeit für seine Familie und Hobbies.

Propst Harald Eichhorn

Der neue Chorherren-Stiftsprobst Harald Eichhorn übergibt aus den Händen des bisherigen Verwalters Stephan Künzli (links) die "Schlüsselgewalt" weiter an dessen Nachfolger Markus Wandeler.
Der neue Chorherren-Stiftsprobst Harald Eichhorn übergibt aus den Händen des bisherigen Verwalters Stephan Künzli (links) die "Schlüsselgewalt" weiter an dessen Nachfolger Markus Wandeler.

 

Kurzporträt des Chorherrenstifts St. Michael Beromünster

 

In Beromünster, einem historischen Zentrum im Kanton Luzern mit natio-naler Bedeutung, befindet sich das Chorherrenstift St. Michael. Das Stift mit der Stiftskirche, den Chorherrenhäusern und den reichen sakralen Künsten ist Anziehungspunkt für viele Gläubige, Familien und Touristen.

 

Die Chorherren, alles ehemalige Pfarrer, leisten einen wichtigen Dienst für das Stift. Sei dies in der Seelsorge oder in der Verwaltung des Kulturgutes. Das Chor-herrenstift St. Michael Beromünster ist über tausend Jahre alt. Damals gründete Graf Bero von Lenzburg das Stift.

 

Nach alter Sage verlor hier sein Sohn das Leben in einem Kampf mit einem Bären. Daraufhin liess der Graf das Stift als Begräbnisstätte für seine Familie er-bauen.

 

Seit den Anfängen im 10. Jahrhundert lebte am Stift eine Gemeinschaft von Geistlichen, die dem Weltklerus angehörten. Das ursprünglich gemeinsame, klo-sterähnliche Zusammenleben wurde vor bald 800 Jahren, im Jahr 1217, aufge-geben. Seither bewohnt jeder Chorherr ein eigenes Haus. Früher war es auch üblich, dass er dieses auf eigene Kosten baute und instand hielt. Diese Chorhöfe bilden zusammen mit der Stiftskirche ein architektonisches Ensemble von aus-serordentlichem Rang. Viele Häuser oder einzelne Bauteile gehen noch auf das späte Mittelalter zurück, als die Söhne des regionalen Ritteradels, der Herren von Rinach, Baldegg, Liebegg etc. auf den Chorherrenpfründen sassen.

 

1415 kam das Stift definitiv zu Luzern, und in der Folge wurden die Chorherren-stellen immer mehr von den dortigen Patrizierfamilien besetzt. Die Pfründen am damals reichen Stift waren sehr begehrt, sie waren lukrativer als jene am Leo-degarstift in Luzern. Diese wohlhabenden Herren aus dem Luzerner Patriziat prägten das Stift im 17. und 18. Jahrhundert ganz entscheidend. Das manifestier-te sich auch in einer umfangreichen Bautätigkeit. Zahlreiche Chorhöfe wurden dem Geschmack der Zeit entsprechend umgebaut, andere neu errichtet. Das äussere Erscheinungsbild der heutigen Stiftshäuser stammt aus dieser Zeit. Viele besonders wohlhabende und kunstsinnige Chorherren setzten sich ein Denkmal, indem sie die Räume im Innern ihres Hauses auf kostbarste Art und mit grossem Aufwand ausstatten liessen. Etliche Stiftshäuser tragen noch heute den Namen der damaligen Bauherren.

 

Quelle: http://www.stiftberomuenster.ch/aktuell/

 

Domherr, Dekan und Pfarrer Harald Eichhorn verlässt die Pfarrei Näfels und das Dekanat Glarus anfangs August 2020.

Nachtrag am 4. Juli 2020:

Und das Pikante dabei ist.... so Propst Harald Eichhorn … in der Galluskapelle ist auch unser Landespatron Sant Fridli dabei, ein Grund für einen künftigen Ausflug des Fridlibundes nach Beromünster. Da offenbar auch Säckinger mal einen Blick auf meine Homepage werfen, kam prompt ein Prachtsbild per E-Mail. Ein seit Jahren befreundeter Säckinger, das wandelnde Geschichtslexikon der Fridolins-stadt und ein unermüdliche Kulturschaffender, Karl Braun,  der tausende von Fridolinsdarstellungen fotografiert hat, schickte mir spontan die untenstehende Abbildung. Lieber Karl, herzlichen Dank! 

 

(Karl Braun, auch ehemaliger Stadtrat von Bad Säckingen,  präsentierte am 24. August 2014 im "Fridolinsheim" in Glarus im Rahmen des Jubiläums "50 Jahre Fridolinskirche Glarus" eine Vielzahl von Fridolinsabbildungen. Er hat halb Eu-ropa bereist, um Spuren des Sant Frili zu suchen und zu fotografieren. Braun dürfte die grösste Sammlung von Fridolins Darstellungen besitzen.)

Sankt Fridolin in der Galluskapelle im Chorherrenstift Beromünster (Foto: Karl Braun)
Sankt Fridolin in der Galluskapelle im Chorherrenstift Beromünster (Foto: Karl Braun)

St. Gallus-Kapelle

Die St. Gallus-Kapelle steht südlich neben der Stiftskirche und grenzt an den Kreuzgang. Schlichter Baukörper mit geknicktem Satteldach und einem Dach-reiter mit Spitzhelm über Chor. Die St. Gallus-Kapelle wurde 1297 erstmals er-wähnt. Sie entstand zwischen 1297 und 1300 und wurde von Propst Ulrich von Landenberg gestiftet und den Heiligen Gallus und Fridolin geweiht. Im Spät-mittelalter fanden Umbauten bzw. Erneuerungen und 1638–1642 schliesslich ein tiefgreifender Umbau statt (Erhöhung um rund zwei Meter, neues Satteldach, neue grössere Fenster, Barockisierung).

 

Quelle:

Das Bauhaus des Chorherrenstifts St. Michael Beromünster, Kurzer geschicht-licher Abriss des Chorherrenstifts St. Michael Beromünster31 Die genaue Grün-dungszeit des Chorherrenstifts St. Michael Beromünster ist nicht bekannt.  in: 

Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau MAS Denkmalpflege und Umnutzung Abschlussarbeit, September 2019 Mittelalterliche Bauhütten und das ehemalige Bauhaus des Chorherrenstifts St. Michael Beromünster Hi-storische Grundlagen und ein Konzept für eine Neuinstallation,  2019, abgerufen am 4. Juli 2020 unter www.bfh.ch<dam<Masterarbeit-Nathalie-Wey 

 

Und noch ein Nachtrag:

Karl Braun hat in seinem Beitrag "St. Fridolin in der Innerschweiz", u.a. auch vom Chorherrenstift St. Michael Beromünster berichtet. Dabei erwähnt er auch die Galluskapelle.

 

"...Beromünster

Wer die hügelige Landschaft in Richtung Beromünster (Kanton Luzern) fährt, sieht schon von weitem über einer Bergkuppe einen spitzen roten Turm. Beim Betreten der Anlage des Chorherrenstiftes steht neben den drei breiten Öffnun-gen zur Vorhalle der mächtige rechteckige Untgerbau des Turmes. Die Wände des Eingangsbereichs zieren eine grosse Anzahl von Wappen. Die unerschiedli-chen Bautstile im Kirchenraum sind erkennbar, aber sie beeinträchtigen das aus-gewogene Gesamtbild keineswegs.

 

Dem Kirchenbau sind noch eine Peterskapelle, ein Kreuzgang mit historischen Epitaphen und eine Galluskapelle angefügt. Etwa im Halbkreis umgeben Chor-

Herrenhäuser dieses einmalige Ensemble. Die grosse kunsthistorische und kulturelle

Bedeutung dieses Chorherrenstiftes St. Michael wird erst nach einer Führung deutlich. So wurde beispielweise in Beromünster im Jahr 1470 das erste gedruckte Buch der Schweiz hergestellt. Die Sakristeien sind in stilvollen Holzarbeiten gestaltet. Die Schatzkammer mit einmaligen liturgischen Kunstwerken und die Galluskapelle sind nicht öffentlich zugänglich.

In der Galluskapelle steht auf der linken Seite neben dem Hochaltarbild eine barocke Skulptur  des heiligen Fridolin aus der Zeit um 1640. Das Gewand des Heiligen ist ganz in Gold gefasst, daher hebt sich das natürliche, fein gestaltete Gesicht ab. In der rechten Hand hält Fridolin den Abtstab, in der Linken ein aufgeschlagenes Buch;

es kann sich nur um das Evangelium handeln, denn Fridolin gilt als einmer der ersten Verkünder der frohen Botschaft..."

Galluskapelle, links neben dem Hochaltarbild Sant Fridli. (Foto: Chorherrenstift Archiv)
Galluskapelle, links neben dem Hochaltarbild Sant Fridli. (Foto: Chorherrenstift Archiv)

Quelle:

Braun Karl: St. Fridolin in der Innerschweiz, in: Badische Zeitung Bad Säckingen, Mittwoch, 7. März 2020 Seite 27

Foto: siehe auch https://www.sanktgallus.net/die-kirchen/beromuenster/


Sonntag, 28. Juni 2020

 

Traditionelles Alpensegnen im Oberseetal

 

Jeweils am ersten Sonntag der Sommerferien beginnen die Gottesdienste auf Obersee-Staafel und finden während den Ferien bis zum letzten Ferien Sonntag auf dem Gottesdienstplatz im Aueli statt. Tradition ist, dass am ersten Ferien-sonntag auch das Alpensegnen gepflegt wird.

 

Früher - noch bis 1978 -  besuchte der Dorfpfarrer, Kaplan oder Vikar, bisweilen auch ein Kapuziner des Klosters Mariaburg, mit dem Brauch des "Alpensegnens" in Begleitung des Alppräsidenten, des Alpleiters die Näfelser Alpen. Abwechs-lungsweise das eine Jahr die "rechte" Seite: Brumettlen, Söli, Ahrnen, das andere Jahr: Niedersee, Obersee, Lachen, meistens Rauti. Die Älper auf Ahornen oder auf Rauti luden die Alpsegen-Delegation zum Essen ein, wozu ein währschafter "Fänz" gehörte. Ich durfte als Ministrant mehrmals teilnehmen.

 

 Kaplan Jakob Fäh schreibt in seiner "Kirchlichen Chronik" :

"In diesem Jahr wird der Alpsegen so gestaltet, dass er mit dem Gottesdienst auf Oberseestaafel verbunden wird. Die Bauerngruppe Näfels möchte alle Teil-nehmer, vor allem die Bauern und Bauersfrauen und ihre Töchter und Söhne auffordern, zu diesem Gottesdienst um 10.30 Uhr, wenn möglich in den Trachten zu kommen. Nach dem Gottesdienst wird ein Milchstand mit kühler Alpenmilch köstliche Erfrischung spenden. Wer lieber will, kann auch kühlen Weisswein als Apéritif trinken. Bezahlen kann dafür jeder, was er will. Der Erlös wird dem ehemaligen Seelsorger der Bauerngruppe. Herrn Pfarrer Walter Mathis für seine grosse Pfarrei El Bordo in Kolumbien zukommen." (nach Pfarrbrief 1979/10)

 

Später hat sich dieser neue Modus stabilisiert und ausgeweitet. Der Cäcilienchor umrahmte den Gottesdienst und Köchegruppe des Männerchors bot urchige Mit-tagessen an. Mit der Einführung des "Oberseefestes" am Vorabend wurden Fest-zelte errichtet, in denen tags darauf bei schlechter Witterung der erste Ferien-gottesdienst stattfand. (Das Oberseefest ist heuer wegen der Coronapandemie abgesagt woden.)

 

In diesem Jahr fand dank schönem Wetter der Gottesdienst und das Alpen-segnen vor den neu erichteten Gebäulichkeiten des "Karlsbades" statt, die gleich auch eingesegnet wurden. Kanton, Gemeinde, Verkehrsverein Näfels und andere Sponsoren ermöglichten das Vorhaben des "Schwimmbadvereins Karlsbad" die-se neuen Gebäuchlichkeiten.

 

Der Infochef des Verkehrsvereins Näfels (Cyrill Schwitter) stellte freundlicher-weise die untenstehenden Fotos zur Verfügung.

Obersee-Gottesdienst vor den Neubauten des "Karlsbades". Pfarrer Harald Eichhorn zelebriert in grünen Messkleidern die Messe. Er erteilte den Alpsegen und segnete die Neubauten ein.
Obersee-Gottesdienst vor den Neubauten des "Karlsbades". Pfarrer Harald Eichhorn zelebriert in grünen Messkleidern die Messe. Er erteilte den Alpsegen und segnete die Neubauten ein.
Dekan / Pfarrer Harald Eichhorn zelebriert vor dem neuen Gebäude den Oberseegottesdienst, das "Alpäsägnä" und segnet auch die neuen Gebäulichkeiten ein. Leider für  ihn zum letzten Mal, das er ins Chorherrenstift Beromünster als Probst berufen wurde.
Dekan / Pfarrer Harald Eichhorn zelebriert vor dem neuen Gebäude den Oberseegottesdienst, das "Alpäsägnä" und segnet auch die neuen Gebäulichkeiten ein. Leider für ihn zum letzten Mal, das er ins Chorherrenstift Beromünster als Probst berufen wurde.

 

                   

                    Alpsegnung – Text

 

 

 

Priester

Gepriesen bist Du, Herr, unser Gott!

Alles, was Du geschaffen hast, ist gut.

Wir loben Dich.

Alle

Wir preisen Dich

Priester

Du hast dem Menschen Deine Schöpfung anvertraut.

Wir loben dich.

Alle

Wir preisen dich.

Priester

Aus Deiner Hand kommt jede gute Gabe.

Wir loben dich.

Alle

Wir preisen Dich.

Priester

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,

Alle

wie im Anfang, so auch jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

Priester

Lasset uns beten:

Allmächtiger Gott,

Du hast den Menschen berufen, dass er die Erde bebaue und pflege.

Wir bitten Dich:

Segne +

unsere Alpen,

die Wohnungen der Menschen,

die Stallungen und Scheunen,

die Maschinen und Geräte.

Beschütze auch die Tiere vor Seuchen und Ge-fahren.

Schenke den Feldern und Fluren Deinen Segen, mache sie fruchtbar und bewahre sie vor Schaden.

Denn Du Gott, bist unser Vater, Dich preisen wir  in alle Ewigkeit.

Alle

Amen

 

 

 

Die neuen Gebäulichkeiten des "Karlsbades". Dekan/Pfarrer Harald Eichhorn beim Vorbe-

reiten des Gottesdienstes, rechts im BIld.

Der Präsident des "Schwimmverein Karlsbad" Georg Müller begrüsst die Festgemeinde zur Einsegnung der neuen Gebäulichkeiten. Dekan und Pfarrer Harald Eichhorn kurz vor seinem "Einsatz".
Der Präsident des "Schwimmverein Karlsbad" Georg Müller begrüsst die Festgemeinde zur Einsegnung der neuen Gebäulichkeiten. Dekan und Pfarrer Harald Eichhorn kurz vor seinem "Einsatz".
Das "Karlsbad" in neuem Glanz zum Bade bereit. Es ist nach dem Initianten zum Bau eines Schwimmbades Karl Müller-Kessler "Karlsbad" genannt.
Das "Karlsbad" in neuem Glanz zum Bade bereit. Es ist nach dem Initianten zum Bau eines Schwimmbades Karl Müller-Kessler "Karlsbad" genannt.

Ein neues Kapitel der Geschichte des Oberseetals ist geschrieben. Das wild-romantische Tal mit dem idyllischen Obersee und den Alpen Niedersee-Grappli (2 Sennten), Obersee/Enziunen-Rauti (3 Sennten), Auen/Kreuzegg/Kaltenbrünnen-Lachen und Brumettlen-Ahornen, dem Banngebiet "Rauti-Troos", de, "Boggenmoos", dem Hochmoor auf Boggen,

dem Schwändital mit Schulhaus und Bruderklausen-Kapelle, den Ganzjahres-Bergbauern-Wesen Obersee und Schwändital und Vielem mehr ist um die Neubauten beim "Karlsbad" reicher.  Der Wettergott spielte bei der Einsegnung er neuen Gebäulichkeiten mit.

 


Mittwoch, 24. Juni 2020

 

Abschiedsrede von Landratspräsident Dr. Peter Rothlin

 

Immer in der letzten Session des Landrates, in der Regel am letzten Mittwoch im Juni endet das Amtsjahr des Landratspräsidenten, ein Nachfolger wird gewählt und das Landratsbüro bestellt. Die Amtsdauer ist - wie die des Nationalrats- und Ständeratspräsidewnten auf ein Jahr begrenzt. Offenbar eine kluge schweizeri-sche Lösung der Machtkontrolle. Der Landrat ist die "kleine Legislative" neben der grossen, der Landsgemeinde.

Traditionsgemäss hält ein neugewählter Landratspräsident eine Antrittsrede und am Ende der Amtszeit eine Abschiedsrede. Diese Reden werden jeweils in den Medien veröffentlicht. Sie sind Visitenkarten des Zeitgeistes und Botschaften, aus denen spätere Generationen Denk- und Redeweisen deuten können.

HIer die aktuellste Abschiedsrede von Dr. Peter Rothlin, Oberurnen. Er beehrte das gross Fridolinsfest "Fridlini" in Bad Säckingen und überbrachte beim grossen Empfang des Bürgermeisters ein Grusswort aus dem Lande Fridolins.

 

Landratspräsident Dr. Peter Rothlin überbringt die Grüsse von Land und Volk des Kantons Glarus im Kursaal in Bad Säckingen am traditionellen grossen Fridolinsfest. 8. März 2020.
Landratspräsident Dr. Peter Rothlin überbringt die Grüsse von Land und Volk des Kantons Glarus im Kursaal in Bad Säckingen am traditionellen grossen Fridolinsfest. 8. März 2020.

 

 

Abschiedsrede am Mittwoch, 24. Juni 2020

 

 

Herr Landratsvizepräsident, meine Damen und Herren

 

Als ich am Sonntag Abend, 8. März, vom Fridolinsfest in Bad Säckingen zurück-kehrte, hätte ich nie gedacht, dass dies mein letzter repräsentativer Anlass sein würde. Eine Woche später beschloss der Bundesrat im Kampf gegen das Coro-navirus den Lockdown der Schweiz. Innert weniger Tage mussten wir erfahren, dass unsere Freiheiten in vielerlei Hinsicht massiv eingeschränkt wurden.

 

Die Behörden hatten in dieser Krisensituation den Auftrag, Schaden abzuwehren und für den Schutz von Leben und Gesundheit zu sorgen. Regierungsrat und Krisenstab haben uns sicher durch diese Krise geführt und ich hatte als Landrats-präsident (LRP) keine Veranlassung, diese Entscheide ganz allgemein in Frage zu stellen – selbst als freiheitsliebender Bürger nicht.

 

Für mich bedeutet Freiheit im Angesicht der Corona-Krise nicht uneingeschränk-tes, sondern vernünftiges Handeln.

 

Auf die Frage, ob die behördlichen Massnahmen im Einzelnen vernünftig waren bzw. immer noch sind, kann ich folgendes antworten: Für mich wären die Massnahmen vor der Corona-Krise undenkbar gewesen. In der Krisensituation selbst hielt ich sie für gut begründet und notwendig. Persönlich habe ich mir Sorgen um meine Eltern gemacht. Und so erging es vielen – verständlich also, dass wir auf diejenigen Menschen Rücksicht genommen haben, denen wir viel zu verdanken haben. Darin sehe ich gleichermassen das Gute in dieser Krise.

 

Meine Damen und Herren,

seit Beginn der Corona-Krise hat sich der Wissensstand über das Virus enorm verändert. Aus heutiger Sicht ergibt sich die Chance, gute und praktikable Lösun-gen für die Zukunft mit Corona zu finden. Stellen Sie kritische Fragen! Was soll man in Zukunft anders machen? Sie finden hierzu Gelegenheit später unter Trak-tandum 4 zur Coronavirus-Pandemie-Vorlage.

 

Durch das Versammlungsverbot ist unsere direkte Demokratie zum Erliegen ge-kommen. Das Landratsbüro hielt zwar seine Sitzungen im April/Mai ab und die landrätlichen Aufsichtskommissionen nahmen die Oberaufsicht über Regierung und Verwaltung gemäss Kantonsverfassung wahr. Dennoch möchte ich als schei-dender Landratspräsidentdas Büro bitten, die Landratsverordnung (LRV) der Kri-sensituation anzupassen. Ich stelle einfach fest, dass unsere LRV vieles nicht vorsieht, was in anderen Parlamenten unter Notrecht möglich ist.

 

In meinem Amtsjahr als LRP konnten wir durchsetzen, dass der Landrat weiter

gestärkt wird. So haben wir den Beitritt zur ILK (Dachverband der kantonalen

Parlamente) beschlossen. Künftig können wir uns als Kantonsparlamentarier

besser vernetzen. Und als Kantonsparlament wollen und werden wir bei interkan-

tonalen Themen früher mitreden. Ebenso erfreulich ist, dass wir als Landrat digi-taler unterwegs sein werden. Mit der Änderung der LRV und mit den Vorarbeiten zur Sanierung des Landratssaals haben wir einen grossen Schritt vorwärts in Richtung Digitalisierung gemacht.

 

Anlässlich meiner Wahl zum Landratspräsidenten habe ich Sie um eine ver-trauensvolle Zusammenarbeit gebeten. Ich darf heute feststellen, dass Sie mei-nem Wunsch entsprochen haben, wofür ich Ihnen herzlich danke. Speziell danke ich meinen Bürokolleginnen und -kollegen für die gute Teamarbeit, insbesondere meinem Vizepräsidenten. Lieber Hansruedi, herzlichen Dank dafür, dass Du die Anträge des Büros mit Bravour im Rat vertreten hast. Meine Dankesadresse richtet sich an die Präsidenten und Mitglieder der landrätlichen Kommissionen sowie an den Landammann Andrea Bettiga und den gesamten Regierungsrat. Der Dank geht ferner an den Parlamentsdienst mit Ratsschreiber Hansjörg Dürst und Ratssekretär Michael Schüepp, Ratsweibel Peter Schätti und Esther Beg-linger.

 

Zum Schluss, meine Damen und Herren, wünsche ich dem Landrat auch weiter-hin eine gefreute Zusammenarbeit und eine glückliche Hand zum Wohle von Volk und Land.

Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit.

Ich habe geschlossen.

 

Peter Rothlin, Landratspräsident 2019/2020 


Montag, 22. Juni 2020

 

Gemeindepräsidenten von Näfels 1835-2011

 

Kürzlich wurde die Frage aufgeworfen, welche Gemeindepräsidenten in Näfels im Amt waren nach der Verfassungsänderung im Kanton Glarus ab 1835 bis zum Ende der eigenständigen Gemeinde Näfels. Ingesamt waren 15 Persönlichkeiten im Amt, zwei waren zweimal Gemeindepräsident. 

 

 

 

 

 

1835-1837

 

Oberst, Landeshauptmann, Zivilgerichtspräsident

Landesstatthalter. Landammann 1836-37

Franz Josef Caspar Müller von Näfels (Nr. 343) 

*16. November 1800 +2. Mai 1865. Trat bei den

Glaubenswirren 1838 zurück.

 

 

1838

 

Interims-Gemeindepräsident Schuster, Tagwen-vogt, Rabenwirt, Richter

Jacob Fridolin Hauser von Näfels (Nr. 163)

*28. Dezember 1802 +18. Oktober 1849

 

 

1839-1865

 

Franz Josef Caspar Müller (Nr. 343) zum zweiten Mal

 

 

1865-1872

 

Advokat, Richter, Standeskommissionsmitglied, Verhörrichter

Caspar Anton Gallati, von Näfels am Bühl

(Nr. 175) genannt «Gross Gallati»

*24. März 1811 +30. Mai 1872

 

 

1872-1886

 

Ingenieur, Ratsherr

Pascal Ludovicus Carl Franziskus Xaver Egidius Josefridus Müller von Näfels, Letzhof

*2. September 1830 +15. Oktober 1901

 

 

1886-1893

 

Landesstatthalter, Regierungsrat, Kirchen-präsident

Ferdinand Engelbert Schropp

von Näfels  (Nr. 2)

*28. März 1853  +9. April 1918

 

 

1893-1898

 

Ziegler, Waisenrat, Kriminalrichter, Landrat

Johannes Angelus Hophan von Näfels, an der Burg (Nr. 49)

*24. November 1826 +2. Oktober 1899

 

 

1898-1907

 

Ferdinand Schropp (Nr. 2) zum zweiten Mal

 

 

1907-1910

 

Kriminalrichter, Landrat, Dr. med.

Josef Arnold Hophan von Näfels (Nr. 465)

*21. November 1863 +19. April 1910

 

 

1910-1942

 

Sekundarlehrer, Landammann, Stiftungsrats-

präsident Freulerpalast

Josef Alois Müller von Näfels. Letzhaus,

(Nr. 538)

*26. April 1871 +12. April 1967

 

 

1942-1947

 

Fabrikant, Oberrichter, Regierungsrat

Fridolin Landolt, von Näfels (Nr. 465)

*22. Januar 1891 +15. Februar 1967

 

 

1947-1974

 

Emil Feldmann von Näfels (Nr. 265)

*12. Juli 1913 +11. Februar 2001

 

 

1974-1980

 

Fabrikant, Landrat

Alfons Melchior Hophan von Näfels (Nr. 94)

*6. Januar 1926 +13. April 1995)

 

 

1980-1986

 

Kaufmann, Landrat, Regierungsrat, Landammann

Julius (Jules) Johann Landolt von Näfels (Nr. 867)

*28. März 1930 +3. April 2005

 

 

1986-1994

 

Berufsschullehrer, Rektor Bezirk Einsiedeln

Stiftungsratspräsident Franziskanerkloster

Fridolin Hauser (Fridli Osterhazy) von Näfels

(Nr. 540)

*9. April 1939

 

 

1994-2002

 

Kaufmann

Gerhard Flogerzi von Zweisimmen BE

*7. Februar 1946

 

 

2002-2011

 

Lokomotivführer, Landrat, Parlamentspräsident Gemeinde Glarus Nord, Landratspräsident

Bruno Fridolin Gallati von Näfels (Nr. 467)

*26. April 1960

 

 

Bilder, soweit auffindbar. Text und Bilder entnommen aus: Näfelser Geschichte(n), Näfels 2005
Bilder, soweit auffindbar. Text und Bilder entnommen aus: Näfelser Geschichte(n), Näfels 2005

Donnerstag, 18. Juni 2020

 

«Political correctness»

 

oder

 

Die 10 kleinen Negerlein werden eingestampft

 

Und wieder werden die Diskussionen losgetreten. Eine anonyme Botschaft be-wog die Migros-Genossenschaft Zürich «Mohrenköpfe» aus dem Sortiment zu nehmen und seither verdrängen «Mohrenköpfe»(1) das Coronaavirus aus den Schlagzeilen. Indirekt ausgelöst ist eine neue Welle von Protesten gegen die Diskriminierung von Farbigen, seit in den USA ein dunkelhäutiger Mann von der Polizei bei der Festnahme zu Tode gekommen ist. Weltweit werden Statuen von Persönlichkeiten, die angeblich z.B. Schwarze unterdrückt haben, von den Sockeln gerissen und gewissermassen daraus heraus ist eine neue Diskussion um die «Mohrenköpfe» entstanden. Ein Produzent von «Mohrenköpfen» lacht sich ins Fäustchen, eine bessere Werbung für dieses Produkt hätte er sich nicht wünschen können und die Umsatzzahl sollen angeblich rapide steigen.

 

Zweifellos ist Diskriminierung von Menschen wegen ihrer Hautfarbe verwerflich und ein No-Go. Diskutabel sind Klärungen in der Sprache, was diskriminierend ist.

 

Begriff "political correctness"

 

Dazu ist der Begriff «political correctness» aufgekommen, die per Definition eine «Einstellung» meint, «die alle Ausdrucksweisen und Handlungen ablehnt, durch die jemand aufgrund seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht, seiner körperlichen oder geistigen Behinderung oder sexuellen Neigung diskriminiert wird»(2)

 

Ob gedankenlos oder naiv, wäre es mir noch nie in den Sinn gekommen mit dem Biss in einen «Mohrenkopf» Rassendiskriminierung zu billigen oder zu unterstüt-zen.

 

Lassen Sie mich daher die Konsequenz untersuchen, welche Auswirkungen «political correctness» auf unsere Sprache haben müsste, wenn der Verdacht auf Diskriminierung abgeleitet werden könnte.

 

                                                Nicht nur "*Mohrenköpfe"...

 

«Die zehn kleinen Negerlein» müssten stante pede aus den Bücherregalen verschwinden. Der Korporal, der uns in der RS aufforderte, die «Negerordnung» in unserem Schlag aufzuräumen, müsste in die «Kiste». Alle Missionsorden müssten bestraft werden, die für «armen Negerchindli» sammelten und «Nick-negerli» in die Haushaltungen als Spendenkässeli verteilten, die beim Einwurf von Münzen mit gefalteten Händen «danke» nickten. Auf Spendenkarten «für die armen Heidenkinder» konnte man 25 Franken spenden, damit ein Kinder christlich getauft werde. Sie sind verschwunden wie auch die Mädchengruppen, die an der Fasnacht als «Negerli» mit geschwärzten Gesichtern von Haus zu Haus zogen und mit Liedersingen für die gleichen Zwecke Geld sammelten.

 

Verschwunden ist in Näfels das «Café Möhrli». Niemand sollte, wenn er sich als «Sündenbock» fühlte, sagen: «Etz bin-iich wider dr Neger.» Verboten ist Cola «Negerschweiss» zu nennen und die Bayern müssten aufhören ihre «Bayer Ko-la» als «Neger» zu bestellen. Unstatthaft wäre für aufgeschwollene und vorste-hende Lippen «Negerlippen» zu sagen.

 

Diskriminierung begrenzt sich aber nicht einfach auf Dunkelhäutige oder «colour people».

 Diskriminierung oder einfach Sarkasmus?

 

Im Aktivdienst des Zweiten Weltkrieges waren Fleischkonserven «gschtampfti Judä», und wer in einer etwas lebendigen Schulklasse «Judäschuäl» austeilt, kann richterlich belangt werden. Aus dem Repertoire der Witze gestrichen würde: «Was ist der Unterschied zwischen der Via Dolorosa in Jerusalem und der Hauptstrasse in Einsiedeln?» «In Einsiedeln hat es auf beiden Seiten der Strasse ‘Juden‘?», Letzteres mit der einstigen Bezeichnung für (zu) gute Geschäftsleute.

 

Und wie wäre es mit dem «Tschinggä-Ruggseggli» für den kleinsten Fiat, dem Schimpfwort «deer huärä Zigüüner», dem «Schwabekäfer», wenn Deutsche gemeint wären, dem Verb «ummäzigüünerä», dem feinen «Zigeunerschnitzel» oder der pikanten «Zigeunersauce»

 

Die Liste der Nahrungsmittel wird noch makaberer, wenn man «Schwedenhap-pen» (Heringe) verschmaust, und was ist mit dem «Dänischen Plunder», kurz ge-wachsene Wiener und Frankfurter könnten sich betroffen fühlen, wenn «Wie-nerli» und «Frankfurterli» angeboten werden. Was, wenn man einen «Hambur-ger» verschlingt? Oder «Studentenfutter»?

 

Ist einer ein Pädophiler, der sich an «Holländerli» oder «Mailänderli» ergötzt?

Kannibalisch tönt es, einen «Landjäger» oder einen «Alpenclübler» zu verspei-sen. Ein «Pariser» ist nicht nur ein Bewohner der französischen Hauptstadt, und ein «Engländer» nicht nur ein ziemlich gewichtiges Instrument mit Gewinde zum Lösen schwerer Schraubenmuttern.

 

Sogar in der Botanik gibt es übergriffige Pflanzennamen wie «Pfaffenhütchen» oder «Kapuzinerli».

 

 Wie Wörter ihren Sinngehalt ändern...

 

Wörter können ihren Sinngehalt in der gesellschaftlichen Entwicklung verändern. Ein «Gutmensch» als einstiges Vorbild, hat heute einen negativen Beige-schmack. Auch der «Populist» ist immer mehr negativ besetzt.

 

In der katholischen Kirche, die nach wie vor in Clinch mit weiblicher Gleichbe-rechtigung ist, hat im Ave Maria das ursprüngliche «Gebenedeit unter den Weibern» mit «Geweiht unter den Frauen» ausgetauscht.

 

Listigen Humor zeigte der Näfelser Pfarrer und Kanonikus Blasius Braun. Als er einmal im «Hosenmacherkurs» des Müttervereins einen Höflichkeitsbesuch machte und eine Frau an einer Nähmaschine «Pfaff» beschäftigt sah, fragte er sie, was für eine Marke diese Nähmaschine sei. Obwohl damals noch nicht von political correctness die Rede war, antwortete sie etwas verlegen: «Eine hoch-würdige Herr Pfarrer Maschine».

 

Vorsicht ist besser als Nachsicht

 

Wehe, wer heute noch das Wort «Ausländer» oder «Asylant» in den Mund nimmt, die Menschen im Altersheim «Insassen» (statt Pensionäre oder Bewoh-ner) heisst. «Rothäute», Karl May lässt grüssen, sind höchstens noch für sonnen-brand-krebsrote Badegäste am Strand zulässig. «Liliputaner» ist verpönt, ebenso wie «Behinderte» oder gar schlimm «Möngis»

 

Ein «Emmentaler» zum Nachtisch mit einem Glas «Veltliner» sind spitzfindig gesehen, fragwürdig.

 

                                       Bewusste Stigmatisierung Übernamen 

 

Die Grenze zur Ironie, zum offensichtlichen Verspotten, manchmal gar zum Sar-kasmus sind überschritten bei der Stigmatisierung mit Spott- oder Übernamen. Die Näfelser nannten früher, als der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung noch ihren Sitz im «Freulerpalast» hatten, diesen als «Kreml», das «Glarner Volksblatt» als «Stürmer», das Kapuziner- heute Franziskanerkloster als «Strick-hof».

Fester Bestandteil im Einsiedler Dialekt ist die das unzimperliche Wort «Ständli-gurre», gemeint ist die Verkäuferin von Devotionalien unter den «Ständen», die in den Arkaden des Klosters untergebracht sind. Der Schalk sprich aus der Defini-tion für «Ständligurre», sie sei die einzige, die ohne Viehhändlerpatent «Schafbö-cke» verkaufen dürfe. («Schafböcke»=Pilgergebäck).

 

Ein Gemeindepräsident im Glarnerland wollte einmal politisch korrekt sein und verwendete in einer Vereinsversammlung die Anrede «Liebe Mitglieder und Mit-gliederinnen»

 

Und wie ist es mit offensichtlichen Schimpfwörtern?

 

Etwa wenn Menschen sich austeilen: «dumme Kuh», «blödes Kalb» «dummer Esel», «Affe», «Kamel», «Sauhund», «scharfe Katze», «falsche Schlange», «blö-de Ziege», «tolle Schabe», «Parteipüffel», «hinterhältige Hyäne», «Gemeinde-muni»... oder der "Frauenfurz" für Knallkörper am ersten August. Dies liegt jenseits des «Rassismus», aber diesseits des guten Geschmacks und Anstands.

 

Immerhin fühle ich mich als «Weisser» erst diskriminiert, wenn man mich am Badestrand unter den vielen Gebräunten so anspricht. Aber auch das ist eine Frage der Pigmentierung…

 

 (1) Mohr soll ursprünglich von Maure herstammen. Mauren waren Nordafrikaner, die

      über das Mittelmehr nach Europa kamen.

 (2) https://www.google.com/search?q=political+correctness&0q=political+correctness&aqs

      =q=political+correctness&oq=political+correctness&aqs=     

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Mittwoch, 17. Juni 2020

 

Bericht einer Kantonsschülerin

 

Schlachtdenkmal in Näfels

 

von

 

Alicia Eugster

 

  

An der Landsgemeinde am 22. Mai 1887 in Glarus kam erstmals die Idee auf, ein Denkmal im Hinblick auf das 500-Jahres-Jubiläum der Schlacht bei Näfels zu bauen.

 

Darauf schlug der Regierungsrat dem Landrat im August 1887 vor, «Errichtung eines Denkmals zu einer erhebenden, bleibenden Erinnerung an die Feier in einfacher, würdiger Form», im «Sändlen».

  

Der Landrat führte am 17. September 1887 eine intensive Diskussion, ob es überhaupt ein Denkmal brauche, die Zeit reiche und der Standort Sändlen dafür geeignet wäre. Schlussendlich beschlossen sie mit 36 gegen 15 Stimmen auf die Errichtung eines Denkmals zu verzichten. Gleichzeitig wurde auch beschlossen, im nächsten Jahr auf die Näfelser Fahrt zu verzichten und dafür am 4. Juni 1888, dem Eintrittsdatum von Glarus in den Bund der Eidgenossen (1352), eine Gedächtnisfeier durchzuführen.

 

Proteste machten sich im Volk breit. Der Näfelser Landrat und Oberrichter Emanuel Walcher-Gallati (1850-1926) lancierte einen öffentlichen Aufruf und innert drei Tagen unterzeichneten 2502 Bürger, es müsse eine ausserordentliche Landsgemeinde stattfinden gegen den Landratsbeschluss, gegen den Verzicht auf die «Fahrt» und gegen die Gedächtnisfeier am 4. Juni, sowie für den Denkmalbau.

 

Der Landrat führte am 28. September 1887 eine zweistündige Debatte. Bei der Abstimmung wurde die eingereichte Initiative mit 54 zu 7 Stimmen als «verfassungswidrig» erklärt. Daraufhin wurde jedoch dem Bau des Denkmals mit 35 zu 21 Stimmen zugestimmt. Dem Regierungsrat wurde die Vollmacht über den Bauplatz und ein unbeschränktes Budget erteilt. Die Fahrt müsse im April stattfinden und die kommende Jubiläumsfahrt dürfe ein bis zwei Tage dauern.

 

Das Schlachtdenkmal ist also gegen den Willen des Landrates und nur durch eine Volksbewegung in die Tat umgesetzt worden.

 

Die Vorbereitungen wurden sogleich vom Regierungsrat begonnen, sodass das Denkmal für die Fahrt rechtzeitig fertiggestellt werden konnte. Der Standort wurde durch die Glarner Bürger in Zeitungen heftig diskutiert. Es kam die Frage auf, ob das Denkmal auf dem Schulhausplatz, dem Fahrtsplatz oder im Sändlen gebaut werden sollte. Der Landrat entschied das Denkmal im Sändlen zu errichten. Dem Bauer bezahlte man umgehend eine stattliche Summe, damit er die Wiese 120 Meter um das Denkmal nicht verbaue und keine Bäume pflanze, welche die Sicht auf das Denkmal erschweren könnte.

 

Der Wettbewerb zur Erbauung des Denkmals wurde am 6. Oktober 1887 ausgeschrieben. Dabei sollten die Kosten von 15'000 Franken nicht überstiegen werden. 51 Einsendungen von verschiedenen Schweizern im In- und Ausland lagen am 15. November vor.

 

Bei der Auswahl wurde auf Schlichtheit und Würdigkeit geachtet. Die Jury entschied sich das Denkmal nach Plänen des Architekten Alfred Romang aus Basel und Bern zu bauen. Dabei wurden jedoch Änderungen vorgenommen, wie den Löwen wegzulassen, die Pfosten und Eisenketten zu vergrössern, die Treppe breiter zu bauen und nur die Wappen von Schwyz, Glarus und Uri abzubilden.

 

Bis heute gab es keine weiteren Änderungen am Denkmal.

 

Zeitgenössischer Holzstich des "Siegerprojektes" von Alfred Romang
Zeitgenössischer Holzstich des "Siegerprojektes" von Alfred Romang

 

Der Baumeister C. Aebli-König aus Ennenda leitete den Bau des Denkmals, da er mit dem Angebot das Denkmal für 12'000 Franken zu bauen am günstig-sten war.

 

Die schweren Granitblöcke wurden aus dem Tessin mit der Eisenbahn nach Näfels mit einem Zug transportiert. Dazu wurde vom Bahnhof Näfels bis zum Sändlen eine Schiene gelegt.

 

Der Baubeginn war Ende Januar 1888. Bis am 25. Februar war das Denkmal fertig gebaut.

 

Die Bronzeverzierungen und somit das ganze Projekt konnte am 31. März abgeschlossen werden. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf 29'000 Franken.

 

Beim Denkmal liegt das Hauptmotiv auf dem hohen Obelisken, der 9.05 Meter misst. Als Inspiration diente das Grauholzdenkmal aus Bern.

 

An der Denkmalspitze prangt ein Stern.

 

Das ganze Denkmal ist vom Boden bis zur Spitze 10.85 Meter hoch und hat eine quadratische Terrasse mit 114,49 Quadratmeter Grösse. Von der Südseite führt eine breite Treppe auf die Terrasse, wo der Obelisk auf einem Sockel steht. Auf diesem sind die Wappen von Uri, Glarus und Schwyz zu sehen. Oberhalb sind die Jahreszahlen "1388-1888" eingraviert, ein Kranz aus Bronze umschliesst das Bauwerk und das Dorf "NAEFELS" steht als eingemeisselte Inschrift. Das ganze Bauwerk wirkt schlicht und doch unerschütterlich. 

 

Näfelser Fahrtsfeier am 6. April 1933
Näfelser Fahrtsfeier am 6. April 1933

 

Die feierliche Einweihung des Denkmals fand an der «Näfelser Fahrt» am Don-nerstag, 5. April 1888 statt. Festredner war Bundesrat Bernhard Hammer. Dazu wurde ein mächtiges Festzelt errichtet, welches erstmals mit elektrischem Licht beleuchtet wurde. Im Jahr darauf, um 1889, wurde am 12. Dezember das Wappen der Eidgenossen festgelegt.

 

Um die Jahrhundertwende war das Schweizer Volk sehr patriotisch und heimat-verbunden. Durch den Bau dieses Denkmals wurde diese Verbundenheit mit der Schweiz verstärkt. Bis heute bleibt die Erinnerung an die Schlacht bei Näfels und an die tapferen Gefallenen Glarner mit diesem eindrücklichen Denkmal lebendig.

 

Die Fahrt findet jedes Jahr meistens am ersten Donnerstag im April statt. Die Fahrtsprozession hält jeweils beim Denkmal inne. Der kantonale Gesangsverein singt in der Regel die Landeshymne und die Harmoniemusik spielt. Fahnen werden gesenkt. Noch in der heutigen Zeit finden auf der Denkmalwiese Fahnenübergaben von militärischen Bataillonen bei Dienstbeginn oder -ende statt.

 

Schlachtdenkmal heute
Schlachtdenkmal heute

 

Literatur und Quellen

 

Buch: Fry! Fry! Das Land Glarus und die werdende Eidgenossenschaft zwischen 1351 und 1388 von Aquatinta von Franz Hegi, Glarus 1988

 

Interview mit Fridolin Hauser, ehemaliger Gemeindepräsident Näfels 2020

  

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Näfels#/media/Datei:Denkmal_für_

die_Die_Schlacht_bei_Näfels,_6._April_1933.jpg

 

 https://www.alamy.de/schlacht-denkmal-in-nafels-denkmal

 

Kommentar:

Es ist hocherfreulich, dass an der Kantonsschule Glarus auch Themen aus der Glarner Geschichte zugelassen sind. In einer Radiosendung DRS vor einigen Jahren wurde in Inter-views mit Näfelser Schulkindern festgestellt, dass die "Näfelser Fahrt" aus dem Schulstoff gestrichen und die Schulkinder kaum mehr darüber Wissen abrufen konnten.


Dienstag, 16. Juni 2020

 

Ida von Müller - Wohltäterin armer Kinder

14. April 1835 - 6. Juli 1918

Ida von Müller schenkte am 15. Dezember 1908 das Haus Anderletz dem Tagwen Näfels  (Bürgergemeinde) als Heim für arme Kinder.(Foto: Privatarchiv)
Ida von Müller schenkte am 15. Dezember 1908 das Haus Anderletz dem Tagwen Näfels (Bürgergemeinde) als Heim für arme Kinder.(Foto: Privatarchiv)

 

Das "Idaheim" soll gründlich überholt und renoviert wird (siehe Freitag, 15. Mai 2020 "Bild der Woche" Porträt) und (Samstag, 12. Juni "Glarner Mosaik"). Eine entsprechende Schrift für einen Spendenaufruf ist kürzlich erschienen. Bereits im September 1963 fand eine Re-novation statt. Damals ist die Broschüre "Das Haus An-der-Letz, Bewohner und Besitzer" verfasst von Josef Müller-Landolt, alt Landammann und Gemeindepräsident erschienen.

Ich habe diese Schrift in meinem Archiv ausgegraben und hier eingerückt, um einen klei-nen Einblick in die Geschichte dieses historischen Hauses, das bereits 1604, ein halbes Jahrhundert vor dem Freulerpalast, erbaut wurde.

Der bei der Restauration amtierende Gemeindepräsident Emil Feldmann-Müller schrieb im Vorwort: "Die Restauration des Hauses An-der-Letz, die durch die enge Zusammenarbeit von Architekt René Hauser mit a. Kantonsbaumeister Hch. Peter, Mitglied der Eidg. Kom-mission für Denkmalpflege in den Jahren 1962/63 glücklich und gediegen durchgeführt wurde, gab Anlass zu dieser Schrift, welche eindrücklich die geschichtliche Bedeutung des restaurierten Hauses nachweist..."

Das 1604 erbaute, 1963 restaurierte Idaheim (Foto: aus der erwähnten Schrift)
Das 1604 erbaute, 1963 restaurierte Idaheim (Foto: aus der erwähnten Schrift)

Montag, 15. Juni 2020

 

Lisa Speich - das freundliche Gesicht, das uns fast 30 Jahre am Postschalter begrüsste und die Post Näfels mit Bravour leitete.                       (Foto: Andrea Kehrli)
Lisa Speich - das freundliche Gesicht, das uns fast 30 Jahre am Postschalter begrüsste und die Post Näfels mit Bravour leitete. (Foto: Andrea Kehrli)

 

40 Jahre im Postkreis Post St. Gallen,

fast 30 Jahre auf der Post Näfels

 

 

An 19. Juni 2020 tritt die sympathische Leiterin Lisa Speich-Longatti der Poststelle Näfels leider in den (vorzeitigen) Ruhestand. Eine rund 30-jährige Ära geht damit zu Ende. Die stets aufgestellte, beliebte Chefin wusste Fachkompetenz, hohes Verantwortungsgefühl, Hilfsbereitschaft, Kamerad-schaft und Fröhlichkeit unter einen Nenner zu bringen. Es war 1991 ein absolutes Novum, dass eine Frau als Postverwalterin in Näfels zuerst interimsweise, dann definitiv wirken sollte. Sie war die erste Frau in dieser Position im ganzen Postkreis St. Gallen.

 

Die in Rehetobel aufgewachsene Lisa machte nach der Verkehrsschule eine Leh-re als Betriebssekretärin in Heiden und auf dem Lehrpostamt St. Gallen, wurde aber 1980 nach Glarus «versetzt». Für sie ein Schockerlebnis. Doch startete sie so gut, dass sie schreibt: «Ich fühlte mich vom ersten Tag an sehr wohl und akzeptiert».

 

Die lernbegierige einzige Frau unter lauter Männern bewährte sich als Allroun-derin, am Schalter, auf der Bahnpost und auf dem Checkamt (heute «Post-finance»). 1991 wurde sie nach Näfels berufen und erhielt sehr rasch das Ver-trauen ihrer Vorgesetzten und der Näfelser Bevölkerung. Sie stand vier Betriebs-assistentinnen und acht Postboten vor. Ihre Tüchtigkeit, Beliebtheit und Hilfs-bereitschaft ist sprichwörtlich. Männiglich lässt sie nur mit grossem Bedauern ziehen. Fast dreissig Jahre sorgte sie im Rautidorf für zuverlässigen, reibungs-losen Ablauf des Postverkehrs. Dabei hatte sie in den vergangenen Jahrzehnten viele postinterne Reorganisationen auszuhalten. Heute sind die Postboten nach Niederurnen ausgelagert und die Poststelle wurde personell immer mehr ge-strafft.

 

Glücklich verheiratet mit Walter Speich aus der gleichen Branche ist Lisa auch in der Freizeit kaum zu halten. Als durchtrainierte Sportlerin ist sie leidenschaftliche Bergwandererin und -kletterin (Matterhorn geprüft), Walensee- und Klöntalersee-Schwimmerin, Bikerin (mal rasch auf den Fridlispitz!), Tänzerin (die Fasnacht lässt grüssen!) und obendrein eine vorzügliche Köchin in ihrem gemütlichen Heim im «Gwölb» Mollis. 

 

Eine Ära geht zu Ende. Hohes Lob und herzlicher Dank begleiten sie in den vorzeitigen Ruhestand. Mögen ihr und ihrem Ehemann Walter eine frohe Zeit der Musse und Freude beschieden sein.                                              Fridli Osterhazy

 


Sonntag, 7. Juni 2020

 

Auch Kapuziner sterben an Corona weltweit

 

31 Kapuziner starben bislang auf der ganze Welt

 

DIES MORTIS NOMEN ET COGNOMEN CIRCUMSCRIPTIONIS PATRIA AETATE
15.03.2020 Angelico Da Carrara Tusciensis Italia 85
21.03.2020 Gianpietro Vignandel Veneta Italia 46
21.03.2020 Bernardo Maines Veneta Italia 89
21.03.2020 Luis Gabriel Carrillo Ávila Aequatoris España 71
25.03.2020 Hans (Elmar) de Visser Hollandica Holland 78
25.03.2020 Antonino Butterini Veneta Italia 78
25.03.2020 Emmanuel Fabre Gallica France 94
28.03.2020. Renato Di Casale Genuensis Italia 81
29.03.2020 Daniel Skica Gallica France 89
29.03.2020 Pierre Mazoue Gallica France 85
29.03.2020 Armand Donou Gallica France 78
03.04.2020 Marcel Connault Gallica France 99
04.04.2020 Riccardo E.D. Quadri da Campestro Helvetica Svizzera 86
05.04.2020 Emerico Senoner Veneta Italia 91
06.04.2020 Ivo Facci Veneta Italia 69
10.04.2020 Pierre Domergue Gallica France 85
18.04.2020 Aurelio Blasotti Veneta Italia 71
23.04.2020 Pius Blandino Neoeboracensis et Novæ Angliæ USA 82
01.05.2020 Raymond Tremblay Canadensis Orientalis Canada 99
02.05.2020 Franco Deleidi Genuensis Italia 86
05.05.2020 Pierre Viau Canadensis Orientalis Canada 77
08.05.2020 Rodrique Dion Canadensis Orientalis Canada 92
09.05.2020 Pedro Antonio Zanni Maranhão-Pará-Amapá Brasil 82
09.05.2020 Grégoire Pâquet Canadensis Orientalis Canada 90
09.05.2020 Jocelyn Mitchell Canadensis Orientalis Canada 85
12.05.2020 Luciano Pastorello Veneta Italia 76
12.05.2020 André Tessier Canadensis Orientalis Canada 76
15.05.2020 Rock-André Simard Canadensis Orientalis Canada 92
15.05.2020 Moisés Siqueira Ceará et Piauí Brasil 87
17.05.2020 Youssef Sami Youssef Vicini Orientis Libano 62
26.05.2020 Jean-Jacques Filiatrault Canadensis Orientalis Canada 89

Quelle:https://www.ofmcap.org/de/covid-19-rip-de