Freitag, 1. Februar 2019

 

Trouvaille

 

Martin Müller, "Bicotin",

leidenschaftlicher Filmer und Fotograf...

aber auch

Verseschmied

Martin Müller, "Bicotin", hier auf dem "Flohmarkt" der ehemaligen Salzwaage.
Martin Müller, "Bicotin", hier auf dem "Flohmarkt" der ehemaligen Salzwaage.

 

Ziger-Kari

zum

70. Geburtstag

von

Fritz und Hedi Landolt-Müller

Näfels

 

Hütt bini uffem Handel

we eischter jedä Taag -

und zwar im Glaarner Underland

drumm isch deer Bsuäch kä Fraag,

 

etz chumi daa ids Hotell Schwärt

genau zur rächtä Schtund;

da innä hoggt äs Ehepaar,

vu miir ä guätä Grund:

Dr Toggter Fritz mit siner Frau,

diä händ ja daa äs Fäscht:

äs siged sibezg Jährli häär

vum Schprung ids Schtorchä-Näscht.

 

Herjeeminee, we isch daas schüü,

ezt lüäg daas prächtig Paar,

dr Ziger-Kari kännt de Zwäi

ja schu ä Huuffä Jahr.

Dr Fritz isch ja mimt üüs id Schuäl

, ds Oberrichters Suh,

drumm isch hütt au mii Zwilling-Sepp

zum groossä Fäschtli chuu,

mä gseht halt gad vum Schützähoof

durä zu siim Huus,

dett gaht'r mit viär Schwöschtärä

fröhli ii und uus.

 

 

D Grossmuäter mäint und d Muäter au,

d Maschinä sind doch gfährli,

mer chaufed doch äm Fritzli

viil gschiider äs Altäärli.

Diä söled wagger üäbä

im Gaartä und um ds Huus

de Zwilling as Minischtrantä

as Pfarrer  eer voruus.

So schtartet dä d Prozässiuu,

d Schwöschtärä mit-em Fridel,

ds Schützlers und au d Müli-Chind.

D Groossmuäter mit dr Bibel.

Äs Redli wuurscht as Abedmahl

dett ännä isch daas mügli,

und wer nüd richtig anä-schtaht,

gitt eer ä Gingg ä ds Füdli.

 

 

Glii gaht'r dä i d Chlooschterschuäl

mit ds Schützähööflers Buäbä;

all müäsed Kapiziiner gii,

dr Räymund well schu luägä.

Ds Marili meint-dä daa derzuä

und d Schwöschter Heleen au:

Wänn daas dä gäischtli Herä gitt,

dä wiird-iich Chlooschterfrau!

D Villä gliicht ämä Biilihuus.

D Tüür isch allnä offä;

ds Irma und au d Silvia

händ dettä Gschpili troffä,

ds Müli-Hedi uind au ds Greet

sind daa we dähäimä

dr Fritzli flüügt bim Käffälä

i d Müli-Fasnachts-Zäinä.

 

Dänn faat dr Äärnst vum Läbä aa,

dr Fritz muäs gu schtudiärä,

ds Schwyz macht-eer d Maturiteet,

er muäs ja nüd prässiärä,

au d RS muäs'r machä

dänn wiirt'r Ofiziär

und schpändet dänn äm Fründeschräis

ä groosses Fässli Piär.

Dr Schtuggi Sepp hätt d Aaschpraach gkaa

und ds Chöörli, das muäs singä:

I d Aggtiiv-Ziit söll üüs d Armee

nu dereä Lüütnänd bringä.

 

Dr Fritz holt ds Fordli usem Schtall,

ä Wallfahrt müäs etz sii.

Einsidlä chunnt hütt wider draa,

eer rüäft: Mer gönd dett-hii!

Dä Zwillig ussem Schützähoof,

äm Maartin und äm Sepp.

De schlüüffed nüd zum eerschtä Maal

so früä schu usem Bett.

Und d Müäterä, de freuded-sich,

de liäbä, frommä Buäbä,

daas gitt bimäid nuch Missionäär,

müänd etz nu guät luägä.

Äm Inäwääg chunnt glii dr Tuurscht

zeerscht müänd-si Zältli suugä;

ds Einsidlä cheered-s' wäidli ii

we immer i dr Truubä.

Dett innä wont vum Wält-Theaater

"d Schöönhäit" uss dem Schpiil,

drum isch daas für ä "Säiler-Frigg"

siis erschti "Wallfahrts-Ziil"!

 

Mä tringgt äs Fläschli "Rootä"

und bschtellt äs "Schinggä-n-Ei",

druuf bsuächt-mä doch nuuch ds Chlooschter,

mä gaht etz nuch nüd häi:

Dett innä hätt's nu schwarzi Lüüt

nüd blooss diä vum Oordä, 

und alles säit i schtiller Truur:

dr Chlooschter-Abt sig gschtoorbä.

Drii lauffed schtill dur d Chilchä,

wänd doch dr Liichnahm gseh,

ä Mönch chunnt ussem "Biicht-Ruum"

Dr Fritz rüäft für de Zwee:

Sii Bruäder, Sii, wo liit dr Abt?

Eer abr säit zur Ehr:

"Si mäined wuäl - mä säit äsoo -

dr seelig  Gnäädig Heer!"

 

Immer chunnt au d Faschtä-Ziit

müüsli schtill im Läbä,

schtatt Tand und Schpiil und Holdrioo

müäsch dänn dähäimä chläbä.

Äm Aabend  vorem Ooschtertaag

ziänd-s' der Häiland uuf,

dä isch de truurig Ziit verbii,

etz haut-mes ussenm Huus,

Und wider holt-mä ds "Fordli",

mä fart zum Linth-Kanaal

äs Bsüächli gschwind zur Hildergaard,

daas wär etz doch fataal!

d Griinau isch äs Gäischterhuus

mit liäbä, nettä Lüüt.

Dr Fridli holt si Zwillings-Fründ.

All drii wänd dett "schportlich" sii

jedä meh as jedä,

mä setzt für all ä Hechtschprung ii

vu Näfels söll-mä redä.

Nach jedem Schprung ä Tisch derzuä

dr Wiitischt, deer wiirt Siiger!

Mä bschtellt deruzä ä Huuffä Wii,

ä Fläschä viär Füüfliiber.

Dr Lüütnant höört as Eerschtä uuf,

ja - nachem sächstä Tisch,

si setzed dä nuch äinä draa,

dr Martiin isch nuch frisch.

Eer hechtet über sibä Tisch

und rollet technisch uus,

si Grind schlaat ämä Gussfuäss-Tisch

ä Augäbrauä uuf!

Etz müänd-si gschwind zum Toggter,

z Uznä isch deer Maa,

eer söll de Wundä büätzä,

muäs zeerscht ä Schprützä haa.

Dr Fridli säit zum Toggter:

"Deer hätt ä hertä Grind,

daa büätzt mä uhni Schprützä,

will diä au z chöschtli sind!"

Eer chlüübt äm Tin i d Ohrä

und hebet fescht äm Chopf,

dr Toggter büäzt de Wundä zuä

dem schwachä, aarmä Tropf

und mit em Pflaschter uffem Aug

gönd-s' dä wider zrugg.

Si bschtelled, äs paar Fläschli Wii,

mit Tringgä lönd-s' nüd lugg

für deer Wii hätt mä wider Chlotz

für d Schprützä aber käi

doch fröhli gönd-s' vum Griinau-Huus

uff d Oschtärä wider häi!

 

 

Ä d Landsgmäind gaht mä ebä au,

daas muäs mä doch vrschtuh.

Dr Fritz isch ja schu etli Jahr

äm Regiärigsraat, dr Suh,

im Schtadthoof isch ä rassigs Chind

vum schüünä Püntnerland.

Diä gääb äm liäbä, flottä Fründ

zum Ehebund au d Hand.

Doch d Muäter mäint: Für waas dänn au,

diä passt doch nüd ids Huus,

äs sött schu öppis Bessers chuu,

du gkundsch ja gaar nüd druus!

 

Vu duä aa, gaht'r näbä draa

i ds Hotell Bahnhoof inä,

au dett serwiärt ä häärzigs Chind

mit supper-schüünä Schinä.

Äm Altjahraabed gaht'r au

mit-em Fründeschräis

vor dä Zwölfä gschwind dethii,

si trigged meh as äis.

Und ds Blääsli truggt bi allnä,

si gönd i eerschtä Schtogg

und mänd schnäll Wasser löösä

vu dem Silväschter-Hogg.

Dr Schtuggi Sepp wil schpüälä,

er träht dr Hanä uuf:

Etzist de Röhrä gfrorä,

kä Wasser lauft dett uus.

Vor Wuät zeert er äm Wasser-Hanä

di anderä hälfed mit.

Uff äimal bricht d Röhrä aab,

wil's daa kä Haltig gitt.

Ds Wasser schprützt im vollä Schtrahl

uff de Jüngling zuä.

Si flüchted nass i ds Reschterant

i schtiller, sanfter Ruäh.

Und d Wiirti chunnt gu brüälä:

"Hilf, hilf! Äs gaht um ds Läbä

da ussä lauf vum Piswaar

ä Wasser-Stroom dur d Schtägä!"

 

 

Dr Schpängler Hans muäs wäidli chuu,

zmitzt ussem groossä Fiirä,

und reperiärt de Läitig gschwind,

er isch au gaar kä Tüürä.

De Rächnig gaht ids Ännetgiässä,

dr Vatter zalt si ii,

sie isch zum Jahreswächsel-Taag

au sehr beschäidä gsii.

 

 

Druuf chunt ä langä Aggtiiv-Diänscht

als Off, im Militäär,

druuf haut'r's au uff Niderlänz

als Leinä-Wolontäär,

zwäi Jährli muäs'r püfflä

i derä Induschtrii,

das isch etz doch für ds Vatters Gschäft

ä guäti Bildig gsii.

 

Er macht ä Fahrt zum Waläsee

im Summer ganz äläi

und schläiggt vu dett, ganz uuverhofft,

ä prächtigs Müüsli häi.

Ja duä, bim eerschtä Randewuu

mit-em Müller Hedi

hätt'r au ä schtillä Wundsch,

as daas au richtig hebi.

Des eerscht Mal klingt de Melodii

"La vie en ross" i ds Ohr

und stellt sich druuf im Glarner Huus

bim Müller Richard vor.

Er hätt zwaar gsäit bim eerschtä Träff,

hüraatä tuän-i niä.

Doch glii druuf hätt dä ds Hedi gsäit:

Ich chaa dir daas vrziäh!

 

 

Etz chänd di eerschtä zaartä Briäf

ussem Militäär,

und nach-em Uurlaub wider guh

isch fürä Fritz so schwäär.

Etz schtaht'r vor si hanä,

er säit's dihäimä au: 

I Zuäkumft bisch nu duu äläi

für miich di richtig Frau!

 

Etz chunnt dr Schtress vum Schtudium,

dänn ds Hedi macht-em Muät,

er gaht uf Bäärn i d Uni zrugg

und will dr Toggter-Huät.

Er püfflet ds Glaarner Aarbetsrächt

für Dissertaziuu

de Aarbet händ schtatt Partii-Fründ (CVP)

dr "Sozi" übrchuu.

Dr Profässer prüäft de Aarbet gnau,

Schweingruäber heisst der Heer:

Dr Prüäffling schlüüst erfolgriich ab

fürä Fritz ä groossi Ehr!

 

Dr Alfons Hophan rüäft dä Fründ:

"Mer händ für hütt äs Ziil

und farde mit siim Auto gschnäll

i ds Schtettli Rapperschwiil."

Dett undä gäb's ä Hoochzet-Schmuus

vum Hedi und vum Fritz,

Si häiged ds Bäärnä Hoochzet gkaa

das sig dä gaar kä Witz!

Dett undä gitt's ä groosses Fäscht

bis Mitternacht  äm Zwaäi.

Dr Fritz füärt druufhii, Hand i Hand,

ä prächtigs Schätzli häi.

 

 

Dänn flüüget-s' uff Amerikaa,

daas söll im Läbä nützä,

si leerned dett, was nöötig isch,

und tuänd-sich underschtützä.

In Griinwell chunnt äs Chind uf d Wält,

ja, Hedi muäs-es häissä.

Si hetted derr kä schüüners Glügg

zämä chännä schwäissä.

 

Bald känned-s' dänn ä Land und Lüüt.

Si bliibed doch füüf Jährli,

dä räisd-s' aber wider zrugg

i  Schwiiz, das häärzig Päärli.

Si nischted si im Burger-Huus

as rächti Bürger ii,

und ds Heuweh vu dä Eltärä

isch etz gad au verbii!

Glii gitt's Naachwuchs i dem Huus

ja, Trixli häisst das Chind

und meid - ja - in USA

drum chunt dr Schtorch so gschwind.

 

Etz hätt daas Doorf dr richtig Maa

äntli wider daa,

ä guätä, fäinä Fabrikant,

wo früntli schaffä chaa,

ja, ds Gschäftä da i üüserem Land

wiirt'r au verschtuh,

dr Vatter hätt zum grossä Suh

as Schef - dr äigi Suh!

 

Vor zwänzg Jahre isch im gliichä Saal

dr Ziger-Kari gschtandä,

ä groossi Schaar vu Wullälüüt

sind um-mi ummä gschtandä,

ä Tagig, ja für d Prominänz.

Dr Frtz rüäft: "Du muäsch chuu,

ich h vu minä Hobi-Schaaf

des Hantlichscht usä gnuu.

Dr Gletscher-Fritz tuät's gaumä

uffem hinderä Schtägätritt

nach zwee Schtund trampli i der Saal

und nimä ds Schääfli mit.

Äs bogget, woni inä will,

iich zeerä a dr Läinä

und d Fabrikantä tängged au:

Daas isch dä au ä Fäinä.

 

Wo ds Schaaf das prächtig Tesseer gseht,

ich ha's duä glüggli präicht,

hätt's angschtvoll vor dr Frä Borer

gad uffä Bodä gsäicht.

Dr Toggter Fritz chaa lachä:

"Das isch etz herrli gsii,

mä chännt für sonä guätä Schträich

kä bessers Schääfli nih."

Ja, d Schaafzucht bliibt sis Hobi,

au hütt nuuch, ja we duä.

So hätt'r na dä Sitzigä

bim Hiirtä siini Ruäh.

As Lantraat schu und Banggbresidänt

isch eer au mit-nä gloffä

und hätt's mit Dividändä

au nüd erträägli troffä.

 

 

Etz isch'r sibezg-jährig gsii

und daas gad mit dr Frau.

Drumm isch de Gaschtig zämächuu

und iich halt ebä au.

Er hät i denä viilä Jahr

für d Mändschhäit öppis tuä.

Drumm bruucht'r für di neechschtä Jahr

au ebä sini Ruäh!

Dr Rüggtritt ussem Aarbetsfäld

isch für jedä schwäär,

sig äinä Aarbeigäber gsii,

Haupmä im Militäär.

Wichtig isch, as Gsundhäit will

uff dr rächtä Siitä.

D Wält sött äntli Fridä haa

und nüd wiiter schtriitä.

 

Daas wunsched mir äm Jubelpaar.

Gsundhäit, Glügg und Sägä

und nuch ä huffä schüüni Jahre

zum mitänande z erläbä.

Si tangged für deer herrli Taag.

Ich muäs etz wiiter guh,

mer wänd zur neechschtä grossä Fiir

glüggli zämä chuu.

 

 

 

In Dankbarkeit unserem Jubelpaar gewidmet

Näfels, den 21. April 1990

Martin Müller-Landolt

 

  

Dr. Fritz Landolt-Müller, Fabrikant, Bankpräsident, Landrat und Landratspräsident

(leider fehlt mir ein Bild seiner liebenswürdigen Frau Hedi)

 

 

Nekrolog

 

In Memoriam: Dr. Fritz Landolt-Müller, Näfels

29. März 1920 bis 6. Juni 2003

 

Palmsonntag 1920 war gerade gefeiert, als Tags darauf bei Oberrichters ein Söhnlein geboren wurde. Grosse Freude herrschte, als zu den zwei Töchtern ein Stammhalter hinzukam. Zwei Töchter folgten noch nach. Fritz Landolt-Müller, „dr jung Säiler-Fritz“, wie er im Volksmund genannt wurde, hat die ganze Palette eines Lebens von Erfolg, Ansehen und Ehre erstürmt, aber auch erlitten. Er starb am „Herz-Jesu“- Freitag des 6. Juni 2003.

 

Seine Führungsqualitäten zeigten sich schon früh. Wenn er als braver Ministrant mit den Schützenhöfler-Buben „Messlis“ feierte, war er der „Pfarrer“, als 13-Jähriger Gründermitglied der Pfadi „Rauti“ und beim Bau des weit herum sichtbaren Plattenkreuzes mit von der Partie. Er ver-brachte in vom kirchlichem Brauchtum geprägten Rautidorf eine glück-liche Jugendzeit, besuchte die Klosterschule und erhielt unter den Fittichen seines Vaters, des Fabrikanten, Fritz Landolt-Hauser, Oberrich-ter, Gemeindepräsident und Regierungsrat, die Spur vorgegeben.

 

Eigentlich hätte er lieber ein technisches Studium absolviert, musste aber unter dem Einfluss des Vaters entweder Jus oder Nationalökonomie stu-dieren. Nach dem Besuch der Mittelschulen in Stans, St. Maurice und Schwyz (Maturität) und nach Hochschulstudien in Zürich, Fribourg und Bern wurde er ein Dr. rer. pol. mit der Dissertation „Arbeitsrecht im Kan-ton Glarus“ (Bern 1949).

 

Während des Aktivdienstes, der sein Studium immer wieder unterbrach, machte er als tüchtiger und beliebter Offizier beim Geb Füs Bat 85 beste Gattung.

 

1949 verehelichte sich der junge Akademiker mit Hedy Müller. Er entzog sich der starken Hand seines Vaters und sammelte in mehrjähriger pragmatischer Tätigkeit in der Forschungsabteilung des mächtigen und sehr vielseitigen Textilkonzerns J. P. Stevens, South Carolina (USA) Er-fahrungen für seine späteren Funktionen. Noch in den USA kam 1952 die erste Tochter Hedy auf die Welt. Nach der Rückkehr nach Näfels, 1954, folgte die zweite Tochter Beatrice.

 

Mit dem Eintritt ins väterliche Geschäft begann auch seine politische Kar-riere. Unter seiner Ägide – ab 1966 war er Verwaltungsatspräsident – gestaltete er zusammen mit seinem Schwager Eugen Schwitter-Landolt das Familienunternehmen Fritz Landolt AG zu einem topmodernen und kreativen Textilunternehmen mit vielseitiger Produktion. Zeitweilig be-schäftigte das Unternehmen über 300 Personen. Fritz Landolt vertrat eine Geschäftspolitik mit Ethos und lebte nach der Parole, mit Ausnahme von natürlichen Abgängen sei kein Mitarbeiter zu entlassen. Fritz Landolt dürfte einer der letzten echten Unternehmer gewesen sein, der so ganz-heitlich Produktivität und Fortschritt mit sozialer Rücksichtnahme ver-band. Neben seiner Fachkompetenz brachte ihm dieses soziale Credo hohes Ansehen bei seiner Belegschaft und weit übers Dorf hinaus. Zu recht wurde er im Nekrolog in der Kirche als „väterlicher Chef“ be-zeichnet.

 

Kein Wunder, dass er auch an der Politik nicht vorbeikam. Früh über-nahm er das Präsidium der Katholisch Konservativen Volkspartei von Nä-fels, stand 1958 bis 1968 der damaligen Konservativ-Christlichsozialen Volkspartei des Kantons Glarus (heute CVP) vor. Schon 1956 wählten ihn die Näfelser in den Landrat. Er gehörte diesem 33 Jahre bis 1989 an und stand ihm 1973/74 als Landratspräsident vor. Die für ihn wohl inter-essanteste politische Aufgabe war das Präsidium der Bankkommission der Glarner Kantonalbank. Schon 1957 hatte ihn der Landrat in diese Kommission gewählt, 1974 bis 1990 präsidierte er sie. In seiner Präsi-dialzeit entwickelte sich die Glarner Kantonalbank zur modernen, vielsei-tigen Universalbank.

 

Daneben hatte er stets ein offenes Ohr für die Anliegen aus dem Volke. Ob es das OK-Präsidium für das Glarner-Bündner Kantonalturnfest in Näfels war, ob ein Anlass oder eine Sammelaktion der Harmoniemusik oder anderer Vereine, stets war er bereit mitzuhelfen. Er engagierte sich sehr im Initiativkomitee für den Bau des Sportzentrums Glarner Unter-land (SGU). Als Verwaltungsratspräsident des „Glarner Volksblattes“ spä-ter „Vaterland“ erlebte er nicht nur eitel Freude. Als Stiftungsrat des Freu-lerpalastes und Mitglied des Lions-Club Glarus setzte er sich für die Re-staurierung der Freulerkapelle ein. Wo es nötig war, wo immer er es ver-treten konnte oder Unterstützung als sinnvoll erkannte, half er diskret und uneigennützig. Vorzüglich verstand er es Kontakte herzustellen und ver-trauensvolle Beziehungen aufzubauen, für die es weder menschliche noch geografische Grenzen gab.

           

Dabei war Fritz Landolt alles andere als ein sanftmütiger Typ. Er konnte mit recht griffigen und energischen Voten an Gemeindeversammlungen auftreten, liebte die klare, nicht immer bequeme Formulierung oder zog gelegentlich auch mal einen Prediger, der sein Unternehmerherz über-strapaziert hatte, heftig zur Verantwortung. Er konnte ungeduldig werden, wenn zu lange geredet und zu zögerlich gehandelt wurde. Dem entschei-dungsfreudigen, draufgängerischen Mann stand seine Frau Hedy Lan-dolt-Müller wohltuend zur Seite. Glücklich war er im Kreise seiner Familie im Ferienhaus Schlettli im Glarner Hinterland.

 

Mit jäher Unerbittlichkeit und Plötzlichkeit ereilte ihn im Sommer 1982 ein Herzanfall, der zu seinem klinischen Tod führte. Gute Schutzengel, seine Angehörigen und kompetente Ärztezusammenarbeit „holten ihn ins Le-ben zurück“. Er pflegte des öftern zu sagen, ein zweites Leben sei ihm geschenkt worden. Mit ungebrochener Energie arbeitete er weiter. Es fiel ihm schwer, kürzer zu treten. Er reduzierte dennoch seine Arbeitszeit im Betrieb, beschränkte sich zunächst auf die Aufgaben des Verwaltungs-rates und gab die operative Leitung des Unternehmens an die vierte Generation weiter. Schliesslich zog er sich, wohl durch gesundheitliche Grenzen gemahnt, ins Privatleben zurück. 1997 verlor er nach schwerer Krankheit seine Gattin und Lebensgefährtin Hedy.

 

Eine glückliche Fügung wollte es, dass sich Alice Oehninger, die er seit seiner Jugendzeit zum engsten Kreis lieber Freunde zählen durfte, um ihn kümmerte und ihm als besorgte Lebenspartnerin zur Seite stand. Sie schenkte ihm fünf Jahre der Musse und war ihm liebevolle Stütze. Ohne sie hätte er den letzten Lebensabschnitt nicht in seinem geliebten Ennet-giessen verbringen können. Ein treuer Freund war ihm auch sein Cousin und langjähriger Mitarbeiter in der Geschäftsleitung Ernst Fischli-Bochs-ler. Er war bis zum Tode täglich mit ihm in Kontakt und kameradschaftli-cher Helfer und Gesprächspartner.

 

Wir verlieren in Fritz Landolt einen Unternehmer, Politiker, Offizier und Mitmenschen mit sozialer Ader. Wir bewahren eine Persönlichkeit in be-ster Erinnerung, die geachtet, bewundert und geliebt wurde.

                                                                                          Fridli Osterhazy.

 


Donnerstag, 10. Januar 2019

 

Schnee in rauen Mengen! Nach "grünen" Weihnachten und eigentlich trockenem Jahres-wechsel ist der Winter doch noch eingetroffen und wie! In Österreich fielen Schneemengen wie schon lange nicht mehr. Skiunfälle und Lawinenniedergänge häufen sich. In der Schweiz ist der Schnee seit den letzten Tagen bis in die Niederungen gefallen, Neben-strassen sind schneebedeckt. Das Rumpeln der Schneepflüge gehört zur nächtlichen oder frühmorgendlichen Geräuschkulisse. Nostalgische Gefühle kommen auf aus Erinnerungen an die Winter in unserer Kindheit. Wir bauten Schneehütten und Schneemänner. Unsere Skihänge waren beim "Bärenfritz" gegen den Niederberg, ob der Sägerei unterhalb des Hilarirankes, beim "Schnegg" oder "Haltli". Im Oberseetal im "Aeschen", später im "Rüti-berg". Im Klosterschulhof gab es ein holpriges Eisfeld, ebenso im Bahnhofdreieck, wo sogar Eishockey gespielt wurde.

 

Die Schneepflüge aus Holz, gezogen von Pferden oder vom Ochsenpaar aus dem Altersheim "Engelbert" und "Lukas", benannt nach den Zwillingen, die sie führten. Die Gemeindearbeiter unter Anleitung von Werkführer Hilari Landolt brachten das Prädikat ein, Näfels habe die beste Schneeräumung. Damals hiess es noch "Schneeabfuhr". Der Schneeräumungstrupp, meist nur mit Schneeschaufeln ausgerüstet, verluden den Schnee auf Lastautos, die die Schneemengen in den Mühlebach, die Linth oder andere Bäche kippten. Viel Schnee wurde durch die Schächte in den Dorfbach versenkt. Die Strassen waren weiss, an den Strassenrändern blieb viel Schnee, den wir Kinder zum "Abärutschä" ausnutzten. Schneeballschlachten waren an der Tagesordnung, und das EW Näfels be-klagte beschädigte Strassenlampen durch schneeballwerfende Schlingel.

Unsere Eltern trugen noch Gummigaloschen über die Schuhe wegen Pflotsch "Gflötsch",

sie wurden mit einem Reissverschluss und Häkchen geschlossen.

 

Holzer und Landwirte trugen "Wadebinden" bis über die Knie. Heuer brachten das im Sommer in den Heuteilen des Oberseetales (Sulzboden, Sulz, Ahornen, Söli) in Gäden ein-gebrachte Alpheu auf Hornschlitten ins Tal, als "Bremsen" waren Klafterscheiter angehängt. Meist erst in der Dämmerung fuhren die Heuer zu Tal, die Bärte mit weissem Schneestaub gepudert. Auf der Bergstrasse war Schlittelsaison, was dazu führte, dass Warntafeln am Strassenrand angebracht wurden. Wer nicht aufrecht auf einem Schlitten hockte und mit den Füssen "wies", sauste bäuchlings, meist noch mit an den Füssen eingehängten weiteren Schlitten die Bergstrasse herunter.

 

Man sprach von "Fasstuugeli", später von schweren Eschenholzskiers mit Kandahar-Bin-

dungen. Skistöcke waren "Haselstöcke" und gewachst wurde mit "Tokio"-Skiwachs.

In die Geschiche einging die Wirtin vom "Aeschen", bei der für uns mit klammen Händen und "Chlummer" für ein paar Rappen eine heisse Ovomaltine herzlich willkommen war. Sie hatte ein Herz für Kinder und ihre Fürsorglichkeit ist unvergessen.

 

Unvergessen ist der Beinbruch des Kari G. am Hang des Rütiberg bei nassem, schwerem Schnee. Mit Hornschlitten fuhren wir Sechstklässer den armen Schulkameraden ins Tal, direkt zum Arzt. Wir waren zu sechst und bekamen je einen Franken und eine Milchschoko-lade für unsere "Retterdienste". Unvergessen ist ein schwerer Winter, bei dem im Schwändital der Lauiberg von einer "Laui" weggeputzt wurde und die dortige Familie mit einem Säugling wie durch ein Wunder überlebte.

 

Unsere "Schleifschuhe" hiessen nur "Absatzfresser", weil man sie mit einem Drehschlüssel an die Schuhe schraubte. Oft lösten sich die durchnässten und zu fest verschraubten Ab-sätze. Verpönt und gefährlich war das Anhängen an Lastautos, damit man so auf den Schlittschuhen mitgezogen wurde. Gefährlich, aber soweit ich mich erinnere ohne weitere Folgen, ausser einem "Anschiss" durch Erwachsene, Lehrer oder Eltern.

 

Krass ist der Kontrast damaliger Verhältnisse mit den heutigen Riesenschneepflügen, den Schneeschleudern und den mächtigen LKWs, die den Schnee abtransportieren. Die Haupt-strassen sind heute schwarzgeräumt und bei Glatteis gesalzen. Krass ist auch der Unterschied heutiger Fahrweisen. Während  früher viel weniger Autos fast in slow motion daherkrochen, wird heute von pressanten Autolenkern viel zu schnell gefahren, entsprechend hoch sind Autounfälle mit Blech- oder Totalschaden.  

Verschwunden ist der Geruch von verbranntem Holz aus den Hauskaminen. Noch wurde praktisch überall mit Holz geheizt. Das Holz, dass im Wald gesammelt, gesägt und ge-scheitet in Beigen aufgeschichtet wurde, mussten wir mit Holzzainli im Schopf oder Gaden holen und in die Wohnung tragen. Die Mutter legte "Schiitli" in den Kochherd nach oder in kleinere Öfen. Die Kachelofen, meist von der Küche her mit "Bürdeli" (Reiswellen) bedient, gaben mit dem "Ofäbänggli" warm. Schlafzimmer waren meist nicht geheizt, aber mit gros-sen Bettdecken ausgerüset und mit "Chriäsisagg" vorgewärmt. Statt Pyjamas gab es noch lange Nachthemden, Bettsocken, mittlerweile sogar Züttelkappen. Wegen der Wege von der Schlafkammer zum "Abtritt" standen kleine Nachttöpfe unter dem Bett oder im Nacht-tischchen. Frühmorgendliche Verrichtungen war das "Hafäläärä" in die Plumpsklos, die aus einem Holzbrett mit ausgesägtem Loch bestanden und Holzrohre bis hinunter in die Jauchegruppe, in der Mundart "Güläläubi". Diese wurden von Zeit zu Zeit mit Güllen-schöpfern geleert und im Gülenkarren auf die Länder "ausgetan". Länder waren mietbare Teilstücke auf Kartoffel- oder Gemüseäckern unterhalb des "Tankgrabens" im "Schärhuffä", oder herwärts des Tankgrabens im Autschachen oder im Autschachendreieck zwischen Autschachensträsschen, Kleine Linth und der geraden Strasse von der Garage Felber bis zum Restaurant Eisenbahn, im Rasendreieck zwischen Bahnhofstrasse-Bahnbächli und Molliserstrasse, in den "Ländern" im Obererlen bis zum Tschachen. Auch die Privatgärten wurden genutzt für Gemüse, Bohnen, Zwiebeln, Höggerli, Stangenbohnen, Schnittlauch etc..

 

Zurück ins Heute und zum angekommenen Winter. Die Erinnerungen zeigen, wie sehr sich die Welt ständig verändert. Andere Bauweisen, andere Heizungssysteme, andere profes-sionelle Winterwartungsdienste, neue technische Arbeitsweisen mit modernen LKWs, modernen Pflügen, eine breites Angebot von Schneeräumungsmaschinen. aber auch viel mehr Strassenverkehr. Angeblich kommen in der Schweiz jährlich rund 300'000 neue Autos dazu. Andere Strassenanlagen. Andere Bekleidung. Die Welt des Dorfes ist zum weltweiten Dorf geworden. Vor dieser Szene wird die einstige Zeit zur romantischen Vergangenheit. Dieser "neue" Winter zeigt wie sehr alles fliesst und sich verändert... sogar das Klima.

 

Das Glarnerland ist schön! Sogar im Winter: Wer das Panorama unserer Berge betrachtet, mag Staunen und sich freuen, am Heute und an den Erinnerungen an Gestern.

 

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Diese Woche erschienen:

-TA Swiss Newsletter 1/ 2019, Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung, Bern

-Die neue Aufgabe für Radio und Fernsehen, Begleitschreiben zum neuen Einzugsverfah-

 ren, Bundesamt für Kommunikation und SERAFE AG, Zürich

  

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Donnerstag, 3. Januar 2019

 

Das neue Jahr kommt mit seiner Zahl wie jemand daher, der rückwärts oder zu gut Glarnerdeutsch "hinderschti" zählt: 20 - 19! Und dabei ist es noch niemandem gelungen, die Zeit wirklich rückwärts fliessen zu lassen. Naja, bei einem Ton-bandgerät oder heute bei aller Gattung moderner technischer Apparaturen kön-nen Tonträger oder Bildträger in verkehrter Richtung gestartet werden. Die Wir-kung ist grotesk. Gesprochene Sprache rückwärts abgespielt hört sich an wie eine Fremdsprache an, die es nicht gibt. Rückwärts abgespielte Filme wirken slapstickartig und komisch. Panta rhei! Alles fliesst! Das wissen wir nicht erst seit Heraklit.

 

πάντα ῥεῖ,

 

oder Panta rhei oder "alles fliesst"

 

Nachzulesen bei Wikipedia. Diese Formel ist ein auf den griechischen Philoso-phen Heraklit zurückgeführte, von Platon (im Dialog "Kratylos") nahegelegter, wörtlich jedoch erstmals bei den spätantiken Nuelatonikern Simplikios erschei-nender Aphorismus zur Kennzeichnung der heraklitischen Lehre. Bereits in au-gusteischer Zeit war diese formelhafte Zusammenfassung der Gedanken Hera-

klits im Gebrauch. Ihre lateinische Übersetzung "cuncta fluunt" findet sich im 15. Buch der Metamorphosen in der "Rede des Pythagoras", in der Ovid das natur-philosophische Fundament seiner Metamorphosen darlegt.

 

Johann Wolfgang Goethe bezieht sich im Gedicht "Dauer im Wechsel" direkt auf Heraklit:

 

"Gleich mit jedem Regenguss

ändert sich dein holdes Tal.

Ach, und in dem selben Fluss

schwimmst du nicht zum zweitenmal."

 

Die Umkehrbarkeit der Zeit ist eine Fiktion. Wir können nur vorwärts leben, und das immer wieder neu. Mit dieser Erkenntnis mögen auch die nächsten 365 Tage dahinfliessen und wir voranschreiten. Jedermann wünscht sich gegenseitig mit dem Neujahrsgruss "Ä guätä Rutsch!" das Beste.

 

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Quasi gegenverkehrt sind Chroniken ein Versuch, die verflossene Zeit festzuhal-ten und dem Vergessen zu entziehen. So auch die Schrift "Bruder Falke" oder

"frate falco" und "fràre faucon" der Franziskaner. "Nachrichten der Schweizer Kustodie Christkönig OFM" Br. 82/18. Auf 64 Seiten breitet der verantwortliche Redaktor P. Michael-Maria Josuran ofm, derzeit (wieder) im Franziskanerkloster Mariaburg in Näfels, Berichte und Rückblicke vornehmlich auf das Jahr 2018, aber auch weiter, aus.

Nach einem Vorwort des Kustos, das ist der Ordensobere der Schweizer Kusto-die, Br. Raphael Fässler, erscheint ein Kurzrückblick auf das Jubiläumsjahr 1938-2018. Es folgen: Der Bericht der Gemeinschaft Mariaburg in Näfels von Br. Fide-lis Schorer, der Jahresbericht der Insel Werd, von Br. Martin, der Hausbericht Zürich,  der Rückblick Gemeinschaft von Dreibrunnen von Fr. Otmar, Il signore vi benedica, cari fratelli e sorelle neu Signore! von den Sorelle Clarisse di Cade-mario, Monastero Ssi Francesco e Chiara, Cademarioop, übersetzt von P. Ot-mar, der Bericht S. Isiodoro, Rom, von Br. Albert Schmucki, Rom, der Reisebe-richt nach Togo und Burkina Faso von Br. Mathias Müller, die Serie: "Komm, folge mir nach!" von P. Otmar Egloff, ein Text- und Bildbericht der feierlichen Profess von Br. Martin Barmettler, der Bericht über den Besuch  der Schweiz von P. Seve-rin Meyrhofer ofm (Telfs), das Diamantene Priesterjubiläum von P. Benedikt Borer, ein Bericht über die Weiterbildungstage vom 11.-12. Februar, die Lebens-beschreibung Heilige Franziskaner: hl. Petrus von Alcantara von P. Gottfried Egger ofm, die Jubiläen 2019 (Geburtstage und Professen), die Namenstage der Brüder, Totengedenken zurück bis 1951 und das Impressum.

 

Die Schrift gibt einen Einblick gewissermassen in das "Innenleben" des Franzis-

kanerordens, der im Kloster Näfels seit 1986 sesshaft ist. Wegen Nachwuchs-mangel mussten die Kapuziner (OFMCap), die seit 1675 auf dem Burghügel im Kloster Mariaburg wirkten und die von 1831 bis 1974 die berühmte Klosterschule Mariaburg führten (Knabensekundarschule mit progymnasialem Zug), das Kloster schliessen. Durch einen Glücksfall und für einen symbolischen Franken ging die

Klosteranlage an die Schweizer Franziskaner über. Die Klosterschulanlagen er-warb die Gemeinde Näfels als Gemeindehaus und Werkabteilungen.

 

Die Schrift ist erhältlich bei P. Michael-Maria Josuran, Franziskanerkloster Klosterweg 10, 8752 Näfels

 

Zum Begriff "Chronik" kommt mir da ein "Fresszettel" in die Händer mit einer Definition eines prominenten Unteriberglers Franz Marty-Fässler,  Schachen, genannt "Schachen Franz":

  "Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist."

 

Stimmt's ?

    

 

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Beim Schnegestörber tauchten diesmal die Dreikönigssinger am Hausportal auf. Aufgestellt, unbeeindruckt vom Gestöber, in wallenden Gewändern und mit den kunstvoll geschaffenen Textilturbanen. Ich bat die drei "König" und ihren Begleiter in den Hausgang hinein. Sie sangen frisch und schön. Die Zahl am oberen Tür-rand musste ich allerdings selber  anschreiben  20 + K + M + B + 19.

 

  "Der Herr, er segne  diese Haus

          und alle, die hier gehen ein und aus..."

 

Die mehreren Sängergruppen wandern durch das Dorf. "Meine" Gruppe hatte be-reits vier oder fünf Häuser besucht und wollte ebensoviele noch besuchen.

Die Spende, die man gibt, wird in einer Büchse ¨für einen guten Zweck gesam-melt.

 

Ein schöner Brauch.

 

Drei Kinder zieh'n von Haus zu Haus

und seh'n wie Könige dann aus.

Sie segnen das Tor

und singen davor;

und du rückst mit 'ner Spende raus!                Fridolin Näfelser