In memoriam

 

Lebenslauf Peter Müller-Ochsmer

(1944-2021)

 

von

 

Dr. Thomas Müller (Sohn)

übertragen in die Näfelser-Mundart

 

 

"Üüserä liäbä Peter isch äm 28. Meerzä 1944 z Näfels uf d Wält chuu. Er isch des viärt vu sächs Chind gsii vum Julius und vu dr Albertinä Müller-Landolt.

D Muäter Albertiinä isch eerscht 15 gsii, wo iri Muäter gschtoorbä-n-isch. Als jüngschti Tochter hätt sii dä dr Huushalt gfüärt und isch als Hilfsarbeiteri i dr Korki für p Famili nuch ächlä öpps gu vrdiänä.

 

Ä glügglichi Ziit isch für-si gsii, wo si dr Julius Müller änä 1935gi ghüraatä hätt. Dr Schteimetzä Juli, we-m-em gsäit hätt, isch ä zurgghaltendä, aber härzlichä Maa gsii, wo d Lüüt gäärä gkaa händ. 45 Jahr hätt’r i dr Giässi z Netschtel gwärchet.

 

Famili mit sächs Chind

Vu 1936 bis 1947 sind iri sächs Chind uf d Wält chuu: ds Cäcilia, ds Bernädett, dr Philipp, dr Peter, dr Othmar und der Seppli. Gwont händ-si i üüserem Huus ä dr Gärbi, schpeter im-ä Huustäil wis ä wii vu ds Chämifäger Tschudis im Loch.

 

Hütt chaa-mä si fascht nümmä voorschtellä, we äifach und beschäidä as di mäischtä Familänä ds Näfels gläbt händ.

 

Dr Peter hätt üüs öppädiä vu duä vrzellt. Äs isch äs Äräignis gsii, wänn-si uf d Wiänacht ä-n-Oranschä übrchuu händ. Schüü sig’s gsii mit andernä Goofä uffem Fahrtsplatz Jagis z machä odr sogar z tschuttä. Solangs im Jahr g’gangä-n-isch, isch mä parfuäss gloffä, will sich grooss Familänä kä Schuäh händ chännä läischtä. Gschlaafä händ d Chind  z dritt odr sogaar z viärt im gliichä grossä Bett. Dr Peter häig öppädiä ä dr Fuässätä und dr queeräwäg müäsä schlaafä. Trotz-dem hätt’r diä Ziit as glügglichi Ziit in Erinnerig.

 

Schiggsaalsschleeg wew fascht niänä sust

Uf dr anderä Siitä hätt dr Peter  bis ‘r zwölfi gsii isch und mit imm di ganz Famili ä uusinnig schwääri Schiggsalsschleeg vrchraftä:

 

Im Früälig 1946 isch ds Cäcili, erscht zächä jährig, a Diphterii gschtoorbä. 1954 äm Einsidler Sunntig, wo dr Peter mit dr Muäter uf d Äinsidler Wallfahrt gsii isch, isch dr Othmar zämä mit ds Baamertä Buäb Rolf im Tangggrabä ertrunggä. Zwei Jahr schpeeter isch sinä jüngschtä Büäder Seppli, bloss  9-jährig,  im Turnunde-richt abägkiit und tood gsi. Im gliichligä Jahr äm Stephanstaag isch dr Brüäder Philipp, wo ds Fallet Weh gkaa hätt, bim Schlittlä mit 14ni töötli veruuglüggt.

 

Etlichi Jahr schpeeter isch dä au der Vater Juliius i dr Müli ussä uffem Wääg zur Aarbet vum ä-n-ä-n Auto aagfarä und schwäär vrletzt woordä.

Ä-n-uuglaublichi Serii vu Leid, we chuum inerä anderä Famili, hätt de Famili Müller müäsä übr sich erguh luh. So öppis begläitet äim des ganz Läbä.

 

Prüäfswahl 

Na dr Schuälziit hätt dr Peter nüd rächt gwüsst, was’r söll wäärde. Zeerscht isch dä i dr Pinsli z Mullis Pinselmacher gsii. Das isch abr ganz und gaar nüd daas gsii, wo-n-em entsprochä hätt. Drnaa hätt d Idee gka, we sinä Naachpuur, Chä-mifäger z wäärdä. Dr Chämifäger Tschudi hätt-em abr abgraatä, will’r ä em gsundheitli nüd gwachsä gsii wäär. Schliässli häät’r si für nä Metzgerlehr ent-schidä und bim Metzger Berwert z Oberuurnä ä schträngi Ziit erläbnt und er-folgriiich absolwärt. Naa dr Lehr isch 'r ä Wiil ds Winterthur gu schaffä, abr glii wider zurgg schuu und hätt i dr Metzg bim Peter und Paul Jutzeler im «Rössli» gschaffet.

 

Schwiizer Mäischter im Ringä

Bi dä bäischtarche Jutzeler-Puurschtä isch dr Peter uf ds Ringä chuu. Schu vor-häär idr Lehr isch er mit em Velo uff Lachä-n-abä i-ds Ringerträning. I dä 60-er und 70-er Jahr isch Näfels ä Hoochbuurg vum Schwiizer RIngschport gsi. Ä huffä Lüüt sind albig i-d Turnhallä zu dä Kämpf chuu gu luägä.

 

Dr Peter hätt hert treniärt und isch dangg siim Kampfgschigg i siner Gwichtsklass bis a di national Schpitze gkuu, 1966 sogar als Schwiizer Mäischter. Bimänä Haar hett-er-si für di olümpischä Schpiil z Mexiko chännä  kwalifiziärä. Dangg Leischtgsschport und sinä Erfolg hätt’r fit und schtarch chännä i d Zuäkumft luägä.

 

Hüüraat mit em Madi 

Siis grööscht Glügg im Läbä isch im Früälig 1971 d Hüraat mit dr Mathilda Ochsner vu Oberuurnä gsii. Gkännä gleernet händ-sä-si bim Tanzä ämä Chränzli im duäzigä Wallhalläsaal. Hüür händ-si chänne mit üüs Chind und dä-n-Änichind des goldig Hoochzet fiirä.

 

Mathlida, ds Madi, isch mit-irem Peter schu uf dr Hoochzeträis ä chlä i d Wält usä. Si sind dä uff Kenia gflogä,  oder schpeeter uf Amerika oder sust überall hii. Dr Peter hätt nuch öppädiä begäischtäret dervu vrzellt.

 

Zwäi Chind

Sunnä i p Familie bracht händ miir Chind:

Im Jänner 1974 bin iich, dr Thomas Simon uf d Wält chu, und zwei Jahr schpee-ter im Mäiä mini Schwöschter Petra Deborah.

 

Dr Peter hätt as Vatter ä-n-uhnigi Mäinig gkaa. Im hohlä Chrüüz isch’r mit üüs albig gu scheesäwägälä. Miir hän-nä as häärzlichä, füürsoorglichä Vatter erläbt, wo au as Maa ä Guätä zu dr Mutter gsii sich. Mir erinnered üüs sitt üüserer Chindhäit a kä-n-äinzigs bööses Wort. Nüüt isch-em zviil gsii. Und zu Uuziität hät’r üüs irgendwo im Glarnerland vum «Uusgang» abgeholt oder zum Training gfarä.

 

Är hätt mit siner Fröhlichkeit und Begeischterig de bäidä Hochzet vu mir, em Thomas und miner Frau Mirjam, und vum miner Schwöschter Petra und em Mathias zu-mä groosartigä, uuvergässlichä Erläbis für di ganz Familie gmacht. Und sini viär Änichind  Ronja, Kilian, Samuel und Nuria hätt’r mit em gliichligä hohlä Chrüüz gscheesäwägelet we sinnerziit üüs.

 

Ringä - Turnä  - Kunschtraad

Dr Peter isch nüd nu ä begäischtertä Ringer gsi. Schu vu Kindsbäinä-n-aa isch’r, we-mä hütt säit, ä polyschportiivä Mändsch gsi. Etlichi Jahr isch’r Kunschtrad gfarä. Siinerläbtig hätt’r turnet. Näbem Ringä isch'r Nationalturner gsii und Aktiv-mitglied im Turnveräin Näfels.

 

Vu 1971 bis 2000 hämmer ds Mullis gwont. Dett isch’r i der Männeriigä gsii.

 

Chranz-Schütz

Körperlichi Bewegig, Gselligkäit und Ehrgiiz händ-nä des ganz Läbä begleitet.

Z Tuusedä vu Schii-Pischtä-Kilometer hätt’r mit üüs oder Fründä i dä Glarner Alpä erläbt. Sinä rassigä Fahrschtiil bliibt uuvergässä und d Änichind händ-em chuum naachämögä.

Dr Peter isch au ä liidäschaftlichä Schütz gsii und hätt ä Huffä Chränz us dr ganzä Schwiiz heipracht.

 

Ghaderet hätt’r mit sinä Kameraadä wägä dr Uufhebig vum Schüüss-Schtand Näfels und t’tuuret hätt-nä chüürzli d Uuflöösig vu dä Militäärschützä.

 

Sächsädriisg Jahr Mogros-Metzger

Ab 1971 isch’r pruäffli zur Migros. 36 Jahr, zeerscht i dr Migros z Näfels, dernaa as Chefmetzger z Niederuurnä und di letschtä Jahr bis zur Pänsioniärig anä 2006 z Glaris. Dr Peter isch bekannt gsii und hätt ä groossä und zfridnä Chundächräis uufp'puuä.

 

Muulöörgälä - Tanzä - Jassä

Är hätt Fröhlichkeit und Geselligkeit über alles gärä gkaa. I dr Famili, aber au bi sinä viilä Fründä und Kameraadä, isch em ä wüählschtä gsii. Tigg öppenämaalä hätt mit siim Muulöörgäli d Lüüt verblüfft und begäischäret. Nüd uugäärä hätt’r öppä-n-äs Tänzli gschwungä. Eeländ gäärä hätt’r gjasset. Sig’s z zwäitä mit dr Frau, oder mit sinä Schwägerinnä und Schwääger i dr altä Truube in Oberurnen odr mit sinä Chind und Aenggel.

 

Häärzoperaziuu

Im Summer 2001 hätt’r ä Herzoperaziuu müäsä übrschtuh. Naa dr Reha hätt’r ds Leben nuch bewusster gkäbt. Speziell gnossä hätt’r di letsch Tour uff sinä Härz-bäärg, dr Rauti, vor zwei Jahrä, zämä mit dr Petra und irer Famili. Und nuch vor wänigä Wuchä isch’r mit siim nüä I-Bike zu dä Jeger i Sulzboden hinderä gfara. Ds Oberseetal isch überhaupt vu chliii uuf ä Chraftoort gsii und im Doorf isch-mä-n-em verkuu, wän’r sinä Rundgang z Fuäs gmacht hätt.

 

Familiäherbscht im Berniina-Massiiv

Äm letschtä Septemberwuchän-n-änd isch di ganz Familie im Ängadiin gsii. Äs isch herrlis Herbschwätter gsii, wo mer mit Chind und Chegel bis i d Paradis Hüttä vis a vis vum Berninamassiv gwanderet sind. Mer wänd daas gmäinsam Zämäsii niä vrgässä.

 

Äm letschä Samstig isch’r nuch mit sinä Kameraade vum Militärschützäveräin im «Aeschä» zämä ghögglet. Si sind zwaar ächlä tuucht gsi, abr händ-‘s nuchämaal ä-n-eebigi Schüüni gkaa.

 

Sekundätood dähäimä

Gägä Mittnernacht sind-si mit-emä Büssli derabä. Dr Peter isch glückli hei chu, und churz druf abä hätt iis sis Härz sinä letschtä Schlag tuä."

 

 

Und nuch ä Schlussbemerggig von meiner Wenigkeit:

Es isch schwirig ä Mändsch chännä loszluh, wämä si so unerwartet und nüd rächt hätt chännä vu-n-em verabschidä.

 

Das gilt nüd nu für dich, liäbs Madi, für dich Thomas und Petra und Familiä, das gilt au für alli Vereinskameraadä und für üüseri Doorfgmeinschaft, wo mit üüch mittruuret. Das abruptä Guhmüäsä vum Peter zäiged üs wider ämaal, as's ä hööcheri Macht gitt, wo bestimmt, wänn und wo und wiä as-mer alli ämaal müänd guh.

Peter, du waschächtä Näflesser, mer tangged dir, as-es dich ggih hätt, du fäälsch üüs allnä!

 


Dienstag, 5. Oktober 2021

 

Trouvaille

 

Als das Bildstöckli im "Rautiloch" eingeweiht wurde

 

Hilarirank

P. Silvius Wyss, Präses der Pfadi Rauti, Vikar Johannes Baur, Pfarrer Blasius Braun bei der Einweihung des "Bildstöggli" beim Hilarirank. (Archivbild)

 

Kaplan Fäh hat das Ereignis wie folgt in seiner "Kirchlichen Chronik Näfels" fest-gehalten:

 

"9. November 1947.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges dachte P. Silvius Wyss ein Dankeszeichen zu setzen für die Erhaltung der Heimat vor Kriegsnot. Er plante ein Bildstöcklein beim Hilarirangg. Das Vorhaben konnte durch die Pfadfinderabteilung ausgeführt werden, welcher P. Silvius Wyss als Präses vorstand. Dabei hielt Pfarrer Blasius Braun die Ansprache und P. Silvius sprach das Weihegebet.

 

Die Inschrift lautet:

Unserer  Lieben Frau vom guten Pfad in Dankbarkeit gewidmet im Jahre des Heils 1945. Kath. Pfadfinderabteilung Rauti Näfels.

 

Am Bau betätigten sich Hilarius Landolt, Bruno Lampe und Armin Hauser. Pfr. Braun habe seine Ansprache begonnen mit "Die Jugend hat keine Tugend". Da-rauf aber ausgeführt, dass die Jugend doch auch gute Seiten hat. (Erinnerung Hilarius Landolt, Werkführer)

"Hilarirangg" heisst die Strassenkehre, weil beim Bau der Strasse ein Mann namens Hilari Landolt dort einen tödlichen Arbeitsunfall erlitt. Ein kleines Eisen-kreuz am Fusse der Stützmauer gedenkt seiner. Früher benannte man jene Stelle "Rauti-Loch".

 

Persönliche Erinnerung

Ich war noch ein kleiner Knirps, Zweitklässler. Ich erinnere mich an die gewaltige Beteiligung der Prozession zum Bildstöckli, dass es recht kühl war und sehe noch das Bild des Pfarrers Braun, der vor dem Bildstöckli predigte. Zwei Sätze sind mir geblieben: "Jugend hat keine Tugend" und der Schlusssatz "Jugend hat doch eine Tugend"  Der kleine Knirps auf den Bildern mit den weissesten Haaren

ist meine Wenigkeit.

 

Später wurde das aus Ton gebildete Marienbild von einem unbekannten Mann mit Menning (rote Farbe) geschändet. Es wurde nie bekannt, wer der Täter ge-wesen war.

 

Ich erkenne noch viele meiner Mitschülerinnen und Mitschüler. Die drei Pfadfinder links neben Pfr. Braun sind Marcel Flury, Antonio Micheroli und Geby Küng. Der Knabe mit dem hellen Haar in der Vertikale über Geby King ist meine Wenigkeit. bin ich, offenbar reckt der Wundfitzifritzli den Hals, um zu sehen, was der zum Stöckli schreitende P. Silvius, bei dem wir in der Klosterschule später Algebra und Physik und Chemie hatten, nun vorhabe.

Beim Segen durch Pfr. Braun ging das ganze anwesende Volk in die Knie. (Fotos: Archivbilder)

Pfarrer BlasiusBraun  Eröffnung der Ansprache "Jugend hat keine Tugend", Schluss: "Jugend hat doch eine Tugend".

Kanonikus und Pfarrer Blasius Braun - wie ich mich erinnere - hatte grosse Mühe die Berg- strasse emporzugehen und schwitzte sehr, er kam ziemlich erschöpft beim Bildstöckli an. Im gleichen Jahr in der Silvesternacht verstarb er, nachdem er in der Mitternachtsmette zusammengebrochen war und noch eine Woche bettlägerig war. Vikar Johannes Bauer hol-te uns beim Silvesterschellen per Velo mitten im Dorf (vor dem Kaufhaus Schubiger) ein und schickte uns nach Hause, der Herr Pfarrer sei verstorben.


Montag, 4. Oktober 2021 (Franziskustag)

Anbringen der Kuppel und des Kreuzes durch die Herren Fischli (Fischli Bedachungen AG) auf dem restaurierten Turmzimmer-Gebäude (Foto: Franziskanerkloster)
Anbringen der Kuppel und des Kreuzes durch die Herren Fischli (Fischli Bedachungen AG) auf dem restaurierten Turmzimmer-Gebäude (Foto: Franziskanerkloster)

 

Einweihung des "Turmzimmer"-Baus

im Franziskanerkloster Näfels

 

Im kleinen Hof an der Nordwestecke des Klosters steht ein markanter Bau, der eigentlich nur als Abstellraum benutzt wurde. Nun  haben sich die Stiftungen Mariaburg und Scotus dieses Gebäudes angenommen und daraus ein Bijou ge-schaffen. Im Innern ist ein stimmiger Gebetsraum entstanden, und auf dem er-neuerten Dach wurde eine Kuppel und ein Kreuz angebracht mit folgender Bot-schaft, die nicht nur für uns, sondern vor allem für die Nachfahren interessant sein dürfte.

Der Guardian Br. Dr. Paul Zahner hat mir den Text freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

 

 

Inschrift-Text, der am 20. September 2021 in die Kugel auf dem renovierten Turmzimmer im Franziskanerkloster Näfels eingelegt worden ist

 

Im Jahre des Heiles 2021 unter dem Pontifikate Franziskus, unter dem Episcopate seiner Eminenz Joseph Maria Bonnemain, des Guardians auf der Mariaburg P. Paul Zahner, seiner Brüder: P. Benedikt Borer, P. Fidelis Schorer, Br. Louis Bischof, Terziar, Br. Rene Fuchs, Br. Josef Fankhau-ser, P. Michael-Maria Josuran, Br. Martin Barmettler und Br. Johannes Pio Maria Pfister, am angesetzten Tag, ist das Turmzimmer mit dem Turmkreuz eingeweiht worden vom Kustos der Franziskaner OFM in der Schweiz, P. Christoph-Maria Hörtner.

 

Anwesend waren die Bruderschaft und die Sponsoren, in Vertretung der Stiftung Mariaburg, Herr Adrian Weitnauer und der Scotus-Stiftung, sowie die Firma Fischli Bedachungen.

Beteiligt am Innenausbau des Turmzimmers war Herr Leo Rüthemann und Br. Jean Langertz.

 

Das Turmkreuz stammt von einem Grabmal der Familie Urs Flunser-Jo-suran, Verwandte von P. Michael-Maria Josuran.

 

Kloster Mariaburg am 20. September 2021

 

P. Paul Zahner ofm, Guardian

P. Christoph-Maria Hörtner, Kustos

Adrian Weitnauer, Stiftung Mariaburg

 


Samstag, 2. Oktober 2021

 

Karl Brauns Spiegelbilder

Ein deutsch-schweizerisches Projekt

 

Am Freitag, 24. September 2021, fand im Käthe-Kollwitz-Pavillon der Erwin-Him-melseher-Siftung in Bad Säckingen die Vernissage zur Fotoausstellung von Karl Braun, dem bekannten Kulturschaffenden, Historiker und Fotograf Karl Braun, statt. Braun ist ein Mitbegründer der Partnerschaft (1988) zwischen Näfels, bzw. Glarus Nord und Bad Säckingen. Gerne sei ihm der folgende Beitrag ge-widmet.

Konzept für einen Bildband mit dem Thema: 

 

Kirche – Fluss – Farbe

 

von Karl Braun 

Einführung

Seit etwa 3 Jahren habe ich unterschiedliche Spiegelungen des Fridolinsmünsters von der Schweizer Rheinseite beobachtet und fotografiert. Da aber die Farbgebung des Motivs sehr begrenzt ist, bin ich auf die Idee gekommen, in Computer-Programmen eine Vielzahl von Farbnuancen mit entsprechenden Lichtveränderungen zu erreichen. Da die Fotos nur von der Schweizer Rheinseite aus möglich waren, ist es ein Gemeinschaftsprojekt, an dem beide Länder beteiligt sind.

 

Zu den 3 Titeln des Bildbandes

 

Kirche

Am ganzen Hoch- und Oberrhein gibt es keine ähnliche Situation, dass sich eine Kirche im Rhein spiegelt. Da Säckingen bis 1830 eine Insel im Rhein war, ist der Kirchenbau nahe an das Rheinufer gebaut worden. Die Kirche ist daher das entscheidende Motiv.

Einige Hinweise zum Bau des Säckinger Münsters:

Berner Bauleute haben den gotischen Bau errichtet, dessen Grundsteinlegung 1343 er-folgte. Die Fresken der ersten barocken Ausgestaltung malte Antonio Francesco Giorgioli aus Meride/Tessin. Die Steine zur Erhöhung der Münstertürme stammen aus den Steinbrü-chen des Fricktals. Es waren 1162 Fuhren über die Holzbrücke nötig, um die Steine auf die Insel zu transportieren.

 

Fluss

Das Wasser des Rheins ermöglichte die Spiegelung, daher war sie die entscheidende Vor-aussetzung für das Foto. Das königliche Eigenklosters Säckingen war zur Schweiz hin orientiert. Was an den Besitzungen im Fricktal und besonders in der Talschaft Glarus nach-vollziehbar ist. Deshalb war die Brücke über den Rhein von grösster Bedeutung. Im 16. Jahrhundert wurde die Bevölkerung auf der Insel mit einer Wasserleitung über die Holz-brücke versorgt. Die unterschiedlichen Bewegungen des Wassers durch den Wind er-möglichten die interessanten Stimmungen. Der Rhein ist seit 1801 zwar Staatsgrenze, aber die Bewohner beidseitig sind über Jahrhunderte mit Brücken verbunden.

 

Farbe

Entscheidend für die Umsetzung des sich wiederholenden Sujets ist die Farbe. Die unter-schiedlichen Farbnuancen vermitteln einmalige Stimmungen und jedes Foto wird zu einem kleinen Kunstwerk. Das faszinierende Farberlebnis wird es erst durch eine Anzahl von Fotos erreicht.

 

Zusammenfassung

Diese wenigen Hinweise machen deutlich, dass es sich um ein Deutsch-Schweizerisches Gemeinschaftsprojekt handelt. Die einmalige Chance, die das Buchprojekt bietet, sind nicht nur interessante Fotos, sondern kurze Textbeiträge aus Deutschland und der Schweiz unterschiedlicher Fachbereiche wie z. B. Kirche, Geschichte, Fotokunst, Wirtschaft (Was-serkraft des Rheins) und aktuelle grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Das Buch wäre ein bedeutsamer kultureller Beitrag der Hochrheinregion und daher ideal zur Förderung von Bildung, Kultur und Tourismus beider Länder.    

 

Der Anlass ist festgehalten in:

Badische Zeitung 27. September 2021 "Ungewohnte Blicke auf Bad Säckingen" von Roswitha Frey

Südkurier 28. September 2021 "Münster trifft Rhein" von Maria Schlageter

 

Die Ausstellung dauert vom 24. September bis 29. Oktober 2021.

 

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Kirche – Fluss – Farbe: Spiegelungen des Münsters im Rhein

 

Würdigung

von Dr. Reinhard Valenta (24.9.2021)

ehem. Leiter des Kultur- und Verkehrsamts der Stadt Bad Säckingen

 

Karl Braun ist immer noch für eine Überraschung gut. „Noch“, weil auch an ihm, wie an uns allen, der Zahn der Zeit genagt hat. „Immer“, weil er den Finger vom Auslöser seiner Ka-mera trotzdem nicht lassen kann. Die Katze lässt das Mausen nicht, sagt der Wehrer Volksmund dazu. Im Reich des Hidigeigei muss es natürlich „Kater“ heissen.

 

Diese Volksweisheit gilt in gesteigertem Masse für den Gastgeber des heutigen Abends, Dr. Dr. h.c. Günther Nufer. Günther mit TH, wie er mir vor über zwei Jahrzehnten eingeschärft hat, als wir gemeinsam im Braun-Verlag Karlsruhe einen immer noch lesenswerten Bild-band über Bad Säckingen herausgebracht haben. Das Wort „Ruhestand“ ist und bleibt im Vokabular eines Albürgermeisters Nufers unauffindbar, weil gestrichen.

 

Mit diesen beiden unverbesserlichen Säckingern aus Überzeugung und Profession verbin-den mich einige wunderbare Projekte, die zu den Highlights meiner aktiven Zeit zählen. Ich nenne das schöne Büchlein über den von Adelheid Enderle und ihrer engagierten Crew so liebevoll gepflegten Au-Friedhof, neben dem bereits erwähnten Bildband der Stadt Bad Säckingen. Seinerzeit habe ich sogar zur Gitarre gegriffen und meinen Song über den Friedhof bei der Buchpräsentation vorgetragen. Das werde ich heute nicht machen. Die Saiten meiner Gitarre sind leider eingerostet oder gerissen. Unvergessen ist auch der von Stephan Denk ermöglichte Bildband über den Bergsee mit Fotos von Karl Braun, um ein weiteres Buchprojekt zu erwähnen.

 

Was haben wir für Fotoausstellungen mit diesem exzellenten und bisweilen auch ein wenig exzentrischen Fotografen erlebt? Sie aufzuzählen, würde Ihr Standvermögen überstrapa-ieren. Wer kommt schon auf die Idee, halb Europa auf der Suche nach Dachrinnen abzu-klappern und die reiche Ausbeute in einer Ausstellung zu präsentieren? Oder verwaiste Handschuhe in Pfützen, auf Waldwegen, in Schrebergärten, am Strand, auf Bürgersteigen, Marktplätzen und an vielen anderen Orten aufzuspüren und zu fotografieren? Das war und ist typisch Karl Braun, wie er leibt und lebt. Wer glaubt, dass im Angesicht der 80 das Ende der fotografischen Fahnenstange erreicht ist, irrt gewaltig. Mit der heutigen Ausstellung toppt der Fotograf alle seine bisherigen Projekte – und zwar in jeglicher Hinsicht.

 

„Kirche – Fluss – Farbe: Spiegelungen des Münsters im Rhein“ hat eine Vorgeschichte. Spiegelungen haben Karl Braun schon immer fasziniert. So hat er am Bergsee und an der Wehramündung die Brechung von Spiegelbildern der Bäume und ihres Astwerks auf der Wasseroberfläche fotografiert. Auch Wasser übt seit jeher eine magische Attraktion auf den Fotografen aus. Aber noch nie hat er die Spiegelungen eines einzigen Sujets bzw. Objekts, losgelöst von demselben, seriell so variationsreich durchgespielt, wie in der Ausstellung „Kirche – Fluss – Farbe“. Das gilt ebenso für die mit dem Computer erzeugte Farbgebung. Sie löst die Grenzen zwischen Kirche und Fluss, zwischen Bild und Abbild, Fotografie und Gemälde, zwischen Wirklichkeit und Phantasie auf und evoziert im Auge des Betrach-tenden ganz neue, fließende Bilder.

 

Es ist ein genialer Schachzug, dass Karl Braun ausgerechnet das Fridolinsmünster als Sujet seiner experimentellen Spiegelungen ausgewählt hat. Mit seinen weithin sichtbaren Zwillingstürmen zählt es zu den bedeutendsten Stätten des Christentums im Südwesten und der Nordschweiz. In ihm ist die mit dem Namen des irischen Mönchs Fridolin verbun-dene Geschichte der Christianisierung unserer Region Stein geworden. Dieses Gotteshaus ist bedeutend, weil es unendlich viele Bedeutungen in sich trägt. Es ist eine Chiffre für so viees und viele – und für Karl Braun die Achse seines Lebens in, mit und für Bad Säckingen. Er hat nicht nur zahllose Gäste und Besucher der Stadt durch das Münster des heiligen Fridolin geführt, sondern sich auch selbst von hier aus auf den Weg gemacht, um die Spuren des Heiligen und seines Kultes in den Kirchen, Kapellen und Profanbauten des Südwestens und der Nordschweiz aufzuspüren und mit der Kamera für die Nachwelt zu sichern.

 

Auch der Fluss, der in unserer Region noch jugendliche Rhein, spielt im Leben des Foto-grafen eine grosse Rolle. Davon zeugen zahllose Fotos, mit denen Karl Braun den Fluss, die ihn überquerende Holzbrücke und das gesamte Uferambiente mit seinen historischen Bauten seit vielen, vielen Jahren festgehalten hat. Darunter finden sich auch Spiegelungen, die das Münster und sein Abbild im Wasser zeigen. Dass sich Karl Braun aber nun dazu entschlossen hat, das Urbild wegzulassen und nur die kopfstehenden Spiegelungen zu fotografieren, ist der eigentliche Clou! Das macht ihn zu Bad Säckingens Baselitz und uns, die Betrachter der Fotografien, zu Entdeckern überraschend neuer Bilder eines vermeintlich vertrauten Kirchenbaues.

 

Das Fridolinsmünster zählt sicher zu den am meisten fotografierten Bauten unserer Region. Es hat sich als Bild ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Auch in der heutigen Ausstellung lässt Karl Braun dies mit einigen Aufnahmen anklingen. Sie liefern die realistische Ver-gleichsfolie für seine Spiegelungen. Dass auch Fotos des großen und andernorts verhee-renden Hochwassers vom 16. und 17. Juli gezeigt werden, sei am Rande notiert. Von dieser zehntausendfach erprobten fotorealistischen Perspektive löst er sich in „Kirche – Fluss – Farbe“ radikal los. Dass er nicht das Münster selbst, sondern seine Spiegelung im Rhein fotografiert, ist eine unglaublich kreative Idee. Er realisiert sie – und das öffnet wei-tere Bedeutungshorizonte des Projektes – vom Schweizer Ufer aus. Nur von dort sind die Münsterspiegelungen überhaupt zu sehen. Und dort wechselt er innerhalb einer gewissen Bandbreite seinen Standort, was zu Variationen der Spiegelbilder führt. Das Urbild aber, das reale Münster, bleibt, wenn auch unsichtbar, fest verankert im Untergrund stehen wie ein Fels in der Brandung der fließenden Zeit.

 

Braun hätte es nun bei den realistischen Spiegelbildern belassen können. Durch Wechsel des Standorts und die Oberflächenbewegung des Rheins, die Wellen und Strömungs-verhältnisse, den Wasserstand, schließlich auch durch die Lichtverhältnisse hätten sich gewiss reizvolle Variationen ergeben. Aber eben nur innerhalb der Bandbreite des tradi-tionellen, gewohnheitsmäßigen Blicks auf das Münster. Indem Braun aber seine Spiegel-fotos farblich bearbeitet bis hin zur fast totalen Abstraktion, Verfremdung und Verflüchtigung der Konturen des Spiegelbildes, bricht er aus dem Rahmen der traditionellen Sichtweise aus und rückt sein Sujet in ganz andere, spannende, sehr tief und weit reichende Sinnzu-sammenhänge.

 

Natürlich können wir das alles als ein rein ästhetisches Spiel mit einem Sujet begreifen, als L´art pour l´art. Wer Karl Braun kennt, weiß, dass dies zu kurz gegriffen wäre. Gewiss hätte er auch die Spiegelungen eines beliebigen Baumes, des Diebsturms oder gar der Holzbrücke in dieser Weise fotografieren und farblich bearbeiten können. Das Ergebnis wäre sicher ästhetisch ansprechend und präsentabel geworden. Aber – ich darf das überspitzt sagen – mehr nicht. Mit dem Münster jedoch, dem Standort am Schweizer Ufer und der Form der Bearbeitung tun sich Kontexte und Sinnangebote auf, die ich hier nur als Fragen andeuten kann.

 

Was will uns Braun sagen, wenn er das Münster kopfstehen lässt? Will er, dass wir die von ihm verfremdeten Spiegelbilder in unserer Phantasie rekonstruieren und so unsere je eige-nen Münsterbilder schaffen? Will er, dass wir die auf dem Kopf stehende Kirche wieder auf ihre Beine stellen? Sollen wir bedenken, dass die Bilder, die wir uns von der Realität des Münsters und überhaupt von Realität machen, im unaufhörlichen Fluss sind? Zwingt er uns gar dazu, aus den Verflüchtigungen das alte Bild des Münsters neu zusammenzusetzen? Sollen wir bedenken, dass wir Grenzen überwinden müssen, um die Vielfalt des Münsters und der zugrundeliegenden Idee zu erkennen? Oder ist in den Spiegelungen eine Klage darüber angetönt, dass mit dem Prozess der Säkularisierung das Münster als Stätte der Religion und christlichen Botschaft sich bis zur Auflösung verflüchtigt hat? Vielleicht will er uns in den Abstrahierungen des Urbildes bis hin zur Unkenntlichkeit aber auch nur sagen, dass wir uns vom Absoluten kein Abbild machen können, allenfalls eine Chiffre?

 

Ich könnte den Katalog der Fragen noch weiter ausdehnen. Das Fridolinsmünster ist, wie oben angedeutet, in all seinen Facetten unendlich reich an Bedeutung und Karl Brauns zu Gemälden transzendierte Fotografien tönen diese semantisch so reiche assoziative Vielfalt genial an. Mir bleibt am Schluss daher nur eines mit Bert Brecht und Marcel Reich-Ranicki zu sagen: „Und so sehen wir betroffen/Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“


Donnerstag, 30. September 2021

 

Abt Beda Angehrn, zweitletzter Fürstabt von St. Gallen

 

Letzten Samstag war ich zu Gast beim Glarnerverein Wil und Umgebung auf dem Schloss Oberberg in Gossau (siehe "Bild der Woche). Dabei entdeckte ich die Liste der Konventualen des Abtes Beda Angehrn. Nun stosse ich auf zwei sehr schöne Münzen aus der Münz des Abtes. Er war der letzte St. Galler Abt, der eigenes Geld prägen liess. Der letzte Abt war Pankraz Vorster. Beide Äbte haben mit der Pfarrei Näfels eine Beziehung. Abt Beda Angehrn stiftete den Hochaltar der Pfarrkirche Hilarius, Abt Pankraz Forster errichtete ein "Äbtejahrzet", das in Näfels immer noch (um den Gallustag herum) gefeiert wird.

 

Beda Angehrn 

(* 7. Dezember 1725 in Hagenwil, heute Gemeinde Amriswil; † 19. Mai 1796 in St. Gallen) war von 1767 bis 1796 Fürstabt von St. Gallen.

BIld links oben Bär Fürstabtei St. Gallen, Bild rechts: Neu St. Johann

Bild links unter: Familienwappen Angehrn, Tanne mit zwei Engelsflügeln, Bild rechts: Toggenburg. (Quelle:https://www.heraldry-wiki.com/heraldrywiki/wiki/Beda_Angehrn


Freitag, 24. September 2021

 

Trouvaille

 

Käthi Leemanns Patent-Karte von 1959

 

Lehrerseminar Rorschach

 

Soeben erhalte ich von meinem lieben "Mitsemi " Chläus K. (so nannte man die Studenten des Lehrerseminars Rorschach, die Màdchen übrigens "Semibäse") dieses Fundstück. Die hochtalentierte Mitseminaristin Käthi Leemann kreierte da-mals eine Karte zum Abschluss der Patentprüfung und versandte sie an alle, die die freudige Botschaft von ihren bestandenen Prüfungen erfahren sollten, u.a. auch an die Mitstudenten ihrer Klasse. Die Karte ist ein grafisches Meisterwerk und verdient es, 62 Jahre post festum verewigt zu werden. Der senkrecht hand-schriftlich angebrachte Spruch: "Nun, ade, mein liebes Heimatland!" drückt das wunderbare Gefühl aus, in alle Welt entlassen zu werden. Nach den Strapazen

der "nahrhaften", stressigen Prüfungen in vielen Sparten und Fächern war das die grosse Freiheit.

Heute ist aus dem damaligen Seminar, einem ehemals als Kloster gedachten, aber nie als Sitz des St. Galler Abtes bezogenen,  gewaltigen Baus die "Pädago-gische Hochschule" geworden und nach geglückter Renovation ein Bijou. Das Lehrerseminar ist seit 1864 hier beheimatet.

Johann Konrad Angehrn

wurde als Sohn des Chirurgen und Gerichtsammanns Johann Konrad und des-sen Gattin Maria Katharina geb. Willi geboren.

Er besuchte das Jesuitenkollegium Konstanz und studierte später an der Bene-iktinerabtei St. Gallen. Nachdem er 1744 die Profess im Benediktinerorden ab-legte und den Ordensnamen Beda erhielt, empfing er 1749 die Priesterweihe.

 

Er lehrte 12 Jahre Theologie und Philosophie in St. Gallen. 1753 wurde er zum Professor der Theologie ernannt. 1763 wurde er Prior und Statthal-ter in St. Johann im Thurtal.

 

Am 11. März 1767 wurde er unter dem Vorsitz des Nuntius Luigi Valenti Gonza-ga zum Abt gewählt; die Bestätigung der Wahl durch Papst Clemens XIII. erfolgte am 27. April 1767, die Abtsbenediktion erteilte ihm der Nuntius am 8. September 1767.

Am 19. Dezember 1767 verlieh ihm Kaiser Joseph II. die Regalien.

 

Bleibende Bedeutung erlangte Abt Beda durch sein Engagement im Strassen-bau. Die Fürstenlandstrasse von Rorschach durch St. Gallen bis nach Wil gilt als sein wichtigstes Werk und als wichtige Anbindung des fürstäbtischen Rei-ches an die alte Eidgenossenschaft. Auch im Militärwesen und der Förderung der wissenschaftlichen Anstalten des Klosters erreichte Abt Beda eine nachhaltige Verbesserung. Andererseits vernachlässigte er bei seinen Plänen die ihm zur Verfügung stehenden Mittel, was zur Zerrüttung der Finanzen der Fürstabtei führte. Dabei missachtete er auch die dem Ordenskapiitell unter-stehenden Kontrollrechte und verwaltete sein Reich selbstherrlich. Ein Teil der jüngeren, kräftigeren Ordensgeistlchen trat bald mit Klagen gegen Beda bis vor den Papst, vermochte aber nicht durchzudringen.

 

Nach dem Ausbruch der Französischen Revolution 1789 verlangten auch die Gotteshausleute, so nannte man die Einwohner der Fürstabtei, mehr Rechte. Als die Klagen 1794 in revolutionären Bewegungen gipfelten, zeigte sich Fürstabt Beda ausserordentlich nachgiebig und liess sich von seinen bisherigen Unter-tanen trotz des Widerstandes seines Kapitels nach kurzem Sträuben ohne ernst-lichen Widerstand weitgehende Eingeständnisse abbringen. Im «Gütlichen Ver-trag» von Gossau von 1795 schaffte er die Leibeigenschaft ab und gab wei-tere feudale Rechte preis oder schmälerte sie. Der Konvent stimmte dem Vertrag am 18. Januar 1796 ebenfalls zu.

Abt Beda starb am 19. Mai 1796 in St. Gallen.

 

 

Werke

Oraison funèbre de ... Beda Anghern d'Hagenwyl, Prince-Abbé de Saint-Gall..., à prononcer Le 19 Mai 1797, jour de l'anniversaire de sa mort... [S.l.]: [s.n.], [ca. 1797]

Einiges aus den Tagebüchern des Fürstabtes Beda von St. Gallen (reg. 1767-96). Veröffentlicht von Pfr. K[arl] Steiger. Sonderabdruck, St. Gallen: Buchdrucke-rei <<Ostschweiz>>, 1919.

 

Literatur

Beda Angehrn. In: Helvetia Sacra. III/1/2 (1986), S. 1345–1348.

Johannes Duft: Die Abtei St.Gallen. St. Gallen 1986.

Otto Feger: Angehrn, Beda. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1,

Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 288 (Digitalisat).

Werner Vogler: Beda Angehrn. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Hermann Wartmann: Angehrn, Beda. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 452.

 

Weblinks

Commons: Beda Angehrn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Abt Beda Angehrn (1767-1796) im Stadtlexikon der Stadt Wil

Publikationen von Fürstabt Beda Angehrn im Katalog Helveticat der Schweizeri-schen Nationalbibliothek

 

aus: WIkipedia

Patent 59. Nun ade meine Heimatland!
Patent 59. Nun ade meine Heimatland!

Bild links oben: Die Mariabergstrasse führt "fädig" von Rorschach Hafen hinauf zum Lehrer-seminar Mariaberg mit der ausladenden Treppe und dem markanten Eingang. Bild rechts: Luftaufnahme, Seminar von Südwesten mit Blick auf den Bodensee. Bild links unten: der wunderbare Kreuzgang mit Deckenstuckaturen und Kreuzsteinen. Bild rechts unten: Der Musiksaal mit prächtigen Deckengemälden, versehen auch mit einer ansehnlichen Kir-chenorgel. (Foto: Erinnerungspostkarte)

 

Beschreibung aus dem Kunstführer

 

GSK: Kunstführer durch die Schweiz. Bern. Band 1, 2005 / Band 2, 2006 / Band 3: 2006 / Band 4, http://gsk.ch/de/rorschach-mariaberg.html

 

Kantonales Lehrerseminar Mariaberg (Pädagogische Hochschule).

 

Am Berghang über der Stadt. Mit dem Kloster St. Georgen in Stein a. Rhein der bedeutendste spätmittelalterliche Klosterbau in der Schweiz, ein einzigartiges Denkmal spätgotischer Steinmetzkunst. Grundsteinlegung zu einer grossen Klo-steranlage mit Ringmauer 1487 unter Abt Ulrich Rösch, der sein Kloster von St. Gallen nach Rorschach verlegen wollte; als Bauoberleiter amtierte Erasmus Grasser.

Nach Zerstörung der im Bau befindlichen Anlage 1489 (sog. Rorschacher Klo-sterbruch) durch Stadt St. Galler und Appenzeller im Sommer 1489 und dem da-rauf folgenden St. Gallerkrieg Wiederaufbau und Vollendung unter Abt Franz von Gaisberg (reg. 1504–29). Als Werkmeister und Steinmetzen werden genannt: Bernhard, Lienhard und Augustin Richmann sowie Matthäus Waldner.

 

Die Verlegung des Klosters von St. Gallen nach Rorschach unterblieb. Unter Abt Bernhard II. Müller (reg. 1594–1630) wurden die unteren Klassen der Kloster-schule nach Mariaberg verlegt, unter seinem Nachfolger Pius Reher (reg. 1630–54) auch die oberen. Im 18. Jh. diente Mariaberg der äbtischen Verwaltungs-behörde und wurde Sitz des geistlichen Statthalters des Oberamtes Ror-schach.

 

Nach der Aufhebung des Stifts St. Gallen 1805 kamen die Gebäulichkeiten samt Umfeld in den Besitz der kath. Administration. 1840 erwarb die Ortsge-meinde Rorschach den ganzen Komplex und richtete ihre Realschule im W-Flügel des Klostergebäudes ein. 1864 verlegte der Staat das Lehrerseminar von St. Gallen nach Rorschach, und 1866 kam es zum Erwerb durch den Kanton. In der Folge zahlreiche Umbauten unter Leitung von Louis Danielis.

 

1876 erwarb der Kanton St. Gallen von der Ortsgemeinde Rorschach den Rest der ihr verbliebenen Besitzung Mariaberg.

Erweiterungsbauten 1962–64 von Bächtold und Baumgartner. Umfassende Rest. 1969–78 durch Albert Bayer und Kantonsbaumeister Rolf Blum. S

 

Spätgot. Klostergeviert mit Innenhof, 78 m lang und 60 m tief. Auf der S-Seite war urspr. eine Kirche geplant. In der Achse der Mariabergstrasse 1777 angelegtes N-Portal mit zweiarmiger Freitreppe und Wappen von Abt Beda Angehrn; darüber Uhrgiebel. Flankierende Sandsteinstatuen (Kopien) der hl. Karl Borro-mäus und Johannes Nepomuk.

 

Der Kreuzgang öffnet sich zum Hof mit 35 reichen Masswerkfenstern, der viel-fältigsten und grössten Ansammlung spätgot. Masswerkfenster in der Schweiz. Im N-Arm komplizierte, jochweise abgetrennte Sterngewölbe, in den drei andern Armen einfachere Rautengewölbe, überall auf skulptierten Konsolen.

 

Die Bauplastik ist auf die Schlusssteine und die Rippenanfänger konzentriert. Mariaberg besitzt neben dem Münster in Bern und der St. Oswaldkirche in Zug das grösste Lapidarium figürlicher Bauplastik der Spätgotik in der Schweiz.

 

Im N-Flügel zwei Wappenschilde von Abt Franz Gaisberg dat. 1516, im O-Flügel von 1519 die vier Evangelistensymbole, Christus mit der Weltkugel und die Halb-figuren der zwölf Apostel, im S-Flügel von 1519 Wappenschild von St. Gallen, Toggenburg und Abt Franz Gaisberg sowie Brustbilder der Schutzpatrone Ma-donna mit Kind, Gallus, Otmar, Benedikt, Notker, Wiborada und der Vierzehn Nothelfer; im W-Flügel Passionswerkzeuge, Rosetten, Arabesken und Astwerk.

 

Das Refektorium im östl. Teil des N-Flügels ist eine zweischiffige fünfjochige Säulenhalle mit Sterngewölben und dient heute als Mensa. Schlusssteine: Ecce homo, Mater dolorosa, die hll. Gallus, Otmar, Benedikt, Magnus, Kolumban, Mar-tin, Scholastika und Wiborada; in der Lünette des Portals Relief der Mater dolo-rosa.

Der ehem. Kapitelsaal (heute Musiksaal) ist eine zweischiffige Pfeilerhalle mit Rautengewölben und Schlusssteinen, welche fünfmal das Wappen von Ulrich Rösch tragen. Diente in Ermangelung einer Kirche urspr. als Marienkapelle, 1564–68 unter Abt Otmar Cunz von einem Monogrammisten NK ausgemalt, M. 19. Jh. Übermalt (1855–62 Gottesdienstraum für die evang. Kirchgemeinde). 1899 freigelegt, dabei starke substantielle Verluste (Retouchen und Übermalun-gen): Stammbaum Jesse und Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria sowie Andachtsbilder und Heilige des Benediktinerordens, Wappen der Äbte Diethelm Blarer und Otmar Cunz.

 

Im W-Flügel des OG Renaissancemalereien (Grisaillen von 1540 mit Porträts der Kurfürsten und Karls V.); im nördl. Abschnitt vier barocke Prunkräume. Barock-portal zum Fürstenzimmer (Nr. 247), innen Rokokostuckdecke mit Darstellung von Kolumban und Gallus. Im Prunkzimmer (Nr. 246) noch reichere Stuckdecke mit Darstellung von sanktgallischen Besitzungen und Wappen von Cölestin Gug-ger von Staudach. In Nr. 245 gemaltes Wappendenkmal. In Nr. 244 Spiegeldecke mit der ältesten bekannten Gesamtansicht von Rorschach. Josephszimmer. Ehem. zur Statthalterwohnung gehörig; barocke Täfermalereien M. 17. Jh. (alttestamentliche Szenen, anlässlich der letzten Rest. entdeckt).

 

Im N-Flügel vor 1491 entstandener Dachstuhl. Information zu Rorschach Ent-standen als Marktsiedlung des Klosters St. Gallen. Zunahme der Bedeutung unter Abt Ulrich Rösch (reg. 1463– 91), hauptsächlich durch den bis zum E. des 18. Jh. andauernden Leinwandhandel und die Getreideimporte aus Süddeutsch-land.

 

Als Abt Ulrich das Kloster nach Rorschach verlegen wollte, kam es im Sommer 1489 zum «Rorschacher Klosterbruch», bei dem Stadt St. Galler und Appenzeller das kurz vor der Vollendung stehende Gebäude auf Mariaberg niederbrannten. Blütezeit seit A. 17. Jh. (vor allem Leinwandhandel); in der Folge Zuzug von ital.  Kaufleuten. Rorschachs Bedeutung als Handelsplatz zeigte sich auch im Bau des Kornhauses am Hafen 1746–49.

 

Um 1840 Entwicklung zum Bad-, Molken- und Luftkurort. 1856 Anschluss an die Bahnlinie nach St. Gallen und ins Rheintal. 1869 Bahnlinie nach Romanshorn entlang dem See; dadurch Veränderung der Uferzone. Beginn der Industrialisie-rung im 3.V. 19. Jh.; zuerst Handmaschinen-Stickerei, ab 1881 Stickerei Feld-mühle. Seit den 1880er Jahren starke Bevölkerungszunahme und rege Bautätig-keit. Seit 1909 im Rang einer Stadt. Sozialer Wohnungsbau. 1912 entstand die Wohnkolonie der Eisenbahner-Baugenossenschaft als grösste genossenschaft-liche Siedlung (Vorbild war die Schorensiedlung in St. Gallen). Mit dem Nieder-gang der Stickereiindustrie verlor Rorschach an Bedeutung.


Bettagsamstag, 18. September 2021

 

Näfels im Zeichen von General Bachmann

 

Historische CD-Taufe und 30 Jahr-Jubiläum

Festrede der Bundesrätin Karin Keller-Sutter im Freulergarten. Die Bundesrätin am Mikrophon.

Der Gründerpräsident Brigadier Robert Küng mit Ehefrau Marlies kurz vor seinem Auftritt.

Er schenkte der General Bachmann Gesellschaft ein Originalbild von Landammann Karl Müller von Friedberg.

Wenn schon Schweizerkreuz, das aber richtig... auch als Maske!

Post festum - Premiere gelungen - Abang: Weibelin, rechts BR Karin Keller-Sutter und LA Marianne Lienhard. im Hintergrund Br Robert Küng (mit Akte in der Hand) GBG-Präsident Martin Laupper und Komponist und Dirigent Christoph Walter.

 

Bei prächtigem, sonnigem Wetter ging ein rauschendes, historisch geprägtes, musikalisches, farbenfrohes Fest im Freulergarten über die Bühne. Nach einem Marschkonzert der Harmoniemusiken Näfels und Glarus, dem Auftritt der Glarner Tambouren und der Beresina Grenadiere gab es zündende Reden von Martin Laupper, Präsident GBG, Werner Schindler, Sprecher der Beresina Grenadiere, Dr. Dr. Hans-Niklaus Müller, Festrede der CD-Taufpatin BR Karin Keller-Sutter und Br Robert Küng, einen CD-Taufakt mit Champagner und die Uraufführung des General Bachmann Marsches "Ds Schwiizerchrüüz" unter Leitung des Komponisten Christoph Walter.

Beim Abendprogramm mit rund 50 Gesellschaftern und geladenen Gästen hielt man in Bildern Rückblick auf "30 Jahre General Bachmann Gesellschaft 1990-2020", erhielt Einblick in die Entstehung der CD durch Hans-Niklaus Müller, Initiant, Christoph Walter, Komponist und Dirigent und Oberst Philipp Wagner, Kdt des Kompetenzzentrums Militärmusik und Kdt des Schweizer Armeespiels. Der Catering-Service "Gastro-Wärchstatt" mit den Landfrauen überraschte in hübsch gestalteter Turnhalle und verwöhnte die Festgesellschaft mit Speis und Trank.

Ein stolzes und frohes Fest hat wieder einmal in Näfels stattgefunden.

 

Die Gründerväter der General Bachmann Gesellschaft: v.l.n.r. Fridolin Hauser, alt Gemeindepräsident, Robert Küng, Brigadier, Georges Müller, Präsident des Stiftungsrates Freulerpalast.

 

Autogrammkarte von Frau Bundesrat Karin Keller-Sutter
Autogrammkarte von Frau Bundesrat Karin Keller-Sutter
Neuste Autogrammkarte Beilage zum Antwortschreiben des EJPD vom 24. Sept. 2021
Neuste Autogrammkarte Beilage zum Antwortschreiben des EJPD vom 24. Sept. 2021

 

 

Festrede

von

Frau Bundesrat Karin Keller-Sutter

im

Freulerhof am Bettag-Samstag 18. September 2021

 

(Abschrift von einer Videoaufzeichnung)

 

Frau Landammann

Herr Landratspräsident

Herr Gmeindspräsident

Sehr geehrti Frau Divisionär, Herr Divisionär

Sehr geehrter Herr Präsident vo de General Bachmann Gsellschaft

Liebi Glaarnerinne und Glaarner

 

Ich danke herzlich för d Iiladig zum hüttige Jubiläums-Aalass vo de Generaal Bachmann Gsellschaft.

 

Uusgrechnet ds 30 Johrjubliäum hend Si s letscht Johr wege Coroona nöd chöne fiire.

 

Äs chunnt äim mengmol voor wie-n-ä Belagerig. Sitt 1 ½ Johr liit de Find vor de Muure und durchbricht immer wider üüsi Abwehr. Wä-mer diä Schlacht wönd erfolgriich schloo, denn bruucht’s ä Beteiligung vo üüs allne. Vilicht wüürds jo helfe, we-mer üüs das Virus als habsburgisches Heer wüürded vorstelä. Jedefalls hend 1388 bis de Schlacht vo Näfels au g Glaarner uf d Understützig vo andere Eiggenosse chöne zelä. Mer chönd immer no nachher drüber schtriite, wem de Siig z verdanke gsii isch, de Solidaritäät under de Eiggenosse oder de göttlichä Hilf, abr bevor mer afange schtriite, chömer üs einfach emol freue, as mer diä Jubiläumsfiir Fiir hütt chönd nocheholä und i fühl mi geehrt, as i törf do in Näfels törff z Gascht sii.

 

I bin jo i de Zwüscheziit schon fascht en Stammgaascht im Glarnerland. Als Re-giärigsrööti bin i mehrmals a de Näfelser Fahrt gsii, vor drüü Johr hani d Fahrt as  Schtänderrattspresidäntin  chöne mitmachä, jetzt  bini as Bundesrötin zur Jubi-äumsfiir vo de General Bachmann Gsellschaft iiglade und vor zwei Wuche, nachdem i Glaris ga de Landsgmäind gsii bi, isch da scho wider di nöchschti Glägeheit.  Me hend jo ad de Landsgemeind miI bi ja tüberchoo. Wie sie Invesch-tizione bschlosse hend do im Freulerpalascht

 

I bi abr ja nüd nu Bundesröötin, sondern i bin au Sanggalleri und as Sanggaleri han-i zu Näfels ohnehin ä schpezielle Beziähig, vo doo stammt nämli de Karl Müller-Friedberg, der Gründervatter und eerschti Landammann vom Kanton Sanggalle. Ich bin übrigens au ä de Iiweihig de Müller Friedberg Gass do in Nä-fels z Gascht gsi.

 

De Napoleon Bonaparte hett in 1803 zum Präsident vo de Regiärigskommission ernannt, damit er us de Reschte vo de helvetische Kantöön Linth und Sentis de Kanton Sankt Galle formt. De Müller Friedberg hett denn im Uuftrag vu Paris mit diplomatischem Gschick daas gschafft, was ebe denn de Kanton Sankt Galle gsii isch, aber er hett das natürli au mit harter Hand gmacht. Än Näfelser, wo also für langi Jahr di dominanti FIguur gsii isch i miim Heimatkantoon. Er isch en Zentra-lischt gsii, eine vo de alte Oornig, aber er hett gschpüürt, das de Moment choo isch, für föderalischti Element au i üüsem Kantoon. Wer weiss, öb ich hütt zu inä als Sankt Galleri rede wüürdi,  wen’s in nöd geh hetti. Trotzdem säg-ich Gottsei-ank wiirt Schwiizer Politik hütt i de Schwiiz gmacht und nümä in Paris oder inere andere europische Hauptstadt. Das daas so isch verdanked mir nüd zletscht au am en andere berüemte Sohn us Näfels, äm General Niklaus Franz von Bach-mann. D Beuurteilig vu simm militärische Würke überlohn ich gern de militärisch b’bildte Gescht under üüs. Aber grad de Niklaus Franz von Bachmann isch für mich ä guäts Biischpiil do defür, das sich de Blick i d Vergangäheit lohnt, wä-mä Gägäwaart verstoh will und d Zuäkunft gschtalte will.

 

I rede jetz vum letschte groosse Underneme vum General, vom Feldzug vom 1815. Das isch vo Aafang aa vo groose Schpannige überschattet gsii, wo d Schwiiz damals prägt hend. Vor em Bundesvertrag wär’s 1814 jo fascht zume Bürgerchrieg choo zwüschend de reakzionääre und de gmässigte Kantöön.

 

Wo’s drum g’gange-n-isch, wer d Weschtgrenze gege Napoleon sicheret, hett d Tagsatzig de Bachmann als Oberbefehlshaber vo de Schwiizer Truppe ernannt. En preziise Uuftraag hend-s-em aber nöd g’geh. Kantöön hend sich au schweer tue mit de Uusbildig, mit de Uusrüschtig und au mit de Versoorgig vo de Truppe. Während de Grenzbsetzig isch es denn zum ne Zerwürfnis choo zwüschet em Generaal und dr Tagsatzig. Nach wenige Monet hett de Bachmann ds Komman-do wider abgeh. De Napoleon Bonaparte hett damals zum Glück schon ds Water-loo erläbt gkaa.

 

Es sind damaals anderi Ziite gsii und anderi Umstchtänd. Und doch gseh-n i dere Episoodä ä Paralellä zur hüttige Ziit. Au miir läbed inerä Ziit vo Umbruch und vo Spannige. Au hütt gitt’s Zerwürfnis und Blockade, wichtigi Reforme stocked. Pan-

demie forderet de Kohäsionswille vo üüserer Gsellschaft use, vili Mensche sind verunsicheret, dezue chunnt, dass es sowieso gad echli Moode-n-isch stuur uffem eigene Schtandpunkt z behare und Trennendes z kultiviere und nöd daas, wo üs eint.

 

Mini Daame und Here,

anders als de General Bachmann möm-miir hütt zum Glück kei fremdi Truppe abwehre. Die hüttige Useforderige sind andersch, aber es sind einige und mir mönd us dene schtele. Daas schaffe-mer nur wenn’s üüs glingt, üsi gmeinsame Inträsse z identifiziere. Druuf uufbauend chöm-mer en Konsenz bilde, über Kan-ton über d Sproch- und Parteigrenze hinweg. I bi überzüügt, es ghört zum Erfolg vu de Schwiiz uff dem uufzbaue, wo mir gemeinsam wend. Es ghört zur Schwiiz, di politische Ussenandersetzigä mit offenem Visier füere und ebe-n-au bereit z sii, Abschtrich z mache und gueti Kompromiss z finde. Egal ob i de Schtadt oder uffem Land, was üüs as Schwiizerinne nd Schwiizer verbindet, isch sehr viil schtercher, als daas, wo üüs trennt. Und es isch grad au di  grossi Viilfalt i üüse-rem chliirümige Land, wo üüs ä gmäinsami Identitäät prägt und uf derä Viilfalt uufbaue, chöm-mir au, wenn mir über üseri Inschtituzione redet, we-mir über üüsere Föderalismus reded, wenn’s um Konkordanz goht,  wo für d Zämenaarbet wichtig isch und für üüsi gemeinsami Identitäät träged.

 

We-mir üüs hingäge aber uf s Trännendi konzentriäred, chönnt’s üüs gliich go, wie em General Bachmann. Er isch 1815 zwor nöd gschlagä woordä, aber en richtige Siig hett er au nöd errunge. Und wen-i ich meine nöd nu Pandemie-bekämfpig oder d Europapolitik wo grad i de Schlagziile sind, ich rede n au vo der Sicherig vo der Altersvoorsoorg, vom e bezahlbaare Gsundheitswesä, von-ere naachhaltige Landwirtschaft und natürlich au vonere glaubwürdige Landesver-teidigung. I rede vom Erhalt vo guete Rahmebedingige für d Witrschaft und d Sicherig vo Aarbetpletz. I all dene Theme hem-mir meh gmeinsami Inträsse, aber nu wem-mir konsensorientiert schtriited, chöm-mer di aaschtehende Probleem lööse und das isch halt harti politische Aarbet. Es isch jedefalls tüütlich aaschtrengender als de politisch Gegner mit eme Tweed k.o. z schlo.

 

Mini Daame und Here

Schlömmer no emol de Boge vo der Vergangeheit i g Gägewaart. Dr General Bachmann hett 1815 ä-n-Armee komandiärt vo mehrere zähtuusig Maa, wo sich us 22 Kantonsmilize zämegsetzt hett. Si hend verschideni Uusbildige gkaa, Waffe und Uniforme. Au die gmäinsam Voorschtellig vo de Schwiiz  isch damals nöd uusgeprägt gsii. De Generaal isch75 Johr alt gsii, er isch en erfahrene Heerfüärer gsii, er het gwüsst, as sini Manne besser kämpfed, wenn si öppis gmäinsams hend. Drum hett er ihne ä Banner ggeh ä wiisses Chüüz uff rootem Grund. Da isch ja ursschprünglich ä chrischtlichs Sämbool, wo scho die alte Eiggenosse verwendet hend. De Generaal hett’s usas de Vergesseheit gholt. A demm Symbol hend sich vili Soldaate uffem Schlachtfeld als Schwsiizer für die glich Sach chön-ne wider erkenne. Das Banner, das Schwiizerchrüüz isch au hütt no ä schtarchs, ä sichtbaars Zeiche für üsi Einheit. Drum freui mi au, dass ich as Tauf-Gotte törff fungiärä bi de General Bachmann Gesellschaft, wenn’s drum goht ebe de Titel, das Schwiizerchrüüs de neue Marsch törff taufe.

 

Indem  General Bachmann Gsellschaft und do die versammlete historische For-mazione, wo mer gseh hend und aus d Musigverein üüsi Flagge ehred, stärked si au d Einheite vu de Schwiiz

 

Mini Dame und Herre

Zum Schluss möchte ich noch den dritte Glaarner erwähne, wo-n-ich sehr verehr, de Hischtoriker Georg Thürer, die wo mi kenned. wüssed, as ich in gern zitiäre und aus sini Schrifte, er het de Schwiizerinne und Schwizer öppis a ds Herz gleit, er het ine gseit: Zeitgenossen sein, Eidgenossen bleiben.

 

So wichtig 's isch, de Wandel nöd uufzhalte, so wichtig isch es ebe-n-au üsi  Tradizioone hoch z halte. Generaal Bachmann Gsellschaft leischtet do derzue än wichtige, und grandioose Biitrag, we-mer au hütt wider gsehnd. I gratuliere herz-lich zum Jubiläum und wünsch noch viili Johr vo de aktiive Gsellschaftertätigkeit.

 

Ich danke Ine jetzt vilmool für Iri Uufmerksamkeit und wünsch Ihnä no en schöne Abschluss vo der Fiir.

Merci. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erinnerungsbild:

Brigadier Robert Küng

bei der Übergabe der Bronzebüste von General Franz Niklaus von Bachmann in der Militär-Akademie in Luzern

 

 

Grusswort

von

Brigadier Robert Küng,

Gründerpräsident der General Bachmann Gesellschaft

 

Ich ha dr Uuftrag überchuu, äs Gruässwoort vu dr General Bachhmä Gsellschaft

z übermittlä.

 

Ä Gruäss chaa-mä uff verschideni Aartä übermittlä. Ich ha au äini gwehlt

 

Ich bi dr Mäinig, dass de Familä Bachmä groossi Schpuurä hinderluu hätt, im Glaarner Underland, im Kantuu Sanggallä, und zwaar durä General Bachmä und durä Karl Müller-Friedbäärg.

Dr Karl Müller-Friedbäärg isch ä Neffä vum General Bachmann.

 

Und äm General Bachmä sin Neffä gseht so uus (zeigt Bild)

Titelbild der  Broschüre Ernst Rüesch e.a.: Karl Müller-Friedberg, hgg. von der General Bachmann Gesellschaft, Näfels
Titelbild der Broschüre Ernst Rüesch e.a.: Karl Müller-Friedberg, hgg. von der General Bachmann Gesellschaft, Näfels

 

Und miis Mitbringsel. Wämä iigladä-n-isch änä Tauffi als Götti muämä öppis mitbringä.

 

Und ich bringä-n-öppis, daas verbindet Näfels mit dem Kantuu Sanggallä und Sanggallä mit Näfels. Und ich wünschdä Ihnä, Frau Bundesräti und allnä Näfles-ser, Glaarner, nuch ä gfreutä-n-Aabed

 

Schänggä tuä-ni daas Bild vum Karl Müller-Friedberg, Gründervatter vum Kantu Sanggallä,  schänggä tuäni’s ä dr General Bachmä Gsellschaft

Miterä Uuflaag:

D Uuflag isch diä, As de Gsellschaft das Bild em Freulerpalascht as Leihgaabe zur Verfüägig schtellt: Dr Schorsch Müller mög dänn daas nachhäär vu dr General Bachmann Gsellschaft i Empfang nih.


Cover des Bildbuches "Mein Name ist Fridolin"
Cover des Bildbuches "Mein Name ist Fridolin"

Freitag, 17. September 2021

 

Buchvernissage

 

Mein Name ist Fridolin

 

Fotobuch von Sasi Subramaniam

 

Buchhandlung Wortreich Glarus

Geboren am 8. November 1974 in Sri Lanka, hat in der Universität Colombo Journalismus studiert. Er arbeitete fünfzehn Jahre in Sri Lanka als Journalist und Produzent bei Zeitun-gen und Fernsehanstalten.

2008 flüchtete er mit seiner Frau in die Schweiz. Seit 2010 arbeitet er als Fotograf, Bild-redaktor sowie als Journalist für die «Südostschweiz» («Glarner Nachrichten») in Glarus. Er präsentiert ganzseitige Bild-Reportagen und verfasst Texte dazu und kreiert Foto-Ko-lumnen. In der Schweiz absolvierte er am MAZ in Luzern die Fotografie Ausbildung. Er hat an zahlreichen Buch- und Fotoprojekten mitgearbeitet und Werke aus seinem Reper-toire an mehreren Ausstellungen erfolgreich vorgestellt. Sasi Subramaniam wohnt mit seiner Fa-milie mit zwei Kindern in Mollis. Am vorliegenden «Fridolinsbuch» arbeitete er seit mehre-ren Jahren und schuf im Lande Fridolins ein einheimisches Werk

 

Bild und Text. Cover hinten.

 

Einführung und Präsentation des Buches durch Eva Zopfi,

Leiterin des Somedia Buchverlages

 

"Herzlich willkommen zur Buchvernissage «Mein Name ist Fridolin». Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind.

 

Ebenfalls herzlich begrüssen möchte ich neben all den Fridolin, Fredos, Fridlis usw. auch unseren Autoren/Fotografen Sasi Subramaniam, Fridolin Hauser (bekannt als Fridli Osterhazy) auch die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Dr. Ursula Helg.

 

Wer welchen Beitrag zum Buch geleistet hat wird sich im Laufe des Abends klären. Danken möchte ich zudem Christa und dem Wortreich Team, dass wir die Geburtsstunde vom Buch bei Ihnen feiern dürfen.

 

Kurz zu meiner Person:

Mein Name ist Eva Zopfi, ich leite die Editionen des Somedia Buchverlages und Sasi Subramaniam, bat mich auch ein paar Worte über unsere Zusam-menarbeit und unseren Verlag zu sagen.

 

Im November 2019 kam Sasi mit der Buchidee auf mich zu und er suche nach einem Verlag, bei dem die Publikation gut aufgehoben wäre. Da es sich um ein Thema handelt, das besonders den Kanton Glarus betrifft, und der Inhalt starken regionalen Bezug hat, war ich gleich interessiert und begeistert. Es folgten Monate des Abwägens, Aussuchens, Gestalten usw.
Eigentlich wollten wir das Buch zur Landsgemeinde 2020 veröffentlichen, aber aus bekannten Gründen verschob sich das nun bis in den Herbst 2021.

 

Hier ein paar Angaben zum Buchverlag:

Der Somedia Buchverlag umfasst die Editionen Terra Grischuna, Edition Rüegger und die Edition Somedia in der das vorliegende Buch seinen Platz fand. In unserem Buchverlag möchten wir das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Südostschweiz zu Wort kommen lassen, mit Büchern, die von der Region handeln und in der Region entstanden sind - aber nicht nur in der Region gelesen werden.

 

Wir möchten mithelfen, ads Bewusstsein der heimischen Tradition und Kultur zu wahren, denn unsere Kultur ist reich an faszinierenden historischen und aktuellen Begebenheiten, originellen Persönlichkeiten, gescheiten Ideen und wichtigen Impulsen. Bei uns finden Sie vom Wanderführer, über Krimis, Bild-bänden, Sach- und Fachbüchern, Reportagen, Kinder- und Märchenbücher sehr, sehr viele unterschiedliche Genres.

 

Mein ganz besonderer und herzlicher Dank gilt aber auch unseren Sponsoren und Unterstützhtenr. Dies sind-

 

 

      Garbef Stiftung

 Stiftung der Glarner Kantonalbank

   Stiftung Anne-Marie Schindler

    Gemeinde Glarus

  Kanton Glarus Kulturförderung

    F. Jakober Vermögensverwaltung

 Linthpraxen Gesundheits- und Präventionszentrum 

 

Ohne diese Beiträge würden wir heute nicht dieses, in meinen Augen gelungene Buch, in den Händen halten.

Foto fürs Familienalbum: Aufgestelltes Publikum vorne Mitte Dr. Ursula Helg und rechts Eva Zopfi (Foto: Sasi Subramaniam)

 

 

Rede zur Buchvernissage von Sasi Subramaniams Mein Name ist Fridolin, Buchhandlung Wortreich, Glarus, 16. September 2021

 

Von Ursula Helg

 

Meine Damen und Herren

 

Ich kann Ihnen aus erster Hand versichern: es ist ein Schnappschuss.

 

Der tanzende junge Mann aus Afghanistan, der mit einem Lächeln im Gesicht in die Fussstapfen des heiligen Fridolins persönlich zu treten scheint als würde es darum gehen, den ehrwürdigen Schutzpatron abzulösen und sich in neuer Mis-sion zu neuen Ufern aufzumachen, hat nicht posiert.

 

Vielmehr hat Sasi Subramaniam geduldig auf den richtigen Moment gewartet, bevor er auf den Auslöser drückte und dem ahnungslosen Tänzer eine bedeu-tungsschwere Rolle zuwies.

 

Zusammen mit dem Titel des Buches scheint sich das Lächeln in einen Kom-mentar zu einem perfekten Schelmenstück von Zugewanderten zu verwandeln: ja schaut nur hin und staunt, sein Name ist Fridolin.

 

Oder sind es drei, die sich hier verbündet haben? Hat sich der heilige Fridolin, der einstens selbst als Migrant ins Glarnerland kam, sich mit seinen beiden Schicksalsverwandten verbrüdert?

 

Dass es mein Lieblingsbild aus der über 1000 Aufnahmen umfassenden Spuren-suche zu Fridolin auf die Titelseite dieser Publikation geschafft hat, freut mich ganz besonders.

 

Es ist ein Bild, das neugierig macht und zum Nachdenken anregt.

 

Neugier und Nachdenklichkeit, vor allem aber echtes Entsetzen, stehen - wie Sie in meinem Vorwort zu dieser Publikation lesen können  - auch am Anfang von Sasi Subramaniams fotografischer Spurensuche.

 

Unterwegs mit dem Auftrag, Schweizer Brauchtum zu fotografieren, entdeckt er am 6. März 2015 – dem Gedenktag des Glarner Schutzpatrons – rauchende Kinder und kann diese so gar nicht in Einklang bringen mit seinem Bild einer perfekten Schweiz: warum lässt man die Kinder rauchen? Das passt doch nicht zu einer vom Gedanken der Behütung geleiteten Kindererziehung!

 

Und was hat es eigentlich mit dem merkwürdigen Kult auf sich, mit dem die im Wappen des Kantons verewigte Figur verehrt wird?

 

Solche Fragen stehen am Anfang der fotografischen Spurensuche, aus der dabei entstandenen Fülle von Aufnahmen Sie hier eine Auswahl sehen. Die Bilder sind von teils mehr künstlerischem, teils dokumentarischem Wert. Einige sind ausge-sprochen humoristisch und zeigen Situationskomik, andere machen nachdenklich und laden ein zum verweilenden Schauen. Alle aber zeugen von Wachheit, Sen-sibilität und grösstem Einfühlungsvermögen des Fotografen.

 

Auf eine Porträtserie von auf den Namen Fridolin getauften Männer folgen die stimmungsvollen Aufnahmen zu „Fridlis Füür“. Auch die Ausflüge des „Fridolin-bundes“ nach Bad Säckingen und Rankweil hat er dokumentiert und schliesslich ist er den Spuren gefolgt, die der Heilige im Glarner Alltag und im Museum des Landes Glarus, dem Freulerpalast in Näfels, hinterlassen hat.

 

Eine erste Auswahl seines Works in Progress hat Sasi Subramaniam in einer Ausstellung 2019 in der Kanzlei von Rhyner und Schmid im Bahnhof Glarus gezeigt. Er hat sie für dieses Buch weiterentwickelt. Und er ist - wie er mir neulich sagte - noch nicht am Ende des Projektes angelangt.

 

Eine Antwort nämlich, auf die Frage, was dieser Allgegenwart des Schutzpatrons nun genau zugrunde liegt, hat Sasi Subramaniam, der sich selbst als Visual Thin-ker, also visuellen Denker bezeichnet, dabei noch nicht gefunden.

 

Mit seinem neugierigen Blick von aussen ist Sasi Subramaniam mit diesem ersten unter seinem Namen veröffentlichten Buch ein Bildband gelungen, der als visuelle Anthropologie des Glarnerlandes überzeugt.

 

Und mit den von Fridolin Hauser gelieferten Erklärungen zur Tradition des heili-gen Fridolins und den Kommentaren der porträtierten Namensträger hat er auch die Einheimischen ins Protokoll seiner teilnehmenden Beobachtung aufgen-m-men

 

Ich wünsche Ihnen eine vergnügliche Reise auf den von Sasi Subramaniam fotografisch festgehaltenen Spuren Fridolins und gebe das Wort jetzt gerne weiter.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!