Dienstag, 17. Mai 2022

Das geflügelte Wort "Das Leben ist kein Ponyhof..." ist sogar als Buchtitel erschienen, wie das obige Cover zeigt.

  

Ds Läbä isch kä Pony-Hoof

 

Ds Läbä sig kä Ponyhoof.

gkör-p-mä-n-öppä sägä,

und das wäiss doch jedes Goof,

‘s schlöch dä Lüüt uff-p-Mägä.

 

Wänn's nüd lauft, we’s ebä sött,

oder wänn’s vreggt;

wänn’s nüd will, we mängä wett

oder äim verschreggt.

 

Alles chännt dä besser sii,

isch käs Zuggerschläggä,

muäsch-es nüd ’so äärnischt nih,

säg: „De chäm-mer läggä! »

 

-y.

 

 

 


Montag, 16. Mai 2022

 

 

D Lantraatswahlä sind wider durä

 

D Lantraatswahlä sind etz durä,

d Wahlbüro sind zuä

häissi Chöpf chänd etz vrsurä,

viär Jahr isch etz Ruäh.

 

Mängä gumpet etz ä-d Teggi

blääjed uuf p Figuur;

ander bliibed uff dr Schtreggi

und sind i dr Truur.

 

Jää, p Proporz isch chäibä tüggisch,

raari Lüüt hätt’s präicht;

wä-mä – wänn’s nüd Glügg isch -

ds Kwoorum nüd erräicht.

 

 

-y.

 

 

Alle vier Jahre finden im Kanton Glarus Erneuerungswahlen für die nächste Le-gislaturperiode von vier Jahren statt. Im Volksmund heisst es dann "äs isch wider Chäferjahr" in Anlehnung an die frühere Erfahrung, dass offenbar alle vier Jahre Maienkäferplage war. Während  die Regierungsräte und in den Gemeinden die Gemeinderäte nach relativem Mehr ermittelt werden, gilt für den Landrat das Pro-porzsystem, d.h. zuerst werden die Listenstimmen (der Parteien) gezählt, da-nach wird die proportionale Wahlzahl (das Quorum) ermittelt, die die Zahl der Sitze pro Partei oder Liste errechnen lässt. Erst jetzt werden die Kandidatinnen und Kandidaten in der Reihenfolge ihrer persönlichen Stimmen ermittelt. Wer das Quorum erreicht, ist gewählt. Im Falle eines Rücktritts während der vierjährigen Legislaturperiode kann der Kandidat oder die Kandidatin mit der nächsthöchsten Stimmenzahl "nachrücken".

Die Ämter des Landammanns, des Landesstatthalters sowie die Richterinnen und Richter werden von der Landsgemeinde mit Handmehr gekürt.


Sonntag, 8. Mai 2022

Sonntag, 8. Mai 2022

 

Wildwescht im Oberseetaal

 

We chum-p-mä-n-au uf diä Idee,

we nämä daa drii Mannä,

äs Schtüggli hin’drem Obersee

iizbrächä bin‘rä Tannä?!

 

Fäldschtächer gitt’s, wo alles gsänd,

nüd Gämsi nuu und Munggä;

au Schelmä, wo iibrächä wänd,

vor allem au Halunggä.

 

Wo d Schmiär dä-n-aafaat ebä schpeerä,

und luured uuvrdrossä,

und d Schelmä nüd chänd wäidli cheerä,

hätt d Schmiär dä-n-uff si gschossä!

 

 

-y.


Samstag, 16. April 2022

 

 

Ds Ooschterbäumli

 

Daas Chriäsibäumli häm-mer g Chind

zu miim Gebuurtstaag gschänggt;

etz schtaht’s bis Wätter und bi Wind

und blüät, wer hett daas tänggt.

 

Uf d Oooschterä gönd p Blüätä-n-uuf

trotz Chelti un’ nuch Schnee

mir chlopfet ds Härz, mir gaht dr Schnuuf

wän-iich daas Bluäjä gseh.

 

Dr Chräislauf ganz na dr Natuur,

wo albig chunt und gaht,

und eebig läbt i äiner Tuur,

solang as d Wält beschtaht.

 

-y.

 


Mittwoch, 6. April 2022

 

Wä-mä nümmä mitänand redä will

 Wänn zwee dänand nüd gschmöggä chänd,

und schtriited mitänand,

und plötzli nümmä redä wänd,

dä sind-si abänand.

 

Dä wiirt dä jedes Wörtli gwöhndli,

wo äinä dä nuch säit,

emozionell und nu persööndli

nu nuch uf d Goldwaag gläit.

 

Und ds Schwiigä tuät nuch meh as Redä

denand dä nu nuch weh,

daas wäiss doch würggli afed jedä,

und guh tuät gaar nüüt meh.

 

-y

 

 


Dienstag, 29. März 2022

 

's gitt mäischtens nu Vrlüürer

 

 

Sind zwee ufzmal dä nümmä-n-äis

und g'graatet-si id Haar,

gitt's we-mä säit dä-n-ebä Mäis,

mä mäint äs sig nüd wahr.

 

Dä holed-si dä-n-Avikaatä,

de gkänd im Gsetz dä druus,

und zletscht, ihr törfed drüümal raatä,

gaht's nuch viil blööder uus.

 

Ja, d Aawält choschted mäinäid Gält,

und alles isch vrworä;

und d Schtriit-Partiiä chänd uf d Wält,

äm Schluss händ all vrlorä.

 

 

-y.


Donnerstag, 17. März 2022

 

‘s holt jedä-n-ämaal ii

 

Chaasch rännä, chrampfä, schträbä

und vollä-n-Ehrgiiz sii,

und irgend wänn holt ds Läbä

dich äifach plötzli ii!

 

Chaasch zoberscht ufä chläderä,

im Pruäf, im Schport, bim Schtaat,

uf zmaal fahts afu läderä,

will äifach nüü-p-meh gaht.

 

Und wänn-di nüd chaasch löösä,

und nüd vrnümpftig sii,

faat’s plötzli afu böösä,

und ‘s holt-di dä gad ii!

 

-y.



Freitag, 11. März 2022

 

Niäräschtäi!

 

Ä sonä blöödä NIäräschtäi

isch daa gsii uhni gfraaget,

äs isch ä chogä Saueräi

und ha-p-mi eeländ pblaaget.

 

Uff zmaal schticht’s gad im Ranzä,

schiär we-n-ä Mässaerschtich,

bimäich schiär we-n-ä Lanzä,

tuät weh moordsmäärterlich.

 

Drnaa liisch uffem Schragä,

und isch-es nuch ä tümmerä,

dä gaht‘s-em dä-n-ä Chragä,

si tüän’nä dä zertrümmerä!

 

-y.


Sonntag, 27. Februar 2022 (Fasnachtssunntig)

Ehemalige Fasnächtlerinnen als Zaungäste, ein heiteres Vis-à-vis auf dem Turnhallenplatz Erinnerungen ans Maschgeren wurden wieder ausgegraben. Die eine von der Mafia, die andere vom Sanggaller Oberland.

 

p Fasnacht isch wider uus-pbrochä

 

Etz läbed d Naarä wider uuf,

Corona sig verbii,

ziänd  p Masgä-n-aab, tüänd d Larvä druuf,

öb Maschgr grooss und chlii.

 

Und g Guuggä sind etz ehnder Modä

und ds Maschgerä gitt aab,

und p Pauggä, p Blääser tuänd-si rodä

öb röötsch, öb gälb, öb blaab.

 

Äs chlepft und täscht, macht päng und pumm

und tüünt halt sonä schüüni

Komfetti wirbled zringelumm‘

öb’s rägni oder fühni!

 

-y.

  

Der Hut, der steht ihr gut!


Samstag, 26. Februar 2022

Dr Chriäg isch uuspbrochä

 

Mer häiged Fridä, chäm-p-mä mäinä,

sitt sibänäsibezg Jahr,

und etz isch Chriäg idr Ukräinä,

mä mäinti‚‘s sig nüd wahr.

 

Äs Volch mit viärviärzg Miliuunä,

hätt Angscht um Huut und Haar

dr Putin, well de nümmä schuunä,

und mäint, är sig dr Zaar.

 

Etz flüüsst dä Bluät, äs chunnt äs Schtäärbä,

vu Frauä, Maa und Chind,

alls gaht kabutt und liit i Schäärbä,

will’s nüd vernümpftig sind.

 

 

-y.

 

 

Die Ukraine ist ein grosser Staat in Osteuropa, der für orthodoxe Kirchen, die Schwarzmeerküste und bewaldete Gebirge bekannt ist. In der Haupt-stadt Kiew befindet sich die Sophienkathedrale mit einer goldenen Kup-pel sowie Mosaiken und Fresken aus dem 11. Jahrhundert. Das Kiewer Höhlenkloster liegt auf einem Hügel über dem Dnepr und beherbergt Grabbeigaben aus der Zeit der Skythen sowie Katakomben mit Särgen mumifizierter Mönche. 

 

Präsident: Wolodymyr Selenskyj Im Trend

Hauptstadt: Kiew

Fläche: 603’548 km²

Bevölkerung: 44.13 Millionen (2020) 

Währung: Hrywnja

 

Offizielle Sprache: Ukrainisch

 

 

Ethnie

Anzahl im Jahr 2001

Anteil im Jahr 2001

Ukrainer

37.541.700

77,8 %

Russen

8.334.100

17,3 %

Rumänen/Moldauer

508.600

0,8 %

Belarussen

275.800

0,6 %

Krimtataren

248.200

0,5 %

Bulgaren

204.600

0,4 %

Magyaren

156.600

0,3 %

Polen

144.100

0,3 %

Juden

103.600

0,2 %

Armenier

99.900

0,2 %


Mittwoch, 16. Februar 2022

 

Äs tägälät!

 

Äs tägälät äm Horizont,

wänn glii dä d Sunnä chunnt

dr Morgäschtäärn nuch ä dr Front,

wird d Wält dä wider bunt,

 

Äs tägälät dä p Pandemii

wänn pBunderäät tüänd bschlüssä,

des Gröbscht sig nämä etz vrbii,

mer chämed ds Läbä gnüüssä.

 

Fascht niänä bruucht’s kä Masgä meh,

d Zertifikaat sind durä,

Bruucht’s ächt drnaa kä Impfig meh?

Und niämer muäs meh murä.

 

-y.

 

 


Donnerstag, 3. Februar 2022

 

Agätäbroot und Füürälihäiss

 

Samstag. 5. Februar Agätätaag

 

Äm Agätätaag daa chaasch di rodä,

bringsch z Chilchä wagger Broot;

dä wird‘s da dett nach alter Modä

gad gsägnet gägä Füür und Noot.

 

Ganz früäner we-mä hütt nuch wäiss,

häsch ä nuch chännä Cholä,

mä säit ä demm au Füürälihäiiss,

as gsägnet nuch gu hola

 

Das nütz' gäg inn’r und üsser Bränd

gäg‘ ds Heuweh und gäg Füür,

und wänn’r daas dähäimä händ

hilft's früäner gnau we hüür.

  

-y.

 


  Geschichte des Agatha-Brotes 

Da sich die auf Sizilien lebende Christin Agatha weigerte, den nichtchristlichen, römischen Statthalter Quintianus zu heiraten und sich vom Christentum abzu-wenden, bestrafte dieser sie, indem er ihr die Brüste abschneiden liess. Als sie sich weiterhin weigerte, ihrem Glauben abzuschwören, wurde sie zu Tode ge-foltert.

 

Als am Jahrestag ihres Todes der Ätna ausbrach und die Lavamassen Catania bedrohten, versuchten die Einwohner mit dem Schleier der Agatha die Lavamas-sen aufzuhalten. Seitdem gilt sie als Patronin gegen Feuersgefahr und ist die Schutzpatronin von Catania.

 

Mit der Zeit wurde Agatha ebenso zur Schutzpatronin der Feuerwehren, Glocken- und Erzgiesser, Goldschmiede, Berg- und Hochofenarbeiter, Glasmacher, Weber und Ammen.

 

Die früheste gefundene Erwähnung eines Brotsegens am Agathatag datiert aus dem Jahre 1466: In den Auflistungen der Ausgaben des Klosters Klingenthal in Basel wird das St. Agathenbrot aufgeführt. Laut dem Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens erwähnte der berühmte Prediger Geiler von Kaysers-berg (1445-1510) Anfang 16. Jahrhundert als erster das Agathabrot als Mittel gegen Feuer und Brand.

 

Die Wirkungen des Agathabrotes sind vielfältig:

Laut dem Idiotikon, dem schweizerdeutschen Wörterbuch, war es in katholischen Familien üblich, dass ein Stück Agathabrot bis zum nächsten 5. Februar im Haus zu behalten wird. Legte man in vier Ecken des Hauses ein Stück gesegnetes Brot, so sollte man vor dem Feuer verschont bleiben, so berichtet eine Quelle aus dem Jahre 1867.

 

Mütter versuchen, ihren ausziehenden Kindern ein Stück Agathabrot zu den Klei-dern zu legen, als Mittel gegen Heimweh und damit dem Kind nichts Böses widerfährt. Deshalb wohl kommt das Agathabrot auch in Kinderreimen vor und dies auch in reformierten Gegenden:

 

"Enegen, mänegen, tumpeti, tifi, tafi oni mi. Ägeten-Brot in der Not: dimpf, dampf duss."

 

Das Agathabrot schützte aber auch vor Zwergen und bösen, zauberhaften Ein-flüssen, so Gebäckforscher Rochholz. Mensch und Tier hilft das Essen von Agathabrot, gesund zu bleiben.

 

Man gab bei Krankheit ein Stück vom Agathabrot in die Suppe oder ins Futter. So bekamen am Agathatag alle Haustiere (ausser dem Schwein) ihr Stück Brot, denn es soll eine beruhigende Wirkung haben und fressgierige Tiere heilen.

 

Im Kanton Freiburg wurden die Brote am Tag der heiligen Agatha gesegnet, um insbesondere Schutz vor Feuer zu erbeten.

 

Bis zum 2. Weltkrieg war es in vielen Rapperswiler Familien üblich, dass der Va-ter das gesegnete Brot beim Mittagessen in Stücke schnitt und Frau und Kindern neben den Teller legte. Nach einem Vaterunser hat man das Brot schweigend gegessen. Ein oder zwei Stücke, meist das so genannte „Bödeli“, der Anschnitt, wurden behalten und die Mutter legte es in eine Ecke des Küchenschranks. Dies sollte die Familie davor bewahren, während des Jahres jemals ohne Brot zu sein.

 

Neben den Brotformen unterscheidet sich auch die Segnung von Region zu Re-gion. Ob das Brot, der Teig oder gar das Mehl gesegnet wird, ist heute abhängig vom Pfarrer, vom Bäcker und von der Verwandtschaft des Bäckers. Ein Bäcker aus Appenzell weiss von einigen Berufskollegen, dass diese über einen „eige-nen“ Geistlichen in der Verwandtschaft verfügen. Dieser kommt persönlich in die Backstube, um den Segen zu sprechen. Andere Bäcker bringen die Brote in die Kirche und lassen sie während des Gottesdienstes segnen. Möglich ist es auch, dass die Gläubigen das Brot selber mitbringen. In einigen Gemeinden behalten die Gläubigen das Brot bei sich in der Kirchenbank, in anderen legen sie das Brot in den Kirchenchor. In Appenzell etwa wird heute das Agathabrot in der Kirche gesegnet und nach dem Gottesdienst auf dem Kirchenplatz und im Laden ver-kauft. Vor 10 Jahren haben die hiesigen Bäcker beschlossen, mit dem Brot in die Kirche zu gehen. Das gemeinsame Auftreten der Bäcker, die grosse Brotmenge und die anwesende Kirchengemeinde geben diesem Anlass eine grosse Be-deutung.

 

In Waldkirch (SG), Sempach (LU) und Tobel (TG) findet der Brotsegen in der Bäckerei statt. Im Kanton Obwalden segnen einige Pfarrer das Mehl und den Hebelteig in der Backstube und die fertigen Agathenmutschli in der Kirche, in Obersaxen (GR) wird das Mehl, in Schwyz werden alle Zutaten in der Backstube gesegnet. In Werdenberg (SG) segnet der Pfarrer das Brot im Volg. In Lachen (SZ) bringen die Gläubigen das eigene Brot in die Kirche mit.

Laut Idiotikon hat dieser katholische Brauch des Brotsegnens auch die Reformierten beeinflusst. Diese buken ihr Hausbrot an jenem Tag, weil dann das Brot nie schimmelig, hart und unschmackhaft werde.

 

aus: 

 Kulinarisches Erbe der Schweiz Patrimoine culinaire

 

In unserer Kirche in Näfels wurde früher auch Kohle gesegnet, eben "Agätäbroot und Füürälihäiss"

Wandmalerei in der Agatha-Kirche im Kloster in Ris bei Vichy in der Auvergne, 15. Jahrhundert. Agatha wird gefoltert und die Brüste werden ihr abschnitten.


Montag, 1. Februar 2022

 

Bald hät’s nu nuch Glatzä-Karänä

 

Chaasch ummäluägä, wo-d‘ nu witt,

das pfiiffed sogaar d Schpatzä,

‘s gitt nüüt, wo’s afed hütt nüd gitt,

zäntummä gseesch nu Glatzä.

 

Ä Flüügäschli’fri säi-p-mä-n-au,

wo glänzig isch poliärt;

äs schpiäglet mängmaal glatt schtatt rau,

tigg fürnig glatt rasiärt.

 

Das sig etz Modä hüttigstags

und - wem ä säit - sig’s seggsi,

wer wagger Haar hätt, ja, der mag’s,

und wer dä früürt, der tegg-si.

 

 

-y.


Sonntag, 30. Januar 2022

 

 Mä gseeht-si chuu im langä Gwand

 

Si chunnt bidächtig und nu gschlacht

und bruucht zum Guh äs Schtöggli;

hätt d’Haar as Guri ufämgacht

im Muul äs Zuggermöggli.

 

Ä tunggels Gwand schiär bis uf d Schuä

und ä dr Hand nuch ds Täschli;

ä Bluusä, schiär bis z’oberscht zuä,

im Täschli ds Parfüümfläschli.

 

Dr Toggter säit, si sött-si schuunä,

doch nützä tuät daas nüüt;

si sig-si gwändt a Kumissiuunä

und müäs halt under d Lüüt.

                                                         

  -y.

 

 

erschienen im "Fridolin" im Juni 2003 


Samstag, 29. Januar 2022

Samstag, 29. Jannuar 2022

 

Was isch ä i dem Näfels loos?

 

D Lüüt händ zeerscht g’glaubt, äs sig nüd wahr;

was i dr Ziitig schtaht,

und mit-dr Ziit wiird nämä klaar,

as öppis nümmä gaht.

 

Im Chilchäraat hätt’s Zwölfi gschlagä;

är wiirt etz rabiaat;

und ä dr Scheffin gaht’s ä Chragä

si nänd-erä ds Mandaat.

 

Ä Söttigs hätt’s nuch gaar niä g’gii;

werum, daas chäm nuch uus;

mä mäinti dernigs chämm nüd sii;

i so’mä frommä Huus.

 

-y.

 

  

Der Kirchenrat der katholischen Pfarrei Näfels und Umgebung hat in seiner a.o. Sitzung vom 24. Januar 2022 einstimmig beschlossen, der amtierenden Kirchen-gemeindepräsidentin Daniela Gallati-Landolt per sofort das Vertrauen zu entziehen, ihr die Funktionen entzogen und das Präsidium ad interim an Hans Hager, bisher Vizepräsident ad interim, übertragen. Ansprechperson über die Hintergründe sei Kirchenvogt Wolfgang Hauser. Ausgelöst habe diesen Eklat der Pfarradministrator Stanislav Weglarzy, der beanstandete, die Kirchenrats-präsidentin behindere ihn in wichtigen Angelegenheiten in der Ausübung seiner Aufgaben als Pfarrer.


Montag, 24. Januar 2022

 

Morgen soll ein Monsterprozess

für

einen prominenten Bänker beginnen

 

 

 

 

Wiirt’s ämä-n-Esel z wuäl, faat’r a tumm tuä!

 

Mit sächsäsächzgi föch - schiint’s ds Läbä afed aa,

äso tüünt’s imä Schlager;

daas gilt ä für ä Vinzänz, bekannt as Läbemaa,

und tigg, nüd öppä mager.

 

Är häig i Saus und Braus gad wagger Gält vrjublet,

des mäischt dä nu uff Schpeesä,

und sinä guätä Riäff und Supertschop vrtublet

mit mänger blöödä Scheesä

 

Wahrschiindli chäm’r iätz gad lang i-g-Chischtä,

im Chefi isoliärt,

das gaht im Gliichä-n-und dä bisch dä

gad ä nuch pänsioniärt.

 

 

-y.


Freitag, 21. Januar 2022

 

Das wiirt ja immer schüüner….!

 

Etz wänd-s’ sogaar äm Papscht ä Schpägg

mit Avikaatä-Mittel;

Missbrüüch und nämä derä Drägg,

ä grauävolls Kapitel.

 

Är häig schiints nämä-n-äinä teggt

i seggsuellä Sachä;

und daas Eräignis hätt erreggt;

das törff mä halt nüd machä!

 

We schtaht etz g Chilchä wider daa,

wänn gaar dr Papscht vrsäit;

das richtet eeländ Schadä-n-aa

für iätz und d Eebigkäit!

 

 

-y.

Bild unbekannter Herkunft - offenbar ein Fasnachtsumzug


Donnerstag, 13. Januar 2022

 

Säg was-d‘ witsch – Tschoggowitsch!

 

De mached äs Tärämtämtämm

z Auschtraaljä übrännä;

für ds Tennisschpilä bim Gränd Släm

mit Schpeerä und mit Männä.

  

Dr Tschoggowitsch, der Super-Schtaar,

well-mä nüd inäluu,

der Kärli well mit Huut und Haar

gar nüd zum Impfä guh.

 

Dr äi säit gix und disä gax,

wer wäiss, we’s usächunnt;

dr äi säit ja und disä mag's;

isch daas nüd kunterbunt?

 

-y.


Dienstag, 11. Januar 2022

 

 

                                Dr eltisch Glaarner…*

 

 

Mä säit:                           Dr eltisch Glaarner sig

                                        dr Füh.

                                        Das mag ja sii

                                        und ich schu rächt und schüü.

 

Mä gseht:                        Nuch ächlä-n-elter isch

                                        dr Niid.

                                        Dr Füh vrgaht,

                                        Vrguuscht tuät we

                                        nüd gschiid.

 

Mä gmerggt:                    As ds Zändweh

                                        nuch viil elter isch,

                                        wänn dä dr rächt

                                        dii liäbä Naachpuur isch.

 

Mä gkört:                         Wänn äinä-n-öppis häig,

                                        nüpfiil,

                                        so sig dä daas

                                        für disä halt

                                        schu z’viil.

 

Mä tänggt:                       Äs täät’s doch äigetli

                                        äm Füh.

                                        Nää – uhni Niid

                                        wäär ds Läbä

                                        nüd so schüü.

 

                                        Fridli Osterhazy

 

 

                                        *schtatt ä-n-ärä Eerschtaugschtäreed uff Sulzbodä

 

 

 uus: Dr ghülptet Bott, Sulzbodä-Ziitig 1982, Siitä 28


 

Samstag, 1. Januar 2022 Neujahr

 

Silväschterschällä

 

All Jahr äm letschtä Taag im Jahr

Und zwaar schu härrgottsfrüä,

dä chunnt ä wagg’ri Goofäschaar

mit Plumperä vu Chuä.

 

Si schälled dä i tunggler Nacht

dur d Schtraassä rudelwiis;

und schälled, bis-mä d Tüür uufmacht

und nachhäär sind-si liis.

 

Ä Truubäsaft, ä Wurscht und Broot,

tigg öppä Brüüt mit Anggä,

ä Schoggi tuät’s dä-n-ä zur Noot,

dä gönd.s’ und säged:«Tanggä!»

 

-y.

 


 

Nüüjahrsmorgä

 

Chuum isch Silväschter nämä durä,

isch p Birä we-n-ä Schtäi,

die mäischtä sind dä-n-uff dr Schnurä

und chänd dä  kniibel häi.

 

Si gönd mit zant dä Schuä gu liggä,

und schnarchled, o-herjee!

und lönd-si nämä nümmä bliggä,

’s isch alles jemineee!

 

Äs fröschtälet äim zant-dr Teggi,

ä mängem isch-es schlächt;

und  p Muäter säit: Daa häsch äs Beggi!

Für waas brucht’s daas etz ächt!?

 

-y.

 

aus "Fridolin" ,10. Januar 2008 Nr. 2

 

 

Nüüjahrsmorgä!

 

Äs Schtäubli fiinä wiissä Schnee

we Zugger uff p Paschteetä,

vrzuggäret ds Nüüjahr, juhee!

und alles, was-mä gseht-dä.

 

Und d Sunnä schtrahlet wiiss und hell,

ds Nüüjahr chunnt etz uf d Wält

(daas gseht au, wer’s nüd wahr haa well),

und güggslet dur all Schpält!

 

Au p Bäum sind wiiss und d Schtraassä-n-au,

und silberig dr Gläärnisch,

ds Nüüjahr – so gmergget Maa und Frau –

mäint’s nämä würggli äärnisch’.

                                                          

-y.

 

aus Fridolin", 8. Januar 2009 Nr. 2

  


Sonntag, 2. Januar 2022

 

Chlepferii schtatt Gloggäglüüt

 

Zum Jahres-Uusklang ghörp-p-mä ds Glüüt

und nachem Zwölfischlaag

gkörsch ds Iiglüüt, abr daasmaal nüüt,

as nu ä luuti Blaag.

 

Schu schiär dr Altjahr-Aabed läng,

d Lüüt sind ja dä-n-äm Fäschtä,

machts nüüt as "pumm!" und "chlepf !" und "päng!"

bis d Nasä vollä häsch-dä.

 

Zum Himel schtiiged tuusig Schwärmer,

äs chnorzgäret und chnellt,

und d Lüüt sind nu nuch eeländ Lärmer! 

Isch daas nuch alls, wo zellt?

 

-y.

... am andern Morgen...  ä guäts Nüüs und ä Gegeloornig!
... am andern Morgen... ä guäts Nüüs und ä Gegeloornig!