Montag, 21. Oktober 2019

 

Faltschä Schtolz

   

Nuch mängä hätt ä huärä Mäinig

 und mäint, är sig dr Siäch!

 Di mäischtä-n-abr sind-sich äinig,

 as’s ä nuch anderscht giäch!

  

Wänn äinä nur dr Chopf hööch träit

 und übrhebli tuät,

 dä-n-isch dä daas nuch lang nüd gsäit,

 är sig au würggli guät!

  

Äs gitt ä blöödä Pseudo-Schtolz,

  tuät ändernä nu weh,

 deer wachst dä uffem gliichä Holz

 we Tummhäit, o herjee!

  

-y.

 

 

Liste der Worte mit Stolz 

 

Stolz kann man wohl auf so ziemlich alles sein, wenn man das so will.

Diese Worte hingegen sind tatsächlich belegt:

 

Adelstolz

Ahnenstolz

Bauernstolz

Berufsstolz

Besitzerstolz

Bettelstolz

Beutelstolz (altes Wort für Stolz auf sein Geld sein, kommt von Geldbeutel)

Bürgerstolz

Dichterstolz

Edelstolz

Eitelstolz

Entdeckerstolz

Familienstolz

Freiheitsstolz

Freudenstolz

Fürstenstolz

Gangstolz (von stolzem Gang, die Nase oben tragen, Banden sind hier nicht  gemeint)

Geldstolz

Glaubensstolz

Gönnerstolz

Irrstolz (in die Irre leitender Stolz)

Kleiderstolz

Kühnstolz

Künstlerstolz

Männerstolz

Markenstolz (stolz darauf sein, bestimmte Marken tragen zu können)

Mutterstolz

Narrenstolz

Nationalstolz (Nationalgefühl, Patriotismus, Vaterlandsliebe)

Pfauenstolz

Prachtstolz (auf die Bekleidung bezogen)

Purpurstolz (bezieht sich auf die Kleidung der Kardinäle)

Rangstolz

Sammlerstolz

Scheinstolz

Schulstolz (Stolz auf die Gelehrsamkeit)

Siegerstolz (Stolz darauf, zu den Siegern zu gehören)

Siegstolz (Stolz auf den Sieg selbst)

Stadtstolz

Stinkstolz (übermäßig stolz)

Tugendstolz

Vaterstolz

Waffenstolz

Wissensstolz

 

Noch unbekannt ist der Begriff Handystolz, in die Zeit passen würde er.

 

 

 Stolz in der Literatur

 

 

Adelstolz sitzt auf hölzernem Pferde,

Bauerstolz wälzt sich auf der Erde,

Bürgerstolz geht auf hohen Hacken.

Geldstolz steht auf gelben Schlacken,

Dichterstolz fliegt in den Himmel hinein.

Wo mag der stolzeste Stolz wohl sein?

 

Wilhelm Müller: Die Stolze, 1906

 

Graf Genebalds Herkunft, und seine ganze Geschichte war nämlich noch bekannt genug in dieser Gegend, und der Ruhm seiner Tapferkeit, mit welcher er die Flecken jener zudeckte, hätte ihm nur dann zur vollkommenen Hülle dienen können, wenn er mit derselben andere adelige Tugenden verbunden hätte. Aber Geldstolz, Geiz, Kargheit, Übermut, und thörich-tes Streben nach unerreichbarer Grösse sprachen noch zu deutlich von seiner niedern Ge-burt, als dass man sie ganz hätte vergessen können.

 

Benedicte Naubert: Jungfernsprung und Rosstrab, 1840

 

 

aus: https://sternenvogelreisen.de/stolz-arten-begriffe/


Samstag, 19. Oktober 2019

 

      Heuwehglaarner...!*

       

Si läbed ämänand’rä-n-Oort,

 sind fort vum Glaarnerland

 und bruuched tigg ämaal äs Woort

 „ächläi“ und „nuuch“ und „gkand“.

  

Di mäischtä sind gad haapli Lüüt

 und gwüssnig ä nuch riich;

 nu gägä ds Heuweeh gitt’s fascht nüüt,

 daas händ dä-n-etli gliich.

  

Für dernigs gitts dä-n-ä Veräin

 mit luuter Glaarner drii,

 chänd zämnä, fiired und händ’s fäin -

 dett chaamä Glaarner sii.

 

                                                                            -y.

 

*Glarnervereine gibt es in Basel, Bern, Chur und Umgebung, Innerschweiz, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau, Uster, Wil und Umgebung, Zürich und Zürich-See.

 

Homepage von Glarnervereinen:

 

Basel: https://glarnerverein-basel.ch/

Bern: http://www.glarnerverein-bern.ch/

 

https://www.chur.ch/vereinsliste/46475 

Glarnerverein Chur und Umgebung: ttp://www.wilnet.ch/Default.aspx?

Glarnerverein  Wil und Umgebung

Command=PrdtDetail&prdtName=85022921-93e1-4d9d-b50b-bcd2d3e0c898 

 

Diese Adressliste von Präsidenten oder Präsidentinnen von Glarnervereinen ist mehrere Jahre alt, sie müsste dringend aktualisiert werden: 

 

Präsident/in

       

Walter E. Lienhard

Langackerstr. 29

4441

Thürnen

079-311 51 51

Olivier Baumgartner

Zieglerstr. 43a/29

3007

Bern

031-382 15 80

Margrith Nigg-Tschudy

Wartstr. 11/ Postfach 40

7312

Pfäfers

081-302 39 80

Markus Landolt

Fichtenstr. 10

6020

Emmenbrücke

041-260 06 69

Ursula Sutter-Gallati

Rehetobelstr. 10

9037

Speicherschwendi

071-344 37 66

Marlies Isele

Bocksrietweg 36

8200

Schaffhausern

052-643 19 52

Ruth Vögeli-Hefti

Ulmenstr. 10

8500

Frauenfeld

052-720 29 82

Lilly Bertschi

Wührestr. 51

8610

Uster

044-940 72 82

Balz Tschudi

Toggenburgerstr. 37

9230

Wattwil

071-393 19 54

Anton Morganti

Ämtlerstr. 182

8003

Zürich

044-491 85 95

Heinrich Stüssi

Kreuzstr. 48

8797

Uetikon a.S.

044-920 34 58

 


Donnerstag, 17. Oktober 2019

 

Ä Chuä

 

      

Vu wiitem luäget-s‘ mi schu aa,

und glotzet nuch drzuä, 

und träht dr Chopf dä naa-dis-naa, 

äm Glunggäpuur si‘ Chuä.

      

Si lupft vu Ziit-zu-Ziit dr Schwanz 

läärt pBlaasä und macht Muuh, 

und zmitzt im schüünä Alpächranz 

chunnt pPlüder grüä und bruu.

      

Dä göörbsed-si und hätt äis Gmäu, 

und chüüjet schtundälang, 

frisst liäber Graas as Siloheu, 

        de Chuä vum Ooslet Schang.        

 

 

Erschienen in „Fridolin“ Nr. 22, 1. Juni 2011

 


Sonntag, 29. September 2019

 

Jungtambuuräfäscht z Näfels

 

Ds Näfels tüünt’s daas Wuchänänd

wäg’ dä Jungtambuurä,

rüthmisch schüü vu allnä Wänd:

Trummäläfiguurä.

 

Trummälet wiirt militäärisch,

täntärämm-tämmtämm!

Märsch und anders, wo gad schwäär isch,

liächt, wänn’s äinä chämm.

 

Trumm’let wiirt um Konkuränz!

Ehrgiiz, Pepp und Schwung!

Nu die Beschtä chänd i-g-Chränz!

Tärädä-tärädä-tschung!

 

-y.

     

Glarner Jungtambouren -  ein Vorzeigetrupp - organisierten das 40 Jungtambouren-Treff und Wettbewerb 2019 in Näfels (Bild: gtvnaefels.ch)
Glarner Jungtambouren - ein Vorzeigetrupp - organisierten das 40 Jungtambouren-Treff und Wettbewerb 2019 in Näfels (Bild: gtvnaefels.ch)

Mit diesem Bild wird im St. Galler Tagblatt über die "rhetorische Tristesse" berichtet. Autor: Tobias Bär, Foto: unbekannt, erschienen am  28. September 2017.
Mit diesem Bild wird im St. Galler Tagblatt über die "rhetorische Tristesse" berichtet. Autor: Tobias Bär, Foto: unbekannt, erschienen am 28. September 2017.

Dienstag, 24. September 2019

 

Dr Nazionaalrats-Saal isch we-n-es Wäschpi-Näscht

 

Im Halbchräis wis-a-wii vum Rüütli

hätt’s zwäimal hundert Schtuäl;

d Luutschprächer tüüned nämä tüütli

und sust isch daa äs Gnüäl.

 

Di mäischt Räät sind gar nüd daa

und ander läsed d Ziitig,

di drittä luäged ds Händi aa;

‘so gaht daas bis-em Friitig.

 

Und deer, wo redt, redt tängg für g Chatz,

zäntummä sind-s’ äm Schnurä;

dis sind äm Läp-Topp gad äm Platz

und pbringed d Ziit ä durä.

 

-y.

 


Quelle: www.nanoo.-dee

                                                 Montag, 16. September 2019

 

Etz wiirt dä dWält klimatisiert

 

Äs häisst, ‘s sig ehnder z’schpäät as z’früäh,

und d Tämp'rätuur tüäg chlätterä,

und i dr Politigg wiirt alles grüä,

sust göng de Wält dä z’schmätterä!

 

Zviil Abgaas und zviil Cee-oo-zwäi,

zviil Auto und zviil Plaschtigg,

‘s sig überaal ä Saueräi,

alls wäärdi zur Belaschtig.

 

Mä gkört, ‘s göng etz-dä nümmä lang

und daas sitt hundert Jahrä;

bis üüs’ri Wält dä-n-undergang;

‘s häig überaal nu Gfahrä!

 

-y.


Donnertag, 5. September 2019

Kundsch z schlaag?(1)

 

Dimaal säit äinä mit’rä Fraag,

wo ja schiär jedä kännt,

und mäint dä früntlii: „Hee, kundsch z schlaag?“

und ä nuch: „Bisch.di gwändt?“

 

Daas häisst ja ebä: „Hee, kundsch druus?“

„Jää, chaasch du daas äläi?“

Und mäint dä-n-ebä uhni Schmuus:

„Potz Blitz und z tuused, häi!“

 

 Wer ebä z schlaag

chunnt, ja, deer chaa’s,

und zwar vu Aa bis Zätt;

mit Gält, mit Wüssä , ggraatet daas

vooruusgsetzt as-mes hätt!

-y.

 

(1) publiziert in "Fridolin", Schwanden, November 2006


Sonntag, 25. August 2019

Quelle: www.zugerkb.ch/esaf/rund-ums-fest/artikel/esaf/2019/02/01/schwingerhosen-am-esaf-19-manne-i-d-hose
Quelle: www.zugerkb.ch/esaf/rund-ums-fest/artikel/esaf/2019/02/01/schwingerhosen-am-esaf-19-manne-i-d-hose

 

 

Eiggenössisches Schwing- und Älplerfäscht 2019

 

Die «Böösä» chämed hüür schiint’s nämä

mit wagger Müüs und Gnigg

im schüünä Schtettli Zug dä zämä,

di mäischtä gross und tigg.

 

De Mannä schtiiged dä id Hosä

und pagged dä dänand,

müänd abr uffä Richter losä

nu bis zum Sagmählrand.

 

Si schwinged, lupfed und tüänd truggä

um Titel oder Chranz

der äi wirft disä uffä Ruggä

und schpannend isch des Ganz!

-y.


 

Mittwoch, 14. August 2019

 

Chilbiziit (1)

 

g Chilbänä sind sind etz im Land,

da und dett und hiä;

g Chilibirappä i dr Hand

und mä freut-sich wiä!

 

Tingeltangel Buudäschtadt

und ä Huuffä Schtänd,

Chilbiläbä, daas isch glatt -

nu für diä, wo wänd.

 

Schmöggä tuät’s nach Magäbroot,

Wullä, Gschiir und Gwand,

Zuggerwattä rosäroot.

g Chilbi isch im Land!

-y.

 

(1) pibliziert im "Fridolin", 8752 Schwanden 9. Oktober 2006 

 

 

Juhee – vum Friitig aa isch Chilbi!

Startschuss für die Chilbenen in Glarus und Elm

 

Chilbi ist Kirchweih, Erinnerungstag an die Einsegnung einer neuen Kirche. Mit allerhand Vergnüglichkeiten verbunden war die Chilbi gesellschaftlicher Höhepunkt in der Gemeinde. Früher auf „Riitschuel“, „Tanzrad“ „Schifflischaukel“, „Schiessbuden“, „Sässäliriitschuäl“, heute durch modernste „Autobahnen“ und verrückteste Spektaktel in der „Elektronik-Buden-stadt“ fliegt der „Chilbirappen“.

 

Stände bieten Spezereien wie Magenbrot, Türkischen Honig, gebrannte Mandeln an. Der „billige Jakob“, preist unterhaltsam seine Produkte an. Auf schwer beladenen Ständen gibt’s Kleider, Spielwaren, Haushaltsprodukte, Möbelpolitur, Fussbalsam, Grillwürste, CDs, usw.

 

Das Datum der Kilbi wird nach eigenen „Gesetzen“ festgelegt. Nicht der Jahrestag der Kircheneinweihung, sondern der „Chilbifäller“ ist entscheidend. Danach  „fällt“ die Chilbi auf den Sonntag nach dem „Chilbifäller“, einem bestimmten Heiligentag.

 

So gilt „Maria Himmelfahrt“ (15. August) als „Fäller“ für die Stadtglarner. Theoretisch könnte aber die Elmer Chilbi die erste im Kanton sein. Sie fällt in anderen Quellen auf den Sonntag nach Sankt Peter. Früher am 1. August, nach neuerem Kalender am 12. August, ist der Peterstag . Die Elmer können also frühestens am 13. August ihre Chilbi feiern, sofern das ein Sonntag ist. Die Stadtglarner müssen auf den Sonntag nach dem 15. August warten.

 

Für die Oberurner ist Sankt Bartholomäus (24. August) „Fäller“. Am Sonntag nach dem 1. September, dem Sankt Verenentag, ist Niederurner Chilbi. „Maria Geburt“ (8. September) entscheidet für die Näfelser Chilbi, die eine Woche vor dem Bettag stattfindet.

 

Für Mollis, Betschwanden und Linthal gilt „Micheeli“, der Sankt Michaelstag, 29. September. Gerne würde ich einmal ein lückenloses Verzeichnis der „Kilbifäller“ unserer Gemeinden publizieren.

 

Ein Relikt aus sehr alten Zeiten ist die „Winterchilbi“ in Glarus. Ihr „Fäller“ war der Hilariustag (13. Januar/früher 14. Januar). Sie wurde oft erwähnt, hatte aber schon im frühen 19. Jahrhundert keine Bedeutung mehr. F.O.

 

BIld: https://roessliriiti.ch; Genossenchaft Rössliriiti für alli Genossenschaft Rössliriiti für Alli c/o Julien Fölling, Zylistrasse 12, 9000 St. Gallen
BIld: https://roessliriiti.ch; Genossenchaft Rössliriiti für alli Genossenschaft Rössliriiti für Alli c/o Julien Fölling, Zylistrasse 12, 9000 St. Gallen

Samstag, 27. Juli 2019

Quelle: www.loewen-wolfertswil.ch/gartenwirtschaft
Quelle: www.loewen-wolfertswil.ch/gartenwirtschaft

Gaartä-Wiirtschaft

 

We gmüätli isch bi derä Hitz

mit Duurscht und ganz vrschwitzt,

wän-äinä uff’mä Schattä-Sitz

im Gaartäbäizli sitzt.

 

Und wänn dä nuch äs Lüftli gaht,

wo dä dr Tschüder chüält,

und wä-mä d Hümpä füllä laat,

wiirt g Gurglä durä-gschpüält.

 

Äsoo vrlii-p-mä’s schtundälang

tigg bis i alli Nacht,

tigg fürnig singed nuch mit Schwang

bis d Wiirti fertig macht...

 

 

-y.

 

Fridolin, 31. Juli 2008


Blick nach Westen, tiefste Stelle am Horizont ist die "Brand", woher der milde Abendluft ins Dorf fällt. Quelle: www.wandersite.ch
Blick nach Westen, tiefste Stelle am Horizont ist die "Brand", woher der milde Abendluft ins Dorf fällt. Quelle: www.wandersite.ch

Montag, 22. Juli 2019

 

 

Dr Brandluft

 

Isch im Summer eeländ(1) häiss,

as-me’s chuum vrliit,(2)

wiir'.p- mä flöderig(3) vum Schwäiss

und gaht nümmä wiit.

 

Gwöhndli chunnt dä nachem Znacht

vu dr Brand(4) ä Wind,

wo diä wider frischer macht,

wo ä täiggi(5) sind.

 

Brandluft häisst’r und isch chüäl,

ussem Oberseetaal chunnt’r

obä-n-abä bis i Büäl,(6)

macht äim wider hantli(7) munter.

-y.

 

Der "Brandluft" ist ein milder, erfrischender Fallwind, der aus dem Oberseetal über die Brand (tiefste Stelle am Horizont nach Westen) ins Dorf streicht und die Tageshitze abkühlt. Der "Brandluft" ist quasi eine "milde Brise aus Südwest". Nach ihm ist das "Kulturforum Brandluft" benannt, das ja in kultureller und gesellschafticher HInsicht die Menschen erfrischen soll.

 

Anmerkungen

(1) eeländ=sehr

(2) vrliit. vrliidä=erträgt, ertragen; aushält, aushalten

(3) flöderig=patschnass

(4) Brand=Flurnamen, Beginn des Oberseetals auf 761 m Höhe (Näfels 438 m, Bahnhof)

(5) ä täiggi=schlapp, müde

(6) Büäl=Flurname kleine Anhöhe am Dorfrand (Büäl kommt von Büchel, Hügel)

(7) hantli=rasch. schnell, sehr bald


Dienstag, 2. Juli 2019

 

Gruppäfotti

 

Schu ds Zämäschtuh gaht nämä lang,

bis all dä fürä gsänd;

di äinä händ dä Gältigsdrang,

und ander zäiged d Zänd.

 

Di Chliinä söled fürä schtuh

die Gröösserä meh hinderä,

und Faxä söll-mä underluh,

daas täät dä ds Bild verminderä.

 

Und isch dä-n-alles schüü paraad,

stönd alli abr graad-dä,

und ds Vögäli chunnt-etz dä gaad,

chaa p Fotti nu nuch graatä.

 

-y.

 


Mittwoch, 26. Juni 2019

Das von der Alpkorporation Vorderschwändi  restaurierte Bild von St. Georg.
Das von der Alpkorporation Vorderschwändi restaurierte Bild von St. Georg.

 

 

Dr Trachädööder Sant Schorsch im Schwänditaal

 

Im Schwänitaal fascht z hinderscht hindä,

dett schtaht äs Chrüüz schu ächlä morsch

und wagger uusgsetzt ä dä Windä

vum edlä Trachätööder Schorsch.

 

Är häig vor eebig altä Ziitä

dä guätä Lüüt im Schwänditaal

gag-gsäit, daas Uutiär müäs uff d Siitä

und hätt’s erlööst vu Angscht und Kwahl.

 

Drum tüänd-s’ dr häilig Schorsch vrehrä

und hebed jaa au Soorg drzuä.

Gäg’ Bööses muäs-mä si halt wehrä,

dä häig-mä Gnaad und Glügg und Ruäh.

 

 

-y.

 

 

siehe auch "Dies + Das" vom Pfingstsonntag, 9. Juni 2019


Dienstag, 25. Juni 2019

 

Ä moordsmäärterlichi Hitz !

 

Wänn dr Thermomeeter chlättäret

und wänn d Weermi eeländ truggt,

wäär-mä  mängmaal froh, wänn’s wättäret,

tääschtig isch-es we vrruggt.

 

Und schu früäh machsch p Fänschterlädä zuä,

p Brittli wäärded abägschtellt.

Alls vrchrüücht und im Kwartiär gitt’s Ruäh.

Sunnäbrand und d Huut wiirt gschellt.

 

Nüüt isch meh mit Parfuässlauffä,

dänn dr Schtraassätheer isch häiss.

Söttisch iätz Sandaalä chauffä

odr Zoggäli, wer wäiss.

 

 

-y.


Sonntag, 23. Juni 2019

 

Glarner Landeswallfahrt nach Einsiedeln

 

Äinsidler Sunntig

 

D Wallfahrt isch, solang mä wäiss,

aafangs Summer gsii

gwöhndli isch nuch eeländ häiss

und ‘s hätt Schaafbögg g’gii.

 

Chrüüz und Fanä und viil Lüüt

prezis bim Mariäbrunnä,

Iizuug mit-em Chlooschterglüüt,

uss dä Rohr isch Wasser grunnä.

 

Ds Pilgervolch hatt wagger gsungä,

p Päätärä dä-n-au;

ds Wiirauchfass händ-s' ä nuch gschwungä,

bi dr Liäbä Frau.

 

-y. 

 


Samstag, 15. Juni 2019

 

Juni-Aabed

 

Eerscht Mitti Juni und schu eeländ häiss,

ä Huuffä Töff sind uff dr Schtraass,

und p Beeder gönd etz uuf, we jedä wäiss,

und zmitzt im Doorf gänd-s’ wagger Gaas.

 

Viil Lüüt chänd iätz i chuurzä Hosä

und p Frauä i dä Blüüsli;

miir chänd äm Rauti-Ruuschä losä

und sind schiär ussem Hüüsli.

 

Ä mildä Brandluft chunnt und chüälet,

und d Ääbed bliibed hell;

äs Fänscher off, ä Säugling brüälet;

mä gnüüst’s im Gäärtli, sig’s we’s well!

 

-y.

 

 

 


Donnerstag, 13. Juni 2019

 

 

Äs frauälet, äs frauälet....!

 

Äs frauälet, äs fräuälet, äs gaht ä häissä Wind,

will z Tuusedä vu Frauä gad iätz äm Schträiggä sind!

Landuuf, landaab, i Schtadt und Land

nänd Frauä ihres Heft id Hand!

 

Äs frauälet, äs fräuälet, äs gaht ä häissä Wind,

will z Tuusedä vu Frauä gad iätz äm Schtriäggä sind!

Si kämpfed für Gerächtigkäit

und Gliichschtand mit dr Männlichkäit.

 

Äs frauälet, äs fräuälet, äs gaht ä häissä Wind,

will z Tuusedä vu Frauä gad iätz äm Schtriäggä sind!

Si wetted halt privat, im Bruäff,

we p Mannä Chaangsä oder Ruäff.

 

Äs frauälet, äs fräuälet, äs gaht ä häissä Wind,

will z Tuusedä vu Frauä gad iätz äm Schtriäggä sind!

Wänn d Liäbi würggli Liäbi wäär,

wäär alls für p Frauä nüd so schwäär.

 

-y.

  


Pfingsten, 9. Juni 2019

Darstellung des Heiligen Geistes symbolisch als Taube. (Bild: Petersdom in Rom)
Darstellung des Heiligen Geistes symbolisch als Taube. (Bild: Petersdom in Rom)

 

 

Pfingschtä? Was isch ächt daas?

 

Wänn-d öpper fraagisch uff dr Schtraass,

di eerschtä beschtä Lüüt:

„Was isch für diich ächt Pfingschtä, waas?“,

wäiss halt schiär niämer nüüt.l

 

Mä hätt äm Määndig ä nuch frii,

und d Töff gönd üb‘rä Chlausä,

sig’s schüü, dä föch de Charnerii,

aa üb’raal ummäsausä.

 

De wänigä, wo z Chilchä gönd

und d Schwöschtärä i Hüübli,

de säged-äim, will si‘s vrschtönd,

‘s göng um-mä wiisses Tüübli!     

 

 -y.

 

 

Woortschpilerii

 

Ä dr Pfingschtä…

 

gaht’s äm ringschtä.

 

Dä bringsch-dä

äm  Pringschtä

odr-äm Gringschtä

abr nüd äm Linggschtä

und winggsch-dä

und singsch-dä

und  wänd-d‘ nüd blinggsch-dä

dä hinggsch-dä

und schtinggsch-dä

und dernaa

tringgsch-dä.

 

-y.

 

Jeweils auf Pfingsten gehen die Pfingstrosen auf. (Bild: https://bibliothek-maur.ch/auffahrt-und-pfingsten/)
Jeweils auf Pfingsten gehen die Pfingstrosen auf. (Bild: https://bibliothek-maur.ch/auffahrt-und-pfingsten/)

Freitag, 31. Mai 2019

 

Äs schtäärbed allpott Lüüt äwääg

 

Käs Wunder, as’s äim währli früürt,

und wänn’s äim z tänggä gitt,

wänn bschtändig d Wält ä Mändsch vrlüürt,

wo’s nachhäär nümmä gitt.

 

Mä hätt dä mit-em Schtäärbä Müäh,

vor allem wäm-me-s’ gkännt;

mä hätt doch ds Gfühl, äs sig viil z früäh,

mä hätt si a-sich gwändt.

 

‘soo träht-si halt ds Härgottä Raad,

‘s chunnt allpott öpper draa;

‘soo isch äm Schnitter Tood sii Maad.

Uff z maal isch ds Schtündli daa.

 

-y.

   



Montag, 20. Mai 2019

 

Dr Röbi Chüng vu Näfels

 

Är isch ä Spitz- und Luusbuäb gsii,

ä Schlingel nuch derzuä.

Und mängä Schträich fallt ä demm ii,

isch uunütz nuch drzuä!.

 

Dr Vatter isch-em früäh schu gschtoorbä,

mä hätt-nä-n-ummä gschobä.

Gliich hätt’r-si dä gwehrt vrdoorbä

und p Muäter hätt erzogä.

 

Hätt figalant Ggarieerä gmacht,

gschtudärt nuch i dä-n-USA;

wiirt Bängger und Brigadiee

isch hütt ä gmachtä Maa!

 

-y

 

Brigadier Robert Küng feiert heute seinen 82. Geburtstag. Er hat neben seiner brillanten beruflichen und militärischen Karriere als Präsident der General-Bach-mann-Gesellschaft Näfels das Bewusstsein für den Wiederentdecker der Schweizer Fahne und den ersten eidgenössischen General Niklaus Franz von Bachmann wiederbelebt, Publikationen herausgegeben und je eine Bachmann- Büste im Bundeshaus und in der Generalsstabsausbildungsstätte in Luzern platziert. Meine herzlichsten Wünsche und Grüsse mögen den Jubilaren zufliegen!


 

Zünd daa und dett äs Liächli aa...

 

 

Zünd da und dett äs Liächli aa,

und bis ä friinä Mäntsch;

mer chännted’s würggli ringer haa,

du - und au diä, wo-d’ känntsch.

 

Säg „Grüäzi!“, wänn-d’ ä-n-äim vrkuntsch,

und lach, wänn-d’ lachä chaasch!

Gib d Hand, und wänn’s nüd schtöört, ä Mundsch,

bivor dä wider gaasch.

 

Und zäig dä Lüüt, as-s’ gäärä häsch,

und ass-si öpper sind.

Und pfiiff uf ds Greed und ds Gschnurr und ds Gwäsch!

Mach Sunnäschii schtatt Wind!

                                                

  -y.

    

 


Dienstag, 14. Mai 2019

 

 

Und plötzli chunnt äs Telifoon

 

Nach Jahrä chunnt da äifach äinä

und lüütet äifach aa;

är mäint zu miir – vrbrännti Zäinä! –

er müäs nuch Värsli haa!

 

Är macht dä nuch ä fürchtigs Wäsä,

und säit dä gad «Juhee!»,

sitt Jahrä tüäg’r p Värsli läsä,

er we-p-mi ämaal gseh.

 

Etz chäm-mer würggli nämä zämä

und zwaar vor Mitti Mäi,

mer känned hütt eerscht üüser Nämä

und schnured dä-n-ächläi.

-y.

 

 


Klassenzusammenkunft der Neununddreissiger

von Näfels

 

2002 auf Obport on Linthal

Sie waren damals noch 63 Jahre alt. Heute, 17 Jahre später, werden die "Überlebenden" 80  Jahre alt. Sie feierten mit einer kleinen Schiffsreise von Weesen nach Quinten am 9. Mai 2019. Das Bild wurde bei der Klassenzusammenkunft 2002 auf Obport in Linthal aufgenommen.

Von links nach rechts: Toni Gasser (+2014), Josef Landolt (+2003), Hermann Tschudi (+2002), Rösli Vuille-Gallati, Beatrice Hähni-Müller (+2019), Silvia Gerber-Schärer, Toni Gallati, Hedi Bauer-Landolt (+2005), Vera Salvadé-Eberle, Lini Hauser-Leiser, Louis Mazzocut (Louis Menar) (+2014), Charlotte Michel, Theres Hess (+2015), Rosemarie Hegner-Murer, Fritz Schwitter, Fredy Schuler, Maria Gallati-Tschudi (+2014), Erwin Reding (+2018), Pius Böni, Bernadette Hausmann-Landolt, Bernadette Muralt-Müller, Max Landolt (+2016), Bertram Hauser (+2017), Josef Jud, Huberta Fleischli-Hauser, Silvia Mächler-Fischli, Kurt Reumer, Fritz Fischli, Walter Heusi (+2018), Silvia Leuenberger-Roos, Romy Wildisen-Elber.

 

Bereits früher verstorben waren:

Hedäli Fischli (+1947), Urban Schwitter (+1958), Virginia Berger-Landolt (+1964), Schwitter-Portmann, Josef Wilhelm (+1967), Kurt Müller-Fischli (+1981), Rita Frei-Gallati (+1987), Hans Landolt-Rüegg (+1999), Othmar Landolt-Langer-Häuptle (+2001), Berthy Reding-Fischli (+2001)

 

Montag, 13. Mai 2019

 

Klassäzämäkumft

 

Mä trifft-si gwöhndli jedes Jahr

schüü aagläit und frisiärt,

di äinä schu mit wiissä Haar

und ander eerscht meliärt.

 

Tigg äinä hätt gad eeländ trüät,

ä-n-anderä hätt pbooset.

Äis Mäitli würggt ä-chlä vrblüät,

ä-n-Aschtmachranggä chrooset.

 

Mä hätt ä Huuffä dä z vrzellä,

vu hütt und au vu duä;

ä Bräulichogä hätt ä Gellä,

und ander losed zuä.

 

                                                               -y.

 

 Dieser Vers ist datiert auf Donnerstag, 12. Mai 2016 


 

Samstag, 11. Mai 2019

 

Derzeit macht das Wetter Kapriolen. Schneegestöber an der Landsge-meinde, Traumtage danach... und dazwischen immer wieder mal eine gewaltige Föhnmauer über dem Kärpf, Hausstock und Tödi. Aus der "Mottenkiste" geholt, sind die folgenden Verse, aus dem "Fridolin" ("Frisch vum Fridli") und auch aus der "Sulzbodäziitig Dr ghülpett Bott*.

 

 

 

Der chäibä Füh

 

Dr eltischt Glaarner isch der Füh;

Er butzt dr Himel klaar,

und alls schiint naach und eeländ schüü,

mä mäint, ‘s sig schiär nüd wahr.

 

Doch wänn dr Füh dä wagger truggt,

händ viil ä tummä Grind;

viil schpinned dä und sind vruggt,

diä wo dä füülig sind.

 

Und wänn dr Füh dä zämäkiit,

dä cheert’s dä gaad, bimäid!

‘s chaa sii, ass’s dä nuch abäschniit,

uff jedä Faal wiirt’s läid.                     

                                                      –y..

 

 

 

Dr Füü

 

Isch glärig und isch ds Wätter schüü,

äm Kärpf ä Wolggäwand,

dä gaaht dä wagger waarmä Füü,

ä Prachtstaag isch im Land.

 

Äs luftet, windet, chunnt und gaaht,

tätscht Balchä-n-uuf und zuä;

äs oorgälet vu früä bis schpaat

und gitt  kä Rascht und Ruäh.

 

Und wänn dr Füü dä wider cheert,

tuät’s zuä, dr Füü kiit zämä,

und wänn’sä-si nüd mäinäid weehrt,

schwiint ds Chopfweeh hantli nämä.

                                                           -y.

 

 

  

 

Dr eltischt Glaarner…

 

Mä säit:                Dr eltischt Glaarner sig der Füü.

                             Das mag ja sii

                             und isch schu rächt und schüü.

 

 

Mä gseht:             Nuch ächläi elter isch dr Niid.

                             Dr Füü vrgaht,

                             Vrguuscht tuäg we nüd gschiid.

 

Mä gmerggt:         As ds Zändweh nuch viil elter isch,

                             wänn dä dr rächt

                             di liäbä Naachpuur isch.

 

Mä gkört:              Wänn äinä-n-öppis hätt, nüpfiil,

                             so sig dä daas

                             für disä halt schuu z viil.

 

 

Mä tänggt:            Äs täät’s doch äigelti äm Füü.

                             Nää – uhni deer

                             wäär ds Läbä halb so schüü.

 

 

 

Aus: Fridli Osterhazy: Dr ghülpet Bott, Sulzbodäziitig 1982, S. 28

 

 

 

Empfohlen: (Fast) Alles über den Föhn, in:

 

 https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6hn

 

Siehe auch:

Hans Jenny-Marti, Mobiliarversicherung des Kantons Glarus: Die Föhngesetzgebung im Kanton Glarus, erschienen in "Mitteilungen der Vereinigung kantonal-schweizerischer Feuerversicherungsanstalten", Nr. 4, 1951, S. 147-157. Transkription August 2010 durch Hans Richner, Arbeitsgemeinschaft Föhnforschung Rheintal/Bodensee, in:

 

http://www.agf.ch/doc/FoehnGesetzGL_1951.pdf

 

DER SCHWEIZERFÖHN VON EMIL WALTER (Zürich). Mit 39 Abbildungen im Text. Neujahrsblatt der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich auf das Jahr 1938. 140. Stück.  

in:

 

http://www.ngzh.ch/media/njb/Neujahrsblatt_NGZH_1938.pdf


Dienstag, 7. Mai 2019

 

God save the Queen

HRH Prince Henry Charles Albert David, Duke of Sussex, Earl of Dumbarton and Baron Kilkeel, KCVO (*15. September 1984 in London; genannt Prince Harry, deutsch Prinz Harry, Herzog von Sussex), ist der zweite Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana.

 

Er steht nach seinem Vater und seinem älteren Bruder Prinz William sowie dessen Kindern Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis an sechster Stelle der britischen Thronfolge. Er ist ein Enkel von Königin Elisabeth II. und deren Gemahl Prinz Philip und entstammt damit auch aus dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg.

 

aus: Wikipedia,  abgerufen 7. Mai 2019

 

Ä-n-änglischi Gebuurt

 

z Ängland chunnt äs Chind uf d Wält,

äis vum Königshuus,

und mä gääb’s dä-n-um käs Gält

wider ussem Huus.

 

Vatter isch ä Prinzäsuh

pFrau uss USA;

bürgerlich, das göng dä schuu,

s’ müänd’s ja sälber haa.

 

Machä tüänd’s äs huärä Gschiss!

Hee, mä chännt ä mäinä!

D Namägäbig isch ä Kwiss.

Glaubsch de gfinded äinä!?

 

-y.

 

 

 


Landsgemeindemontag 2019

 

Äs schniiälet und biiälet, äs gaht ä chüälä Wind....

Quelle: www.glarus24.ch  Foto: Jürg Huber
Quelle: www.glarus24.ch Foto: Jürg Huber

 

Ä-n-eeländ läidi Landsgmäind 2019

 

Flöd’rig und bis inä nass,

und äis Ghuäscht und Gkirem,

hütt giäng sust kä Hund uf gGass

gseh tuäsch nu nuuch Schirem.

 

Floggnä tuät’s hüür raass im «Ring»

Rägämäntel, Hüät,

Plaschtigg-Segg und Augäring;

truggä tuät’s uff ds Gmüät.

 

Giftig pfiifft ä nuch ä Wind

uf dr Landsgmäibüni;

bis dTraggtandä durä sind,

schtellt nuch mängä ds Chüni!

 

-y.

  

Bild: Roland Werder
Bild: Roland Werder

Freitag, 3. Mai 2019

Quelle: Twitterbild-Ausschnitt von Anna Storz

 

Ä läidi Landsgmäind schtaht bivor

 

 

‘s gitt Wätterschnmögger und Profeetä,

de säged schiint’s voruus,

und wer dä-n-übrmoorä luäget, gseht-dä

de Landsgmäind wiirt ä Gruus.

 

Nänd Schirem mit und Rägähüät,

und Mäntel nuch drzuä,

und g Chelti schlaat-ech dä uf ds Gmüät

und trääged waarmi Schuäh.

 

Nu, cheert dä ds Wätter und dr Wind,

und chunnt ämänt dr Füü

und wänn’r ächlä breever sind,

wiirt’s dä bis zletscht nuch schüü.

 

-y.

   


Freitag, 25. April 2019

 

Josef Schwitter - Lektor des Fahrtsbriefes

 

Zwanzig Jahre auf der Fahrtskanzel 

 

Nach zwanzigjährigem Einsatz als Lektor des ehrwürdigen Fahrtsbriefes

tritt Josef Schwitter, ehem. Ratssekretär, zurück. Er hat dem Fahrtsbrief "Gesicht und Stimme" gegeben und in unverwechselbarer Weise die teil-weise schwerverständliche Sprache dem Publikum näher gebracht. Seit 1389 gedenken die Glarnerinnen und Glarner der Gefallenen des Landes Glarus und der zur Unterstützung herbeigeeilten Urner und Schwyzer. Sie werden - ein weltweites Phänomen - noch heute mit Herkunft und Name genannt. Der Fahrtsbrief wird beim sechsten Gedenkstein, auf der eigens dafür aufgestellten Fahrtskanzel verkündet; im Anschluss daran wird die Fahrtspredigt gehalten, jedes Jahr abwechselnd von einem katholischen oder evangelisch-reformierten Geistlichen.

 

Josef Schwitter gehört Dank und Anerkennung. Er sei hier auch auf mei-ner privaten Homepage mit einem Mundartvers verewigt.

 

Josef Schwitter auf der Fahrtskanzel. (Foto: glarus24.ch)

 

Sepp Schwitter – zwänzg Jahr Fahrtsbriäfläser

 

Är gitt äm Briäf äs Gsicht und d Schtimm,

mit Chruslä und mi Baart,

daas graatet ja schiär nu ä-n-imm,

sitt zwänzg Jahr ä dr «Fahrt».

 

Är füärt üüs zrugg i eni Ziit,

wo Glaris chaa entschtuh,

zum eebig böösä Kampf und Schtriit.

vum Töödä-n-und Erschluu.

 

 Är list de Glaarner Gfallnä-n-abä

mit Häärkumft und mit Namä

und rüäft ja dä dernaa drufabä:

Si söled ruäbä. Amä!

 

 

-y.


 

Mittwoch, 24. April 2019

 

Und plötzli chunnt äs Telifoon...

 

 

Nach Jahrä chunnt da nämä-n-äinä

und lüütet äifach aa;

är mäint zu miir – vrbrännti Zäinä! –

er müäs nuch Värsli haa!

 

 

Är macht dä nuch ä fürchtigs Wäsä,

und säit dä gad «Juhee!»,

sitt Jahrä tüäg’r p Värsli läsä,

er we-p.-mi ämaal gseh.

 

 

Etz chäm-mer würggli nämä zämä

und zwaar vor Mitti Mäi,

mer känned hütt eerscht üüser Nämä

und schnured dä-n-ächläi.

 

-y.

 

 

Heute kam ein Telefonanruf eines "Fridolin"-Lesers, der sich meiner Verse in der Rubrik "Frisch vum Fridli", die wöchentlich als Kolumne erschienen, erinnerte und gerne erfahren hätte, ob es weitere Verse gebe, er habe sie immer gelesen und zum Teil gesammelt. Ich musste ihm mitteilen, dass ich diese Rubrik seit dem 9. April 2014 nicht mehr weiter führe und mich entschlossen habe, mich zurückzuziehen. Umso überraschter war ich über den unerwarteten Anruf nach so vielen Jahren.  Wir haben nun vereinbart, uns einmal zu treffen. Dieses Treffen ist auf den Dienstag, 14. Mai 2019 mittags beschlossen. Ich freue mich. 


 

 

 

 

?????????

 

 

 

Ostermontag, 22. April 2019

 

 

Bischofswahl -  ä Zangägeburt oder ä Verschüttig?

 

Mä wäiss-es ja schu lang sithäär,

ä Bischoff söttet’s wehlä,

nu tänds-ä-si halt eeländ schwäär

schiär gaar we Tiärlikweelä.

 

‘s hett etli Kandidaatä-n-ummä,

und käinä-n-isch-nä rächt,

und diä, wo waarted sind di tummä,

ä denä wiirt’s bald schlächt.

 

Etz sött’s dä-n-öppä vorwärts guh

und hoffetli gag-glii,

sust lauft-ech ds Chilchävolch dervuu

glii int’rässiäts käs Schwii.

 

 

-y.

 

 

 

In Britannien herrscht Brexit, in Chur Cruxit!

Episkopummis Bischofssedes

dient wie man sieht für wirklich bedes.

Was immer einer fröhlich treibt,

er geht, jedoch der Stuhl der bleibt.

 

Denn Bischofssessel bleiben kleben

in Chur sogar ein ganzes Leben.

Es scheint das ganze Wahlverfahren

sei für die Bischofswahl verfahren.

 

Des Bischofs würd’ger Hinterteil

ist festgebunden mit ‘nem Seil,

Und so bleibt es dann lang und breit

bis hin in alle Ewigkeit!

 

Amen.

 

 

Gruss im Schuss

F.

 

 


Mittwoch, 17. April 2019

 

(Nach meinem Geburtstag hatte ich rund 80 Dankesschreiben und etwa 50 Dankes-Emails zu versenden; ausländische Geburtstagsgrüsse müssen noch etwas warten. Den "Einheimischen" oder "Glaarnerdeutschversteher" habe ich folgenden Vers beigelegt:

 

 

Tanggä für g Gebuurtstaagswündsch

 

Ihr liäbä Fründ und Gratulantä,

Koleegä, Bäsänä und Tantä!

Gaar nüüt isch schiär uff derä-n-Äärdä

so schüü we plötzli achtzgi wäärdä!

 

Nuch meh as Jahr sind Glüggwünsch chuu,

äs chännt-äim daa fascht d Schtimm verschluu.

Ich chumä ganz perplex i ds Wanggä,

mag schiär nüd naachä mit dem Tanggä!

 

Sött öppis etz dergliichä tuä,

drum lose-mer doch bitte zuä:

Bi sövel Wündsch daa gaht’s äim guät!

‘s gaht äim i Chopf, ids Härz, i ds Bluät!

 

Ich wündsch-ech gad, öb Maa, öb Frau,

des Gliichlig gad vu Häärzä-n-au!

Dr Härgott söl-ech’s dä vergältä,

öb hiä, öb eerscht i diser Wält-dä!

 

Und bliibed gsunt und gfräss und zwääg,

chänd wiiterhii nüd abem Wääg.

Und schüüched d Müüler nüüd und ds Gschpött,

tüänd nu äsoo, we-n-iich daas sött!

 

Viil Glügg und nuch ä Gruäz a-pBäsi!

Sehr häärzli! Fridli Oschterhäsi.

 

 


Donnerstag, 4. April 2019 Näfelser Fahrt

 

Dr Komposchtgedänggschtäi

 

Zum dritte Maal gad hind’ränand

isch gad bim viärtä Schtäi,

as Prowokaziuu für ds Land

ä Schand und Sauerei.

 

Mit Drägg und Escht und allerläi

fascht we-nä Hüübriplatz

vrbiignet isch deer würdig Schtäi

ä dr Regärig z tratz.

 

Ä ganzes Volch, ä schüünä Bruuch,

wiirt wägä demm halt gschtöört,

das macht äim truurig und au gschmuuch,

 

isch daas nüd unerhöört?

 

-y.

 

Ein Mitbürger, der  mit den Behörden wegen einer Abbruchverfügung einer offenbar illegal erstellten Garage im Clinch ist, will mit einem Rechtbot verhin-dern, dass die Näfelser Fahrtsprozession über seine Liegenschaft zieht. Den dortigen Gedenkstein, eine Station der Prozession, wo die Geistlichen ihre Ge-bete verrichten, hat dieser Mitbürger mit Ästen, Gras und Erde oder so zuge-deckt. Um den ungestörten Fahrtsablauf zu verhindern, war die Räumung schon 2017 vom Gemeinderat Glarus Nord beschlossen worden. Die Ausführung schei-terte, da die Kantonspolizei intervenierte, man wolle verhindern, dass etwas Schlimmes passiere, weshalb der Regierungsrat Zurückhaltung übte. Unter dem Druck der Empörung griffen aber Gemeinde- und Regierungsrat unter Polizei-schutz durch und räumten den Gedenkstein frei. Doch wenige Tage nach der Fahrt 2018 vergrub besagter Mitbürger den Stein erneut mit Astwerk. Wieder schritten die Behörden ein. Man fragt sich nun, ob und wie lange dieses Katzundmausspiel noch weitergehen soll.

 

Ich insistierte vor zwei Jahren schon als Privatperson beim Gemeinderat Glarus Nord. In einem Gespräch mit dem damaligen Gemeindepräsidenten erschien auch eine Juristin, die ein dickes Dossier mit Verfügungen, Verfahren, jurstischen Befunden, mitbrachte. Offenbar dauern gerichtliche Verfahren sehr lange..., zu lange wie man meinen könnte.

 

An der diesjährigen Fahrt haben sich fünf "Krieger von damals" beim besagten Stein aufgestellt, um diesen zu bewachen... 

Eine Gruppe verkleideter Krieger mit Püffel, Schlapphut, Helm, Hellebarden und Sensen machte den Weg von Glarus nach Näfels und den ganzen Fahrtsweg mit. Im der Risi be-wachten sie den ominösen Kompostgedenkstein, der während des Jahres von einem Ast-haufen verhüllt war. Die kriegerische Delegation war auch Gast beim "Fridlibund".

(Foto: M. Hauser, Zug)


 Sonntag, 31. März 2019

 

 

Früäligsmorgä

 

D Schneeglöggli sind etz glii verbii,

p Forsiiziä-Schtrüüch de blüänd.,

und Tulpä chänd-etz ä gag-glii,

und p Priimäli, will’s müänd.

 

Au d Obschtbaum-Blettli triibed

und p Vögel sind schu zugg,

d Schneeblanggä abr bliibed,

und d Sunnä schiint äm Schtugg.

 

Und p Meerzätääg de waarmed,

und gliich gaht nuch ä Biis,

alls wachst, as’s Gott vrbaarmet,

das gkör’-p-mä luut und liis.

 

-y.

 

 


Kreuz- und Fahnenträger an der "Näfelser Fahrt" 1955. (Foto: Privatarchiv)


Samstag, 30. März 2019

 

 

Chänder au ä-p-Fahrt?

 

Wesoo gönd diä, wo gönd, ä p Faahrt?

Wesoo gönd ander nümmä?

Di äinä pfläged Bruuch und Aart,

sind fromm und singed Hümmä,

 

Und ander schüttled nämä g Chöpf

Das sig doch alls vrbii,

das siged alls nun alti Zöpf

Brimboorium und Schii.

 

Werum bruucht’s  äigetli Kantüü?

Werum ä Fridlifanä?

Werum isch ds Glaarnerland ’so schüü?

Wo wetted-’r dä hanä?

                                                     

  -y.

 

 

 


Samstag, 16. März 2019

 

Sant Fridli vu Säckingä

 

 

Äm Sunntig nach-em sächstä Meerzä

schu mängs Jahrhundert Jahr,

dä bränned d Säckingä dä g Cheerzä

im Münschter bim Altaar.

 

Ä Puschlä Pfärerig und Gwänder,

ä Bischoff voornä draa,

ä vollni Chilchä bis zum Gländer

wänd dett äs Hööchamt haa.

 

Aaschlüüsend isch dä pProzässiuu

mit Musig, Chrüüz und Fanä;

im Kuursaal wir-p-mä nuch empfuu,

dett gaa’p-mä-ä-nuch hanä.

 

 

-y.

 

Bild: Sankt Fridolin als Statue im Fridolinsmünster Bad Säckingen. Der Text auf seiner Schrifttafel lautet: "Lebet nach dem Evangelie Jesu Christi das Ich dahier Zuerst verkündet! Dies euer Heil!" (Foto: Eigenaufnahme)

 


Fridlistag, 6. März 2019

 

Dr Fridlistaag läbt immer nuuch…

 

D Entschädig liit schu viärz Jahr zurgg,

dr Fridlistaag sig gschtrichä,

das isch bimäid ä waggers Schtugg

und ds Protokoll vrblichä.

 

Nu, Fridli häisst nuch mängä Puurscht,

‘so we dr Lands-Patruu;

 ‘s gitt Fridli-Weggä, -Tuurtä, -Wuurscht,

daas wäiss ja jedä schuu.

 

Dr Wäibel hisst im Raathuus p Fanä,

und deer vum Grichtshuus au!

Viil Fridlisfüür chänd immer hanä…,

tigg i dr Tagesschau!     

 

 -y.

 

Dieser Vers ist vor mehreren Jahren entstanden, hat aber nach wie vor Gültigkeit.

Nicht mehr eruieren kann ich, ob er vor Jahren im "Fridolin" unter der Rubrik "Frisch vum Fridli" publiziert worden ist.

 

Bild: "Fridliknopf" Abbildung von der Fridolinsfahne

der Schlacht bei Näfels 9. April 1388


Freitag, 22. Februar 2019

Ab gestern tagt die Missbrauchskonferenz im Vatikan.

 

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-die-vertuscher-sind.886.de.html?dram:article_id=428117

 

Missbruuchs-Komferänz im Vatikaan

 

Äntli gönd-si etz äd Sach,

d Wält isch konschterniärt,.

was i mängem Priäschtergmach

alles isch passiärt.

 

Mängs Jahr hä’-p-mä-n-alls vrtuschet

und des Mäischt vrschwigä,

und bim Undersuächä pfuschet,

sich zu Lüüg vrschtigä.

 

Etz chunnt’s uus, ir fäinä Herä.

‘s isch ä baari Schand.

Pfärerig bruucht’s käi ä derä,

daa im Priäschterschtand!

 

 

-y.

https://www.tagesschau.de/ausland/missbrauchskonferenz-103.html


Dienstag, 19. Februar 2019

 

Weer wiirt ächt nüüä Bischof?

 

Suächä tüänd-s’ ä nüüä Hiirt,

schiint’s für ds Bischtum Chuur,

gschpannt isch alles, wer’s dä wiirt,

und uff sii Figuur.

 

Uff ds Tabeet chänd nämä drii

für de Pseudowahl;

Grooss und tigg? Und tünn und chlii?

Weer chunnt i Finaal?

 

Room törff nüd dergägä sii,

und sust isch dä nüüt;

Room müäs nuch dr Sägä gii,

niämer fraaget d Lüüt…

 

-y.

 

In diesem Frühjahr läuft die verlängerte Dienstzeit des derzeitigen Bischofs Dr. Vitus Huonder, Bistum Chur, aus. Ein Nachfolger muss entweder sofort gewählt werden oder die Zeitdauer ohne Bischof mit einem Administrator überbrückt werden. Wahlbehörde ist das Domkapitel, bestehend aus 24 Domherren, die der Bischof bestimmen darf. Vorgegeben wird eine Dreierauswahl. Lehnt das Domkapitel diese ab, ernennt der Papst einen Nachfolger nach eigenem Gutdünken. Wählte das Domkapitel aus den Dreien einen aus, muss noch die Zustimmung des Papstes abgewartet werden. Erst dann erfolgt die Bischofsweihe und der Dienstantritt. Das Kirchenvolk hat keine Mitsprache und keine Wahlmöglichkeit. 

 

Die Insignien eines Bischofs

 

 

 

Was sind die Insignien... und was sollen sie sichtbar machen?

 

Insignien sind Amtsabzeichen. Sie sollen die Vollmacht des Amtsinhabers sichtbar machen.

 

Im weltlichen Bereich sind das zum Beispiel eine Königskrone, die Amtskette eines Bürgermeisters oder ein Marschallstab.

 

In der Kirche sind das neben dem Ordensgewand („Habit“) von Ordensleuten vor allem die Amtszeichen des Bischofs („Pontifikalien“) oder eines Abtes.

 

Dazu gehört der Krummstab („Pastorale“), der dem Stab eines Schäfers nachempfunden ist und den Hirtendienst des Bischofs symbolisiert. Bei der Bischofsweihe heisst es dazu: „Trage Sorge für die ganze Herde Christi.“

 

Eine weitere Insignie ist der Ring, der die Bindung des Bischofs an die Kirche (konkret: die Diözese) zeigt: „Trag diesen Ring als Zeichen deiner Treue. Denn in unverbrüchlicher Treue sollst du die Braut Christi, die heilige Kirche, vor jedem Schaden bewahren.“

 

Auch die Bischofsmütze („Mitra“) ist eine Insignie. Möglicherweise war sie schon Amtskleidung römischer Beamter und wurde von dort übernommen.

 

Das Brustkreuz („Pektorale“) des Bischofs zeigt seine Nachfolge Christi im Zeichen des Kreuzes.

 

Kaum noch Verwendung haben die als Amtszeichen früher gebräuchlichen besonders feinen (Pontifikal-) Schuhe, Strümpfe und Handschuhe.    

 

Quelle:

https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/-magazin/-kleineskirchenlexikon/-article/43467.html


Freitag, 1. Februar 2019

 

 

Der Macron änzet übr d Schwiiz

 

Ds Wasser schtaht-em bis zum Hals,

will d Schwiiz gad nu vernüütä,

dr Macron well schinnt’s alläfalls,

d Demokratii vrbüütä.

 

 SI gänd nüd naa, di gälbä Jaggä,

und schträigged ja schu lang,

wänd irä Bresidänt gu paggä

für d Misschtänd in dem Land.

 

Im Franggäland, daas sig das Schlimmä,

chämm ds Volch halt äifach z chuurz!

Si weled halt we d Schwiizer stimmä.

Nach Macron isch’s ä Fuurz!

 

-y.

 

 

Die anhaltenden Proteste und Streiks der "gelben Jacken" setzen Macron und seiner Regierung zu. Revolutionäre Zustände herrschen... und nehmen kein Ende.

Die Streikenden fordern mehr Mitsprache bei Regierungsentscheidungen und vergleichen die Mitsprache des Schweizervolkes bei Referenden und Abstimmungen. Macron hat diese Forderung zurückgewiesen. "Die Franzosen sind ein gewalttätiges Volk." Das System der Schweiz sei nichts für Frankreich.

 

Offensichtlich hat zwar die Französische Revolution die Königshäuser entfernt,

aber der zentralistische Geist ist offenbar geblieben. "L'état c'est moi` steht zwar als Zitat des Franzosenkönigs Louis XIV. noch in den Geschichtsbüchern, aber offenbar auch noch in den Köpfen der derzeitigen Regierung.

                                


Quelle: SRF
Quelle: SRF

In über 20 Städten zogen Schüler demonstrierend durch die Strassen, um auf Klimaschutz-massnahmen hinzuweisen. Kritische Stimmen kritisierten, dass deshalb Schule geschwänzt werde. Auf einem Spruchband stand: "Warum Lernen ohne Zukunft?"

 

Goofäschträigg schtatt Schuäl

 

Dr Kliimawandel wiirt vrschläiggt

bi Politigger und Schtaatä;

und derfüür wiirt etz halt gschträiggt,

i dr Schulziit, und daas gaht-dä.

 

Chind wänd g Chärä ummäschränzä,

demonschtriäred uff dr Schtraass,

und si wänd dä d Schuäl halt schwänzä,

un’ mä fraaget: «Gaht dä daas?»

 

Schuälfach isch doch Schträiggä käis,

aber, bitte, lieber Schwaan,

mached wiiter wagger Mäis,

usserhalb vum Schtundäplaan.

 

-y.

 

 

 


Freitag, 25. Januar 2019

 

Ds Glaris obä hätt's gchlepft!

 

Ds Glaris vor-em Chräiselrangg

hätt's de Tääg gad gchnellt; 

p Folgä siged, Gott sei Dangg,

Bläch kabutt, wo zellt.

 

's sig  ä Frau mit irem Charä

näbet usä chuu,

und ä-n-äim a Charä gfarä,

söttigs chlepft dä schuu.

 

p Polizii hätt sofort gschpeert;

's gitt ä längä Schtau;

mängä hätt siis Auto gcheert,

d Auto sind zur Sau!

 

-y.

 

Mit steigenden Verkehrsfrequenzen auf den Hauptstrassen talein- und talaus-wärts steigt auch die Zahl von Kollisionen im Strassenverkehr. Das immer häu-figere nicht zu überhörende Heulen der Polizeisirenen kündet jeweils an, wenn die Kantonspolizei zu den Unglücksstellen rast, um helfend einzugreifen. Die Ver-kehrslage im Kanton Glarus ist aber so, dass es kaum Ausweichmöglichkeiten auf Nebenstrassen gibt, wenn Pannen passieren. Die Folgen sind meist auf bei-den Fahrrichtungen Stau, dies sich über mehrere Dörfer erstrecken können. Der relativ harmlose Fall einer Kollision dieser Tage nördlich des Kreisel auf der Glarner Höhe ergab glücklicherweise "nur"  Blechschaden. Die beteiligten Auto-fahrer kamen mit Prellungen und mit dem Schrecken davon. Dennoch entstand, für's Auge grässlich anzusehen, Materialschaden. Oft sind die Schäden der Lenk-geometrie so hoch, dass man von Totalschaden, also erheblichen finanziellen Verlusten, spricht.

Die Vorbeugung und Vermeidung von Unfällen sind anzustreben durch bewusst aufmerksames Lenken der Autos, gute Ausbildung zur Fahrtüchtigkeit, Einhalten genügender Abstände und Einschränkung der Geschwindigkeiten. Ein Parole der Fahrlehrer: Immer auch in die Fahrweise der anderen Fahrzeuglenker denken und vorausdenken, was passieren könnte, könnte helfend und vorbeugend wir-ken.  

Die starke Zunahme an neuen Verkehrsteilnehmern führt zu einer immer höheren

Verkehrsdichte, die Infrastrukturanpassung hinkt meist hinterher oder ist biswei-len oft nicht möglich. Die bereits jetzt mühsamen Stauerscheinungen bei den Hauptverkehrszeiten (Rush-Hour) werden sich künftig noch verschlimmern. Die angestrebten Lösungen für Umfahrungen kommen politisch so langsam voran, dass sie bei einer Fertigstellung bereits wieder überholt und nicht mehr aus-reichend sind. Der Fortschritt eilt dringenden Massnahmen oft voraus.

 

Wie schwierig Verkehrsmassnahmen sind, zeigen die vielen Diskussionen, die in reichem Masse auf behördliche Entscheide reagieren und zum Dauerthema ge-worden sind.

Bilder: Google "Unfälle"


Mittwuchä, 2 . Jäner 2019

 

Wiänacht grüä und Altjahraabed nass

 

Hüür hätt's nämä nüd rächt wellä:_

Wiänacht grüä und nass;

Altjahraabed bis zum Hellä

füllt's dä ds Wasserfass!

 

Wiänachtsmorgä - Sunnäschii!

D Schtraassä-n-abr trochä.

Chunnt ämänt dr Früälig glii?

D Schneepflüäg chaasch vrlochä!

 

Abr dä bim Zwölfischlag

chnortzgäred d Rageetä!

Freud für d Lüüt, für d Hünd ä Blaag!

we me's ja ä gseht-dä!

-y.

 

(Da am ersten August wegen Brandgefahr sämtliche Erstaugustfeuer und sämtliche Feuerwerke verboten wurden, ging nun in der Silvesternacht im Nachholverfahren ungezähltes Feuerwerk in die Luft.)

 

Bilder.

Oben: 

https://www.nachrichten.at/nachrichten/chronik/Weisse-Weihnachten-relativ-selten-Heuer-auch-gruen;art58,2061318

Unten:

https://pxhere.com/de/photo/1172386


Friitig, 4. Jäner 2019

 

Zeerscht d Russä, drna d Amerikaaner und etz g Chineesä...

Quelle: www.welt.de/wissenschaft/article122443637/In-Chinas-Mondfaehre-fliegt-die-Atomenergie-mit.html

 

 

g Chinesä siged hind’rem Muu

 

Im Nüünäfüfzgi landed d Russä

und bloss drüü Jahr drnaa

ä Sondä uffem Muu verussä

dä-n-ä nuch d Uu Ess Aa.

 

Im nüünäsächzgi chunnt dr Niil,

dr Armschtrong, und schtiigt uus;

und gumpet ja dä gad ä Wiil,

im Sand und gseht käs Huus.

 

g Chineesä sind etz ä nuch dett,

as dritti Naziuu,

wo Wältruumschtürmer wäärdä wett,

und zwar gad hind’rem Muu.

-y.

 

 

Quelle: www.google.com/search?q=Chinesen+auf+dem+Mond&tbm=isch&tbs=rimg:CYnAYjwSA5MFIjjhwwb_1OZCo6S5s-1OIWclNrs6ytkDvVTWPvd7qPD4w7zXkodyRjHIvEThNAJ9E9s50YGohWaHIgyoSCeHDBv85kKjpEbUfjdk1wOLYKhIJLmz7U4hZyU0R8YyGi119mp8qEgmuzrK2QO9VNRHGQ776BCiJuyoSCY-93uo8PjDvEUS-3AQXDGd9KhIJNeSh3JGMci8RFtFEEduMkQMqEgkROE0An0T2zhEfhjATgarC3ioSCXRgaiFZociDEUOSaP7JbvVE&tbo=u&sa=X&ved=2ahUKEwjPxbfe09TfAhUPZ1AKHfgtDVkQ9C96BAgBEBg&biw=1920&bih=969&dpr=1#imgdii=icBiPBIDkwVr-M:&imgrc=qZDWKFhp2QL_0M:

 

 

 

Meine Bemerkung: Klaarä Faal! Dr Muu isch ja schliässli gälb!