Aus: Südostschweiz-Glarus, Glarner Nachrichten, 7. März 2026

 

Aufgeschnappt!

 

Denkpause

 

Der heilige Fridolin

 

von

Matthias Andreas Hauser, Pfarradministrator der katholischen Pfarrei St. Fridolin Glarus-Riedern-Ennenda.

 

Einst fuhr ein Königssohn namens Fridolin aus Irland über das Meer und predigte den Heiden das Christentum, bis er nach Säckingen am Oberrhein gelangte.

Dort lebten zwei reiche und sehr ungleiche Brüder: Urfo war wohltätig, Landolph geizig. Da schenkte Urfo dem heiligen Fridolin ein grosses Gut, das er in Glarus besass, wohin nun der Heilige zog.

Dort angekommen, beschaute er mit grosser Verwunderung das Dorf Glarus, das unter einem schrecklichen Berge lag, dessen Schatten darüber hing. Weil die Glarner noch Heiden waren, fing er an, sie zum Christentum zu bekehren, was nicht leicht ging, denn die Glarner glaubten an eine Göttin namens Vrene, die angeblich hoch oben auf einem von Felsen abgeschlossenen Gletscher wohnte. Den Gletscher nannten sie Vrenelisgärtlein.

Aber nach und nach bekehrte er sie doch und liess sich unter ihnen nieder, ihnen von seinem geschenkten Gute Wohltaten erweisend.

 

Als der wohltätige Urfo in Säckingen starb, ritt sein geiziger Bruder Landolph zum Gaugrafen Baldebert und klagte den heiligen Fridolin an, er habe sein Gut im Glarnerlande widerrechtlich an sich gebracht, denn es sei eine Lüge, dass ihm’s sein Bruder Urfo jemals geschenkt habe.

Der Graf Baldebert schickte nach Glarus zum heiligen Fridolin, er solle die Schenkung des Gutes durch Zeugen beweisen, ansonsten es an Landolph falle.

«Ich werde Zeugen bringen», sagte der Heilige zum Boten und reiste mit ihm nach Säckingen. Dort lud er das Volk und den Grafen Baldebert ans Grab des verstorbenen Urfo.

Wie alle beisammen waren, erhob sich der Heilige und rief mit lauter Stimme: «Urfo, Urfo, im Namen Gottes, der über Tote und Lebendige herrscht, stehe auf und zeuge für mich!»

Da bewegte sich die Erde; das Grab tat sich auf und der tote Urfo stieg heraus. Stillschweigend winkte er und ging der erschrockenen Menge voran zum Gericht, an dem die fünfzehn Gaugrafen tagten.

Dort trat er vor seinen todbleichen Bruder und redete ihn mit tiefer Grabesstimme an: «Landolph! Was störst du meine Ruhe im Grabe und beraubst mich so des Lohnes, den Gott mir für meine Schenkung gegeben hat?»

Voll Entsetzen fiel Landolph in die Knie, bat um Verzeihung und fügte auch noch sein Gut, das er im Glar-nerlande besass, zu Urfos Schenkung hinzu. Darauf legte Urfo sich wieder in sein Grab zurück und sofort schloss es sich für immer bis zum Jüngsten Tage.

 

So schildert der Einsiedler Heimatdichter Meinrad Lienert (1865 bis 1933) die Geschichte des heiligen Fridolin, der im 6. Jahrhundert gelebt hat. Doch was fängt unsereins im 21. Jahrhundert damit an?

 

In seiner Geschichte vermittelt Meinrad Lienert Werte, die das Christentum geschaffen hat und zeitlos gültig sind:

 

Wohltätigkeit: Der wohltätige Urfo steht im Kontrast zu seinem geizigen Bruder Landolph und wird Recht bekommen. Geiz hingegen bezeichnet die Kirche seit frühester Zeit als eine der sieben Todsünden.

 

Eigentum verpflichtet: Fridolin hat das Gut in Glarus als Schenkung erhalten. Als Eigentümer reist er hierher, um das ihm Geschenkte eigenhändig zu bewirtschaften – und mit dem Gewinn wieder wohltätig wirken zu können. Eigentum ist nie Selbstzweck.

 

Gegen Aberglauben: Berge wirkten auf frühmittelalterliche Menschen unheimlich und sie vermuteten dort allerhand böse Geister. Dem hält Fridolin den christlichen Gott entgegen. Auch in unserer sich gern aufgeklärt dünkenden Gesellschaft herrscht nach wie vor viel Aberglaube.

 

Rechtsstaatlichkeit: Selbst der geizige Landolph setzt seinen Anspruch nicht mit Gewalt durch, sondern ruft einen Richter an – und akzeptiert das Urteil.

 

Wahrung der Grabesruhe: Wie Urfo sich vom Grabe erhebt, rügt er seinen Bruder nicht wegen dessen Geiz, sondern wegen der Störung der Grabesruhe.

 

Diese Werte vermittelt die Geschichte unseres Lan-despatrons, dessen Fest wir in diesen Tagen feiern. Erinnern wir uns dieser Geschichte und halten wir die Werte, die sie vermittelt, weiterhin hoch. Gott zur Ehre und den Menschen zum Wohle. 

 

Pfr. Matthias Andreas Hauser

Geboren 1961 und aufgewachsenen in Siebnen SZ

Matura Typus C

Studium der Rechtswissenschaften in Zürich

Kaufmännische Ausbildung in Rapperswil

Studium der Philosophie und der Theologie in Einsiedeln und Rom

Zum Priester geweiht am 29. Juni 1996

 

 In der Pfarreiseelsorge tätig in St. Gerold (Diözese Feldkirch), Willerzell, Klosters, Cazis, Vals und derzeit in Glarus.

 

Mitglied

des diözesanen Priesterrates

des Dekanantsvorstandes (Kassier)


Mittwoch, 28. Januar 2026

 

Trouvaille

 

Wie ein Halb-Näfelser einen Lachener Musiker unvergessen machte und dafür mit dem Ehrenpräsidium der Joachim-Raff-Gesellschaft geehrt wurde

 

Res Marti, Ehrenpräsident Joachim Raff, Gesellschaft Lachen

Res Marti, Sohn der Näfelserin Mutter Josefine Feldmann, die sich mit Anton Marti, Lachen, 1943 verehlichte, der in der Berufsberatung und im Bildungsbe-reich tätig war, sich aber schon früh um das Andenken des Lachener Musikers kümmerte, Präsident der Raff-Gesellschaft war und für seinen beharrlichen Einsatz mit dem Ehrenpräsidium geehrt wurde, hat es geschafft, das Raff bis heute im Gespräch ist. Er hat den untenstehenden Beitrag aufgehoben. Er soll hier festgehalten werden.

 

Einen Einblick in die Joachim Raff-Forschung gibt das digitaler Archiv

 

https://portal.raff-archiv.ch/index.html

 

 

Ein Kurzporträt von Res Marti

Res Marty, 1946 in Lachen SZ geboren, ist Ehrenpräsident der Joachim-Raff-Ge-sellschaft und war ab 1973 – mit Unterbrechung – Präsident der Gesellschaft. Er hat eine musikalische Ausbildung als Bass-Solist. Seit vielen Jahrzehnten be-schäftigt er sich mit dem eigenwilligen Künstlerleben und dem musikalischen Werk von Joachim Raff.

Wie kaum ein anderer kennt er die bisher bekannten Archivalien und Details zu dessen Lebensgeschichte und verfolgt bis heute mit grosser Leidenschaft jede Spur, welche neue Informationen über den bekannten Musiker hervorbringt. 2023 verlieh ihm der Regierungsrat des Kanton Schwyz den kantonalen Anerken-nungspreis für seine Arbeit als Kulturvermittler.

Beruflich arbeitete er u.a. als selbständiger Berufs- und Laufbahnberater und Be-rufspädagoge. Er war Autor diverser Fachbücher für die berufliche Bildung und leitete viele Berufsbildungsprojekte für die Schweizerische Berufsbildung, für vie-le nationale Berufsverbände und für die Europäische Union. Res Marty lebt in Lachen und teilt sein Leben mit Yvonne Götte, die ihn auch in seiner Bildungs- und Kulturarbeit als wichtigste Bezugsperson unterstützt und begleitet.

 

(Quelle: https://sichtweisenschweiz.ch/?p=7340&preview=1&_ppp=e805b1997

 

 

Joachim Raff (1822-1882) – ein Komponist mit einer Botschaft an die heutige Schweiz

27.01.2026

Res Marty 

Joachim Raff im 21. Jahrhundert aktueller denn je – als Künstler und als Kontrapunkt

Herkunft

Als Franz Josef Raff (1789-1861) im Jahre 1810 auf Anraten seines Va-ters aus Empfingen-Wiesenstetten (süddeutscherRaum) im  die Schweiz flieht, ahnt er noch nicht, dass sein späterer Sohn Joseph Joachim eine Weltkarriere als Komponist vor sich hat. Die napoleonischen Kriege, im speziellen die Vor-bereitungen auf den Russland Feldzug und der frühe Kriegstod eines Bruders, lösen schlussendlich die Flucht ins Kloster Wettingen AG aus. Der musikalisch begabte Franz Josef kommt 1817, nach einer Anstellung als Hauslehrer in Lu-zern, als Lehrer und Kirchenmu-siker nach Lachen, dem Märchler Bezirks-hauptort. Fortschrittliche Kreise aus der revolutionären liberalen Elite des Dorfes gründen schon früher zusammen mit der Kirchgemeinde, neben der Latein-schule, eine Volks-schule und Vater Raff amtet als gestrenger Pädagoge, der sich auch kirchenmusikalisch hervortut.

 

Durch die Heirat mit der Tochter des benachbarten, politisch aufsässigen Ochsenwirts und Landammanns Franz Joachim Schmid, Katharina, poli-tisiert sich die Stimmung in der Familie Raff entscheidend. Schmid ist einer der Rädelsführer, die sich gegen die Vorherrschaft der mächtigen adligen Geschlechter und Patrizier in Schwyz zur Wehr setzen und zu-sammen mit dem Märchler Arzt Melchior Diethelm einen eigenständigen Kanton Ausserschwyz realisieren wollen. Melchior Diethelm wird später einer der Architekten des Schweizer Zweikammersystems. Joachim Raff kommt am 27. Mai 1822 in der alten Sust aus dem 16. Jahrhundert zur Welt. Dieses «Mehrzweckgebäude» dient sowohl als Handels- und Ge-werbehaus, wie auch als Schul- und Zeughaus. Auch die Lehrerwoh-nung muss darin Platz finden.

Lachen 1826: Im Vordergrund ist links die alte Sust, das Geburtshaus von Raff, zu erkennen.

Frühe Hochbegabung von Joachim

Über seine gesamte Schulzeit in der Schweiz bis 1840 fällt Joachim auf durch Fleiss, Musikalität, Mehrfachbegabungen, Einzelgängertum, Ehr-geiz und gar einem, gegenüber der Mutter ausgesprochenen Wunsch, im Leben einmal etwas ganz Besonderes leisten zu wollen. Der gestrenge Vater paukt mit ihm das Vio-line-, Klavier- und Orgelspiel. Früh beherrscht er Latein und am Jesuiten-kollegium in Schwyz, das er von 1838-1840 besucht, ist er mehrfach Klassen-bester in ganz verschiedenen Fächern. Lebenslang wird er sich autodidaktisch weiterbilden und sich zu einem der anerkanntesten Musikhistoriker und Kom-ponisten wei-terentwickeln. Frühe Prägungen und exzellente Erbanlagen sind dabei massgebend für seine Erfolge.

 

Die frühe Politisierung am Wirtshaustisch seines Grossvaters, das Bewusstsein der Sohn eines entsprechend exponierten politischen Flüchtlings und damit einer Minderheit angehörend zu sein, aber eben auch seine hohe Sensibilität, sein starker Verstand und ebenso seine markante Persönlichkeit begleiten Raff lebenslang.

 

Frühe Raff-Kompositionen werden 1840 anlässlich des «Pannerfestes» für den Bannerherr Theodor Ab Yberg (1795-1869) in Schwyz von ihm, zusammen mit seinen Mitstudenten, gesungen. Ebenso beeindrucken ihn der Besuch der Schwyzer Landsgemeinde vom 3. Mai 1840 in Rothenthurm.

 

Joachim Raff zeigt sich begeistert über die politischen Gepflogenheiten, die entsprechenden demokratischen Riten, Abläufe und Wahlen in dieser politisch sehr unsicheren Zeit des Übergangs vom Staatenbund zum Bundesstaat und damit zum Grundstein der Schweiz.

 

Er schreibt darüber im Mai 1840 auch im damals bekannten katholisch-konser-vativen Blatt «Sanct Gallischer Wahrheitsfreund». Früh entwickelt sich bei ihm eine eigene, auf Gerechtigkeit und Gleichstellung beruhende Identität. Es gibt in seinem Lebenslauf Hinweise auf frühes Mobbing, Ächtung wegen seiner Hoch-begabung und eindrücklicher, ganz eigener Konfliktverarbeitung bezüglich seines strengen Vaters (er geht gegen ihn in Hungerstreik).

 

Er definiert sich dabei lebenslang überzeugt und mit ausdrücklich gleichgestell-tem Bewusstsein immer als einer, der aus dem Mutterland Schweiz stammt und mit der Herkunft Deutschland als seinem Vaterland.

Dies alles liest sich aus der Biografie von Tochter Helene Raff, der Schriftstellerin und Malerin, über ihren Vater (Bosse, Ravensburg 1925).

 

Erste Berufserfahrungen und Wanderjahre

Obschon Joachim Raff gegen den Willen seiner Eltern Berufsmusiker werden will, macht er in Rapperswil von 1840 bis 1844 erste Berufs-erfahrungen als Lehrer.

 

Eine Expertise beim damals schon bekannten Musiker Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) bescheinigt ihm überdurchschnittliche Musikalität, was bei ihm 1843 endgültig den riskanten Berufswechsel zum freischaffenden Musiker auslöst. Dieser mutige, abenteuerliche und gegen alle Widerstände durchge-setzte Schritt treibt ihn nicht nur aus seiner Familie, sondern auch noch gleich in die Obdachlosigkeit am Platzspitz in Zürich.

 

Dank einer, wohl auch etwas verzweifelten Kontaktaufnahme mit dem damals als Starpianisten gefeierten Franz Liszt (1811-1886) im Casino Basel im Juni 1845, ermöglicht ihm dieser eine vielversprechende Förderung.

 

Nach dem ersten gemeinsamen Projekt, der Einweihung des Beethoven-Denkmals in Bonn im August 1845, vermittelt Liszt ihm verschiedene Arbeits-möglichkeiten in Musikhäusern von Köln, Stuttgart und Hamburg. Viele mehr oder weniger erfolgreiche Kompositionen für Klavier entstehen in dieser Zeit. Vor allem aber lernt Raff autodidaktisch sehr viel, steht im Austausch mit Musikern und publiziert in verschiedenen internationalen Fachzeitschriften. So lernt Raff in Stuttgart seinen wichtigsten Freund und Förderer fürs Leben, Hans von Bülow (1830-1894) kennen und schätzen.

 

Profilierung in Weimar

Den Schritt hin zur Assistenz für Franz Liszt vollzieht Joachim Raff im Übergang von 1849/50. Trotzdem sich der Komponist aus Lachen von Liszt auch etwas ausgenutzt vorkommt (viele Instrumentierungen, Orchestrierungen, Erledigung von Korrespondenzen, Organisation von Reisen und Musiktagen, Verhandlun-gen mit Verlegern, publizistische Tätigkeiten), wird er von ihm auch gefördert (Hilfe bei seinen eigenen Kompositionen, Auftritte mit Raffs Werken am Klavier, Dirigate von Raff‘schen Werken, vielfältige Beziehungen anbieten etc.). Die fortschreitende Emanzipation von seinem Förderer ist jedoch auch wegen stili-stisch unterschiedlichen Auffassungen unaufhaltsam.

 

Raff geht von Beginn weg konsequent den Weg der Verarbeitung unter-schiedlichster Stilelemente aus der Musikgeschichte, von denen er immer wieder inspiriert ist. Richtungsstreits, die im 19. Jahrhundert leiden-schaftlich geführt werden, kennt er nicht.

 

Zugleich achtet er aber darauf, seinen ganz eigenen Weg, seine eigene Musik, mit letztlich eigenem Stil zu beschreiten. Vor allem seine kontrapunktische Meisterschaft, seine Farbigkeit in der Instrumentierung und seine Komplexität in der Verarbeitung der Themen werden zu seinem Markenzeichen.

 

Raff erweitert seine kompositorische Tätigkeit. Lieder, Kammermusikwerke, sogar eine Oper («König Alfred») stehen im Fokus seiner weiteren musikalischen Ent-wicklung in jungen Jahren. Erfolge, aber immer auch wieder Misserfolge, stellen sich parallel ein.

 

Sein Beziehungsnetz erweitert sich bedeutend. Er lernt u. a. Richard Wagner (1813-1883), die Violinisten Joseph Joachim (1831-1907), Edmund Singer (1831-1912), Alexander Ritter (1833-1896), den Cellisten Bernhard Cossmann (1822-1911), aber auch Repräsentanten des Hofs von Weimar wie Grossherzog Carl Alexander (1805-1863) kennen. Mit den Komponisten Hector Berlioz (1803-1869), Robert Franz (1815-1892), Johannes Brahms (1833-1897) und Louis Spohr (1784-1859) kann er sich persönlich und auf Augenhöhe unterhalten. Auch mit den fortschrittlichen Literaten wie Peter Cornelius (1824-1874) und August Heinrich von Fallersleben (1798-1874) tauscht er sich regelmässig aus.

  

Die Wagnerfrage 

Insbesondere die Ausstrahlung und die Erfolge von Richard Wagner fordern Raff heraus. Die radikale Neuausrichtung der Oper als Gesamtkunstwerk inspirieren ihn. Mit seinem Buch «Die Wagnerfrage» (1854) setzt sich Raff vertieft aber auch kritisch mit dem Star seiner Zeit aus-einander. Raff versucht Wagners Leitmotiv-technik, die Rolle des Orchesters und die Erweiterung der Harmonik seine eigene Deutung entgegenzusetzen. Mit dem Märchen-Epos «Dornröschen» (1856) setzt er sich praktisch damit auseinander. Das Musikdrama «Samson» (1851 bis 1857 entstanden) hätte eigentlich zu seiner Doktorwürde einerseits, aber auch zu einem mit Wagner gleichwertigen Werk (Lohengrin) werden sollen. Raff wünsch-te sich damit auch die Voraussetzungen für eine Sekretären-Stelle bei der Goethe-Stiftung oder der eines Kustos bei der weimarischen Bibliothek (Musik-abteilung) zu erlangen. Das Beispiel zeigt eindrücklich die drei grossen Potentiale von Raff, die sich bereits in seiner frühen Jugend abzeichnen: akademische Karriere, Komponistenlaufbahn und, was noch zu beschreiben ist, seine Lauf-bahn als Hochschullehrer und Hochschuldirektor. Diverse Gründe verhindern die Aufführung des fertig geschriebenen Trauerspiels. Erst im Jahre 2022, dem 200. Geburtstag von Joachim Raff, kommt es zur erfolgreichen Welturaufführung am Deutschen Nationaltheater von Weimar. Und 2023 wird die Weltersteinspielung am Theater Bern unter der Gesamtprojektleitung von Graziella Contratto (Label Schweizer Fonogramm) realisiert.


Durchbruch in Wiesbaden

In Weimar lernt Joachim Raff auch seine künftige Frau, die Schauspielerin Doris Genast (1827-1912) kennen. Sie arbeitet am Theater in Wiesbaden und die hunderte Seiten von gegenseitigen Briefen ihrer Fernbeziehung zwischen Wies-baden und Weimar sind glücklicherweise noch vorhanden und bilden die Grund-lage für künftige Forschungsarbeiten über das Silberne Zeitalter von Weimar. Die touristisch und kulturell vielfältige Bäderstadt Wiesbaden wird darum auch der Ort, den Raff 1856 als seinen künftigen Arbeits- und Lebensmittelpunkt bis 1877 auswählt.

Als würden sich Schleusen öffnen stürzt sich Joachim Raff in seine fruchtbarste, produktivste und erfolgreichste Schaffensperiode als Komponist.

Anspruchsvolle Klaviersuiten, erste Konzerte im Gewandhaus Leipzig, die er selber dirigiert, die Preisverleihung 1863 bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien mit seiner ersten Sinfonie «An das Vaterland», anspruchsvolle grosse So-naten für Klavier und Violine, viele weitere Kammermusikwerke (Trios, Quartette, Quintette, Sextett, Oktett), Lieder und Chorwerke, erfolgreiche Sinfonien (z. B. die 3. Sinfonie op. 153 «Im Walde» im Jahre 1869, oder die 5. Sinfonie, op. 177, «Lenore»), die weltweit aufgeführt werden, prägen diese Zeit. Auch neue Opern entstehen (z. B. «Die Parole»; «Dame Kobold»).

Auch privat verändert sich das Leben von Joachim Raff. 1859 heiratet er Doris Genast, die Tochter des Weimarer Regisseurs und Schauspielers Eduard Genast (1797-1866), der noch mit Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) am Hof in Weimar zusammenarbeitete.

Die in Weimar und Wiesbaden erfolgreiche Schauspielerin Doris Genast heiratet Joachim Raff. Dieser rang um Erfolg und Anerkennung.

1865 kommt die einzige Tochter des Paars, Helene, dazu. Sie wird vom damals avantgardistisch, beidseits künstlerisch-berufstätigen Ehepaar fortschrittlich und gleichgestellt erzogen und gebildet. Sie lernt die gleichen Schulfächer wie ihre männlichen Kollegen und sie wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den Pionie-rinnen der Frauenbewegung in Deutschland gehören.

Helene – Tochter des Künstlerehepaars Doris Genast und Joachim Raff

 

 

Neun grosse Komponisten, unbekannter Künstler. In der Zeitschrift «Tonhalle» erscheint am 28. Dezember 1872 diese Galerie berühmter Musiker, in der sich Joachim Raff in illustrer Gesellschaft befindet.

 

Diverse Ehrungen, Ritterkreuze, Verdienstmedaillen erhält Joachim Raff von ver-schiedenen Herzogtümern in Deutschland, Luxembourg, Italien. 1872 bekommt er, zusammen mit Franz Liszt und Richard Wagner, die Ehrenmitgliedschaft der New Yorker Philharmoniker.

 

Seinem Freund Hans von Bülow widmet er ein Klavierkonzert und den damals führenden Cellisten Friedrich Grützmacher (1832-1903) ehrt er mit dem Konzert für das Violoncello, op. 193. Ein weiterer Weltklasseinstrumentalist, der spa-nische Geiger Pablo de Sarasate (1844-1908) nimmt sich dem umfangreichen Violine-Werk von Raff an und verbreitet dieses beinahe weltweit.

  

Neun grosse Komponisten, unbekannter Künstler. In der Zeitschrift «Tonhalle» erscheint am 28. Dezember 1872 diese Galerie berühmter Musiker, in der sich Joachim Raff in illustrer Gesellschaft befindet.

 

Direktor des Dr. Hoch’schen Konservatoriums in Frankfurt am Main

Es ist für den Autodidakten Joachim Raff eine tiefe Genugtuung und auch Ehre, dass er 1877 für die Stelle als erster Direktor des neu ge-gründeten Dr. Hoch’schen Konservatoriums angefragt wird. Zur Diskussion stehen auch Per-sönlichkeiten wie Johannes Brahms oder Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901). Der Frankfurter Jurist Dr. Joseph Hoch (1815-1874) vermachte der Stadt ein bedeutendes Vermögen, um die Gründung dieser Hochschule zu ermög-lichen.

 

Mit Elan stellt Raff einen bedeutenden Lehrkörper zusammen und ent-wickelt die Schule in kurzer Zeit zu einer international anerkannten Musikhochschule. Er selbst unterrichtet Kompositionslehre. Franz Liszt und viele weitere bedeutende Musikerinnen und Musiker besuchen das Institut mehrere Male.

 

Als Besonderheit beschäftigt Raff die Spitzenpianistin und Komponistin Clara Schumann (1819-1896). Eine Frau als Professorin an einer Hoch-schule ist ungewohnt und zeugt wieder vom fortschrittlichen gleichgestellten Geschlechter-verständnis des innovativen Direktors. Auch mit der Schaffung einer eigenen Komponistinnenklasse geht Raff eigene, visionäre Wege. In seiner Antrittsrede am 22. September 1878 ist die Rede von Raffs Samson-Studien und «er gibt in konzentrierter Form und anspruchsvoller Diktion einen Abriss der Musik-geschichte, wie man sie selten findet.» (Cahn P., Das Hoch’sche Konservatorium, 1878-1978, 1979).

 

 

Clara Schumann

 

Daneben komponiert Joachim Raff weiterhin bekannte Werke. Sinfonien, eine Oper, Orchestervorspiele, eine Kantate, ein Gesangszyklus und vor allem sein bedeutendes geistliches Werk, das Oratorium «Welt-Ende Gericht Neue Welt». Dieses Opus 212 ist eines seiner letzten Werke. Die Tochter von Raff, Helene, erwähnt in Ihrer Biografie über den Vater, dass er gegen Ende seines Lebens öfters von Todesahnungen heimgesucht wird. 1881 beendet er das umfassende Werk und im darauffolgenden Jahr, am 24. Juni 1882 stirbt Ra

ff an einer Herzlähmung in Frankfurt am Main.

Anlässlich des 200. Geburtstages im Jahre 2022 wird das erwähnte Ora-torium in der Pfarrkirche Lachen, seiner Geburtskirche und im Gewand-haus von Leipzig von den Gewandhauschören und der Capella Lipsien-sis unter Leitung von Gregor Meyer eindrucksvoll und würdig aufgeführt und auf CD eingespielt

Ein bleibendes Vermächtnis

Raffs Vermächtnis ist zweifach. Da ist einmal seine Musik. Seit den 1970er Jah-ren erfreut sie sich einer erstaunlichen Renaissance. Sowohl in der Forschung (mehrere Dissertationen, Masterarbeiten, Forschungs-projekte in verschiedenen Ländern), den Tonträgerproduktionen (rund 150 CD-Produktionen von 55 La-bels), unzähligen bedeutenden Kon-zerten in allen Erdteilen, Publikationen, Pod-cast-Produktionen, Präsenz in den elektronischen Medien, Ausstellungen, ist Raffs Werk wieder präsent.

 

Wohl damit zusammenhängend erkennen die verantwortlichen Musik-schaffenden auch Raffs Persönlichkeit. In einer Zeit, in der Provokationen, Spaltungen, Egoi-smen, Fake-News, Radikalisierungen, Natio-nalismen zuneh-mend das Weltgeschehen negativ beeinflussen, be-kommt Raffs Schaffen, das auf harmonisierender, verbindender, zusammenhängender, auf der Basis fun-dierter Kenntnisse und damit respektvollen und wertschätzenden Einsichten beruht, eine neue Dimension.

 

 

Viele Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftler erkennen den Wert der «Synthese», mit der sie das Werk von Joachim Raff charakterisieren. Raff konnte des Öftern in der Sache hart argumentieren, mit einer gewissen Sturheit seine Ziele verfolgen, er kam sogar infolge seines zeitweisen Schuldenberges mit dem Gesetz in Konflikt. Aber mit seiner Musik und seinen gesellschaftlichen Auffassungen wollte er verbinden und nicht trennen. Er vermittelte Werte und baute Spannungen ab. Sein Menschen- und Weltbild passen, als «Kontra-punkt», gut ins 21. Jahrhundert.

 

Quellenverzeichnis

 

Bücher

 

— Cahn, Peter: Das Hoch’sche Konservatorium 1878 – 1978, Frankfurt am Main, 1979

 

— Dörffel, Alfred: Die Gewandhauskonzerte zu Leipzig 1781 – 1881, Reprint der

     Ausgabe   1884, Leipzig, 1980

 

— Genast, Eduard: Aus Weimars klassischer Zeit, Stuttgart, 1903

 

— Kolb, Severin: «Die Wagnerfrage» – Joachim Raffs Auseinandersetzung mit

     Richard Wagner in Weimar (1850 – 1856), Raff-Studien Band 2, Wiesbaden,

     2026

 

— Kolb, Severin und König, Stefan: (Hrsg.), Synthesen. Tagung zur Eröffnung des

    Joachim-Raff-Archivs, Lachen 2018 (Kongressbericht), Raff-Studien Band 1,

     Wiesbaden, 2026

 

— Kolb, Severin: Umbruchsjahre – Joachim Raff in Stuttgart (1847 – 1849) in

     Musik in Baden-Württemberg, Marbach am Neckar, 2021 / 2022

 

— Marty, Res: Joachim Raff – Leben und Werk, Lachen, 2014

 

— Marty, Res: Jubiläumsschrift, 50 Jahre Joachim-Raff-Gesellschaft, Lachen 2022

 

— Marty, Res: Linien & Klang, Dokumente & Geschichten aus dem Joachim-Raff-

     Archiv, Lachen 2025

 

— Raff, Helene: Blätter vom Lebensbaum, München, 1938

 

— Raff, Helene: Joachim Raff, ein Lebensbild, Regenburg, 1925

 

— Schäfer, Albert: Chronologisch-systematisches Verzeichnis der Werke Joachim

     Raff’s,  Wiesbaden, 1888

 

— Thomas, Marc: The Music of Joachim Raff, An illustrated catalogue, Stuttgart,

     2022

 

Dokumente

 

— Dokumentationsbibliothek Walter Labhart, Endingen AG

 

— Joachim-Raff-Archiv / Sammlung Marty, Lachen

 

 

Quelle:https://sichtweisenschweiz.ch/?p=7340&preview=1&_ppp=e805b19977

 


Mittwoch, 21. Januar 2026

 

"Näfels" vorgestellt: Historisches Lexikon der Schweiz

Näfels von Osten: Hilariuskirche  Bahnhofquartier, Rautibach, Plattenkreuz Plattenwand (Quelle: https://mapcarta.com/de/17664710)


Quelle: 
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/000776/2020-11-19/

 

Version 2020 

 

Näfels

Karin Marti-Weissenbach

 

Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Glarus, bildet seit 2011 mit Bilten, Filzbach, Mollis, Mühlehorn, Nieder-urnen, Oberurnen und Obstalden die neue Gemeinde Glarus Nord. Dorf im Glarner Unterland auf der linken Talseite ge-genüber von Mollis mit der hoch gelegenen Streusiedlung Näfelser Berg und dem Oberseetal. 1240 Nevels. 1777: 533 männliche Glarner; 1850: 1'869 Einwohner; 1870: 2'513; 1900: 2'557; 1950: 3'327; 2000: 3'947; 2010: 4'021.

 

Die erste Siedlung entstand auf der Schutthalde zwischen den Bergbächen Rauti und Tränki. Bis 1395 war Näfels dem Kloster Säckingen abgabenpflichtig. Die 1351 von eidgenössischen Kriegern zerstörte Burg war Sitz der Ritter von Näfels gewesen und im 13. Jahrhundert wohl an Habs-burg übergegangen. Näfels beteiligte sich nach 1280 am Bau der Kapelle, später Kirche, von Mollis, zu dessen Pfarrei es gehörte. 1352 vereinigten sich die beiden Tagwen Obern- und Niedernnevels zum Tagwen Näfels. Von der um 1353 gebauten Talsperre (Letzi) sind im west-lichen Teil noch Fragmente erhalten. Zum Andenken an die 1388 gewonnene Schlacht bei Näfels stiftete das Land Gla-rus 1389 in der Umgebung der heutigen Kirche eine Kapel-le; vermutlich im selben Jahr beschloss die Landsgemeinde die alljährliche Feier der sogenannten Näfelser Fahrt (das obeliskartige Schlachtdenkmal im Sendlen von 1888 stammt von Alfred Romang). Bis 1419 fand in Näfels jeden Montag ein Warenmarkt statt, der dann nach Glarus verlegt wurde. Im Mittelalter betrieben die Näfelser hauptsächlich Landwirt-schaft auf der Basis von Klein-, ab dem 15. Jahrhundert ver-mehrt von Grossviehzucht. Ein Alpbrief von 1476 (erneuert 1617) regelte die Sömmerung von Schafen, Schweinen, Rin-dern und Pferden im Oberseetal. Näfels lehnte die Reforma-tion ab und bildete 1532 mit Oberurnen (Trennung 1868) eine eigene katholische Pfarrei. Eine 1523 erbaute Kapelle wurde 1534 zur Pfarrkirche geweiht.

 

Ab dem Spätmittelalter bildete sich in Näfels eine Landaristo-kratie heraus, die katholisch blieb und in der frühen Neuzeit hochrangige Offiziere für die fremden Kriegsdienste her-vorbrachte. Als Stifter und Bauherren veränderten sie das Dorf mit markanten Gebäuden. Gardeoberst Kaspar Gallati stiftete 1612 die Friedhofskapelle. Das kunstgeschichtlich wertvollste Gebäude ist der Freulerpalast im Dorfzentrum, den Gardeoberst Kaspar Freuler 1642-1648 erbauen liess. Der Palast weist Elemente der Renaissance, des Frühba-rocks und der Régence auf und ist mit seiner reichen Innen-ausstattung einer der bedeutendsten Herrensitze des 17. Jahrhunderts in der Schweiz. Seit 1946 beherbergt er das Museum des Landes Glarus, dem 1988 ein Glarner Textil-museum angegliedert worden ist (letzte Gesamtrestaurie-rung 1975-1989). 1604 wurde das Haus An-der-Letz als markantes Giebelhaus erbaut. Es war Wohnsitz des Ge-nerals Niklaus Franz von Bachmann, wurde 1909 von Ida von Müller zur Aufnahme von Waisenkindern bestimmt und der Gemeinde geschenkt. Die barocke Pfarrkirche entstand 1778-1781 an der Stelle des spätgotischen Baus von 1523 nach Plänen von Johann Anton und Jakob Sin-ger (Renovation 1977-1978). Näfels entwickelte sich zum Hauptort von Katholisch-Glarus: 1623-1837 tagte hier 49-mal die katholische Landsgemeinde. 1674 wurde auf Be-treiben der katholischen Glarner und zum Missfallen der Reformierten das Kapuzinerkloster Mariaburg gegründet, dessen Bau in den folgenden Jahren auf dem Burghügel erfolgte.

Im 18. Jahrhundert verdrängte die Milchwirtschaft zuse-hends die exportorientierte Viehzucht; als Zusatzverdienst breitete sich die Baumwollhandspinnerei aus. 1768 ent-stand eine Indiennefabrik, der bald weitere Textilbetriebe folgten. 1799-1802 litten Näfels und das Kapuzinerkloster schwer unter der Besetzung durch die Franzosen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Linthkorrektion, insbesondere der Bau des Escherkanals 1807-1811 auf Molliser Boden, setzte auch in Näfels den häufigen Über-schwemmungen ein Ende. Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts drohten mehrfach Hungersnöte, denen die Gemeinde mit Urbarisierungsprojekten sowie intensiviertem Anbau von Gemüse und Kartoffeln zu begegnen versuchte. Zwischen 1838 und 1841 konnte sie die Alpen im Obersee-tal kaufen. Die Industrialisierung setzte sich allmählich durch: 1823 wurde eine mechanische Spinnerei, 1833 die erste, 1850 eine weitere Zeugdruckerei, 1856 eine Metall-giesserei eröffnet. Die Näfelser Stahlbaufirma Arnold Boss-hard fertigte neben zahlreichen Eisenbahnbrücken auch die Bundeshauskuppel in Bern an. Der Anschluss ans Netz der Vereinigten Schweizerbahnen 1859 kam der Industrie zustat-ten. 1837 führte der Widerstand von Näfels gegen die neue Kantonsverfassung, welche die konfessionellen Un-terschiede nicht mehr berücksichtigte, zu einer zweitägigen Besetzung des Dorfs durch drei Glarner Kompanien. Auch das Archiv von Katholisch-Glarus wurde beschlagnahmt und nach Glarus überführt.

 

1831 eröffnete das Kapuzinerkloster ein Knaben-Untergym-nasium (später als Sekundarschule mit fakultativem Latein-unterricht geführt), für welches 1895 ein erstes Schulhaus, 1954 und 1962 die neuen Schulgebäude errichtet wurden. 1984 gaben die Kapuziner die Klosterschule auf, 1986 traten sie das Kloster an die Franziskaner ab. Mit dem Inkraft-treten der Verfassung von 1837, welche auch die allge-meine Schulpflicht regelte, hatte sich Näfels um die Dorfschule zu kümmern. Die Gemeinde brachte die Schule vorerst im 1840 von ihr erworbenen Freulerpalast unter, 1877 errichtete sie ein eigenes Schulhaus. Seit 1860 steht auch für die Schüler des Näfelser und Oberurner Bergge-biets im Schwändital ein Schulhaus. Weitere Schulhaus-bauten folgten 1958 und 1972. Neben der Schule beher-bergte der Freulerpalast von 1846 an auch ein Armen- und Betagtenheim. 1937 erfolgte der Bau eines Altersheims, 1984 die Eröffnung eines regionalen Alters-, Wohn- und Pflegeheims.

 

1890 wurde in Nebenräumen des Freulerpalasts das erste Gemeindeelektrizitätswerk des Kantons eingerichtet (heu-te EW Näfels). 1911 schuf die Gemeinde das 9,5 km2 grosse Wildbanngebiet Rauti-Tros im Oberseetal. 1957 wählte die Maschinenfabrik & Giesserei Netstal AG (seit 1976 Netstal-Maschinen AG) Näfels als Standort. Hinzu kamen die Textil-werke Fritz Landolt AG, Firmen für Stahl- und Eisenwaren, für Elektroapparate, eine Orgelbauwerkstatt, eine Kartona-genfabrik, ein Früchtegrosshandel, Pinselfabriken, Bauunter-nehmen und zahlreiche weitere Gewerbebetriebe. 1973 er-folgte durch einen Zubringer der Anschluss an die Auto-bahn A3. Das Sportzentrum Glarner Unterland mit Hallen- und Freibad sowie mit Räumen für zahlreiche Sportarten und Veranstaltungen wurde 1975 eröffnet. Eine lange Tradition besitzt die Näfelser Fasnacht.

 

Quellen und Literatur

 

Literatur

P. Schwitter, Das Kapuzinerkloster Näfels, 1675-1975, 1975

Novalis, Nevels, Näfels [1988]

E. Feldmann et al., Näfels, 1991

J. Davatz, Der Freulerpalast in Näfels, 1995

J. Landolt, Das Land Glarus bis zur Schlacht bei Näfels 1388, 2001

J. Davatz, Pfarrkirche St. Hilarius und Kapuzinerkloster in Näfels, Kt. Glarus, 22003

F. Hauser, Näfelser Geschichte(n), 2005

Von der Redaktion ergänzt

Bräm, Andreas : Glarus Nord, 2017, S. 152-243 (Die Kunstdenkmäler des Kantons Glarus, 2, https://ekds.ch/library/585b8c60021b456cbf813043e868cce0).

Hilariuskirche Aufnahme von Süden.

Einst Kapuzinerkloster, seit 1986 Franziskanerkloster auf dem Burgstock

(Quelle: Franziskanerkloster)

Schlachtdenkmal im Sändlen 1888 (Quelle: 

5HBp1x47GwNnXQx.;_ylu=Y29sbwMEcG9zAzEEdnRpZAMEc2VjA3BpdnM-?p=Denkmal+Näfels&type=fc_AC934C13286_s58_g_e_d090223_n9998_c999&param1=7&param2=eJwtT81uhCAYfBWOuwmy3weIsNyM9QGanko4WJcq8TdqY9Onb9g2c5nMTzLTxYez%2FrVCAK5BOepnZ70xRjvqkwUGOBeO%2BvZPd9TH1VmPWjMlGKJiKApHfRcWZ33bO%2Bq%2FGmf9tPzEcWxuOQNyOeP8WM6dzAdBYGDJGWclLflW8kqadR3DGT6GeNxyUTChyGXoj2mkZIxDIF1oh%2BVK2n5bpnBDKRgkkL35bLb4X0m79ueZNGAP25NDgbJUL5BVZZFniDVkpdYmq2qta1mKsoI65dsU5sDzDHmGxRvqO4c7ciaNfP8F579TSw%3D%3D&hsimp=yhs-2461&hspart=fc&ei=UTF-8&fr=yhs-fc-2461#id=9&iurl=https%3A%2F%2Fimg.ricardostatic.ch%2Fimages%2Fe0c852b8-95ca-4d46-a260-b88efc9e4479%2Ft_1000x750%2Fnafels-1924-denkmal&action=click

Plattenkreuz auf dem Plattenköpfli, 1934 (Quelle: 

Rautispitz, 2284 m ü M

(Quelle: https://ga-trip.blogspot.com/2019/06/a-rautispitz-traverse.html)

Freulerpalast, Museum des Landes Glarus (Quelle: ricardo.com)

Idaheim, Haus Anderletz, Wohnhaus von General Niklaus Franz von Bachmann, erster eidgen. General, Wiederentdecker des Weissen Kreuzes im roten Feld.

(Quelle: ww.suedostschweiz.ch)

Obersee mit Brünnelistock, Idyllisches Seitental nach Westen.

https://www.fotocommunity.de/photo/am-obersee-ob-naefels-im-glarnerland-silva-schrank/9749667)


Montag, 19. Januar 2026

 

Die Garner Landsgemeinde 

 

 

Die Landsgemeinde des Kantons Glarus -
Geschichte und Gegenwart – von Jürg Davatz

 

Geschichte der Landsgemeinde - Ursprung

 

Wann die Landsleute von Glarus erstmals zu einer Landsgemeinde zusammen-traten, wird von keinem Schriftstück überliefert. Jedenfalls reichen die Wurzeln der Landsgemeinde mindestens ins 13. Jahrhundert zurück, also in jene Epoche, in der das Kloster Säckingen und seit 1266 auch das Haus Habsburg Hoheits-rechte über Glarus ausübten. Bereits 1282  urkundete «die Talgemeinschaft der Männer von Glarus», und zwar mit einem eigenen Siegel. Die Organisation und die Rechte dieser Gemeinschaft der Glarner sind aber nicht genau bekannt.  Von 1387 bis 1623 Am 11. März 1387 traten der Ammann und die Landleute von Gla-rus zu einer Landsgemeinde zusammen und gaben sich die ersten Landes-satzungen, die Grundlage für den Aufbau eines demokratischen Freistaates. Damals fassten sie den bis heute geltenden Beschluss, an den Landsgemeinden und an den Tagwens-(Gemeinde-)versammlungen müsse die Minderheit jeweils den Beschlüssen der Mehrheit folgen. Mit dem Sieg in der Schlacht bei Näfels befreiten sich die Glarner im Jahr 1388 endgültig von der habsburgischen Herr-schaft. Seither verkörpert die Landsgemeinde die oberste Gewalt im Lande Gla-rus. Anfänglich stand ihr nicht allein die Gesetzgebung und die Wahl der Landes- und Gerichtsbehörden zu; sie entschied auch über Krieg und Frieden, über Ab-schluss oder Erneuerung von Bündnissen, erteilte das Landrecht und war Begna-digungsinstanz. Bis 1457 übte sie auch die Blutgerichtsbarkeit aus. Stimmbe-rechtigt waren alle über 16 Jahre alten Landleute, zwischendurch sogar auch je-ne über 14 Jahre.  Der Rat, der Ausschuss der Landsgemeinde, erledigte laufen-de staatliche und richterliche Geschäfte. Ihm gehörten anfänglich 15 oder 30, später 60 Mitglieder an.

 

Der Landammann war seit jeher das Haupt des Staatswesens. Er leitete die Landsgemeinde und die Verhandlungen des Rates, amtete als oberster Richter und führte anfänglich auch die Kriegsmannschaft. Das Landesschwert, das er heute noch an der Landsgemeinde hält, erinnert an die militärische und richter-liche Gewalt der Landsgemeinde. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts schränkte die Landsgemeinde die grosse Macht des Landammanns durch neue Beamtun-gen zunehmend ein. Als Präsident der Landsgemeinde, der Räte und wichtigen Gerichte sowie als häufiger Vertreter des Standes an den eidgenössischen Tag-satzungen bewahrte er jedoch bis 1837 eine überragende Stellung.

 

Von 1623 bis 1837: drei Landsgemeinden 

 

Die Reformation spaltete das Land Glarus in eine reformierte Mehrheit und eine katholische Minderheit. 1530 anerkannten beide Parteien die Gleichberechtigung der Konfessionen. Die Parität führte schliesslich zu einer konfessionellen Auftei-lung der staatlichen Gewalt, die bis 1837 das besondere Merkmal des Landes Glarus blieb. Der dritte Landesvertrag von 1623 führte drei Landsgemeinden ein: eine katholische, eine reformierte und eine gemeinsame. Eine Woche vor der gemeinsamen Landsgemeinde traten die konfessionellen «Particular-Landsge-meinden» zusammen und wählten in festgelegtem Wechsel die Landesbeamten. Gemäss dieser Kehrordnung gehörte der Landammann je drei Jahre der evan-gelischen und zwei Jahre der katholischen Konfession an; die andere Glaubens-partei stellte inzwischen den Landesstatthalter. Seit 1623 tagten neben den gemeinsamen Räten auch evangelische und katholische Räte. Der fünfte Lan-desvertrag von 1683 brachte die Aufteilung des Landes Glarus in zwei weitge-hend selbstständige Staatswesen, die die ganze behördliche Gewalt und die Strafrechtspflege über ihre Angehörigen innehatten. Jede Konfession besass nun neben ihren eigenen Räten auch ihre eigenen Gerichte. Der Landammann und der Landesstatthalter präsidierten jeweils die Landsgemeinde, den Rat und die wichtigsten Gerichte ihres Konfessionsteils. Die gemeinsame Landsgemeinde behielt die höchste Gewalt, vor allem die Gesetzgebung in allgemeinen Lan-desangelegenheiten. Diese eigenartige staatsrechtliche Dreiteilung des Landes hatte und erreichte das Ziel, die katholische Minderheit vor politischer Ent-machtung zu schützen.  Zur Zeit der Helvetik (1798–1803) zwang Frankreich der Schweiz eine neue und fremde staatliche Ordnung auf. Das Land Glarus gehörte nun zum Kanton Linth und verlor seine Landsgemeinde. Mit der Mediationsakte von 1803 gab Napoleon I. dem Kanton Glarus nicht allein seine alten Grenzen zurück, sondern auch das konfessionell geteilte Staatswesen mit drei Landsge-meinden. Trotz des unnachgiebigen Widerstandes der Katholiken beschloss die reformierte Mehrheit an der gemeinsamen Landsgemeinde vom 29. Mai 1836, die Landesteilung abzuschaffen und eine neue Kantonsverfassung einzuführen. 

 

1837: Rückkehr zu einer Landsgemeinde
Im Juli 1837 setzte die Landsgemeinde die neue Verfassung in Kraft, welche die Landesteilung aufhob und Glarus wieder zu einem ungeteilten Staatswesen machte. Seither besteht nur noch – wie ursprünglich – eine Landsgemeinde. Die neue Verfassung trennte die richterliche von der gesetzgebenden und vollziehenden Gewalt. Aber erst die Kantonsver-fassung von 1887 vollzog auch die Trennung von Landrat (Parlament) als gesetzesvorbereitender und Regierungsrat als vollziehender Gewalt. Der Land-ammann ist der erste Repräsentant des Landes und der Präsident des Re-gierungsrates; wie seit jeher leitet er auch die Landsgemeinde. 

 

1972: Volle politische Rechte für Frauen

 

1971 fand die letzte glarnerische «Männer-Landsgemeinde» statt: Sie erteilte nämlich den Frauen die vollen politischen Rechte in Kantonsangelegenheiten. So können die stimmberechtigten Frauen seit 1972 aktiv an der Landsgemeinde teil-nehmen und dort oder an der Urne abstimmen, wählen und in Behörden gewählt werden. 

 

Vor- und Nachteile der Landsgemeinde

 

Die glarnerische Landsgemeinde hat grundlegende Merkmale und Rechte von 1387 an bis in die Gegenwart bewahrt. Bis heute steht sie im Mittelpunkt des staatlichen Lebens. Freilich hat sie sich im Laufe der Jahrhunderte den verän-derten Anforderungen angepasst. Jedenfalls ist sie in keiner Weise ein folklori-stischer Politanlass, sondern eine politische Institution mit einer einzigartigen Tra-dition und Bewährung. Auch in der Gegenwart vermag sie ihre verfassungs-mässig klar festgelegten Aufgaben gut zu erfüllen. Neben Glarus hält einzig noch Appenzell Innerrhoden an der Landsgemeinde fest. Die Durchführung von Lands-gemeinden mit repräsentativer Beteiligung ist selbstverständlich nur in Kantonen mit geringer Bevölkerungszahl möglich.  Die glarnerische Landsgemeinde zeich-net sich vor allem dadurch aus, dass das Volk zu einer Vorlage nicht nur «Ja» oder «Nein» sagen kann; es hat die Möglichkeit, Bestimmungen auszumerzen oder die Vorlagen zu ergänzen und abzuändern. Wie sonst nirgendwo auf kanto-naler Ebene können die Stimmberechtigten unmittelbar im Sinne eines Parla-ments in die Meinungsbildung eingreifen. Gerade insofern ist die Glarner Lands-gemeinde eine beispielhafte Form von direkter Demokratie. Die Stimmberech-tigten bilden hier keine namenlose Masse, sondern erlebbar eine staatliche Gemeinschaft, die die höchste Gewalt ausübt und zum Wohl und Nutzen der Einwohner – «von Land und Volk» – mindert und mehrt.

 

Die Landsgemeinde schafft eine persönliche Beziehung zwischen dem Volk und seinen Behörden und stärkt die Zusammengehörigkeit. 

 

So finden Wahlen und Abstimmungen offen statt, nicht geheim. Auch nicht allen, die in ein Abstimmungslokal gehen oder schriftlich stimmen könnten, ist die Teil-nahme an der Landsgemeinde möglich (z. B. für Arbeitstätige). Zudem beein-flusst das Wetter den Landsgemeindebesuch. Eine weitere Unzulänglichkeit ist das Abschätzen der Mehrheit bei Abstimmungen, wenn sich Ablehnende und Be-fürwortende etwa die Waage halten.  Die Landsgemeinde gemäss Kantonsver-fassung 

 

Regierungsrat

 

Der Regierungsrat ist zuständig für den Entwurf von Erlassen und Beschlüssen zuhanden des Landrates und der Landsgemeinde und die Durchführung von Vernehmlassungen dazu.  Landrat Der Landrat ist zuständig für die Beratung von Vorlagen und die Antragstellung zuhanden der Landsgemeinde. Ihm obliegen die Prüfung und Genehmigung des Protokolls der Landsgemeinde sowie die Ein-berufung ausserordentlicher Landsgemeinden. 

 

Landsgemeinde Stellung

 

Die Landsgemeinde ist die Versammlung der stimmberechtigten Landesein-wohner. Sie ist das oberste Organ des Kantons. Stimmberechtigt sind alle im Kanton Glarus wohnhaften Schweizerinnen und Schweizer, die das 16. Altersjahr vollendet haben. Landsgemeindememorial Das Landsgemeindememorial enthält die an der Landsgemeinde zur Behandlung kommenden Geschäfte, insbeson-dere die Gesetzes- und Beschlussesentwürfe des Landrates und die eingereich-ten Memorialsanträge.  Einberufung  Die ordentliche Landsgemeinde versammelt sich am ersten Sonntag im Mai in Glarus. Der Regierungsrat entscheidet über eine allfällige Verschiebung.  Eine ausserordentliche Landsgemeinde findet statt, wenn die Landsgemeinde es beschliesst, wenn mindestens 2000 Stimmberech-igte es verlangen oder wenn der Landrat sie zusammenruft. 

 

Leitung und Eröffnung 

 

Der Landammann leitet die Landsgemeinde. Wenn er verhindert ist, tritt an seine Stelle der Landesstatthalter, bei dessen Verhinderung der amtsälteste Regie-rungsrat. Der Landammann eröffnet die Landsgemeinde mit einer Ansprache. Danach wird die Landsgemeinde vereidigt. 

 

Verhandlungen

 

Die Grundlage für die Verhandlungen bilden die im Memorial oder im Amtsblatt veröffentlichten Vorlagen des Landrates; andere Gegenstände dürfen nicht be-handelt werden.  Alle Stimmberechtigten haben das Recht, zu den Sachvorlagen Anträge auf Unterstützung, Abänderung, Ablehnung, Verschiebung oder Rück-weisung zu stellen. 

 

Abänderungsanträge müssen zum Beratungsgegenstand in einem sachlichen Zusammenhang stehen. Wer sich zu einer Sachvorlage äussern will, hat zuerst seinen Antrag zu formulieren und danach kurz zu begründen. 

 

Abstimmungsverfahren 

 

Der Antrag des Landrates ist genehmigt, wenn hierzu kein abweichender Antrag gestellt wird. Wird aber ein solcher gestellt, so hat die Landsgemeinde abzu-stimmen. Werden an einer Vorlage zwei oder mehr Abänderungen vorgenom-men, so ist eine Schlussabstimmung durchzuführen. Bei Wahlen wird in jedem Fall abgestimmt. 

 

Ermittlung der Mehrheit

 

Der Landammann ermittelt die Mehrheit durch Abschätzen. In zweifelhaften Fäl-len kann er die übrigen Mitglieder des Regierungsrates beratend beiziehen. Sein Entscheid ist unanfechtbar. 

 

Wahlbefugnisse

 

Die Landsgemeinde ist zuständig für die Wahl des Landammanns, des Landes-statthalters und der Richter. 

 

Gesetzgebung und Befugnisse

 

Die Landsgemeinde ist zuständig für die Änderung der Kantonsverfassung. Sie erlässt zudem in der Form des Gesetzes alle grundlegenden und wichtigen Be-stimmungen. Sie ist im Weiteren zuständig für:

 

a. die Zustimmung zu Konkor-daten und anderen Verträgen, wenn diese einen Gegenstand der Verfassung oder der Gesetzgebung oder eine Ausgabe nach Buchstabe b betreffen; 

 

b. Beschlüsse über alle frei bestimmbaren einmaligen Ausgaben für den gleichen Zweck von mehr als 1 Million Franken und über alle frei bestimmbaren wieder-kehrenden Ausgaben für den gleichen Zweck von mehr als 200 000 Franken im Jahr;

 

c. den freien Erwerb von Grundstücken als Anlage oder zur Vorsorge im Betrag von mehr als 5 000 000 Franken;

 

d. weitere durch den Landrat vorgelegte Beschlüsse; e. die Festsetzung des Steuerfusses. 


 

Tumult an der Landsgemeinde 1826

 

Bereits vor 125 Jahren gerieten sich die Unterländer Gemeinden wegen einer neuen Strasse in die Haare

 

von Fridolin Elmer

 

 

Südostschweiz. Dienstag, 1. Mai 2001

 

 

Die alte Landstrasse, die entlang des Niederbergs nach Näfels führte, galt der herabstürzenden Felsbrocken und Steine wegen als sehr gefährlich. Man suchte nach einer neuen, besseren Lösung. Doch musste manche harte Auseinandersetzung erdauert werden, bis der Bau einer neuen Strasse 1828 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

 

Dass neue Strassen auch früher umstritten waren, zeigt der Konflikt um die neue Linienführung der Srasse vpn Oberurnen nach Näfels. Der Glar-ner Historiker Gottfried Heer hat um 1920 eine Reihe von Broschüren "Zur Geschicht des Glarner Verkehrswesens" herausgegeben  aus dee die folgenden Angaben entnommen sind. 

 

Die Linth machte, bevor sie 1810 durch die Linthkorrektion gebändigt wurde, mit Überschwemmungen den Talboden zu einem unsicheren Ge-lände. Darum führte die damalige Strasse von Oberurnen nach Näfels durch einen "holprigen, bösen Hohlweg" längs des Niederbergs. Durch Abholzungen wurde der dortige Berghang kahl, und Steinschläge konn-ten ungehindert die Strasse treffen So hat sich am 3. April 1824 Post-meister Aebli mit folgenden Worten an den zuständigen Rat gewandt:

"...Nur mt Zittern befahrt der arme Hausvater dessen ganzes Vermögen oft in seinem Pferd, Wagen und Geschirr liegt die gefährliche Strassse, gücklich genu, wen nicht sein eigenes Leben auf eine trauriger Art endet und seine Familie um ihren Erhalter bringt.,,"

 

Strassenplanung m Eiltempo

 

Diese Leidensschilderung verfehlte nicht ihren Effekt. Schon die darauf folgende Landsemeinde stimmte der Planung einer neuen Strasse zu unter der Voraussetzung, dass die Planungskommission aus völlig un-parteiischen Ratsmigliedern zu betehen habe und niemand aus Näfels und Mollis dabei sein dürfe. Die Kommission legte im Herbst darauf zwei Varianten vir, eine billigere, durch die Rautifelder bis an den Bühl in Näfels und eine teurere, mitten durch die Oberurner Allmeind und die Nä-felser Autschachen.

 

Während die Näfelser an der Strasse entlang des Berges festhalten woll-ten. bevorzugten die Molliser eine bequemere, ihnen näherliegende Vari-ante. Die beiden Projekte wurden mit allen politiscehn MItteln gegen-einnder ausgespielt. Die Landsgemeinde 1826 musste also den Streit entscheiden. Dort muss es damals sehr hitzig zu und her gegangen sein. Landammann Hauser vertrat vehement und mit gewissen Drohungen die Näfelser Interessen.

 

Hitzköpfe entrissen dem Landammann das Schwert

 

Da es schien, als wolle er keine AHbstimmung über den zu Gunsten von Mollis gestellten Antrag vonehmen, entstand Unruhe. Etliche Hitziköpfe von Mollis drangen zur Rednertribüne zum Teil auf dieselbe, nahmen dem Landammann das Schert aus den Händen und stellte ihn in seinen Funktionen ein. Doch der besonnene Landesstatthalter Cosmos Heer konnte die Lage beruhigen und dem Landammann das Schwert wiedeer übergeben. Darauf führte Hauser die Abtimmung durch - die Molliser setzten sich durch. Das wegen der "äusseren Gefälligkeit nd Bequem-lichkeit"  ansprechendere Molliserprojekt wurde mit grossem Mehr ange-nommen.

 

Der Konflikt war damit aber noch nicht beigelegt. Die Gemeinde Näfels hatte nämlich erklärt, für die geplante Strasse werde sie keinen Schuh-breit Land abtreten, und es wurde der Vorwurf erhoben. die von Mollis hätten den Landsemeindebescluss mit "Guzen und Trölen" erreicht.

 

Widerstand spät aufgegeben

 

Der Streit erfasste im Weiteren den katholischen und den protestanti-schen Rat und erhielt damit auch eine konfessionlle Komponente. Mit dem Vorort der Tagsatzung wurde von Näfels und Oberurnen gar eine eidgenössicshe Instanz angerufen. Sie konnten sich nur schwer damit abfinden, dass "der schönste Pflanzboden zweier Gemeinden von einem Ende zum andern durchschnitten und überschüttet werde. Doch letztlich mussten sie den hartäckigen Widersand aufgeben und den Landsge-meindebeschluss von 1826  anerkennen. Damit konnte der Bau an die Hand genommen und im November 1828 erfolgreich abgeschlossen werden. Bald darauf erschien für den Grossteil der Fuhrleute das Stras-senstück Näfels-Oberurnen als ein Ideal, das in verschiedenen Landes-teilen den Wunsch weckte, in den Besitz einer ebenso bequemen Srasse zu gelangen. 

 

 

Wer war der oben genannte Landammann Hauser?

 

 

24-84-49-30-17-6b-4-2-1                          Gen.9

Landammann Fridolin Josef Joh. Nepomuk Aloisius Hauser von Näfels,

des Landammann Balthasar Josef und der Maria Anna Katharina Waldburga Tröndlein von Greifenegg No.84

* 1759 Sept.9. + 1832 Dez.15. in Näfels, im Dorf an einem Schlag, während er sein Morgengebet auf den Knieen verrichtete.

oo

1797 Jan.29. im 3. und 4. Grad verwandt: Dominicella Maria Anna Josefa Antonia Bachmann, des General Niklaus Leodegar Franz Ignatius und der Maria Dorothea Müller No.5

* 1768 Juli 2. + 1852 Okt.18.

 

1797 Okt.26.  Tochter + ungetauft

1798 Okt.27.  Tochter + ungetauft

1800 Jan.22.  in Waldshut: Josef Niklaus von Flüh à Rupe Fridolin Adolf Anton Raimund Carl Joh. Baptist + 1823 Juli 28. als Hauptmann in Frankreich, ledig an einem Schlag. Er war bei der französischen Garde, die Freude, Stolz und Hoffnung seiner Eltern.

1802 Nov.19.  FRANZ KARL GUSTAV JOH. NEPOMUK VIDE No.173

1804 Feb.5.   JOSEFA WALDBURGA JOHANNA THERESIA AGATHA vide Müller No.331

1807 Apr.15.  Mathilde Josefa + 1880 Jan.18. ledig im Dorf

1809 März 28. in Freiburg i.Br.: Gustav Niklaus Leodegar Balthasar + 1810 Juli 26. in Freiburg i.Ue.

 

     Dom. Capitän, Major, Oberst. 1826-1828 und 1831-1833 Landammann. 1814 eidgenössischer Staatsschreiber (erster !). Er figuriert auch als eidgenössischer Staatsschreiber anno 1814-25 in der Einkaufsurkunde 1821 seines Sohnes Franz Carl Gustav Joh. Nepomuk von Rheinau. Vide Gesch.des Landes GL II von Jakob Winteler, fol.411, Bild von F.J.A. Hauser. 1803-1813 war Hauser fürstlicher Adjunkt des eidgenössischen Landammanns, vide Dändlikers Schweizer Geschichte Bd.III fol.477. 1814 eidg. Oberkommissär in bischöflich baslerischen Landen. Ober=Kommandant der nach Veltlin, Chiavenna, Bormio beorderten Truppen. 1825 Landesstatthalter, Chronik Melch. Schuler fol.442; hist.Jb.21 fol.84. Dr.E.Buss Kunst fol.88.  Vide auch G.Heer neuere Glarner Gesch. und Schweizer Gesch. fol.11-55; hist.Jb.6 fol.28; 29 fol.32.

 

1814/33: Mandat, zu verlesen Sonntags den 14ten Augstm.

   Da Hr. Hptm. Aloys Hauser von Näfels auf längere Zeit von Hause verreisen wird, so sind hiermit alle diejenigen aufgefordert, welche einige Ansprach an ihn zu machen haben, sich im Laufe dieser Woche bey ihm zu melden, nach deren Verfluss niemand mehr weder Red noch Anwort gegeben werden wird.

 

1826/15: Mandat, zu verlesen Sonntags den 9ten Apr.

   Diejenigen Herren Landleute, welche Anträge an das Gemeine Landsgemeind= Memorial einzugeben wünschen, werden anmit aufgefordert, dieselben bis künftigen Mitwochen dem Hochgeachten Herrn Landesstatthalter Hauser in Näfels schriftlich einzugeben.

 

1828/16: Mandat, zu verlesen Sonntags den 20ten Apr.

   Diejenigen Herren Landleute, welche Anträge oder Vorschläge in das Gemeine oder Catholische Landsgemeind=Memorial einzugeben wünschen, werden hiermit aufgefordert, solche bis nächsten Donnstag dem Tit. Hern Amts=Landammann Hauser in Näfels zu bestellen.

 

1829/15: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 12ten April.

   Diejenigen Herren Landleute, welche an das Catholische Landsgemeind=Memorial Anträge zu machen wünschen, werden anmit aufgefordert, dieselben mit den behörigen Unterschriften begleitet, im Laufe dieser Woche dem Hochgeachten, Hochgeehrten Herrn Landammann HAUSER einzusenden.

 

1832/3: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 15ten Jenner.

   Laut den Memorials=Eingaben sind der letztjährigen Landsgemeinde verschiedene Vorschläge und Anträge gemacht worden, welche mehr oder weniger auf Veränderungen in unserer Verfassung und den bestehenden Einrichtungen abzwecken, worauf die Herren Landleute mit grosser Mehrheit erkannt haben: Es soll an unserer dato bestehenden Verfassung und an deren Grundlagen im Mindesten nichts abgeändert werden, wohl aber dieser wichtige Gegenstand in soweit an Uns. Gn. Herren und Obern zurückgewiesen seyn, dass sie im Jahreslauf des Näähern prüfen und untersuchen sollen, in wiefern ohne Verschmälerung und Gefährdung unserer innern Einrichtung in Behandlung der Raths= und Gerichtsgeschäfte zweckgemässe Vereinfachungen und Erleichterug erzielt und erzweckt werden könnte, worüber sie dann ein Gutachten abfassen und dasselbe dem Landmann an der nächsten Landsgemeinde 1832 zur Genehmigung vorlegen sollen.

   Nachdem nun die Obrigkeit diesen höchstwichtigen Gegenstand zu desselben reiflichen Erdauerung und sorgfältigen Berathung zur Hand genommen hat, so werden die Herren Landleute, welche allfällige Anträge und Vorschläge zu Erleichterung und Vereinfachung der Raths= und Gerichtsgeschäfte einzugeben wünschen, hiermit aufgefordert, solche mit den gehörigen Unterschriften begleitet, dem Hochgeachten Hern Amts=Landammann

Hauser in Näfels innert 14 Tagen unfehlbar einzusenden.

 

1832/16: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 15ten Apr.

   Uns.Gn.Hr.u.Ob. kathol.Rel. hätten gefunden, dass diess Jahr kein Bedürfniss vorhanden sey, ein Cathol. Landsgemeinde abzuhalten. Sollten indessen bis zum künftigen Sonntag Eingaben an den Hochgeachteten Herrn Amts=Landammann Fridolin Joseph Hauser in Näfels einlangen, welche hinlänglichen Stoff zur Berathung vor der Landsgemeinde enthalten, so werden Uns.Gn.Hr.u.Ob. je nach Bedürfniss das Angemessene verfügen.

 

1833/3: Mandat, zu verlesen Sonntags den 20ten Jenner.

   Ferners sollen alle die, so Ansprach an den Hochgeachten Herrn Amts=Landammann Fridolin Joseph Hauser sel. in Näfels, haben und ihm schuldig, sollen in sein Haus Morgen Montag das 1temal kommen zu rechnen.

 

1845/21: MANDAT, zu verlesen Sonntags den 25. Mai.

   Montags als den 26. Mai, Abends 7 Uhr, wird zu Näfels im Hause von Hrn. Rathsherr Jak. Fridolin Hauser beim Raben, der grosse Hofstatt=Stall, von Hrn. Landamman HAUSER sel., wie er da ist, zum Abbrechen für Liebhaber vergantet werden. Da dieser Stall eine grosse Menge Holz, sowohl eichenes als tannenes, nebst vielem Eisenwerk und Dachziegel enthaltet und der grösste Theil desselben sich zu Baumaterial eignet, so sind allfällige Liebhaber eingeladen, solchen vor der Gant noch zu besichtigen. Die Bedingnisse selbst werden bei der Gant eröffnet werden.

 

1852/48: AMTSBLATT des Kts. Glarus von Samstag, den 27. November 1852.

 

   Amtliches. Rechnungsrüfe auf Donnerstag den 2. Dezember 1852. Erste Bekanntmachung. C) Nach Landrechten: An Frau Josepha Bachmann sel., Tit. Hr. alt Landammann Hausers sel. Wittwe von Näfels; in das Haus von Tit. Hr. alt Landammann Frid. Joseph Hauser sel. in Näfels.


Donnerstag, 8. Januar 2026

 

Trouvaillle

 

Chröpfler, Füdler und Bluetoranschä

 

Als Osterhazy ist er dazu prädestiniert. Fridolin Hauser hat über Näfelser Übernamen referiert. Mehr als 1200 von ihnen hat er in den letzten 40 Jahren gesammelt.

 

Südostschweiz  19.02.12 

 

Von Fridolin Rast

 

Chropflikon. – Dr gross-g’grindet Tschudi. Ds Lächler-Tiidi. Dr fleischloos Tuni. Dr Mülifritz, dr Stächer-Schül (Jules), dr Salzwaag-Frigg, d Bluetoranschä. Allesamt sind oder waren sie Chröpf, nämlich Näfelser. «Der einzige Name, der einen Menschen wirklich charakterisiert, ist sein Spitzname.» Dieses Wort des deut-schen Regisseurs Boleslaw Barlog stellt das Näfelser Urgestein Fridolin O. Hauser am Mittwoch seinem Vortrag an der Volkshochschule als eines von zwei Mottos voran.

 

Übernamen sind für alle anderen

 

Und das «O.», das er selber manchmal verwendet, steht für Osterhazy. Er hat sich seinen Übernamen zu eigen gemacht und bricht damit eine der Regeln, die er im Vortrag nennt: Übernamen werden nicht in Gegenwart ihrer Träger ge-braucht. Denn, und das war der Titel von Osterhazys Vortrag: «Nomina sunt odiosa». Übernamen sind lästig, widerwärtig, verhasst. Sagte schon der römische Politiker und Schriftsteller Cicero – selber bis heute unter diesem seinem Übernamen bekannt, der Kichererbsler.

 

Übernamen entstehen im Dorf, wo jeder jeden kennt, sie entstehen nur dann und da, wo man miteinander redet oder kommuniziert, sie sind mündliche Information (weil man sie ja kaum aufschreibt), und sie sind Bestandteil der Gruppen-dynamik. «Übernamen konnten so schlimm sein für die Betroffenen, dass ihnen nur der Wegzug blieb», erinnert Hauser.

 

Warum es Übernamen braucht ...

 

Seiler-Fritz, Blitzger-Fritz, der schöne Fritz, Blattä-Fritz, Bärä-Fritz, Grüüt-Fridel. Sie sind nur eine Handvoll von jenen 33 Fritz oder Fridolin Landolt, die Fridolin Hauser mit ihren Übernamen benennt. «Übernamen unterscheiden», erklärt er ihre früher wichtige Funktion.

 

Übernamen sind aber auch Verkürzungen, Codes für Personen und darüber hinaus Passwörter: Wer sie nennt, hat ein bestimmtes Bild vom Genannten, wer sie hört, dem ist das Bild ebensoklar – wenn er denn zur Gruppe gehört, ein Insider ist. So werden denn auch oft Übernamen in geschlossenen Gruppen wie etwa der Pfadi vergeben – selbst der Übername des berühmten Kapuzinerpaters Blitz (Volkmar Sidler) gehe wohl auf die Pfadi zurück.

 

Übernamen codieren die Ahnenreihe von Grossvater Karl, Vater Kaspar und Sohn Hans zu einem Karichaschperjohann. Beim Boggmälggä-Tiidi ist Tiidi schon eine Verkürzung von Katharina. Ds Teesäli-Beeti war die Nachfahrin eines Matt-häus (Feldmann), ihr Vater war jedenfalls der Teesäli-Mälgg. Übernamen charakterisieren Rollen im Dorf, Berufe, Ämter, Herkünfte vom Quartier bis zur Weltstadt: Schpängler-Franz, Sattler Johann, Schtoggädoorä (Stukkateur), Schu-eni (Klauenschneider). Ds Gmeindsschriibers, ds Tagmävogtä (Tagwenvogt, er war eine Art Werkführer), ds Veetoggters. Ds Schuäh-Marii, dr Chappäwäber, dr Toggter-Viäregg, ds Buächbinder-Emils-Piia. Ds Geissgadä-Marii, dr Äschä-Bärti, dr Schtampf-Dölf, ds Wiener Emmi, dr Chlünteler Heiland, dr Preuss.

 

... oder nicht braucht

 

Übernamen benennen oder werten Charaktereigenschaften, Stärken oder Schwächen, sie plagen und diskriminieren: Dr Siggärädiä brauchte dieses Kraftwort aus «sacer dies», d Biisszangä spricht für sich, dr Chaschtä-Wisi soll der Hausfreund sein, der sich im Schrank bei seiner Geliebten verstecken musste, als deren Ehemann unverhofft heimkam. Dr Zeechäjeger verdankt seinen Übernamen einem Missgeschick mit der Flinte, ds Chieni-Marii war eine Jammertante, ds Gärbiläubi geschwätzig.

 

Der Kunschtmaaler Böggli (nach dem berühmten Arnold Böcklin) hatte leider keinen Beruf, den man im lange von Armut geplagten Näfels für voll genommen hätte. Ds Schilis, di tigg Bertä und dr Bärpäntiggel oder auch Tiggtagg mussten sich für Körpereigenschaften verlachen lassen, letzterer für – laut Osterhazy bei 1,36 Meter Körpergrösse – seinen Gang, der an das Pendel einer Standuhr er-innerte. Übernamen verändern sich auch, vom Bireler über den Williams und den Pirelli zu Schüttlers. Füdlers werden zu van Hinten, was fast wieder zum Ursprung zurückführt, war doch der erste Träger ein Feldmann, der eine Frau Hinder heiratete.

 

Rossnegel und Hunghäfä

 

Übernamen können aber auch Dinge, Quartiere, Dörfer bekommen: Schtürmer wurde das frühere Glarner Volksblatt genannt (Kubu* dessen Redaktor), Kreml der Freulerpalast, als er noch Gemeindehaus war, Strickhof das Kloster mit den strick-gegürteten Patres. Esel hiess das Restaurant «Weingarten», ds eebig Liechtli ist die «Blume», wo es immer noch etwas länger Flüssiges gab, "Klein Paris" das etwas mondänere Altwegquartier.

 

Von den Betschwander Länggschuenetä und den Biltner Rossnegel bis zu den Schwander Hunghäfä und den Sooler Müü (Monde) nennt Fridolin Osterhazy Hauser auch sämtliche Dorf-Übernamen im Zigerschlitz.

 

Und er klärt zum Schluss das Rätsel um seinen eigenen Übernamen. Sein Vater war "dr Hasä Fritz", und auf den Spott darüber soll er selber gekontert haben, der Hase lege ja an Ostern die Eier. Jedenfalls nachdem sein Sohn, "dr Osterhazy", geboren wurde. Als Sonntagskind mit Traumstart, wie Hauser selber erklärt: «Am Ostersonntagmorgen beim Kirchengeläut, 50 Meter neben einem Gedenkstein, als Sohn eines waschechten Glarners und einer Österreicherin und damit quasi als Versöhnungsgeschenk, zum Schlachtdatum 9. April, am Geburtsort Näfels.»

 

*Abkürzung für "Kurz und Bunt"


Dienstag, 6. Januar 2026

 

Trouvaille

 

Am 9. November 1984, Nr. 253, erschien in den "Glarner Nachrichten" der fol-gende Beitrag von Jules Feldmann, genannt "Stächer Schüll". Jules Feldmann war langjähriger Mitarbeiter der "Glarner Nachrichten" und auch 24 Jahre Mitglied des Näfelser Gemeinderates. Er, passionierter Jäger, ist auch Verfasser des Flurnamenverzeichnisses des ganzen Oberseetales.

 

Persönlich besitze ich eine Sammlung von Bei-, Zu- und Übernamen von rund 1200 "Affixen". Diese Übernamen sind aber mündliche Information, die nur in Abwesenheit des oder der Betroffenen verwendet werden. Deshalb habe ich eine schriftliche Veröffentlichung verweigert, weil es nach wie vor Betroffene gibt, die solche Affixe nicht mögen.

 

Der Beitrag von Jules Feldmann ist aber bereit öffentlich bekannt und eine Teil näfelserischer Subkultur, die hier festgehalten werden sollen.

 

Meinerseits habe ich eine Power Point Präsentation (Bilder und mündliche Kom-mentierung) bei Klassenzusammenkünften oder an der Volkshochschule oder beim Kulturforum Brandluft vorgeführt, aber mich stets geweigert, sie in Printform zu publizieren.

Jules Feldmann, genannt "Schtächer Schüll*

Er war von 1950 bis 1974 Gemeinderat von Näfels

                                                 dr Sagersepp, z  Chämifägers Marie, dr Wuurschtagischäpp

                                                                                         de Gümi, dr Heuer, dr Brötler,

                                    dr Tiggtagg, der Höschsch, dr CHopfhööch


Sonntag, 4. Januar 2026

 

Berühmte Näfelser by Wikipedia

Bilder dazu werde ich noch suchen.


Donnerstag, 2 Januar 2026

 

Die (zweite) Schlacht bei Näfels

 Von der Schlacht bei Näfels am 9. April 1388 ist viel historisches Material zu fin-den. Von der (zweiten) Schlacht bei Näfels liest man nur selten, obwohl sie terminlich viel näher liegt. Wikipedia machts möglich.

Schlacht bei Näfels 1799 - Molitor

                                                                                                                                                         Le Général MOLITOR, BATAILLE DE NAEFELS 1799

Datum 1. Oktober 1799

Ort       Klöntal, Netstal, Näfels, Mollis

Ausgang        Französischer Sieg

Konfliktparteien

 Frankreich

 Helvetische Republik

 Russland

 Österreich

 

Befehlshaber

 Soult

 Gazan

 Molitor

 

 Suworow

 Derfelden

 Bagration

 Auffenberg

 

Truppenstärke

 3200

 

 7000

 

Verluste

 320 Gefallene

 830 Verwundete

 

 450 Gefallene

 1700 Verwundete[2]

 

 

Zweiter Koalitionskrieg (1799–1802)

 

Ostrach – Feldkirch – Stockach I – Verona – Magnano – Cassano d’Adda – Bassignana – Paradies – Frauenfeld – Winterthur – Zürich I – Trebbia – Mantua – Novi – Döttingen – Vlieter – Bergen – Gotthard – Dietikon – Zürich II – Schänis – Muotatal – Näfels – Egmont – Castricum – Genola – Wiesloch – Genua – Rheinklingen – Büsingen – Engen – Stockach II – Meßkirch – Biberach II – Montebello – Marengo – Höchstädt – Oberhausen – Brión – Hohenlinden – Walserfeld – Pozzolo – Kopenhagen – Algeciras I – Algeciras II

 

Die Schlacht bei Näfels am 1. Oktober 1799 (9. Vendémiaire Jahr VIII) war die blutigste Schlacht des Zweiten Koalitionskriegs. Mit dieser Niederlage endete die austro-russische Invasion der Helvetischen Republik, der letzte Feldzug, an dem der «unbesiegte Feldherr» Suworow beteiligt war. Zwar konnten seine Truppen damals kampflos den Flecken Glarus besetzen, während seine Nachhut unter Rosenberg in der Schlacht im Muotatal einen Angriff der Franzosen Massena und Mortier abwehrte, doch besiegten deren Landsleute Molitor und Gazan bei Näfels seine Vorhut unter Bagration.

 

Am 4. Oktober trat Suworow dann den verlustreichen Rückzug über den Pani-xerpass an. In seinem Bericht an Kaiser Paul erwähnte er die Niederlage mit keinem Wort. Stattdessen stellte er seinen Alpenzug als Serie glänzender Siege dar, obwohl er sogar einen Rückzug nach Italien erwogen hatte, was ein Einge-ständnis völligen Scheiterns gewesen wäre.

 

Vorgeschichte

   

Strassenkämpfe in Zürich, 26. September 1799

Die Helvetische Revolution von 1798 führte zu einer radikalen Änderung der schweizerischen Verfassung und zur militärischen Besetzung des Landes durch Frankreich. Dies laut dem Glarner Pfarrer Markus Freuler, weil die alte Verfas-sung «einem grossen Theil der Schweiz nicht mehr beliebig, und dem Geist des Volks nicht mehr angemessen war» und weil nur eine äussere Macht im Stande war, «dieses wichtige Werk auszuführen». Damals verzichtete das Land Glarus, wo noch 1782 mit Anna Göldi eine Frau als Hexe hingerichtet worden war, auf seine Herrschaftsrechte in zahlreichen Vogteien, hielt aber an seiner alten Ver-fassung fest. Als seine Miliztruppen bei Wollerau besiegt wurden, entging es nur durch Annahme der neuen Verfassung einer militärischen Besetzung. Der Fle-cken Glarus wurde Hauptort des Grosskantons Linth, laut Freuler unter der «klugen Direktion» von Regierungsstatthalter Joachim Heer. Doch trotz den gemachten Versprechungen kam es nach dem Vorstoss der Österreicher nach Graubünden zur Einquartierung französischer Truppen. Im April 1799 führte die Beschlagnahmung der Glarner Artillerie zu einem Aufstand. Als im Mai die Österreicher die Franzosen als Besatzungsmacht ablösten, kehrte das Land Gla-rus für kurze Zeit zum Ancien Régime zurück, wobei es sogar der Anstifter des Justizmords an Anna Göldi zu Regierungsehren brachte. Im August marschierten dann erneut die Franzosen ein.

 

Während Bonapartes Ägyptenabenteuer weitete Grossbritannien seinen Kampf gegen das revolutionäre Frankreich durch Bündnisse mit Österreich, Russland und anderen monarchisch regierten Staaten zum Zweiten Koalitionskrieg aus. 1799 gewann eine austro-russischen Armee unter dem 68-jährigen Feldmar-schall Alexander Suworow in Italien eine Reihe von Schlachten gegen Frank-reich und dessen dortige Schwesterrepubliken. Als der «stets eigenwillige und reizbare Greis» aber zur Belastung für die Koalition wurde, sollte er auf Vorschlag des britischen Aussenministers Lord Grenville bei Zürich zu seinem Unterge-benen Generalleutnant Alexander Korsakow und dem österreichischen Feldmarschallleutnant Friedrich Hotze stossen und mit diesen in Frank-reich einfallen. Zuvor hatte Feldzeugmeister Erzherzog Karl von Österreich die Armée du Danube unter Divisionsgeneral André Massena auf die Linth-Limmat-Linie zurückgedrängt (Erste Schlacht bei Zürich), war dann aber durch Korsakow abgelöst worden.

 

Anders als eine verbreitete These besagt, hatten die Österreicher keinen Einfluss darauf, dass Suworow zur Überquerung der Alpen die am Urnersee blockierbare Route über den Gotthard wählte. Auf dem Pass leisteten ihm die Franzosen star-ken, in der Schöllenen – entgegen der Legende – nur schwachen Widerstand. Insgesamt aber sollen 9000 Mann unter Divisionsgeneral Claude-Jacques Lecourbe den 21'000 Russen und Österreichern Verluste im Verhältnis von 1 zu 3 (2000 Mann zu 6000) zugefügt haben.

 

Zum Zeitpunkt der Zweiten Schlacht bei Zürich und der Schlacht bei Schänis (25./26. September) erreichte Suworow erst Wassen. Um aus der Sackgasse bei Altdor zu kommen, versuchte er, über den Chinzig Chulm Schwyz zu erreichen. Im Muotatal erfuhr er von den Niederlagen Korsakows gegen Massena und Hot-zes gegen Divisionsgeneral Jean-de-Dieu Soult. Den Weitermarsch nach Norden verwehrten ihm die Truppen Massenas, den Rückzug nach Süden jene Lecourbes. Einen Ausweg bot die Route über den Pragelpass und das Klöntal ins Linthtal. Aus Letzterem hatte der kurz zuvor zum Brigadegeneral ernannte 29-jährige Gabriel Molitor seit dem 25. September gleich zwei österreichische Heerführer vertrieben: Generalmajor Franz Jelačić Richtung Sargans und Feldmarschallleutnant Friedrich Linken Richtung Surselva. Nachdem er Massena und Soult um Verstärkung ersucht hatte, hielt er am 30. September den österreichischen Generalmajor Franz Auffenberg im Klöntal auf. Gemäss Bo-dart verfügte Molitor über 3000 Mann, Jelačić über 4000, Linken über 3000 und Auffenberg über 2000; die gesamten Verluste Molitors hätten ca. 500 Mann, jene der Österreicher 1500 betragen.

 

Der Brigade Auffenberg folgte die Vorhut Suworows unter Generalmajor Bagration. Zeitgleich mit der Schlacht bei Näfels schlug die 7000 Mann starke russische Nachhut unter General der Infanterie Rosenberg im Muotatal einen Angriff von 9000 Franzosen ab, den Massena und Brigadegeneral Mortier von Schwyz aus vortrugen. Dieser soll die Franzosen 1000 Gefallene und Verwundete sowie 1000 Gefangene, die Russen ca. 500 Mann gekostet haben.

 

Verlauf (sieben Versionen)

Die Schlacht bei Näfels wird in den existierenden Berichten aus unterschied-lichen Perspektiven geschildert. Russische Quellen heroisieren die Niederlage Suworows und lasten sie den Österreichern an. In der Schweiz betrachteten Anhänger des Ancien Régime den Feldmarschall als Befreier, Anhänger der Hel-vetischen Republik hingegen als «Attila unsers Jahrhunderts», wie ihn Heinrich Zschokke nannte. Letzteres wohl vor allem wegen Suworows Massakern an Gefangenen und Zivilpersonen bei der Eroberung der Ukraine (Otschakiw 1788, Ismajil 1790) und Polens (Praga 1794).[28]

 

Nach Einheimischen

Unter den wachsamen Augen der Austro-Russen schrieb die Glarner-Zeitung am 3. Oktober: «Der 1te Weinmonat war ein fürchterlicher Tag, die Kaiserlichen [Österreicher] bekamen Hülfe rußischer Völker, unter dem Kommando des berühmten Helden Suwarow, aus Italien über den Gotthard, vereiniget greifften sie die Franken bei Anfang des [Klöntaler-]Sees an, und schlugen sie nicht nur da, sondern auch an allen Orten, hinter und bey Riederen, Durschen, Nettstall ec. ec. Den ganzen Tag von Morgen bis Abend hörte man nichts anders als Canoniren und Schießen, die Franken retirirten bis Näfels und Mollis, wie auch über den Ennetberg und Frohnalp des hohen Gebirgs Schilt.» Den Feldmarschall beschrieb die Zeitung so: «Suwarow, ein rußischer Obergeneral, klein von Postur, alt, von Eisgrauen Haaren, gemein [gewöhnlich] in der Unterhaltung und Kleidung wie ein Soldat, aber groß am Geist, gros an Heldenthaten, in diesem Jahre zeigt er die Größe seines militairischen Geistes in Italien, und in der Schweiz wird es sich bald entwicklen [!]. Die K. K. und rssischen Truppen haben ihre Stellungen bey Riederen, Nettstall und Glarus; die Franken hingegen bey Näfels und Mollis.»]

 

Generalmajor Pjotr Bagration

Das von Johann Konrad Escher und Paul Usteri herausgegebene Neue helve-tische Tagblatt fasste diese Meldung zusammen und fügte bei: «Heut früh [1. Oktober] mussen endlich die Franken weichen, die Russen und Kaiserlichen rükten um 9 Uhr Vormittags hier [in Glarus] ein; die Franken machten ihnen aber jeden Fussbreit streitig, und da die Russen keine Munition mehr hatten, sondern bloss mit dem Bajonett agiren mussten, dabei auch keine Kanonen mit sich führten, die Franken aber 8, so verloren sie sehr viel Leute.»

 

Nach wiederhergestellter Pressefreiheit publizierte der zitierte Freuler eine Chro-nik des Kleinkriegs, den altgesinnte Einheimische den Franzosen geliefert hatten. Dabei waren 90 namentlich genannte Glarner getötet und 56 verwundet worden, die meisten davon 1798 bei Wollerau. Daneben erwähnte der Pfarrer einen einzigen Zwischenfall mit Frauen und Kindern, bei dem eine verirrte Kanonen-kugel in Ennetbühls je zwei Personen getötet bzw. verwundet hatte. Über die ungleich wichtigere Schlacht bei Näfels berichtete Freuler nur kurz, wobei er erst noch die Besiegten zu Siegern machte: «Die Rußen, mit 1800. Mann kaiserl. Truppen, greiften die am See gelegnen Franken an, jagten sie bis auf Riederen, allwo sich die Franken wiedersetzten, und dem weiter Vorrucken des Feindes Einhalt thun wollten, allein die Rußen fielen einmal über das andere mit gefalltem Bajonet auf sie los, mußten auch von da weichen, treibten sie im Sturmmarsch über die Durschen nach Nettstall, über die untere Bruck, welche die Franken zur Deckung ihrer Retirade in Brand stekten; dem aber ohngeachtet setzten die Rußen durch den Linthfluß und verfolgten den Feind den ganzen Tag hindurch auf beyden Seiten des Flußes bis Näfels und Mollis unter abwechselndem Glück. Viermal mußten sie durch den heftigen Widerstand der Franken bis gegen Nettstall weichen, aber allemal liefen sie mit Sturm auf dieselben los, nöthigten sie zum Rückzug bis Näfels, Oberurnen und Mollis, so daß die Rußen das Schlachtfeld behaupteten.» Ihr Vordringen habe auch ungefähr tausend Fran-zosen im Sernftal und oberen Linthtal abzuschneiden gedroht, die darauf über Glarus, die Ennetbühlser Brücke und die Ennetberge geflüchtet seien, wobei sie ihre Munitionswagen ins Wasser geworfen hätten.

 

Ein Unbekannter schrieb seinem Neffen im Jura:[ «Am 30. September erfuhren wir, dass Suworow mit einer starken Kolonne der russischen Italienarmee durch die Bergschlucht Klöntal kam […] Wir glaubten, die Franzosen würden diese en-gen und beinahe unbegehbaren Schluchten gut verteidigen, aber wir täuschten uns. Am Morgen des 1. Oktobers hörten wir schiessen, und bald sahen wir sie hinter Riedern gegen Netstal zurückweichen. Die Franzosen brannten die Brücke von Riedern nieder, was die Stadt [Glarus] ein wenig schützte. Der Kampf fand auf der andern Seite des Löntsch statt. Ich ging mit meinem Bruder auf den Gal-genbühl [Sonnenhügel]. Alle andern Kämpfe waren nur Kinderspiele im Vergleich zu diesem hier. Die Russen liefen ins Feuer, ohne die Gefahr zu kennen. Die Franzosen hatten diesmal Geschütz, und die Russen hatten fast gar keines. Sie verfolgten die Franzosen bis unterhalb von Näfels. Dieses Dorf wurde zweimal erobert und zurückerobert. Um ihren Rückzug zu decken, brannten die Franzosen auch die schöne gedeckte Brücke von Netstal nieder, sie konnten sich jedoch in Näfels halten. Die Russen aber hatten über 2500 Verwundete.»

 

Das helvetische Direktorium wurde über die Schlacht bei Näfels aus dem be-nachbarten Distriktshauptort Schänis informiert. Der Zürcher Johannes Theiler, Regierungskommissär des Kantons Linth, berichtete am 2. Oktober, dass die Franzosen am Vortag «nach einem hartnäckigen Treffen bei dem Klönthaler See, wobei die Feinde bei 2000 Mann verloren, dennoch bis auf Ober-Urnen zurück-geschlagen wurden, mit Verlurst von c. 800 Mann Blessirten und Todten». Am Abend spät aber, nachdem die Franzosen eine Halbbrigade Verstärkung erhalten hätten, sei der Feind wieder «bis über Netstall hinaus» zurückgeschlagen wor-den. Die Franzosen seien «nicht nur im Besitz des Kerenzerbergs bis Walen-stadt», sondern hätten auch «durch das ganze Sarganserland hinauf diesseits des Rheins festen Fuß gefasst». Jetzt seien die Truppen «wegen der schlechten Witterung in Unthätigkeit». Ebenfalls aus Schänis berichtete Kantonsrichter Xaver Gmür am 4. Oktober dem Rapperswiler Christoph Fuchs, der zuvor amtie- render Regierungsstatthalter des Kantons Linth gewesen war, ohne die tapfere Haltung der 2. helvetischen Halbbrigade hätten die Franzosen sich zurückziehen müssen und wohl auch Weesen verloren.] Das Verhältnis der russischen Verluste zu den französischen betrug Gmür zufolge acht zu eins.

 

Schustermeister Levi Feldtmann aus Schwanden schrieb ein Gedicht in Knittel-versen mit dem Titel Der Einzug der russischen Armee in unser Land. Der nach Zürich geflohene Fabrikant Johann Heinrich Blumer besass in Glarus das Haus in der Wiese (Wiesli 5), wo Suworow die letzte Nacht vor seinem Rückzug verbrachte und auch Molitor mehrmals Quartier nahm. Von seinem Verwalter Paulus Wichser erfuhr Blumer, beim Angriff der Russen sei es «wegen großem Hunger» um Siegen oder Sterben gegangen, doch hätten die Franzosen vorteil-hafte Stellungen gehabt. Laut der Familienchronik von Schreinermeister Balt-hasar Joseph Tschudi aus Ennenda, der das Russenlager in Netstal besichtigte, lagen dort «fast in allen Kellern und Schöpfen» Verwundete.

 

Insgesamt erwecken die Berichte den Eindruck, die im Tal verbliebenen Ein-heimischen hätten die Schlacht als ohnmächtige Zuschauer verfolgt. Das Wetter war offensichtlich so nass, dass nicht viele Häuser abbrannten, nicht aber nass genug, um die Franzosen am Schiessen zu hindern.

 

Nach Erzherzog Karl

Erzherzog Karl schrieb in seiner Geschichte des Feldzuges von 1799 in Deutschland und in der Schweiz: «Seitenkolonnen erstiegen bei der Nacht das Gebirge, und zeigten sich den 1. October im Rücken der Franzosen. Molitor musste weichen: aber von Österreichern und Russen mit Unordnung angefallen, verlor er die Fassung nicht; stellte sich noch einmal, und wies die Kühnsten unter den Nachsetzenden ab. Dann ging er bei Nets-Thal über die Linth; steckte die Brücke in Brand; vertheidigte sie bis zu ihrem Einsturz, und fasste endlich Posten bei Näffels und Mollis. Die Verbündeten wollten sich des letztern Orts, und mit ihm der Strasse nach Wesen bemächtigen. Mühsam erbauten sie einen Steg über die Linth; setzten 1 Bataillon darüber, und verjagten die Franzosen aus Mol-lis: konnten sich aber dort nicht halten, da Divisionsgeneral Honoré Gazan den Rest seiner Truppen von der untern Linth zu Molitors Unterstützung herbei-führte.»

 

Nach Jomini

  

Österreichische Grenadiere und Franzosen am Klöntalersee

Unter dem Titel «Schöne Verteidigung Molitors im Klöntal und in Näfels» liest man beim Waadtländer Militärtheoretiker Antoine-Henri Jomini, welcher der Hel-vetischen Republik, Frankreich und zuletzt als Obergeneral Russland diente: «Die erste Division [Suworows], die sich der Brigade Auffenberg angeschlossen hatte, beendete die Säuberung des Klöntals und warf die Franzosen auf die Linth zurück. Ruhig inmitten der Gefahr, die ihn bedrängte, und im Bewusstsein der Wichtigkeit wie der Gefährlichkeit seiner Stellung, leistete Molitor den geschick-testen Widerstand, gab nur Fuss um Fuss Boden preis, brannte die Brücke von Netstal nieder und zog sich hinter jene von Näfels zurück.» Jomini fuhr fort: «Die Vorhut [Suworows] folgte den Franzosen nach Näfels, wo Fürst Bagration diese am 1. Oktober angriff. Vielleicht nie zuvor hatten sie mehr Standhaftigkeit und Tapferkeit an den Tag gelegt: Der Unterstützung durch Gazan sicher, vergass Molitor zehn Tage voller Müdigkeit, Entbehrungen und verbissener Kämpfe […] Die Stellung wurde erobert und zurückerobert. Die zahlenmäßig unterlegenen Republikaner kämpften erbittert, um der Division Gazan Zeit zu verschaffen, aus Schänis einzutreffen; in diesem Kampf bedeckte sich die 2. helvetische Halbbrigade, elektrisiert durch die Erinnerungen, die der Name Näfels in ihr weckte, an der Seite der Franzosen mit Ruhm. Nachdem Gazan endlich aus Weesen aufgebrochen war, zwang er die Russen, sich nach Glarus zurück-zuziehen.»]

 

Nach Molitor

 

Warten auf Verstärkung: Molitor mit Dragoner und Husar (Detail)

Den ausführlichsten Bericht über die Schlacht verfasste unmittelbar danach Molitor, obwohl er vom 25. bis zum 29. September nicht ins Bett gekommen war. Als Sieger brauchte er nicht viel schönzufärben. Nach seinen Angaben beherr-schte er am Morgen des 1. Oktobers noch das östliche Ende des Klöntalersees. Zwar hatte er den grössten Teil der Truppen zurückgerufen, die Jelačić und Linken folgen sollten, doch verfügte er erst über drei Bataillone und sechs Kompanien. Weil er bemerkte, «dass die Russen eine starke Kolonne über die Berge schickten, um meine rechte Flanke zu umfassen und uns den Rückzug ins Tal von Glarus abzuschneiden», sei er gezwungen gewesen, sich an die Linth zu-rückzuziehen, «um den Durchgang von Näfels zu decken und dadurch die Vereinigung von Suworow mit Jelačić, über die Ufer des Walensees, oder mit Korsakow zu verhindern, der sich noch an der Thur befinden musste».

 

Bei der Brücke von Näfels hatte Molitor ein Reservebataillon belassen und in Engi und Kerenzen je ein halbes Bataillon zur Beobachtung des Rückzugs von Linken und Jelačić. Seine übrigen Einheiten verwendete er wie folgt: «[…] auf der gedeckten Brücke von Netstal, die zur augenblicklichen Sprengung vorbereitet worden war, setzten anderthalb Bataillone mit vier Geschützen ans rechte Ufer über […] Zweieinhalb andere Bataillone mit drei Geschützen stellten sich in gestaffelter Ordnung am linken Ufer hinter Netstal auf.»

 

 

Berittener Kosak und französischer Grenadier in der Linth (Detail)

Weiter schrieb Molitor: «An der Linth angelangt, bot sich dem Feind die Brücke von Netstal als Köder dar; er stürzte in Masse dorthin, und sogleich explodierte die Brücke mit allem, was sie überqueren wollte: Diese rechtzeitig ausgeführte Anordnung stürzte die Russen in grosse Unordnung, die bald noch durch das Feuer der anderthalb Bataillone und der Artillerie erhöht wurde, die […] vom rechten Ufer aus die Flanke des Feindes bestrichen und seine Aufstellung verzögerten. Schliesslich aber formierten sich seine Massen und stürzten sich voller Wut auf unsere Truppen am linken Ufer: Doch diese […] hielten mit furchtloser Kaltblütigkeit stand. Die Angriffe des Feindes vervielfachten sich; auf eine über den Haufen geworfene seiner Kolonnen folgten mehrere andere, die sich, durch die Anwesenheit ihres Generals Suworow erregt, mit blinder Kühnheit in unsere Bajonette stürzten.»

 

Sechsmal sei es den Russen gelungen, die Franzosen nach Näfels zurück-zuwerfen, und sechsmal hätten diese sie mit dem Bajonett wieder nach Netstal getrieben, «immer unterstützt von unserem wohlgenährten Feuer vom rechten Ufer, das der Feind nur schwer zu erwidern vermochte». Diese Zusammenarbeit der Einheiten auf beiden Seiten der Linth habe es ihm ermöglicht, sich in dem engen Tal zu behaupten, wo der Feind nicht alle seine Kräfte gleichzeitig habe einsetzen können.

 

Leutnant Bélier von Molitors 84. Halbbrigade tötete beim dritten Vorstoss der Russen den Anführer der angreifenden Kolonne auf der geländerlosen Näfelser Brücke mit dem Degen.

Erst spät, weil die Franzosen im Mai die Ziegelbrücke bei Niederurnen zerstört hatten, traf erste Hilfe von Gazan ein: An der Spitze von 40 Chasseurs à cheval des 10. Regiments rettete Molitors Adjutant Jean-Daniel Fridolsheim die franzö-sischen Kanoniere vor der Überwältigung.

 

Während keine der von Grossbritannien besoldeten Einheiten aus dem Kanton Linth an der Schlacht teilnahm, zeichneten sich wie in den vorangegangenen Kämpfen gegen Österreicher bzw. Russen Schweizer an der Seite der Franzosen aus: Als die Brücke von Näfels bereits verloren war, trafen aus Weesen 300 Mann der 2. helvetischen Halbbrigade ein. Befehligt wurden sie vom 1812 als Chef eines Schweizerregiments an der Beresina gefallenen Adjudant-major Karl Zingg von Aarburg bzw. (nach dessen schwerer Verwundung) von Bataillonskommandant Beat Felber von Luzern. Von Molitor an die Schlacht bei Näfels im Jahre 1388 erinnert, eroberten sie die Brücke zurück. In der Folge wurde gemäss Molitor auch ein russisches Bataillon zurückgeworfen, das die Linth auf einem Bocksteg überquert und Mollis besetzt hatte.

Ein Grenadierbataillon, an dessen Spitze Gazan persönlich eintraf, wurde von Molitor als Reserve bei einem letzten Angriff eingesetzt, den drei Kolonnen mit dem Bajonett vortrugen und zwei Vierpfünder mit Kartätschenfeuer unterstützten.

Den letzten Gegenangriff der Russen bei Netstal wehrte Oberst Pierre-Charles Lochet ab, der um neun Uhr abends mit 400 Mann seiner 94. Halbbrigade auf dem Schlachtfeld erschien.

 

Während die Kämpfe am 2. und 3. Oktober ruhten, erhielt Molitor Informationen aus dem vom Feind besetzten Glarus, wozu er bemerkte: «Die Einwohner blie-ben uns treu, und wir ernteten die Früchte der guten Disziplin unserer Truppen.» Für diese gute Disziplin war Molitor der Dank des helvetischen Direktoriums zuteilgeworden, während man sich über Exzesse einiger Soldaten der Division Soult beklagte. Dem Moniteur zufolge blieben die Einheimischen diesmal ruhig, man habe keinen von ihnen unter den Waffen gesehen, mehrere hätten sogar den Franzosen als Führer in den Bergen gedient. Netstal habe für seine helve-tische Gesinnung gebüsst, indem es von den Russen völlig ausgeplündert worden sei.

 

Nach Clausewitz

 

Die Berichte des Erzherzogs, Jominis und Molitors wurden vom Militär-issen-schaftler Generalmajor Carl von Clausewitz, der ausser seiner Heimat Preus-sen auch Russland gedient hatte, wie folgt zusammengefasst: «Den 1. Oktober griffen die Verbündeten den General Molitor von Neuem an und nöthigten ihn sich zuerst hinter die Brücke von Netsthal zurückzuziehen und dann auf beiden Seiten der Linth nach Näfels und Mollis. Dieser Rückzug geschah aber unter dem hartnäckigsten Widerstande, und obgleich die Russen unaufhörlich mit dem Bajonet auf die Franzosen eindrangen und sich, wie Molitor in seinem Bericht selbst sagt, häufig zwischen seinen Leuten befanden, so verlor er doch keines seiner Geschütze und wußte sich bis gegen Abend bei Näfels und Mollis gegen den ihm folgenden Bagration zu behaupten, worauf Gazan mit einem Paar Bataillonen zur Unterstützung herbeieilte und Bagration nöthigte die schon eroberten Dörfer Näfels und Mollis wieder aufzugeben.»[66]

 

Nach Suworow

 

Erstaunlicherweise wissen wir nicht, welche Rolle Suworow persönlich in der Schlacht bei Näfels spielte. Der exzentrische Greis pflegte um 8 oder 9 Uhr morgens zu Mittag zu essen und während des Tages zu schlafen. Sein Quartier verliess er niemals, ausser am Tag einer Schlacht, wo er sich entweder die ganze Zeit am gleichen Ort aufhielt oder sich wie ein Verrückter in den heissesten Kampf stürzte. Dass er den schwärzesten Tag seiner Karriere unter einem Kasta-nienbaum bei Riedern verbracht habe, findet sich nur in dem semifiktionalen Werk von Gachot.

 

Wohl am 2. Oktober verfasste er ein pessimistisches Bild seiner Lage, worin es heisst, auf die Österreicher sei nicht mehr zu rechnen: «Wir haben jetzt nur die Pflicht, uns mit Korssakoff zu vereinigen, und ihn wo möglich zu retten. Dieser steht […] in Schaffhausen und ist vielleicht noch weiter zurückgegangen. Seine Ausrüstungsgegenstände und Munition sind zu Verlust gegangen. Unser Vorrath an Patronen ist zu Ende – Artillerie haben wir so viel wie gar keine. Wir besitzen weder Lebensmittel noch Fuhrwerke. Der Widerstand oder vielmehr die Verfolgung des Feindes dauert fort.» Entsprechend ist in dem Papier sogar die Rede davon, von Chur aus oder sofort nach Italien zurückzukehren.[70]

 

Am 7. Oktober berichtete Suworow Erzherzog Karl aus Panix, er habe im Muota-tal von Korsakows Niederlage erfahren. Molitor habe die Engnisse am Klönta-lersee besetzt: «[…] wir vertrieben jedoch den Feind aus gedachten Defileen und drängten ihn bis Mollis und Näffels, wo wir am 1 Oktbr. einrückten.» Unterdessen habe Rosenberg die Franzosen aus dem Muotatal gedrängt. «In diesen hart-näckigen Gefechten haben wir jedoch alle unsere Munition verbraucht und wur-den dadurch gezwungen, neue Gefechte zu vermeiden. Dies veranlaßte mich sogar die Vereinigung mit dem General Jellachich über Mollis und Wallenstadt aufzugeben, da dieselbe nur mittelst neuer Gefechte durchzuführen möglich war […]» Richtung Zürichsee vorzustossen, hatte Suworow offenbar, anders als Brigadegeneral François Louis Dedon glaubte,[71] gar nicht mehr erwogen.

 

In gleichlautenden Briefen meldete Suworow am 9. Oktober den Königen von Neapel und Sardinien, die Franzosen hätten Rosenberg zur selben Zeit ange-griffen, «als derselbe [gemeint: Suworow selber] unter General Derfelden’s Kommando den General Molitor in der Nähe von Glaris schlug. […] Auf diese Weise öffnete ich mir den direkten Weg nach Zürich, wo ich Korsakoff’s Korps vermuthete; da ich aber erfuhr, daß dasselbe durch überlegene feindliche Kräfte gezwungen worden war, seine Stellung zu verändern, dirigirte ich mich auf Graubündten […]» Das Schreiben schliesst mit den Worten: «Hierdurch habe ich mich nun meinem Haupt-Ziele schon sehr genähert, und die Möglichkeit gewonnen: mit vereinigten Kräften gegen den Feind zu operiren, so daß ich hoffe in kurzer Zeit Ew. Majestät von der völligen Ausführung des mir vorgeschrie-benen Planes benachrichtigen zu können.»

 

Die Briefe zeigen, wie Suworow es mit der Wahrheit hielt. Dem Erzherzog gegen-über bezeichnete er die Niederlage Korsakows als blossen Stellungswechsel. Im Schreiben an die Könige verschob er das Datum, an dem die Nachricht von der Schlacht bei Zürich eintraf, um drei Tage nach hinten. Vor allem aber machte er den gescheiterten Vorstoss nach Näfels und die kampflose Besetzung von Gla-rus zu Siegen, worin ihm spätere Autoren folgten.

 

In der Schilderung des 1. Oktobers, die ein am 14. entstandener Bericht Suwo-rows an Paul I. enthält, fehlen die entscheidenden Stunden. Es heisst darin nur: «[…] des Morgens früh schon wurde der Feind durch Gewehr-Feuer von den vorgeschickten Patrouillen beunruhigt, und erwiederte dasselbe auf der Stelle durch eine kräftige Gewehr-Salve. Hierauf rückte die Avant-Garde, nachdem sie sich mit der ersten Abtheilung der Truppen des Generals Schweikowsky vereinigt hatte, zum Gefecht wieder vor. Der Feind wurde trotz seines Widerstandes und obgleich er das impraktikabele Terrain und die ihm dadurch erwachsende Ver-stärkung gut benutzte, doch zurückgedrängt […] Das Gefecht dauerte bis Abends 10 Uhr, wo der General-Major Fürst Bagration mit Einbruch der Nacht, Vorposten aussetzte und das Lager aufschlug.» Dass Suworow nur den Anfang und das En-de des Tages beschrieb, spricht für die Vermutung, er habe diesen im Bett ver-bracht. Die Gefährlichkeit des Feindes scheint er indessen erkannt zu haben.

 

Der Tag der Schlacht fiel ausgerechnet mit dem 45. Geburtstag Pauls I. zu-sammen. In einer anderen Version des Berichts schrieb Suworow, dass am «feierlichen Tag der allererfreulichsten Geburt Ew. kaiserl. Majestät […] Massena geschlagen wurde, und auf der andern Seite der Feind beim See Seruta [Seerüti] eine beinahe 24 Stunden durch dauernde Niederlage [!] erlitt», beweise aufs neue die Ergebenheit und Treue der Untertanen gegen ihren allergnädigsten Monarchen.[77]

 

Nach Miliutin

 

Die beste russische Darstellung der Schlacht findet sich in einem Werk, das Dmitri Miliutin 1852 in kaiserlichem Auftrag verfasste und das Hartmann später kritisch kommentierte.[78] Über weite Strecken handelt es sich bei Miliutins Bericht um eine Bearbeitung desjenigen von Molitor, garniert mit (angeblichen) Heldentaten des Chefs eines Musketierregiments, Generalmajor Nikolai Kamenski.[79]

 

Die Kämpfe am Klöntalersee beschreibt der spätere russische Kriegsminister Miliutin viel dramatischer als der französische General: «In der Hitze des Kamp-fes glitten viele auf den Felsen aus und stürzten rücklings in die Tiefe. Die enge Straße zwischen dem Fuße der Höhen und dem Ufer des See’s war mit russi-schen und französischen Leichen bedeckt.» Das 2013 veröffentlichte Tagebuch des Grenadierhauptmanns Nikolaj Grjazew hingegen, dessen Entstehungsge-schichte «bis heute unklar» ist, erwähnt einzig Haufen toter Russen. Umgekehrt ist nur dort von einem Bajonettangriff auf eine abziehende Kolonne die Rede, bei dem sich das «nichtswürdige Blut der Franzosen» in Bächen über das Tal ergossen habe.[81]

 

 

Verniedlichende Darstellung russischer Grenadiere und Kosaken am Klön-talersee

Mit dem zitierten Bericht eines Schweizer Augenzeugen deckt sich folgende von Miliutin geschilderte Episode: «Zwischen Glarus und Schwanden hatte eine kleine französische Abtheilung Stellung genommen, um die österreichische Ko-lonne Lincken’s zu beobachten. Um den Rückzug dieser Abtheilung zu sichern, brannte Molitor die Brücke bei Riedern nieder und nahm rückwärts des Dorfes Netstall Stellung. Hier hielt sich derselbe mit der größten Hartnäckigkeit so lange, bis sich die Truppen aus Glarus mit ihm vereinigt hatten.» Die Brücke von Netstal liess Miliutin wie Molitor in die Luft fliegen. Die Franzosen hätten dann südlich von Näfels eine vorteilhafte Stellung bezogen, «mit der rechten Flanke an’s Gebirge, mit der linken sich an die Linth anlehnend». Eine dichte Tirailleurkette habe sich «hinter Zäunen, in Kanälen und Gräben» verteilt. Die Kanonen hätten die Strasse bestrichen. Das Tagebuch von Grjazew lässt den Feind beim Kampf um Näfels – wohl den Tatsachen entsprechend – die Reste der dortigen Letzi

als Brustwehr benützen. Miliutin zufolge durchschwammen vor dem Bau des von Molitor erwähnten Bockstegs Kosaken die Linth, wie dies französische Kampf-schwimmer beim Brückenschlag Soults bei Bilten am 25. September getan hatten. Demgegenüber versucht auf dem Gemälde der Schlacht aus Molitors Besitz ein Kosak zu Pferd ans andere Ufer zu gelangen.

 

Das Eintreffen der Vorhut Gazans gab dem Feind gemäss Miliutin ein zahlen-mässiges Übergewicht. Weiter schrieb er: «Die französischen Truppen, welche sich auf dem rechten Ufer der Linth befanden, wurden gleichfalls durch eine helvetische Halbbrigade verstärkt, drängten das Bataillon Kamenski’s wieder aus dem Dorfe Mollis hinaus, gingen auf der Brücke über den Fluss und griffen die russischen Truppen, welche Näfels besetzt hatten, in der Flanke an.» Die sechs Gegenangriffe Molitors liess Miliutin schon in Näfels und nicht erst in Netstal enden. Im Tagebuch von Grjazew rühmt sich dieser, zusammen mit Kamenski – «einem Helden, der im Kriegsgeschehen bisher noch kaum in Erscheinung getreten war» (Bemerkung von anderer Hand?) – die Russen durch einen nächtlichen Feuerüberfall gerettet zu haben.

 

Rückzug

 

Gazan als Lieutenant-général

Um nicht von Rosenberg abgeschnitten zu werden, bezog Suworow nach der Schlacht bei Näfels ein Lager südlich von Netstal. Sein Hauptquartier befand sich in Glarus, vom 1. bis 4. Oktober im Suworowhäuschen (Landstrasse 97), in der letzten Nacht im erwähnten Haus in der Wiese. Soult traf vorsichtshalber Dispo-sitionen für einen allfälligen Rückzug Richtung Zürichsee, doch unternahmen die Russen keinen weiteren Durchbruchsversuch.

 

Nachdem Suworow Molitor noch am 29. September aufgefordert hatte zu kapi-tulieren, um nicht eingekesselt zu werden, drohte dieses Schicksal nun ihm selbst: Während Massena sich an der Thur anschickte, mit den Resten von Korsakows Korps, einem bayerischen Kontingent und der Emigrantenarmee Condé abzurechnen, sollten unter dem Befehl von Soult, den er in seiner Nähe behielt, die Brigade Molitor und die Division Gazan von Norden her, Brigadege-neral Louis-Henri Loison von Süden her und Brigadegeneral Mortier mit zwei Halbbrigaden vom Klöntal her den Feldmarschall in Glarus angreifen. Loison erreichte mit einem Bataillon der Division Lecourbe schon am 1. Oktober vom Klausenpass her Luchsingen.

 

Am Tag nach der Schlacht bei Näfels hielten die Russen einen Kriegsrat ab, bei dem acht von zehn Generälen für den Rückzug in die Surselva eintraten. Vor allem tat dies, gemäss seinem Adjutanten Oberst Komarowski, der 20-jährige Grossfürst Konstantin, der als Volontär an Suworows Feldzug teilnahm. Der russische Oberst Paul Tiesenhausen erinnerte sich: «In diesem Thale stehend konnten wir deutlich sehen, wie von beiden Seiten die französischen Colonnen auf den Kamm der Gebirge eilten, vor uns Glarus [bzw. den Eingang des Sernftals] zu erreichen. Dieser Gefahr zu entgehen, mußte ein weiterer Angriff auf Waasen [Weesen unterbleiben und wir mußten eilen, vor dem Feinde den Ort [Schwanden?] zu erreichen, weil wir sonst Gefahr liefen, von ihm umringt, jeden Ausweg aus diesem Kessel uns abgeschnitten zu sehen und vielleicht durch die gar zu große Uebermacht in einem verzweifelten Kampfe von unserer Seite vernichtet zu werden. Es war wohl der kritischste Moment für uns in diesem Feldzuge, den ein Jeder bis in’s Innerste fühlte. Hier war es auch, wo der alte ehrwürdige Feldmarschall die ganze Gefahr, die uns drohte, fühlend, in seine grauen Haare griff und zu seiner Umgebung ausrief: ‹man sage nie von einem Manne vor seinem Tode, er sei immer glücklich gewesen› […]»

 

Rückzug der Russen aus Glarus: Tirailleurketten, im Vordergrund die nachrückenden Franzosen

Laut dem Tagebuch von Grjazew vermutete man, Suworow habe schon im Muotatal beschlossen, «diese elende Schweiz» auf dem kürzesten Weg zu verlassen. Die Eigendynamik der Schlacht habe dann «gegen seinen und unseren Willen» zum Vorstoss nach Näfels geführt. Und die unerwarteten Angriffe der Franzosen auf Rosenberg im Muothatal hätten eine Verspätung des Rückzugs um zwei Tage zur Folge gehabt.

 

Clausewitz schrieb es Suworows «Hass gegen die Östereicher» zu, dass er «wie ein eigensinniger Tartaren-Khan mit seiner Horde, plötzlich ablenkte und nach Hause ritt».

 

Der vorzeitige Wintereinbruch machte die Überschreitung des 2407 m hohen Panixerpasses zur Hölle. Auffenberg, der ihn als erster passieren musste, hatte davon abgeraten, sich auf diesem Weg zurückzuziehen, denn die Soldaten seien nicht nur «gänzlich ohne Munition, Geld, Brot», sondern auch «zum grössten Teil ohne Schuhe».

 

Massena meldete dem Direktorium in Paris: «Da General Suworow über meinen Plan und über die Bewegungen der Generäle Loison und Mortier unterrichtet und von den blutigen Kämpfen erschöpft war, die er von Bellinzona bis Glarus ohne Unterlass hatte liefern müssen, ihm das Land weder Verpflegung liefern noch irgendwelche Hilfe leisten konnte und er bereits den größten Teil seines Gepäcks, seiner Maultiere und seiner Munition hatte zurücklassen, einen Teil seiner Artillerie in die Seen hatte werfen müssen, wollte er von dem einzigen Ausweg profitieren, der ihm noch blieb, […] über Schwanden ins Tal von Engi und nach Graubünden abzuziehen, wobei er diejenigen seiner Verwundeten, die noch die geringste Kraft besassen, mit Schlägen vor sich hertreiben liess und uns in Muotathal, Glarus und allen Dörfern der Umgebung mehr als zweitausend von ihnen hinterliess, die nicht mehr gehfähig waren.»

 

Kampf zweier Welten

 

Trümpfe der Republikaner: Freiwilligkeit und Gleichheit

 

«Steife Puppenwesen»: russischer Grenadier-Unteroffizier und Offizier

In den französischen Revolutionsheeren redete man sich mit Bürger an. Die Soldaten waren Freiwillige, niemand konnte ohne Kriegserfahrung Offizier werden. In der gerade erst nach preussischem Vorbild reorganisierten russischen Armee hingegen standen sich extrem ungleiche Kasten gegenüber.

 

In einem Gutachten für die Franzosen schrieb Tadeusz Kościuszko über die Russen: «Es sind Maschinen, die sich nur auf Befehl ihrer Offiziere bewegen.» Grundsatz sei es, immer als erste anzugreifen. Wenn man die Soldaten auf den Feind vorrücken lasse, werde ihnen reichlich Branntwein ausgeteilt, um sie zum Kampf anzufeuern; «dann greifen sie mit Mut und einer Art Raserei an und las-sen sich eher töten als zurückzuweichen. Man bringt sie nur ins Wanken, indem man viele ihrer Offiziere tötet. Dann ergreift sie die Angst, einzeln niedergemacht zu werden, und lässt sie ihr Heil in der Flucht suchen.» Auch die Offiziere seien mehrheitlich tapfer, aber «sehr wenige haben Bildung oder auch nur geringfügige militärische Kenntnisse; es gibt unter ihnen viele Niederträchtige, Gecken und Stutzer, im Allgemeinen sind sie alle grausam und barbarisch.» Polens National-held (der 1817 in Solothurn starb) schloss: «Kurz gesagt, sind die überlegenen Kenntnisse der französischen Generäle, die unvergleichliche Tapferkeit des republikanischen Soldaten die besten Garanten des Sieges.»

 

Wilhelm Meyer beschrieb die beiden Heere in der Zweiten Schlacht bei Zürich. Danach war die Mehrzahl der Soldaten bei den Franzosen blutjung, bei den Russen 25 bis 40 Jahre alt. Die meisten französischen Generale standen «im kräftigsten, zum Theil erst im angehenden Mannesalter» und besassen «schnelle Orientierung, richtiges Augenmaß, Geschicklichkeit in Verwendung der ver-schiedenen Waffenarten». Die Franzosen waren gemäss Meyer stets fröhlich. Sie seien «gleichsam scherzend und spielend» ausgebildet worden. «Die zer-streute Fechtart» – das Tiraillieren – «war dem muntern, regsamen, gewandten Franzosen zur zweiten Natur geworden.» Sie hätten die steilsten Talränder und Berge erklommen und seien dem längs der Strassen operierenden Feind «mit ungemeiner Leichtigkeit» in die Flanken gefallen. Die Russen dagegen wurden laut Meyer «zum steifen Puppenwesen gewaltsam dressiert». Unter Suworow hätten sie vor allem den Bajonettangriff geübt. Im Tiraillieren sei ihre Linieninfan-terie nicht ausgebildet gewesen. Ein «unmäßiger Troß» habe Suworows Armee schwerfällig gemacht.

 

Der britische Oberstleutnant William Stewart, der an der Zweiten Schlacht bei Zürich teilgenommen hatte, schrieb über die russischen Offiziere: «So unverbes-serlichen Dummköpfen bin ich im Kampf noch nie begegnet, vom General bis zum Fähnrich.» Laut Stewart erlitten die Russen Verluste «ausserhalb jeder Proportion, die ich mir hätte vorstellen können, wäre ich nicht selbst davon Zeuge gewesen», denn sie seien zwar «mutige Soldaten, unbekümmert um ihr Leben, bereit zu irgendetwas geführt zu werden, aber völlig unkundig im Gebrauch ihrer Muskete als Feuerwaffe». In Suworows Armee seien Auffenbergs Österreicher die einzigen gewesen, die ihren Teil der gemeinsamen Aufgabe erfüllt hätten. Auch der spätere russische General Trinchieri di Venanzone, der den Alpenzug als Leutnant mitgemacht hatte, berichtete, «dass die russische Infanterie über allen Ausdruck tapfer war und sich im Bajonettangriff in der Ebene auszeichnete, aber damals keinen Gewehrschuss abzugeben verstand».

 

Die Vorderladergewehre mit glattem Lauf und Steinschloss verschossen Patro-nen, die in einer Papierhülse das Schiesspulver und die Kugel enthielten. Die französische Muskete Modell 1777 (Kaliber 18 mm) war präziser als die russische.[109] Bei den Russen gab es laut Meyer Unfälle, weil sie ungemein schnell luden, auch war ihr Pulver «von überaus schlechter Beschaffenheit». Sie hatten fast doppelt so lange Bajonette wie die Franzosen. Dazu trugen ihre Offiziere noch das hellebardenähnliche Sponton, welches in Frankreich längst abgeschafft war, ihre Unteroffiziere das dem Sponton ähnliche Kurzgewehr. Ein Zürcher schrieb: «Ich hab es oft gesehen, daß der Wache habende Offizier dem Soldaten unter dem Gewehr Ohrfeigen und Maulschellen gab, den Sponton so auf die Brust schlug, daß der Mann niederfiel, und doch blieben die Soldaten leidend, wie Strohmänner. So weit geht die Unterwerfung, und daher kommt auch der Leute Grausamkeit, wo sie den Meister spielen.» Die Kosaken stachen zuweilen mit ihren Lanzen Verwundete tot, «Helden aber vor dem Feinde waren sie nicht».3]

 

Suworow verfügte nur über 25 piemontesische Anderthalbpfünder[114] und kleinkalibrige österreichische Kanonen. Diese erzielten nicht dieselbe Wirkung wie Molitors Feldgeschütze System Gribeauval, besonders wenn diese mit Kartä-tschen geladen waren.

 

Zu erkennen war der französische Infanterist am dunkelblauen, der russische am dunkelgrünen Rock. Beide trugen noch keine Tschakos, die gegen Säbelhiebe schützen sollten, sondern schwarze aufgeklappte Filzhüte. Diese waren bei den französischen Grenadieren mit roten Rosshaarbüschen versehen. (Bärenfell-mützen sah man gemäss Meyer nur bei Paraden.) Die Kopfbedeckung der russischen Grenadiere bildeten hohe, spitze Blechmützen.

 

Im Unterschied zu den Roten Schweizern, welche die Mediationsregierung Napo-leon zur Verfügung stellte, trugen die Soldaten der Demi-brigades auxiliaires helvétiques au solde de la République Française wie die französischen Infant-eristen blaue Röcke. Sie kamen aus allen Landesteilen. Aus dem Kanton Linth dienten aber laut den veröffentlichten Listen nur drei Offiziere in der 2. Halbbrigade: Bataillonschef Friedrich Spälti von Mollis, Hauptmann Heinrich Spälti von Netstal und Leutnant Samuel Zybach von Niederurnen. In den übrigen helvetischen Halbbrigaden waren es 21, in den stehenden Truppen der Helve-tischen Republik deren acht.

 

Von Suworows Überfall auf den Gotthardpass, den weniger als tausend Fran-zosen verteidigten, berichtet Grjazew in seinem Tagebuch: «Was die feindlichen Gefangenen betrifft, so hatten wir in dieser Schlacht keine: Bajonett und Gewehrkolben entledigten uns der überflüssigen Mühe, sie mit uns zu führen, zumal keine Österreicher hier bei uns waren, und ausser ihnen keiner von uns diese niedrige Pflicht auf sich nahm.»

 

Was das Verhalten gegenüber der Bevölkerung betrifft, so schrieb Johann Georg Müller: «Die Bauren um Zürich wurden so drangsalirt, daß allenthalben die äusserste Erbitterung gegen die Russen herrscht.» Im Vergleich seien die Franzosen «zahm und edel».[ Nachdem er die Zweite Schlacht bei Zürich miterlebt hatte, gab der altgesinnte David Hess zu, dass er sich die Franzosen zurückgewünscht habe. Denn: «Die Russen begingen überall abscheuliche Grausamkeiten. Sie schenkten fast keinen Gefangenen das Leben.» Und: «Von allen Völkern Europas sind die Russen die wildesten und dümmsten. Ihre Priester unterhalten sie in dieser Thierheit.»

 

Andererseits berichtete Regierungskommissär Theiler dem helvetischen Direktorium nach Suworows Rückzug, «dass die Mannszucht der Russen und ihre Behandlungsart besonders gegen den Flecken Glarus unerwartet gut und großmüthig ware, sodass hauptsächlich nur die Bauern an ihrem Vieh auf den Alpen und an ihrem Futter in den Thälern einen unersetzlichen Schaden litten».] Dass sich auch die Franzosen bei Einquartierungen in der Stadt anders als auf dem Land verhielten, zeigen zwei Karikaturen des zitierten Hess.

 

Hoher Blutzoll

Bei den am Anfang des Artikels genannten Zahlen über Truppenstärke und Verluste handelt es sich um eine plausibel erscheinende Schätzung.

 

Laut Suworows österreichischem Stabschef Oberstleutnant Franz Weyrother wurden bei Näfels gegen 7000 Mann von 2000 Franzosen «unthätig gehalten». Molitor schrieb vom Sieg von 3000 Franzosen über 15'000 Russen.

 

Koch reduzierte die Zahl der Russen auf 6000. Von dort könnte sie der präsumtive Bearbeiter des Tagebuchs von Grjazew übernommen haben. Reding liess Bagration anfangs sogar nur über 2400 Österreicher sowie 1760 russische Grenadiere und Jäger verfügen, dann aber «wahrscheinlich» noch Verstärkung von der Division Schweikowski erhalten.

 

Gemäss Clausewitz standen Suworow am 1. Oktober 10'000 Mann zur Ver-fügung, die er aber nur zum Teil einsetzte. Die Gesamtstärke seiner Armee war nach Hennequin vom 1. September bis Anfang Oktober von 706 Offizieren und 20'579 Soldaten auf 575 Offiziere und 15'479 Soldaten geschrumpft.

 

Gegenübergestanden hätten ihm vor seinem Rückzug aus Glarus (4. Oktober) rund zehn Bataillone oder 6000–7000 Mann der Division Gazan. Diese hätten von drei weiteren in Schänis stationierten Bataillonen derselben Heereseinheit unterstützt werden können. Die übrigen Soult unterstellten Generäle seien zu weit entfernt gewesen: Mortier im Muotatal, Brunet und Drouet in Einsiedeln, Laval in Lichtensteig.

 

Das Gemälde aus Molitors Besitz zeigt einen mörderischen Kampf, bei dem sich die Gegner ineinander verzahnen. Die eigenen Verluste bezifferte der fran-zösische General auf 140 Gefallene und 400 Verwundete, worunter alle drei Bataillonschefs seiner 84. Halbbrigade und viele Offiziere, die Verluste der Rus-sen auf 400 Gefallene, 1700 Verwundete und 200 Gefangene. Bodart zufolge büssten beide Parteien zusammen durch Tod oder Verwundung 3300 Mann ein. Zum Vergleich: Für die Schlachten bei Zürich nennt derselbe Autor blutige Verluste von 3500 bzw. 10'000 Mann, für Schänis und Muotatal von 2000 bzw. 1500 Mann.[134] Ross zufolge erlitten bei Näfels 36 % der eingesetzten Soldaten tödliche oder nicht tödliche Verletzungen, gegenüber etwas weniger als 7 % im Durchschnitt aller Schlachten zwischen 1792 und 1802. Die Kämpfe, in denen Glarner vom Mai bis August 1799 die Österreicher unterstützt hatten,] wie auch das Gefecht bei Wollerau im Jahr zuvor, waren vor diesem Hintergrund unbe-deutende Scharmützel.

 

Die 2. helvetische Halbbrigade büsste auf der Brücke von Näfels gemäss Molitor acht Offiziere und 40 Soldaten ein, insgesamt gemäss ihrem Chef Johannes Tobler von Ermatingen 75 von 300 Mann, ohne den gefallenen Hauptmann Hans Pfander von Belp und acht verwundete Offiziere. Gemäss dem Feldtagebuch der 3. Division verloren die Schweizer auf der Brücke von Näfels mehr als 20 Offiziere und 100 Soldaten, gemäss Maag und Feldmann insgesamt 20 Offiziere und 97 Soldaten.

 

Selbst die beiden Befehlshaber blieben nicht verschont: Bagration erlitt schon im Klöntal eine «Kartätschen-Kontusion» am Schenkel. Und bei Molitor öffnete sich während der Schlacht eine Wunde, die von einem Durchschuss des Schenkels im Jahr 1795 herrührte.

 

RegierungskommissärTheiler zufolge brachten die Russen etwa 1200 franzö-sische Gefangene aus dem Muotatal nach Glarus und liessen dort 2600 Ver-wundete, Gefangene und Tote zurück. Von den leicht verwundeten Russen sollen 800–900 über den Panixerpass mitgezogen, 400–500 in Gefangenschaft geraten sein.

 

In Chur angelangt, verfügte Suworow nach Hennequin über kaum noch 14'000 Mann (wovon 10'000 Infanteristen). Während der 16 Tage in der Schweiz hatte er etwa 6000 Mann verloren,[145] über ein Drittel von ihnen bei Näfels.

 

Urteile

Massena schrieb am 31. Oktober an Molitor: «[…] man wird nicht vergessen, dass Sie mit ihrer einzigen Brigade mehrere Tage lang den Austro-Russen widerstanden haben, dass Sie sie geschlagen haben, dass Sie ihnen Gefangene abgenommen haben, dass Sie mit Hartnäckigkeit und kaltem Blut für die Armee wichtige Stellungen verteidigt haben und dass Sie auf diese Weise die Niederlage Suwarows vorbereitet haben. Empfangen Sie deshalb heute die Bekundung der lebhaften Befriedigung der Regierung[146] über Ihre Taten, die sie nicht übersehen konnte und die sie richtig einzuschätzen gewusst hat.»

 

Clausewitz urteilte:

 

«Es hatte sich also Molitor mit seinen 4 oder 5 Bataillonen den 25. und 26. gegen Jellachich, den 28. und 29. gegen Linken, den 30. gegen Auffenberg und den 1. Oktober gegen Bagration geschlagen, und gegen Alle mit einem bewundrungs-würdigen Erfolg, so daß man diese Vervielfältigung einer einzelnen Brigade, diesen beharrlichen Widerstand gegen einen immer neuen Feind als einen der schönsten Akte des Feldzugs betrachten muß.»

 

Suworow versäumte es gemäss Jomini, sich mit der Division Linken zu ver-einigen, bevor diese nach Graubünden abgezogen war, und die Reste des Korps von Hotzes Nachfolger Feldmarschallleutnant Franz Petrasch an sich zu ziehen. Um dies zu erreichen – so Jomini –, hätte er schon am 27. September durch eine starke Vorhut die Brigade Molitor aus Glarus werfen und am 28. mit dem Gros der Armee bei Mollis und Weesen den Durchgang ins Toggenburg und nach Sargans erzwingen müssen.

 

Deutsche Karikatur: Gräuelszene mit Kosaken, Suworow als Büsser

 

Karikatur eines oppositionellen Briten: Massena bezwingt Menschenfresser Suworow.

Das Urteil seiner britischen Geldgeber über Suworow lautete vernichtend: William Wickham, Unterstaatssekretär und Gesandter in der Schweiz, sah die Russen am 11. Oktober in Feldkirch, «every soldier loaded with the plunder of the poor inhabitants of Uri, Schweitz, and Glarus by whom they had been received as friends and deliverers». Jedermann bezeichne die französische Art, dem Land Kontributionen aufzuerlegen, als Gnade im Vergleich zum Plündern, das Suworow dulde. Am 17. Oktober schrieb Wickham an Aussenminister Grenville, Suworows Gewohnheit, früh zu Mittag zu essen und danach lange zu schlafen, sei unvereinbar mit der Führung militärischer Operationen, und tatsächlich habe der Russe als Chef der Italienarmee nie einen Posten besucht oder eine Position erkundet. Nachdem der britische Gesandte in Wien, Lord Minto, in Prag Suwo-rows Bekanntschaft gemacht hatte, berichtete er Wickham am 4. Dezember: «Statt eines grossen Generals und grossen Mannes finde ich einen ignoranten, intriganten Scharlatan, der übrigens völlig verrückt ist […]» Seiner Frau schrieb Minto am 3. Januar 1800 sogar, Suworow sei der ärgste Tollhäusler, der je frei herumgelaufen sei. Den ganzen Erfolg in Italien verdanke er den österrei-chischen Offizieren seines Stabes.

 

Gemäss einem Neffen des russischen Generalleutnants Vioménil, der zuerst als Chef der Italienarmee vorgesehen gewesen war, spielte Suworow den Ver-rückten, weil er auf jede Weise originell sein wollte. Um von den Soldaten angebetet zu werden, habe er ihnen alles nachgesehen, so dass es nie eine Armee mit weniger Disziplin und mehr Exzessen gegeben habe.

 

Suworow als Generalissimus

Weyrother urteilte, Suworow hätte nicht auf das Eintreffen Rosenbergs mit seinen Saumtieren warten müssen, da man «von Glarus unerwartet gut und besser mit Fleisch, Erdäpfeln und Brot versehen ward, als man verdiente». Vielmehr möge «diese unverhofft gute Bewirtung die unschuldige Ursache des in jedem Betracht so nachteiligen als schändlichen Verweilens gewesen sein». «Allgemeine Zag-heit, gestützt auf grossfürstliche Feigheit», habe den Feldmarschall überstimmt, «der bis dahin noch allein die Gründe erkannte, welche den offensiven Marsch nach Walenstadt forderten». Das «übrigens ganz falsche» Argument des Munitionsmangels hätte Suworow nicht vorbringen dürfen, «da er sonst den Vor-teil des blanken Gewehrs so sehr zu rühmen weiss». Den (vom Mitglied des helvetischen Direktoriums Frédéric-César de La Harpe erzogenen) Grossfürsten und dessen Entourage nannte Weyrother Menschen, «deren Gehirn so leer von militärischer Kenntnis war als das Kinn von Haaren, ob sie gleich der Federhut zum General machte».[153]

 

Auffenberg schrieb im Zusammenhang mit der Schlacht: «Hiermit endigte FM. Suworow seine siegreiche Laufbahn, war zu keinem noch so vorteilhaften Angriff mehr zu bewegen […] und zog sich sodann, nach Zurücklassung aller Blessierten, seines ganzen Geschützes und Munition, über den Panix-Berg nach Graubünden zurück, bei welchem Rückzug einige 100 Mann erfroren, und fast seine ganze Cavallerie zu Grunde gerichtet worden.»

 

Die Suworow-Literatur bezeichnet die Niederlage bei Näfels nicht einmal als Schlacht. So Duffy, der mit dem Titel «The Breakout from the Klöntal and the Check at Näfels»[155] den falschen Eindruck erweckt, das Kräftemessen sei unentschieden ausgegangen.

 

Oberstdivisionär a. D. Fred Heer schrieb ohne Wenn und Aber: «Dass der russische Feldzug in der Schweiz zum Fiasko wurde, kann nicht Suworow angelastet werden.»[156] Alexander Statiev hingegen urteilte: «Suworow rechnete nicht mit Problemen in den Alpen, da er überzeugt war, dass er die kleinen französischen Garnisonen, die auf seinem Weg stationiert waren, leicht hinwegfegen würde. Doch aufgrund der Unerfahrenheit im Gebirgskrieg hatte Suworows Korps mit enormen strategischen, taktischen und logistischen Herausforderungen zu kämpfen, verlor die Hälfte seiner Truppenstärke und konnte seine Ziele nicht erreichen.» Fazit des russisch-kanadischen Militärwissenschaftlers: «Obwohl alle früheren Gefechte im Schweizer Feldzug mit russischen Siegen endeten, war das Scheitern des Ausbruchs aus den Alpen bei Näfels eine strategische Niederlage, die alle diese Siege zunichtemachte, weil es der letzte Sargnagel für den strategischen Plan war, der die Zusammenarbeit der alliierten Streitkräfte in der Schweiz voraussetzte.»[

 

Was die Auswertung des Sieges betrifft, war Clausewitz der Meinung, Bonaparte hätte an Massenas Stelle alle verfügbaren Truppen bei Näfels zusammen-gezogen und mit ihnen Suworow im Churer Rheintal eine finale Niederlage beigebracht. Sein Gesamturteil:

 

«Nie ist durch die strategischen Fehler des Gegners einer Armee der Sieg leichter gemacht worden als hier der französischen, und wenn Massena gegen Suwarow keinen eben so glänzenden Erfolg erhalten hat wie gegen Korsakof, so liegt das hauptsächlich in der wenigen Klarheit seiner Conceptionen.»

 

Oberstleutnant Stewart fand, bei etwas mehr Aktivität und Aufklärungsarbeit hätten die Franzosen im Glarnerland Suworows ganze Armee gefangen nehmen und den Grossfürsten, den Feldmarschall sowie zahlreiche Moskauer Granden im Pariser Temple ausstellen können. Der britische Gesandte Wickham schrieb, dass auch ohne Zutun der Feindes beim Rückzug über den Panixerpass «die ganze Armee ihren Untergang gefunden hätte, wenn der Schnee einen Tag früher gefallen wäre».

 

Not im Glarnerland

Der 21-jährige Maurice-François Dupin, Enkel des Marschalls von Sachsen und Vater der Schriftstellerin George Sand, leistete Molitor als Chasseur à cheval Kurierdienste. Über das Glarnerland schrieb er seiner Mutter: «Man hört das Getöse der Wildbäche, die von den Felsen stürzen, das Pfeifen des Windes in den Wäldern. Aber keine Hirtengesänge mehr, kein Muhen der Herden. Die Holzhäuser waren überstürzt verlassen worden. Alles war vor unserem Anblick geflohen. Die Bewohner hatten sich mit ihrem Vieh ins Innere der Berge zurück-gezogen. Kein lebendes Wesen in den Dörfern. Dieser Kanton bot das Bild der traurigsten Wüste.»

 

Nach Suworows Rückzug befahl der interimistische Regierungsstatthalter Johann Peter Zwicky, dass jede Gemeinde der Distrikte Glarus und Schwanden «die in ihren Huben liegende todtne Pferde, und andere auf dem offnen Feld und den Straßen gebliebene Thiere unverzüglich weg thun und verlochen lassen solle». Da Abdecker ein unehrlicher Beruf war, erklärte er in einem weiteren Erlass, dass dies für die «so nöthige Beyhülf zur Wegschaffung dieser sonst alles verpestenden Thieren» nicht gelte.

 

Die erste Volkszählung der Schweiz im Jahre 1798 hatte für die genannten Distrikte 22'809 Einwohnerinnen und Einwohner ergeben. Vor diesem Hin-tergrund ist folgender Zeitungsbericht aus Glarus vom Oktober 1799 zu lesen: «Seit 14 Tagen sind 60.000 Mann durch Land passirt, wo weder Korn noch Wein wächst, alle Lebensmittel sind aufgezehrt, und das Heu ist auch zu Ende, so daß man beinah alles Milchvieh wird verkaufen oder schlachten müssen.»

 

Netstal schrieb dem helvetischen Direktorium: «Beim Einzug plünderten die Russen nicht wenig; auch ein Haus wurde abgebrannt und über 1200 Pferde hatten wir 4 Tag zu unterhalten. Dabei kamen wir von beiden Mächten um das meiste Heu und auch wegen schlechter Witterung brauchten die Truppen im Lager auch noch viel mehr, als an Heu, Holz, Erdäpfel, an Zeunung und Ställen höchstens beschädigt sind [sic]; auch viele fränkische Soldaten haben sich Excesse erlaubt.» General Molitor verfügte, dass Mollis und Näfels Netstals Anteil an den Lieferungen von Heu, Holz usw. zu übernehmen hätten. Das Verhalten der Gemeinde Netstal den französischen Truppen gegenüber sei «bieder und republikanisch» gewesen. Sie habe schon sehr viel geliefert und mehr als die andern gelitten, obschon ihre «Glücksumstände» nicht die besten seien.

 

Auf Initiative des neuen erst 24-jährigen Regierungsstatthalters Niklaus Heer, Bruder des verstorbenen Joachim Heer, riefen in Glarus und Ennenda die Pfarrer dazu auf, Geld, Lebensmittel, Hausrat, Kleider und anderes Lebensnotwendige für «die kleine ohne dieß dürftige Gemeinde Riederen» zu spenden[169] – eine «Liebessteuer», die an Geld und Naturalien einen ziemlich bedeutenden Betrag einbrachte.

 

In einem «Zuruf der leidenden Menschheit im Kanton Linth an erbarmende Schweizer» im Wochenblatt für den Kanton Linth heisst es über das Glarnerland: «[…] diese Thäler, sonst so reich an Quellen des Wohlstandes, durch Industrie und Handlung weit und breit, auch sie liegen jetzt darnieder […] und die Gebirge derselben heben gleichsam die Hände zu Euch empor um Hülfe […]»

 

Idealisiert dargestellte Glarner Kinder in Zürich

Anfang 1800 wurden auf Initiative des Innenministers der Helvetischen Republik, Albrecht Rengger, Tausende von Kindern aus den Kantonen Waldstätten, Linth und Säntis, die als Folge des Krieges von ihren Familien nicht mehr ernährt werden konnten, bei Pflegeeltern in anderen Landesteilen platziert, 1250 von ihnen aus dem Glarnerland. Nachstehende Schilderung zeigt, in welchem Elend die untersten Schichten der Berggebiete sonst schon gelebt haben müssen: «Beyweitem der größere Theil der verpflanzten Pfleglinge war im Betteln und Nichtsthun auferzogen, roh, ohne Kenntniß, unkundig im Lesen und Schreiben, unreinlich, der Arbeitsamkeit feind, oft diebisch, noch öfter lügenhaft, schadenfroh und mit andern Lastern behaftet.»

 

Den Zustand des Landes nach den kriegerischen Ereignissen des Sommers und Herbstes 1799 beschrieb der spätere Bundesrat Joachim Heer, Enkel des gleichnamigen Regierungsstatthalters, wie folgt: «Der Staat – sowohl die helvetische Republik als der Kanton – ohne alle Geldmittel, die Gemeinden durch grausame Requisitionen erschöpft; die Wohlhabenden durch eine unglaubliche Einquartierungslast ausgesogen; der Bauer von Viehstand und Futtervorräthen entblösst; die ärmere Klasse ohne Lebensmittel und in Folge der vollständigen Stockung der Industrie, ohne Verdienst […]»

 

Varia

In einer Abschiedsrede an den General Suwarow schrieb Zschokke: «Als du in Altdorf ankamst, sagtest du sehr bescheiden: Du wolltest der Heiland, Erlöser und Seligmacher der Schweiz werden […] Heiland warst du, denn du hast viele Tausend Schweizer von ihrer Thorheit geheilt, die da hofften, du und die Kaiser-lichen würden uns Freiheit und Ordnung und Glük und Frieden bringen. Erlöser warst du, denn deine tapfern Soldaten haben uns von unserem Heu und Vieh, und Kleidern und Geld erlöst.» Froh und selig gemacht habe er sie schliesslich, «als du wieder mit Sak und Pak davon zogst».

 

Französische und russische Grenadiere bei der Gefangennahme von General Fersen

Auch die anglo-russische Invasion der Batavischen Republik (Niederlande) scheiterte. Am 19. September 1799 geriet der russische Generalleutnant Johann Hermann von Fersen bei Bergen in die Gefangenschaft der Franzosen, und am 6. Oktober erlitten die Koalierten bei Castricum eine weitere Niederlage.Paul I. ernannte Suworow am 28. Oktober zum Generalissimus. Die antifranzösische Koalition aber kündigte er auf. Auf der Rückreise nach Russland erkrankte Suworow und fiel wegen Verletzung von Vorschriften in Ungnade. Vier Wochen nach seiner Rückkehr starb er am 18. Mai 1800 – «unbeachtet vom offiziellen Petersburg».

Am 9. November 1799 ergriff der aus Ägypten heimkehrende Bonaparte die Macht in Frankreich und erklärte die Revolution für beendet (Staatsstreich des 18. Brumaire VIII). 1803 löste er als Médiateur de la Confédération suisse die Helvetische Republik auf. Dies und der Zusammenbruch seines Kaiserreichs 1814/15 erleichterte es den Verlierern von Näfels, die Erinnerung an diese entscheidende Schlacht zu unterdrücken.

 

Weil er bei Näfels acht Russen getötet hatte, wurde der 27-jährige Wachtmeister Bartélemy Barbal aus Anthée (Wallonien), der als einer von wenigen Ausländern in den helvetischen Halbbrigaden diente, am 3. Januar 1800 vom Direktorium der Helvetischen Republik zum Unterleutnant befördert.

 

Nachdem Paul I. sich durch eine Politik der bewaffneten Neutralität faktisch auf die Seite Frankreichs geschlagen hatte, wurde er am 23. März 1801 ermordet. Seinem Sohn und Nachfolger Alexander I. (auch er ein Schüler La Harpes) verdanken die Schweiz und die aus früheren Untertanengebieten entstandenen neuen Kantone, dass sie den Sturz Napoleons überlebten.

Molitor, der wie Zschokke Verständnis für die Gegner der Helvetik bekundet hatte, war 1823 an der Niederschlagung der Spanischen Revolution beteiligt, wofür er den Marschallstab erhielt.

 

Wissenschaftliche Schlachtfeldarchäologie[

fand bisher nicht statt. Hingegen grub der Besitzer eines privaten Suworow-Museums (früher in Linthal, jetzt in Altdorf) jahrelang ohne Bewilligung Ge-schosse, Waffen- und Ausrüstungsteile aus. In der Zwischenzeit wurden die bekannten Fundstellen erfasst und unter Schutz gestellt.

 

Benützte Literatur

Über die Schlacht bei Näfels existiert keine Monografie. Hartmanns Kritik des russischen Suworow-Kults[183] wird von Reding, Duffy und Fred Heer nicht berücksichtigt, sondern nur in einer Fussnote bzw. in den Literaturverzeichnissen erwähnt. Den Rapport des opérations de la brigade du général Molitor[185] kannte nicht einmal Hartmann.Gewarnt werden muss vor der Benützung des semifiktionalen Werks von Gachot, obwohl sich darin neben falschen auch glaubwürdige Informationen finden.

 

Materialsammlung zu den Vorgängen im Glarnerland während des Jahres 1799. Diverse Abschriften, mehrere Ausgaben des Wochenblattes für den Kanton Linth, der Glarner-Zeitung und des Schweizer-Boten sowie andere gedruckte Schriften. Landesarchiv des Kantons Glarus, PA 2.A 1:4.

Bulletin officiel du Directoire Helvétique et des autorités du Canton du Léman. Lausanne, 1799, 20. Sept., S. 130 f.; 11. Okt., S. 264; 13. Okt., S. 283; 16. Okt., S. 299; 17. Okt., S. 307 f. (Digitalisat).

Johann Konrad Escher, Paul Usteri (Hrsg.): Neues helvetisches Tagblatt. Bern, 1799, 7. Okt., S. 56; 8. Okt., S. 68; 14. Okt., S. 96; 17. Okt., S. 116; 30. Okt., S. 203 f. (e-periodica.ch).

Alphons Pfyffer (Hrsg.): Der Freyheitsfreund oder das alte helvetische Tagblatt. Luzern, 1799, 7. Okt., S. 35; 8. Okt., S. 38 f. (Digitalisat).

Gazette nationale ou le Moniteur universel. Paris, 1799, 27. Sept., S. 13; 15. Okt., S. 86; 21. Okt., S. 109; 23. Okt., S. 117 (retronews.fr).

Ludwig Ferdinand Huber (Red.): Allgemeine Zeitung. Stuttgart, 26. Okt. 1799, S. 1328 (Digitalisat).

AmtsBerichte des Fürsten Suworow über seinen Feldzug in der Schweiz. In: Ludwig Ferdinand Huber (Red.): Allgemeine Zeitung. Stuttgart, 17.–26. Dez. 1799, S. 1553 f., 1562, 1566, 1570, 1574, 1584 f., 1593 f. (Digitalisat).

Rapport fait par le général Massena, commandant en chef l’armée du Danube, au directoire exécutif de la république française, sur les opérations de cette armée, du 3 au 18 vendemiaire an 8. In: Gazette nationale ou le Moniteur universel. Paris, 30. Okt.–6. Nov. 1799 (retronews.fr).

État des officiers […] dans les VI demi-brigades auxiliaires de la République Française. État des officiers composant la première Légion Helvétique. X. Meyer & Compagnie, Lucerne [1799] (Digitalisat).

Helvetischer Revolutionsalmanach für das Jahr 1800. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich (Digitalisat), S. LV.

Leonard Meister, Wilhelm Hofmeister: Helvetischer Staats-Almanach auf das Jahr 1800. Gruner und Geßner, Nationalbuchdrucker, Bern, S. 103–114 (Digitalisat).

(Johann Friedrich Ernst Albrecht:) Kakodämon (Suworow) der Schrekliche, Pansalvins (Potjomkins) und Mirandas (Katharinas II.) Donnerkeil, Revisor des Codex der Menschen-Rechte. (Hennings), Pyropolis (Erfurt) 1800 (digitale-sammlungen.de).

Marcus Freuler: Kurze Geschichte des veränderten Schicksals und kriegrischer Auftritten, welche den alten Kanton Glarus vom Jahr 1798 bis 1801 [!] betraffen. Buchdruckerei Glarus 1800, S. 29–31 (Digitalisat).

Heinrich Zschokke: Abschiedsrede an den General Suwarow. In: Der aufrichtige und wohlerfahrene Schweizer-Bote. Luzern, 12. Febr. 1800, S. 77 f. (digitale-sammlungen.de).

François Louis Dedon-Duclos: Relation détaillée du passage de la Limat, effectué le 3 vendémiaire an 8 […] Cet ouvrage contient une notice historique de toutes les opérations militaires des armées du Danube et du Rhin […]. Didot jeune, Paris an 9 (1801), S. 125–127 (Digitalisat).

Johann Georg Heinzmann: Kleine Schweizer-Chronik. Zweyter Theil […] mit Einschluß der Revolutionsgeschichte von Helvetien. Selbstverlag, Bern 1801, S. 782 ff. (Digitalisat).

Guillaume Hoffmeister: Almanach national-helvétique, pour l’an MDCCCI. Hignou et Comp., Lausanne 1801 (Digitalisat).

J[ean-]D[aniel] Fridolsheim. In: François Babié, Jacques Grasset Saint-Sauveur: Archives de l’honneur, ou Notices sur la vie militaire […], 1. Band, Laurens aîné, Paris 1805, S. 137–141 (Digitalisat).

Heinrich Zschokke: Historische Denkwürdigkeiten der helvetischen Staatsumwälzung. 3. Band, Steiner, Winterthur 1805, S. 252 f., 274 f. (Digitalisat).

Levi Feldtmann: Poetische Gedanken über die Kriegs-Vorfälle und politischen Veränderungen, welche sich im Kanton Glarus vom Jahr 1798. bis 1803. zugetragen. Ohne Ort [1810], S. 51–60 (Digitalisat).

Joseph von Stutterheim: Geschichte des Feldzugs der K. [ab Heft 9: K. K.] Armee in Italien im Jahre 1799. In: Neue militärische Zeitschrift. Wien 1812, Heft 4, S. 3–32; Heft 5, S. 3–58; Heft 7, S. 3–35; Heft 9, S. 3–37; Heft 10, S. 3–42; Heft 11, S. 3–36 (anno-plus)

Extraits des Rapports officiels du général Molitor, sur les combats livrés dans le canton de Glaris […]. In: Mathieu Dumas: Précis des événemens militaires […] Campagne de 1799. 2. Band, Treuttel et Würtz, Paris (etc.) 1817, S. 381–394, hier S. 390–393 (digitale-sammlungen.de); nicht übereinstimmend mit Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 125–130, 132 (Digitalisat).

Erzherzog Karl (anonym erschienen): Geschichte des Feldzuges von 1799 in Deutschland und in der Schweiz. 2. Theil, Anton Strauss, Wien 1819, S. 253 f. (Digitalisat).

Antoine-Henri Jomini: Histoire critique et militaire des guerres de la Révolution. Nouvelle édition, 12. Band, Campagne de 1799 – deuxième période. Anselin et Pochard, Paris 1822, S. 275–277, 464–466 (Trinchieri) (Digitalisat).

Johann Samuel von Gruner: Verhältnis der Geognosie zur Kriegs-Wissenschaft, eine Skizze. In: Neue Jarbücher der Berg- und Hüttenkunde. 6. Band, 2. Lieferung, Nürnberg 1826, S. 187–233, hier S. 189, 227, 231 (digitale-sammlungen.de).

Johannes Wieland: Geschichte der Kriegsbegebenheiten in Helvetien und Rhätien als Handbuch zum Militairunterricht für Schweizeroffiziere aller Waffen. 2. Theil, Schweighauser, Basel 1827, S. 154 f. (Digitalisat); 2. Aufl., 2. Band, Hugo Richter, Basel 1869, S. 163 f. (Digitalisat); 3. Aufl. (u. d. Titel Die Kriegsgeschichte der Schweizerischen Eidgenossenschaft bis zum Wiener Congreß), 2. Band. Hugo Richter, Basel 1871, S. 163 f. (Digitalisat).

Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 125–130, 132 (Digitalisat).

Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz], 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 202 f., 206, 209 f., 251 f., 381 (Digitalisat).

Georg Fuchs (Hrsg.): Correspondenz des Kais. Russ. Generalissimus, Fürsten Italiisky Grafen Alexander Wassiljewitsch Suworoff-Rimniksky über die Russisch-Oestreichische Kampagne im Jahre 1799. […] Aus dem Russischen übersetzt von Einem Preussischen Officier. 2. Theil, Carl Heymann, Glogau/Leipzig 1835, S. 204–207, 223 (Digitalisat).

Anton von Tillier: Geschichte der helvetischen Republik, von ihrer Gründung im Frühjahr 1798 bis zu ihrer Auflösung im Frühjahr 1803, vorzüglich aus dem helvetischen Archiv und andern noch unbekannten handschriftlichen Quellen. 1. Band, Chr. Fischer, Bern 1843, S. 394 f. (Digitalisat).

Jean Baptiste Frédéric Koch: Mémoires de Massena rédigés d’après les documents qu’il a laissés et sur ceux du Dépot de la guerre et du Dépot des fortifications. 3. Band, Paulin et Lechevalier, Paris 1849, S. 388–390 (Digitalisat).

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Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, Karte Nr. 43 zwischen S. 102 und 103, S. 115–123, 277–285 (Digitalisat).

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Johann Jakob Blumer: Der Kanton Glarus in der Revolution vom Jahr 1798. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 3/1867, S. 67–96 (e-periodica.ch).

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Albert Maag, Markus Feldmann: Die 2. helvetische Halbbrigade im Kampf um den Linthübergang bei Näfels. (1. Oktober 1799.) […] In: Der «Schweizer Soldat». 3. Jahrgang, Nr. 4, 16. Februar 1928, S. 20–22 (e-periodica.ch).

Fernando Bernoulli: Die helvetischen Halbbrigaden im Dienste Frankreichs 1798–1805. Diss. phil. I, Universität Bern. Huber & Co., Frauenfeld 1934, S. 74–77 inkl. Planskizze.

Georges Six: Dictionnaire biographique des généraux & amiraux français de la Révolution et de l’Empire, 1792–1814. 2 Bände, Georges Saffroy, Paris 1934 (1: Digitalisat; 2: Digitalisat).

Friedrich Pieth: Graubünden als Kriegsschauplatz 1799–1800. Bischofberger & Co., Chur 1940, S. 115–117.

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Peter Hoffmann: Alexander Suworow. Der unbesiegte Feldherr. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1986, ISBN 3-327-00026-3, S. 199.

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German Studer-Freuler: Chronik der Familie des Balthasar Joseph Tschudi von Ennenda und seiner Frau Maria Magdalena Stählin von Netstal, begonnen am 20. Christmonat 1790, beendet nach 1802. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 76/1996, S. 11–146, hier S. 112 f. (e-periodica.ch).

Torsten Verhülsdonk, Carl Schulze: Napoleonische Kriege. Einheiten – Uniformen – Ausrüstung. VS-Books, Herne 1996, ISBN 3-932077-00-8, S. 68 f.

Holger Böning: Der Traum von Freiheit und Gleichheit. Helvetische Revolution und Republik (1798–1803) – Die Schweiz auf dem Weg zur bürgerlichen Demokratie. Orell Füssli, Zürich 1998, ISBN 3-280-02808-6.

Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 212 f., 256–260, 262–264.

Ministère de la défense […]: Inventaire des Archives de la guerre […]. Suisses au service de la France. XVIIe-XIXe siècles. Château de Vincennes 2000 (Digitalisat), S. XIII f.

Hervé de Weck, Anselm Zurfluh (Hrsg.): Suworow in der Schweiz. Kolloquiumsakten zum 200-jährigen Jubiläum 1799-1999. Thesis-Verlag, Zürich 2001, ISBN 3-908544-36-X.

Nicole Gotteri: La campagne de Suisse en 1799. «Le choc des géants.» Bernard Giovangeli, Paris 2003, ISBN 2-909034-35-6, S. 160–162.

Alexander Mikaberidze: «The Lion of the Russian Army:» Life and Military Career of General Prince Peter Bagration 1765–1812. Diss. phil., Florida State University, 2003 (yumpu.com), S. 159–165.

Beat Glaus: Der Kanton Linth der Helvetik. Historischer Verein des Kantons Schwyz, Schwyz 2005, ISBN 3-033-00438-5.

Zürich 1799. Eine Stadt erlebt den Krieg. (= Stadtgeschichte und Städtebau in Zürich 7.) Stadt Zürich, 2005, ISBN 3-905384-08-6 (Digitalisat).

Micheal Clodfelter: Warfare and Armed Conflicts. A Statistical Encyclopedia of Casualty and Other Figures, 1494–2007. 3. Ausgabe, McFarlane & Company, Jefferson, North Carolina 2008, ISBN 978-0-7864-3319-3, S. 114 (archive.org).

Steven T. Ross: The A to Z of the Wars of the French Revolution. Scarecrow Press, Lanham, Maryland 2010, ISBN 978-1-4616-7238-8, S. 20, 36 (Digitalisat).

Andreas Fankhauser: Helvetische Revolution. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 24. März 2011.

Boris Bouget: Un débat méconnu au XVIIIe siècle, l’armement des officiers et des bas-officiers d’infanterie. In: Guy Saupin, Éric Schnakenbourg (Hrsg.): Expériences de la guerre, pratiques de la paix. Hommages à Jean-Pierre Bois. Presses universitaires de Rennes 2013, S. 81–96 (books.openedition.org).

Werner Ort: Heinrich Zschokke (1771–1848). Eine Biografie. Hier + jetzt, Baden 2013, ISBN 978-3-03919-273-1.

Jürg Stüssi-Lauterburg, Elena M. Tarkhanowa et al. (Hrsg.): Mit Suworow in der Schweiz. Das Tagebuch des Hauptmanns Nikolaj A. Grjazew vom russischen Alpenfeldzug des Jahres 1799 […]. Merker im Effingerhof, Lenzburg 2013, ISBN 978-3-85648-146-9, S. 162–169 (überarbeitete Aufzeichnungen eines Beteiligten, russisch/deutsch)

Jürg Stüssi-Lauterburg: Soult gegen Suworow 1799. 205. Neujahrsblatt der Feuerwerker-Gesellschaft (Artillerie-Kollegium) in Zürich auf das Jahr 2014. Beer, Zürich 2013, S. 52–55, 57.

Andreas Bräm: Glarus Nord (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Glarus. Band 2). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2017 (gsk.ch, PDF), S. 153, 165 f.

Fred Heer: Ungebetene Gäste. Das Glarnerland als Kriegsschauplatz oder: Wie der Krieg in unser Land kam. In: Ungebetene Gäste – das Kriegsjahr 1799. (= Jahrbuch 97. Historischer Verein Kanton Glarus 2017). Küng Druck AG, Näfels 2017, ISBN 978-3-85546-328-2, S. 128–185, hier S. 155–158 (e-periodica.ch).[189]

Alexander Statiev: The Alpine Campaign of 1799 as a Stepping Stone to a Doctrine of Mountain Warfare. In: Tallinn University Press (Hrsg.): Estonian Yearbook of Military History. 9 (15) 2019, ISSN 2228-0669, S. 29–65, doi:10.22601/SAA.2019.08.02, hier S. 51–54, 64 f. (nicht in Übersetzungen erhältliche russische Literatur).

Flurin Clalüna, Andrea Spalinger: Die Schweiz, wie sie nie war: Gedankenexperimente zur Geschichte des Landes. In: Neue Zürcher Zeitung. 29. Juli 2023.

Martin Schuler: Volkszählungen in der Schweiz vor 1850. Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel 2023.

Fussnoten

 Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (= Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz]. 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 381 (Digitalisat); Alexander Statiev: The Alpine Campaign of 1799 as a Stepping Stone to a Doctrine of Mountain Warfare. In: Tallinn University Press (Hrsg.): Estonian Yearbook of Military History. 9, Nr. 15, 2019, doi:10.22601/SAA.2019.08.02, S. 29–65, hier S. 54.

 Alle Zahlenangaben nach Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 344 (Textarchiv – Internet Archive).

 Die im entsprechenden Artikel der englischsprachigen Wikipedia verwendete Bezeichnung «Battle of Glarus» ist unüblich, zumal der Flecken Glarus von den Kämpfen verschont blieb. Von den verschiedenen Schauplätzen dieses Rückzugsgefechts in den heutigen Einheitsgemeinden Glarus und Glarus Nord wird in der Literatur am häufigsten der strategisch wichtige Engpass Näfels erwähnt, so von Erzherzog Karl, Jomini, Clausewitz, Miliutin, Bodart, Duffy. Allein (pars pro toto) verwendet wird er z. B. in: Helvetischer Revolutionsalmanach für das Jahr 1800. Orell, Füßli und Compagnie, Zürich (Digitalisat), S. LV: «Gefecht bey Näfels»; J. D. Fridolsheim. In: François Babié, Jacques Grasset Saint-Sauveur: Archives de l’honneur, ou Notices sur la vie militaire […]. 1. Band, Laurens aîné, Paris 1805, S. 137–141, hier S. 139 (Digitalisat): «la sanglante journée de Nœffels»; Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 128 (Digitalisat): «champ de bataille de Naffels»; Jules Nollet-Fabert: Le maréchal Molitor, 1770–1849. Extrait de la Lorraine militaire, galerie historique. Selbstverlag, Nancy 1851, S. 6–12, 39 f., hier S. 11 (gallica.bnf.fr): «couvrir le passage de Naffels»; Mémoires du maréchal-général Soult, duc de Dalmatie, publiés par son fils. 1. Teil, 2. Band, Amyot, Paris 1854, S. 272 (gallica.bnf.fr): «résistance invincible à Noefels»; Raymond d’Izarny-Gargas: Deux campagnes à l’armée d’Helvétie 1798–1799 […]. Henri Charles-Lavauzelle, Paris/Limoges 1890, S. 111 (gallica.bnf.fr): «combat de Nafels»; Albert Maag, Markus Feldmann: Die 2. helvetische Halbbrigade im Kampf um den Linthübergang bei Näfels. (1. Oktober 1799.) […] In: Der «Schweizer Soldat». 3. Jahrgang, Nr. 4, 16. Februar 1928, S. 20–22 (e-periodica.ch); Alexander Statiev: The Alpine Campaign of 1799 as a Stepping Stone to a Doctrine of Mountain Warfare. In: Tallinn University Press (Hrsg.): Estonian Yearbook of Military History. 9 (15) 2019, ISSN 2228-0669, S. 29–65, doi:10.22601/SAA.2019.08.02, hier S. 54/Anm. 84: «battle of Näfels». «Bataille de Naefels» ist auch das abgebildete Gemälde aus dem Nachlass von Molitor betitelt.

 Gemessen am Prozentsatz der gefallenen und verwundeten Soldaten. Steven T. Ross: The A to Z of the Wars of the French Revolution. Scarecrow Press, Lanham, Maryland 2010, ISBN 978-1-4616-7238-8, S. 20, 36 (Digitalisat): «bloodiest action of the War of the Second Coalition».

 Peter Hoffmann: Alexander Suworow. Der unbesiegte Feldherr. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1986, ISBN 3-327-00026-3, S. 6 («Suworow hat als Befehlshaber keine Schlacht verloren […]»), 199 (Schlacht bei Näfels unterschlagen).

 Wie Suworows anderer Korpskommandant Derfelden Deutsch-Balte.

 Georgischer Fürst.

 Beschluß der AmtsBerichte des Fürsten Suworow über seinen Feldzug in der Schweiz. In: Ludwig Ferdinand Huber (Red.): Allgemeine Zeitung. Stuttgart, 26. Dez. 1799, S. 1593 (Digitalisat); Georg Fuchs (Hrsg.): Correspondenz des Kais. Russ. Generalissimus, Fürsten Italiisky Grafen Alexander Wassiljewitsch Suworoff-Rimniksky über die Russisch-Oestreichische Kampagne im Jahre 1799. […] Aus dem Russischen übersetzt von Einem Preussischen Officier. 2. Theil, Carl Heymann, Glogau/Leipzig 1835, S. 223 (Digitalisat).

 Alexander Statiev: The Alpine Campaign of 1799 as a Stepping Stone to a Doctrine of Mountain Warfare. In: Tallinn University Press (Hrsg.): Estonian Yearbook of Military History. 9, Nr. 15, 2019, doi:10.22601/SAA.2019.08.02, S. 29–65, hier S. 54/Anm. 84: «which would have been an admission of total failure».

 Holger Böning: Der Traum von Freiheit und Gleichheit. Helvetische Revolution und Republik (1798–1803) – Die Schweiz auf dem Weg zur bürgerlichen Demokratie. Orell Füssli, Zürich 1998, ISBN 3-280-02808-6; Andreas Fankhauser: Helvetische Revolution. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 24. März 2011.

 Marcus Freuler: Kurze Geschichte des veränderten Schicksals und kriegrischer Auftritten, welche den alten Kanton Glarus vom Jahr 1798 bis 1801 [!] betraffen. Buchdruckerei Glarus 1800, S. 5 (Digitalisat).

 Baden, Freie Ämter, Gams, Gaster, Hurden, Locarno, Lugano, Maggiatal, Mendrisio, Rheintal, Sargans, Thurgau, Uznach, Weesen, Werdenberg.

 Mit den Distrikten Werdenberg, Neu St. Johann (bis 1801), Mels, Schwanden, Glarus, Schänis und Rapperswil.

 Marcus Freuler: Kurze Geschichte des veränderten Schicksals und kriegrischer Auftritten, welche den alten Kanton Glarus vom Jahr 1798 bis 1801 [!] betraffen. Buchdruckerei Glarus 1800, S. 9 (Digitalisat).

 Anna Göldis Arbeitgeber Johann Jakob Tschudi. Joachim Heer: Der Kanton Glarus unter der Helvetik. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 6/1870, S. 13–67 (3. Zeitraum: 20. Mai bis Herbst 1799, e-periodica.ch), hier S. 24.

 Im Helvetischen Archiv des Landesarchivs Glarus klafft von Mai bis Oktober 1799 eine Lücke.

 Heinrich von Sybel: Geschichte der Revolutionszeit von 1789 bis 1800. 5. Band, Ebner & Seubert, Stuttgart 1879, S. 382 (Digitalisat).

 Von Richterswil, ursprünglicher Name Konrad Hotz, jüngerer Bruder des Arztes Johannes Hotze, politischer Gegner seines Cousins Heinrich Pestalozzi.

 Fred Heer: Ungebetene Gäste. Das Glarnerland als Kriegsschauplatz oder: Wie der Krieg in unser Land kam. In: Ungebetene Gäste – das Kriegsjahr 1799. (= Jahrbuch 97. Historischer Verein Kanton Glarus 2017). Küng Druck AG, Näfels 2017, ISBN 978-3-85546-328-2, S. 128–185, hier S. 182 (e-periodica.ch).

 Otto Hartmann: Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber. A. Munk, Zürich 1892, S. 23 f., 76–93 (Digitalisat).

 Theodor von Bernhardi: Denkwürdigkeiten aus dem Leben des kaiserl. russ. Generals von der Infanterie Carl Friedrich Grafen von Toll. 2. Auflage. 1. Band, Otto Wigand, Leipzig 1865, S. 87–89 (Digitalisat); Otto Hartmann: Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber. A. Munk, Zürich 1892, S. 112–123 (Digitalisat). Die russische Historienmalerei und das 12 m hohe Suworow-Denkmal in der Schöllenen spiegeln falsche Tatsachen vor.

 Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 343 (Textarchiv – Internet Archive).

 Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 43 (Digitalisat).

 Altdorf war am 4. April 1799 einem Brand zum Opfer gefallen.

 George Sand (Pseudonym von Aurore Dupin): Histoire de ma vie. 2. Band, Michel Lévy frères, Paris 1856, S. 183 f. (gallica.bnf.fr); Otto Hartmann: Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber. A. Munk, Zürich 1892, S. 144/Anm. 1 (Digitalisat); Jürg Stüssi-Lauterburg: Soult gegen Suworow 1799. 205. Neujahrsblatt der Feuerwerker-Gesellschaft (Artillerie-Kollegium) in Zürich auf das Jahr 2014. Beer, Zürich 2013, S. 54 f.

 Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 344. (Textarchiv – Internet Archive).

 Johann Konrad Escher, Paul Usteri (Hrsg.): Neues helvetisches Tagblatt. Bern, 14. Oktober 1799, S. 96 (e-periodica.ch). Zschokke war damals Regierungskommissär im Kanton Waldstätten.

 Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 18.

 Glarner-Zeitung. Nr. 34, 3. Oktober 1799 (Landesarchiv des Kantons Glarus, PA 2.A 1:4), S. 141 f.

 Anhöhe bei Riedern, auf der linken Seite des aus dem Klöntal in die Linth fliessenden Löntschs.

 Gemäss Marcus Freuler: Kurze Geschichte des veränderten Schicksals und kriegrischer Auftritten, welche den alten Kanton Glarus vom Jahr 1798 bis 1801 [!] betraffen. Buchdruckerei Glarus 1800, S. 30 (Digitalisat), befand sich das grösste Russenlager von Infanterie und Kavallerie bei Riedern. Laut Joachim Heer: Der Kanton Glarus unter der Helvetik. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 6/1870, S. 13–67 (3. Zeitraum: 20. Mai bis Herbst 1799, e-periodica.ch), hier S. 61 f., biwakierte die Vorhut unter Bagration nördlich von Näfels, «während die Hauptarmee Riedern und Glarus besetzte und auf der Durschen ein Lager aufschlug».

 Offiziöses Organ der Helvetischen Republik.

 Johann Konrad Escher, Paul Usteri (Hrsg.): Neues helvetisches Tagblatt. Bern, 30. Oktober 1799, S. 204 (e-periodica.ch).

 Marcus Freuler: Kurze Geschichte des veränderten Schicksals und kriegrischer Auftritten, welche den alten Kanton Glarus vom Jahr 1798 bis 1801 [!] betraffen. Buchdruckerei Glarus 1800, S. 29 f., 42–48 (Digitalisat).

 Der Herausgeber des Berichts stammte aus La Neuveville, das seit 1793 zu Frankreich gehörte.

 Jean-Joseph Hisely (Hrsg.): Brief eines Verstorbenen, welcher sich den von Hrn. Prof. Monnard herausgegebenen (oder zum Druck beförderten) Denkwürdigkeiten des Generals v. Roverea anreihet. In: Bernhard Rudolf Fetscherin (Red.): Historische Zeitung. Herausgegeben von der schweizerischen geschichtforschenden Gesellschaft. 2. Jahrgang, Jent & Reinert, Bern 1854, Nr. 3 f., S. 19–25, hier S. 23 f. (digitale-sammlungen.de), im Original französisch.

 Beat Glaus: Der Kanton Linth der Helvetik. Historischer Verein des Kantons Schwyz, Schwyz 2005, ISBN 3-033-00438-5, S. 45 f.

 Halbbrigaden hiessen damals die Regimenter der französischen Infanterie. Sie bestanden jeweils aus drei Feldbataillonen und einem Garnisonsbataillon.

 Beat Glaus: Der Kanton Linth der Helvetik. Historischer Verein des Kantons Schwyz, Schwyz 2005, ISBN 3-033-00438-5, S. 41 f.

 Albert Maag, Markus Feldmann: Die 2. helvetische Halbbrigade im Kampf um den Linthübergang bei Näfels. (1. Oktober 1799.). In: Der «Schweizer Soldat». 3. Jahrgang, Nr. 4, 16. Februar 1928, S. 20–22 (e-periodica.ch); Fernando Bernoulli: Die helvetischen Halbbrigaden im Dienste Frankreichs 1798–1805. Diss. phil. I, Universität Bern. Huber & Co., Frauenfeld 1934, S. 74–77 inkl. Planskizze. Die Helvetische Republik hatte Frankreich erlaubt, sechs demi-brigades auxiliaires anzuwerben, von denen drei Anfang 1799 aufgelöst wurden, die restlichen 1805. Ministère de la défense […]: Inventaire des Archives de la guerre […]. Suisses au service de la France. XVIIe-XIXe siècles. Château de Vincennes 2000 (Digitalisat), S. XIII f.

 Johannes Strickler (Hrsg.): Amtliche Sammlung der Acten aus der Zeit der Helvetischen Republik (1798–1803) […] Herausgegeben auf Anordnung der Bundesbehörden. 5. Band, Stämpfli & Cie., Bern 1895, S. 68 f. (Digitalisat).

 Levi Feldtmann: Poetische Gedanken über die Kriegs-Vorfälle und politischen Veränderungen, welche sich im Kanton Glarus vom Jahr 1798. bis 1803. zugetragen. Ohne Ort [1810], S. 51–60 (Digitalisat).

 Frieda Gallati: Glarus im Herbst 1799. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 58/1958, S. 45–62, hier S. 54–57 (e-periodica.ch).

 German Studer-Freuler (Hrsg.): Chronik der Familie des Balthasar Joseph Tschudi von Ennenda und seiner Frau Maria Magdalena Stählin von Netstal, begonnen am 20. Christmonat 1790, beendet nach 1802. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 76/1996, S. 11–146, hier S. 112 f. (e-periodica.ch).

 Hier irrt der Erzherzog, wie aus dem untenstehenden Bericht Molitors hervorgeht: Dessen Truppen blieben zum grösseren Teil auf der linken Seite der Linth.

 Erzherzog Karl (anonym erschienen): Geschichte des Feldzuges von 1799 in Deutschland und in der Schweiz. 2. Theil, Anton Strauss, Wien 1819, S. 253 f. (Digitalisat).

 Jomini schrieb irrtümlich «3. helvetische Halbbrigade».

 Antoine-Henri Jomini: Histoire critique et militaire des guerres de la Révolution. Nouvelle édition, 12. Band, Campagne de 1799 – deuxième période. Anselin et Pochard, Paris 1822, S. 275–277 (Digitalisat), im Original französisch.

 Jürg Stüssi-Lauterburg: Soult gegen Suworow 1799. 205. Neujahrsblatt der Feuerwerker-Gesellschaft (Artillerie-Kollegium) in Zürich auf das Jahr 2014. Beer, Zürich 2013, S. 53.

 Ein Feldbataillon bestand aus acht Füsilierkompanien und einer Grenadierkompanie (Eliteeinheit).

 1767 von Hans Ulrich Grubenmann errichtet. An den Brücken von Näfels, Netstal und Glarus hatte Molitor gemäss Fred Heer vor der Schlacht Schanzen aufwerfen lassen. Fred Heer: Ungebetene Gäste. Das Glarnerland als Kriegsschauplatz oder: Wie der Krieg in unser Land kam. In: Ungebetene Gäste – das Kriegsjahr 1799. (= Jahrbuch 97. Historischer Verein Kanton Glarus 2017). Küng Druck AG, Näfels 2017, ISBN 978-3-85546-328-2, S. 128–185, hier S. 142 f. (e-periodica.ch).

 Koch, der Molitor sonst eng folgt, veränderte diesen Satz wie folgt: «An der Linth angelangt, stürzten sie sich auf die Brücke von Netstal und überquerten diese zusammen mit den Letzten der Nachhut, als der Einsturz erfolgte und die Kühnsten der Gnade der Republikaner auslieferte, die sie in den Fluss stürzten.» Jean Baptiste Frédéric Koch: Mémoires de Massena rédigés d’après les documents qu’il a laissés et sur ceux du Dépot de la guerre et du Dépot des fortifications. 3. Band, Paulin et Lechevalier, Paris 1849, S. 388 f. (Digitalisat), im Original französisch.

 Marcus Freuler: Kurze Geschichte des veränderten Schicksals und kriegrischer Auftritten, welche den alten Kanton Glarus vom Jahr 1798 bis 1801 [!] betraffen. Buchdruckerei Glarus 1800, S. 11 (Digitalisat).

 J. D. Fridolsheim. In: François Babié, Jacques Grasset Saint-Sauveur: Archives de l’honneur, ou Notices sur la vie militaire […]. 1. Band, Laurens aîné, Paris 1805, S. 137–141, hier S. 139 f. (Digitalisat).

 Regiment von Generalmajor Niklaus Franz Bachmann von Näfels, Bataillon Glarus, Kompanien Lachen und Uznach. Anton Pestalozzi: Briefe an Lord Sheffield. Englische Kriegsberichte aus der Schweiz, Herbst 1799 (= Neujahrsblatt […] zum Besten der Waisenhäuser. 152. Stück). Beer AG, Zürich 1989, S. 30.

 Gefecht bei Frauenfeld, Erste Schlacht bei Zürich, Gefecht bei Döttingen, Zweite Schlacht bei Zürich.

 Bulletin officiel du Directoire Helvétique […]. Lausanne, 1799, 6. Sept., S. 44; 28. Sept., S. 186, 188; 1. Okt., S. 202 f.; 24. Okt., S. 348 (Digitalisat); Rapport fait par le général Massena, commandant en chef l’armée du Danube, au Directoire exécutif de la République française, sur les opérations de cette armée, du 3 au 18 vendémiaire an 8. J. Gratiot, Paris 1799/1800, S. 8 (Digitalisat); Antoine-Henri Jomini: Histoire critique et militaire des guerres de la Révolution. Nouvelle édition, 12. Band, Campagne de 1799 – deuxième période. Anselin et Pochard, Paris 1822, S. 255, 258 (Digitalisat); Anton von Tillier: Geschichte der helvetischen Republik, von ihrer Gründung im Frühjahr 1798 bis zu ihrer Auflösung im Frühjahr 1803, vorzüglich aus dem helvetischen Archiv und andern noch unbekannten handschriftlichen Quellen. 1. Band, Chr. Fischer, Bern 1843, S. 390 (Digitalisat); Johannes Strickler (Hrsg.): Amtliche Sammlung der Acten aus der Zeit der Helvetischen Republik […]. 4. Band, Karl Stämpfli & Cie., Bern 1892, S. 1537–1541 (Digitalisat); Yvo Pfyffer: Aus dem Kriegsjahr 1799. Der Versuch eines Aarüberganges bei Döttingen durch Erzherzog Karl. A. Doppler, Baden 1899, S. 12, 27 f. (Digitalisat); Fernando Bernoulli: Die helvetischen Halbbrigaden im Dienste Frankreichs 1798–1805. Diss. phil. I, Universität Bern. Huber & Co., Frauenfeld 1934, S. 69 f.; Ernst Herdi: Das Gefecht bei Frauenfeld und die Schweizersoldaten […]. In: Thurgauer Jahrbuch (Frauenfeld). 25/1950. S. 3–16 (e-periodica.ch).

 Sie hatte am 19. Mai 1799 insgeesamt 90 Offiziere und 643 Mann gezählt. Albert Maag, Markus Feldmann: Die 2. helvetische Halbbrigade im Kampf um den Linthübergang bei Näfels. (1. Oktober 1799.) […] In: Der «Schweizer Soldat». 3. Jahrgang, Nr. 4, 16. Februar 1928, S. 20–22 (e-periodica.ch), hier S. 21.

 État des officiers […] dans les VI demi-brigades auxiliaires de la République Française[…]. X. Meyer & Compagnie, Lucerne [1799] (Digitalisat), S. 7; Leonard Meister, Wilhelm Hofmeister: Helvetischer Staats-Almanach auf das Jahr 1800. Gruner und Geßner, Nationalbuchdrucker, Bern (Digitalisat), S. 112; Guillaume Hoffmeister: Almanach national-helvétique, pour l’an MDCCCI. Hignou et Comp., Lausanne 1801, S. 105 (Digitalisat); Albert Maag: Die Schicksale der Schweizer-Regimenter in Napoleons I. Feldzug nach Russland 1812. Ernst Kuhn, Biel 1890 (e-rara.ch), S. 170 f., 226 f.

 Fernando Bernoulli: Die helvetischen Halbbrigaden im Dienste Frankreichs 1798–1805. Diss. phil. I, Universität Bern. Huber & Co., Frauenfeld 1934, S. 76 f., 115.

 Otto Hartmann: Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber. A. Munk, Zürich 1892, S. 152 (Digitalisat), behauptete zu Unrecht, Molitor habe diese Tatsache verschwiegen.

 Zu Grenadierbataillonen wurden fallweise die Grenadierkompanien mehrerer Halbbrigaden zusammengezogen.

 Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 125–130 (Digitalisat), im Original französisch.

 Bulletin officiel du Directoire Helvétique et des autorités du Canton du Léman. Lausanne, 20. September 1799, S. 130 f. (Digitalisat).

 Gazette nationale ou le Moniteur universel. Paris, 1799, 27. Sept., S. 13; 15. Oktober, S. 86 (retronews.fr); Johannes Strickler (Hrsg.): Actensammlung aus der Zeit der Helvetischen Republik|Amtliche Sammlung der Acten aus der Zeit der Helvetischen Republik (1798–1803) […] Herausgegeben auf Anordnung der Bundesbehörden. 5. Band, Stämpfli & Cie., Bern 1895, S. 69 f. (Digitalisat).

 Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (= Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz]. 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 202 (Digitalisat).

 William Wickham [Enkel] (Hrsg.): The Correspondence of the Right Honourable William Wickham from the Year 1794. Band 2, Richard Bentley, London 1870, S. 272 f., 285 (Digitalisat); Arthur Chuquet (Hrsg.): Un portrait inédit de Souvorov. In: Feuilles d’Histoire du XVIIe au XXe siècle. 1. Jahrgang, 1. Band, Paris 1909, S. 258–260, hier S. 258 (Digitalisat); Anton Pestalozzi: Briefe an Lord Sheffield. Englische Kriegsberichte aus der Schweiz, Herbst 1799 (= Neujahrsblatt […] zum Besten der Waisenhäuser. 152. Stück). Beer AG, Zürich 1989, S. 75 f.

 Édouard Gachot: Histoire militaire de Masséna. La campagne d’Helvétie (1799). Perrin & Cie, Paris 1904, S. 404 f. (Digitalisat).

 Otto Hartmann: Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber. A. Munk, Zürich 1892, S. 159 (Digitalisat).

 Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 284 f. (Digitalisat).

 François Louis Dedon-Duclos: Relation détaillée du passage de la Limat, effectué le 3 vendémiaire an 8 […] Cet ouvrage contient une notice historique de toutes les opérations militaires des armées du Danube et du Rhin […]. Didot jeune, Paris an 9 (1801), S. 126 f. (Digitalisat). Dedon hatte die Überquerung der Limmat bei Dietikon geleitet, die Massenas Sieg bei Zürich ermöglichte.

 Ferdinand IV. und Karl Emanuel IV.

 General der Kavallerie, Befehlshaber der Hauptmacht und Stellvertreter Suworows, der sich bei Derfeldens Korps befand.

 Georg Fuchs (Hrsg.): Correspondenz des Kais. Russ. Generalissimus, Fürsten Italiisky Grafen Alexander Wassiljewitsch Suworoff-Rimniksky über die Russisch-Oestreichische Kampagne im Jahre 1799. […] Aus dem Russischen übersetzt von Einem Preussischen Officier. 2. Theil, Carl Heymann, Glogau/Leipzig 1835, S. 204–207 (Digitalisat).

 Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 257.

 Georg Fuchs (Hrsg.): Correspondenz des Kais. Russ. Generalissimus, Fürsten Italiisky Grafen Alexander Wassiljewitsch Suworoff-Rimniksky über die Russisch-Oestreichische Kampagne im Jahre 1799. […] Aus dem Russischen übersetzt von Einem Preussischen Officier. 2. Theil, Carl Heymann, Glogau/Leipzig 1835, S. 223 (Digitalisat).

 Beschluß der AmtsBerichte des Fürsten Suworow über seinen Feldzug in der Schweiz. In: Ludwig Ferdinand Huber (Red.): Allgemeine Zeitung. Stuttgart, 26. Dez. 1799, S. 1593 (Digitalisat).

 Otto Hartmann: Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber. A. Munk, Zürich 1892, S. 150 ff. (Digitalisat).

 Ein Sohn von Feldmarschall Michail Kamenski.

 Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 116 (Digitalisat).

 Jürg Stüssi-Lauterburg, Elena M. Tarkhanowa et al. (Hrsg.): Mit Suworow in der Schweiz. Das Tagebuch des Hauptmanns Nikolaj A. Grjazew vom russischen Alpenfeldzug des Jahres 1799 […]. Merker im Effingerhof, Lenzburg 2013, ISBN 978-3-85648-146-9, S. 128, 164–166, 199.

 Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 117 f. (Digitalisat).

 Andreas Bräm: Glarus Nord (= Die Kunstdenkmäler des Kantons Glarus. Band 2). Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Bern 2017 (gsk.ch, PDF), S. 153, 165 f.

 Jürg Stüssi-Lauterburg et al., Elena M. Tarkhanowa et al. (Hrsg.): Mit Suworow in der Schweiz. Das Tagebuch des Hauptmanns Nikolaj A. Grjazew vom russischen Alpenfeldzug des Jahres 1799 […]. Merker im Effingerhof, Lenzburg 2013, ISBN 978-3-85648-146-9, S. 166.

 Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 118 (Digitalisat).

 Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 238.

 Neben der Rettung der französischen Artillerie durch chasseurs à cheval scheint dies bei Näfels der einzige Einsatz von Kavallerie gewesen zu sein.

 Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 118 f. (Digitalisat).

 Jürg Stüssi-Lauterburg, Elena M. Tarkhanowa et al. (Hrsg.): Mit Suworow in der Schweiz. Das Tagebuch des Hauptmanns Nikolaj A. Grjazew vom russischen Alpenfeldzug des Jahres 1799 […]. Merker im Effingerhof, Lenzburg 2013, ISBN 978-3-85648-146-9, S. 167.

 Mit Blick auf Mollis und Kerenzerbergstrasse. Ursprünglich an der Strasse gelegen. Grundstück von massiver Steinmauer umgeben. Im Besitz des neapolitanischen Generalleutnants und ehemaligen Glarner Landammanns Fridolin Joseph Tschudi (1741–1803). (Im sogenannten Suworowhaus in Riedern hat Suworow nie übernachtet, weshalb eine dort angebrachte Gedenktafel entfernt wurde.)

 Mémoires du maréchal-général Soult, duc de Dalmatie, publiés de son fils. 1. Teil, 2. Band, Amyot, Paris 1854, S. 321 f. (gallica.bnf.fr).

 Rapport fait par le général Massena, commandant en chef l’armée du Danube, au directoire exécutif de la république française, sur les opérations de cette armée, du 3 au 18 vendemiaire an 8. In: Gazette nationale ou le Moniteur universel. Paris, 30. Oktober.–6. November 1799, hier: 4. November 1799, S. 166 (retronews.fr). In den russischen Quellen ist gemäss Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 242 (Digitalisat), nichts davon zu finden.

 Rapport fait par le général Massena, commandant en chef l’armée du Danube, au directoire exécutif de la république française, sur les opérations de cette armée, du 3 au 18 vendemiaire an 8. In: Gazette nationale ou le Moniteur universel. Paris, 30. Okt.–6. Nov. 1799, hier: 5. Nov. 1799, S. 170 (retronews.fr).

 Reinhold Günther: Der Feldzug der Division Lecourbe im Schweizerischen Hochgebirge 1799. J. Huber, Frauenfeld 1896, S. 173 (Digitalisat).

 Zweitgeborener Sohn Kaiser Pauls I.

 Dmitri Miliutin: Geschichte des Krieges Rußlands mit Frankreich unter der Regierung Kaiser Paul’s I. im Jahre 1799. Übersetzung Chr. Schmitt, 4. Band, 6. Theil, Jos. Lindauer, München 1857, S. 119, 122, 283 f., 373 f. (Digitalisat).

 Herausgeber Winkelmann änderte Waasen irrtümlich in Riedern.

 Eduard Winkelmann (Hrsg.): Suworow’s Feldzug in Italien und der Schweiz. Aus den Aufzeichnungen eines Augenzeugen (Paul Tiesenhausen). In: Baltische Monatsschrift. 13. Band, Riga 1866, S. 242–259, hier S. 257 f. (Digitalisat).

 Jürg Stüssi-Lauterburg et al., Elena M. Tarkhanowa et al. (Hrsg.): Mit Suworow in der Schweiz. Das Tagebuch des Hauptmanns Nikolaj A. Grjazew vom russischen Alpenfeldzug des Jahres 1799 […]. Merker im Effingerhof, Lenzburg 2013, ISBN 978-3-85648-146-9, S. 168 f.

 Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (= Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz]. 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 216 (Digitalisat).

 Hermann Hüffer (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Kriege von 1799 und 1800. Aus den Sammlungen des k. und k. Kriegsarchivs, des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und des Archivs des Erzherzogs Albrecht in Wien. 1. Band, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 394 (Textarchiv – Internet Archive).

 Rapport fait par le général Massena, commandant en chef l’armée du Danube, au directoire exécutif de la république française, sur les opérations de cette armée, du 3 au 18 vendemiaire an 8. In: Gazette nationale ou le Moniteur universel. Paris, 30. Oktober–6. November 1799, hier: 5. November 1799, S. 170 (retronews.fr).

 George Sand (Pseudonym von Aurore Dupin): Histoire de ma vie. 2. Band, Michel Lévy frères, Paris 1856, S. 175 (gallica.bnf.fr).

 Tadeusz Kościuszko: Notices sur les Russes. In: Hermann Hüffer (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Kriege von 1799 und 1800. Aus den Sammlungen des k. und k. Kriegsarchivs, des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und des Archivs des Erzherzogs Albrecht in Wien. 1. Band, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 143–146 (Textarchiv – Internet Archive), im Original französisch.

 Lecourbe zog den helvetischen Bergdirektor Gruner als geologischen Berater bei. Johann Samuel von Gruner: Verhältnis der Geognosie zur Kriegs-Wissenschaft, eine Skizze. In: Neue Jarbücher der Berg- und Hüttenkunde. 6. Band, 2. Lieferung, Nürnberg 1826, S. 187–233, hier S. 189, 227, 231 (digitale-sammlungen.de).

 Wilhelm Meyer: Die Schlacht bei Zürich am 25. und 26. September 1799. F. Schultheß, Zürich 1886, S. 4, 7–9, 11–13, 22 f. (e-rara.ch). Ergänzende Angaben über die Österreicher bei M.: Zum Verständnis der Kriegsgeschichte von 1799: der Soldat in den Heeren der auf Schweizerboden kämpfenden Armeen. In: Allgemeine schweizerische Militärzeitung. 19. Juni 1915, S. 214–217; 3. Juli 1915, S. 234–236 (e-periodica.ch).

 Anton Pestalozzi: Briefe an Lord Sheffield. Englische Kriegsberichte aus der Schweiz, Herbst 1799 (= Neujahrsblatt […] zum Besten der Waisenhäuser. 152. Stück). Beer AG, Zürich 1989, S. 79, 81, 85, 87 f.

 Antoine-Henri Jomini: Histoire critique et militaire des guerres de la Révolution. Nouvelle édition, 12. Band: Campagne de 1799 – deuxième période. Anselin et Pochard, Paris 1822, S. 466 (Digitalisat), im Original französisch.

 Torsten Verhülsdonk, Carl Schulze: Napoleonische Kriege. Einheiten – Uniformen – Ausrüstung. VS-Books, Herne 1996, ISBN 3-932077-00-8, S. 68 f.

 Boris Bouget: Un débat méconnu au XVIIIe siècle, l’armement des officiers et des bas-officiers d’infanterie. In: Guy Saupin, Éric Schnakenbourg (Hrsg.): Expériences de la guerre, pratiques de la paix. Hommages à Jean-Pierre Bois. Presses universitaires de Rennes 2013, S. 81–96 (books.openedition.org).

 Wilhelm Meyer: Die Schlacht bei Zürich am 25. und 26. September 1799. F. Schultheß, Zürich 1886, S. 11–13 (e-rara.ch).

 Alphons Pfyffer (Hrsg.): Der Freyheitsfreund oder das alte helvetische Tagblatt. Luzern, 7. Okt. 1799, S. 35 (Digitalisat).

 Wilhelm Meyer: Die Schlacht bei Zürich am 25. und 26. September 1799. F. Schultheß, Zürich 1886, S. 15 (e-rara.ch).

 Anton Pestalozzi: Briefe an Lord Sheffield. Englische Kriegsberichte aus der Schweiz, Herbst 1799 (= Neujahrsblatt […] zum Besten der Waisenhäuser. 152. Stück). Beer AG, Zürich 1989, S. 100, 104.

 Die französische Halbbrigade verfügte über eine Drei- und eine Vierpfünderkanone, die Divisionsartillerie über Achtpfünderkanonen und Sechszollhaubitzen. Die Geschütze waren leichter und mobiler als jene der anderen Armeen und wie die Munition und die Munitionswagen standardisiert. Video: Le système Gribeauval ou l'excellence de l'artillerie française (youtube.com), englisch untertitelt.

 Wilhelm Meyer: Die Schlacht bei Zürich am 25. und 26. September 1799. F. Schultheß, Zürich 1886, S. 5–7, 11–14 (e-rara.ch).

 1. helvetische Legion bzw. nach der Schlacht bei Näfels gebildete sechs Infanteriebataillone.

 État des officiers […] dans les VI demi-brigades auxiliaires de la République Française. État des officiers composant la première Légion Helvétique. X. Meyer & Compagnie, Lucerne [1799] (Digitalisat); Leonard Meister, Wilhelm Hofmeister: Helvetischer Staats-Almanach auf das Jahr 1800. Gruner und Geßner, Nationalbuchdrucker, Bern, S. 103–114 (Digitalisat); Guillaume Hoffmeister: Almanach national-helvétique, pour l’an MDCCCI. Hignou et Comp., Lausanne 1801, S. 103–122 (Digitalisat); Fernando Bernoulli: Die helvetischen Halbbrigaden im Dienste Frankreichs 1798–1805. Diss. phil. I, Universität Bern. Huber & Co., Frauenfeld 1934, S. 53 f., 77, 115–117.

 Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 189.

 Jürg Stüssi-Lauterburg, Elena M. Tarkhanowa et al. (Hrsg.): Mit Suworow in der Schweiz. Das Tagebuch des Hauptmanns Nikolaj A. Grjazew vom russischen Alpenfeldzug des Jahres 1799 […]. Merker im Effingerhof, Lenzburg 2013, ISBN 978-3-85648-146-9, S. 9, 142 f.

 Eduard Haug (Hrsg.): Der Briefwechsel der Brüder J. Georg Müller und Joh. v. Müller. 1. Halbband, J. Huber, Frauenfeld 1891, S. 200, 209 (Digitalisat).

 David Hess: Die Tage des Schreckens. In: Jakob Baechtold (Hrsg.): Joh. Caspar Schweizer. Ein Charakterbild aus dem Zeitalter der französischen Revolution. Wilhelm Hertz, Berlin 1884, S. XLIV–LXIII, hier S. XLVIII, LVIII f. (Textarchiv – Internet Archive).

 Johannes Strickler (Hrsg.): Actensammlung aus der Zeit der Helvetischen Republik|Amtliche Sammlung der Acten aus der Zeit der Helvetischen Republik (1798–1803) […] Herausgegeben auf Anordnung der Bundesbehörden. 5. Band, Stämpfli & Cie., Bern 1895, S. 70 (Digitalisat).

 Einquartierung in der Stadt (Digitalisat auf Commons), Einquartierung suf dem Lande (Digitalisat auf Commons).

 Hermann Hüffer (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Kriege von 1799 und 1800. Aus den Sammlungen des k. und k. Kriegsarchivs, des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und des Archivs des Erzherzogs Albrecht in Wien. 1. Band, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 46 (Textarchiv – Internet Archive).

 Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 125, 129 (Digitalisat).

 Jean Baptiste Frédéric Koch: Mémoires de Massena rédigés d’après les documents qu’il a laissés et sur ceux du Dépot de la guerre et du Dépot des fortifications. 3. Band, Paulin et Lechevalier, Paris 1849, S. 390 (Digitalisat).

 Jürg Stüssi-Lauterburg, Elena M. Tarkhanowa et al. (Hrsg.): Mit Suworow in der Schweiz. Das Tagebuch des Hauptmanns Nikolaj A. Grjazew vom russischen Alpenfeldzug des Jahres 1799 […]. Merker im Effingerhof, Lenzburg 2013, ISBN 978-3-85648-146-9, S. 168.

 Rudolf Reding-Biberegg: Der Zug Suworoff’s durch die Schweiz, 24. Herbst- bis 10. Weinmonat 1799 (= Der Geschichtsfreund. Mitteilungen des historischen Vereins der fünf Orte Luzern, Ury, Schwyz, Unterwalden und Zug. 50. Band). Hans von Matt, Stans 1895, S. 124–127 (e-periodica.ch).

 Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (= Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz]. 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 206 (Digitalisat).

 Die drei Bataillone der 84. Halbbrigade (1840 Mann), die drei Bataillone der 44. Halbbrigade (2003 Mann), das 3. Bataillon der 36. Halbbrigade (ca. 750 Mann), das 1. Bataillon der 25. leichten Halbbrigade (ca. 900 Mann), ein Bataillon Grenadiere (in den obigen Zahlen enthalten), die 2. helvetische Halbbrigade (541 Mann), das 10. Regiment Chasseurs à cheval (521 Mann) und einige Geschütze (Bestände vom 12. Oktober).

 Louis Hennequin: Zürich. Masséna en Suisse. Messidor an VII–Brumaire an VIII (Juillet–Octobre 1799). Publié sous la direction de la Section historique de l’État-major de l’armée. Librairie militaire Berger-Levrault, Paris/Nancy 1911, S. 377 (gallica.bnf.fr).

 Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 125, 129 (Digitalisat). Jean Baptiste Frédéric Koch: Mémoires de Massena rédigés d’après les documents qu’il a laissés et sur ceux du Dépot de la guerre et du Dépot des fortifications. 3. Band, Paulin et Lechevalier, Paris 1849, S. 390 (Digitalisat), übernahm diese Angaben.

 Gaston Bodart (Hrsg.): Militär-historisches Kriegs-Lexikon (1618–1905). C. W. Stern, Wien/Leipzig 1908, S. 336, 343 f. (Textarchiv – Internet Archive).

 Steven T. Ross: The A to Z of the Wars of the French Revolution. Scarecrow Press, Lanham, Maryland 2010, ISBN 978-1-4616-7238-8, S. 20, 36 (Digitalisat).

 Fred Heer: Ungebetene Gäste. Das Glarnerland als Kriegsschauplatz oder: Wie der Krieg in unser Land kam. In: Ungebetene Gäste – das Kriegsjahr 1799. (= Jahrbuch 97. Historischer Verein Kanton Glarus 2017). Küng Druck AG, Näfels 2017, ISBN 978-3-85546-328-2, S. 128–185, hier S. 130–142 (e-periodica.ch).

 Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 128 (Digitalisat).

 Bulletin officiel du Directoire Helvétique et des autorités du Canton du Léman. Lausanne, 13. Oktober 1799, S. 283 (Digitalisat).

 Reinhold Günther: Der Feldzug der Division Lecourbe im Schweizerischen Hochgebirge 1799. J. Huber, Frauenfeld 1896, S. 174 (Digitalisat).

 Albert Maag, Markus Feldmann: Die 2. helvetische Halbbrigade im Kampf um den Linthübergang bei Näfels. (1. Oktober 1799.). In: Der «Schweizer Soldat». 3. Jahrgang, Nr. 4, 16. Februar 1928, S. 20–22, hier S. 22 (e-periodica.ch).

 AmtsBerichte des Fürsten Suworow über seinen Feldzug in der Schweiz. In: Ludwig Ferdinand Huber (Red.): Allgemeine Zeitung. Stuttgart, 17.–26. Dez. 1799; hier: 25. Dezember 1799, S. 1585 (Digitalisat); Alexander Mikaberidze: «The Lion of the Russian Army:» Life and Military Career of General Prince Peter Bagration 1765–1812. Diss. phil., Florida State University, 2003 (yumpu.com), S. 159.

 Bulletin officiel du Directoire Helvétique et des autorités du Canton du Léman. Lausanne, 16. Oktober 1799, S. 299 (Digitalisat); Gazette nationale ou le Moniteur universel. Paris, 21. Oktober 1799, S. 109 (retronews.fr)

 Jules Nollet-Fabert: Le maréchal Molitor, 1770–1849. Extrait de la Lorraine militaire, galerie historique. Selbstverlag, Nancy 1851, S. 6 (gallica.bnf.fr).

 Bulletin officiel du Directoire Helvétique et des autorités du Canton du Léman. Lausanne, 11. Oktober 1799, S. 264; 17. Oktober 1799, S. 307 f. (Digitalisat).

 Louis Hennequin: Zürich. Masséna en Suisse. Messidor an VII–Brumaire an VIII (Juillet–Octobre 1799). Publié sous la direction de la Section historique de l’État-major de l’armée. Librairie militaire Berger-Levrault, Paris/Nancy 1911, S. 383 (gallica.bnf.fr).

 Vollziehungsdirektorium der Französischen Republik.

 Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 109–132, hier S. 132 (Digitalisat).

 Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (= Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz]. 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 202 f. (Digitalisat).

 Antoine-Henri Jomini: Histoire critique et militaire des guerres de la Révolution. Nouvelle édition, 12. Band, Campagne de 1799 – deuxième période. Anselin et Pochard, Paris 1822, S. 275 (Digitalisat).

 William Wickham [Enkel] (Hrsg.): The Correspondence of the Right Honourable William Wickham from the Year 1794. Band 2, Richard Bentley, London 1870, S. 258 f., 285, 340 (Digitalisat), im Original englisch; Hermann Hüffer (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Kriege von 1799 und 1800. Aus den Sammlungen des k. und k. Kriegsarchivs, des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und des Archivs des Erzherzogs Albrecht in Wien. 1. Band, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 46, 63, 87 f., 90 (Textarchiv – Internet Archive).

 The Countess of Minto: Life and Letters of Sir Gilbert Elliot First Earl of Minto […] edited by his Great-niece. Band 3, Longmans, Green, and Co., London 1874, S. 107, 109 (Digitalisat), im Original englisch; Hermann Hüffer (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Kriege von 1799 und 1800. Aus den Sammlungen des k. und k. Kriegsarchivs, des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und des Archivs des Erzherzogs Albrecht in Wien. 1. Band, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 93 f. (Textarchiv – Internet Archive).

 Arthur Chuquet (Hrsg.): Un portrait inédit de Souvorov. In: Feuilles d’Histoire du XVIIe au XXe siècle. 1. Jahrgang, 1. Band, Paris 1909, S. 258–260 (Digitalisat).

 Hermann Hüffer (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Kriege von 1799 und 1800. Aus den Sammlungen des k. und k. Kriegsarchivs, des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und des Archivs des Erzherzogs Albrecht in Wien. 1. Band, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 46 f. (Textarchiv – Internet Archive).

 Hermann Hüffer (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Kriege von 1799 und 1800. Aus den Sammlungen des k. und k. Kriegsarchivs, des Haus-, Hof- und Staatsarchivs und des Archivs des Erzherzogs Albrecht in Wien. 1. Band, B. G. Teubner, Leipzig 1900, S. 63. (Textarchiv – Internet Archive).

 Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 256.

 Fred Heer: Ungebetene Gäste. Das Glarnerland als Kriegsschauplatz oder: Wie der Krieg in unser Land kam. In: Ungebetene Gäste – das Kriegsjahr 1799. (= Jahrbuch 97. Historischer Verein Kanton Glarus 2017). Küng Druck AG, Näfels 2017, ISBN 978-3-85546-328-2, S. 128–185, hier S. 155–158, 181 (e-periodica.ch).

 Alexander Statiev: The Alpine Campaign of 1799 as a Stepping Stone to a Doctrine of Mountain Warfare. In: Tallinn University Press (Hrsg.): Estonian Yearbook of Military History. 9, Nr. 15, 2019, doi:10.22601/SAA.2019.08.02, S. 29–65, hier S. 54, im Original englisch.

 Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (= Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz]. 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 251 f. (Digitalisat).

 Carl von Clausewitz: Die Feldzüge von 1799 in Italien und der Schweiz. 2. Theil (= Hinterlassene Werke [hrsg. v. Marie von Clausewitz]. 6. Band). Ferdinand Dümmler, Berlin 1834, S. 381 (Digitalisat).

 Anton Pestalozzi: Briefe an Lord Sheffield. Englische Kriegsberichte aus der Schweiz, Herbst 1799 (= Neujahrsblatt […] zum Besten der Waisenhäuser. 152. Stück). Beer AG, Zürich 1989, S. 79, 89.

 William Wickham [Enkel] (Hrsg.): The Correspondence of the Right Honourable William Wickham from the Year 1794. Band 2, Richard Bentley, London 1870, S. 284 (Digitalisat).

 Beim Einmarsch der Franzosen im August 1799.

 Weinfelden, 12. Oktober 1799. George Sand (Pseudonym von Aurore Dupin): Histoire de ma vie. 2. Band, Michel Lévy frères, Paris 1856, S. 179 (gallica.bnf.fr).

 Glarus, 15. Oktober 1799 (Landesarchiv des Kantons Glarus, PA 2.A 1:4).

 Martin Schuler: Volkszählungen in der Schweiz vor 1850. Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene. Bundesamt für Statistik, Neuchâtel 2023, S. 157 f.

 Johann Konrad Escher, Paul Usteri (Hrsg.): Neues helvetisches Tagblatt. Bern, 30. Oktober 1799, S. 204 (e-periodica.ch).

 Joachim Heer: Der Kanton Glarus unter der Helvetik. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 8/1872, S. 28–112 (3. Zeitraum: Herbst 1799 bis August 1802, e-periodica.ch), hier S. 30.

 Molitor an Unterstatthalter Johann Peter Zwicky, Glarus, 18. November 1799 (Landesarchiv des Kantons Glarus, PA 2.A 1:4).

 Glarner-Zeitung (Beilage des Wochenblatts für den Kanton Linth). Nr. 39, 7. Dezember 1799 (Landesarchiv des Kantons Glarus, PA 2.A 1:4), S. 160 f.

 Joachim Heer: Der Kanton Glarus unter der Helvetik. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 8/1872, S. 28–112 (3. Zeitraum: Herbst 1799 bis August 1802, e-periodica.ch), hier S. 33.

 Wochenblatt für den Kanton Linth. Glarus, 12. Dezember 1799 (Landesarchiv des Kantons Glarus, PA 2.A 1:4.)

 Joachim Heer: Der Kanton Glarus unter der Helvetik. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 6/1870, S. 13–67 (3. Zeitraum: 20. Mai bis Herbst 1799), hier S. 34–36 (e-periodica.ch).

 Heinrich Zschokke: Historische Denkwürdigkeiten der helvetischen Staatsumwälzung. 3. Band. Steiner, Winterthur 1805, S. 274 f. (Digitalisat).

 Joachim Heer: Der Kanton Glarus unter der Helvetik. In: Jahrbuch des Historischen Vereins des Kantons Glarus. 8/1872, S. 28–112 (3. Zeitraum: Herbst 1799 bis August 1802), hier S. 29 (Textarchiv – Internet Archive).

 Heinrich Zschokke: Abschiedsrede an den General Suwarow. In: Der aufrichtige und wohlerfahrene Schweizer-Bote. Luzern, 12. Febr. 1800, S. 77 f. (digitale-sammlungen.de).

 Befehligt wurde die Armée de Batavie wie 1798 die Armée d’Helvétie von General Brune.

 Peter Hoffmann: Alexander Suworow. Der unbesiegte Feldherr. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1986, ISBN 3-327-00026-3, S. 204–210.

 Guillaume Hoffmeister: Almanach national-helvétique, pour l’an MDCCCI. Hignou et Comp., Lausanne 1801, S. 117 (Digitalisat); Fernando Bernoulli: Die helvetischen Halbbrigaden im Dienste Frankreichs 1798–1805. Diss. phil. I, Universität Bern. Huber & Co., Frauenfeld 1934, S. 77.

 Eine entscheidende Rolle spielte dabei der russische Gesandte in der Schweiz und spätere erste Präsident Griechenlands, Ioannis Kapodistrias. Flurin Clalüna, Andrea Spalinger: Die Schweiz, wie sie nie war: Gedankenexperimente zur Geschichte des Landes. In: Neue Zürcher Zeitung. 29. Juli 2023.

 Heinrich Zschokke: Historische Denkwürdigkeiten der helvetischen Staatsumwälzung. 3. Band, Steiner, Winterthur 1805, S. 252 f. (Digitalisat).

 Zürich 1799. Eine Stadt erlebt den Krieg. (= Stadtgeschichte und Städtebau in Zürich 7.) Stadt Zürich, 2005, ISBN 3-905384-08-6 (Digitalisat).

 Kanton Glarus: Archäologische Fundstellen und Zonen (Digitalisat).

 Otto Hartmann: Der Antheil der Russen am Feldzug von 1799 in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte dieses Feldzugs und zur Kritik seiner Geschichtschreiber. A. Munk, Zürich 1892 (Digitalisat). Rezension: Revue critique d’histoire et de littérature. Paris, 23. April 1894, S. 338 f. (Digitalisat).

 Rudolf Reding-Biberegg: Der Zug Suworoff’s durch die Schweiz, 24. Herbst- bis 10. Weinmonat 1799 (= Der Geschichtsfreund. Mitteilungen des historischen Vereins der fünf Orte Luzern, Ury, Schwyz, Unterwalden und Zug. 50. Band). Hans von Matt, Stans 1895, S. 5/Anm. 1 (e-periodica.ch); Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 273; Fred Heer: Ungebetene Gäste. Das Glarnerland als Kriegsschauplatz oder: Wie der Krieg in unser Land kam. In: Ungebetene Gäste – das Kriegsjahr 1799. (= Jahrbuch 97. Historischer Verein Kanton Glarus 2017). Küng Druck AG, Näfels 2017, ISBN 978-3-85546-328-2, S. 128–185, hier S. 184 (e-periodica.ch).

 Armée du Danube. Campagne des années VII et VIII (1799) en Suisse. Rapport des opérations de la brigade du général Molitor, détachée dans les cantons de Schweiz et de Glaris (1). In: Le Spectateur militaire […] (Paris). 15. Mai 1831, S. 108–132, hier S. 125–130, 132 (Digitalisat).

 Mit Ausnahme einer von Johannes Wieland: Geschichte der Kriegsbegebenheiten in Helvetien und Rhätien als Handbuch zum Militairunterricht für Schweizeroffiziere aller Waffen. 2. Theil, Schweighauser, Basel 1827, S. 154/Anm * (Digitalisat), wiedergegebenen Passage.

 Édouard Gachot: Histoire militaire de Massena. La campagne d’Helvétie (1799). Perrin & Cie, Paris 1904 (Digitalisat). Rezensionen: Revue critique d’histoire et de littérature. Paris, 24. Okt. 1904, S. 299–302, 427–429 (Digitalisat); Revue d’Histoire Moderne & Contemporaine (Paris). 6/1904, S. 346–348 (Digitalisat). Laut Christopher Duffy: Eagles over the Alps. Suvorov in Italy and Switzerland, 1799. The Emperor’s Press, Chicago 1999, ISBN 1-883476-18-6, S. 294, sind Gachots Werke «essentially novels based on a modicum of fact».

 Positive Rezension: Revue critique d’histoire et de littérature. Paris, 23. April 1894, S. 338 f. (Digitalisat).

 Der Autor unterschlägt, dass Schweizer massgeblich zum Sieg der einen über die andere Invasionsarmee beitrugen.

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