Zweck:

 

1. Der "Fridli-Bund" pflegt Aktivitäten im Zeichen des Glarner Landespatrons St. Fridolin für Personen namens Fridolin, Fritz, Frigg, Fridli, Fridi oder Namensableitungen von Fridolin.

2. Hauptaktivität: "Fridli-Treff" jährlich am Fridlistag (6. März), Namenstags der Mitglieder.

3. Er kann weitere Unternehmungen im Zusammenhang mit dem Fridolins- oder Fridolins-tags-Brauchtum durchführen oder fördern (z.B. Fridolinsfahrten nach Säckingen, Bezie-hung zu Gleichgesinnten in Säckingen oder anderswo, Teilnahme am Fridlistagsgottes-dienst, Fridlifeuer etc.
4. Der "Fridli-Bund" pflegt insbesondere Geselligkeit, Kameradschaft, Fröhlichkeit und Gemütlichkeit. (nach den Statuten vom 6. März 1986, erneuert 6. März 1992)

 

 

 

Fridlibund in Daten

aus: 30 Jahre Fridlibund 1986-2016, leicht ergänzt

 

6. März 1986

Gründungsversammlung. Restaurant Freihof.

6. März 1987

Fridli-Treff im „National“.

6. März 1988

Grosse Fridolinsfahrt nach Bad Säckingen mit doppelter Kolibri-Zugs-Komposition zum traditionellen Fridolinsfest. 700 Teilnehmer!!! Gründung der Partnerschaft im Kursaal Näfels-Bad Säckingen.

6. März 1989

Fridli-Treff im „National“.

6. März 1990

Fridli-Treff im „National“.

6. März 1991

Fridli-Treff im „National“.

6. März 1992

Fridli-Treff im „Rössli“. Erstmals  „Fridli-Schüblig“.

6. März 1993

Fridli-Treff im „Rössli“.

6. März 1994

Fridlifahrt nach Bad Säckingen.

6. März 1995

Fridli-Treff im „Rössli“.

6. März 1996

Fridli-Treff im „Rössli. Erstmals „Fridli-Weggen“.

6. März 1997

Fridli-Treff im „Rössli“.

6. März 1998

Fridlitreff im rollenden Bus und Fahnenweihe in Bad Säckingen.

6. März 1999

Kanzelwort von Bürgermeister Dr. Günther Nufer, Bad Säckingen, im Franziskanerkloster, anschliessend Fridli-Treff im „Rössli“.

6. März 2000

Milleniums-Fridlitreff am Fasnachts-Montag!

28. Juni 2000

Taufe Fridolin-Lok 2000 in Glarus.

6. März 2001

Fridli-Treff im „Rössli“ – Fridolin und Ursus treten auf!

8. Okt. 2001

Hilariusfahrt nach Poitiers (F) Gäste von Bischof Albert Rouet, Vier Tage, Reise mit TGV.

6. März 2002

Fridli-Treff im „Rössli“.

30. Juni 2002

Fridlifahrts mit zwei Bussen nach Einsiedeln „Glarus 650 Jahre im Bund der Eidgenossen.

6. März 2003

Fridli-Treff im „Rössli“. Franz Regli komponiert „Fridolinslied“.

6. März 2004

Fridlitreff im „Rössli“ und feierliche Premiere des Orgelwerkes „Vita Fridolini“ in der Hilariuskirche zu Ehren von Ständeratspräsident Dr. Fridolin Schiesser,Haslen.

6. März 2005

20 Jahre Fridlibund: Fahrt, rollende Versammlung, mit zwei Bussen nach Bad Säckingen.

6. März 2006

Fridli-Treff im „Rössli“.

6. März 2007

Fridli-Treff im „Rössli“.

6. März 2008

Fridli-Treff im „Rössli“.

8. März 2008

Symposium Bad Säckingen Referenen: Abt Dr. Marian Eleganti, OSB, Uznach, Dr. Hans Laupper, Landesarchivar, Glarus und Dr. Mechthild Pörnbacher, München. Ausstellung „Schriften über den heiligen Fridolin“: Dr. Christoph Baumgartner.

Übergabe des „Fridolin Hauser-Baumes“ im Park der Trompeterschlosses.

9. März 2008

Teilnahme am Grossen Fridolinsfest. Zweitägiges Symposium in Bad Säckingen mit Referaten von Abt Dr. Marian Eleganti OSB, Uznach, Dr. Hans Laupper, Landesarchivar des Kts. Glarus, Dr. Mechthild Pörnbacher, Dissertation „Vita Sancti Fridolini“, Dr. med. Christoph Baumgarner, Sonderausstellung Fridolins-Schrifttum, Claus Rütti: Vita S. Fridolini, Klangbilder, Orgelpremiere.

6. März 2009

Fridli-Treff im „Rössli“.

6. März 2010

Uraufführung „Fridolins-Kantate“ Pfarrkirche Näfels. Danach Fridlifahrt nach Bad Säckingen.

6. März 2011

Fridli-Treff im „Steinbock“.

19. März 2011

Urauffführung „Fridolins-Kantate“ in Bad Säckingen mit Orchester Con brio.

6. März 2012

Fridli-Treff „Steinbock“.

6. März 2013

Fridli-Treff „Steinbock“ und 25. Besuch in Bad Säckingen. „Negel mit Chöpf“ Naglerwettbewerb im Kursaal.

6. März 2014

Fridli-Treff „Steinbock“.

6. März 2015

Fridli-Treff „Steinbock“.

8. Febr. 2016

Fridli-Delegation gratuliert Fridli Rhyner, Engi. *7. Januar 2016.

6. März  2016

30 Jahre Fridlibund 1986-2016: Jubiläumsschrift erscheint.

Fridlifahrt nach Bad Säckingen mit Gemeinde Glarus Nord, Freunde von Bad Säckingen, Pfarrei Näfels. Auftritt des auferstandenen Ursus. Landratspräsident Fridolin Luchsinger dabei.

11. März 2016

30 Jahre Fridlibund 1986-2016:  Antrag der Rechnungsrevisoren und des Schatzmeisters wird ein „Fridlitreff“ im Steinbock durchgeführt.

3. Sept. 2016

 

 

 

 

7. Okt. 2016

 

 

 

 

 

24. Nov. 2016

 

 

 

 

 

 


6.März 2017

 

6.März 2018 

 

 

 

 

 

 

6. März 2019   

 

8. März 2019 

 

 

4. April 2019 

 

 

 

 

 

24. Juli 2019

 

 

 

 

 

6. März 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. März 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

16. März 2020

30 Jahre Fridlibund 1986-2016:Fridlifahrt nach Rankweil (A), Ge-richtsort im Erbstreit.Fridolin-Ursus-Landolf-Legende. Zwischenhalt auf der Rückfahrt in Werdenberg, wo Glarner Vögte von 1517 bis 1798 gehaust hatten. (siehe auch "Bild der Woche")

 

Karl Braun, Kulturschaffender in Bad Säckingen, referiert in Glarus im Landratssaal des Rathauses. Er präsentiert seine gewaltige Samm-lung an Fridolinsaufnahmen zu Eröffnung des Reformationsjubiläums.

Gemanagt hat diesen Anlass Andrea Trümpy für die Evang.-refor-mierte Landeskriche.  

 

30. Jahre Fridlibund: Filmpremiere: Dr. Alfred Graf: Fridlini 2014 und 2016 in Bad Säckingen, Dokumentarfilm. Veranstaltung des Fridlibundes in Kooperation mit dem Kulturforum Brandluft Glarus Nord, den Freunden von Bad Säckingen und der Partnergemeinde Glarus Nord. Tolderhaus, Bohlensaal.

Der Fridlibund überreicht Alfred Graf einen "Goldigä Gärbihund".


Fridli-Treff "Steinbock.

 

Radio Central bringt während des ganzen Tages Kurzbeiträge zum "Fridolinstag".

 

Fridli-Treff "Steinbock"  vorgängig Foto-Termin mit den jüngsten Frid-lenen im Kanton. Sasi Subramaniam macht eine ganzseitige Foto-reportage für die Südostschweiz Glarus am 17. März 2018.

 

Fridli-Treff im "Steinbock"

 

19.30 h  "Seuchenjahrzeit" und Jahrzeit Arbeiterverein und Fridlibund

wegen Aschermittwoch verschoben auf Freitag, 8.3.2019

 

630. Näfelser Fahrt. Ziel: 63 Fridlenen nehmen unter ihrer Fridlis-fahne an der "Näfelser Fahrt" teil. 

Siehe Bericht weiter unten. Am Ende waren 83 Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit von der Partie!

 

Claudia Kock Marti, Glarner Nachrichten/Südostschweiz Glarus

hat auf ihrem Blitzbesuch in Poitiers, wo Sankt Hilarius Bischof war und dessen Grab von Sankt Fridolin entdeckt wurde, vergeblich nach Spuren unseres Wappen-, Standes- , Kirchen- und Namensparont

gesucht und eine entsprechende Kolumne verfasst:

 

35 Jahre Fridlibund des Kantons Glarus? Zum 35. Mal kann der Fridlibund den Fridlistag feiern. Diesmal ist etwas Besonderes auf dem Programm: Ein grosse Kerze mit dem Aufdruck "Der Fridlibund des Kantons Glarus grüsst den Landes- und Namenspatron St. Fridolin 6. März 2020" und natürlich mit dem Fridolinswappen werden nach Bad Säckingen überbracht und im Fridolinsmünster dem Dekan und Münsterpfarrer Peter Berg überreicht. Am Abend findet dennoch

der "Fridli-Treff" im "Steinbock" mit "Fridliwurst" und "Fridliweggen" als Mitbringsel für die Ehefrau oder den Schatz.

 

Grosses Fridolinsfest genannt "Fridlini" in Bad Säckingen. Trotz Coronavirusgefahr wird das Grosse Fridolinsfest mit Tausenden von Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Prächtig-sonniges Wetter, kühl. Ich war diesmal auf "Marathontour" : Festgottesdienst, Prozession, Empfang im Kursaal, Bankett beim Dekan/Münster-Pfarrer, Teilnahme an der Geburtstagsfeier von Winfried Ays (80 Jahre) in der Flösserhalle in Wallbach, Besuch im pirvaten "Café Rauscher" in Bad Säckingen. Landratspräsident Dr. Peter Rothlin und Gemeindevizepräsident Bruno F. Gallati treten im Kursaal mit Grussworten und Bescherung  mit Glarner Spezialitäten auf.

Eine Woche später wäre das Fest verboten worden.

 

Der Fridlibund des Kantons Glarus reicht an die Regierung des Kantons, den Landrat und Gemeindepräsidenten Glarus Nord die Anregung ein, den Kreisel Glarus Nord mit einer Sant Fridli-Figur zu schmücken. Einstimmiger Beschluss des "Fridlitreff" am 6.3.2020.

Die Regierung hat die Anregung an das Baudepartement zur direkten Beantwortung überwiesen.

 

 

 

 

Glarner Nachrichten/Südostschweiz Glarus, Mittwoch 24. Juli 2019, Nr. 170, Seite 12.
Glarner Nachrichten/Südostschweiz Glarus, Mittwoch 24. Juli 2019, Nr. 170, Seite 12.

   

24. Nov. 2016

30. Jahre Fridlibund: Filmpremiere: Dr. Alfred Graf: Fridlini 2014 und 2016 in Bad Säckingen, Dokumentarfilm. Veranstaltung des Fridlibundes in Kooperation mit dem Kulturforum Brandluft Glarus Nord, den Freunden von Bad Säckingen und der Partnergemeinde Glarus Nord. Tolderhaus, Bohlensaal.

Der Fridlibund überreicht Alfred Graf einen "Goldigä Gärbihund".

 

Bildlegenden:

Ganz oben: Staunendes Publikum vor Alfred Grafs "Fridlini"-Dokumentarfilmen.

Zweite Reihe: Fridolin Hauser kann ein aufgestelltes Publkum begrüssen.

Dritte Reihe: Dr. Alfred Graf erhält den "Goldigä Gärbihund" als Trophäe des Dankes.

Vierte Reihe: Öffnen... und simsalabim der Preis ist enthüllt!  (Fotos: Hans Speck)

 

Titelbild der Jubiläumsschrift

"30 Jahre Fridlibund des Kantons Glarus 1986-2016"

Am 6. März 2016 ist diese Schrift erschienen, just auf das grosse Fridolinsfest in Bad Säckingen, dem ursprünglichen Wirkungsort des Sant Fridli. 1988 wurde zwischen Näfels und Bad Säckingen eine Gemeindepartnerschaft begründet. Seither ist eine Delegation der Gemeinde Näfels, nach der Gemeindefusion der Gemeinde Glarus Nord, Ehrengast beim Fridolinsfest (genannt "Fridlini").  Die Partnerschaft geht auf einen Impuls des Fridlibundes zurück, der zur politischen Jumelage führte.

Bild: Fahnenweihe unserer Fridlifahne vor dem Portal des Fridolinsmünsters Bad Säckingen am 6. März 1998 durch Bischof Albert Rouet, Poitiers (Frankreich),  zweiter von links, Weihbischof Dr. Peter Henrici, Zürich (Bistum Chur), Bildmitte,  Münster-pfarrer Peter Betz, Bad Säckingen (+2002), verdeckt, Pfarrer Martin Mätzler, Näfels, links im Bild, Br. Fidelis Schorer OFM, Guardian Franziskanerkloster Näfels, verdeckt.

Für den Fridlibund war die Einweihung zwischen dem feierlichen Hochamt und vor Beginn der grossen Fridolinsprozession durch die Altstadt von Bad Säckingen ein historisches und einmaliges Ereignis. Fähnrich war Fritz Fischli-Gmür. Es gibt kaum eine Vereinsfahne, die durch fünf Geistliche aus drei Ländern eingesegnet wurde.

(Die Festschrift hat 66 Seiten. ISBN 978-3-85948-163-3)


 

Der "schmiedeiserne Fridolin" in der Landesbibliothek 

 

Am Sonntag, 22. April 2018 wurde der "eiserne Fridolin" aus der Ham-merschmiede  Mühlehorn, geschaffen von Christian Zimmermann, als symbolische Gabe zum 25-Jahr-Jubiläum Landesbibliothek Glarus in der alten Stadtschule enthüllt.

Auch dieser Fridolin findet beim Fridlibund Beachtung. Wir gratulieren dem Schöpfer und dem Empfänger zum Werk und zur Gabe herzlich.

 

Vom Hammerschmied Christian Zimmermann am letztjährigen Sechseläuten als kultureller  Repräsentant geschaffen und kam nun als "Überraschungsgast" zur Feier zurück.
Vom Hammerschmied Christian Zimmermann am letztjährigen Sechseläuten als kultureller Repräsentant geschaffen und kam nun als "Überraschungsgast" zur Feier zurück.
Die Ankunft des "eisernen Fridolin" feiern freudig: v.r.n.l. Dr. Fritz Rigendinger, Chef Kultur, Christi ZImmermann, Künstler, Petra Imwinkelried, Leiterin LB, Benjamin Mühlemann, Erziehungsdirektor, und Fridolin Hauser, Fridlibund. (Foto: S. Kammerecker)
Die Ankunft des "eisernen Fridolin" feiern freudig: v.r.n.l. Dr. Fritz Rigendinger, Chef Kultur, Christi ZImmermann, Künstler, Petra Imwinkelried, Leiterin LB, Benjamin Mühlemann, Erziehungsdirektor, und Fridolin Hauser, Fridlibund. (Foto: S. Kammerecker)

Freitag, 5. April 2019 Nachfahrt

Sankt Fridolin Abbild der Original-Schlachtfahne vom 9. April 1388. Das Originalbanner ist

im Freulerpalast wohlverwahrt, eine Kopie hängt im Pannersaal, ein seitenverkehrte Darstelluing im Landratssaal. Der "Fridliknopf" 4,9 cm Durchmesser wurde an die 82 Ange-

meldeten überreicht.

Fridlibund erstmals gemeinsam an der Fahrt 2019

 

in jeder Hinsicht eine tolle Überraschung

 

Wer geglaubt hatte, die «Fahrt» werde wegen der garstigen Witterung zu einem Flop, wurde mehrfach Lügen gestraft. 81 Personen hatten sich beim «Frdilibund» zur «630-Jahrer Näfelser Fahrt» gemeldet.

 

Als wir im Schneegestöber bei der Mühle/Schneisingen auf die Fahrtsteil-nehmerinnen und -teilnehmer aus Glarus und Glarus Süd erwarten herrschte eitel Hochstimmung. Wie einem Film tauchten die Glarner Tambouren mit schneebedeckten Chakkos und plasticgeschützen Trommeln aus dem auf, ge-folgt von der Näfelser Harmoniemusik mit Schnee auf den Hüten und zacki-gem Spiel. Gespenstisch erschienen aus dem Weiss und den wackeren Flocken die schwarzen Kutschen, die  Kutscher wie aus dem Film «Das ge-frorene Herz», hoch auf dem Buck, die Regierungsräte mit flottem Sprung vom Kutschentritt bewaffnet mit Schirmen, Frau Landesstatthalter eingehüllt in Plastic, die Rede fiel auf die Strasse, bis der beflissene Weibel Peter, auch fast ein Schneemann, behende die schwergewichtige Rede wieder aufhob.

 

Mit Staunen gewahrten wir das recht zahlreiche Volk, viele Junge, die wetter-fest der Begrüssungrede lauschte. Dann kam die kluge Entscheidung der Regierung «Plan B», Prozession ohne Halt bis in die Mühlhäu-sern und dann in die Kirche.

 

Das Erlebnis im von Kreuz und Fahnen flankierten Kirchenschiff war einmalig. Josef Schwitter mit Fahrtsbrief ab der Kanzel (leider ohne Mikrophon), die Fahrtpredigt des Netstaler Pfarrers P. Ljubo Leko, die akustisch wunderbar vom Raum aufgenommenen Musik- und Chorvor-träge mit dem schönsten «Rufst du mein Vaterland» aller Zeiten mit dem Gemischten Kantonalge-sangchor, der Harmoniemusikbegleitung und vor dem Altar der Cäcilienchor und dem mitsingenden Volk.

 

Wer angetan von dieser Stimmung blieb, kam in den Genuss des Näfelser Schlachtliedes und eine wunderschön intonierten C-Dur Messe von Franz Schubert.

 

Hochstimmung herrscht dann im Bohlensaal, wo Metzger Hanspeter Fischli mit gewaltigen Kisten mit Fridlischüblig und Kartoffelsalat auffuhr und die Fridlenen mit Angehörigen, Freunden und Bekannten in Selbstbedienung  speisen konnten. Prominente Gäste waren mit von der Partie: Obergerichts-präsidentin Dr. Petra Hauser, Freuler-Museumskommission-Präsidentin lic.  iur. Bernadette Epprecht, Prof. Dr. Alfred Noser, ehem. Rektor der Pädagogi-schen Hochschule St. Gallen. Dr. Fritz Rigendinger, Chef Kultur Kanton Gla-rus, Josef Gallati, Obersepp des Seppenträff, Alois Fleischli, Kirchenpräsident Netstal, das Trachtenpaar Alois und Leni Eberhart, Niederurnen, die fünf ver-kleideten Krieger der Schlacht bei Näfels, und als Überraschungsgast mit Stippvisite Regierungsrat Benjamin Mühlemann mit einem zündenden Gruss-wort in Frack und Zylinder.

Aufmerksamkeit erregte der eigens für diesen Anlass kreierte «Fridliknopf» (Badge) mit dem Abbild des Sant Fridli vom Originalbanner 1388, das im Freulerpalast verwahrt wird.

 

Bereits am Nachmittag wurde diese «Fridliknopf» im «Schwert» gehandelt und bereits bestellt wurden die ersten Knöpfe nach Mitlödi und eine Riedenerin wollte zehn Knöpfe für ihre Verwandten in Kanada mitnehmen.

 

 

Der «Fridliknopf» könnte Kult werden. Beraten wird werden, ob der «Fridli-bund» künftig regelmässig mit einer Delegation an der «Näfelser Fahrt» teil-nehmen wird.

 

 

 

Texte zu "Fridolin", "Fridolin-Bauchtum", "Fridlibund" ...

(Entwurftexte für ein geplantes "Fridolinbuch" von Sasi Subramaniam)

 

 

Fridolin: Menschen, Namen, Fridlibund etc. 

 

 

Fridolin – ein aussterbender Name?

 

Wer die schweizerischen Kantonswappen betrachtet, erkennt auf einen Blick und unübersehbar die rote Fahne mit dem heiligen Fridolin als Glarner Wappen. Es ist das einzige Kantonswappen mit einer menschlichen Gestalt und erst noch eines Heiligen. Das Fridolinsbanner flatterte über den Köpfen der Glarner schon bei der Schlacht bei Näfels am 9. April 1388. Das Original ist heute noch im Museum des Landes Glarus verwahrt und eine Kopie im Pannersaal ausgestellt.

 

Der Fridolinskult reicht im Glarnerland viel weiter zurück. Der irische Mönch soll im sechsten Jahrhundert als Missionsbote das Christentum verbreitet und dabei in Poitiers (F) das Grab des heiligen Hilarius entdeckt haben. Gleichzeitig sei ihm in einer Vision aufgetragen worden sein, ein Kloster zu bauen. Fridolin soll dann in halb Europa herumgereist sein und habe mehrere Hilariuskirchen erbauen lassen, bis er in Säckingen am Hochrhein den Ort gefunden habe. Dort errichtete er ein Kloster.

 

Nach der Legende – sie wird im Détail weiter unten erklärt – kamen das Glarnerland und weitere Ländereien durch Erbschaft an Fridolin und das Kloster Säckingen, vermutlich im sechsten Jahrhundert. Die Fürstäbtissinenherrschaft über Glarus dauerte bis zum Loskauf 1395, die Fridolinsverehrung hatte weiterhin Bestand durch Wallfahrten nach Säckingen bis in 20. Jahrhundert.

 

«Fridolin» - einst einer der beliebtesten Vornamen im Glarnerland

 

Seit dieser Zeit kam der Vorname «Fridolin» sehr häufig auf, ja, es gehörte zur Tradition, dass fast jede Familie ein Kind «Fridolin» taufte. Auch wenn in der Re-formation die Heiligenverehrung weitgehend abgeschafft und nur in katholischen Kreisen weitergepflegt wurde, «überstand» der Wappenheilige die Bilderstürme und blieb dank der Liberalität und Traditionsverbundenheit im mehrheitlich refor-mierten Kanton auf dem Wappen.

 

Noch Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts war der Name «Fridolin» bei eidge-nössischen, kantonalen und lokalen Behörden zahlreich vertreten als «Fridolin», «Frigg», «Fridi» oder gar «Fritz». Auch wenn es auch getaufte «Fritzen» gab, die meisten von ihnen waren mit «Fridolin» in den Kirchenbüchern und Gemeinde-registern eingetragen.

 

Doch nach dem Zweiten Weltkrieg als die Welt im Zeichen der Globalisierung und Informationsgesellschaft immer umfassender und vernetzter wurde, erfass-ten auch das Glarnerland rasante Entwicklungsprozesse, die sich auch sprach-lich niederschlugen. Die über viele Generationen weitergegebenen Namen der Ahnen wurden durch modernere, zeitgemässe und besser unterscheidende Namen ersetzt.

 

Ende 2017 waren gemäss eidgenössischem Amt für Statistik schweizerweit noch 896 Fridlenen erfasst. Nähme man alle 11910 Fritzen dazu, wären es 12796 Namensträger. Würden «Friedrich» und «Federico» dazu genommen, ergäbe dies einen Bestand von 15141 Männern.  Im Zeichen der Gleichstellung von Mann und Frau muss der Ordnung halber auch nach dem Namen «Fridolina» ge-fragt werden. Die Ausbeute: 15 Fridolina und 6 Fridoline in der ganzen Schweiz.

 

Eine Aufteilung nach Kantonen ist nicht mehr erhältlich. Hingegen ergab ein Blick in die Telefonbücher im Glarnerland noch 92 Fridolin-Anschlüsse und 226 Fritzen. Im Spital Glarus kam in den letzten Jahren im Schnitt 1 Fridolin auf die Welt. Äs bööset! Der altvertraute Name wird immer weniger gewählt.

 

Abschaffung des «Fridlitages» als halbbatziger kantonaler Feiertag

 

Für die einen Hochgefühl, für die anderen ein Ärgernis war der einst hochge-haltene «Fridlistag», jeweils am 6. März. Während die reformierten Mitlandleute am «Fridlistag» ihren normalen Arbeitstag einhalten mussten, spazierten die Ka-tholiken im Sonntagewand zur Kirche und hatten frei. Über Jahrhunderte fand am «Fridlistag» eine grosse Prozession von Näfels nach Glarus statt, eine Tradition, die nach dem Brand von Glarus anno 1861 nicht mehr weitergeführt wurde.

 

Mit dem Zweiten Vatikanum (1962-65) wurde die kirchliche Feiertagsordnung an-gepasst. Viele traditionelle Feiertage verschob man auf den darauffolgenden Sonntag  (z.B. das Fronleichnamsfest).

 

Im Glarnerland sollte das «Gesetz über die öffentlichen Feiertage» den Zeit-verhältnissen angepasst werden. Dabei wurde der «halbbatzige» Fridlistag geop-fert, dafür aber, auch aussergewöhnlich, im mehrheitlich reformierten Kanton, «Allerheiligen» neu in den Feiertagskalender aufgenommen. So beschlossen nach langer Debatte die Landsgemeinde vom 6. Mai 1973.

 

Ein Landsgemeindebeschluss kann zwar Gesetze ändern, nicht aber Bräuche und Mythen ausrotten. Wie der (unsichtbare) Linthgrundwasserspiegel zeigt, braucht es bisweilen wenig und eine Fontäne bricht wieder an die Oberfläche. So genügten im Zweiten Weltkrieg ein kleines Loch und ein einfacher Pumpbrunnen und siehe da sprudelte hoch, was lange Zeit verborgen und vergessen war. Ähnliches gilt für den «Fridlikult», doch davon im nächsten Kapitel.

 

Ein paar prominente Träger des Namens Fridolin

 

Fridolin National- und Ständeräte seit 1848:

  

Nationalrat Fritz Hösli, Diesbach (1978-1991)

Ständerat Dr. Fritz Stucki, Netstal (1962-1978)

Ständeratspräsident  Dr. Fridolin Schiesser, Haslen (1990-

 

Landammänner und Regierungsräte:

 

Landammann Dr. Fritz Stucki (...)

Landammann Fritz Weber (...)

Regierungsrat Fridolin Hauser (...)

  

Landräte derzeit im Amt

 

Fridolin Staub, Bilten

Waldvogel Fritz Glarus

Fridolin Luchsinger, Schwanden

 

 

Kirchenräte

 

Evang. Fritz Weber, Ennenda

 

Kath.    Dr. Fritz Rigendinger, Glarus

             Fridli Jacober, Netstal

 

  

VR-Präsident Alters- und Pflegeheime Glarus Nord

Fritz Noser, Niederurnen

 

Präsident Kant. Jägerverein

Fritz Stüssi

 

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«Fridolinskult» heute – Der «Fridlibund des Kantons Glarus»

 

 

Der «Fridlibund» feiert weiterhin!

 

Dreizehn Jahre nach Abschaffung des Fridlistages wurde der «Fridlitreff», später «Fridlibund» genannt, gegründet. Am 6. März 1986 tagten im «Freihof» Näfels 55 Fridlenen zur Gründungsversammlung. Der Gemeindepräsident und der Ver-kehrsvereinspräsident standen zu Gevatter. Statuten mit folgendem Zweckartikel wurden genehmigt:

  

§ 1: Zweck

  

1 Der "Fridli-Bund" pflegt Aktivitäten im Zeichen des Glarner Landespatrons Sankt Fridolin für Personen mit dem Namen Fridolin, Fritz, Frigg, Fridli, Fridi oder anderen Namensableitungen  von  Fridolin.

 

2 Insbesondere organisiert er jährlich am Fridlistag (6.  März) den „Fridli-Treff“ aus Anlass des  Namenstages der Mitglieder.

  

3 Er kann weitere Unternehmungen im Zusammenhang mit dem Fridolins- oder Fridlistags-Brauchtum durchfuhren oder fördern. (z.B. Fridolins-Fahrten nach Säckingen, Beziehung zu  Gleichgesinnten in  Säckingen oder anderswo, Teilnahme am Fridlistag-Gottesdienst, Fridlifeuer etc.)

  

4 Der 'Fridli-Bund" pflegt insbesondere Geselligkeit, Kameradschaft, Fröhlichkeit und Gemütlichkeit.

 

 

Trotz laufendem Rückgang von Fridlenen durch Tod und mangelndem Geburten-ausgleich finden statutengemäss jeweils am 6.März „Fridlitreffs“ statt. Für Interes-sierte wird vor dem feucht-fröhlichen Zusammenkünften in der Hilariuskirche Nä-fels ein „Fridligottesdienst“ zelebriert. Fridolin ist Co-Kirchenpatron. Dabei werden die „Fridolins-Reliquien“, ein Geschenk der Fürstäbtissin von Säckingen, die „Fri-dolinskerze“, eine Festgabe des Pfarrgemeinderates und Münsterchors von Bad Säckingen, aufgestellt und gezeigt. Zum „Frdilischmaus“ gibt es den „Fridlischüb-lig“ mit Kartoffelsalat, und den „Fridliweggen“ auf den Heimweg für die Ehefrau, Partnerin oder den Schatz.

 

Neben diesen zur Tradition gewordenen „Fridli-Treffen“ ereigneten sich in den mittlerwele 35 Jahren viele Highlights, u.a.:

 

 - die Initiative und Vorbereitung zur Gründung einer Städtepartnerschaft mit

    Bad Säckingen, der Fridolinsstadt durch die Gemeinde Näfels

  

 - Gründung der Partnerschaft am 6. März 1988. 700 Glarnerinnen und Glarner         reisen mit dem am 1. März 1988 auf „Näfels-Mollis“ getauften Kolibrizug des         SBB nach Bad Säckingen und nehmen am traditionellen grossen Fridolinsfest       teil. Die Partnerchaftsurkunde wird von Bürgermeister Günther Nufer und von

    Gemeindepräsident Firdoplin Hauser unterzeichnet.

 

- 1993 Pflanzung des Fridliwaldes im Ebnet beim Aeschen.

  

-  1998 Weihe der „Fridlibundfahne“ unter dem Torbogens des Fridolinsmünsters

     durch Bischof Albert Rouet, Poitiers F, Weihbischof Peter Henrici, Zürich/Chur,

     Münsterpfarrer Peter Beck, Bad Säckingen, Dorfpfarrer Martin Mätzler, Näfels

     und Br. Fidelis Schorer OFM, Guardian des Franziskanerklosters Näfels-

 

 - 2000 wird auf dem Bahnhof Glarus durch einen Fridli-Knaben eine „Fridolins“-       Lokomotive getauft.

  

 - 2001 Hilariusfahrt nach Poitiers F. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 4 Tage.

  

 - 2004 Premiere des Orgelwerkes  «Vita Fridolini» von Carl Rütti im Auftrag von

   Pfarrer Martin Mätzler in der Hilariuskirche Näfels zu Ehren des amtierenden        Ständerats- Präsidenten Dr. Fridolin Schiesser, Haslen.

  

- 2008 Zweitägiges Symposium in Bad Säckingen „Im Zeichen des heiligen            Fridolin“ mit Referaten von Abt Dr. theol. Marian Eleganti, OSB, Uznach; Dr.        phil. I Mechthild Pörnbacher, München und Dr. phil. I Hans Laupper, Glarus

 

 - 2010/2011 Uraufführung der „Fridolinskantate“ von Franz Regli/Walter Böniger

   in Näfels, Glarus und Bad Säckingen.

 

 - 2016 Herausgabe der Schrift: „30 Jahre Fridlibund des Kantons Glarus 1986-

   2016 

  

- 2019 Gemeinsame Teilnahme an der „Näfelser Fahrt“ (630 Jahre Näfelser

   Fahrt) Prägung eines Fridli-Ansteckknopfes mit der Abbildung der Originalfah-

   ne der Schacht bei Näfels.

  

 - 2020 Fridolinsfahrt am Freitag, 6. März 2020 nach Bad Säckingen aus Anlass

   35 Jahre Fridlibund mit den Bergkinder des Obersee- und Schwänditales und

   mit einer grossen, in Einsiedeln hergestellten "Fridolinskerze"

  

 - zahlreiche Fahrten nach Bad Säckingen, zahlreiche Empfänge von Säckingern

   im Glarnerland 

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Fridolin: Legende, Sagen, Brauchturm

 

 

Fridolins-Brauchtum

 

Man sagt, durch die Christanisierung seien viele heidnische Gebräuche, die im Volk verwurzelt waren, einfach umfunktioniert oder umbenannt worden. So hätten Alemannen und Germanen in den langen Winternächten die Wintergeister mit Feuer und Lärm vertreiben und die Frühlingsgeister wecken wollen.



Mitfastenbrauch

Die Tradition der Mitfastenfeuer war vorreformatisch vor allem in der Inner-

schweiz sehr verbreitet. Sogar das Sächsilüütä mit der Böögg-Verbrennung gilt als Nachfahre alter Vegetationsriten. Im Glarnerland vermochte sich der Mitfas-

tenbrauch erhalten und wurde auf den Fridlistag (6. März) fixiert. In den „Glarner Heimatbüchern“ finden sich lediglich Hinweise und Berichte von Kindern, die davon berichten wie sie das „Fridlisfüür“ vorbereiten und durchführen. 


Geschichte des Fridolinsfeuer

In der um 1900 erschienene, preisgekrönte Schrift von Pfarrer Dr. Ernst Buss

unter dem Titel „Die religiösen und weltlichen Festgebräuche im Kanton Glarus“,[1] einem Separatdruck aus dem „Schweiz. Archiv für Volkskunde“ heisst es: „Fastnachtsfeuer sind hier ausser in Matt unbekannt. An ihre Stelle treten die Fridolinsfeuer... An diesem Tage (Fridlistag) werden nun auch die sogenannten. St. Fridolinsfeuer angezündet. Schon in der Woche vorher tragen die Knaben Reisig und dürre Äste zusammen und errichten damit auf freistehenden Hügeln in der Nähe der Ortschaften mächtige Holzstösse. Am Abend des St. Fridolins-

tages sodann ziehen sie auf diese Hügel und stecken die Haufen in Brand, wobei jede Knabenschar mit ihrem Feuer die Feuer der benachbarten Anhöhen zu überbieten sucht. Dabei springen sie johlend und lärmend um das Feuer, etwa auch hindurch und lassen ihre Stimmen um so lauter durch die Nacht erschallen, je mächtiger die Flamme auflodert und die Rauchwolke qualmt. Am Feuer entzünden sie Werg- oder Pechfackeln und schwingen sie unter Freudengeschrei durch die Luft, so dass man ein feuriges Rad zu sehen vermeint und die Funken nach allen Seiten auseinandersprühen, und wer keine Fackel hat, thut dasselbe mit einem brennenden Scheite. So belustigt sich die grössere Schuljugend wohl eine Stunde lang, während die Leute von Haus und Strasse aus vergnügt ihrem Treiben zuschauen. Die grosse Menge der durch den Kanton hin aufflammenden Feuer bietet auch wirklich einen anziehenden Anblick dar. Bei den Feuern der einzigen Gemeinde Schwanden wurde 1899 nicht weniger als 1513 erbettelte Reiswellen verbrannt, dazu eine Menge Sonnenräder und Raketen losgelassen....“

 

 

Und heute?

Das war vor rund hundertzwanzig Jahren. Heute wird die Tradition immer noch gepflegt. Allerdings wurde der Brauch immer mehr benutzt, um Häuser zu ent-ümpeln. In den letzten Jahren sind gar amtliche Aufrufe erschienen, die das Ver-rennen von ungeeigneten Materialien untersagen. Aus mündlicher Überlieferung ist bekannt, dass die halbwüchsigen Schlingel auch geraucht haben sollen.

 

Fridolinsfeuer sind im Aufwind: Ennenda, Glarus, Mitlödi, Näfels. Netstal, Nidfurn, Oberurnen, Schwanden und wahrscheinlich noch mehr Dörfer pflegen den alten Brauch weiterhin.  Den meisten ist aber wohl nicht mehr bewusst, dass Fridlisfeuer einst ein heidnischer Vegetationsbrauch war. 

 

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Fridlisfüür[2]

 

 

 

Wänn’s tungglet, gseh’-p-mes wider brännä, 
vu alters häär, we hüür, 
mä sött deer Bruuch ja afed kännä; 
ich mäinä ds Fridlifüür. 

Sitt Wuchä händ-si’s harägfergget 
und uffä Huuffä kiit, 
für diä, wo’s wüssed und au gmergged, 
isch hinecht äsowiit. 

Mä füürlet hütt, äm sächstä Meerzä, 
dr Lanzig söll vrwachä! 
Drzuä körsch Goofä ummäschneerzä 
und glächtärä und lachä...

 

  

-y.

 

  

Fridlisschiffli in Bilten

 

Eine originelle Tradition pflegten die Biltener. Am Fridolinstag versammeln sie sich um den Dorfbrunnen und lassen beim Zunachten kleine, beleuchtete Schiffchen schwimmen. Angeblich soll damit der Überfahrt des heiligen Fridolin aus Irland zum europäischen Festland gedacht werden. Meist hält dabei eine prominente Persönlichkeit eine kurze Rede.

 

 

Fridolinsprozession von Näfels nach Glarus

 

Bis zum Brand Von Glarus anno 1861war es Sitte, dass die Näfelser jeweils am Fridolinstag (6.März) einen Kreuzgang nach Glarus pflegten. In Glarus wurde die Prozession beim sogenannten Zollhaus von den Glarnern erwartet und zur Kirche begleitete. Der Näfelser Pfarrer zelebrierte den Gottesdienst, er lud jeweils einen Ehrenprediger ein. Der Brauch wurde bis 1861 eingehalten. Nach dem Brand zu Glarus vom 10. auf den 11. Mai 1861, dem auch die Glarner Kirche zum Opfer fiel, wurde der Brauch nicht mehr weitergepflegt.

 

Ein Jahr nach dem Brand lud der «Stillstand»(=Kirchenrat) von Näfels den «Still-stand» Glarus ein, den Brauch beizubehalten und in der Hilariuskirche Näfels zu feiern. Doch dieser lehnte ab mit der Begründung, es übersteige ihre Kompeten-zen einen so vielhundertjahre alten Brauch umzustossen und baten die Näfelser, die Prozession solange zu sistieren, bis in Glarus der Bau eines neuen Gottes-haus vollendet sei. 1967 stellte der Kantonale Katholische Kirchenrat fest, es fän-den sich keine Urkunden, die das Gelöbnis eines Kreuzganges nach Glarus belegten. Die weitere Durchführung sei dem «Stillstand» der Kirchgemeinde überlassen.[3]

 

Fahrten zu St. Fridolin nach Säckingen früher und heute[4]

 

Glarus war seit der Schenkung an das Kloster Säckingen (Fridolinslegende) Untertan der Fürstäbtissin. Sie vergab das «Meieramt» und liess die «Meier» durch das Glarnervolk wählen; hingegen oblag das Amt des «Reichsvogtes» zuerst dem Grafen von Lenzburg, später von Kyburg. Ab 1288 kam Rudolf von Habsburg ans Reichsvogtamt und 1288 auch das «Meieramt». 1329 erwarb er das Lehen der Burg Näfels und ab 1350 wurde ihm die Burg ganz überlassen. Daraus entstanden Konflikte, die 1351 zur Vetrreibung des Vogte führte, Bei dessen Rückerobungsversuch wurde er erschlagen.

 

Höhepunkt und Abschluss der Konflikte war die Schlacht bei Näfels anno 1388.

 

Doch vorher – und sogar bis 1395 – blieben die Glarner nach Säckingen zinspflichtig.

 

Wegen des gemeinsamen Patrons St. Fridolin kam es zu einer Art Verwandt-schaftsverhältnis zwischen Glarus und dem Säckinger Stift, das die rein vertrag-lichen Verpflichtungen übertraf:

 

«Es habend auch die Landsleut zu Glaris langzeit jährlich ihr Botschaft gen Seckingen gefertigt; die brachtend der Äbtissin ein Gab;  danach liess man sie Sant Fridlis Gebein und Heiltum um die Kirchen tragen. Das hielten sie  etwan gar hoch.»[5]

 

Beziehungen wurden auch nach dem Loskauf 1395 gepflegt. So schenkte die Äbtissin 1637 Reliquien des Heiligen Fridolin nach Näfels und Glarus. Ungekehrt revanchierten sich die Glarner mit einer Schenkung von Reliquien des Sankt Hilarius. Bis 1973 feierten die Glarner Katholiken den «Fridlistag» als Feiertag.

 

Immer wieder zogen Pilgerfahrten in die Fridolinsstadt. So 1928 als Männerwall-fahrt mit rund 500 Teilnehmern, 1956 als Landeswallfahrt mit rund 250 Pilgern, 1976 fuhren 450 Glarner Teilnehmer nach Abschluss der Renovation zur Mün-ster-Einweihung. 1988 suchten gar 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bad Sä-ckingen auf zum grossen Fridolinsfest und zur Proklamation gegenseitiger Städtepartnerschaft Näfels-Bad Säckingen, die nach der Gemeindefusion auf die ganze Gemeinde Glarus Nord erweitert wurde. Seither (1988) ist jährlich eine Näfelser/Glarus-Nördler Delegation dabei. Bisweilen sind grössere Gruppen mit von der Partie. Auch während des Jahres finden laufend gegenseitige, auch nichtkirchliche Austausche statt. (Fridlibund mehrmals, Pfarrei St. Fridolin Glarus anlässlich des 50-Jahr-Kirchenjubiläums, Glarner Verein St. Galler Oberland/-Graubünden, Seniorenverband des Kantons Glarus…) 1988 wurde der «Freun-deskeis Näfels» in Bad Säckingen gegründet mit heute 300 Mitgliedern  dagegen anno die «Freunde von Bad Säckingen» in Näfels, die im Zeichen des heiligen Fridolin freundschaftliche Kontakte pflegen.

 

Fridlitreff mit Fridliwurst und Fridliweggä

 

Seit 1986 finden sich Fritzen, Fridlenen, Friggen oder Fridenen zum Fridli-Treff in Näfels. In heiterer Stimmung feiern sie den Fridlistag jeweils abends um 20 nach 20 Uhr.

 

Vorher findet fakultativ ein Fridli-Gottesdienst statt, bei den die «Fridolinskerze», eine Schenkung aus Bad Säckingen und die «Fridolinsreliquie» aufgestellt werden. Obligat ist dabei der «Fridlischüblig» mit Kartoffelsalat. Auf den Heimweg gibt’s den «Fridliweggä» als kleine Gabe für die Ehefrau oder den Schatz.

 

 

  

Dr Fridlistaag läbt immer nuuch…[6]

 

D Entschädig liit schu viärz Jahr zurgg,

dr Fridlistaag sig gschtrichä,

das isch bimäid ä waggers Schtugg

und ds Protokoll vrblichä.

  

Nu, Fridli häisst nuch mängä Puurscht,

‘so we dr Lands-Patruu;

‘s gitt Fridli-Weggä, -Tuurtä, -Wuurscht,

daas wäiss ja jedä schuu.

 

Dr Wäibel hisst im Raathuus p Fanä,

und deer vum Grichtshuus au!

Viil Fridlisfüür chänd immer hanä…

tigg i dr Tagesschau!    

 

   -y.

 

 

 

Sant Fridli - ä Mändsch im Wappä[7]

  

Mir sind dr äinzig Schwiizer-Schtand

mit ämä Mändsch im Wappä,

mit Schtab und Biblä idr Hand

ä Täschä, Schii und Chappä.

  

Äs isch dr häilig Fridoliin,

vu Irland sig’r chuu;

bringt ds Chrischtätumm as Mediziin

und wiirt dä Lands-Patruu.

  

Er hätt ä Huuffä Chilchä pbuuä

di mäischtä Lüüt bikehrt,

daas hätt bis hütt nuch niämer gruuä,

drum wiirt’r ä v’rehrt!          

 

       -y.

 

 

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Sankt Fridolin – seine heutige Präsenz im Glarnerland

 

Abgesehen von den Fridolinsfahnen auf dem Rathaus, Gerichtshaus, auf vielen Schul-häusern und Privathäusern landauf landab, grüsst Sankt Fridolin von den Fahrzeug-schildern aller Autos, Motorrädern, Mofas, Traktoren und Anhängern, die im Kanton Glarus gelöst sind.

 

Kommerziell ist er im Einsatz für die «Fridolin-Garage» in Glarus, für den «Fridolin Pub» in Netstal, als «Fridli-Weggä» jeweils um den «Fridlistag», als «Fridli Zenter» in Näfels,  als «Fridli Holz AG» in Linthal, als «Fridli-Sport» in Glarus, als «Fridli-Apothe-ke» in Netstal, als «Fridli-Wurst» in den Metzgereien des Kantons,

 

Sant Fridli ist auf Glarner Pasteten entweder als Marzipan-Wappen oder auf-gedruckt auf den Verpackungen.

 

Das «Fridlihuus» ist eine Wohn- und Arbeitsstätte für behinderte Erwachsene.

 

Bekannt ist die «Fridolinshütte» des SAC (Schweizerischen Alpenklubs) am Fusse des Tödi auf 2111 m. ü. M.

   

Selbstverständlich grüsst ein «Fridolin» vom Kantonswappen, auf allen Kuverts und Briefköpfen der Regierung, der Gerichte und der Kantonalen Verwaltung.

 

Die Politiker schmücken ihr Revers mit einem goldenen oder silbernen «Fridolin», bisweilen auch Krawattennadel.

 

In Glarus steht die «St. Fridolins-Kirche» der gleichnamigen katholischen Pfarrei.

 

Fridolin ist deren Hauptpatron, Hilarius Ko-Patron. In Näfels ist Reihenfolge umgekehrt und Hilarius Hauptpatron, Fridolin Ko-Patron. Sie sind auf der grossen Kirchenfahne auf der Vorder- und Rückseite dargestellt.

 

In Glarus führt südlich der evang.-reformierten Stadtkirche die «Sankt Fridolin-strasse» entlang. In Bilten gibt es eine «Fridolinstrasse». Bekannt ist als Wan-derroute der «Fridliweg», beschildert mit dem gelben kleinen Wegweiser.

 

Dass Sankt Fridli auch als Modesujet entdeckt wurde, zeigen die «Fridolins-Krawatten». Diese gibt es mit Fridliswappen, eine Ausgabe mit einem einge-mitteten einzelnen Wappen, eine andere mit zahlreichen  verstreuten Fridliswap-pen.

 

Neueste Ausgabe ist ein etwa fünflibergrosser ansteckbaren Badge als ver-kleinerte Kopie der Originalfahne von der Schlacht bei Näfels. Er wurde vom «Fridlibund des Kantons Glarus» aus Anlass «630 Jahre Näfelser Fahrt» im Jahr 2019 hergestellt. Eine Abordnung von 83 Fridlenen nahm mit eigner Fridlisfahne und mit den besagten Fridli-Badge teil.

 

Der Näfelser Unternehmer H.L. , ein begeisterter  Patriot hat seine Wohnmobil-rückfront mit einem mächtigen Fridolin bemalen lassen und reist damit durch Europa. Er gab die Komposition «Näfelser Fahrt» in Auftrag. Mario Bürki schuf ein dreiteiliges Werk mit Fanfare, Choral und Marsch, das am Vorabend der Näfelser Fahrt 2013 in der Hilariuskirche uraufgeführt wurde. Bereits 2004 wurde im Auftrag von Pfarrer Martin Mätzler das Orgelwerk «Vita Fridolini» von Carl Rütti geschaffen und 2004 ebenfalls in der Hilariuskirche uraufgeführt.

 

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Fridolinslegende

 

Legändä vum Fridolin und vum Ursus

naachävrzellt vum Fridli Oschterhazy

 

Zwüschet 960 und 970 nach Chrischtii hätt dr Balther vu Seckingä ä „Fridolins-Vita“ oder ebä ä Läbesbeschriibig vum Sant Fridli usä-g’gii.

 

Öppä zwäi hundert Jaahr schpeeter isch ä Legändä derzuä chuu, wo vrzellt we dr Häilig Sant Frili zu siim Land chuu sig. Und diä gaht äsoo:

 

Duä, wo dr Häilig Sant Fridli ds Seckingä äm Rhii äs Frauä-Chlooschter p’buuä hätt, häiged im Glaarnerland nämä zwee vermögli Brüäderä gwont. Dr äi hätt Ursus ghäissä und disä Landolf.

 

Dr Ursus isch vum häiligmässigä Läbä vum Sant Fridli äsoo überwältiget gsii, as’r äm Chlooschter Seckingä Huus und Hoof und allä Bodä, won-em im Glaarner-land gkört hätt, vrmacht hätt. Sinä Brüäder dr Landolf sig iivrschtandä gsii

 

Wo dä dr Ursus plötzli schtiirbt, hät sinä Brüäder, dr Landolf, vu dem Teschtämänt nüüt meh wellä wüssä und bhauptet, äs gköri alles-ä-n-imm.

 

Dr Sant Fridli isch vor Gricht und hätt wellä zu siim vrschrpochnigä Land chuu. Abr dr Richt’r hätt dä gsäit, er müäs ä Züügä bringä und sust gköri alls äm Landolf.

 

Daas hätt-dä dr Sant Fridli aggzäptiärt und gsäit, si söled-em dr Oort und dr Taag vum Gricht aagii. Was si dänn au gmachet händ.

 

Drnaa isch dr Sant Fridli uff Glaris, uf ds Graab vum Ursus. Dett hätter p’bättet um Gerächtigkäit, und dr Ursus söll doch i Gottsnamä bezüügä, as alles wahr sig.

 

Dr Heilig Sant Fridli hätt sini Händ uusgschtreggt und drüümaal luut grüäft:„Ursus, stand uuf!“, "Ursus, stand uuf!". "Ursus, stand uuf!".

 

Duä sig dr Ursus zum Graab usächuu und dr Sant Fridli häig-nä ä dr Hand gnuu und äsoo bis zum Dorf Rankweil im Vorarlbärgischä gfüärt. Wo-si duä äsoo ds Rankweil aachämed, siged d Richt’r und ebä deer Brüäder Landolf  eeländ vrschroggä, wo-si deer Fridli und dr Ursus gsäched.

 

Dr Ursus sig vorä Landolf haragschtändä und häig gfraaget: „Brüäder, wesoo häsch du miis Land äifach gschtolä und nüd em Fridli g’gii, we-mer’s abgmacht händ? Wesoo schtöörsch du mini Seeläruäh im Graab?“

 

Dä wäärdis äm Landolf äsoo wind und weh und är sägi:  «Liäbä Brüäder Ursus, ich gibä  zrugg, was-em Sant Fridli gkört.». Und är häig si deräwääg gschämt und gsäit: «Und drüberinä gibi miinä Täil äm Chlooschter Seckingä gad ä nuuch.“

 

Wo dä daas äsoo id Ornig chuu isch, sig dr Sant Fridli zantem Ursus wider häi und dr Ursus ids Graab zrugg. Und sitt duä staht uff dr Graabblattä:

 

 

 

«Güter schenken sie hin,

diese Brüder, an Sankt Fridolin.

Liegt aber einer im Grabe,

verweigert der andre die Gabe.

Der Tote steht auf ans Licht,

folgt dem, der ihn weckt, vor Gericht.

Jetzt muss der Gegner erbleichen,

der Heilige sein Erbrecht erreichen.»

 

 

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Fussnoten: 


[1] Buss Ernst: Die religiösen und weltlichen Festgebräuche im Kanton Glarus, Glarus 1900,

     Seite 20ff.

[2] Fridlisfüür, vum Fridli Osterhazy, publiziert in «ww.glarus24.ch» am 5. März 2007

[3] Fäh Jakob: Kirchliche Chronik Näfels, Datensammlung, Näfels 1989, Seiten 179f.

[4] Siehe: Osterhazy Fridolin:  Fahrten zu St. Fridolin früher und heute, Glarnerland/Walen-

     see, Glarus 1929, Seiten 23-25

[5] Stumpf Chronik 1548, zitiert bei Jehle Fridolin: Die Geschichte des Stiftes Säckingen», 

     Bad Säckingen 1984, Seiten 74 und 320

[6] erschienen im «Fridolin» am 3. März 2012

[7] Erschienen im «Fridolin» am 6. März 2008

 


Samstag, 23. Mai 2020

 

Fridlibund erhält Fridlipost von der "Fritzenfluh"

 

Ein lieber Jugendfreund, Nachbarsbub und Namensvetter mit Familie sendet überhäuft von "Fritzereien" Kartengrüsse von der "Fritzefluh". Sie seien hier ver-ewigt und verdankt!

Grosse Freude lösten die "Fritzengrüsse" aus! Noch grösere die preiskrönwürdige Skizze (Ausschnitt, stark vergrösssert).
Grosse Freude lösten die "Fritzengrüsse" aus! Noch grösere die preiskrönwürdige Skizze (Ausschnitt, stark vergrösssert).